EKG: Warum bin ich ein Steiltyp und was sagt es aus?

    Hallo,


    heute habe ich mich endlich zu einem EKG durchgerungen. Die Ergebnisse der Blutabnahme bekomme ich morgen, zumindest die ersten.


    So weit war sie wohl zufrieden, sagte, ich wäre ein Steiltyp, was an meiner schlanken Statur läge. Jetzt frage ich mich, ob das schon immer so war. ":/ Ich bin 1,57 und wiege +- 49 kg.


    Da aber meine Herzfrequenz recht hoch war mit 116 (wie immer bei ärztlichen Untersuchungen, selbst mein BD war mit 130/80 Bombe) verschrieb sie mir nun einen Betablocker. Ich finde das immer sehr schwierig, weil ich von Hause aus doch schon einen eher niedrigen Ruhepuls habe mit 55 bis 60. Das Herzrasen ist ja nicht ständig da, nur leider immer beim EKG schreiben... :°(


    Sie sagte auch noch, dass ich keine Erregungs-Rückbildungs-Störung hätte. Dass sie aber die Spitzen weg haben wolle.


    Was würdet ihr mir raten? @:)

  • 48 Antworten

    Der lagetyp beschreibt die Lage der "elektrischen Herzachse" im Brustkorb. Bei schlanken Menschen ist ein Steiltyp völlig normal und keinerlei Anlass zur Besorgnis. Schlanker Mensch: Das Herz liegt eher senkrecht im Brustkorb. Dicker Mensch: Es liegt eher seitlich. Beides völlig normal, wie halt am besten Platz im Brustkorb ist.

    Ich bin ähnlich wie du, bei Untersuchungen laufe ich auf Hochtouren. Den Betablocker würde ich nicht nehmen. Selbst dein Blutruck ist doch unter den Bedingungen normal, da würde man ja nicht mal einen Betablocker nehmen, wenn du diesen BD in Ruhe hättest. Und 116 Puls ist auch kein Herzrasen. Ich war vor ein paar Jahren bei einem Kardiologen zur Interpretation eines Langzeitsekgs, mein durchschnittlicher Puls war auch sehr hoch, an dem Tag hatte ich einiges an Aufregungen und die Tatsache, dass ich überhaupt ein EKG machte hat auch schon gereicht, um ihn zu erhöhen. Das war bei mir schon immer so. Der Arzt nahm das auch nicht weiter tragisch, er meinte, dass sei ganz häufig besonders bei schlanken Frauen so. Ich mag Betablocker nicht, ich fühle mich damit wie gebremst, ich würde sie wirklich nur nehmen, wenn es absolut notwendig ist.

    @ Monika @:)

    ich sehe das ähnlich wie du. Mein Ruhepuls ist doch schon so sehr niedrig, da würde mir ein BB irgendwie Angst machen. Die Ärztin tat ein wenig so, als hätte ich dieses Herzrasen ständig. Aber es ist halt nur in Angstsituationen oder eben bei Ärzten/Untersuchungen. Ich werde auch morgen früh wieder Herzrasen haben, wenn mir die Blutergebnisse mitgeteilt werden. :)z

    Zitat

    (wie immer bei ärztlichen Untersuchungen

    Hast du ihr das gesagt, was meinte sie dazu? Ich würde da keine Betablocker nehmen. :-o Meine Werte (Puls und BD) sind zu Hause normal, beim Arzt immer zu hoch (selbst wenn ich mich erstmal 10 min. hinlegen soll, ich bin da trotzdem nie ruhig genug, dass das aussagekräftig wäre :=o )

    ist bei mir genauso, mnef. KLar habe ich ihr das gesagt, alle ärzte in der Praxis kennen dieses Problem.


    Ich habe noch keinen einzigen BB genommen und habe sie schon desöfteren verschrieben bekommen. Auch schon mal vor 15 Jahren. Musste deswegen abstillen damals, war ich sehr traurig drüber. :°(


    Und dann habe ich sie doch nicht genommen und einen Besuch beim Kardiologen vorgezogen. Der hat mir gesagt, ich solle die Teile weg lassen und stattdessen eine halbe Stunde Ausgleichssport am Tag machen. :)^

    noch was: bilde ich mir das nur ein, oder verschreiben Hausärzte schnell mal was, das nicht in ihr Gebiet fällt? ":/ Ist nicht böse gemeint, aber die Erfahrung habe ich schon oft gemacht. Mein HA hat mir auch Tabletten für die SD mitgegeben, die ich "ausprobieren" sollte, aber das hab ich nie getan.

    Das finde ich aber komisch von ihr, dass sie dir dann trotzdem gleich BB verschreibt. ":/ Angeboten bekommen habe ich es auch schon, aber als ich meinte, dass meine Pumpe nur in Praxen so geht, war das direkt vom Tisch.

    Zitat

    noch was: bilde ich mir das nur ein, oder verschreiben Hausärzte schnell mal was, das nicht in ihr Gebiet fällt? ":/

    Das weiß ich jetzt nicht so genau. Aber das bleibt nicht aus, weil der Hausarzt viele Wehwehchen vorgestellt bekommt, für die genau genommen (oder bei starken Beschwerden, anhaltenden Beschwerden) irgendein Facharzt zuständig wäre. Bei SD-Tabletten zum "Probieren" ist aber mMn auch Schluss. Ich habe eher das Gefühl, dass Ärzte grundsätzlich irgendwas verschreiben, weil Patienten das so wollen. Neulich erst vom Wartezimmer aus eine schimpfende Patientin gehört, weil sie "irgenwelche Tabletten" wollte ;-D

    Da liegst du mit deinem Gefühl mit Sicherheit richtig!


    Dass man den meisten Ärzten erst lang und breit erklären muss, das man bei Untersuchungen "auf Hochtouren" läuft (kann mich da auch einreihen), begreif ich einfach nicht, aber deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    Ich würd dann wahrscheinlich auch 24 Stunden lang aus dem Ruder laufen :)=


    Habe gerade mal meine EKGs nachgeschaut, bei der einen Kardiologin war ich ein "Linkstyp", beim anderen ein "Indifferenztyp". Seltsam irgendwie. Dabei bin ich auch sehr schlank. Warum bin ich jetzt kein Steiltyp? ":/

    @ mnef,

    ein Betablocker kann durchaus gegen Angst wirken! In der Anfangszeit des BB wurde dieser sogar bei psychosomatischen Problemen, gekoppelt mit Angst, offiziell verordnet. Diese Indikation gibt es allerdings nicht mehr, was aber nicht heisst, dass der BB nicht angstmildernd wirken kann.

    @ Tina,

    wenn ich kein gutes und überzeugtes Gefühl dabei habe, dann nehme ich so ein Medikament auch nicht. Andererseits (nicht sauer sein) frage ich mich schon, warum Ihr zum Arzt geht, und dann deren Behandlungsvorschläge ablehnt, bzw. diese in einem LAIEN(!)forum diskutiert...?! Habt Ihr kein Vertrauen in Eure Ärzte? Ich habe sowohl zu meinem Kardiologen und besonders zu meiner Hausärztin vollstes Vertrauen, und wenn die mir (nach Untersuchung und Diskussion mit mir) etwas empfehlen, mache ich das auch. SIE sind die Fachleute. Und wenn ich KEIN Vertrauen zu meinem Arzt habe (wie zu meinem bisherigen Lungenfacharzt), dann wechsele ich den Arzt.


    Schönen Gruss

    Ich habe kein uneingeschränktes Vertrauen zum Arzt, allein schon deshalb, weil Ärzte untereinander so unterschiedliche Meinungen haben. Erst jetzt wieder bei mir, zwei verschiedene Diagnosen im Brustton der Überzeugung. Sehr negative Erfahrungen (teilweise) haben wir auch schon im Verwandtenkreis gemacht.

    Zitat

    ein Betablocker kann durchaus gegen Angst wirken!


    Diese Indikation gibt es allerdings nicht mehr, was aber nicht heisst, dass der BB nicht angstmildernd wirken kann.

    Ja, aber ich sehe keine Verhältnismäßigkeit. Und es wirkt auf mich nicht vertrauenserweckend, wenn man die Angstmildernde Wirkung quasi argumentativ nachschiebt, wenn der Patient sagt, dass er sonst nie Puls- und BD-Probleme habe.

    Zitat

    warum Ihr zum Arzt geht, und dann deren Behandlungsvorschläge ablehnt, bzw. diese in einem LAIEN(!)forum diskutiert...?! Habt Ihr kein Vertrauen in Eure Ärzte?

    Darauf kann ich weder mit Ja noch mit Nein antworten. Ich halte "meinen" (gibt nichtmal einen, wo ich mein zweites Wohnzimmer habe ;-D) Arzt für jemanden, der mir in vielen Punkten helfen kann, da er sich auskennt und bestimmte Dinge untersuchen und behandeln kann, wie ich es nicht könnte. Vertrauen wäre aber irgendwie das falsche Wort. Ich vertraue keinem Wildfremden blind, nur weil er Qualifikation xy hat. Warum ich zum Arzt geh: Weil ich Vorsorge betreibe, manchmal auch, weil ich eine AU brauche. Ne Woche mit heftigem grippalem Infekt flach zu legen nimmt nunmal kein Arbeitgeber ohne AU hin, auch wenn das doch meist durch Ausruhen ausheilt. "Mein" Arzt will mir da auch immer vorsorglich Antibiotika verschreiben – lehne ich auch immer ab.

    Zitat

    Und es wirkt auf mich nicht vertrauenserweckend, wenn man die Angstmildernde Wirkung quasi argumentativ nachschiebt, wenn der Patient sagt, dass er sonst nie Puls- und BD-Probleme habe.

    Das sehe ich auch so.