Mein Vorschlag: Alle Einkommen auf ein Konto und davon werden alle Kosten getragen- ohne jegliche Aufrechnerei. Was das Haus betrifft: Letztendlich ist es ziemlich egal ob man es als "das Haus abbezahlen" bezeichnet oder ob man es als Miete bezeichnet. Dass er im Falle einer Trennung das Haus bekäme, würde doch in Ordnung gehen. Er hat sich um den Kauf des Hauses gekümmert, also wäre es am Ende seins. Betrachte es einfach so, dass dein Geld einer Mietzahlung entspricht. Im Falle eines Auszugs, gehört dem Mieter auch nichts vom Haus. Zudem muss sich ein Hauseigentümer auch um viele Dinge kümmern, von denen ein Mieter nicht betroffen ist. Mir wäre die ganze Hin- und Herrechnerei zu umständlich, zu belästigend und Verschwendung von Lebenszeit und Lebensglück- das ist was für Bürokraten. Wenn sich zwei Partner nicht einander vertrauen können (gerade in finanziellen Fragen), dann ist die Beziehung schon von Anfang auf wackligen Füßen.


    Im Übrigen ließe sich bei einer möglichen Trennung auch ein Teil der am Haus mitfinanzierten Gelder (als Art Mietkauf) zurückrechnen. Das heißt, der Hausbesitzer müsste einen bestimmten Geldbetrag an den getrennten Partner ausbezahlen, um das Haus am Ende zu übernehmen. Das kann man, wenn man sich schon zu Anfang der Beziehung misstraut, auf einer DIN A4-Seite als kleinen Vertrag festhalten und muss sich darum nie wieder Gedanken machen.

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    Lebt man nicht gemeinsam zusammen und teilt auch alles? Wieso muss das Finanzielle getrennt werden? Nur weil man schon an eine mögliche Trennung denkt?


    Bei uns gibt es ein Familienkonto. Da kommt Alles drauf und es geht alles davon ab. Was ist, wenn mal Kinder dazu kommen und das Einkommen der TE vorübergehend niedriger ist ??? Muss sie dann Geld vom Partner bekommen? Das ist mir alles zu durcheinander. Aber ich weiß auch, dass mein Modell eher nur noch bei der "alten Generation " funktioniert.

    Das Modell klappt bei gleichen Startbedingungen. Wir leben auch danach. Diese Idealvorstellung scheitert hier aber an den Vorbedingungen. Angenommen, die beiden würden Dein Modell fahren. Alles auf ein Konto, alle Ausgaben, alle Einnahmen Gemeinschaftseigentum. Angenommen man trennt sich doch mal nach 30 Jahren, dann gehört ihm ein Haus, ihr nichts. Das kann man unfair finden. Dafür gibt es die Zugewinngemeinschaft der Ehe, die einen Ausgleich schafft. Ohne Ehe gibt es halt Absprachen und andere Regelungen, die zu finden hier gefragt ist.

    Mein Freund und ich gehören wahrscheinlich eher zur neuen Generation und teilen auch/trotzdem alles. Weil das Ziel ist möglichst lange (hoffentlich für immer) zusammen zu bleiben. Und wir nicht im Kopf haben, dass man sich irgendwann sowieso mal trennt. Ich war in der Beziehung finanziell mal in Not und er übernahm aufeinmal neunzig Prozent aller Kosten. Aber er wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass ich davon mal was zurück zahlen müsste.


    Wir sind schließlich ein Paar und nicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, habe das aber bisher immer gleich gehandhabt.


    Zunächst würde ich für das Haus eine Kaltmiete festlegen, die man damit erziehlen könnte.


    Das und die ganzen weiteren Kosten (Nebenkosten, Lebenmittel usw. evt. auch die erhöhten Fahrkosten) wird dann geteilt.


    Ich persönlich würde es nicht dann auch nicht 50:50 teilen, sondern etwa so, wie die Verdienste sind.


    Also, wer mehr verdient bezahlt mehr Anteil.

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    Mein Vorschlag: Alle Einkommen auf ein Konto und davon werden alle Kosten getragen- ohne jegliche Aufrechnerei.

    Naja, schön und gut, aber was ist mit dem persönlichen Luxus, den sich der Einzelne kaufen möchte? Bei mir sind es Schuhe, Klamotten, Kosmetik, bei meinem Freund dann Dinge wie neue Akkubohrer oder Werkzeug oder teure Goodies für sein Auto. Da wäre bei mir der Stress vorprogrammiert, wenn ich sparen will und mein Freund dann Kohle raushaut um sich teures Werkzeug zu kaufen :=o

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    Naja, schön und gut, aber was ist mit dem persönlichen Luxus, den sich der Einzelne kaufen möchte? Bei mir sind es Schuhe, Klamotten, Kosmetik, bei meinem Freund dann Dinge wie neue Akkubohrer oder Werkzeug oder teure Goodies für sein Auto.

    Wenn die Partner rücksichtsvoll miteinander umgehen, werden sie für ihren persönlichen Luxus die gemeinsame Kasse nicht über Gebühr belasten- da achtet jeder der Partner selbst drauf, ohne jedesmal einen Zollstock in Geldausgabe anzulegen. Meine Frau und ich hatte jedenfalls damit nie Probleme und wir rechnen uns auch nichts gegenseitig vor. Nur wenn mal das Konto etwas schwach besetzt war, haben wir uns gegenseitig darauf aufmerksam gemacht, vorsichtiger mit dem Geldausgeben zu sein.


    Ich halte das gegenseitige Vorrechnen für eine Form von Missgunst, Geiz und fehlender Rücksichtnahme (wenn einer der Partner seinen Luxus permanent über Gebühr beansprucht).

    @ Braunesledersofa:

    So halten wir das auch und wir sind auch noch jünger.


    Ich bin damals zu ihm gezogen...in sein Haus und ich kann mich nicht daran erinnern das wir jemals darüber gesprochen haben wer wieviel zu irgendwas dazu gibt (bei uns wird es immer so sein, das mein Freund mehr verdient wie ich...egal wieviel ich arbeite, ich habe niemals die Chance an seine Gehaltsgruppe ranzukommen).

    Meine Eltern denken auch so und haben mir dies auch so vorgelebt, Sensibelmann. Ich für meinen Teil fühl mich aber wohler, wenn ich mein eigenes Geld habe und von niemandem abhängig bin. Außerdem ist mein Freund (außer wenns um Werkzeug geht), dann doch eher der Sparfuchs und ich gönn mir halt regelmäßig meinen Luxus. So lange wir nicht verheiratet sind und keine Kinder haben, werde ich auf jeden Fall mein Konto behalten :=o

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    Angenommen man trennt sich doch mal nach 30 Jahren, dann gehört ihm ein Haus, ihr nichts.

    Wenn man sich so wenig vertraut:


    Ich schrieb bereits: dafür kann man einen bestimmten Geldbetrag (in Abhängigkeit von den gemeinsam verbrachten Monaten) ausmachen, den er im Falle der Trennung an die Partnerin ausbezahlt (ließe sich auch abstottern ...)- das lässt sich in einem Vertagssatz formulieren: Im Falle der Trennung zahlt Herr X an Frau Y einen Geldbetrag Auszahlung:= n·Monate·BetragZ und behält das Haus in seinem Besitz (BetragZ müsste überlegt werden) Er behält das Haus, sie bekommt einen Geldbetrag.


    Ich persönlich würde im Falle einer Trennung das Haus meiner Frau überlassen. Ich bin nicht besonders erpicht auf Reichtum und Besitz- ich kann auch aus meinem laufenden Verdienst mein Leben sichern (Miete, Nahrung, Kleidung, Energie, einfache Möbel). D.h. im Falle eines Falles könnte ich vollkommen neu anfangen und alle alten Dinge hinter mir lassen.