Allgemeine Blutuntersuchung (warum Tumormarker)?

    Ich hoffe, dass ist das richtige Unterforum hier....


    Nachdem ich mir zwecks eines Umzugs einen neuen Hausarzt gesucht habe, machte ich dort einen Termin, um nach mehreren Jahren mal wieder ein Blutbild machen zu lassen.

    Ich bin (m)40 und hatte ein Erstgespräch durchgeführt, mit darauffolgender gewünschter Blutabnahme. Nun wundere ich mich, warum der Arzt zwecks allgemeinem Blutbild auch einen oder mehrere (das weiß ich nicht) Tumormarker mit testen möchte.

    Im Nachhinein denke ich mir „welche Tumormarker“ und warum? Ich habe nichts geäußert was den Arzt dazu hätte bewegen können.

    Ist die Vorgehensweise normal, da ich gelesen habe, dass es meistens nur Sinn macht den Marker zu bestimmen bei einem bereits festgestellten Krebs, um den Verlauf zu überwachen?

  • 9 Antworten

    Hallo

    Das ist allerdings komisch, Tumormarker werden eigentlich bei einer Krebserkrankung gemacht, um den Verlauf zu beobachten.

    Sonst eigentlich nicht.

    Ein Blutbild bei einem neuen Arzt ist wichtig,damit er über deinen Zustand Bescheid weiß.

    Hast du es richtig verstanden ?

    Oder hast du Krebserkrankung in der Familie ?


    Gruß rubyfee

    Ich bin mir sehr sicher, dass er „Tumormarker“ gesagt hat. Zu dem Zeitpunkt habe ich es nicht für nötig gehalten nachzufragen, mein Bedenken kam erst als ich die Praxis verließ.
    Mein Vater hat ein chronisch, lymphatische Leukämie. Danach wurde ich allerdings nicht gefragt. Deswegen erschließt sich mir nicht, dass diese Werte überprüft werden. Ich wurde sogar gefragt, welche Werte ich mir zusätzlich wünsche, bzw. welche überprüft werden sollen außer des normalen Blutbildes.

    chi


    es ist ein Allgemeinmediziner mit zusätzlicher Fachrichtung Homöopathie... ich bin jetzt erstmal davon ausgegangen, dass die Vorsorge Kassenleistung ist oder spielst du auf etwas spezielles an?

    Phantomas2007 schrieb:

    dass es meistens nur Sinn macht den Marker zu bestimmen bei einem bereits festgestellten Krebs, um den Verlauf zu überwachen

    Ja. Die Erstdiagnose erfolgt nicht primär per Tumormarker, es gibt aber wenige Ausnahmen. Und wenn jemand ohne Beschwerden zum Arzt geht und "einfach mal gucken" lassen will, ob er gesund ist, wundert es mich nicht so sehr, dass es auch Ärzte gibt, die Tumormarker mitmachen wollen. EIn PSA-Test ist z.B. bei Männern auch zur Früherkennung statt nur Verlaufskontrolle nicht so selten.

    Vorsorgen sind in die Regel Privatleistungen und werden teurer, je mehr Werte man bestimmt haben möchte. Exotische Blutwerte kosten mehr, als Standardwerte. Es gibt ein paar CheckUps, die von der Kasse gezahlt werden und ein paar zahlt man selbst. Ich vermute, dass dein Arzt einfach nur mehr zum abrechnen haben möchte.

    Phantomas2007 schrieb:

    ich bin jetzt erstmal davon ausgegangen, dass die Vorsorge Kassenleistung ist oder spielst du auf etwas spezielles an?

    Die Kassen haben ganz klare Regelungen, was ab welchem Alter Vorsorgeleistungen sind, die übernommen werden. Alles andere zahlst du selbst. Das hätte dir der Homoöpath sagen müssen - hat er es nicht, wirst du vermutlich praktisch trotzdem nicht um die Zahlung herumkommen.

    Hallo


    Die allgemeine Vorsorge ist Kassenleistung.

    Mit Blutbild und körperliche Untersuchung !

    Check Up jedes Jahr ist eine Vorsorge und Leistungen.

    Dazu gehört auch ein Ultraschall und EKG.

    Und bei Selbstzahlerleistung muss das der Arzt vorher sagen und du musst damit einverstanden sein.

    Ich muss zb. meinen Vitamin D wert selbst bezahlen.

    Ich muss immer was unterschreiben, sollte ich selbst bestimmen was ich noch haben möchte.


    Gruß rubyfee

    Es gibt Ärzte, die einen Tumormarker in der Labordiagnostik mitbestimmen, aber eher selten. Es handelt sich überwiegend um das CEA - carzino embryonale Antigen. Dieser Wert kann durch rauchen erhöht sein. In der Krebsdiagnostik haben die Tumormarker keine oberste Priorität, man legt in der Nachsorge viel Wert darauf. Die beste Diagnostik eines malignen Tumors ist und bleibt die Biopsie. Eine Gewebeprobe wird entnommen und diese von einem Pathologen untersucht. Alles Gute!