Coaguchek und meine Krankenkasse

    Hallo ihr Lieben!


    Wie ihr vielleicht noch wisst, hat meine Krankenkasse die Kostenübernahme der notwendigen Schulung für das Coguchek-System abgelehnt.


    Ich habe mich daraufhin mit der betreffenden Praxis in Verbindung gesetzt und heute brieflich eine Antwort darauf bekommen.


    Der Arzt schreibt, dass ich nach §33 SGB V einen gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahme habe. Der Arzt zeigt sich sehr verwundert, da es mit anderen Kassen dieses Problem nicht gäbe. Außerdem schreibt er, dass er die Schulungsbescheinigung zurück zieht, falls die Kosten nicht übernommen werden. Für mich würde dies bedeuten, dass ich die Selbstmessung nicht mehr durchführen dürfte. Somit wäre für mich die Kontrolle des INR aufgrund meines Schichtdienstes wieder um einiges erschwerlicher wäre.


    Der Arzt würde bei Nichtzahlung auch den Rechtsweg beschreiten.


    (Hoffentlich nicht gegen mich, sondern gegen die Krankenkasse.)


    Habe auch gerade noch mit meiner Krankenkasse telefoniert. Ich soll Widerspruch einlegen, was ich auf jeden Fall tun werde.


    Wie sind denn eure Erfahrungen mit der Kostenübernahme?

  • 46 Antworten

    Da hab ich´s ja gefunden......*:)

    Ich habe mich mit der Arztzuasage zur Schulung angemeldet, Schulung gemacht und meiner Kasse (TK) die Rechnung vorgeleg,die wollen die direkt zahlen.Ich hoffe mal das geht jetzt seinen Weg :-o


    Im Vorfeld hatte ich meiner Kasse (und dem Arzt) Unterlagen gebracht, die ich von dem Träger der Schulung bekommen habe. Formulart und Info zum Thema Selbsttesten, Vorteile und so.


    Ich dachte du hattest schon alles durch, misst du denn nicht auch schon längst? Ich habe mein Gerät, aus bekannten Gründen


    :=o nicht angefasst. Erst nach der Schulung, die aber, wie ich finde überflüssig ist und zu teuer ist.


    Letztlich steht man alleine da und geholfen habt ihr mir hier im Forum :°_


    LG ceb

    Ich hatte sogar vor der Anmeldung zur Schulung mit meiner Krankenkasse telefoniert und da telefonisch eine Zusage für die Kostenübernahme bekommen - für das Gerät und!!! die Schulung.


    Jetzt argumentiert die Krankenkasse, dass das Gerät ja über das Kärtchen abgerechnet wird und dabei die Schulungskosten bereits enthalten seien. Sie behaupten sogar, der Arzt würde versuchen, doppelt abzukassieren.


    Jetzt sitze ich also über meinem Widerspruch und habe auch noch mit der TK telefoniert, um zu erfahren, wiees bei denen gehandhabt wird. Die Schulung wird bei denen über die zusätzlichen Leistungen (§44 SGB IX) abgerechnet. Das Gerät läuft unter Hilfsmittel und fällt somit unter §33 SGB V.


    Ich selbst messe auch erst seit 2 Wochen -bin also auch noch kein Profi.

    @ ceb

    Habe Schulungsbescheinigung des Arztes und Rezepte für Gerät, Lanzetten und Teststreifen bei der Krankenkasse eingereicht und wenige Tage später kam der Brief, dass das Gerät auf dem Weg zu mir nach Hause sei.


    Ich will nochmal verdeutlichen, dass es nicht um die Kostenübernahme des Gerätes geht, sondern um die Kostenübernahme für die notwendige Schulung.

    @ Sunny

    Das Thema hatten wir ja schon. Bei mir ist es die Barmer.


    Wenn mich nicht alles täuscht, war von denen die Aussage, sie dürften das Gerät erst übernehmen, wenn ich die Schulung nachgewiesen habe. (Das heisst für mich jetzt im Umkehrschluß, wenn sie das Gerät übernehmen, müssen sie auch die Schulung zahlen.)


    Allerdings gab es da beim Medizinischen Dienst ein Gewusel wegen der Rezepte, weil die verschiedenen Teile unterschiedlich abgerechnet werden, also als Hilfsmittel, Verbrauchsmittel(?) etc.


    Vielleicht liegt es daran? Stand alles auf einem Rezept? Für die Schulung hatte ich eine Überweisung vom Hausarzt.


    Und warum will der Arzt eigentlich Geld von dir? Soll er doch mit der Kasse diskutieren!!!


    Ich schau da noch mal genauer rein, kann ja nicht sein, dass du am Ende auf den Kosten sitzen bleibst.


    Gruß

    @else

    Nein, ich hatte zwei Rezepte. Eines für das Gerät und ein zweites für die Verbrauchsmittel.


    Und vom Ablauf her war es bei mir wie bei euch auch:


    1. Überweisung vom HA


    2. Anruf bei meiner Krankenkasse wegen Kostenübernahme (habe telefonische Zusage bekommen)


    3. Schulung in entsprechender Praxis


    4. Einreichung der Unterlagen bei der Krankenkasse


    5. Brief von der Krankenkasse, dass das Gerät übernommen wird


    6. Brief, dass die Schulungskosten nicht übernommen werden, mit dem Hinweis, dass die Schulung im Rahmen der Entgelte bzw. vertragsärztlichen Vergütung abgegolten ist.


    Ich sehe es auch nicht ein, dass ich auf den Kosten sitzen bleibe oder nicht mehr selber messen darf, wenn der Arzt die Schulungsbescheinigung zurück zieht.


    Bin eigentlich ganz optimistisch. Bin von meiner Krankenkasse zurück gerufen und mehr oder weniger dazu aufgefordert worden, in Widerspruch zu gehen. Die Mitarbeiterin musste sogar zugeben, dass sie sich mit Antikoagulation nicht richtig auskennen würde.


    Und für den Notfal: ich habe eine allumfassende Rechtsschutzversicherung - auch wenn es um einen Streitwert von "nur" 160 Euro geht.

    Kann da der Knackpunkt liegen?


    Du hattest eine Überweisung vom Hausarzt, für was?


    Bei mir musste draufstehen "Labormedizin" und so wie ich das verstanden habe war das für die Schulung.


    Wollte grad in meinen Unterlagen nochmal nachschauen und musste feststellen: Alles weg, inklusive Schreiben von der Kasse, dass sie 600 € für Gerät bezahlt haben und das Gerät ihr Eigentum bleibt.


    Sieht mir irgendwie gar nicht ähnlich.


    Hast du 4. gemacht oder die Praxis?


    Wurde das dann nicht gleich mit der Kasse abgerechnet?


    Wenn die Kasse sagt, das die Schulung bereits bezahlt ist, dann schreib dem Arzt das doch. Und er soll das mit der Kasse klären!!!


    Er kann von dir ja nicht eine zweite Bezahlung verlangen.


    Wenn er das Schulungszertifikat zurückzieht, dann verlangt er Bezahlung für eine nicht erbrachte Leistung. Das geht wohl auch nicht.


    Selbst wenn er das tut, würde ich das Gerät weiter benutzen. Hast du nicht auch eine Kopie davon?


    Wenn die Kassenmitarbeiterin sich mit Gerinnung nicht auskennt, kann es dann sein, dass sie auch mit der Abrechnung dafür nicht alles auf der Reihe hat?


    Solltest du den Eindruck gewinnen, dann wende dich an einen Vorgesetzten!


    Wir sollen in erster Linie kranke Patienten sein und uns nicht mit Abrechnungen abärgern müssen.


    Ich drücke dir die Daumen, wird sich schon alles klären.

    @else

    Die Unterlagen habe ich vom Schulungsarzt bekommen und dann selbst bei der Kasse eingereicht.


    Der Arzt hat bis jetzt keine Zahlung von mir verlangt. Wenn ich sein Schreiben so lese, steht er auch voll und ganz auf meiner Seite. Er meint, ich soll mich von der Krankenkasse nicht ins Boxhorn jagen lassen, da ich ja einen Rechtsanspruch auf die Übernahme der Kosten habe.


    Ich stehe diesbezüglich auch weiter mit der Praxis in Kontakt. Habe sie heute informiert, dass ich Widerspruch einlegen werde und werde ihnen dieses Schreiben auch zur Kenntnisnahme schicken.


    Die Schulung ist bisher nicht bezahlt, da die Kasse dies ja abgelehnt hat. Ihrer Meinung nach ist das mit den üblichen Entgelten ja bereits abgegolten.


    Jetzt werde ich einfach mal abwarten und schauen, was passiert.

    Bei welcher Krankenkasse bist du, sunny?


    Meine KK (GEK) hat auch erst Zeck gemacht, dann habe ich einen Widerspruch eingelegt und dann ging es plötzlich. ich habe allerdings nicht das CoaguChek, sondern das INRatio. Da war das aber auch relativ einfach, weil die Firma, die das in Deutschland vertreibt, bei mir in der Nähe ist (Berlin).

    Den praktischen Teil haben zwei Mitarbeiterinnen gemacht, der Doc kam dann für die Theorie dazu.


    Der Stundenlohn ist tatsächlich nicht zu verachten...irgendwas mache ich wohl falsch...


    P.S. Wo finde ich denn den Smilie mit dem Faschingshut?