bei einem eigenen Haus würde ich auch vorschlagen dass du ihm einen mietähnlichen Betrag zahlst und ihr mal für einen Monat alle Quittungen von den Einkäufen sammelt und den Betrag dann durch 2 teilt. Dann sieht man ungefähr was man so an Lebensmitteln verbraucht im Monat.


    Ich finde schon wichtig über die finanzielle Aufteilung zu sprechen. Ich wohne auch noch nicht so lange bei meinem Freund, ist aber eine Mietwohnung. Die Miete + Nebenkosten teilen wir uns gleich auf und den Einkauf auch. Wenn wir zusammen weg gehen zahlt jeder Mal, auch wenn mein Freund im Schnitt öfter zahlt.


    Aber da solltest du glaube ich wirklich mal deinen Freund fragen ob er sich dazu schon Gedanken gemacht hat @:)

    Ich habe ehrlicherweise nur ganz kurz deine Bedenken überflogen und meine spontane innere Reaktion war, zu überlegen, ob ihr wirklich zusammenziehen wollt. Wenn schon so Überlegungen kommen wie "Du musst deinen längeren Weg zur Arbeit mit anrechnen.". Und dann noch jeden Euro rumdrehen, ob es auch bloß gerecht genug ist.


    Aus deinen Worten entnehme ich, dass ihr noch nicht so weit seid, dass er dich ins Grundbuch als Miteigentümerin aufnehmen würde. Ist ja auch legitim. Aber er gibt dir ein Zuhause, für welches er sich verschuldet hat und jetzt abbezahlt. Davon profitierst du ja, denn du sparst deine eigene Miete.


    Ich würde es auch so machen, wie hier schon vorgeschlagen: macht einen pauschalen Betrag "X" aus, den du im Monat beisteuerst. Nicht zweckgebunden, sondern einfach ein Ausgleich als Mietersatz, der in Höhe einer halben Miete liegt. Das ist deine Unterstützung zur Kostentilgung und du zahlst das so lange, bis der Kredit abgezahlt ist oder ihr eine neue Regelung findet. An Instandhaltungskosten am Wohngebäude beteiligst du dich erst einmal nicht, den du bist keine Miteigentümerin. Alle wirklich anfallenden Verbrauchskosten teilt ihr. Ganz einfach. Macht ein Haushaltskonto für die Einkäufe usw.. Finde ich am gerechtesten.

    ich persönlich würde mir blöd vorkommen, wenn ich sein haus mit "abwohne", mich finanziell aber nur an nebenkosten und nahrung beteilige.


    und ich würde auch meine fahrtkosten nicht mit einrechnen, denn ich ziehe ja freiwillig zu ihm und nicht, weil ich muss. somit ist es meine freie enscheidung, mehr fahrtweg und -kosten in kauf zu nehmen.


    also würde ich einmal durchkalkulieren, was ihr gemeinsam an ausgaben habt pro monat, was ihr euch leisten wollte und dann - je nach verdienst - einen anteil davon übernehmen.


    für mich liefe das unter einer art miee, die ich ja auch bezahlen müsste, würde ich in meiner wohnung leben bleiben.


    mich nur am nahrung und nebenkosten zu beteiligen, würde sich wie aushalten lassen anfühlen.

    Mir ist nicht klar geworden, was für Dich ein "Vorteil" ist. Ein finanzieller Vorteil?


    Der "Vorteil" für Deinen Freund ist, dass er langfristig Eigentum haben wird und dafür aktuell verschuldet ist. Wenn Du jetzt auch dort einziehst nutzt Du das zukünftige Eigentum mit ab und es ist durchaus fair, wenn Du monatlich so etwas wie Miete bezahlst. Die würdest Du, wie schon oft angemerkt, ja ohnehin zahlen. Das alles gemäß dem Fall, dass ihr nicht alles in einen Topf werft. Das handhaben Paare ja sehr unterschiedlich und das ist auch okay.


    Da das Wort Vorteil so oft fällt: Für mich klingt es, als seist Du neidisch weil Dein Geld nicht nur als Miete "verpuffte" sondern sogar in seinem langfristigen Eigentum landete, von dem Du nichts hast. Ist das möglich?

    Zitat

    Sehr guter Faden, da häng ich mich dran ;-D Mein Freund und ich wollen auch irgendwann dieses Jahr zusammenziehen und mich beschäftigen aktuell dieselben Fragen zum Thema Finanzen/Aufteilung ;-D

    In eine gemeinsame Wohnung bei der ihr Miete bezahlt oder eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen?

    Zitat

    wenn Du monatlich so etwas wie Miete bezahlst

    Mein Liebster ist zu mir gezogen, finanziell hat er ziemlich bald klargestellt,


    dass er die Miete+Nebenkosten übernimmt, denn das gab ihm das zusätzliche Gefühl hier seinen Lebensmittelpunkt zu haben.


    Einkauf, Versicherungen, auswärts Essen gingen von meinem Konto.


    Urlaube haben wir geteilt.


    Beim Umzug in die neue größere Wohnung haben wir uns die Anschaffung der Einrichtung geteilt.


    Wir waren beim gemeinsamen Hausstand gründen bereits Pensionisten, daher fehlten uns die jugendlichen Überlegungen, die ich hier lese!

    Scheint ein frauen ding zu sein. Ich wohne kostenfrei, weil ja die wohnung/haus nicht auf meinem namen im grundbuch eingetragen (notar) worden ist.


    Blablablabla... - mein mann kann


    Danke für die altersangabe. Sehr wichtig bei dem thema. Kann man sich besser ein bild von machen

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    Ich finde diese Geld-Diskussionen immer sehr erstaunlich. Aber gut.

    Aber ohne darüber zu reden, gehts doch auch nicht? ":/

    Natürlich haben wir darüber geredet. Aber als wir daheim ausgezogen sind mußten wir sehen, daß das Geld überhaupt reicht. Also letztlich alles eine Kasse. Am Anfang waren wir beide noch in der Ausbildung. DAnn hatte ich einen Job, der aber nicht gut bezahlt war, trotzdem verdiente ich mehr, da er noch ein Jahr ein Ausbildung war. Egal, wir waren glücklich und es gab kein "meine und deine", wir waren einfach glücklich, für uns uns zusammen zu sein. Und es ging uns dann verhältnismäßig gut, wir kamen gut über die Runden und konnten sogar mal eine Woche wegfahren.


    Später sind wir umgezogen und verdienten plötzlich beide sehr gut, aufs Jahr gesehen relativ gleich. Also haben wir uns geeinigt, daß jeder eben denselben Betrag monatlich für sich hat und der Rest gemeinsame Kasse ist. Hat super funktioniert. War auch im Hinblick auf möglichen NAchwuchs oder andere Phasen, wo einer vielleicht mal weniger verdient. Wo wäre denn die Fairness, wenn man dann sagt "Pech gehabt, jetzt hast Du weniger und es geht mich nichts an!". DAS kam uns nie in den Sinn.


    Dann kauften wir eine Eigentumswohnung, im Grundbuch stand aus bestimmten Gründen nur er, aber ich verdiente zu diesem Zeitpunkt besser. Aber auch da wurde nichts aufgerechnet, wir machten nur einen notariellen Vertrag, daß eben die Hälfte der Wohnung auch mir mit gehört - für den Fall einer Trennung. Gleichzeitig schlossen wir damals einen Erb- und Ehevertrag (schon mal vorab, Hochzeit war da geplant).


    Als dann das erste Kind kam gab es diesen festen Betrag für jeden nicht mehr, seitdem ist quasi alles eins, trotz eigener Konten. Funktioniert aber hervorragend, aber eben auch, weil wir da auf einer Wellenlänge liegen und ähnliche Vorstellungen haben. Wir haben schon über vieles gestritten, aber nie um Geld.


    Insofern kann auch ich Carolinja-87 nur zustimmen.


    Diese Aufrechnerei wäre für micht nichts. Sicher funktioniert unser Konzept nicht für jeden, aber mehr gemeinschaftlich und weniger "meine-deine" wäre für mich in jedem Fall Voraussetzung.

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    Wenn wir die Kosten aufteilen, dann würde ich ja sein Haus mit abbezahlen,

    Hast du dir schon mal überlegt, dass du evtl. auch deinem jetzigen Vermieter, vorausgesetzt, es ist ein privater, hilfst, eine Immobilie abzuzahlen? Du zahlst doch jetzt auch Miete, was nach meinem Verständnis sowieso für die Katz ist und von daher ist es doch egal, an wen du sie zahlst.


    Für mich wäre diese ganze Aufrechnerei auch nichts. Bin froh, dass es bei uns so etwas nie gab und auch nie geben wird. Da sind mein Mann und ich einfach nicht die Typen für.

    Als ich grade so in der Küche stand und vorbereitete, kam mir ein Gedanke: Wenn alles eingerechnet wird, dann vergesst auf keinen Fall Pflegearbeiten am Haus mit zu berechnen. Wenn du Rasen mähst, dann muss auch das aufgerechnet werden. Oder falls du mal einen Zaun streichst oder so...