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    Hallo


    Ich hatte jahrelang Eisenmangel seit ich ungefähr 12 war. Da die Tabletten und Tropfen bei mir nichts gebracht haben, habe ich regelmässige Infusionen gekriegt.


    Heute sind die Ärzte ja nicht mehr so begeistert von Eiseninfusionen da es zB nicht gut für die Niere sein könnte. Ebenfalls kann eine Eiseninfusion auch andere Nebenwirkungen auslösen. Lass dich da bitte von deinem Arzt nochmal aufklären.


    Die Infusionen habe ich immer gut vertragen. Sie waren immer richtig dosiert, was sehr wichtig ist. Lange geholfen haben sie mir nie, aber wenigstens etwas. Die Infusion dauerte immer so 30 Minuten und danach musste ich noch 15 Minuten dableiben zur Beobachtung.


    Alles Gute

    Ich habe bis vor 5 Jahren über mehrere Jahre regelmäßig Eiseninfusionen bekommen (Ferrlecit). Jeweils in 500 ml Kochsalzlösung. Anfangs wg. mögl. Nebenwirkungen SEHR langsam und gut überwacht; auf Dauer dann deutlich schneller.

    Zum Teil bis zu 3 Infusionen pro Woche, wenn die Werte ganz im Keller waren (Ursache waren bei mir mehrere OP's und starke Regelblutungen; andere Ursachen wurden mittels Magen- & Darmspiegelung ausgeschlossen).

    Ich habe die Infusionen problemlos vertragen; anfangs hatte ich gelegentlich direkt danach für 1-2 Stunden ein Wärmegefühl im Kopf. Bei den häufigen Infusionen haben die Venen irgendwann gesponnen und dann musste Pause gemacht werden. Manchmal wurde es um die Einstichstelle herum etwas rot.

    Meine damalige Hausärztin sah da einfach die Notwendigkeit; nach Umzug hatte ich arge Probleme, aber dank einer best. Pillensorte keine Blutungen mehr und auch keine OP's mehr, so dass sich die Lage stabilisiert hat. Ja, es gibt Risiken, aber extremer Eisenmangel ist auch nicht ohne und es sollte abgewogen werden. Sowie die Praxis für die (seltene) Möglichkeit einer unverträglichkeit auch entsprechend notfallmäßig ausgerüstet sein.

    Ich wäre ohne die Infusionen nicht auf die Beine gekommen, da ich beim ersten Auftreten des so akuten Mangels (Ferritin bei 8) komplett zusammengeklappt bin.

    Freu über die Antworten!

    Also ich hatte letztes Jahr bereits 12 Infusionen mit Ferrlecit.(Privatarzt)

    Habe ich so lala vertragen.

    Mein Ferritin ist von 7 auf 100 angestiegen.

    Aber jetzt dümpelt er schon wieder unten rum.

    Ein Arzt hat mir nun eine Infusion mit Ferinject 500 angeboten, auf Kasse!

    Aber ich bin mir total unsicher, ob mich das körperlich nicht völlig überfordert.

    Bin eh kreislaufmäßig kurz vorm Kollaps, Schwindel, Angst, Unruhezustände ....lt. Frauenarzt bin ich auch im Wechsel, viel zu früh.

    Naja, dieses "kreislaufmäßig kurz vor dem Kollaps" kann ja auch aus dem Eisenmangel resultieren. Mit meinem Ferritin um die 8-10 konnte ich kaum noch länger stehen und mir ging es absolut unterirdisch. Ich war mehrere Wochen krankgeschrieben damals...


    "So lalal vertragen": Was hast du denn gespürt/ nicht so gut vertragen?

    Ich kann dazu nur sagen, dass ich sowieso schon an Wetterfühligkeit leide, aber Eisenmangel verstärkt das ja alles nur.


    Wenn dein Eisenmangel so stark ist und du es schon mit Tabletten und Tropfen probiert hast, dann versuch einfach diese Infusion. Ich denke der Eisenmangel wird dir mehr Schaden bereiten als die Infusion.


    Da fällt mir ein: Ich habe eine Zeit lang Eisentabletten mit Folsäure genommen. Das waren die einzigen die wirklich was gebracht haben. Könnte sie raussuchen wenn du magst

    Wetterfühlig bin ich eh (Neigung zu Migräne bei Wetterumschwüngen, v.a. wenn es warm wird. Durch Gestagen-Pille deutlich gebessert) und während der Eiseninfusionen habe ich da keine Änderung bemerkt. Evtl. war ich abends etwas müder als sonst; habe sie auch meist Nachmittags bekommen.

    Aber da es mir insgesamt mit dem Eisenmangel so unglaublich schlecht ging, war mir das alles ziemlich egal. Und die Besserung kam einfach jedes Mal sehr schnell und deutlich. Während Tabletten nicht funktionierten, mein Magen-Darm-Trakt rebellierte,...

    Ferrlecit.

    Angstzustände habe ich nicht, aber in der Zeit mit dem extremen Eisenmangel war ich müde, hatte ständig Herzklopfen/Herzrasen, war irgendwie "flatterig". Und wie gesagt, Kreislaufprobleme ohne Ende. An Supermarktkassen musste ich mich quasi auf den Einkaufswagen lehnen, um nicht umzukippen. Ziemlich gruselige Erfahrung.

    Und bei der ersten Infusion hatte ich nach all der Aufklärung über die Risiken auch Bammel und Herzklopfen und habe mir wohl auch die eine oder andere Nebenwirkung eingebildet. Weil beim 2. Mal alles viel besser war.

    Lustig wie unterschiedlich der Körper mit Eisenmangel umgeht. Mein Ferritin Wert bei der letzten Blutuntersuchung war bei 5. War natürlich müde und körperlich nicht so ganz fit, hatte auch Herzrassen, Atemschwierigkeiten und auch Kopfschmerzen sowie stärkere Sodbrennen. Aber ich war nicht so körperlich angeschlagen das ich meinen Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Hatte nie das Gefühl ich kippe gleich um oder hab mich ins Bett gelegt. Ich hab sogar noch täglich Sport gemacht, aber natürlich war ich nicht so fit wie sonst und schneller aus der Puste. Aber da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich der Körper reagiert.


    Ich bekomme auch Eiseninfusionen, weil ich überhaupt keine Tabletten oder Säfte vertrage. Selbst Floradix oder Brausetabletten aus dem dm vertrage ich nicht. Ich hatte ganz üble Nebenwirkungen die mich damals beinahe ins Krankenhaus gebracht hätten. Die Eiseninfusionen vertrage ich sehr gut. Dauert ca. 15 Min bei mir, muss danach auch nicht warten, kann dann gleich gehen. :) Ich merke schon am nächsten Tag einen deutlichen Unterschied. Ich bekomme mittlerweile alle 3-4 Wochen eine Infusion. Für das Infusionsbesteck sowie auch das Medikament musste ich was zahlen, trotz Kassenrezept.

    Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich damals nach 14 Knie-OP's und 10 Jahren ohne jeglichen Sport, dafür mit vielen Monaten auf Krücken, eh NULL Kondition hatte. Vermutlich fiel deswegen der Abbau mehr ins Gewicht.

    Atemnot/Kurzatmigkeit hatte ich übrigens auch.


    Bei mir liefen die Infusionen nach den ersten Malen letztlich auch innerhalb von 15 Minuten durch und ich konnte sofort gehen. Zahlen musste ich (zuletzt vor 5 Jahren) nie etwas, nicht mal das Infusionsbesteck. Mir wird mittlerweile aber bewusst, dass meine damalige Hausärztin eine ganz tolle und großzügige war...

    Danke für eure Antworten.

    Bevor der Spuk losging, bin ich auch regelmäßig laufen gegangen und war wirklich sportlich durchtrainiert.

    War auch im Gesundheitswesen selbständig.....

    Ich denke, ich werde versuchen mit dem Kassenarzt zu besprechen, ob er mir die kleineren Infusionen mit Ferrlecit geben kann, evtl eben auch als Selbstzahler.

    Meine Sorge ist einfach, wie bereits oben angeführt, daß ein halbes Gramm Eisen auf einmal viel zu viel für mich ist.

    Ich wäre da auch skeptisch. Es gibt einige Erfahrungsberichte über Ferrinject, die stärkere Nebenwirkungen aufzeigen, wegen der großen Menge, die auf einmal eingelagert werden muss. Nicht jeder Körper schafft das so schnell.

    Gut vertragen habe ich Venofer, zehn Infusionen, einmal die Woche und dann ist für ein Jahr Ruhe gewesen. Leider habe ich das dann immer wiederholen müssen, bis ich endlich ein Präparat gefunden habe, was bei mir den Eisenwert stabil hält.

    Venofer wird erfahrungsgemäß als Infusion besser vertragen.


    Wichtig zu wissen ist immer, warum der Wert so niedrig ist. Liegt vielleicht ein Kupfermangel vor, wird die Nahrung nicht richtig verdaut, wegen zuviel Stress oder wegen weiterer Vitamin- und Mineralstoffmängel oder beidem. Isst man auch genügend eisenhaltige Lebensmittel usw.

    Danke für deinen Beitrag.

    Ich weiß, dass ich schon immer sehr blass war.

    Letztes Jahr hieß es nach einer Magenspiegelung Zöliakie Marsh 2, aber trotz glutenfreier Ernährung ändert sich nichts an meinem Zustand mit Benommenheit und Schwindel. Eher habe ich jetzt eine Zunahme an Beschwerden mit ständiger Übelkeit.

    Die werte habe ich kürzlich auf eigene Kosten messen lassen.

    Vit D war Grenze unten (32)

    B12 war in der Mitte angesiedelt.

    Hatte eben Termin bei der Neurologin.

    Sie schreibt meinen HA an, dass er mir eine Ü zur stat. Aufnahme ins KH aufstellen soll zwecks Magen-und Darmspiegelung, da die Gastros auf meine Bauchbeschwerden ja nicht reagieren.

    Und die gab mir eine Ü zum Kardiologen, damit von de Seite mal geschaut wird.

    Dann frage ich auch nach dem Zink-, Mangan und Selenwert. Zink ist wichtig für die Haare, Selen für das Hormonsystem und Mangan für mehrere hundert Enzyme. Aber wie gesagt, der Eisenwert spielt keine unerhebliche Rolle.

    Und wenn du schreibst, dass du Magenprobleme hast, dann können auch Mängel, neben anderen Ursachen, wie Stress oder Intoleranzen eine Rolle spielen oder du hast den Helicobacter vielleicht. Da würde ich auch mal nachschauen lassen. Letztendlich weiß man oftmals nicht was zuerst da gewesen ist, das Ei oder die Henne und oftmals spielen mehrere Ursachen eine Rolle bis sich dann deutliche Symptome zeigen.


    Ich drücke fest die Daumen für deine weiteren Untersuchungen und dass man dir zeitnah helfen kann.:)*