Hier geht es keiner von beiden so richtig an zusammenzuziehen, aber Du willst einen Heiratsantrag? Mensch, wir sind doch im realen Leben, nicht bei Rosamunde Pilcher.


    Ich denke nicht, dass Du von ihm erwarten kannst seine Eigentumswohung (abbezahlt?) aufzugeben. Vielleicht hat er absichtlich eine kleine Wohung gekauft, weil er alleine wohnen will? Oder er hat eine kleine gekauft, weil ihm der wenige Platz nichts ausmacht?


    Ich erinnere mich, dass ich mit meinem heutigen Mann damals auch in einer Zweizimmerwohnung gelebt habe. Das ging wunderbar. Wer braucht soviel Platz, wenn keine Kinder im Anmarsch sind oder es Haustiere gibt?


    Natürlich haben auch wir uns irgendwann umgesehen und dann gemeinsam Eigentum gekauft, aber eher aus dem Grund nicht mehr mit anderen Parteien in einem Haus wohnen zu wollen, das fand ich immer anstrengend, so nett auch die meisten waren. Aber einen Knallkopp hat man ja immer dabei ;-)


    Setzt Euch zusammen und sprecht miteinander. Ohne Pistolen, ohne Vorwürfe, ohne Erwartungen. Einfach so, dass jeder mal sagen kann, was er sich wünscht und dann seht ihr ob das überhaupt passt oder nicht.


    Bisher habe ich immer noch das Gefühl, dass er zwar viel redet, aber keine Handlungen kommen. Von Dir allerdings auch nicht. Er bot Dir ja offenbar an zu ihm zu ziehen, aber das hast Du auch nicht getan. Was ist, wenn er genau über das Verhalten bei Dir auch so nachgrübelt, wie Du über seins?


    Das ist doch Murks. Redet!

    Ich habe, obwohl ich eine 80qm Wohnung für mich alleine hatte, praktisch mehrere Monate bei meiner damaligen Lebensgefährtin gelebt auf einer Ein-Zimmer-Wohnung mit 25qm.


    Und dabei festgestellt: ja, das funktioniert.


    Erst danach war für uns klar, wir ziehen zusammen. Was wir dann auch gemacht haben und nun wesentlich mehr Platz haben. Und nach ein paar Monaten war dann auch klar, das wir heiraten. Heute ist sie meine Frau.

    Du schreibst im Eingangspost, dass seine Eltern gegen dich sind und er versucht, es allen recht zu machen. Kann es nicht sein, dass er sich mit dem Thema Heiraten so zurückhält, weil er den Konflikt mit seinen Eltern fürchtet?


    Und.. vielleicht zieht ihr einfach erst einmal zusammen, schaut wie es läuft und denkt dann über's Heiraten nach?


    Ok.. ich muss reden, mein Mann und ich sind genau heute 2 Jahre zusammen (huch.. heute ist ja Jahrestag x:) ) und sind seit September verheiratet. Ging alles sehr schnell, aber wir haben quasi auch vom ersten Tag an zusammen gewohnt. Ich kann deinen Wunsch nach einer Heirat absolut verstehen. Kam das Thema denn auch mal von ihm aus, oder immer nur von dir und er hat gesagt, dass er sich das vorstellen kann? Aber ich denke auch, zusammen sein und zusammen leben ist immer nochmal ein Unterschied.

    Zitat

    Von ihm selbst kommt in Richtung Zukunft nie was...außer wir wollen irgendwann mal heiraten, wir wollen irgendwann mal Kinder...wann ist dieses irgendwann?? Dieses Jahr sagt er ist zu knapp zu heiraten, nächstes Jahr. Nächstes Jahr kommt was anderes...

    Ja, das ist der Klassiker, bzw.die typische Reaktion eines Mannes, der damit bezwecken will, dass du ihn mit dem Thema in Ruhe lässt.


    Du willst heiraten, er eigentlich/irgendwann auch.


    Du willst Kinder, er eigentlich/irgendwann auch.


    Das sind Floskeln, um dich zu vetrösten und so das Thema erstmal für ein paar Wochen/Monate vom Tisch zu kriegen.


    Unklar, ob er das wirklich so sehr auch will.


    Auf jeden Fall ist dieses Pistole auf die Brust-Setzen der völlig falsche Weg.


    Willst du wirklich einen Antrag, den er dir nur macht, damit du ihm nicht mehr auf den Zeiger gehst? ":/

    Zitat

    Auf jeden Fall ist dieses Pistole auf die Brust-Setzen der völlig falsche Weg.


    Willst du wirklich einen Antrag, den er dir nur macht, damit du ihm nicht mehr auf den Zeiger gehst? ":/

    Und was ist denn dann der richtige Weg? Sich direkt trennen? Was soll eine Frau Ü30 denn sonst machen wenn sie jahrelang immer wieder vertröstet wird mit "Ja, das machen wir auf jeden Fall irgendwann." Da bleibt doch gar nichts anderes übrig als irgendwann einfach (sinngemäß) zu ihm zu sagen: Entweder du weißt nun nach so langer Zeit, dass du mit mir was aufbauen willst, oder ich muss mich nun, so lange ich noch die Zeit dazu habe, auf die Suche nach einem Mann machen, der das mit mir will.


    Ich glaube kaum dass man durch das Verlangen einer Entscheidung einen Mann zu was drängen kann was er nicht will. Ich denke entweder wird er dadurch wach und erkennt, dass er das verlieren wird, was er viel zu lange als selbstverständlich angesehen hat, oder er zieht halt wirklich einen Schlussstrich.


    Aber worauf soll eine Frau Ü30 denn warten wenn ein Mann jahrelang so rumeiert? Darauf dass er sich, wenn sie 40 und unfruchtbar ist, von ihr trennt und mit einer jüngeren eine Familie gründet?

    Das Problem liegt doch eher darauf, dass beide bisher keinen Schritt aufeinander zu gemacht haben. Vorher bestand eine Fernbeziehung beruflich bedingt. Dies war vorher nicht anders lösbar nach Aussagen der TE.


    Nun leben sie seit knapp 5 Monaten an einem Ort und haben es dennoch nicht geschafft sich räumlich anzunähern. Es ergibt wenig Sinn Hochzeit und Kind zu planen, bevor klar ist, ob das gemeinsame Zusammenleben unter den gegebenen Alltagsbedingungen harmonisch genug für weitere Schritte sind.


    Die TE hat selbst geschrieben, dass unter den vorherigen Bedingungen keine Pläne verfolgt wurden, nur das es gerade in letzter Zeit deutlicher und konkreter von ihr eingefordert wird die nächsten Schritte zu gehen.


    Was mir nicht in den Kopf will, warum nur darüber sinniert wird, dass beide Wohnungen zu klein für ein engeres Zusammenleben sind, ohne es schon aktiver miteinander ausprobiert zu haben. Wenn es in einer 2- oder 3-Wohnung nicht möglich ist miteinander zu leben, wird das auch in einer größeren Wohnung zumal mit Kind/ern nicht leichter.

    Hallo zusammen, danke für Eure Beiträge. Er hat sich bis heute nicht meldet und das macht mir Gedanken. Andererseits sind 1-2 Wochen normal für ihn, wenn wir mal größere Diskussionen haben.


    Klar bin ich auch in mich gegangen und habe selbstkritisch überlegt, dass ich hätte zu ihm ziehen können. Ich warte noch ein bisschen und werde dann auf ihn zugehen. Mittlerweile habe ich selbst gemerkt, dass es gut ist kurz Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen. Dann läuft das nächste Gespräch bestimmt vernünftiger.

    Zitat

    Er hat sich bis heute nicht meldet und das macht mir Gedanken. Andererseits sind 1-2 Wochen normal für ihn, wenn wir mal größere Diskussionen haben.

    Das wäre jetzt bei einem Partner, mit dem ich zusammen leben und den ich heiraten wollte ernsthaft ein Thema, das mich zum grübeln bringen würde. Der Erfolg einer Beziehung hängt unter anderem nicht ganz unwesentlich davon ab, wie sehr das Maß übereinstimmt, das jeder für sich an individueller Freiheit brauch gegenüber der Gemeinsamkeit. Jemand, der am liebsten 100% aller Sachen gemeinsam macht, wird nicht glücklich mit jemandem, der viel Freiheit braucht. Wenn jemand soviel Freiheit braucht, dass er mal 2 Wochen auf Abstand geht, dann ist das meiner Meinung nach etwas, was sich mit zusammenziehen nicht so recht vereinbaren lässt. Dies "Ich hab von Dir jetzt mal 2 Wochen die Nase voll" ist ja direkt unheimlich.

    Zitat

    Andererseits sind 1-2 Wochen normal für ihn, wenn wir mal größere Diskussionen haben.

    Das spricht für einen sehr konfliktscheuen Partner. Wie soll sowas funktionieren, wenn ihr beide in einer Wohnung passiert? Zieht er dann aus, lässt die Probleme ungelöst für diese Zeit in der keine Kommunikation erwünscht oder ermöglicht wird?


    Ist das vielleicht unterschwellig mit ein Grund, dass Du bisher nicht aktiver in Sachen Zusammenzug geworden bist? Die Angst, dass ihr dann nach Diskussionen oder Problemen euch anschweigt oder es keinen räumlichen Rückzug gibt?

    Zitat

    Ich warte noch ein bisschen und werde dann auf ihn zugehen. Mittlerweile habe ich selbst gemerkt, dass es gut ist kurz Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen. Dann läuft das nächste Gespräch bestimmt vernünftiger.

    Puh, für 1-2 Tage würde ich bei zwei großen Hitzköpfen dazu raten, aber 1-2 Wochen, nur weil es eine Diskussion über die Zukunftsthemen gibt? Kannst Du damit auf Dauer leben, wenn Dein Partner so lange abtaucht und Du häufig diejenige bist, die zu ihm wieder Kontakt aufnimmt, damit sich etwas weiter bewegt zwischen euch?

    Das ist das zweite Mal, dass das in unserer Beziehung passiert. Sonst ist er derjenige, der auf mich zukommt und wir versöhnen uns recht schnell.


    Wenn er immer so wäre, dann hätte ich das nie solange mitgemacht!

    OK, genau deswegen habe ich noch einmal konkreter nachgefragt, ob eure Dynamik öfter so gelaufen ist. Vielleicht ist es dem Fakt geschuldet, dass Du zum ersten Mal so massiv und deutlicher Deine Wünsche und Vorstellungen kommuniziert hast. Verständlich ist es mir, dass Du spüren willst, das sich nach 5 Monaten mehr Verbindlichkeit aufbaut und gemeinsame Pläne verwirklichen.


    Geht aufeinander zu, sobald er sich wieder richtig fit fühlt und entwickelt zusammen die konkreten Schritte, wie ihr beide mehr Sicherheit für die gemeinsame Zukunft bekommt.

    Mich würde immer noch interessieren, was du deinem Freund gesagt hast, als du seinen Vorschlag doch bei ihm einzuziehen abgelehnt hast: