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    Sie haben die Eltern weniger als EInheit wahrgenommen, sondern unbewußt wohl eher als Einzelkämpfer

    Ich bezweifle, dass unsere Kinder das so sehen, zumal wir sonst eher gemeinsam auftreten.

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    Insfofern wirkt sich ein gemeinsames Zimmer


    1. auf die Prägung der Zwischenmenschlichkeit bei den Kindern aus und


    2. ist es für sie ein äußeres Zeichen für den gegenseitigen Respekt, den Mama und Papa füreinander empfinden.

    Das ist aber ziemlich weit hergeholt.


    Was Eltern füreinander empfinden leiten Kinder nicht aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ab. Für die ist das ein Platz zum Schlafen, sonst nichts. Zumindest kleinere Kinder wissen nicht, was Eltern dort außer Schlafen noch so tun könnten.


    Kinder erleben den Umgang der Eltern miteinander eher bei den täglichen Hausarbeiten, unterwegs und im Urlaub. Respekt zeigt man nicht, wenn man nachts nebeneinander liegt, sondern eher dadurch, dass man die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familienmitglieder berücksichtigt.

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    In unserer Kultur ist emotionale Nähe eben auch mit gemeinsam genutzem Raum verbunden - gerade eben, WEIL wir so individualisiert sind, ist das freiwillige Zusammenleben oder gar das Teilen des Schlafzimmers als hohes Gut bzw. sogar als Geschenk im zwischenmenschlichen Bereich anzusehen. Ein Geschenk, dessen Bedeutung die Kinder, die ja auch in unserer Gesellschaft groß werden, als sehr bedeutend einschätzen.

    Was macht es bloß mit unseren Kindern, dass ein häufiges Erziehungsziel ist, sie in ihren eigenen Zimmern schlafen zu lassen? :-o

    Als Partner würde mich stören, dass ich von der Anfangs-Kind-Phase, die sich ja nun auch Nachts abspielt, irgendwie.. ausgeschlossen wäre. Bekommt man im eigenen Schlafzimmer überhaupt mit, wie oft das Kind wach ist? Wie oft es gewickelt wird?


    Ich käme mir sehr entfernt vor, wenn ich Morgens aufstehen würde, zur Frau ins andere Zimmer käme und erstmal fragen müsste, wie denn heute die Nacht mit unserem Baby war.


    (Und ja, manchmal weiß man es mit Sicherheit zu schätzen, sagen zu können "Du heute Nacht Baby, ich Schlaf" oder umgekehrt. Aber als Dauerzustand?)

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    Ich käme mir sehr entfernt vor, wenn ich Morgens aufstehen würde, zur Frau ins andere Zimmer käme und erstmal fragen müsste, wie denn heute die Nacht mit unserem Baby war.

    Dazu finde ich die hier bereits geäußerte Idee gut, dass er das Babyphone bekommt. Wer sich dann in der entsprechenden Nacht kümmert, kann man ja ggf. bereits im Vorfeld absprechen.


    Außerdem gibt es genug Paare, die im gleichen Bett schlafen, von denen aber einer so einen festen Schlaf hat, dass der auch nicht mitbekommt, wenn nachts das Baby quakt. Die besprechen sich dann ja wohl auch morgens. Das wäre für mich kein Argument.


    In meinem Haushalt gibt es zwar keine Kinder, aber der Kerl und ich haben auch getrennte Schlafzimmer, und das in voller Absicht (wir sind beide leider große Schnarchnasen und nächtliche Toilettenwanderer) und sehr gerne. Das geht schon damit los, dass er gerne warm schläft, ich hingegen mit offenem Fenster, wenn es nicht gerade Minustemperaturen hat, geht weiter mit unterschiedlichen Matratzenhärtevorlieben und endet bei der Textur der Bettwäsche. Unsere jeweiligen Vorlieben sind nicht verhandelbar. In einem anderen Bett als in meinem fühle ich mich nicht wirklich wohl.


    Ebenso wie Ihr, Sheilagh, haben wir ein Ritual etabliert, dass wir uns morgens in seinem Zimmer treffen und gemeinsam noch ein bisschen dort liegen bleiben, kuscheln etc. pp. (Ausnahmen sind, wenn wir berufsbedingt zu sehr unterschiedlichen Zeiten aufstehen müssen oder es sehr eilig haben).


    Lange Rede, gar kein Sinn: Ich sehe nicht, dass man ein solches Ritual nicht auch mit Kind etablieren könnte. Das wurde ja bereits geschrieben. Klemm Dir den Zwerg unter den Arm, und geht gemeinsam zum Kerl kuscheln.


    An die, die hier unken, es würde dem Kind zum Nachteil gereichen, wenn Ihr getrennte Schlafzimmer habt:


    Ich denke, das Kind wird eher davon profitieren, wenn es von ausgeschlafenen, zufriedenen Menschen aufgezogen wird als von ständig übernächtigten, genervten und überforderten, die nachts ihre Ruhe nicht haben durften.

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    Ich käme mir sehr entfernt vor, wenn ich Morgens aufstehen würde, zur Frau ins andere Zimmer käme und erstmal fragen müsste, wie denn heute die Nacht mit unserem Baby war.

    Bei uns hatte immer einer Schicht, der andere Ohropax, und der Ohropaxisierte hat dann auch immer den anderen gefragt. Oder einfach hingeguckt und musste dann nicht mehr fragen. ;-D

    Liebe Sheilagh!


    Mach es doch so wie es Euch paßt. Rede mit Deinem Mann. Und wenn für Dich ein gemeinsames Schlafzimmer nicht geht, dann ist das eben so.


    Wir haben auch getrennte Schlafzimmer, eigentlich seit der Geburt unserer ersten Tochter vor 8 Jahren. Mein Mann hat einen empfindlichen Schlaf und tut sich schwer wieder einzuschlafen. Er wurde bei jedem Gluckser wach. Außerdem ist er eine absolute Eule, ich eine Lerche. Er heizt sein Schlafzimmer Nachts, ich mag es lieber kühl.


    Aber das macht unserer Beziehung nichts, oder eben nichts negatives. Es ist eben so und guter Schlaf ist enorm wichtig.


    Freunde von uns leben das auch so. Und meine Eltern auch.


    Den Kindern ist das übrigens völlig schnuppe. Sie schlafen oft bei mir, mal ihren Zimmern, aber sie kämen nie darauf das etwas falsch laufen würde, weil es bei uns eben so ist.

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    Was Eltern füreinander empfinden leiten Kinder nicht aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ab. Für die ist das ein Platz zum Schlafen, sonst nichts.

    Dazu fällt mir der sehr passende Spruch aus einem Kindermund ein: Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer, nur Papi nicht. Der muss immer bei Mami schlafen! ;-D ;-D


    Würd mal behaupten diese Kind hätte kein Problem mit getrennten Schlafzimmern gehabt ;-)


    Den Punkt bzgl. Baby, dass sich der werdende Papa da vl. etwas außen vor fühlt, finde ich sollte doch mal angesprochen/besprochen werden.. hier wurden ja schon einige sehr gute Ideen geliefert wie man da Abhilfe schaffen könnte..


    Ich selbst brauch meine Partner bei mir im Bett und fühl mich anders unwohl, aber ich kann verstehen wenn man das anders möchte.. evtl. würde es mir ja mit einem anderen Partner auch so gehen, kann man ja nie wissen ;-)

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    Ich selbst brauch meine Partner bei mir im Bett und fühl mich anders unwohl,

    Meinem Mann geht es auch so, er möchte am liebsten, dass ich in unserem gemeinsamen Schlafzimmer schlafe (ich eigentlich auch), aber andererseits bin ich ein fürchterlicher Störfaktor mit Restless Legs

    |-o und er muss sehr, sehr früh aufstehen, so dass ich sehr oft in der zweien Nachthälfte in das ehemalige Kinderzimmer wechsle, um ihm einen ungestörten Schlaf zu ermöglichen. Da steht ein geräumigeres Bett als es meine Ehebetthälfte bietet, insofern schlafe ich da mittlerweile richtig gerne für den Rest der Nacht. Aber wir sind uns einig, dass unser Schlafzimmer immer unser gemeinsames Schlafzimmer bleiben soll und mein Zimmer drüben nur zum Ausweichen da ist.

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    bin ich ein fürchterlicher Störfaktor

    Mhh, da habe ich wohl Glück- ich bin eigentlich auch ein Störfaktor, meine Frau auch ;-D


    Dadurch dass wir aber ein großes Bett haben und wir nicht allzu früh ins Bett gehen ??und Sex vor dem Schlafen haben- das ist nicht nur schön, sondern lässt uns danach wunderbar einschlafen?? schlafen wir sehr fest. Ich registriere meine Frau so gut wie nie während des Schafes.


    Zusammen schlafen finde ich auch bequem, weil ich nicht aufstehen muss- am Morgen aufzuwachen und meine Frau zu sehen und zu riechen, finde ich auch schön


    Als unsere Kinder noch sehr klein waren, hatten wir neben unserem Ehebett eine ausreichende Bettverbreiterung angebaut, wo unsere Babys schlafen konnten. Wenn Baby schrie musste meine Frau zum Stillen nicht aufstehen und konnte Baby ganz vorsichtig nach dem Stillen ins Nebenbett "rüberschieben". Durch die Bettverbreiterung störten auch unsere Babys nicht, wenn sie sich im Schlaf drehten. Ich denke, dass die Störung umso größer ist, je näher die Schlafenden zusammenliegen müssen, weil die Bettbreite nicht mehr hergibt. Besonders schlimm empfand ich, wenn meine Frau mir direkt ins Ohr schnarchte, weil das Bett so eng war (ja, als junges Paar schliefen wir zusammen auch schon mal im Einzelbett ein).


    Breites Bett = weniger Störung.

    Ich schlafe schrecklich gerne mit meinem Mann zusammen. Eigentlich bin ich eine echte, bekennende Beischläferin, gerne auch mit Körperkontakt...aber ich verstehe auch sehr gut, dass mein Mann das nicht mag: er ist häufig länger wach als ich, ihm ist schnell zu warm, da hat man nicht so gerne einen schnarchenden Oktopus im Bett. ;-D


    Wir haben gottseidank die Möglichkeit, nachts auszuweichen, wenn es einem von uns zuviel wird, sei es, dass wir uns gestritten haben, sei es, weil er ein bisschen Ruhe und Abstand braucht. Ich finde überhaupt nichts Verwerfliches an getrennten Schlafzimmern. Gerade Schlaf ist ein so elementares Bedürfnis, da muss man einen Weg finden, wie es allen beteiligten Parteien am besten geht.


    Sheilagh, frag deinen Mann, ich finde das völlig legitim.

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    Ich denke, das Kind wird eher davon profitieren, wenn es von ausgeschlafenen, zufriedenen Menschen aufgezogen wird als von ständig übernächtigten, genervten und überforderten, die nachts ihre Ruhe nicht haben durften.

    :)z


    Nichts ist schlimmer als nicht richtig schlafen können. Schlafentzug ist nicht ohneGrund eine Foltermethode.

    Hut ab für eure Beziehung! Da sieht man mal, dass es auch andere Modelle als standard gibt ;-)


    Ums getrennt schlafen in eigenen Zimmern beneide ich dich etwas. Wir schlafen zwar auch meist getrennt, aber das heißt einer im bequemen Bett und der andere auf dem Sofa. Meist flüchte ich nachts. Ich brauche Platz zum schlafen und Ruhe. Mein Partner schnarcht manchmal wirklich fürchterlich und braucht den Fernseher zum einschlafen.


    An den Wochenenden kein Problem, aber in der Woche möchte ich manchmal schon gerne ausgeschlafen sein. Er hat das langsam akzeptiert, hat aber über ein Jahr gedauert.


    Meine Eltern schlafen seit 18 Jahren getrennt, geschadet hat es ihnen nicht. Erst aus Platzmangel und dann aus Gewohnheit. Sie stehen aber auch zu unterschiedlichen Zeiten auf und schnarchen beide stark.


    Was die Gesellschaft davon hält?! Sollte einem egal sein. Eine Beziehung/Ehe definiert sich nicht aus einem gemeinsamen Schlafzimmer.

    Mal kurz völlig OT.


    Wie kriegt man diese großen Punkte (zur Gliederung) hin, die sheilagh immer in ihren Beiträgen macht. Finde das schön anzuschauen und falls ich mal längere Beiträge schreibe ;-D will ich das auch machen.

    Ich habe mich noch nie damit befasst, aber notfalls per copy & paste irgendwo klauen, wenn man ihn sonst nirgendwo griffbereit hat?


    Geht sogar mit dem Punkt, der im Kasten mein med1 zwischen Posteingang • Postausgang platziert ist ;-D .