Beschädigung der Aterien durch Einrenken ?

    Hallo Leute,


    und zwar wollte ich mal Fragen wie robust die Aterien/Gefäße am Hals/Nacken so sind ? Wie lange würde es dauern bis man zum einen Schlaganfall bekommen würde, wenn vorher am Hals stark rummanipuliert wurde ?


    Und zwar wurde bei am Dienstag an der HWS rum manipuliert. Ich muss sagen die Bewegungen waren schon Ruckartig. Während und nach der Behandlung keine ich keine Schmerzen oder Probleme. Jetzt ca. 3 bis 4 Tage später habe ich Kopfschmerzen ausgehend vom Nacken/Hinterkopf. Das ist so an ziehen und drücken an der Muskelatur die den Kopf mit dem Hals/Nacken verbindet. Zudem merke ich auch das die Muskelatur am Hals bisschen angeschwollen ist, mal links mal rechts. Zudem habe ich am Hinterkopf in der Nähe der Schmerzen rote Stellen, die bei Berührung leicht wehtun. Das ziehen/schmerzen strahlen in die Schulter und in den Kiefer... Jetzt abe ich angst, dass bei der Behandlung eventuell was geschädigt wurde und dies eventuell im Schlaganfall enden könnte.


    Ich war am Mittwoch und Heute morgen beim Arzt/Ambulanz und da wurde ein Röntgenbild von der HWS gemacht. Die Ärzte meinten sieht alles gut aus, es sei keine Verletzung da und ich soll einfach schmerzmittel nehmen ... aber es sind ja schon fast 4 tage um und es tut immer noch weh.


    Würde man den eine Verltzung der Aterie im hals erkennen ?


    Danke schonmal.

  • 101 Antworten

    Wenn du eine Schädigung der Arterien ausschließen willst, dann würde ich dir empfehlen, das noch einmal gründlich von einem erfahrenen Arzt untersuchen zu lassen.


    Mit Röntgenstrahlen können Schädigungen an den Arterien nicht erkannt werden.


    Wie lang es dauert - bei vorliegender Schädigung der Arterie - kann nicht vorausgesagt werden.


    Nicht selten geschieht sofort etwas, aber auch später kann auch noch etwas passieren.


    Ob anhand deiner Symptome Grund zur Sorge besteht, kann ich nicht beurteilen bzw. man sollte sich hüten, bei solcher Symptomatik, davon zu sprechen, dass nichts passiert sein könnte.


    Falls tatsächlich etwas an den Gefäßen passiert sein sollte, dann muss man das so schnell es geht abklären lassen.

    Zitat

    ein röntgenbild zeigt ja nur die Knochen oder also eine Verletzung der Venen würde man doch nicht sehen oder?

    Richtig. Mit dem Rötgenbild kann man nur sehen, ob nach dem Einrenken die knöchernen Strukturen Auffäligkeiten zeigen.


    Änderungen an den Arterien kann man dadurch nicht erkennen.


    Generell sollte man sich die Wirbelsäule - wenn überhaupt! - nur von erfahrenen Fachleuten einrenken lassen.


    Ein Einrenken der Wirbelsäule birgt immer ein gewisses Risiko - auch wenn die Person, die einrenkt, noch so sehr Erfahrung hat.


    Es ist nämlich so, dass einige Gefäße sehr nah an knöchernen Strukturen liegen.


    Da man ja "blind" einrenken muss, d.h. man kann ja nicht sehen, wie die Arterien verlaufen, besteht immer ein Risiko, dass die Gefäße beim Einrenken verletzt werden.


    Ich will dir keine Angst machen. Meine Empfehlung, falls du keine Ruhe findest und meinst, es könnte was passiert sein: Versuch herauszufinden, welcher Arzt oder welche Ärztin in deiner Nähe einen guten Ruf hat und geh hin.


    Das macht aber nur dann Sinn, wenn du sehr bald hingehst, denn, falls tatsächlich was vorliegt - wie gesagt, was ich ganz und gar nicht beurteilen kann!! -, dann sollte man auf keinen Fall wochenlang damit herumlaufen.

    Zitat

    Änderungen an den Arterien kann man dadurch nicht erkennen.

    Jein. Stark fortgeschrittene Arteriosklerose kann man sehr wohl auch am Röntgenbild erkennen.

    Zitat

    dann sollte man auf keinen Fall wochenlang damit herumlaufen.

    Niemand wird mit einer verletzten Arterie oder Vene im HWS/Halsbereich großartig lange umherlaufen. In diesem Bereich ist nicht sonderlich viel Platz zum 'Einbluten' und da hätte sich entsprechend früh eine entsprechende Symptomatik eingestellt.


    Gleiches gilt für einen Schlaganfall, da stellt sich dann auch gleich mal zeitnah ein Beschwerdebild (neurologische Ausfälle) ein.


    Ausschließen kann es hier natürlich niemand. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man sowas 'übersieht', sollte ein entsprechendes Problem vorhanden sein, ist allerdings gering.

    ich war grad beim Arzt und die meinten ich soll weiter Schmerzmittel nehmen... und Montag dann zum Spezialisten...


    die Diagnose war von denen das es die Nachwirkungen von dem einrenken sei...


    Aber 4 Tage nach der Behandlung noch? bzw die schmerzen heute sind stärker als gestern und vorgestern.... kann auch nirgends hin zu keinem Arzt weil alles zu hat ...

    Zitat

    Niemand wird mit einer verletzten Arterie oder Vene im HWS/Halsbereich großartig lange umherlaufen.

    Zitat

    Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man sowas 'übersieht', sollte ein entsprechendes Problem vorhanden sein, ist allerdings gering.

    Es muss nicht gleich bluten. Oft entstehen "nur" Risse an den beschädigten Arterien; es kann sich dann an der Stelle ein Blutgerinnsel bilden, das sich später wieder lösen, ins Gehirn wandern und den Schlaganfall auslösen kann.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass man so etwas übersehen kann, ist gegeben und ob man es übersieht, hängt sehr stark davon ab, ob die untersuchenden Ärzte diese Möglichkeit in ihre Überlegungen mit einbeziehen oder nicht (davon wiederum hängt ab, welche diagnostischen Maßnahmen eingeleitet werden).

    ich habe auch rote stellen am Hinterkopf... weiß nicht ob es eventuell von der Behandlung kommt (Blutungen) oder nur ein Ausschlag oder gereizt. die Rötungen sind vorallem am Schmerzbereich aber auch am seitenkopf /über den Ohren

    Also an der Stelle sind das bestimmt keine Blutungen sondern eher Druckstellen.


    Manipulationen wie z.B. ruckartiges Einrenken an der HWS sollte man eh vermeiden. Wenn es unbedingt sein muss, weil KG, Wärme, Triggerpunktbehandlung etc nix bringt, dann geht das auch sanft.


    Höchstwarscheinlich hast halt jetzt durch das Einrenken ne ordentliche Muskelverspannung und die geht nicht von alleine weg. Dafür brauchst jetzt nen Krankengymnasten.

    ok danke euch allen. Also heute und morgen kann ich wohl nix mehr machen... muss mich mit Schmerzmittel vollpumpenn... meinten die Ärzte selber sogar....


    hab noch vergessen zu erwähnen das ich kaum auf dem Hinterkopf liegen kann. habe dann starkes pochen im Hinterkopf.


    Dazu nehme ich Novamimzanol... das scheint für ne halbe Stunde zu helfen oder sowas... danach fangen die Schmerzen wieder an

    ich habe heute morgen um 11 halbe Paracetamol genommen... hat nichts gebracht ... habe um 5 10 Tropfen novamimzanol genommen und dann um 8 noch 12 Tropfen... aber hilft nicht wirklich. mein Arzt meinte ich soll 30 Tropfen nehmen... hatte aber Angst da novamimzanol schon starke Nebenwirkungen hat. Habe es hat testweise probiert,mit einer kleinen Dosis, ob ich allergisch bin. Denke nehme in 1 bis 2 Stunden dann 20 Tropfen ...

    Ah ok, da hast Du ja echt fast nix genommen. Ne halbe Paracetamol kann nix bringen. Das ist Säuglingsdosis und die paar Tropfen Metamizol bringen da genauso wenig.


    Die Erwachsenendosis liegt bei beiden Medikamenten bei 1000mg. Wobei du beim Metamizol ruhig auch erstmal 500mg ausprobieren kannst. Oft reichen die aus. Das müssten dann 20 Tropfen sein.


    Wenn aber nach 10 bis 15 Minuten keine deutliche Besserung eintritt, nimm die gleiche Menge nochmal nach.


    Das klang vorhin so, als würdest Du Dir ne Menge Schmerzmittel reinballern. Darum hab ich nachgefragt.


    Gute Besserung.


    Am Montag aber auf jeden Fall nochmal zum Arzt und die HWS kontrollieren lassen. Evlt durch Röntgen und/oder MRT.


    Probier mal aus ob Wärme oder Kälte gut tut. Ich vermute mal eher Wärme, aber probiers aus.

    ok mache ich danke. Habe mich nicht getraut novamimzanol zunehmen. ist ja schon stark das Schmerzmittel. Also wenn ich mein Hals bisschen bewege dann knackt es und Dan habe ich für paar Minuten eine Erleichterung.Aber die schmerzen kommen wieder. Das ist so ein ziehen im Bereich wo Hals mit dem Kopf verbunden ist :/

    also ich war nun im Krankenhaus 2 Tage wegen kopfschmerzen und Übelkeit ... naja was die gemacht haben ... nix ... was ich bekommen habe ... 2 Tage lang schmerzmittel. Keine Ahnung was da schief geht. Habe nun eine ÜBerweisung zum CT und gehe morgen direkt da hin.


    Also die schmerzen sind immernoch da. Manchmal kommt auch leichte Übelkeit dazu. Also der Arzt hat mich auf Neurologische Zeichen untersucht. Und meinte das Hirnblutungen oder sowas erstmal ausgeschlossen werden können, da ich voll bei bewusstsein bin. Der Osteophade der das gemacht hat, meinte zu mir, dass es kein wunder ist, dass es wehtut, da er mich richtig gedehnt hat ( Hals nacken schulter). Er meinte Ihn wundert es nicht, da ich eine katastrophale Körperhaltung hatte und der Körper jetzt gegen die Dehnung ankämpft. Naja alles komisch .... weiß selber schon nicht weiter

    Was hast Du erwartet, dass am Wochenende im Krankenhaus gemacht wird? Sorry, aber wegen Kopfschmerzen ins Krankenhaus gehen? Ein Wunder, dass sie dich nicht heimgeschickt hatten. Hatten wohl gerade zufällig ein Bett frei.


    Das CT wirst Du morgen, ohne Termin nicht bekommen. Ruf die Radiologiepraxis an und mach einen Termin. Wie jeder ordentliche Patient das eben macht.


    Du bist kein Notfall und hast somit keinen Anspruch auf ein sofortiges CT.


    Mach doch einfach mal ein paar Tage das, was Dir hier vorgeschlagen wurde und dann besorg Dir ein Rezept für Krankengymnastik und manuelle Therapie und arbeite an Deiner Körperhaltung.


    Dauert halt ne Weile, wird dann aber besser werden.


    Vorallem vermeide Zwangshaltungen. z.B. stundenlang am PC sitzen.

    Hallo John,


    ist dein Ergebnis des CT da? Ich wurde vor 7 Wochen bei einer Thai-Massage eingerenkt. Eine Woche später hatte ich einen Schlaganfall, vermutlich da ich am Tag davor in der Sauna war und mich gestrekt und gedehnt habe. Diagnose: Dissektion zweier Aterien. Nach der "Massage" hatte ich in den Arm ausstrahlenden Scherrz, verstärkt Kopfweg und Nackenschmerzen.


    Damit sind ein paar deiner Fragen evtl. beantwortet:


    1) ja, Schlaganfall nach Einrenken ist möglich;


    2) es kann u.U. sehr lange dauern, bis der Schlaganfall kommt (wenn überhaupt): wenn die Dissektion zu einer Embolie führt, welche die Aterie verschließt, kann es schnell gehen - wenn sich ein Trombus löst kann es passieren bis die Dissektion ausgeheilt ist (i.d.R. 3 bis 12 Monate)


    Das Knacken deutet nicht auf Dissektion hin, aber ggf. liegt diese zusätzlich vor. Es sollte dann i.d.R. mit ASS eine min. 3 Monate lange Blutverdünnung stattfinden (von Macumar rät man oft ab). Die Dissektion muss natürlich erstmal bestätigt werden. Dies erfolgt i.d.R.mittels MRT und zusätzlich durch Ultraschall. Röntgen bringt bei Dissektion nichts, CT kann dies zeigen, MRT ist aber das Mittel der Wahl.


    Dass im KH nichts gemacht wurde ist für mich erschreckend. Klar, Kopfschmerz erscheint nun nicht lebensbedrohlich, aber mit der Vorgeschichte (Einrenken HWS) sollte man die Dissektion ausschließen, auch wenn Wochenende ist...


    Viele Grüße und alles Gute

    also iwar vor 3 Tageb beim Arzt und bei mir wurde ein Schädel CT durchgeführt. Keine Hirnblutungen oder solches. Daszu musste ich sogar eine schmerzmittelinfusion bekommen.... Was nur gring geholfen hat. 2 Tage lang hatte ich keine schmerzen. Heute wiederrum jedoch schon .... ich weiß einfach nicht was das ist .... wäre es eine verletzte Vene, dann wäre es doch schon zu blutungen und neuroligischen Symptomen gekommen oder ? Kann es vielleicht ein Blutgerinsel sein, welches durch eine Verletzung entstanden ist ? Dazu habe ich noch ein ziehen was vom nacken bis hinterkopf und bis zum Kiefer geht.


    Wie unterscheidet man eine Zervikalsyndroms von einer Verletzung der Aterien am Hals ?