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    Glauben was mir wirklich Angst macht, ist die Vorstellung dass er vielleicht etwas gelebt hat wohinter er gar nicht steht - obwohl in das eigentlich überhaupt nicht ähnlich sieht...


    Und ich ihm dann in dem Falle nie geben könnte was er braucht.


    Aber das ist wohl Drama-Denken - wie mir langsam dämmert.

    Ich dachte beim Lesen des Fadens auch gleich das du wahrscheinlich Angst hast etwas von ihm zu hören, was deine Vorstellung einer aus deiner Sicht gut laufenden Beziehung nebst Schlafverhalten trüben würde. Nämlich, dass er schon gerne auch in der Nacht mehr Nähe haben wollen könnte. Das wäre für dich ein NoGo und würde somit ein großes Problem zwischen euch darstellen. Aber unausgesprochen wird es garantiert irgendwann zum Problem ;-)


    Daher zerbrich dir hier nicht dein Köpfchen, sondern fass dir ein Herz und sprich ihn darauf an. Nur so kannst du herausfinden was er wirklich denkt und nur so könnt ihr ggfs. Kompromisse finden.


    Ich finde getrennte Zimmer im Übrigen auch nicht seltsam. Hatte ich mit meinem Ex auch, weil er extrem geschnarcht hat.


    Mit meinem neuen Partner geht das für mich deutlich besser und ich schlafe inzwischen schlechter, wenn er nicht neben mir liegt. Allerdings habe ich manchmal Schlafstörungen und dann bin ich bei jedem Minigeräusch wach, oder bei der kleinsten Berührung. Dann nervt er mich neben mir, obwohl er gar nichts dafür kann. Dann ziehe ich auch schonmal auf die zum Glück große und bequeme Couch um. Da hab ich dann einfach mehr Ruhe und ich weiß, da kann er mich nicht stören. Das führt dazu, dass ich deutlich besser wieder einschlafen kann als wenn ich ständig darauf lauere, dass er Geräusche macht, sich bewegt oder gar ankuschelt, was ich in so einer Situation gar nicht haben mag. Auch wenn ich das sonst sehr geniesse.


    Aber... ich habe auch eine Weile gebraucht mich daran zu gewöhnen, dass jemand neben mir liegt. Ich hab ja viele Jahre allein geschlafen. Das war schon nicht einfach ;-)


    Aber lange Rede kurzer Unsinn.. Rede mit ihm. Vielleicht geht es ihm tatsächlich auch darum, wie er vor seinen Kindern dasteht, wie es nach aussen wirkt und natürlich darum, möglichst viel von dem Kleinen mitzubekommen. Für all das gibt es sicher Lösungen, wenn man darüber spricht. Und sei es nur eine leicht geöffnete Zimmertür, dass er euch hören und dazu kommen kann wenn er mag wenn das Baby in der Nacht sein Recht verlangt, sofern für dich vorstellbar ;-)

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    Die Schwangerschaft macht mich irgendwie empathischer?

    Na dann warte mal ab, wie es dir geht, wenn euer Baby da ist. ;-D ;-) Du hast zwar schon zwei Kinder, aber ein Neugeborenes ist ja immer noch mal eine ganz andere Hausnummer für den eigenen Hormonhaushalt. :-D

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    Es berührt mich, dass du auch die Schönheit darin sehen kannst.


    Ja, stimmt...ich persönlich habe auch das Gefühl, dass diese nächtlichen "Trennungen" alles sehr bewusst machen und auch intensiv.


    Beugt auch so einer Übersättigung oder Routine vor.

    Natürlich, ich sehe ja auch nichts schlimmes daran. :)_


    Ich freu mich für euch, dass es so schön ist (ich bin ehrlich, bei uns ist das anders, aber es ist ok. ;-) ) und ich hoffe, dass ihr bald auch eine schöne Kuschelzeit zu dritt haben werdet. x:) :)_

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    Wenn er morgens aus dem Haus ist gehe ich immer rüber, mache ihm sein Bett ganz schön, stelle ihm neues Wasser für die nächste Nacht hin, und falte ein frisches Schlaf T-Shirt für ihn.


    Wie im Hotel! ;-D


    Das macht mir Spaß!

    Find ich toll! Viele sehen gar nicht die Freude, die man mit so einer Kleinigkeit haben kann. Genauso macht es mir z.B. Spaß, für meinen Freund extra aufzustehen, um ihm einen Kaffee zu machen. Er sagt ständig, dass ich das nicht muss. Aber ich mach es gern. Er ist den ganzen Tag auf den Beinen, da darf er auch sitzen bleiben und sich den Kaffee bringen lassen. :)D

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    Glauben was mir wirklich Angst macht, ist die Vorstellung dass er vielleicht etwas gelebt hat wohinter er gar nicht steht - obwohl in das eigentlich überhaupt nicht ähnlich sieht...


    Und ich ihm dann in dem Falle nie geben könnte was er braucht.


    Aber das ist wohl Drama-Denken - wie mir langsam dämmert.

    Atme erst mal tief durch. Ich denke nicht, dass es ihn bewusst stört, sonst wäre er ja sicher viel eher mit der Sprache rausgerückt. Vielleicht hatte er wirklich einfach keine Lust, sich zu erklären, warum ihr zwei getrennte Schlafzimmer habt. Manchmal ist man nach der x-ten Erklärung einfach zu müde, sich immer wieder begründen zu müssen, weshalb man den "leichteren" Weg einer "Notlüge" wählt. Aber wie gesagt: Das Gespräch wird helfen. @:)

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    Aber wenn man sich dafür interessiert, was andere Menschen von einem denken, dann sorge ich dafür, dass ich in einem unbefleckten Licht da stehe. Ich hätte keine Lust auf die Sprüche etc, die ich mir von Freunden anhören dürfte, wenn ich denen erzählen würde, dass ich mit meiner Frau in getrennten Betten schlafe. Ich persönlich hätte keine Lust auf die Diskussionen etc. Von daher kann ich deinen Mann verstehen, wenn er das nicht unbedingt an die große Glocke hängen möchte. Hängt natürlich auch vom Umfeld ab. Meine Freunde nehmen kein Blatt vor den Mund. In gewissen Männerrunden verarscht man sich halt gerne etc und da würde ich ständig Sprüche kassieren etc. Das mag bei euch ja evtl anders sein. Wenn du damit auch kein Problem hast, ist doch alles super.

    Auch wenn das an Sheilagh ging, möchte ich hier auch mal einhaken.


    Zum einen: Völlig egal, was die anderen denken. Die Beteiligten müssen sich wohl fühlen und sonst keiner. Und wenn die beiden lieber in einem Doppelstockbett oder in Zelten mittem im Wohnzimmer schlafen würden, wäre das immer noch ihre Sache. ;-) Es ist ja bekanntlich so, dass es Niemanden etwas angeht, was man in den eigenen 4 Wänden macht. ??solange es mit dem Gesetz vereinbar ist, natürlich??


    Und solche "Männerrunden" und das gegenseitige Aufziehen kenn ich von unserem Freundeskreis auch. Aber nur weil man sich aufzieht, ist das doch nicht alles toternst gemeint. Für mich ist das eher ein gewisser "Humor", der aber auch nur den entsprechenden Personen zugestanden wird. Das heißt nicht, dass sich Fremde oder Bekannte deswegen abfällig drüber äußern dürfen, nur weil der beste Kumpel mal einen Scherz macht. Und wenn etwas zu weit geht, hilft nur eins: es sagen. Dann wird es auch gelassen. Sich auf Kosten der Gefühle anderer über jemanden lustig zu machen, ist ein no go und hat in keiner Freundschaft etwas zu suchen. Immer nur so viel, wie man auch verträgt.


    Meine Eltern schlafen übrigens schon seit fast 20 Jahren getrennt. Als Kind fand ich es zwar komisch, da ich es von anderen Eltern im Freundeskreis nicht kannte (bzw. nichts davon wusste ]:D ) und deshalb war es mir eine kurze Zeit unangenehm, wenn das jemand mitbekommen hat, z. B. wenn jemand bei mir übernachtet hat. Aber das hat sich ziemlich schnell gelegt. Gemobbt wurde ich deswegen noch lange nicht. ;-)


    Inzwischen ist es für mich und meine Geschwister und auch die Freunde meiner Eltern völlig normal. Mein Papa schnarcht und schläft sehr kalt, meine Mama hat einen super leichten Schlaf und mag es eher warm. Ich glaube, die Freunde hat es am allerwenigsten interessiert. Hauptsache, die beiden bekommen ihren Schlaf und streiten sich nicht wegen Schnarchproblemen oder Zimmertemperaturen. ;-)

    Also SOOOO ungewöhnlich finde ich das garnicht, dass man generell die Möglichkeit hat getrennt zu schlafen.


    Mein Freund und ich wollen dieses Jahr zusammen ziehen und schon jetzt steht fest:


    Das zukünftige Kinderzimmer bekommt ein 1,40er Bett!


    Wir schlafen zwar wirklich gut gemeinsam, aber ich habe einfach Nächte, wo seine Anwesenheit mich wahnsinnig macht.


    Mal ganz von einer grundsätzlichen Sache abgesehen: Ich schlafe gern mit Fernseher. Ihn macht Fernseher wahnsinnig.


    Wenn dann das Kinderzimmer tatsächlich ein Kinderzimmer wird, weil wir ein Kind bekommen, bleibt das Bett drin, damit wenigstens einer von uns einigermaßen schlafen kann.


    Auch stelle ich es mir toll vor, wenn das baby dann irgendwann ein Kind ist und man im gemütlichen großen Bett vorlesen kann.


    Ich würde dann wohl wenn Kind da ist, aufs Sofa ausweichen.


    Ich hatte am Anfang ganz ganz große Probleme mit meinem jetzigen Freund in einem Bett zu schlafen. Im Sommer ist er zu warm, im Winter zu kalt, im Frühling hat er Heuschnupfen und überhaupt...ich selbst schnarche ja auch...und schlage nachts um mich.


    Wenn sich heraus stellen sollte (sobald wir zusammen wohnen), dass wir beide erschöpft aufwachen, werden wir wohl auch das "Am Wochenende gemeinsam schlafen"-Modell probieren.


    Ich empfinde das nicht als so ungewöhnlich.

    Wir hatten bis zur Geburt des Kleinen auch jeder ein eigenes Zimmer. Ich arbeite sehr gern nachts und schlafe auch sehr gern mal allein. Nicht unbedingt immer, aber so einmal pro Woche oder so finde ichs schon sehr schön.

    Ich kann mir ebenfalls vorstellen, dass es an Eurem Baby liegt, am gemeinsamen Kuscheln zu Dritt. Der Geburtstermin rückt näher, überall springen einem Bilder entgegen von Paaren, die mit Baby gemeinsam im Bett liegen! Vielleicht fühlt sich Dein Partner da plötzlich ausgeschlossen? Drum würde ich das ebenfalls unbedingt ansprechen.


    Und vielleicht einen Kompromiss finden wie z. B. ein Familienbett, das noch größer als ein Doppelbett ist fürs Wochenende. So dass der Knirps dann wirklich nicht entscheiden muss: "Zu Mama oder zu Papa?" Da könnte es tief drin zu kleinen Eifersüchteleien kommen. Zumindest habe ich das bei Freunden erlebt. Da kam die Mutter gar nicht klar, weil sich das Schreikind eher vom Vater beruhigen ließ als von ihr.

    Mein erste Reaktion ist: Irgendwie affig. Was ist das für eine Beziehung?


    Meine zweite ist: Warum eigentlich? Meine Freundin nervt manchmal enorm im bett. Sie dreht sich,windet sich, dann hab ich mal mein Knie im Rücken und zu alledem schnarcht sie auch. Und sowieso, was interessieren mich eigentlich neuerdings Standardmodelle?


    Wenn ich beschissen schlafe ist meine Stimmung am nächsten Tag einfach nur verkorkst. Warum sollte man sich das antun? Das ist noch viel affiger. Wenn man also den Platz hat, keiner ernsthaft darunter leidet, und ansonsten das Nähe/Distanz-Bedürfnis beider Parteien harmoniert: Ab ins eigene Bett.


    An Stelle der TE würde ich da mal feinfühlig nachfragen, ob da ein Leidensdruck vorhanden ist oder eher, wie bei meiner ersten Reaktion, der Gedanke, dass das einfach unnormal ist. Bestenfalls mag sich der Freund der TE nur nich dauernd erklären und hat persönlich kein Problem mit der Situation.


    Wie das mit Kindern läuft un der Frage, zu wem sie dann ins Bett kuscheln kommen, kann ich nichts sagen. Das ergibt sich sicherlich eh von selbst. Würde ich mir jetzt keine Gedanken drum machen.

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    Wer zahlt, bestimmt ]:D.

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    Sag doch einfach, wenn Du Prügel willst, musst nicht extra drum betteln. :)_

    Ich könnte mir vorstellen, Shojo, dass Kantenmechaniker das mehr an die TE gerichtet hatte als an dich ;-) .




    Sheilagh, hast du denn deine Hassgefühle gegen deinen Partner, die du zu Beginn deiner Schwangerschaft hier in einem extra Faden thematisiert hattest, mittlerweile im Griff?


    Kann es sein, dass das noch mit ein Grund für dein Distanzbedürfnis ist und dein Partner das spürt?

    Also nur von dem was Du schreibst kam mir eine Idee:


    Du sagst, Du hast bereits Sprösslinge, Dein Partner noch nicht. Jeder hat ja so seine ganz individuellen Vorstellungen vom Familienglück und vielleicht sieht er grade die Chance auf 3-erlei Gekuschel mit dem Sprössling schwinden.


    Wäre es in dem Fall nicht eine Option, dass Du am Wochenende morgens gegen 6:00 oder kurz bevor euer Knöpfchen aufsteht zu Deinem Partner huschst und ihr dann einen Kuschelmorgen habt, du aber trotzdem die Nacht allein verbringen kannst?


    In der Woche gibts ja meist eh nicht so viel Schmusezeit, wegen Kita oder was halt so ansteht wenn die kleinen alt genug sind, um ins Bett zu krabbeln.

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    Ich könnte mir vorstellen, Shojo, dass Kantenmechaniker das mehr an die TE gerichtet hatte als an dich ;-) .

    Ganz bestimmt sogar, trotzdem doofer Spruch. Ich musst zwar kichern, aber ich bin kein moralischer Maßstab. ;-D

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    Für all das gibt es sicher Lösungen, wenn man darüber spricht. Und sei es nur eine leicht geöffnete Zimmertür, dass er euch hören und dazu kommen kann wenn er mag wenn das Baby in der Nacht sein Recht verlangt, sofern für dich vorstellbar ;-)

    Ich glaube auch. Mittlerweile denke ich, ich habe da was überbewertet.


    Hatten einen sehr kuschlig, zärtlichen Nachmittag und Abend - er machte nicht den Eindruck als ob ihn irgendetwas bedrückt. :-)

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    Und sei es nur eine leicht geöffnete Zimmertür, dass er euch hören und dazu kommen kann wenn er mag wenn das Baby in der Nacht sein Recht verlangt, sofern für dich vorstellbar ;-)

    Nope. Die Türe muss zu sein, wenn ich schlafe.


    Aber er könnt' ja das Babyphone haben. :-D



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    Find ich toll! Viele sehen gar nicht die Freude, die man mit so einer Kleinigkeit haben kann. Genauso macht es mir z.B. Spaß, für meinen Freund extra aufzustehen, um ihm einen Kaffee zu machen. Er sagt ständig, dass ich das nicht muss. Aber ich mach es gern. Er ist den ganzen Tag auf den Beinen, da darf er auch sitzen bleiben und sich den Kaffee bringen lassen. :)D

    Das ist schön! x:)


    Ich finde sowas auch unglaublich wichtig.

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    Die Beteiligten müssen sich wohl fühlen und sonst keiner. Und wenn die beiden lieber in einem Doppelstockbett oder in Zelten mittem im Wohnzimmer schlafen würden, wäre das immer noch ihre Sache.

    Das stimmt! :)^



    Xirain

    Danke für Deine Einblicke!


    Schön, dass ihr für Euch die passende, individuelle Lösung gefunden habt. @:)



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    Wir hatten bis zur Geburt des Kleinen auch jeder ein eigenes Zimmer. Ich arbeite sehr gern nachts und schlafe auch sehr gern mal allein. Nicht unbedingt immer, aber so einmal pro Woche oder so finde ichs schon sehr schön.

    Auch an Dich Danke, fürs Teilen, Shojo.


    Macht mir alles Mut! @:)



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    Und vielleicht einen Kompromiss finden wie z. B. ein Familienbett, das noch größer als ein Doppelbett ist fürs Wochenende.

    Nein, ein Familienbett käme für mich auf keinen Fall in Frage. Finde es gibt kaum eine schlimmere Vorstellung. %:|



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    Wie ist das eigentlich für dich, wenn plötzlich ein Säugling neben dir liegt? Macht dir das auch zu schaffen?

    Nein, das ist total ok für mich! :)z



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    An Stelle der TE würde ich da mal feinfühlig nachfragen, ob da ein Leidensdruck vorhanden ist oder eher, wie bei meiner ersten Reaktion, der Gedanke, dass das einfach unnormal ist. Bestenfalls mag sich der Freund der TE nur nich dauernd erklären und hat persönlich kein Problem mit der Situation.

    Denke nicht, dass er es plötzlich "unnormal" findet - wir leben ja schon seit langen Jahren so.


    Es hat wohl eher mit der kommenden Elternschaft zu tun.



    Zitat

    Sheilagh, hast du denn deine Hassgefühle gegen deinen Partner, die du zu Beginn deiner Schwangerschaft hier in einem extra Faden thematisiert hattest, mittlerweile im Griff?


    Kann es sein, dass das noch mit ein Grund für dein Distanzbedürfnis ist und dein Partner das spürt?

    Danke der Nachfrage! @:)


    Ja, das ist wie weggeblasen bzw. war wohl der Frühschwangerschaft

    geschuldet.


    Mein Distanzbedürfnis hat sich übrigens die letzten Jahre nicht verändert, ergo, er kennt es nicht anders.


    Und tickt da in der Regel gleich.


    Er wird z.B. seinen jährlichen Alleine-Urlaub mit Papa und/oder Bruder im Mai auch nicht sausen lassen.


    Und das ist völlig okay so! :)^



    Danke für alle bisherigen Antworten!

    Bin grad etwas kurz angebunden, da wir noch Besuch bekommen.


    *:)