Zitat

    jedes Mal ging es um die Beziehungsebene

    Nun, unter dieser Umschreibung kann man sich alles und nichts vorstellen. Mich macht stutzig, dass du mit eurer Trennung, die er nun akzeptiert hat, davon ausgehst, dass es diese Beziehungsebene nicht mehr gibt (und damit auch kein Risiko mehr für weitere Gewalttätigkeit).


    Ganz ehrlich: wenn ihr die Beziehungsebene nach allem, was zwischen euch war, mit der ausgesprochenen Trennung wirklich komplett ausschalten könnt, ist das bemerkenswert und erinnert mich persönlich mehr an Maschine als an Mensch.


    Das soll nicht verletzend gemeint sein und wenn das für dich so funktioniert, ist das gut. Fraglich ist jedoch ob dein Exmann auch so gestrickt ist, denn erfahrungsgemäß ist es furchtbar schwer nach einer Trennung alles was an Beziehungsebene mal da war, sofort wegzuknipsen. Grade Reizthemen und Triggerpunkte.


    Ich z.B. bin meistens ein recht ausgeglichener Typ und habe keine ausgeprägte Neigung zu Aggresivität, aber es gibt tatsächlich Jahre nach der Trennung noch immer bestimmte Knöpfe, an denen meine Ex nur ganz sachte drehen muss und ich werde wahnsinnig. Obwohl wir geklärte Verhältnisse haben und grundsätzlich gut klarkommen, getrennt leben und bei uns weit weniger im Argen war als bei euch. Von Leuten in meinem Umfeld kenne ich das auch so ähnlich. Ist aber auch menschlich, wer kann das schon auf Knopfdruck einfach ausblenden, wenn man weiterhin mit der Person in Kontakt steht?


    Dass es zwischen euch nun also keinerlei Beziehungsebene und keine Paarthemen mehr geben soll, weil der Trennungsmodus offiziell an ist, halte ich daher einfach für illusorisch.

    Es ist sicher nicht einfach bezahlbaren Wohnraum in eurer Region zu finden, aber nicht unmöglich, wenn man etwas Geduld hat.


    [...]


    Wunderbar ruhig mit privater Terrasse


    [...]


    530 €


    Kaltmiete


    68,44 m²


    Wohnfläche


    2


    Zi.


    Für einen Neuanfang, so lange Dein Sohn noch nicht Vorschulkind ist, könnte so eine Alternative in Sachen Wohnung passen oder eine ähnlich gelagerte für Deine aktuelle Situation.


    Ich würde meine Unterstützung für Dich anbieten Sheilagh, wenn damit für Deinen Sohn möglich wird ohne eine destruktive Elternbeziehung in ein bindungsstarkes Leben starten zu können.


    Du selbst weißt, wie wichtig das für die spätere Entwicklung Deines Sohn ist und bleiben wird. Lebensumbrüche haben viele Menschen in ihrer Vita. Leider nicht immer vermeidbar und ich weiß wovon ich rede, es gab nicht nur einen in meinem Leben.

    Liebe Dosis,


    vielen Dank für Deine Vorschläge.


    Allerdings ist es mir unrecht, dass Du hier meine Wohngegend explizit publik machst, deshalb habe ich um Editierung gebeten...

    Zitat

    Ich würde meine Unterstützung für Dich anbieten Sheilagh, wenn damit für Deinen Sohn möglich wird ohne eine destruktive Elternbeziehung in ein bindungsstarkes Leben starten zu können.

    Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass ich jetzt ausziehen möchte.

    Zitat

    Allerdings ist es mir unrecht, dass Du hier meine Wohngegend explizit publik machst, deshalb habe ich um Editierung gebeten...

    Das war ehrlich gesagt mehr ins Blaue rein geschaut, weil mal Bawü im Gespräch, wegen Deines Berufs. Das war dann von mir keine Absicht sorry.

    Zitat

    Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass ich jetzt ausziehen möchte.

    OK, dann vergiss die Idee. Vor kurzem warst Du sehr überzeugt, dass für euch 2 getrennte Wohnungen angenehmer für das Paarleben wären. Offenbar ist Deine Meinung zwischenzeitlich geändert worden. Kann passieren.

    Sheilagh, man konnte deine bisherigen Äußerungen durchaus so verstehen, dass du gerne ausziehen wollen würdest, es dir aber nicht leisten kannst. Logisch, dass dann auch Überlegungen und Tipps in diese Richtung kommen, ist klar. Zumal die jetzige Situation auf Dauer nicht tragbar ist, wie du sicher insgeheim selbst weißt, und alle Antworten auf die Frage, ob das klappen kann, ja schon gegeben sind.


    Vielleicht wäre so eine bezahlbare kleinere Wohnung ja auch etwas für deinen Partner, damit du in der großen Wohnung bleiben kannst. Wir mussten jetzt auch jahrelang eine weitere Wohnung finanzieren, für unsere Tochter im Studium, im teuren München.


    Ich gehe davon aus, dass das bei euch irgendwann schon gehen wird, wenn euer Leidensdruck groß genug ist. Die Frage ist halt, ob du das abwarten möchtest.

    Zitat

    Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass ich jetzt ausziehen möchte.

    Du hattest ja Ende letzten Jahres einen Thread, in dem du geschrieben hast, dass du schon aktiv nach Wohnungen schaust. Auch über die Handhabung mit Schlüsseln, Umgang mit dem gemeinsamen Kind, Mahlzeiten etc. hast du dir Gedanken gemacht. Du hast auch geschrieben, dass du dir nicht vorstellen kannst, mit dem Ex die halbe Woche zu verbringen oder gemeinsam in den Urlaub zu fahren.


    Jetzt - vier Monate, einige Ausraster und dem Beziehungsende später - scheint es so, als würdest du das komplette Gegenteil anstreben: Zusammenwohnen um jeden Preis.


    Was hat sich bei dir geändert, dass deine Vorstellungen sich so komplett gedreht haben?


    Ich glaube, für jeden Außenstehenden wäre klar, dass nach dem was passiert ist, der Wunsch nach einer eigenen Wohnung noch viel größer ist, als noch zu Beziehungszeiten.

    Jo, so habe ich es auch verstanden. Aber nach der weiteren Erklärung, dass sie sich ja eigentlich blendend verstehen und es nur manchmal knallt (im wahrsten Sinne des Wortes), ging ich schon wieder davon aus, dass ein Auszug nicht in Frage kommt. Ganz ehrlich, ich verstehe es nicht. Wie du auf der einen Seite eine Beziehung zu deinem Kind so wichtig findest und deswegen auf keinen Fall fremdbetreuen möchtest, auf der anderen Seite so ein Elternhaus bieten möchtest. Für dein Kind machst du es jedenfalls nicht.

    Darf ich mal fragen, ob die Ehe bei euch eigentlich noch zur Debatte steht? In der Überschrift steht ja etwas von Zweckehe und vor einem halben Jahr wolltest du noch heiraten und trotzdem getrennt wohnen (wenn auch aus anderen Gründen).