Anhaltende Atemnot/Atembeschwerden durch Cannabiskonsum?

    Hallo zusammen.


    Ich hoffe, dass dieses Thema hierhin gehört und entschuldige mich schonmal im Voraus falls nicht.


    Erstmal zu meiner Geschichte:


    Ich habe 4 1/2 Jahre stark Cannabis in Form von Joints konsumiert. Letztes Jahr im Sommer kriegte ich nach einem Joint so langsam das Gefühl keine Luft zu bekommen. Ich legte mich hin und versuchte normal zu Atmen. Jedoch wurde es schlimmer und meine Arme fingen an sich zu verkrampfen ich zitterte am ganzen Körper und hatte wirklich das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ich rief einen Krankenwagen und wurde ins örtliche Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren.


    Dort angekommen wurde meine Luftsättigung getestet, welche bei ca. 98% lag. Der Arzt sagte daraufhin ich würde verkrampfen, weil ich panisch versuche nach Luft zu schnappen. Er sagte mir, dass alles gut ist und ich versuchen muss mich zu beruhigen. Nach einigen Minuten ging es mir wesentlich besser. Der Arzt nahm noch Blut ab und ich wartete auf den Bluttest. Als der Bluttest da war, war dort auch nichts auffälliges zu finden. Ich wurde wieder nach Hause geschickt.


    Die Tage darauf hatte ich ständig das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen. Ich ging zu meinem Hausarzt der mich zu einen Lungenarzt/Pneumologe überwies. Der Termin beim Lungenarzt war nur schwer zu bekommen. Auf meinem Drängen hab ich noch ein Termin innerhalb 1 Woche gekriegt. Der Lungenarzt machte bei mir diverse Bluttests, Lungenfunktionstest und Allergietests. Ich hatte diverse kleinere Allergien, sodass weil alle anderen Tests negativ waren der Arzt vermutete, dass ich eine Art Allergie habe weshalb ich schlecht Luft bekomme. Ich bekam Medikamente und wurde nach Hause geschickt.


    Nach paar Wochen klingte meine Atemnot so langsam ab, sodass ich wieder anfing mich normal zu fühlen. Auch ich ging dann davon aus, dass es wohl eher an einer Allergie als Cannabis liegen würde.


    Dennoch reduzierte ich meinen Cannabiskonsum. Versuchte nicht mehr bei jeder Gelegenheit zu Kiffen und meine Gewohnheiten zu brechen. Ich gebe zu, dass es für mich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellbar war auf das Kiffen komplett zu verzichten.


    Ich redete mir ein, dass ich mein Konsum von Woche zu Woche reduzieren werde (was auch bis zu einem Gewissen Punkt geklappt hat). Doch der komplette Absprung hat nicht geklappt. Also rauchte ich immer noch jeden Tag mindestens 1-3 kleine Joints. Zwischendurch merkte ich mal nach dem Kiffen wie das Gefühl vom kribbeln in den Händen und die leichte Atemnot wieder Präsent war. Ich fing an zu begreifen, dass es vielleicht doch keine Allergie ist und es tatsächlich was mit dem Kiffen zu tun hat. Die Tage darauf fragte ich meine Freunde ob die so etwas in der Art nach dem kiffen gespürt haben - doch ich war der einzige. Eine ganze weile ging alles gut. Ich kiffte weniger und die Joints fielen bei mir auch nur noch sehr mager aus.


    Vor 6 Wochen dann fing alles wieder an. Ich ging wie üblich abends kurz vorm Zocken auf dem Balkon um mir einen zu rauchen. Als ich wieder reinkam merkte ich, dass das Gefühl von Atemnot wieder da war. Ich beschloss, dass Kiffen für paar Tage einzustellen, da die angst wieder so etwas zu erleben anschneidend stärker als die Sucht war X- .


    Ich stellte das Kiffen ein und mein Zigarettenkonsum erhöhte sich. Die Tage darauf hatte ich immer noch das Gefühl der Atemnot. Wobei zu schreiben dass es nur ein Gefühl war sich falsch anfühlt. Ich kann mir nicht vorstellen warum die Geräte alle zeigen, dass ich mehr als ausreichende Luftzufuhr habe während ich glaube, dass ich sterben müsste, weil ich keine bekomme.


    Am 27.1 musste ich dann als Student am Wochenende arbeiten. Ich stand auf und merkte, dass das Gefühl der Atemnot noch da ist. Quälend machte ich mich fertig für die Arbeit. Als ich dann auf der Arbeit war dachte ich, ich würde gleich umkippen. Nur sehr schwer erledigte ich meine Arbeit und als dann Feierabend war und ich nach Hause fuhr merkte ich wie es mir immer schlechter ging. Zu Hause angekommen legte ich mich sofort hin und versuchte mich zu beruhigen. Ich fragte mich was es sein kann, da ich seit 3 Tagen auch nicht mehr gekifft hatte. Mein Körper fing an zu zittern. Ich spürte so ein Taubheitsgefühl am Hinterkopf. Meine Arme kribbelten so als würden sie einschlafen. In meiner Panik rief ich den Krankenwagen und kam wieder in die Notaufnahme. Alles wieder dasselbe. Die Tests waren alle negativ meine Blutwerte ok. Ich beruhigte mich und konnte/durfte wieder nach Hause gehen.


    Ich ging nochmal zum Lungenarzt der mir aber nach denselben Tests sagte, dass er nichts für mich tun kann. Er wisse nicht wie er mir helfen soll da meine Lunge vollkommen in Ordnung ist.


    Ich ging zu meinem Hausarzt und lies mich ins Krankenhaus überweisen wo ich Ambulant ein paar Tests unterzogen wurde. Den Termin hatte ich diese Woche Dienstag. Als ich ankam wurde mir wieder erstmal Blut abgenommen. Danach folgte ein Ekg. Dann sollte ich wieder in den Wartebereich bis ich zum Lungenröntgen gerufen wurde. Anschließend folgte ein Ultraschall des Herzens (Echokardiografie). Daraufhin wurde ich wieder in den Wartebereich geschickt und von mir sollte noch anschließend ein CT von der Lunge gemacht werden. Als ich zum CT gebracht wurde ging es nach einer kurzen Wartezeit auch schon los. Ich legte mich auf die Liege und als mir Kontrastmittel eingefügt wurde (ich verkrafte normalerweise Kontrastmittel ganz gut weil ich schonmal wegen einem Nierenstein so etwas bekommen hatte und keine Probleme damit hatte). Als es dann losging leitete mich eine Stimme "halten sie bitte die Luft jetzt an....-und weiter atmen".


    So ging es dann ein paar mal. Beim letzten mal Luft anhalten merkte ich dann wieder wie es mit der Luft schlechter wurde. Das CT war vorbei und ich war völlig verkrampft. Ich versuchte nach Luft zu schnappen. Zitterte am ganzen Körper. Hatte wieder dieses Taubheitsgefühl am Hinterkopf meine Arme kribbelten. Die nette Schwester kam direkt zu mir und fragte ob alles ok sei und ich konnte kaum Antworten ohne vernünftig Luft zu bekommen. Ich wurde schnell wieder nach oben gebracht wo die mich erstmal auf ne Liege legten und mir Beruhigungsmittel gaben. Nach paar Minuten dann ging es mir wieder besser. Der absolute Hammer war, dass alle Tests gut waren. Die Röntgenaufnahmen von der Lunge zeigten nichts auffälliges, die Blutwerte waren alle ok, Ultraschall des Herzens auch gut und sogar CT war gut. Die Ärztin kam zu mir und sagte, dass die mich nicht da behalten können weil alle Tests negativ sind. Ich bin organisch vollkommen gesund. Ich sollte wieder im Wartebereich Platznehmen und auf den Brief für meinen Hausarzt warten. Als ich im Wartebereich war und immer noch zitternd und benebelt vom Beruhigungsmittel war sprach mich eine nette Dame an. Sie meinte sie möchte sich zwar nicht einmischen aber sie habe im Laufe des Tages mein Leiden mitbekommen und Sie hätte sowas ähnliches schonmal bei sich in der Familie gesehen. Sie meinte es könnten psychotische Symptome sein. Ich weiß, dass das Kiffen psychotische Symptome hervorrufen oder verstärken kann. Aber kann es sein, dass ich davon betroffen bin? Mittlerweile schließe ich das nicht mehr aus, da meine Organe ja alle in einem guten Zustand sind. Muss ich zum Psychiater? Und kann mir überhaupt noch geholfen werden? Als die Ärztin mit dem Brief für den Hausarzt zurück kam, hat sie gesagt dass die empfehlen mich in einer Lungenklinik zu überweisen, sodass bei mir ein Belastungsspirometrietest gemacht werden soll. Ich rufe jetzt am Montag dort in der Klinik an damit ich ein Termin ausmachen kann. Aber ehrlich gesagt bezweifle ich, dass es zu etwas führt. Da die Atemnot auch da ist wenn ich mich nicht belaste. Kann es wirklich sein, dass ich eine Art Psychose habe? Hab in diversen Forum im Internet nachgeschaut und gelesen, dass durch das Kiffen Vitaminmangel herrscht (nehme schon seit ca. 2 Wochen Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmittel ein). Auch hier und jetzt während ich diesen ultra langen Beitrag verfasse, habe ich Schwierigkeiten richtig Luft zu bekommen. Es scheint immer so schubweise zu kommen. Es geht mal besser und mal schlechter aber nie optimal/normal. Habe auch gestern einfach mal ein Termin beim Psychiater vereinbart. Aber erst eins für den 27. April bekommen. Hab der Dame am Telefon ein wenig von meinem Leiden geschildert und gesagt, dass es sich für mich unmöglich anfühlt solange zu warten bzw. durchzuhalten. Sie meint eine alternative wäre eine psychiatrische Klink.


    Es ist vielleicht auch erwähnenswert, dass ich jetzt seit ca. 1 Monat nicht mehr kiffe und seit 2 Wochen auf keine Zigaretten rauche. Dennoch fühle ich mich nicht besser.


    Hat einer schonmal sowas durchgemacht? Oder kennt einer jemanden der sowas ähnliches hatte? Ich bin für jeden Input dankbar


    Danke schonmal an alle die bis hierhin gelesen haben.


    freundliche Grüße

  • 14 Antworten

    Das ist vermutlich einer Panikstörung. Mit eine Psychose hat das nichts zu tun.


    Es hilft nur das Kiffen sein zu lassen. Verträgst du offensichtlich nicht.

    Dann kann nur ein Psychotherapeut helfen. Kiffen kann besonders bei Jugendliche und junge Männer psychische Störungen auslösen. Sie gehen dann nicht so schnell weg.

    Ich glaube auch, dass es wohl besser ist nicht lange rum zu fackeln und am besten direkt zu einem Psychotherapeut zu gehen anstatt in eine spezielle Lungenklinik.

    Zitat

    ..dass das Kiffen psychotische Symptome hervorrufen oder verstärken kann. Aber kann es sein, dass ich davon betroffen bin?

    Das sieht fast so aus, als ob du in eine Psychose gerutscht wärst. Wenn organisch alles in Ordnung ist, dann hast du entweder Panik-Attacken, oder Panikattacken ausgelöst durch psychotische Schübe. Die wiederum ausgelöst durch jahrelange Zugabe von THC.


    Hier kann eine Therapie helfen. Ich hab das bei Bekannten alles erlebt. Wenn du jetzt noch die Reißleine ziehst, dann kann das wieder werden. Kiffst du allerdings weiter, weil es dir wieder besser geht, dann kann das in Zukunft fatale Folgen für deine geistige Gesundheit haben.

    Eine Psychose setzt realitätsferne Wahnvorstellungen voraus. Also z.B. eine überzeugung, dass es böse Aliens gibt die einem etwas antun wollen und man sucht aktiv danach, um sie zu töten.


    Das ist in diesem Fall nicht zutreffend.

    Atherion


    Hier haben noch andere User das Problem:


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/324528/


    Du solltest das Kiffen für immer lassen.


    Ich habe beruflich mit ein paar jungen Leuten zu tun, die durch Kiffen psychisch krank geworden sind.

    Ich auch: Angststörungen, Schizophrenie, Panikstörungen, bestehende Störungen wurden schlimmer usw.


    Bei manche hilft es bei Angst, bei manche tut es das absolut Gegenteil.

    Danke für die Antworten.


    Die Atembeschwerden sind immer noch da. Sie sind mal stärker und mal schwächer.


    Ich kiffe seit jetzt über einem Monat nicht mehr, deshalb wundert mich das alles immer noch.


    Sollte ich vielleicht auch ein CT vom Kopf machen lassen? Das ist das einzige was noch nicht getestet wurde und letzter Zeit habe


    ich vermehrt Kopfschmerzen am Hinterkopf.


    Hallo, ich bin zufällig auf deinen Post gekommen und wollte dir sagen, dass ich das auch durchgemacht habe.


    Ich war 5 Jahre Dauer kiffer und habe meine 2-3 Tüten am Tag geraucht. Dann plötzlich klappte ich zusammen nachdem ich einen joint geraucht habe. Habe mir gedacht das wird schon nichts sein und kiffte weiter.

    1 Monat später bekam ich heftiges herzrasen, atemnot, konnte meine Beine nicht mehr spühren und hatte im Gesicht ein komisches kribbeln.

    Meine Freunde ruften den Krankenwagen die mich dann ins Spital beachten. Sie machten einige Untersuchungen (EKG, röntgenbilder der Lunge, abhören, blutabnahme). Sie fanden aber nichts ab diesem Zeit Punkt hörte ich auf mit kiffen. Ich ging fast jede Woche mehrmals zum Arzt weil sich meine Beschwerden nicht besser wurden. Sie fanden körperlich nichts ich sei Gesund sagten mir die Ärzte. Ich wurde dann zu einer Psychiaterin überwiesen die mir nach der ersten Sitzung sagte, das ich hyperventiliere und diagnostizierte das ich eine Depression habe und unter panikattacken und hyperchondrie leide. Zum Glück machte ich den Schritt denn heute geht es mir wieder gut aber hätte ich weiter gekifft hätte es sein könne das man es nicht mehr weggebracht hätte.

    Heute kiffe ich sehr selten mit Freunden denn dah fühle ich mich sicher und habe kein Probleme mehr.

    Also ich würde dir raten das du es mit kiffen bleiben lässt und du dir hife suchen solltest am besten bei einer Psychiatrie. Ich bin Arzt aber glaube auch das körperlich bei dir alles in Ordnung ist.

    Ich wünsche dir viel Glück und du schaffst das schon 👍

    Falls der Fadenersteller überhaupt noch liest, nach 2 Jahren.


    Würde ich ihm auch Rat geben, aufzuhören.


    Genau so wie dir. Dass du das kiffen unter Freunden als sicher empfindest... naja.

    Hallo,


    Ich habe genau das selbe Problem, ich suche auch dringend Rat habe es auch schon mit einer Therapie versucht, aber ich bin mir mehr als sicher das es nicht vom Kopf kommt.


    Falls du noch aktiv bist wäre es echt sehr hilfreich wenn wir uns austauschen könnten.


    Gruß


    Lawry