Hast du nicht mal geschrieben, dass du im den USA lebst? Ich kann mir da schon, je nach Ecke wo du genau lebst, vorstellen dass sich die Begeisterung einer zweiten Hochzeit gegenüber in Grenzen hält. Speziell wenn die neue Hochzeit auch wieder groß gefeiert werden soll.


    Was nicht heißt dass ich persönlich die Idee einer zweiten großen Hochzeit doof finde. Aber man sollte halt den Aspekt, dass du nicht in Deutschland heiratest nicht aussen vor lassen.

    Es ist eine Hochzeit. Ihr wisst, dass diese keine Garantie ist, dass es hält - aber ihr möchtet heiraten. Mit klaren Vorstellungen. Es ist egal, die wie vielte Hochzeit es ist - es ist EURE erste gemeinsame. Kein schönes Kleid? Keine Geschenke? In mausgrau ins Standesamt schleichen? Das ist doch Blödsinn.


    Es soll EURE erste gemeinsame Hochzeit werden. Ihr wagt den Schritt trotz negativer Vorerfahrungen. Dann feiert es. Genießt es. So, wie IHR es EUCH wünscht.


    Und die Konservativen: Sollen sich halt ihren Teil denken. Basta. Sie können ihr Leben ja anders gestalten oder Eurer Hochzeit fernbleiben.


    Mein Freund und ich wollen vielleicht auch irgendwann mal heiraten. Er war schon verheiratet; ich bin katholisch und habe mit Kirche nix am Hut. Der richtige Klassiker in weiß mit Kirche etc. wird es so mit eh nicht allein deshalb, weil mein Freund schon verheiratet war. Aber abgesehen davon würden wir feiern, so wie es uns gefällt (ich bin nicht der Fan megapompöser Brautkleider, aber dennoch würde ich mir was Feines aussuchen, was jenseits eines "normalen" Alltagskleides liegt!).


    Und das verlinkte Kleid: Ich persönlich mag keine pompösen Kleider. Es wäre nicht so ganz mein Stil. Aber wenn es Dir gefällt: Es ist noch relativ schlicht (keine ewig lange Schleppe oder sonstiges Gedöns). Was spricht dagegen, sich dafür zu entscheiden? Dann hängt dpch über der gesamten Hochzeit dieser Touch von "Kompromiss": Ich habt Eure Wünsche/Vorstellungen, sollt aber an jeder Stelle Abstriche machen? Kein Wunschkleid, nicht dies, nicht das? Das gibt doch einen schalgen Beigeschmack!

    Auf der einen Seite ist es ein Widerspruch in sich. Man heiratet sich selbst, genau, das ist das Wichtigste an dem Tag. Und käme es nur auf einen selbst an, dann könnte man auf all die anderen Personen verzichten. ;-D Also keine große Hochzeit. Will man sie aber dabei haben, aus wahrscheinlich unterschiedlichen Gründen, die man auch nur selbst wissen kann, vielleicht weil man sich gerne mit einigen Menschen umgibt, vielleicht weil einem an einer großen Hochzeit gelegen ist, also mit Empfang, viel Essen, Trinken, Tanzen oder weil man damit einem gewissen Traum nachgeht ect., dann ist es eine eigene Entscheidung. Eine eigene Entscheidung kann tatsächlich je nach Kulturlage, mehr oder weniger für Gegenwind sorgen. Die USA kann je nach Lage, sehr konservativ und sogar dogmatisch sein, so dass es einer Beleidigung gleich kommen kann, hier über die Strenge zu schlagen, wo es in anderen Orten kaum ein Problem ist. Wie man sich dann verhalten will, das hängt vom eigenen Charakter ab und ob man den Gegenwind, wenn er sehr heftig ist, ertragen will. Sind es nur Meinungsverschiedenheiten mit nicht ganz so starken Dogmen, dann ist es keine Frage, da kann man leichter etwas gegen die "üblichen Diktate" machen.

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    Dann hängt dpch über der gesamten Hochzeit dieser Touch von "Kompromiss": Ich habt Eure Wünsche/Vorstellungen, sollt aber an jeder Stelle Abstriche machen? Kein Wunschkleid, nicht dies, nicht das? Das gibt doch einen schalgen Beigeschmack!

    Ja so denke ich eben auch. Ich möchte hinterher nicht bereuen dass ich nicht nach meinen Vorstellungen gefeiert habe.


    Die meisten negativen Kommentare kommen sogar von meiner deutschen Verwandtschaft. Einige sind damals zu meiner ersten Hochzeit eingeflogen und haben jetzt vielleicht keine Lust nochmal ein teures Ticket und Hotel zu bezahlen? Aber ich zwinge ja niemanden zu kommen.


    Mein Freund ist katholisch also geht kirchliche Trauung eh nicht. Daran liegt mir nicht viel, ich bin so gar nicht religiös. Aber es gibt ja auch zivile Trauungen und anschließend eben eine schöne Feier.

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    Aber wer ist denn heute bei der Hochzeit tatsächlich Jungfrau? Ich war es ja auch beim ersten Mal nicht.

    Eben. Mein Beitrag sollte nur zeigen, dass die meisten Leute selbst Traditionen pflegen, denen sie, wenn man es soo genau nimmt, nicht gerecht werden. Deshalb stehts ihnen nicht zu, deine Hochzeit irgendwie "framen" zu wollen

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    Die meisten negativen Kommentare kommen sogar von meiner deutschen Verwandtschaft. Einige sind damals zu meiner ersten Hochzeit eingeflogen und haben jetzt vielleicht keine Lust nochmal ein teures Ticket und Hotel zu bezahlen?

    Nun ja, ganz so abwegig ist das aber nun auch nicht. Oder? ":/


    Es ist halt auch schwer ohne Hintergrundwissen zu antworten. Zum​Beispiel wäre ich bei der 2 Traumhochzeit innerhalb von wenigen Jahren, die mit sehr großen kosten und Aufwände verbunden ist auch nicht vor Begeisterung an die Decke gesprungen. Und vielleicht kenne ich den Zukünftigen nicht einmal, oder oder oder.


    Keiner hier kann dir sagen warum deine deutsche Verwandtschaft der großen Feier eher skeptisch gegenüber steht. Da hilft nur nachfragen :)^

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    Die meisten negativen Kommentare kommen sogar von meiner deutschen Verwandtschaft. Einige sind damals zu meiner ersten Hochzeit eingeflogen und haben jetzt vielleicht keine Lust nochmal ein teures Ticket und Hotel zu bezahlen? Aber ich zwinge ja niemanden zu kommen.

    Ganz so einfach finde ich das nicht. Du zwingst niemanden. Aber Gäste könnten sich genötigt fühlen, Deiner Einladung zu folgen.


    Also, in meinen Augen braucht man in dieser Situation ziemlich viel diplomatisches Geschick, um jemanden einzuladen und ihm gleichzeitig zu sagen, dass es ok ist, wenn er nicht kommt, ohne dass er sich gleich wieder ausgeladen fühlt.


    Würdest Du es überhaupt ok finden, wenn Gäste den weiten Weg nicht machen, weil sie die zweite Hochzeit nicht so wichtig finden?

    Als Gast würde ich auch nicht ein zweites Mal nach Amiland fliegen.


    Aber an deiner Stelle würde ich so heirate, wie ich möchte. So groß oder so klein. Vermutlich noch größer, wenn ich mir sicher wäre, dass es diesmal wirklich der richtige ist.


    Das Kleid ist cool, und meiner Meinung nach nicht aufwendig. Hatte mir jetzt viel mehr Tüll vorgestellt. ??Und die großen Größen kosten nicht mehr, das finde ich nett??

    Zunächst würde ich auch nach euren Vorstellungen heiraten. Aber wie auch andere geschrieben haben, würde ich auch versuchen diplomatisch den Druck rauszunehmen wegen eines erneuten Fluges in die Staaten.


    Denn ich weiß nicht, ob ich dies ein zweites Mal täte, schlichtweg aus Kostengründen. Klar, wenn ein Urlaub anstünde, ok, aber ansonsten tendenziell nicht, wenn ich ehrlich bin. ":/

    Natürlich bin ich niemandem böse wenn er nicht wegen meiner Hochzeit um die halbe Welt fliegt. War ich auch beim ersten Mal nicht.


    Aber mir dann ausreden überhaupt zu feiern muss man ja auch nicht. Somal das ja auch teils von Bekannten und Familie hier getan wird, nicht ausschließlich nur aus Deutschland.


    Meine erste Hochzeit war 2010, die meines Freundes 2008. Ist also beides schon länger her.


    Das Kleid ist ganz anders als mein erstes, mit Absicht.

    Na, es gibt Themen, bei denen sich gerne die halbe Welt einmischt, Hochzeit und Kind sind da ja zwei sehr bekannte Themen ;-). Lass dich davon nicht ärgern und fahrt gemeinsam als Paar eine Linie.

    Ich finde das sehr schwer zu beurteilen, so ohne Hintergrundwissen. Wenn der erste Mann ein mieser Typ war, und du jetzt endlich das hast, was du verdienst - dann fände ich eine grosse Feier schön. Wenn ich den Eindruck hätte, dass du beim ersten Mal überstürzt geheiratet hat und jetzt wieder, oder wenn ich den Eindruck hätte dass du am Scheitern der ersten Ehe deutlich mit Schuld bist, würde ich wohl weniger ger gern in eine Feier zur Neuauflage investieren und wäre bei grossem Tamtam eventuell peinlich berührt.

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    Meine erste Hochzeit war 2010, die meines Freundes 2008. Ist also beides schon länger her.

    Ich hätte überhaupt nichts gegen die Symbolik mit Kleid, auch ne Party ist doch toll.


    Aber für mich wäre das überhaupt nicht länger her und ich glaube, mein Bild von Dir üwrde sich ziemlich ändern,


    wenn Du zweimal so knapp hintereinander solche wichtigen Dinge versprichst, dafür alle als Zeugen willst und es dann vielleicht sowieso nicht einhälst. Ich glaube, das Wort, was ich suche, ist "verar....".


    Ja, ich glaube, so würde ich mir wirklich vorkommen bei so einem kleinen Zeitraum, wenn ich schon Gast Deiner ersten Hochzeit gewesen wäre. Weil ich eben den damaligen Zinnober echt ernst genommen hätte.


    Und würde deshalb wohl nicht nach Amerika extra fliegen, egal, wie groß/klein die Sache wird.