Ich finde auch, man muss nicht alle Familienfeiern als Partner mitmachen, wenn man daran so garnichts findet.


    Wenn mein Partner aber hin will, ist das total in Ordnung.


    Dann gibt es wieder Feiern, wo ich es als höflich erachte, wenn ich eingeladen bin auch aufzutauchen.


    Der 50. Geburtstag des Vaters meines Freundes, war so eine Angelegenheit bei der ich wirklich wochenlang Bauchschmerzen hatte.


    Es hieß "Casual Chic" anziehen...und ich verzweifelte wochenlang daran, was bei dieser Familie jetzt angebracht wäre (Ich kenne seine Eltern zwar, aber so richtig....wusste ich nicht Bescheid...)


    Auch würde ich mal ein Augenmerk darauf legen, warum dem Freund die Familienfeiern nicht liegen...


    Wird er in einer Ecke abgestellt und nicht mit einbezogen? Hat man keine 5 Minuten mal nur für sich? Wie zeigst du deine Wertschätzung, wenn er mitkommt, obwohl er keine Lust hatte?


    Ich denke ihr solltet darüber reden, was euch wichtig ist. Liegt es dir sehr am Herzen bestimmte Feiertage mit ihm zusammen und deiner Familie zu verbringen, würde ich das so äußern. Ihm aber dann bei andren Feierlichkeiten sagen "Du kannst dir auch einen gemütlichen Tag auf dem Sofa machen, ich geh dann allein"


    Ich komme aus einer Familie, in der Weihnachten und Ostern eigentlich immer im "Friede-Freude-Eierkuchen"-Stress endete. Am Ende heulte/schrie immer irgendwer...meistens schrie meine Mutter, dass ich mich ja nicht für das Familienleben interessiere...und ich heulte dann, weil es von mir ein großes Opfer war einen ganzen Nachmittag doof rumzusitzen und Friede zu spielen, obwohl mir bestimmte Dinge nicht passten... Alle sitzen Weihnachten da, nebenbei läuft der Fernseher mit Weihnachtskonzert, und genau über dieses Programm wird dann geredet... oder über irgendwelche Schlagersänger, weil Oma und Opa eben auch anwesend sind.


    Ich liebe meine Familie, aber wieso muss ich ihnen zeigen wie gern ich sie hab indem ich vortäusche ein Fest toll zu finden, was für mich unglaublich langweilig, ermüdend und stressig ist.


    Ich würde nochmal tiefer forschen, warum dein Freund eure Familienfeiern nicht mag. Ruhig auch Ehrlichkeit einfordern. Vielleicht findest du dann etwas Verständnis und kannst deiner Familie mit ruhigem Gewissen sagen "Er mag sowas halt nicht und ich finde das in Ordnung"

    Zitat

    Gegen so etwas bin ich super-allergisch. Nur, weil jemand was nicht will, heißt das nicht, dass er es nicht trotzdem tun muss, vor allem, wenn es darum geht,


    1. die Frau, mit der man zusammenlebt und die man liebt, glücklich zu machen und


    2. sich in ein Familiengefüge einzufinden und Harmonie zu schaffen.

    Ich seh das genau andersherum und daher komme ich am besten klar mit einem Partner, der nicht ständig bei seiner Familie abhängt, oder der eine tolerante Familie hat wie ich, wo jeder es halten kann wie er mag, oder der keine allzu präsente Familie hat.


    In meinen Beziehungen geht es nicht nur darum dass ich meinen Partner glücklich mache sondern ich möchte mich auch wohlfühlen. Und wie sehr oder wenig es bei diesem Familiengedöns häufig um Harmonie geht sieht man ja an den Konflikten, die entstehen, wenn einer sich nicht "in ein fremdes Familiengefüge einfinden will".

    Ich verstehe schon nicht, was der Freund der TE in der Familienwhatsapp Gruppe zu suchen hatte. Auf den Gedanken wäre ich NIE gekommen, ihn da zu integrieren. Die Kontakte zu unseren Herkunftsfamilien laufen immer über mich bei meiner und über meinen Mann bei seiner, von gelegentlichen Festnetzanrufen (die ja seltener geworden sind) mal abgesehen. Mein Sohn macht es auch nicht anders. Und umgekehrt verstehe ich nicht, warum der Mann, der ja nun kein Teenie mehr ist, nicht einfach seine Eigenständigkeit hinsichtlich der Familie bewahrt und ihr ihre Eigenständigkeit lässt ohne einen kindischen "Cut" zu fordern.

    Monika


    :)z , ähnlich sehe ich das auch.


    Ich finde hier geht es um gegenseitige Akzeptanz.


    Sicher ist es toll und schön wenn sich der Partner optimal in das ursprungs-Familiengefüge einbringt, einbringen will und reinpasst. Dann und auch nur dann würde ich ihn - nach einer gewissen Zeit, wenn er (den Hauptteil) meiner Familie persönlich kennt usw. - in eine solche Gruppe mit aufnehmen. Da, bzw. wenn, er aber grundsätzlich da nicht so ein Interesse hat, würde ich es lassen.

    @ all

    Andererseits aber muß mein Partner ebenso mein Familiengefüge, meine Einstellung etc. für meine Familie akzeptieren.


    Und was die Seite der Mutter angeht:


    Ich in ein wenig erschrocken, wie Viele ihr hier doch den/einen "schwarzen Peter" zuschreiben.


    Ich kann es als Mutter sehr gut verstehen, wenn sich die Beziehung zwischen meiner Tochter und mir ganz offensichtlich aufgrund einer -neuen- Liebesbeziehung derart ändert - dann darf ich auch als Mutter das durchaus kritisieren.


    Ich würde hier zwar nicht den Partner heranziehen, ihm irgendeine Verantwortung zuschustern - meiner Tochter aber sehr wohl. Und ich würde auch nicht mit negativen Gefühlen da rangehen (Wut oder Sauersein), doch wie gesagt: Wenn meine Gefühle verletzt werden, dann darf auch ich als Mutter das äußern gegenüber meinem erwachsenen Kind. Warum denn auch nicht? Man unterliegt doch nicht zwangsläufig der/einer völligen Selbstaufgabe oder Hingabe, kompletten Akzeptanz ab der Geburt des Kindes?

    ich bedanke mich sehr für eure zahlreichen Äußerungen :)


    und so unterschiedlicher Meinung ihr seid, sind es die beiden eben auch. wie man mit der sache umgeht oder wer jetzt "im recht" ist.


    zunächst zu der Frae "Und aus meiner Erfahrung herraus ... er hat keinen guten Kontakt zu seiner Familie oder?"


    Doch den hat er. Seine Fmilie wohnt nicht gleich um die ecke wie bei mir. Aber wir ahren regelmäßig und gerne zu seinen eltern, werden immer herzlich empfangen und aufgenommen und haben eine schöne zeit dort.


    Dass mit unserem Kompromiss was Feierlichekiten angeht, habe ich meiner mutter erzählt. dann kommt meist ein "dann ist das eben so, früher hättest dud as nicht gemacht".. ja aber früher hatte ich auch keinen Partner mit dem ich zusammen gelebt hatte..da konnte ich meinen Alltag selbst strukturieren.


    Dieses Jahr war ich zu meinem geburtstag nicht da, ich war im urlaub. nachfeiern wollte ich meinen Geburtstag nicht. Als meine mutter mich am Tel fragte was denn mit meinem Geburtstag sei und ich ihr sagte dass ich dieses Jahr keine Lust habe zu feiern, kamen wieder diese worte "naja.. das ist deine entscheidung. wenn DU das so willst, ABER in Ordnung finde ich das nicht. Und sonst hast du auch immer gefeiert. Das liegt doch sicher an deinem Freund" .. an schönen Dank auch.


    Es ist auch nicht so dass wir "nur" zu Feierlichkeiten da waren. Hat man mal paar Wochen nix von sich hören oder sehen lassen, bekam immer den Spruch(von Oma,Opa,Mom) "Von dir hat man aber auch lange nix gehört/gesehen".. im gegenzug werde ich aber auch nie angerufen oder spontan besucht. Das habe ich schon mehrmals gesagt. Bisher ist es überwiegend so geblieben wie es ist. Also immer nach par Wochen hatte ich die innerliche Stimme die sagte "Jetz sind wieder paar Wochen um du musst dich mal wieder bei der Oma melden/sehen lassen". Also wir waren auch oft zwischendurch mal da. Sei es im Garten.. oder einfach zum Kaffee.


    Dieses Jahr feier ich nicht mit meiner Familie (wieder). Trotz Tradition.. (Alle am 24. bei meiner Mutter Kaffee + Abend und Alle am 25. zu meiner Oma Kaffee + Mittag.) Wir haben beschlossen den 24.12. zu UNSEREM Weihnachten zu machen.


    wir nur zu dritt.

    Wenn die Situation so ist, würde ich nochmal mit der Mutter sprechen und ihr ausdrücklich sagen, dass du das selbst entscheiden kannst, ob du deinen Geburtstag feierst, oder den 24. mit ihnen verbringst.


    Du baust gerade eine EIGENE Familie auf, die sollte an allererster Stelle für dich stehen bzw tut es ja indem ihr Weihnachten zu 3. feiert.

    Ich denke mal, du bist auf dem richtigen Weg. Irgendwann möchte man halt nicht mehr die Weihnachtsfeiertage wie die letzten 30 Jahre verbringen und das müssen die Eltern und Großeltern einfach akzeptieren.

    .. und der Abschlusssatz des telefonates bezüglich meine geburtstages war von ihr "bis wir uns irgendwann garnicht mehr sehen" wie als wäre ich nicht mehr dabei gewesen.. ich war immer , überall dabei.. bisauf ostern.


    ich habe mit meiner mutter schon gesprochen und wenn ich ihr sage dass ich jetzt etwas eigenes aufbaue und mein tagesablauf und mine prioritäten sich sehr verändert haben seitdem vorallem ein kind mit in meinen alltag getreten ist zeigt sie erstmal verständnis. "da sag ich ja auch garnix gegen, du sollst ja auch dein eigenes leben führen und ihr könnt ja auch selbst entscheiden was ihr wann machen und wie ihr eure wochenenden verplanen wollt, ABER... ihr sagt ja immer ab, ..ABER... sonst hat dich das auch ni gestört, ...ABER..das sehen alle so wie ich, ..ABER... wenn du meinst das du damit glücklich bist" usw.

    Ich finde das machst du ganz gut.


    Hat deine Mutter vielleicht auch ein Problem damit, dass du dich jetzt um das Kind deines Freundes, also ein "fremdes" Kind, kümmerst und sie keinen "richtigen Enkel" hat? Dass deine neue Familie also quasi nichts mit ihr zu tun hat, auch nicht über eine Blutsverwandtschaft mit dem Kind?

    Mir kommt es so vor, als ob Deine Mutter ihre Macht und ihren Einfluss auf Dich aufrecht erhalten möchte und Deinen Freund dazu instrumentalisiert. Am Ende bist nämlich Du die Leidtragende, die zwischen den Stühlen steht und sich irgendwie "entscheiden muss".


    Dass Dein Freund sie ablehnt, ist jetzt keine Überraschung. Er könnte vielleicht an sich arbeiten und etwas cooler reagieren. Deine Mutter will ihn provozieren, um Einfluss zu behalten, vielleicht sogar, um einen Keil zwischen Euch zu treiben.


    Dass Eltern damit möglicherweise hinauszögern, dass Enkel produziert werden, ist ihnen oft nicht bewusst, auch nicht, welchen Schaden sie anrichten. Deine Mutter hat bei Deiner Partnerwahl nichts zu melden. Sie glaubt aber, es sei ihr Recht, da mitzureden. Was zu weit geht.


    Wenn er darüber lachen könnte, wäre das schon die halbe Miete. Er könnte etwas stärker für Dich sein.


    Aber vielleicht hast Du Dir einen sensiblen Typen gezielt gesucht.


    Deine Mutter scheint eher der unsensible, wenig einfühlsame, behutsame Typ zu sein, der sich auch keine Platte macht, was sie so anrichtet.


    Dass Dein Freund verlangt, dass Du Dich abgrenzt ist zwar verständlich, aber auch etwas einfach gedacht.


    Er wäre wünschenswert, wenn er "stark" genug wäre, über der Sache drüber zu stehen und diesbezüglich gar nichts von Dir zu verlangen. Das würde nämlich Deiner Mutter völlig den Wind aus den Segeln nehmen zu versuchen, einen Keil zwischen Euch zu treiben.


    Vermutlich spürt sie, dass sie Deinen Freund nicht eintüten oder kontrollieren kann. Was ihre unbewusste Motivation ist, weiß ich nicht. Sie klammert sich an ihr Baby (an Dich). Es sind oft irgendwelche unbewussten Familiendynamiken, die da aktiv werden. Im Zweifelsfall kannst Du auch nen Familiencoach/therapeuten konsultieren (möglichst einen guten..)


    Sie wird sich kaum ändern, außer sie merkt, dass sie Dich "verliert", also richtig verliert.


    Auf eine Weise "unterstützt" sie durch dieses latent "asoziale" Verhalten auch Deine Ablösung von ihr.


    Ich bin nicht der Fan, mich stundenlang mit buckliger Verwandtschaft auseinanderzusetzen. Ich hatte auch mal ne intrigante Schwiegermu in spe. Ich bereue, dass ich mit ihr nicht mal Klartext geredet habe und was ich von ihrer gequirlten K... halte... - aber das ist meine Story.

    Wobei, vielleicht ist das auch einseitig gedacht ... vielleicht unterstützt Deine Mutter Dich auch indirekt / unbewusst zu testen, wie "stark" Dein Typ ist, ob er wirklich zu Dir steht, in wiefern er sich mit Deiner Familie identifiziert und einbringen kann.


    Ja und was Cote Sauvage sagt, vielleicht hat sie auch eine latente Angst, keine leiblichen Enkel zu bekommen.


    Spielt sicher eine entscheidende Rolle...

    Zitat

    "bis wir uns irgendwann garnicht mehr sehen"

    ja, sie hat Angst. Das ist ihre Angst.


    Es gibt Mütter, die äußern das, und welche die äußern es nicht. Manche spüren es vielleicht auch gar nicht so deutlich. Ist sicher nicht einfach für sie. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Du Sehnsucht nach Deiner Familie hast, ist höher, wenn Dein Freund akzeptiert wird und Euch keiner gängelt...


    alles wahrscheinlich unbewusste Prozesse, die man erkennen, analysieren und besprechen muss, bis alle wieder einigermaßen zufrieden sind.

    Zitat

    Gegen so etwas bin ich super-allergisch. Nur, weil jemand was nicht will, heißt das nicht, dass er es nicht trotzdem tun muss, vor allem, wenn es darum geht,


    1. die Frau, mit der man zusammenlebt und die man liebt, glücklich zu machen und


    2. sich in ein Familiengefüge einzufinden und Harmonie zu schaffen.

    ;-D ;-D ;-D


    1. Wenn es die Frau glücklich macht, wenn man sich für sie unglücklich macht? Schön, du magst deine Befindlichkeiten über die deines Partners stellen, Als Frau und so, aber andere sehen das sicher ganz anders, zumal die Mutter ein manipulatives Stück sondergleichen zu sein scheint.


    2. Ohhh, es ist ja Weihnachten, das Fest der Liebe Und Familie, wo alle gefälligst glücklich zu sein haben, ihre Bedürfnisse über die der Anderen zurück zu stehen haben... Ich kotze gleich. Echt unglaublich, wie die Leute meinen, dass man gefälligst auf Knopfdruck glücklich zu sein und sich mit der ungeliebten Familie zumindest augenscheinlich zu versöhnen hat, die sonst fröhlich ihren Spott über einen ausschüttet.


    Ich stufe in diesem Konkreten Fall die Befindlichkeiten des Partners der TE als wichtiger ein.