Lieber Cha-Tu,

    Zitat

    Bisher hiess es ja immer, Du hast "nichts", jetzt gibt man wenigstens zu, dass sie nicht weiterwissen.

    Ja, da hast Du auch wieder recht. Aber ich finde diese Aussage so traurig für ein Herzzentrum, in dem es Pulmologie und Hämatologie zur Zusammenarbeit gäbe. Es gibt doch sicher noch andere Wirkstoffklassen, die man versuchen könnte. Die Betonung liegt hier auf versuchen, suchen, sich Gedanken machen, weiter als über das eigene Fachgebiet denken und zusammenarbeiten. Meine Elektrolytwerte sind immer an der ganz unteren Grenze, Kalium war jetzt wieder zu niedrig. Da muss ich mich über die Krämpfe nicht wundern. Warum wartet man ab, bis es vielleicht wieder eskaliert und dann werde ich wieder beschimpft, weil ich mich vor Schmerzen und Krämpfen winde?


    Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, das es nichts gibt. Man kann heute den kleinsten Pups verpflanzen, doch ich schlage dort immer und immer wieder mit den gleichen Symptomen, in dem gleichen jämmerlichen Zustand auf und man kann nichts tun? Wozu dann? Immer wieder erst "Oh mein Gott", man muss unbedingt etwas tu, obwohl man mich und meine Geschichte kennt und dann doch immer die Wende, das ich doch wieder, im selben Zustand, gehen kann. Dann kann man mich auch sofort wieder heimschicken. Oder ich muss gar nicht erst gehen. Meine Fragen - es gibt sowiso nirgends eine Antwort.


    Ich habe jetzt schon Panik davor, wenn ich wieder Hilfe bräuchte. Mir geht es weiterhin nicht gut, bin heute früh, für mich eindeutig durch das Stolpern, umgekippt. Wozu soll ich damit zum Arzt? Ich hole mir nachher die Blutwerte vom Hämatologen, lass diesen Eisentest machen und gut. Mag kommen was will. :-(

    Zitat

    warst Du eigentlich schon mal in Leipzig?).

    Ja, ich bin im Frühjahr diesen Jahres durch meinen Hausarzt in Leipzig gewesen. Das Herzzentrum dort, gehört zur selben Klinikgruppe, wie das hießige. In Leipzig geriet ich an den sehr schlecht Deutsch sprechenden Arzt, der mich nicht verstand und sofort einen Herzkatheter wollte. Am nächsten Tag wurde ich ohne Arztgespräch und Kontrolle mit Radialisverschluss entlassen.

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    Pulmonalen Hypertonie.....kann es auch Husten geben. Und auch bei einer beginnenden Herzschwäche, die man noch nicht auf dem Echo eindeutig sehen kann, kann man husten...

    Dem wird keiner nochmal nachgehen. Vielleicht Marburg, wenn ich wieder Antwort bekomme. ":/ Auch Aachen hat sich ja, trotz großer Worte (wie sie alle erst haben :(v ), nie wieder gemeldet.


    Sei ganz lieb gegrüßt :)_ , Carmen

    Liebe Carmen,


    und genau das verstehe ich nicht: Immer erst grosse Worte und dann die Wende zu "Kann man nichts machen" oder "ist nichts".


    Du hast es auf den Punkt gebracht. DAS verstehe ich nicht, DAS wiederholt sich immer wieder.


    Hast Du das mal einem der Ärzte klipp und klar gesagt: "Immer erst das dramatische 'Mein Gott, wir müssen etwas tun' und dann war nix"???


    Hast Du mal, wenn wieder mal ein Arzt oder eine Ärztin sagt "Mein Gott, da muss was getan werden" einfach geantwortet: "Warten Sie mal ab, Sie werden Rücksprache halten, und danach ist wieder nichts, und ich darf wieder mit schlimmsten Schmerzen nach Hause gehen..."


    Oder frag doch einfach mal "Stehe ich eigentlich bei Ihnen auf einer Schwarzen Liste der Hypochonder? Ich krümme mich vor Schmerzen, habe Herzrasen vom Feinsten, ich habe NULL Lebensqualität mehr und Sie erzählen mir sowieso wieder, dass ich nichts habe oder Sie nichts für mich tun können..."


    Und wenn da ein Arzt ist, der sprachlich nicht in der Lage ist, Dir zu folgen oder sich verständlich zu machen, dann fordere (FORDERE!!! Nicht bitten!!!) einen Arzt, der Dich versteht und den Du verstehst.


    Und frag doch einfach mal, warum man Dir immer Hoffnung macht, immer sagt, man werde was tun, man werde was unternehmen (Aachen z.B.) und dann ist Schweigen im Karton!


    Ganz im Ernst, Carmen, ich würde jetzt auf "frech" schalten. Du hast doch nichts zu verlieren! Man verarscht Dich doch nur noch oder versucht, die eigene Hilflosigkeit (die ja legitim ist!) auf DICH abzuwälzen, indem man Dich behandelt wie eine eingebildete Kranke. Du hast nichts zu verlieren, also fang an, Dich FRECH zu wehren...!


    Bei mir wäre jetzt das Mass voll. Ab jetzt hätten die Ärzte in mir einen verbalen Gegner, der Tacheles redet. Irgendwann ist selbst bei mir mal Schluss...


    Ich kriege die totale Wut, wenn ich lese, wie man Dich behandelt.


    Lieben Gruss


    Cha-Tu

    Lieber Cha-Tu,


    wie geht es Dir? Ich drücke Dir für Deine Arzttermine ganz ganz fest die Daumen, das Deine Ärztin für Dich etwas Besserung erreichen kann. :°_


    Ich denke, mein "Problem" ist, das mein Herz das alles noch mehr oder weniger gut wegsteckt. Das ist quasi der Freibrief für die Ärzte, ihren Ängsten etwas falsch zu machen nachzugeben und eben dann nichts zu machen. Wenn ich komme ist alles ganz schlimm, aber dann sehen sie, es passiert nichts, was für mich lebensgefährlich wäre. Also kann man mich auch gehen lassen. Dann bin ich wieder weg und man muß sich keine Lösung überlegen. Das ist einfacher, als beim Versuch doch irgendwie zu helfen, womöglich einen Fehler zu machen. ":/ Anders kann ich es mir nicht erklären. Wie es mir dabei geht, ist für die Ärzte die zig Patienten am Tag sehen, da doch irrelevant. Warum mein Herz das alles, zu meinem Glück :)z , so wegsteckt, weiß ich nicht. Richtig reagieren, Druck haben etwas zu tun, weiter zu denken, wird man wohl erst, wenn ich diesbezüglich Schäden habe. Im Notfall. Im Notfall würden, trotz Allergie, Betablocker eingesetzt werden müßen steht im Brief. Dann würde man sich wohl auch anderweitig mehr Gedanken machen. Dieser Notfall besteht aber nicht. Mir geht es objektiv an Befunden feststellbar elend, aber es funktioniert alles noch halbwegs. Also abwarten bis zum Worst Case.


    Auch vom Hämatologentermin hatte ich mir gestern nicht viel versprochen, aber dieser nahm sich fast eine Stunde Zeit. Als er mich, auf dem Weg vom Labor zurück zum Wartezimmer sah, begrüßte er mich, trotz anderer Unterhaltung, sofort und wies mich an, gleich ins Sprechzimmer zu gehen.


    Nachdem ich ihm den derzeitigen Stand geschildert hatte, erklärte er sich sofort bereit, es bezüglich der Rhythmusstörungen, mit Dronedaron (Multaq) zu versuchen, was mir schon einmal half. Am 23.12. dann noch einmal EKG und Blutabnahme, auch um Nebenwirkungen sofort zu erkennen, am 07.01. erneut. Zur Behandlung der Anämie bekam ich eine Eiseninfussion. Auch da wird im Januar geschaut, ob es überhaupt im Körper ankommt. Ich bekam ein kleines Heft, wo Erkrankung und ab jetzt bei jedem Termin, Hb-Wert, Hämatokrit, Thrombozyten und die jeweilige Therapie eingetragen werden.


    Leider war die Fahrt mit dem Bus zum Termin wohl dann doch etwas zuviel, denn auf dem Weg zurück ging es mir immer schlechter. Mit Herzrasen, Luftproblemen, Husten und Brustschmerzen bat ich in der Lobby eines kleinen Hotels um Hilfe. Meine Muskeln taten und tun noch immer sehr weh, bekomme, vor Schwere, kaum die Beine vorwärts. Gestern bot man mir ein Glas Wasser an und rief dann, als es nicht besser wurde, einen Krankenwagen. Mit einem Puls von 150, erhöhter Temperatur, Blutdruck 90/55 und geschwollenen Beinen, Füßen und Händen wurde ich dann von zwei sehr netten Sanis in die Klinik gebracht. Dort war in der Notaufnahme die Hölle los, sodass ich erst nach 3 Stunden warten auf dem Fur, einen Arzt sehen konnte. Dieser sprach dann kurz auf dem Flur, zwischen den anderen Tragen, mit mir, hörte mich ab, sah auf die Laborwerte und da sich mein Zustand inzwischen gebessert hatte, die Laborwerte zeigten, dass das Herz nicht darunter erschöpft wäre, konnte ich, mit der Maßgabe sofort wiederzukommen wenn es schlechter wird, nach Hause.


    Gut geht es mir nicht, aber alles ist besser, als wieder Klinik und dann noch zu den Feiertagen. Das Herzgeräusch wurde gestern wieder festgestellt, wäre ziemlich laut. Ursache unbekannt. Die Ödeme sind zurück gegangen, aber der Husten steigert sich paralell zur Belastung. Am Abend schmerzt dann auch das Atmen.


    Ganz liebe Grüße, Carmen

    Liebe Carmen,


    das scheint ja echt ein ewiger Kreislauf zu sein, bei dir... :°_

    Zitat

    Ich denke, mein "Problem" ist, das mein Herz das alles noch mehr oder weniger gut wegsteckt. Das ist quasi der Freibrief für die Ärzte, ihren Ängsten etwas falsch zu machen nachzugeben und eben dann nichts zu machen.

    Naja, wenn man es so als Außenstehender liest dann klingt es schon danach als ob endlich DRINGEND mal etwas geschehen sollte. Ich verstehe auch nicht so ganz, dass sich die Prozesse ständig zu wiederholen scheinen, zumal es ja auch für die Ärzte langsam absehbar sein dürfte, dass du wiederkommen wirst, wenn man nicht zumindest mal eine andere Therapieoption ausprobiert...auf Dauer ist es doch für alle Beteiligten keine wirklich erträgliche Situation mehr...


    Den Wirkstoff Ivabradin verträgst du auch nicht? Angeblich soll er doch bis auf die möglichen "Lichtblitze" sehr nebenwirkungsarm sein...?

    Zitat

    erklärte er sich sofort bereit, es bezüglich der Rhythmusstörungen, mit Dronedaron (Multaq) zu versuchen,

    Ist ja schon mal ganz gut zu hören, dass er zumindest etwas ausprobiert...eigentlich hätte darauf ja auch schon mal einer der Kardiologen kommen können aber naja, er scheint sich ja wenigstens zu engagieren...


    Tut mir echt leid, dass du gestern deine Zeit schon wieder in der Klinik verbringen musstest...und so wirklich weitergeholfen hat dir dort ja auch mal wieder niemand...ist an sich schon schlimm genug zu hören, dass man eine schwerkranke Patientin über drei Stunden auf dem Flur warten lässt und das Ganze mal schnell zwischen Tür und Angel bespricht... :(v


    Ich wünsche dir wirklich ganz toll, dass dein neues Medikament besser hilft und du in den nächsten Tagen keine Ärzte mehr sehen musst... :)* :)*


    LG

    Liebe Thyja,


    wie geht es Dir? Danke für Deine lieben Wünsche.

    Zitat

    zumal es ja auch für die Ärzte langsam absehbar sein dürfte, dass du wiederkommen wirst, wenn man nicht zumindest mal eine andere Therapieoption ausprobiert...auf Dauer ist es doch für alle Beteiligten keine wirklich erträgliche Situation mehr...

    Genau das meine ich.

    Zitat

    Den Wirkstoff Ivabradin verträgst du auch nicht? Angeblich soll er doch bis auf die möglichen "Lichtblitze" sehr nebenwirkungsarm sein...?

    Nein, leider nicht. Ich habe es jetzt dreimal versucht. Es treten auch diese Lichterscheinungen auf, aber die werden dann so stark, das ich alles, jeden Gegenstand, in einer großen unheimlich hellen Lichtaura sehe. Bewege ich die Augen woanders hin, zieht sich diese Aura mit. Es ist praktisch alles hell erleuchtet, umrandet, verzerrt. Ein normales sehen, geschweige denn Auto fahren, ist so unmöglich. Bin damals auch immer viel gestürzt und vor etwas davorgelaufen, danebengegriffen weil es so geblendet hat.

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    eigentlich hätte darauf ja auch schon mal einer der Kardiologen kommen können

    Ich hatte es am Montag zur Entlassung in der Klinik angesprochen, weil es schonmal half und ich es gut vertrug. Die Assistenzärztin meinte, die Nebenwirkungen wären trotzdem zu hoch. Auf der anderen Seite operieren/abladieren sie aber, oder lassen mich in diesem Zustand mit den Symptomen, die für mich ja auch nicht ohne sind, rumlaufen, haben Angst Medikamente wegen unerwarteter Wirkung bei mir einzusetzen/haben keine mehr, anstatt auf das zurückzugreifen, was ich kenne/vertrage. ":/

    Zitat

    aber naja, er scheint sich ja wenigstens zu engagieren...

    Zur Zeit ja und dafür bin ich sehr dankbar und froh. Aber ich vertraue darauf nicht mehr, "kämpfe" ja auch mit ihm schon über ein Jahr bis zur Behandlung jetzt.

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    ist an sich schon schlimm genug zu hören, dass man eine schwerkranke Patientin über drei Stunden auf dem Flur warten lässt

    Ich weiß nicht, was da los war. Als wir dort ankamen, kamen wir kaum zur Tür rein, so voll war es auf dem Flur. Das waren aber alles Patienten die fertig waren und auf Heimtransport oder auf Station warteten. In einem Behandlungsraum wurde ein chirurgischer Fall versorgt, in einem anderen führte ein Psychiater lange Gespräche mit psychiatrischen Patienten, die über die Notaufnahme kamen. Neben mir lagen noch zwei chirurgische Fälle, die versorgt wurden und eine alte Frau in schlechtem Allgemeinzustand, die auch so lange wartete. Immer wieder kamen psychiatrische oder chirurgische Fälle, die alle versorgt wurden. Ich hatte den Eindruck, das vielleicht kein Internist abkömmlich war.


    Ich hätte mir nur gewünscht, das vielleicht mal jemand nach der Frau und mir geschaut hätte, wie es uns die ganze Zeit geht und warum wir da waren. Nach 2Stunden kam erst eine Schwester zu uns, machte ein EKG auf dem Flur, nahm Blut ab und legte eine Flexüle. Danach lagen wir wieder einfach da. Ansonsten beachtete uns niemand, nichtmal zu Anfang als wir kamen. ":/

    Zitat

    und das Ganze mal schnell zwischen Tür und Angel bespricht...

    Der Assistenzarzt hatte es sehr eilig als er von Station kam, denn er fertigte uns sehr schnell ab, aber mir ging es inzwischen ja durch die Erholung etwas besser. Gestört hat mich, das rundherum die eng stehenden anderen Patienten und deren Angehörigen alles mitbekommen haben. Deshalb habe ich mich auch sehr kurz gefasst, war froh das während dem Abhören niemand vorbei kam, aber es ging wohl nicht anders. ":/


    Ich drück Dich ganz fest. :)_ Liebe Grüße, Carmen

    Lieber Cha-Tu,


    ich möchte Dich bitte noch etwas fragen. |-o Da mein Blutzucker bei dem Messungen in der Klinik, in den letzten Wochen jetzt wirklich immer zu hoch war, er schwankte nüchtern zwischen 150-160 mg/dl, habe ich heute daheim gemessen. Sonst dachte ich meißt immer erst daran, wenn ich schon etwas gegessen hatte.


    Nüchtern, 8 Stunden vorher etwas gegessen, ist heute der Wert über 130 mg/dl. Ich aß 2 Marmeladentoast und hatte 1,5 Stunden später 235 mg/dl. Weitere 4 Stunden später noch knapp 140 mg/dl.


    Wie schätzt Du diese Werte ein? Waren sonst nur die Nüchternwerte etwas erhöht, sind es jetzt auch die nach dem essen? Ich merke so jetzt gerade nichts von erhöhtem Blutzucker, versuche aber nächstes Jahr zu einem Diabetologen zu kommen. Aber kann ich, gerade jetzt über Weihnachten, normal/alles essen, gerade Süßes?


    Liebe Grüße :)_ , Carmen

    Liebe Carmen,

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    Wie schätzt Du diese Werte ein?

    Meiner Meinung nach solltest Du das einem Diabetologen vorstellen. Ich denke, das weist auf einen manifesten Diabetes hin.

    Zitat

    Aber kann ich, gerade jetzt über Weihnachten, normal/alles essen, gerade Süßes?

    Eigentlich essen Diabetiker alles, wenn sie mit Insulin kompensieren können.


    Du bekommst ja kein Insulin, also würde ich versuchen, Süsses immer zusammen mit entweder Fett essen, oder mit Vollkornprodukten. Wenn Du z.B. einen Marmeladen-Toast isst (Weissmehl-Toast) dürfte der BZ ziemlich schnell und hoch ansteigen. Wenn Du die Marmelade auf einer Scheibe Vollkornbrot isst, steigt der BZ weniger hoch und auch langsamer an. Wenn Du z.B. einen Pudding isst, schnellt der BZ hoch, wenn Du dazu Sahne isst, weniger schnell und weniger hoch. Für die Figur ist das nichts, aber für den akuten BZ ist das ein kleiner "Trick", damit der BZ nicht so extrem hoch geht.


    Weihnachtsgebäck haben wir auch, aber wir haben es aus Vollkornmehl, da gibt es im Bioladen oder man macht es selbst; das ist günstiger. Ich esse auch gerne mal Schokolade, aber ich nehme entweder extrem "bittere" mit einem Kakaogehalt von mindestens 70% (die ich übrigens auch sehr gerne esse!), oder eine Carob-Schokolade (aus dem Reformhaus).


    Ich könnte auch ganz normal essen und das dann mit Insulin wegspritzen, aber ich will natürlich auch keine 100 IE Insulin pro Tag nehmen...


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu

    Hallo Carmen,


    ich hab' hier ja schon länger nicht mehr geschrieben, einfach weil ich halt nie hilfreichen Rat geben kann, aber ich lese trotzdem noch mit & finde es einfach nach wie vor nur abartig, dass die dich immer noch nur einfach so abfertigen...


    Mir geht es zwar bei weitem nicht so schlecht wie dir & ich will mich auch gar nicht mit dir vergleichen, aber ich weiß ja selber wie es sein kann...es gibt leider einfach viel zu viele inkompetente Ärzte...


    Nichtsdestotrotz wünsche ich allen, die in diesem Faden mitlesen Frohe Weihnachten & ein gesundes (so gut wie es halt eben geht) neues Jahr. :-) ♥

    Liebe Carmen,


    danke für die lieben Grüße.


    Uns geht es soweit gut. Mein Kleiner ist noch etwas erkältet aber ist ja auch klar bei der ganzen Aufregung vor Wichteln und Weihnachtsmann... :-D


    Medizinisch kann ich leider nicht viel beitragen, wünsche dir und allen Mitlesern aber schon mal eine besinnliche Weihnachtszeit und erholsame Feiertage!


    LG :)_

    Lieber Cha-Tu, BadGal und Thyja,


    ganz herzlichen Dank für die lieben Weihnachtswünsche, die ich von ganzem Herzen an Euch erwiedere. :)* :)*


    Wie geht es Dir inzwischen BadGal?


    Thyja, ja meine Enkel sind auch schon ganz aufgeregt und sogar meine doch schon großen Kinder noch. :)z Gestern hat mein Enkel die vielen Lichter überall bestaunt, am Supermarkt spielte man Weihnachtsmusik, der Weihnachtsmann war da.... Ich sah in seine strahlenden, nachdenklichen Augen, immer wieder erklärte er mir dann mit da da da, begeistert was er sah. Ich hätte so gern gewusst, was er dachte und fragte mich auf einmal, was er wohl denkt, wenn plötzlich all dieses Leuchten, diese Hochstimmung wieder vorbei ist und der graue Alltag wieder beginnt. Es wäre schön, wenn man ein bisschen davon mit ins und übers neue Jahr mitnehmen könnte. Ich wünsche Deinem Süßen von Herzen Gute Besserung.


    Cha-Tu, ich habe gelesen, das Deine Schmerzen ein wenig besser geworden sind? Konnte Dir Deine Hausärztin weiter helfen? Wie geht es Dir jetzt?


    Ich danke Dir für Deine Hilfe mit den Zuckerwerten. Ich hätte nicht gedacht, das es da doch noch kleine "Tricks" gibt, mit denen man sich beim Essen behelfen kann. Diabetes stand bisher für mich nur für Verzicht auf alles Süße. Gerade Obst-besonders Weintrauben, Kirschen esse ich so gerne. :-( Ich werde versuchen, im neuen Jahr einen Termin bei einem Diabetologen zu bekommen. Als ich vor kurzem diese Muskelkrämpfe hatte und hier in der Klinik lag, war der Zucker ja auch am frühen Morgen schon sehr hoch. Auf dieser Station wird auch Diabetes behandelt, es gibt spezielle Zuckerschwestern, die 3mal tgl. messen. Die Schwester kennt mich, wollte kontrollieren/einstellen, aber dann bin ich ja verlegt worden. Ich frage mich nur, woher der Zucker bei mir kommt. ":/ Ich hatte, als ich 50mg Prednisolon nahm, immer mal erhöhte Werte, was sich aber wieder einspielte. Jetzt nehme ich seit langem nur noch 5mg und es geht auf einmal los. ":/ Stimmt es eigendlich, das Stress-also auch wenn ich mit einer Erkrankung in die Klinik komme, den Blutzucker erhöht?


    Mir ist seit gestern immer wieder übel, schwindlig wenn ich etwas mache. Aber es dreht sich nur wenig, es ist eine totale Schwäche, die Beine zittern, geben nach. Kommt wohl davon, weil der Blutdruck dann so absackt. %-| Ich hoffe, es wird bis Dienstag wieder etwas besser. Am Montag muss ich nochmal zum Blutabhehmen.


    Ganz liebe Grüße an Euch alle, Carmen

    Hallo an


    carmen


    Cha-Tu


    Thyja


    BadGal (habe in Deinem Faden mitgelesen, wie geht es Dir inzwischen?)


    Zappperlott (wo hast Du Dich versteckt?)


    Ich hoffe, Ihr habt eine schöne, friedliche Weihnachtszeit gehabt. Ohne Schmerz und Plage, nur eine glückliche Zeit.


    Ich drücke Euch mal ganz fest und sende viiieeele Gesundheits- und Kraftsternchen an jeden Einzelnen :)* :)* :)* :)*


    Falls ich nicht mehr zum Schreiben komme, wünsche ich Euch Allen einen guten Rutsch ins Jahr 2014 in dem viel Gesundheit und Besserung auf Euch warten soll.


    Liebe Grüsse von gesternwars *:) *:) *:)

    Liebe Carmen,


    wenn ich Deine Geschichte lese werde ich immer ganz traurig, weil ich Dir so gar nicht helfen kann. Wie ist es Dir denn gesundheitlich über Weihnachten ergangen?


    Mir scheint, ich bin heute recht mitteilsam, daher also die Geschichte zu meinem geplatzten Aneurysma:


    In den 70er Jahren, bis 77 war ich ein sehr munteres Mädchen, war auf jeder Party, in jeder Kneipe und auf jedem Fest zu finden. Nichts ging ohne mich. Eines Tages wollte ich mit dem Rad um Einkaufen fahren, bin aber mitten auf dem Weg umgekippt. Man wollte mir wohl helfen, ich hab mich aber aufgerappelt und bin nach Hause gefahren. Fünf Tage später kam ich wieder zu mir, machte morgens die Augen auf und fragte mich wo ich denn wohl bin. Zig Betten standen um mich herum und alle Patienten hatten Schlafanzüge an. Ich bin zum Frühstück mitgegangen und fand alles äusserst merkwürdig :)z :)z


    Mittags habe ich dann eine Schwester gefragt wo ich bin und wie lange schon. Ich war seit 3 Tagen im LKH und davor 2 Tage in der Wohnung, aus der mich meine damalige Schwägerin holen liess. In den 5 Tagen habe ich mich normal benommen, alles gemacht, aber ohne Bewusstsein. Diagnose, um es mal krass zu sagen, chronische Säuferin und "das musste ja so kommen.


    Zur Aufklärung: ich bin Linkshänderin, pfriemel also meine Armbanduhr ums rechte Handgelenk.Ca. 14 Tage später horch ich also automatisch mal wieder mit dem rechten Ohr an der Uhr und höre nichts. Nochmal, wieder nix. Also linkes Ohr: ticktack


    Ich zur nächsten Schwester und gesagt, ich höre rechts nichts mehr. Sie einen Moment irritiert, dann Doktor geholt und zack auf den Untersuchungstisch.


    Dort haben sie mich von oben bis unten rechts und links untersucht und festgestellt, mit der ganzen rechten Seite stimmt was nicht. Ich bekam zum nächsten Tag einen Termin im Krankenhaus, da bekam ich Kontrastmittel und sie fanden einen walnussgrossen Fleck im linken vorderen Gehirn. Tumor oder Blutung. Ich sollte dort gleich bleiben und so schnell wie möglich operiert werden. Leider war 2 Jahre vorher mein Vater mit dergleichen Sache, aber im Stammhirn, im selben KH, operiert worden und 1 Woche nach der OP gestorben. Meine Mutter und ich waren natürlich skeptisch. Die Stationsärztin hat mir dann ein Bett in HH Eppendorf besorgt. Dort wurden dann wieder viele Untersuchungen gemacht, u.a. wurde ich erst links- dann rechtsseitig narkotisiert, um herauszufinden, wo mein Sprachzentrum liegt. Ich Glückspilz, meins liegt rechts, links muste ja operiert werden. Oder mir wurde von der Leiste bis in den Kopf ein Katheder geschoben. Ich musste ganz still liegen, der Doktor sagte "jetzt" und schoss das Kontrastmittel ins Gehirn, das fühlte sich an wie heisses Wasser. Dadurch wurde die Blutung festgestellt. Vor der OP wurden dann noch Blutkonserven für mich bereitgestellt und dann gings los.


    Nach 8 Stunden wurde ich dann wieder geweckt, war guter Dinge und hatte fürchterlichen Durst. Es ist alles wirklich gut gelaufen, die Klinik und ich waren sehr zufrieden mit mir. Ich durfte auch bald nach Hause, zwar mit Perücke, aber Haare wachsen ja schnell nach.


    Die Narbe reicht von der Mitte der linken Augenbraue im Bogen zum linken Ohransatz, die Bohrlöcher kann man auch noch gut fühlen. Geblieben sind mir rechts die Schwerhörigkeit und in der rechten Körperseite ein komisches Gefühl, kann ich schlecht beschreiben, ich merke alles ein wenig später als links. Bei Wetterumschwung habe ich rechts Schwierigkeiten beim Schreiben (ich wurde "umerzogen"), komme inzwischen aber gut zurecht. Mein rechter Mundwinkel hängt auch minimal.


    Wenn ich heute darüber nachdenke, kann ich nicht glauben, dass ich die Sache so "cool" weggesteckt habe, heute hätte ich nur Panik.


    Puuuuh, das war eine schwere Geburt, hoffentlich kannst Du mitlesen.


    Dir liebe Grüsse von der geschwätzigen gesternwars |-o

    Nee, ich höre noch nicht auf, muss


    Cha-Tu


    noch was fragen.


    Nachdem mein Blutdruck diese Ausreisser hatte, gehe ich jetzt ja 3-mal die Woche eine halbe Stunde stramm spazieren. Morgen bekomme ich einen (oder ein) Ergometer. Soll ich damit eine halbe Stunde zusätzlich trainieren oder einen Spaziergang dafür ausfallen lassen? Was meinst Du, Cha-Tu? Ich selbst traue mir nichts mehr zu, ich habe vor allem Angst. Mein Herz ist ein Angstler und klopft bei jedem Pieps drauflos. Meinst Du, ich könnte "fahren?".


    Sind Deine Schmerzen denn über Weihnachten jetzt besser geworden? Das hoffe ich für Dich.


    Liebe Grüsse von *:) *:)

    Liebe Carmen,


    ich hoffe, Du hast schön Weihnachten gefeiert und kommst auch gut ins neue Jahr hinein. Mir geht es wieder besser. Meine Ärztin und ich sind ja ein eingespieltes Team, und meistens finden wir recht schnell eine Lösung.


    Liebe gesternwars,


    das ist ja eine Geschichte. Danke fürs Erzählen. Wie alt warst Du denn damals? Meine Cousine hat das gleiche erlebt, ihr ist ein Aneurysma im Kopf geplatzt, sie musste 1,5 Jahre (!) in einer Rehaklinik verbringen und war danach halbseitig gelähmt, so dass sie einen Rollstuhl brauchte. Voriges Jahr ist sie verstorben, mit 60 Jahren, 25 Jahre nach ihrem Hirnschlag. Du hast Glück gehabt, auch wenn diese Erfahrung sicherlich der absolute Alptraum war.

    Zitat

    Nachdem mein Blutdruck diese Ausreisser hatte, gehe ich jetzt ja 3-mal die Woche eine halbe Stunde stramm spazieren.

    Super!

    Zitat

    Morgen bekomme ich einen (oder ein) Ergometer. Soll ich damit eine halbe Stunde zusätzlich trainieren oder einen Spaziergang dafür ausfallen lassen?

    Ich würde vor dem Ergo KEIN Bewegungstraining machen. Beim Ergo soll man ja sein letztes geben, also wirklich durchpowern, bis man nicht mehr kann, oder das kardiologisch vorgegebene Ziel erreicht ist. Und wenn man sich vorher schon belastet hat, kann man meistens nicht mehr voll auspowern.


    Liebe Grüsse an Euch alle hier, und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


    Cha-Tu