Abklärung Anämie beim Hämatologen

    Hallo @:)


    Ich soll wegen einer Anämie eine Eiseninfusion bekommen. Außerdem hat mein Arzt mir zur weiteren Abklärung eine Überweisung zum Hämatologen ausgestellt.

    Wahrscheinlich werde ich zeitnah keinen Ternin beim Hämatologen bekommen und mache mir deshalb Gedanken, ob der Hämatologe nach der Infusion überhaupt diagnostisch relevante Abweichungen wird feststellen können, da die Werte sich nach der Infusion doch bestimmt weitestgehend normalisiert haben sollten. ":/

    Mein Arzt hat nur den Ferritinwert bestimmt.


    Sollte ich meinen Arzt nochmal hierauf ansprechen oder denkt ihr, das wird kein Problem sein?

  • 7 Antworten

    Um zum Hämatologen überwiesen zu werden, dürften da noch weitere Parameter im Argen sein.

    Und eine Eiseninfusion hilft nur kurzfristig, das Problem wird vom Hausarzt wohl in der Produktion von Erytrozyen im Knochenmark sehen, wenn andere Ursachen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, übermäßige Menstruation ausgeschlossen sind.

    Was für eine Anämie ist es denn lt Arzt? Die Eiseninfusion macht ja nur Sinn, wenn es eine Eisenmangelanämie ist. Dazu reicht aber nur das Ferritin nicht.

    BenitaB. schrieb:

    Um zum Hämatologen überwiesen zu werden, dürften da noch weitere Parameter im Argen sein.

    Und eine Eiseninfusion hilft nur kurzfristig, das Problem wird vom Hausarzt wohl in der Produktion von Erytrozyen im Knochenmark sehen, wenn andere Ursachen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, übermäßige Menstruation ausgeschlossen sind.

    Die anderen Werte waren alle unauffällig. Er hat mir den Besuch beim Hämatologen vorgeschlagen, weil ich ohne Eisensubstitution seit über zehn Jahren permanent Probleme mit Eisenmangel bzw. Anämie habe. Seine Aussage war im Grunde, dass der Hämatologe mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts finden wird, es aber nicht schaden würde, wenn ich mal hingehe....

    Sapient schrieb:

    Was für eine Anämie ist es denn lt Arzt? Die Eiseninfusion macht ja nur Sinn, wenn es eine Eisenmangelanämie ist. Dazu reicht aber nur das Ferritin nicht.

    Es war in der Vergangenheit immer eine typische Eisenmangelanämie. Mein Arzt hielt es daher wohl für ausreichend, nur den Ferritinwert zu bestimmen.

    Bei einer Eisenmangelanämie sollte nicht nur das Ferritin - Eisenspeicher kontrolliert werden, sondern der komplette Eisenstoffwechsel, insbesondere das Transferrin, zuzüglich noch den HB Wert - Hämoglobin - roter Blutfarbstoff. Nach einer Eiseninfusion kann sich der Eisenspeicher relativ schnell wieder leeren. Daher wäre eine orale Eisengabe in Form von Ferro sanol duodenal Kapseln sinnvoll. Eisenpräparate sind nicht immer gut verträglich. Durch die duodenal Wirkung werden die Nebenwirkungen minimiert, da die Kapseln sich erst im Darm auflösen und nicht im Magen. Alles Gute!

    mesmerised schrieb:
    BenitaB. schrieb:

    Um zum Hämatologen überwiesen zu werden, dürften da noch weitere Parameter im Argen sein.

    Und eine Eiseninfusion hilft nur kurzfristig, das Problem wird vom Hausarzt wohl in der Produktion von Erytrozyen im Knochenmark sehen, wenn andere Ursachen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt, übermäßige Menstruation ausgeschlossen sind.

    Die anderen Werte waren alle unauffällig. Er hat mir den Besuch beim Hämatologen vorgeschlagen, weil ich ohne Eisensubstitution seit über zehn Jahren permanent Probleme mit Eisenmangel bzw. Anämie habe. Seine Aussage war im Grunde, dass der Hämatologe mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts finden wird, es aber nicht schaden würde, wenn ich mal hingehe....

    Na dann, geh doch mal hin wenns nicht dringend ist kanste ja auch nen paar Monate auf den Termin warten.
    Wenn kein Verdacht auf eine Knochenmarkserkrankung besteht (was sehr wahrscheinlich ist solltest du die Anämie wirklich schon 10 Jahre haben und diese definitiv vom Eisenmangel kommt) brauchste natürlich auch gar nicht hin

    Ich hatte Glück und habe kurzfristig einen Termin beim Hämatologen bekommen. Der komplette Eisenstoffwechsel wird jetzt durchgecheckt.


    Im Anschluss habe ich bei meinem Hausarzt eine Infusion mit Ferinject bekommen. Nach zwei Tagen hatte ich bereits das Gefühl, dass ich mich wieder fitter fühle, was mich überrascht, da nach meinem Verständnis eine so schnelle Besserung nicht möglich ist. ":/

    Die Symptome kommen doch eigentlich nicht direkt vom Eisenmangel, sondern von der durch den Mangel ausgelösten Anämie. Durch das hinzugefügte Eisen, können wieder ausreichend Erythrozyten gebildet werden, was dann zu einer Besserung der Symptome führt. Die Bildung der Erythrozyten sollte schon etwas länger dauern als zwei Tage.

    Oder habe ich hier ein Verständnisproblem?

    Vielleicht ist die Besserung, die ich wahrnehme, Einbildung oder Zufall?