Ständiges Brennen nach dem Wasserlassen

    Hallo liebe Forumsmitglieder,


    heute schreibe ich hier mal meine Leidensgeschichte auf in der Hoffnung, dass mir jemand einen guten Tip geben kann!


    Angefangen haben meine Beschwerden vor fast einem Jahr mit einer ganz schlimmen Blasenentzündung (Blut in rauen Mengen...). Mit Antibiotika wurde es schnell besser, aber ganz gut wurde es nicht mehr. Es blieb ein ständiges Brennen nach dem Wasserlassen (beim Wasserlassen tut gar nix weh), ab und zu gepaart mit schlimmem Harndrang.


    Erst dachte ich, ich hätte mir gleich wieder eine Infektion eingefangen, aber Bakterien wurden nie mehr festgestellt. Dann begann mein Ärztemarathon mit X verschiedenen Antibiotika auf Verdacht, Blasenspiegelung, MRT, Röntgen, Blutuntersuchung, chinesiche Medizin, Heilpraktiker mit Muskellockerungen, Cranberry, Bärentraubenblätter, Schmerzmittel......die Liste könnte noch viel länger werden.


    Bisher hat mir nichts geholfen, noch nicht einmal eine Verbesserung gebracht. Nun liegt als letzte Möglichkeit noch ein Päckchen Antidepressiva – vom Urologen empfohlen – bei mir herum, aber ich habe doch Skrupel, damit anzufangen. Auch vor der Gewebeentnahme unter Narkose, um zu checken, ob ich interstitielle Cystitis habe, schrecke ich noch zurück...


    Kennt eine von Euch diese Art von Beschwerden? Könnt Ihr mir einen Rat geben, was das sein könnte und was helfen könnte? Ich bin wirklich mit den Nerven am Ende wegen dem ständigen Brennen, was mich Tag und Nacht verfolgt....


    mina_s

  • 3 Antworten

    Hi Mina!


    Nimmst du seitdem vielleicht eine Pille? Bei manchen Pillen, z. B. Hautpillen gegen Akne, wird auch der Hormonspiegel gesenkt (glaube, es ist Östrogen), der auch die Schleimhautfeuchtigkeit regelt.


    Welches Antidepressiva hast du da liegen? Johanniskrauttabletten helfen z. B. auch mir gegen meine allgemeine Entzündungsneigung, nicht, weil sie antidepressiv wirken, sondern entweder weil sie mit Beta-Sitosterol auch einen östrogenähnlichen Stoff enthalten oder weil sie durch ihre Flavonoide, Bitterstoffe und Gerbstoffe antibakteriell wirken. Woran es genau liegt, weiß ich noch nicht. ;-)

    Nach schlimmen Entzündungen und Untersuchungen (mit Katheter, Blasenspiegelungen etc.) kann sich der Beckenboden verspannen bzw. falsch reagieren. Der Beckenboden umschließt die Harnröhre und wenn er angespannt ist, wird die Harnröhre gequetscht, was zu Brennen führen kann und auch zu Harndrang. Mit Übungen und Entspannung kann man da viel verbessern. Schau mal da.


    http://www.urol.de/index.php?id=266


    Wenn die Haut im Intimbereich irgendwie trocken oder gereizt ist (v.a. um den Harnröhrenausgang) kann das auch zu Brennen und Harndrang führen. Die Harnröhre ist sehr sensibel und reagiert da schnell gereizt. Da dürfte dann eine regelmäßige Intimpflege mit einem guten ÖL (z.B Nachtkerze) helfen.


    Falls du hormonell verhütest, würde ich eine hormonfrei Alternative suchen und schauen, ob sich in 6-12 Monaten nichts verbessert.