Arterielle Hypotonie - Allgemeine Fragen

    Moin,


    mir wurde vor einigen Stunden erklärt, dass meine seit Tagen anhaltenden Benommenheits- und Schwindelgefühle wohl auf eine arterielle Hypotonie zurückzuführen sind, die ich entweder schon immer hatte, und sie nun erst durch das belastende Wetter (ich habe COPD) mitbekomme, oder sie aber erst langsam entwickelt habe, da ich seit einem Jahr aktiver Kraftsportler bin.

    - Wie/wo auch immer es herkommen mag, ist nun egal.


    Bei der Demonstration des Doktors hatte ich im Sitzen 120/80, also alles gut, und nach dem Aufstehen ca. 90/75.


    Der werte Herr Doktor war leider ziemlich ratlos was wir da tun können. Da ich von Koffein starke Übelkeit und kolikenartige Bauchschmerzen bekomme, riet er mir zu beinintensiveren Trainingseinheiten die die Muskulatur in den Beinen verstärken sollen.


    Meine Fragen:

    - Was kann man sonst noch tun um gegenzusteuern?

    - Lohnt es sich die Arterien per Ultraschall durchleuchten zu lassen, wenn familiäre Vorerkrankungen in dem Bereich bestehen?

    - Ist langes Sitzen eher nicht zuträglich bei arterieller Hypotonie - wenn ja, hilft das Beine hochlegen?



    Danke für alle Antworten im Voraus, Bartszuk

  • 5 Antworten

    Ich hatte eine Hypotonie in jungen Jahren, das hatte sich später gegeben. Hatte damals nichts dagegen unternommen, da mich die Hypotonie nicht so belastet hat.


    Was kannst du machen, du brauchst etwas was den Kreislauf anregt. Ich kenne Leute die trinken morgens vor dem Aufstehen erst einen Schluck Sekt, aber Alkohol, hmm.

    Wenn du merkst, dass du schwächelst, dann Beine hochlagern.Kannst du denn Tee vertragen, der regt auch an.


    Ansonsten, vielleicht hat hier noch Jemand andere Vorschläge.


    Gute Besserung

    Hogi

    Zitat


    Bei der Demonstration des Doktors hatte ich im Sitzen 120/80, also alles gut, und nach dem Aufstehen ca. 90/75.

    Das ist nicht das, was man unter eine arteriellen Hypotonie verstehen würde.

    Unter dieser versteht man im Allgemeinen einen dauerhaft erniedrigten Blutdruck (der im Übrigen (zumindest bei weiblichen Patienten) häufig auch erst bei einem systolischem BD von unter 90 und/oder einem diastolischen von unter 60 mmHg beginnt).


    Das, was du beschreibst, entspräche der Definition einer orthostasischen Hypotonie, alsi einer Hypotonie, die nur in der Orthostase (v.a. im Stehen) auftritt.

    Da du mit deiner COPD vorbelastet bist, sollte, sofern nicht geschehen, ein zeitnahes Herzecho durchgeführt werden um abzuklären, ob die orthostatische Hypotonie an einer Herzschwäche liegt. Wenn mit dem Herzen alles in Ordnung sein sollte, ist es eine autonome Störung.

    Helfen können dann - als einfachste Maßnahme - Kompressionsstrümpfe und Aktivieren der Skelettmuskulatur (durch Anspannen der Muskulatur, Treten auf der Stelle etc.pp.), bevor man aufsteht.

    Langes Sitzen fördert natürlich das Versacken des Blutes in den Beinen, daher besser hochlegen oder aber gehen.

    Eine Untersuchung der Arterien per Doppler-US würde ich für nicht notwendig halten, d diese Erkrankungen i.d.R. mit Bluthochdruck einhergehen.

    Zitat

    Der werte Herr Doktor war leider ziemlich ratlos was wir da tun können.

    Och, die wissen schon, was man da machen kann gegen dauerhaft niedrigen Blutdruck, aber sie wollen oft nichts machen. Wenn er bei dir nicht medikamentös nachhelfen will, scheint es ja nicht so schlimm zu sein?


    Ich habe das (arteriellen Hypotonie) seit früher Jugend gehabt, hat früher häufig zu Ohnmachtsanfällen geführt und eben, wie bei dir, zu Schwindel und schlechtem Gesamtbefinden.

    Wie alt bist du? Bei mir und andere, die ich kenne, hat sich das mit dem Alter gegeben, die schlimmste Phase war zwischen 16 und 25. Da bin ich oft nach Ohnmachtsanfällen beim Arzt gelandet, der dann immer sagte: "Sein sie doch froh, mit diesem Blutdruck können Sie 100 Jahre alt werden!" Worauf ich dann immer erwiderte: "Ja, wenn ich mir nicht vorher beim x-Ohnmachtsanfall das Genick an der Bordsteinkante breche". ;-)


    Gut geholfen haben mir dann die Medikamente Gutron 1% und Effortil. Weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist, wenn dein niedriger Blutdruck anscheinend nicht dauerhaft ist.


    Ansonsten die Hausmittelchen: Immer genug essen und trinken und genug schlafen, morgens vor dem Aufstehen bereits etwas trinken und knabbern (Kekse, Zwieback...), Wechselduschen, gemäßigter Ausdauersport, nicht zu wenig Salz essen, langsam Aufstehen.


    Bei mir geht's jetzt mit Anfang 30 übrigens gerade wieder los mit dem Kram, seit ich schwanger bin ist mein Blutdruck oft unterirdisch, und nehmen darf ich ja auch nichts dagegen. Versuche all die Hausmittelchen zu beachten aber es hilft bei der Hitze nur bedingt.


    Hochlagern der Beine hilft meiner Erfahrung nach nur etwas, wenn der Kreislauf bereits kollabiert ist (du quasi umgekippt bist), damit das Blut in den Kopf zurück fließt.

    Da muss ich wohl während der Ausführung etwas verwechselt haben, - danke für die Korrektur und Information.

    Das ständige Schwindelgefühl und diese benebelt/schwummerig fühlen nagt an meiner Konzentration.


    Auf weiteres Abchecken des Herzens und ggf. der Aorten werde ich den Arzt beim nächsten Besuch nochmal ansprechen, sollte es mir innerhalb der nächsten Woche nicht deutlich besser gehen.


    Momentan ist es so, dass ich nur im absoluten Stillstand, bevorzugt im Liegen statt Sitzen, wenig Beschwerden habe. Beim Sitzen und Laufen fühle ich mich benommen und Schwindelig, je nach Tagesform. Vormittags geht es besser als Nachmittags. Nach dem Essen und zum Abend kommen dann auch gerne mal noch etwas Übelkeit dazu, aber das hat auch mit meinem empfindlichen Magen zu schaffen.


    Ich betreibe jeden Tag 1 Stunde Kraftsport mit Trainingsplan und unter Aufsicht eines studierten Trainers, - während des Sports geht es mir meistens ganz okay bzw etwas besser als sonst. Besonders während des Kreuzhebens (Deadlifting) und Kniebeugens (Squats).


    Ich bin übrigens Anfang 30 und Männlich.

    Ich habe mir die diversen Medikamente die es frei in der Apotheke gibt angeschaut und leider empfehlen diese sich nicht bei verschiedenen Vorerkrankungen, wo ich leider rein falle.