Wie ich nach 7 Jahren Dauer-Blasenentzündung geheilt wurde

    7 Jahre habe ich alles -vergeblich- versucht, meine chronische Blasenentzündung loszuwerden. (Antibiosen, Instillationen mit Gepan, Forskolin, D-Mannose, ...). Nach jeder Antibiotikabehandlung wurde es schlimmer. Nach 2 Jahren hatte ich eine Dauerentzündung, die fortan mein Leben bestimmte. Ich hatte immer hochgradig E-Coli im Urin. Eine Umstellung auf nahezu vegane Ernährung und hohe Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen brachte eine kurzfristige Erleichterung, wenngleich ich absolut überzeugt bin, dass diese Umstellung wesentlich dazu beigetragen hat, dass es mir nicht noch schlechter ging. Letztendlich empfahl mir meine Urologin (eine von 4 Urologen, die ich in der Vergangenheit aufgesucht hatte) die Blasenschleimhaut mit Laser auszubrennen, damit diese sich erneuern könne. Unglaublich! Ich habe glücklicherweise auf kein Bauchgefühl gehört und diesen Eingriff, der eigentlich nur bei Tumorerkrankungen gemacht wird, abgelehnt. Vor 7 Monaten empfahl mich meine ganzheitlich arbeitende Hausärztin an einen Physiotherapeuten und Heilpraktiker, der sich auf das Auffinden von Störfeldern im Körper über Reflexpunkte an den Füßen spezialisiert hat. Er drückte die Reflexpunkte für Blase und Nieren an den Füßen, welche extrem schmerzhaft waren. Er fragte sofort, ob ich mal aufs Steißbein gefallen war. Ich war ich tatsächlich vor ca. 12 Jahren äußerst heftig darauf gefallen. Er sagte, dass dieser Sturz zu meinem Problem geführt habe. Er zeigt mir ein Beckenmodell und erklärte, dass, wenn das Steißbein einen derartigen Stoß bekommt, es sich Richtung Bauchraum verschiebt und damit die ganze Muskulatur beeinträchtigt, somit auch den Schließmuskel der Blase. Durch diese Fehlstellung könne der Schließmuskel sich nicht mehr ganz verschließen und es könnten E-Coli, die sich sonst nur in der Harnröhre aufhielten, in die Blase gelangen. Die Steißbeinverletzung müsse zeitlich in keinem Zusammenhang mit dem Ausbruch der Krankheit stehen.

    Seine Therapie: Er zog rektal das Steißbein wieder in seine ursprüngliche Position, das war zwar schmerzhaft aber ging sehr schnell. Danach testete er nochmals die Blasenreflexpunkte am Fuß, welche – oh Wunder – jetzt völlig schmerzfrei waren. Er meinte, die Blasenentzündungen würden sich nun bessern und immer seltener auftreten. Hin und wieder sei diese Steißbeinkorrektur zu wiederholen. Er richtete noch meine Beinlängendifferenz, den Hüftschiefstand, einige Wirbel. Danach fühlte ich mich ganz anders. Im Laufe von 3!!! Tagen verschwand mein chronisches Leiden. Ich bin jetzt 7 Monate völlig beschwerdefrei, ohne weitere Medikation. 7 Jahre lang war ich nur für ein paar Tage nach Antibiotikum beschwerdefrei. Ich bin ein anderer Mensch! Lediglich meine Nächte waren noch von häufigen Toilettengängen zerrissen. Der Heilpraktiker erkannte dann noch ein Störfeld am Schneidezahn. Schneidezähne sind mit dem Bladenmederian verbunden und können auch die Ursache von Blasenproblemen sein. Dieses Störfeld wurde minimal-invasiv bei einem ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt entfernt. Seitdem sind meine Nächte viel ruhiger, 1-3 Gänge statt ca. 7. Das soll dich im Laufe der Zeit aber noch weiter verbessern. Ich hoffe, dass mein ‚Roman‘ der ein oder anderen Leserin hilft.

  • 1 Antwort

    Hallo,

    danke für deinen Beitrag. Ich selbst hatte mal ein langes Blasenleiden und die Suche nach dem Warum ist oft ein jahrelanger Kampf. Ich hatte zwar keine bakteriellen Infektionen. Beim lesen deines Beitrages kamen jedoch meine damaligen Empfindungen wieder hoch. Was ein guter Arzt doch alles wieder richten kann. Ich freue mich sehr dass du dein Problem gefunden hast und anderen durch deinen Beitrag auch helfen willst. Es sollte bei langanhaltender Blasenproblematik immer geschaut werden das orthopädisch alles in Ordnung ist.
    Viele Grüße die Kleine