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    Du sagst, Du hast bereits Sprösslinge, Dein Partner noch nicht. Jeder hat ja so seine ganz individuellen Vorstellungen vom Familienglück und vielleicht sieht er grade die Chance auf 3-erlei Gekuschel mit dem Sprössling schwinden.


    Wäre es in dem Fall nicht eine Option, dass Du am Wochenende morgens gegen 6:00 oder kurz bevor euer Knöpfchen aufsteht zu Deinem Partner huschst und ihr dann einen Kuschelmorgen habt, du aber trotzdem die Nacht allein verbringen kannst?

    Danke für Deine Idee. @:)


    Aber ich finde, man muss nicht nachts in einem Bett schlafen, um morgens auch mal gemeinsam kuscheln zu können. Ich oder er kann ja dann dazu kommen.


    Und: Keines meiner Kinder stand WEs um sechs auf, Gott sei Dank! ;-D

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    Aber ich finde, man muss nicht nachts in einem Bett schlafen, um morgens auch mal gemeinsam kuscheln zu können. Ich oder er kann ja dann dazu kommen.

    Das seh ich so wie Du, aber Du weißt ja wie die Herren der Schöpfung manchmal sind :=o . Ich bin mir sicher, ihr findet eine Lösung, ohne dass Du Dir Deine Individualität nehmen lassen musst.


    Für die Geburt und alles weitere von Herzen alles Gute x:)

    Mein Mann und ich schlafen auch in getrennten Betten und haben jeder sein eigenes Zimmer. Auch, weil ich es so wollte und ich einfach besser alleine schlafe.


    Anfangs, als ich meist bei ihm in der Wohnung war, hatten wir oft zusammen in seinem Bett geschlafen. Daran gewöhnt habe ich mich nie.


    Nun bin ich schwanger, auch 35. Woche ;-D , und in etwa einem Jahr werde ich mein schönes Zimmer aufgeben müssen. Unser Haus hat drei Schlafzimmer und jedes Kind soll sein eigenes Kinderzimmer haben (der Kleine in meinem Bauch kam überraschend ;-) )


    Mein Mann findet getrennt schlafen allerdings nicht so toll und stellt mein Zimmer offiziell auch immer als Arbeits- und Gästezimmer vor. Komisch für mich, aber ok, wenn er sich damit besser fühlt.

    Warum ist das Thema "Getrennt schlafen" eigentlich immer noch so anrüchig, dass man sich rechtfertigen muss???


    Seit unser erstes Kind aus dem Haus ist, haben wir jeder einen eigenen (Schlaf)Raum. ??davor hat mein Mann wegen seines Schnarchens häufig auf dem Sofa übernachtet??


    Inzwischen können wir beide uns nichts anderes mehr vorstellen. Mein Mann kann nachts den Fernseher anschalten oder im Internet surfen. Ich wache nicht mehr von jedem Geräusch auf, kann mich wälzen, wie ich will und durch die Gegend wandern. Das ist allemal besser, als sich nachts auf den Geist zu gehen und morgens nicht ausgeschlafen und eine Stinklaune zu haben.

    Zitat

    Ich finde es total schön wenn ich ab und zu morgens zu ihm rüber komme, er die Bettdecke auf klappt, seine Arme weit öffnet, und ich dann in diese Wärme einsteigen darf er mich ganz bewusst begrüßt und festhält.

    ich schließe mich da mal an. Genau das liebe ich! |-o


    Sheilagh, auch wenn Du vielleicht Angst hast, dass dein Mann vom jetzigen Arrangement abrücken will (oder warum auch immer), trau dich, das Thema anzusprechen.

    Meine Eltern hatten nicht nur ein gemeinsames Bett, sondern auch eine Riesenbettdecke zusammen. In jüngeren Jahren hatte ich dann echt mal einer Freundin eine schlechte Ehe unterstellt, weil sie getrennte Matratzen und getrennte Decken hatten :-o ;-D


    Ich glaube auch, dass er jetzt mehr auf Familie gepolt ist, Sheilagh. Besuch ihn doch einfach ein bisschen öfter morgens, erst recht, wenn das Baby da ist.

    Mit einem Schmunzeln las ich fast den ganzen Faden und jetzt oute ich mich auch als "Separatschläferin". Seit mein x:) und ich genug Platz haben, hat jedes sein eigenes Zimmer, nach seinem eigenen Gusto eingerichtet. Die ersten Ehejahre waren "schlaftechnisch" gesehen eine Qual: ER schnarcht wie ein Sägewerk und ICH bin ein Drehwurm, bis ich alle meine Knochen sortiert habe - ausserdem auch von der 3xpro-Nacht-Pinkelfraktion. Wir haben uns gegenseitig beim Schlafen gestört und hatten/haben uns doch SO lieb. Vor nunmehr 41 Jahren konnten wir ein Häuschen kaufen mit einem "Zusatzzimmer" und DAS wurde weder "Büro" noch "Arbeitszimmer", sondern Schlafzimmer.


    Unsere Beziehung hat NICHT gelitten, wir zoffen nicht öfters als gemeinsamschlafende Ehepaare (nehme ich mal an), aber wir zoffen vielleicht humorvoller, da ausgeruhter.


    Nein, unsere Söhne haben KEINEN Schaden davongetragen, wurden nie gehänselt oder gemobbt, denn "fremde" Kinder hatten zu den beiden Kinderzimmern Zutritt aber nicht zu den Elternschlafzimmern.


    Familiengekuschel fand auch genügend statt - entweder beim x:) oder bei mir; kuscheltechnisch sind unsere Söhne nicht zu kurz gekommen und sind beide beziehungsfähig.


    * flüster * Sohnemann (42) und Schwieto (46) kauften eine Eigentumswohnung mit 4 Zimmern - obwohl sie kinderlos sind. Der Grund für die Riesenwohnung... sie wollen eigene Schlafzimmer!


    Achja: vielleicht ist der Wunsch nach einem eigenen Schlafzimmer vererblich... ;-D

    @ Sheilagh

    Ich finde es super, so wie ihr lebt.


    Würde ich in einer Beziehung leben, müßte es auch so laufen.


    Ich muß auch allein in meinem Körbchen liegen. ;-D


    Ich glaube, dass Eure Beziehung gerade wegen der langen Leine, die Ihr Euch lasst und der hohen Distanz im Allgemeinen, sehr lange funktionieren wird, vielleicht auch für immer.


    Je enger und mit Verboten behaftet eine Beziehung ist, um so schneller ist sie hinüber.


    Es ist toll, wie Ihr lebt!


    Wegen dem aktuellen Problem:


    Da es für Dich absolut indiskutabel ist, zusammen in einem Bett zu schlafen, ist es halt keine Option. Das muß der Partner weiterhin akzeptieren und wird er wohl auch, nimm ich mal an.


    Wegen dem Kleinen hat das doch keine Nachteile. Ehr nur Vorteile: wenn er nachts schreit und einer von Euch beiden hingeht, wird der andere nicht unbedingt geweckt. Bei einem kleinen Schreihals richten sich GERADE Pärchen dann oft zwei Zimmer ein, damit der andere weiterpennen kann. Ja, und nur weil der Kleine dann nicht mit beiden zusammen in der Ritze liegen kann...mennooo...das wird er verkraften... ]:D ....und zudem könntet ihr da ja spontan mal zum Kuscheln alle drei in ein Bett gehen. Ihr müßt da ja nicht vorher alle zusammen drin geschlafen haben. @:) *:)

    Ich sehe in diesem Faden auch weniger den Wunsch nach einem separaten Schlafzimmer als Problem an, das machen tatsächlich sehr viele, so bald sie die Möglichkeit dazu haben. Ich habe auch das ehemalige Kinderzimmer unserer großen Tochter als mein Reich übernommen.


    Das Problem, um das es in diesem Faden geht, ist doch, dass einer von beiden das nicht möchte.


    Vielleicht geht es auch nicht nur um das getrennte Schlafen, sondern generell um die Möglichkeit, sich voreinander zurückzuziehen, was dem einen weniger gefällt als dem anderen.

    Zitat

    * flüster * Sohnemann (42) und Schwieto (46) kauften eine Eigentumswohnung mit 4 Zimmern - obwohl sie kinderlos sind. Der Grund für die Riesenwohnung... sie wollen eigene Schlafzimmer!

    Genau deshalb haben wir so lange nach der passenden Immobilie gesucht !! Und jetzt bekommt endlich jeser sein


    eigenes Körbchen ( ;-) @ djermo )

    Ich würde das jetzt 5 Wochen vor der Geburt gar nicht mehr groß diskutieren, Sheilagh.


    Wenn das Baby da ist, ist er bestimmt dankbar allein schlafen zu dürfen. In der ersten Nacht nach dem Krankenhaus würde ich ihn sich zu dir legen lassen, er will bestimmt einfach nur mit dir gemeinsam das Baby bewundern. Und dann kannst du ihm doch anbieten, dass du ihn nachts dazu holst wenn das Kleine sehr quengelig ist oder ihn bitten, dass er nachts in seinem Zimmer bleibt und du dich kümmerst und er dann dann tagsüber fit ist damit du dich ausruhen kannst.

    Ich finde nicht, dass das zweite Schlafzimmer so außergewöhnlich ist.


    Wenn ihr damit glücklich seid, dann ist es für euch genau richtig.


    Trotzdem verstehe ich die leisen Bedenken, die dein Partner äußert. Bei uns war es so, dass ich zwar in der Nacht gestillt habe, aber mein Mann war immer mit wach und hat mir (zu Anfang) geholfen, hat den Kleinen auch mal beruhigt wenn er geweint hat, hat gewickelt...


    Klar ist es toll, wenn einer schlafen kann, wollte er aber gar nicht. Er wollte teilhaben, dabei sein, unterstützen.


    Wären wir in zwei getrennten Zimmern gewesen, wäre das anders gewesen, nicht so wie er es sich vorgestellt hatte.


    Daher würde ich an deiner Stelle mit deinem Partner absprechen, wie ihr euch das vorstellt. Also welche Vorstellung er hat und welche du. Ihr werdet dann sicher einen Weg finden, der für euch beide passt.

    Ich habe zwei Familien im Bekanntenkreis, bei denen die Eltern jeweils ein Zimmer haben, das war von Anfang an normal.


    Was mir allerdings aufgefallen ist:


    die Kinder werden als Erwachsene selbst so freiheitsliebend, dass sie die Grenzen der sozialen Verträglichkeit oft überschreiten. Sie haben die Eltern weniger als EInheit wahrgenommen, sondern unbewußt wohl eher als Einzelkämpfer, was sich auf ihr Verhalten gegenüber anderen Leuten ausgewirkt hat.


    In unserer Kultur ist emotionale Nähe eben auch mit gemeinsam genutzem Raum verbunden - gerade eben, WEIL wir so individualisiert sind, ist das freiwillige Zusammenleben oder gar das Teilen des Schlafzimmers als hohes Gut bzw. sogar als Geschenk im zwischenmenschlichen Bereich anzusehen. Ein Geschenk, dessen Bedeutung die Kinder, die ja auch in unserer Gesellschaft groß werden, als sehr bedeutend einschätzen.


    Insfofern wirkt sich ein gemeinsames Zimmer


    1. auf die Prägung der Zwischenmenschlichkeit bei den Kindern aus und


    2. ist es für sie ein äußeres Zeichen für den gegenseitigen Respekt, den Mama und Papa füreinander empfinden. Das stärkt sie in ihrem Urvertrauen und ist ihnen ein gutes Vorbild eben für Zwischenmenschlichkeit.

    Zitat

    Insfofern wirkt sich ein gemeinsames Zimmer


    1. auf die Prägung der Zwischenmenschlichkeit bei den Kindern aus und


    2. ist es für sie ein äußeres Zeichen für den gegenseitigen Respekt, den Mama und Papa füreinander empfinden. Das stärkt sie in ihrem Urvertrauen und ist ihnen ein gutes Vorbild eben für Zwischenmenschlichkeit.

    Und das leitest du über das Verhalten aus zwei Familien ab, die dir bekannt sind? ":/


    Ich kann dir zwei Beispiele nennen, bei denen es genau gegenteilig ist.


    Und jetzt?