Liebe Avimoth,


    ich danke Dir für Deine Antwort und die PN. @:) Die Antwort auf die PN folgt noch, auch auf Deine Mail, Cha-Tu. |-o


    Mein Zahn ist immer noch drin, hatte heute endlich den Termin bei meiner "Hauszahnärztin". Letzte Woche hatte ich "nur" mit der Schwester gesprochen, welche mir sagte, das man sicher wurzelbehandeln könne. Meine Zahnärztin schaute heute auf das Röntgenbild und sagte aber, dass das nichts bringt. Der Zahn müße nun doch raus, da der Prozess zu groß ist. Sie wagt sich nun aber auf einmal auch nicht mehr ran es ambulant zu machen - die Erkrankungen, die Blutverdünnung....


    Der Weisheitszahn ist eine "Zeitbombe". Er müßte, entgegen der Meinung des jungen Zahnarztes in der Zahnklinik, eigendlich doch raus, liegt aber genau zwischen den beiden Nerven die an der Kopfseite in den Kiefer gehen. Das könnte nur ein sehr erfahrener Kieferchirug und selbst dann besteht ein sehr hohes Risiko, etwas zu verletzen, sodass die eine Seite meines Gesichtes dann taub wäre. Wohl deshalb riet der Zahnarzt der Klinik dazu, ihn zu belassen. Also warte ich nun, bis ich auch dort starke Zahnschmerzen bekomme.


    Wie und wann nun endlich der entzündete Zahn rauskommt, ich weiß es nicht. Er muß unbedingt raus, weil das viele Keime sind, aber jeder scheut sich, es zu tun. Morgen soll ich zum Hausarzt und dieser soll entscheiden, wegen der Blutverdünnung, Narkose, ambulant in der Kieferchirurgie oder stationär. Der wird sich freuen, er weiß doch selbst nicht, wie ich reagiere.


    Ich habe die Nase so voll. Die Gelenke, die Luft, mir tut die Brust so weh, meine Haut ist graublau. Irgendwas ist beim Abdomen-CT nicht in Ordnung. Ich wollte morgen zum Hausarzt, wegen dem Befund und hauptsächlich, weil ich gerade die Gelenkschmerzen kaum mehr aushalte. Aber ich dreh mich im Kreis, er wird sowiso wieder nichts tun können. Und nun scheitere ich auch noch daran, mir einen entzündeten Zahn ziehen zu lassen? Ich verstehe, das keiner die Verantwortung übernehmen kann, aber was soll ich denn tun? Irgendwann ist es zuviel.


    Liebe Grüße Carmen

    Hi Carmen,


    mir wurde vor ein paar Wochen auch ein Weisheitszahn unter Marcumar gezogen. Mein Zahnarzt hat im Krankenhaus angerufen, gesagt, dass der gezogen werden muss, mir eine Einweisung fertig gemacht, auf der auch stand, dass der gezogen werden muss. Die Ärztin im KH hat (sogar schon bei mir, du bist ja ein noch schwierigerer Fall) Rücksprache mit dem Oberarzt gehalten. Vier Tage haben die mich zur Beobachtung da behalten. Vielleicht kann deine ZÄ das auch so machen?


    Ich drück dich auch ganz doll! :)_ @:) :)* o:) :)-

    Lieber Cha-Tu, Liebe Avimoth,


    ganz lieben Dank für Eure Drücker, die ich von ganzem Herzen zurück gebe. :)_

    Zitat

    Vielleicht kann deine ZÄ das auch so machen?

    Ja ungefair so hatte es die erste Zahnärztin auch angedacht, als sie mich in die Kieferchirurgie der Klinik schickte. Meine Hauszahnärztin dachte an einen ambulanten Kieferchirurgen, mit dem Risiko, das dieser mich auch wieder wegschickt. ":/ Ich habe heute deswegen mit dem Hausarzt geredet, welcher mir eine Überweisung in die Kieferchirurgie einer anderen Klinik ausstellte, mit der Bitte um Zahnextraktion unter Kontrolle bei Mastozytoseund Blutverdünnung. Mal sehen. :-/


    Heute waren bei ihm wieder 2Medizinstudenten mit in der Praxis. diese erhielten eine genaue Beschreibung wie es mir geht - Herzinsuffizienz, Mastozytose in den Organen, voller Wasser, keiner traut sich..... Neben dem kompl. Rechtsschenkelblock, hätte ich nun auch einen inkompl. Linksschenkelblock im EKG. Wenn dieser inkomplett ist, ist er doch nicht so schlimm oder? ??? Der Student fragte immer nach, unter anderem auch wegen Medikamenten zur Verbesserung, mein Hausarzt sagte, das er nichts tun würde, weil er nicht der Dumme sein wolle, wenn mir etwas passiert. Ich sprach ihn wegen zunehmender Luftnot, den Brustschmerzen an, der Student warf immer wieder ein, was ist wenn die Lunge gestaut ist, worauf mein Hausarzt wieder sagte, er könne und würde nichts tun.


    Ich kann meinen linken Arm nur noch unter starken Schmerzen bewegen, habe starke Gelenkschmerzen überall, zur Antwort bekam ich, ich solle es vergessen, damit leben. Dann zählte er dem Studenten Medikamente auf, die er sich aber alle nicht dagegen zu geben traut. Mir sagte er, ich müße halt auch damit leben. Mir kamen fast die Tränen und ich fragte ihn, womit den noch? Er entgegnete, er würde nichts tun, solange Kardiologen und Hämatologen sich nicht trauen.


    Ich bekam ein Schreiben für die Krankenkasse mit, indem er anfragt, ob es Zentren gibt, die das behandeln.


    Ich finde das gut, das er es noch einmal dort versucht und ich verstehe ihn ja auch ein bisschen, aber ich habe das alles so satt. Warum gehe ich überhaupt zum Arzt? Ich habe den ganzen Rückweg nur geheult. Bin sonst nicht so nah am Wasser gebaut, aber ich kann einfach nicht mehr. Es geht grad nicht mehr, überhaupt nicht mehr :°(


    Liebe Grüße Carmen

    Ich hätte dem Arzt direkt ins Gesicht gesagt:"Mir wäre es lieber, wenn sie überhaupt etwas versuchen anstatt mir beim Sterben zuzusehen!"


    Ich mein, der weiß doch auch, dass du bereit bist etwas zu riskieren. Wäre ich in der Situation auch! Besser man versucht es einfach mal. Gibt es denn da keine Möglichkeit, dass du ihm versichern kannst, dass du das volle Risiko übernimmst? Ich mein, die Polizei untersucht dann natürlich so oder so, falls der schlimmste Fall eintritt, aber kann er sich mit dir nicht zusammen hinsetzen und ihr macht ein Schriftstück fertig, dass ihn rechtlich entlastet. Ich mein, wenn ER sagt, er macht nur etwas, wenn die Kardiologen und Mämatologen etwas machen und die sagen dann auch "wenn der HA nichts macht, machen wir auch nichts" dann ist das doch ver

    ung pur!

    Liebe Carmen,


    hast Du dem Hausarzt mal gesagt, Du unterschreibst ihm "gerne", dass Du allein die Verantwortung übernimmst, falls bei der Medikation was schief geht? Mein Gott, so KANN es doch nicht weitergehen........

    Zitat

    ätte ich nun auch einen inkompl. Linksschenkelblock im EKG. Wenn dieser inkomplett ist, ist er doch nicht so schlimm oder?

    Das kann man so nicht sagen... Ein LSB ist eigentlich IMMER eine Indikation für eine gründliche kardiologische Abklärung. Und LSB und RSB ist eigentlich eine Indikation für einen 3-Kammer-Schrittmacher... Aber das muss Dein Hausarzt nicht wissen, das ist kardiologisches Wissen... Ich habe einen kompletten LSB, das ist natürlich noch etwas heikeler, aber auch einen inkompletten würde ich ernst nehmen, besonders in Deinem Fall.


    Ach, Carmen, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll...


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu

    Liebe Avimoth,

    Zitat

    Gibt es denn da keine Möglichkeit, dass du ihm versichern kannst, dass du das volle Risiko übernimmst?

    Ich habe ihm gerade heute nochmal direkt gesagt, das ich unterschreibe, eine Behandlung auf eigene Verantwortung zu machen. Er sagte, das würde absolut niemand mit mir machen, denn dann würde der in den Knast gehen, wenn mir etwas passiert.

    Zitat

    Ich mein, wenn ER sagt, er macht nur etwas, wenn die Kardiologen und Mämatologen etwas machen und die sagen dann auch "wenn der HA nichts macht, machen wir auch nichts" dann ist das doch verung pur!

    Auch das habe ich ihm heute gesagt, auch das ich mir von dem Hämatologen verarsc..... vorkomme. Er sah mich an und sagte "Und da soll ich etwas tun?". Im Gespräch sagte er noch den Satz, das er nichts tun könnte, nicht weil er nicht will sondern weil alles eine Rechtsfrage wäre, da noch nicht großartig erforscht. Es wäre schon schlimm genug, das er mich überhaupt als Hausarztp...... und dann brach er ab. Ich weiß schon was er sagen wollte. :°( An der Anmeldung fragte er mich noch einmal, ob ich ihn verstehe. Ich sah ihn nur mit Tränen in den Augen an, worauf er sehr ruhig wurde und dann sagte, "okay verstanden ja, aber nicht akzeptiert.


    Liebe Grüße Carmen

    Lieber Cha-Tu,


    sorry unsere Antworten haben sich überschnitten.


    Der Student fragte noch einmal wegen diesem Linksschenkelblock nach, worauf ihm der Hausarzt irgendwas im EKG zeigte. Irgendwie wäre der QRS-Komplex so verändert und etwas von einem tiefen S. Weiter hat er nichts dazu gesagt. was mache ich jetzt ? ":/


    Liebe Grüße Carmen

    Liebe Avimoth, Liebe Zapperlott,

    Zitat

    Ich versteh das so, dass er sich auch strafbar macht, wenn er dir nicht hilft,

    Ich denke, wenn ich da zusammengebrochen, wenn es um Leben und Tod gegangen wäre, dann hätte er hoffendlich etwas getan, aber so. Ich stehe ja noch auf meine Beinen und trage den Kopf noch nicht unterm Arm, auch wenn ich mich oft so fühle. Da denkt er halt, ich kann noch was ab, genauso wie alle anderen Ärzte auch. Dass das absolut keine Lebensqualität mehr ist, hat er auch dem Studenten erklärt..... :-(

    Zitat

    denn es gibt ja Maßnahmen, die helfen könnten...

    Ja, die gibt es. Er hat mir erklärt, das wären alles "off Label use"- Behandlungen und wenn da was passiert, haftet der Arzt. Alles ist in der Forschung, wenn es denn überhaupt eine gibt. %-| Und da habe ich dann eben Pech gehabt. :-( Ich verstehe aber nicht, das wirklich ALLES auf die Mastozytose geschoben wird und das JEDES Medikament schädlich sein soll. Vielleicht habe ich mir am Unterarm z.B. nur etwas eingeklemmt, mit Nachschauen hätte er es erkannt und doch irgendwie behandelt.


    Ich habe immer wieder unheimlichen Druck und Schmerzen in der Brust, gestern, nach der Treppe, im Bett sehr starke Krämpfe in der ganzen Brust und im Oberarm. Was soll/kann ich tun-NICHTS, außer warten bis es absolut nicht mehr geht und man etwas tun MUSS. Mir ist das gestern, während der Schmerzen, so durch den Kopf gegangen. In bedrohlichen Situationen, ich hoffe ich kann das immer noch rechtzeitig einschätzen, werde ich hier in der Klinik auf Behandlung bestehen und diese, trotz Vorwürfen, sicher auch bekommen, aber sonst....., brauche ich wohl nichtmal einen Hausarzt, wenn er eh nichts machen kann. Da kann ich mir die Tortour sparen.


    Liebe Grüße Carmen

    Lieber Cha-Tu, Liebe Zapperlott,


    danke Euch für die lieben Wünsche. :)*

    Zitat

    Dich nicht mal an die Medien wenden solltest.

    Ja das wäre sicher ein guter Weg, dieses Hin und Her, die Versprechungen, das Hinhalten wird ja ewig so weitergehen. Irgendwie habe ich aber noch nicht den für mich richtigen Weg, an die Öffentlichkeit zu gehen, gefunden. Ich möchte aufrütteln, aufmerksam machen, Hilfe bekommen, aber selbst als Person nicht so in der Öffentlichkeit stehen (da gibt es andere, die sind weit schlimmer dran) und vor allen Dingen, möchte ich nicht anklagen, niemanden verletzen. Das alles unter einen Hut zu bekommen und dafür die richtige Anlaufstelle zu finden... :-(


    Ich habe mir in den letzten Tagen einige Gedanken gemacht. Vorherrschend ist da Wut, Ausweglosig-/Hilflosigkeit, Trotz.... Und zu allem anderen, finde ich es so demütigend, aber auch so traurig, von allen (nicht von euch hier :)_ ) so fallengelassen zu werden, von allen die am Anfang sooo große Worte hatten zu helfen. Immer wieder nur leere Versprechungen, leere Worte, man ist zuviel, zu komplex...Ich werde selbst beim Hausarzt weggeschickt, bekomme keine Antworten. Der Zahnarzt z.B. versteht aber nicht, das ich dem Hausarzt, den anderen Ärzten zu komplex bin, das ich auch keine Antworten habe. Der will die Auskünfte von mir- Blutverdünnung, Auswirkungen der Erkrankung.... Vorher macht der nix und so greift immer wieder eins ins andere.


    Kein Gedanke daran wie man zurecht kommt, stattdessen Vorwürfe wenn man im Notfall Hilfe braucht. Oder wirklich selten gestellte banale Fragen sind jetzt nichtmal mehr eine Reaktion/ eine Antwort wert. Ja ich verstehe es, wie kann man auch so lange krank sein und immer noch nerven. %-| Aber dieses "Fallen gelassen werden tut weh, sehr weh. :°( Dann soll man lieber gleich sagen, ich soll gehen und nicht wieder kommen, oder ich soll nicht mehr fragen, weil man sowiso nicht mehr antworten wird. Damit könnte ich besser umgehen. Dann höre ich auf, als ständig sinnlos Hoffnung zu haben, doch irgendwo Hilfe/Antworten, wenigstens eine Reaktion zu bekommen. Ich stehe doch sowiso schon allein da.


    Aber jetzt bettele ich nicht mehr um Hilfe. :(v Ich halte aus, versuche so zu leben, als wäre nichts. Ich kann es doch sowiso nicht ändern. Zur Zeit nehme ich an Proben zu einem großen kirchlichen Musical teil, bei dem ich im Chor singe. Die Proben sind anstrengend, letzten Dienstag meinte meine Tochter hinterher, ich würde überhaupt nicht gut aussehen, bin in den letzten Tagen selbst "erschrocken" über die oft ziemlich blauen Lippen. Ja, ich habe Schmerzen, Anstrengungen führen meißt zu Fieber, immenser Erschöpfung. Aber ich übergehe die Schmerzen, muß halt immer wieder schlafen. Es bleibt keine Kraft für andere Dinge,


    Ich weiß, dass das sicher nicht der richtige Weg ist, aber ich widme die Kraft die ich noch habe, jetzt dem was mich erfüllt und wenn ich hinterher zusammenbreche. Ist es Aufgeben, Trotz? Der Wunsch dann wenigstens, egal wie und wenn es nur kurz ist, etwas "normales" /das für mich schönes, zu tun, statt immer zu kämpfen, sinnlos darauf zu warten, das man doch etwas tut ? Es wird sowiso nie passieren. :°(


    Dann lieber dieser Weg, in der Hoffnung, das er so lange als möglich gut geht.


    Liebe Grüße Carmen

    Liebe Carmen,


    ja, ich verstehe es gut, obwohl ich es für brandgefährlich halte (vor allem diese Belastung beim Singen, blaue Lippen etc.). Aber ich verstehe es. Ich weiss auch keinen Rat mehr.


    Vielleicht aber solltest Du das, was Du soeben hier geschrieben hast, ausdrucken und den Ärzten schicken. Ins Krankenhaus, dem Hausarzt und all denen, die immer grosse Worte machten, aber nichts taten und tun... Irgendwann MUSS sich da doch mal ein Arzt in Grund und Boden schämen, und sei es durch so einen Brief...


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu