Erst Blasenentzündung dann Vaginose, Angst dass es nicht mehr weggeht

    Hallo liebes Forum,


    ich habe extra nach einem Medizin-Forum gesucht, da ich mittlerweile etwas verzweifelt bin und Angst habe, dass es nie mehr aufhört.


    Ich habe Anfang November eine Blasenentzündung bekommen. Als ich es bemerkt habe, habe ich sofort mit Femannose begonnen, was allerdings keine Besserung brachte. (Normalerweise gehen BEs bei mir mit Femannose super wieder weg.) Nach 5 Tagen ging ich zum Hausarzt, wo Bakterien und ich glaube auch Blut im Urin festgestellt wurde, und ich bekam Fosfomycin. Durch das Fosfomycin wurde es deutlich besser, aber ging nicht ganz weg. Beim erneuten Arztbesuch einige Tage darauf wurden zwar weniger Bakterien gefunden, aber eben immer noch welche, also gab es noch mal Fosfomycin, und parallel dazu wurde eine Kultur angelegt. Nach der zweiten Fosfomycin-Einnahme hatte sich überhaupt nichts geändert, also bekam ich nach dem Kulturergebnis wieder einige Tage später dann 5 Tage lang Cotrimoxazol Forte. Dadurch ergab sich auch keine weitere Besserung, ich hatte nach wie vor leichte Beschwerden (mit denen man aber zumindest arbeitsfähig war im Homeoffice.) Mein Hausarzt überwies mich an den Gynäkologen, weil der Verdacht bestand, dass die Beschwerden inzwischen nicht mehr wirklich von der Blase kommen. Dort bekam ich aber erst einen Termin 7 Tage später.


    Vor Ablauf dieser 7 Tage bekam ich eines abends wirklich dolle Beschwerden, teils Schmerzen, teils fühlte es sich wie "unter Strom stehen" in der Blasenregion an, sodass ich nachts nicht schlafen konnte. Ich ging sofort am nächsten Morgen wieder zum Hausarzt, dort wurden aber keine Bakterien mehr im Urin gefunden. Allerdings irgendetwas (habe den Namen vergessen), das auf eine Entzündung deutet. Es wurde Blut abgenommen, ich bekam ein Schmerzmittel, und Ciprofloxacin. Das Cipro habe ich die ersten Tage überhaupt nicht gut vertragen, aber der Schmerz ließ zumindest etwas nach. Beim Gynäkologen wurde dann eine Scheidenentzündung diagnostiziert, aufgrund der ganzen Antibiotika vorher. Dafür bekam ich Fluomizin.


    Heute ist der letzte Einnahmetag sowohl vom Fluomizin und auch Cipro, und die Beschwerden sind immer noch nicht ganz weg. Genau genommen haben sie sich Samstag Abend sogar wieder verschlechtert, weshalb ich heute nochmal beim Gynäkologen war.

    Der meinte aber nur total genervt, was ich den bitte will, das braucht halt seine Zeit und dass die Beschwerden unter Medikamenteneinnahme erst besser und dann wieder schlechter werden, wäre "normal". Er hat mich nicht mal erneut untersucht. Ich solle abwarten und nach dem Fluomizin noch Zäpfchen zur Wiederherstellung der Scheidenflora nehmen. Ich habe ihn gefragt, ob es passiert sein kann, dass die Entzündung auf die Gebärmutter oder so übergegriffen hat, weil ich mir wirklich Sorgen mache, weil ich nach 4 Wochen Theater halt IMMER noch nicht beschwerdefrei bin, aber das hat er strikt verneint.


    Ich habe jetzt total schlimme Angst, dass nach der Beendigung vom Cipro und Fluomizin die Beschwerden WIEDER schlimmer werden. Ich möchte nächste Woche unbedingt wieder arbeitsfähig sein, habe aber nach der ganzen Arie das Gefühl, was auch immer "da unten" los ist, wird einfach nie wieder weggehen. Ich halte mir vor Augen, dass laut Hausärztin der Urin auch nach neuer Kultur bakterienfrei ist, und die Kultur die der Gynäkologe angelegt hat vom Abstrich aus der Scheide sähe auch "nicht schlimm" aus. Aber ich habe trotzdem wirklich Angst, dass es genau dann, wenn es am schlechtesten passt, wieder schlimmer wird - warum auch immer :-( Zudem mache ich mich total verrückt, gerade jetzt zur schlimmsten Coronazeit ein geschwächtes Immunsystem durch die ganzen Antibiotika plus die ominöse Entzündung zu haben. :-(


    Ich weiß, das ist ein ganz schöner Roman geworden. Aber vielleicht war ja jemand mal in einer ähnlichen Situation und weiß Rat :-(

  • 10 Antworten

    Hallo, so oder ähnlich ist es bei mir auch... ich glaube, dass es wirklich laaaaaaange dauert, bis alles wieder in Ordnung ist. Es ist aber auch wirklich eine überaus grosse nervliche Belastung, weil man ständig auf der Lauer liegt und dann wieder und wieder feststellt, dass es nicht besser wird. Ich war beim Gyn, beim Uro, hab nä. Woche eine Blasenspiegelung usw. Aktuell nehme ich Östrogen Ovula und habe das Gefühl, es werde etwas besser. Aber beschwerdefrei bin ich eben quasi seit Monaten nicht mehr. In jeder freien Minute hab ich ein Körnerkissen zwischen den Beinen hängen. Es nervt einfach nur noch.

    du solltest vielleicht etwas für dein immunsystem tun.


    ich nehme solidagoren tropfen (sind pflanzlich) gegen die beschwerden (eher nach dem wasserlassen)

    viel trinken, blasen- und nierentee (TAD 400), auch mal cranberry-saft


    ich glaube auch dass deine region unten rum gereizt ist und die beschwerden gar nicht von einer entzündung kommen


    wünsche dir gute besserung

    Danke euch beiden. Ich war im Dezember noch bei einem Urologen, und die Beschwerden kommen tatsächlich woanders her - inzwischen hat sich nämlich ein Scheidenpilz entwickelt. Mit dem vom Urologen empfohlenen Kadefungin 3er Kombi und danach Döderlein ging es nicht weg. Ich habe mir dann eine neue Frauenärztin gesucht, da mein alter Frauenarzt ja platt meinte, meine Behandlung bei ihm sei durch und fertig, sein Abstrich habe nichts ergeben und ich solle damit quasi nicht mehr zu ihm kommen. Die neue FÄ hat den vom Urologen vermuteten Pilz bestätigt und 1x 150 mg Fluconazol verschrieben, da ja Kadefungin nicht gewirkt hat. Die habe ich am Dienstag Abend direkt genommen, und es hat sich bis jetzt nur noch weiter verschlechtert. So sehr, dass ich schon wieder nachts nicht schlafen kann (siehe Uhrzeit). Viel zu wenig Schlaf, immer wieder die Hoffnung dass es jetzt doch mal weggeht und dann wieder die Ernüchterung und Enttäuschung, dass auch das x-te neue Medikament nichts hilft.


    Ich bin inzwischen auch psychisch total am Ende, kann nicht mehr richtig schlafen, bin nur noch am Weinen und weiß nicht mehr weiter.

    Wie alt bist Du? Ich habe auch nach völliger Verzweiflung seit 1 Woche Oekolp 0.03mg in Gebrauch und eine drastische Verbesserung dadurch. Meine Beschwerden sind quasi weg.

    Und ich denke, der Pilz muss auch durch ORALE Einnahme (Tabletten/ Saft) von Antimykotika behandelt werden!! Auch nicht nur 3 Tage sondern länger. Gleichzeitig Vaginal- UND Darmschleimhautaufbau durch pro symbio flor Tropfen 3x15, Symbiolact 1x tgl. 1 und symbiovag, das Ganze auch über längeren Zeitraum. Und wie gesagt, wenn über 40 Jahre dann unbedingt lokale Östrogentherapie .. 3 Wochen als Kur täglich, danach 2x wöchentlich. Ich war auch bei zig Ärzten ... auf nen Östrogenmangel ist keiner gekommen, das hab ich selber rausgefunden

    Ach ja ... und Strovac - Impfung und Gynatren - Impfung unbedingt. Und die Strovac dann anstelle der Auffrischung immer wieder komplett impfen lassen, weil die Auffrischung zu gering ist und oftmals nach nur Auffrischung Colis und Co. Wieder am Start sind.

    Danke für deine Antwort. Ich war am Freitag noch direkt beim FA und es wurde diesmal ein Abstrich genommen und eingeschickt - ich hoffe, ich bekomme bald das Laborergebnis und den wirklich wirksamen Wirkstoff mitgeteilt.


    Ich bin 35 Jahre alt und nehme seit über 20 Jahren die Pille, mein Hormonspiegel sollte denke ich eigentlich stabil sein. Mit dem Östrogen bin ich unsicher. Ich hatte ja am Dienstag die Fluconazol 150 mg und eine Gynoflor mit Estriol genommen, und Donnerstag Abend ist der Pilz völlig explodiert. Ich habe dann gelesen, dass Östrogen das Wachstum sogar anregen kann? Bei mir haben ja auch die ganzen Aufbaupräparate (Vagiflor, Döderlein) alles gefühlt immer verschlimmert statt verbessert.


    Seit Freitag nehme ich nun täglich 50mg Fluconazol ein (bzw. ich glaube das sollte ich nur 3 Tage machen, also habe ich demnach gestern die letzte genommen) und Clotrimazol innerlich und äußerlich, und damit sind die Beschwerden auf keinen Fall weg, aber zumindest auf ein erträgliches Maß zurückgegangen. Aber ich habe langsam wirklich ernsthaft Angst. Kann ein Scheidenpilz auch systemisch werden? Ist das nicht absolut gefährlich, wenn der dann auf die Pilzmittel nicht anspricht?


    Ich weiß gar nicht wie das alles so eskalieren konnte :-( Den letzten Pilz hatte ich mit 14 oder 16...ich habe eigentlich NIE Probleme im vaginalen Bereich, bis auf hin und wieder eine Blasenentzündung...und jetzt das :-(

    Das Fluconazol kann man durchaus auch länger nehmen... käme eben auf eine Besserung/ Verschlechterung an. Man sollte auch im Stuhl nach Pilzen suchen... Östrogen in einmaliger Gabe schließe ich aus in Zusammenhang mit der Zunahme der Beschwerden. Es kann auch ein lokaler Östrogenmangel nur in der Vagina vorliegen, die Schleimhaut ist trocken und geschädigt und alle Pilze und Bakterien klatschen in die Hände. Kann eine allergische Reaktion auf die lokal angewendeten Medikamente eine Möglichkeit sein? Manche sich sehr empfindlich ggü. Den ganzen Hilfs- und Zusatzstoffen und verwechseln die Beschwerden mit Pilzbedingten Beschwerden. Wurde ein Diabetes ausgeschlossen?

    Muss ich das selber veranlassen mit der Stuhlprobe? Warum kümmert sich da kein Arzt drum :-( Diabetes ist mir nicht bekannt. Wurde auch nie irgendwie überprüft, es gab nie einen Grund dafür. Wir haben aber mal alle aus Spaß mit so einem Blutzuckermessgerät einer Arbeitskollegin (funktioniert über einen Tropfen Blut vom Finger) im Büro unsere Werte gemessen und da war bei mir alles OK.


    Ich weiß nicht, ob ich allergisch gegen irgendeinen der Zusatzstoffe bin. Es war aber ganz klar ein Wachstum des Pilzes nach dem Fluconazol / Gynoflor - das klingt jetzt leider sehr eklig, ist aber nicht anders zu beschreiben - die Ausflussmenge hat sich enorm vervielfacht und entsprach genau den Kriterien einer Pilzerkrankung (weiß, dickflüssig und stückig wie Hüttenkäse).


    Meine FÄ meinte, was merkwürdig sei ist, dass die Schleimhäute nicht mehr gereizt aussehen. Sie fühlen sich aber absolut gereizt an und eben der Ausfluss, der eindeutig nach Pilz aussieht, plus alle Begleitsymptome wie höllisches Jucken, Brennen, etc. pp.


    Wenn ich jetzt Fluconazol weiternehmen, und das aber gar nicht gegen den Pilz hilft, mache ich ihn dann nicht noch resistenter?

    Ich glaube nicht, dass es eine Resistenz gg. Fluco. gibt bei Dir, sondern eher, dass es kein Candida Pilz ist, aber da wird ja jetzt genau geschaut. Eventuell haben sich Bakterien dazu gesellt und jetzt liegt eine Mischinfektion vor. Von Actigyn - Gel wurde vielfach sehr Positives diesbezüglic berichtet, ich nehm es z.B. nach GV vorbeugend. Stuhlprobe müsste der Arzt ins Labor schicken, aber das fände ich auch wichtig, da ein Überspringen der Pilza ja anatomisch recht einfach ist. Es gäbe noch eine ganze Anzahl anderer Erreger, Trichomonade, Ueroplasma, Mykoplasma etc..., da müssten auch urolog. und gynäkolog. gesucht werden, wenn sich die Situation nicht bessert. Ja naja .. warum machen Ärzte dies nicht und das nicht? ..Ich weiss es nicht. Weil es Geld kostet, weil jeder immer nur seins sieht... ? Keine Ahnung. Wichtig ist aber trotz Allem, Vaginal- und Darmflora aufzubauen und mir wurde ärztlich das angeraten, was ich oben geschrieben habe.