Blutverdünnung als NW, kann man da was machen?

    Hallo *:)


    Ich habe mal eine Frage (der Titel klingt irgendwie blöd, aber mir fiel nix Besseres ein |-o ): Also, ich habe eine Venenerkrankung/ Gefäßanomalie und darf auf Grund dieser eigentlich keine Medikamente nehmen, die das Blut verdünnen. Nun bräuchte ich allerdings ein Medikament, das blöderweise die Blutverdünnung als Nebenwirkung hat. Gibt es irgendetwas, das die Gefäße schützen oder unterstützen könnte? Ich weiß, dass hier Laien unterwegs sind und ich werde auch einen Arzt dazu befragen, aber der Termin ist erst in zwei Wochen und mich macht das gerade ein wenig kirre. Zudem hat mein bisheriger Arzt den "Fall" abgegeben, weil er zu lange aus dieser Materie raus ist. Ist zwar blöd jetzt in dieser Situation, aber nicht zu ändern.


    Hat jemand eine Idee? :)*


    Liebe Grüße,


    Nela

  • 13 Antworten

    Es geht hier um Cymbalta, ein Antidepressivum. Das hatte ich schon einmal, da trat dann auch eine erhöhte Blutungsneigung ein. Deshalb hatten wir (also meine Psychiaterin und ich) das auch abgesetzt, allerdings ohne Rücksprache mit meinem (damaligen) Arzt. Es war aber bisher das AD, was am besten gewirkt hatte.

    Ne dumme Frage, aber ich habe bei diesem Medikament die erhöhte Blutungsneigung nicht als praktisch eigenständige "Nebenwirkung" gefunden, sondern nur den Hinweis auf


    "Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten".

    Nimmst du entsprechende Medikamente ?


    So wie ich es verstanden habe, gilt die Warnung eben besonders der Kombination von Cymbalta mit Blutverdünnern.


    Ich hab selber gerade nachgelesen, da mir bisher eine blutverdünnende Wirkung von Cymbalta nicht bekannt war, rein Interesse halber.


    Keine Garantie, nur meine Auslegung der Packungsbeilage.

    @ :)

    Im Beipackzettel steht das leider nicht deutlich genug drin, aber alle SSRI und SNRI haben, was die Bluverdünnung angeht, eine ähnliche Wirkung wie ASS. Ich hab ziemlich blöd geguckt, als ich darauf hingewiesen wurde.

    @ agnes

    Ich habe ein Klippel-Trenaunay-Syndrom am linken Bein. Die Venenklappen schließen nicht richtig und eine Cocket I-III Insuffizienz ist auch vorhanden. Grundsätzlich ist das Bein stärker durchblutet als das rechte, denn es sind mehr Gefäße vorhanden.

    Ich war mir dessen auch nicht bewusst, da es nicht im Zettel steht, dachte ich an sowas gar nicht ;-) Ich nahm es auch fast zwei Jahre lang. Dann wies mich eine Pharmazeutin darauf hin, meine Ärztin auch. In der Apotheke fragte ich dann auch lieber nochmal nach. Die erkundigten sich dann und gaben mir dieselbe Antwort...




    Weiß denn jemand was zu meiner Ausgangsfrage? Kann man da was machen? ":/

    Zitat

    Machen das nicht alle SSRIs?

    Ja, alle SSRI und alle SNRI... Das hat mir aber vorher nie jemand gesagt.

    Zitat

    Ich dachte, daß bei Deinem venösen Problem das Risiko eher Thrombosen sind. Hat denn schonmal was geblutet?

    Richtig, Thrombosen sind ein großes Risiko, erhöhte Blutungsneigung ist aber ebenso ein Risiko, dadurch, dass meine Gefäße ja nicht die stärksten/ stabilsten sind. Vielleicht ist aber da der neue Phlebologe auch anderer Meinung, das weiß ich nicht. Ja, Cymbalta hatten wir aus diesem Grund ja abgesetzt. Ich bekam plötzlich sehr schnell blaue Flecken, sogar bei Massagen im LWS-Bereich.

    Es ist eben wie so oft in der Medizin eine Nutzen-Risiko-Rechnung.


    Wenn Du ohne Antidepressivum klar kommst, nimm es nicht. Wenn nicht, solltest Du den wahrscheinlichen Vorteil des besseren Befindens gegen das relativ geringe Risiko einer Blutung abwägen.


    Wenn Du am Bein bluten würdest, wäre das sichtbar. Ich finde es ominöser, wenn man wo blutet, wo man es nicht merkt.


    Das und die blauen Flecken vs. Depression - da hängt die Balance von der Schwere der Depression ab.

    Zitat

    Ich finde es ominöser, wenn man wo blutet, wo man es nicht merkt.

    Ja, richtig. Aber eben das könnte ja rein theoretisch passieren. Ich mein, die Cockett I-III-Insuffizienz ist gegeben. Wenn in der Tiefe ein Gefäß platzt (vielleicht, weil es im Bindegewebe eingeklemmt wird; ist schon passiert, war aber harmlos zum Glück, weil es kein großes Gefäß war), bekomme ich das ja auch nicht gleich mit.

    Zitat

    Das und die blauen Flecken vs. Depression - da hängt die Balance von der Schwere der Depression ab.

    Die Depression fingt im Sommer bereits an. Mittlerweile geht vieles einfach nicht mehr und eigentlich ist mir so ziemlich alles egal, hauptsache es hilft. Ich würde das Risiko eingehen, aber nicht um jeden Preis. Ich sehe schon, es ist sehr schwierig... Danke trotzdem :)*

    Zitat

    Es gibt so vage Hinweise, daß Rutoside der Venenwand guttun, aber das weißt Du sicher.

    Nein, das wusste ich nicht, danke @:)

    Zitat

    Hast Du "nur" Die Gefäßmißbildungen oder auch die Hypertrophy?

    Das betroffene Bein ist dicker und länger als das rechte, aber nicht in sonderlich großem Ausmaß. Auf den ersten Blick sieht man das nicht.