Engegefühl/ Atemnot/ Schwindel - Help !

    Hallo Zusammen,


    auch auf die Gefahr hin, dass das Problem hier schon öfters thematisiert wurde, möchte ich kurz mein Problem schildern:


    Bin 33, treibe viel sport (Skilanglauf, Rudern, Badminton u.s.w.), und hatte mit dem herzen nie probleme.


    Am letzten Mittwoch wurde ich in der Mittagspause (stand gerade beim Metzger an der Theke - toll!) von folgendem Gefühl quasi aus heiterem Himmel überrascht:


    Ausgehend vom Brustbein, machte sich im gesamten Brustkorb ein beängstigendes enggefühl breit, ich hatte starke atemnot, japste nach luft, mir wurde schwindelig, so dass ich das gefühl hatte jeden moment auf den boden zu knallen, und mein herz fühlte sich wie "eingedrückt" an.


    Ich schaffte es gerade noch in eine in der nähe befindliche arztpraxis (die waren hoch erfreut als ich in ihre mittagspause platzte ). Dort begann ich schließlich noch ordentlich zu hyperventilieren.


    Im EKG zeigten sich aber angeblich keine besonderen Auffälligkeiten (so genau hab ich das nicht mehr mitbekommen, weil ich mit irgendnem tranquillizer ruhiggestellt wurde).


    Dann gings ab mitm sanka ins krankenhaus (der arzt wollte mich so nicht auf die straße lassen).


    Obwohls mir immer noch recht flau ging (das herz "flatterte" bei der kleinsten anstrengung) zeigten auch dort ekg und belastungsekg (bis 260 Watt) keine auffäligkeiten.


    Lediglich im Herzecho wurden ein paar "nicht weiter besorgniserregende unregelmäßigkeiten" (O-Ton Arzt) festgestellt.


    Er brummelte irgendwas von "...könnte ein virus sein... aufpassen wegen herzmuskelentzündung... kontrolle in 3 monaten"... und der beste satz war " ich hab schon bessere herzen von 30jähirgen gesehen" - bravo.


    Irgendwie kams mir so vor, als ob die mich - nachdem die diagnose "herzinfarkt" ausgeschlossen werden konnte - schnell wieder ausm kh raushaben wollten.


    Tja und so bin ich jetzt seit gestern daheim, so schlau wie vorher, und hatte vor ca. 2 stunden einen ähnlichen "anfall" wie oben beschrieben.


    Bin nun völlig ratlos wies weitergehen soll.


    Was würdet ihr mir raten ?


    Nochmal zu nem kardiologen und alles nochmal gründlich durchchecken lassen (doppeluntersuchungen hin oder her), evtl. mit herzkatheder ?


    Vielleicht gibts ja auch "leidensgenossen", die ähnliche beschwerden haben / hatten.


    Wäre für jeden hinweis dankbar.


    Gruß Ziggo

  • 28 Antworten

    Hallo Agnes,

    das "gefühl" während des hyperventilierens ist auf dem von dir angegebenen link ziemlich gut beschrieben, allerdings habe ich ein problem damit, was diesen "anfall" ausgelöst hat.


    Das Panikauslösende Moment war eindeutig das binnen weniger sekunden eintretende enge- und druckgefühl in der brust sowie der sofort auftretende schwindel bzw. das gefühl ohnmächtig zu werden.


    Anders ausgedrückt:


    Für mich stellt sich die Frage von der Henne und dem Ei, sprich, hat dieser plötzliche "herzkrampf" (eine bessere beschreibung fällt mir momentan nicht ein) letztlich das hyperventilieren nicht erst ausgelöst ?!


    Hinzukommt, dass ich mich eigentlich in keiner stressauslösenden oder andersweitig psychisch labilen situation befinde, die das auftauchen eines hyperventilationssyndroms erklären könnte.


    Zu guter letzt sind es auch noch diese komischen aussagen des krankenhausarztes die zu meiner verunsicherung beitragen....


    Trotzdem vielen dank für den link...


    Grüße ziggo

    außerdem

    ...habe ich immer noch Mißempfindungen in der Herzgegend (Stechen, Stolpern, Schmerzen am Rippenbogen auf Herzhöhe).


    Kann das alles ausdruck einer anststörung sein (ich frag mich blos WELCHER ?) oder nicht doch vielleicht organische ursachen.....

    Hole dir am besten noch mal eine zweite Meinung ein.Erst wenn du Organisch gesund bist kannst du von einer Angsterkrankung ausgehen.Dann willkommen im Club,denn mir gehts auch so.


    Leider weiß ich bis heute noch nicht was die Angst auslöst und woher das ganze kommt.Bei mir fängt es auch an mit dem komischen Gefühl in der Brust.Habe auch Herzstolpern und Stechen in der Brust(was aber vom Rücken ist).Dazu kommen Schwindel,manchmal Schmerzen im linken Arm.Das alles zusammen klingt ja auch sehr nach Herzproblemen,die ich aber anscheinend nicht habe.Daraus hab ich dann eine Angststörungn entwickelt.Habe aber auch vor vielen anderen Sachen angst,zb das ich mich Übergeben muß oder das ich Umkippe,hab Angst vor engen Räumen....


    Die Angst das mein Herz nicht ok ist hab ich immer noch,leider.Zum Glück hab ich noch nicht Hyperventiliert.Muß das aber immer in meiner Psychiotherapie machen,damit ich mit der Angst umzugehen lerne.Ich weiß also sehr gut wie du dich fühlst.


    Gruß Chrissi

    Hallo Ziggo33!


    Habe Samstag genau das selbe wie Du gehabt,atem ausgesetzt(jedenfalls dachte ich das),Engegefühl in der Brust,Herzrasen,Kribbeln in den Händen,nachdem ich dachte ich kippe um und trete meinem Schöpfer gegenüber rief ich den Notarzt der mir sagte das sei eine Panikatacke.Der super Tipp für mich bei so was ruhig bleiben und in eine Papiertüte atmen was auch wirklich hilft.Bekomme das seit dem leider öffters.Von meinem Artzt habe ich betablocker bekommen und er nahm mir Blut ab (wegen den Calciumwerten).Muss morgen wieder hin.


    Würde gerne wissen wie es euch weiterhin ergangen ist.


    Also schreibt mal ob man das wieder in den Griff bekommt kann zur Zeit damit nähmlich gar nicht umgehen.


    PS:Noch eine Frage sei mir gestattet Raucht Ihr

    @ ziggo

    Zitat

    Kann das alles ausdruck einer anststörung sein

    Kann es, ja, im Zusammenspiel mit ständiger Anspannung, psychisch wie körperlich (Muskeln).

    Zitat

    (ich frag mich blos WELCHER?)

    Schwer zu sagen, aber mindestens Krankheitsangst.


    Viele Grüsse


    Lupo

    Verstehe es nicht

    Also wie gesagt war beim Artzt und der meinte auch es sei eine Angstörung(Ich soll Sport treiben und abnehmen) kann mir das aber nicht vorstellen da ich keiner psychischen Belastung ausgesetzt bin.


    Weiß jetzt auch nicht mehr weiter habe es auch nicht mehr so doll ausser gestern im Schlaf,bin aufgewacht und schnappte nach Luft wie ein Taucher der endlich an die Oberfläche gelangt.


    Auf jeden Fall ist das ziemlich belastend da es meißt aus heiterem Himmel kommt und sich nicht vorher Ankündigt.


    Schreibt mal wie es bei euch weitergeht.


    Liebe Grüße euer Fritze

    Vielleicht gibt es ja etwas Unbewusstes, dass die "Diagnose" Angststörung rechtfertigt. Allerdings kann es auch sein, dass der ERSTE Anfall dieser Art eine vorübergehende körperlich Ursache hatte, sich dann dadurch eine "Angst vor der Angst" manifestierte, und sich nun verselbständigt hat. Vielleicht solltest Du tatsächlich mal mit einem Psychotherapeuten sprechen.


    Alles Gute


    Cha-Tu

    Cha-Tu schrieb...

    Zitat

    Vielleicht gibt es ja etwas Unbewusstes, dass die "Diagnose" Angststörung rechtfertigt.

    Fritzchen schrieb...


    PS:Noch eine Frage sei mir gestattet Raucht Ihr ??


    Könnte es Da evtl. einen Zusammenhang geben ?


    Habe mich ja viel mit Krankheitsangst (auch unbewusster...) beschäftigt.


    Raucher sind das beste Beispiel dafür. Im Prinzip leben sie von der ständigen perfekten Verdrängung ihres latent schlechten Gewissens (genau zu wissen, wie man sich schadet). Das funktioniert trotzdem alles ganz gut, solange man sich körperlich wohl fühlt. Tauchen aber irgendwelche Symptome auf, die in diese Richtung deuten, gehen sofort die Alarmglocken an und alles sonst auf Dauer verdrängten tritt zutage - und zwar gewaltig, so, als würde ein Damm brechen.


    So geht dies mit anderen Dingen, die Gesundheit und eigene Lebensweise betreffen, auch.


    War nur so ein Gedanke. Vielleicht findet sich jemand wieder....


    Viele Grüsse


    Lupo

    Hallo, Lupo,


    generell halte ich das für möglich. Oft sind Menschen, die sich eines ungesunden Handelns bewusst sind, unbewusst von Sorgen und Angst geleitet in ihrem Alltag. Der Raucher, der Angst vor Lungenkrebs und Herzinfarkt hat; der Übergewichtige, der Angst vor Diabetes und Schlaganfall hat usw. sind sicherlich in dieser Kategorie zu finden.


    In jedem Fall müssen "Ängste" sich nicht immer als ein direktes Angstempfinden zeigen, Angst kann durchaus latent vorhanden sein, ohne dass man Angst "spürt".


    Schönen Gruss


    Cha-Tu

    Und wie schaut es bei euch mit den Behandlungen und den Erfolgen aus? Ich Kämpfe jetzt schon fast 2 Jahre damit und es ist mal für nen Monat gut aber dann kommt es wieder fast jeden Tag..und das witzige, immer wenn ich Ruhe habe..oder versuche zu entspannen.


    MfG


    Pokerface

    unter gleichgesinnten...

    ich habe ähnliches.. ohne jede vorankündigung weiche knie, enge in der brust, weiss wie eine wand, nasse kalte hände, und denke gleich bin ich bei gott..


    ich bezweifle das das psychisch ist, weil ERST kommen diese symtome, dann kommt der schreck und die angst.


    hat jemand bisher was neues rausgefunden?

    Hi Pulsedriver!


    Ich habe nun nach 2 Jahren entlich den Entschluss getroffen eine Therapie zu machen weil es nicht mehr auszuhalten ist. Mittlerweile weiß ich schon nicht mehr wie sich Entspannung anfühlt...weil immer wenn ich zur Ruhe komme treten die allen bekannten Symptome auf. Meine Ärtzin hat das dann nach dn ganzen Untersucheungen nochmal sehr direkt gesagt: Wenn es das Herz oder der Kreislauf gewesen wäre, hätten Sie schon längst am Boden gelegen bzw im Krankenhaus.


    Ich werde jetzt am 27 son Testfragebogen usw machen und dann werden wir mal sehen. Wenn ihr Interesse habt werde ich das Ergebnis mailen bzw versuchen hier rein zu stellen.


    MfG


    Pokerface*:)