• Extrasystolen bei bestimmten Bewegungen

    Seit etwa 10 Jahren habe ich Extrasystolen bei bestimmten Bewegungen. z.b. Bücken,schnelle Drehungen ,Computerarbeiten,auf dem Handy schauen, generell beim runterschauen,schnelles laufen und dabei reden.Beim unterrichten und schnelles lautes sprechen. Auf dem Sportplatz Mannschaften trainieren und bei Wettbewerben betreuen geht auch nicht mehr.(Die…
  • 124 Antworten

    Habe Eure Einträge gerade gelesen.Sitze hier am Rechner und mache gerade Pause,bin dabei den Rasen zu schneiden. Bei mir geht alles nur noch in Etappen, nicht weil mir die Luft fehlt,sondern Hektik,Schwitzen Peng und der Samstag ist gelaufen. Die Gedanken sind nicht mehr frei,die Angst und die Panik sind immer dabei. Reimt sich sogar. Manchmal denke ich es kommt von den Augen,dann habe ich die Ernährung umgestellt,dann laufe ich rum wie ein Roboter,ja nicht schnell umdrehen oder Bücken usw, usw. Richtig Pause mit dem Herzrasen hatte ich noch nicht. Dreizehn Jahre und etwa 100 Episoden. Die ersten Jahre habe ich noch gezählt ,da waren die Abstände auch noch groß genug. Jetzt zähle ich nicht mehr. Wenn ich das habe denke ich an die vielen Kardiologen die ich schon besucht habe . Keine Panik nach 30 minuten eine Biso,nach weiteren 30 Minuten noch eine Biso, wenn es dann nicht vorbei ist kommen sie zu mir. Gott sei Dank dauern meine Attacken nicht mehr so lange und habe einige Techniken um das etwas früher zu stoppen. Mal nur 5 Minuten ,dann 15 Minuten, mal eine Stunde. Mittlerweile geht´s ,trotzdem denke ich immer wieder über eine EPU nach. Verrückt. Wenn ich Mut hätte und das habe ich manchmal ,würde ich mich von heut auf morgen dort hinlegen,aber die ganze prozedur dauert solange,anmelden und drei Monate Wartezeit. Das macht meine Psyche nicht mit. Aber schön mal von anderen zu hören ,das Ihr ähnlich denkt und das gleiche empfinden habt. Vor allem wie das Herzrasen manchmal ausgelöst wird. Durch Kopfdrehen und Bücken ( 90%),einfach verrückt.

    Ich weiß jetzt gar nicht, wie viel Anfälle mich in den letzten Jahren ereilt haben, aber es mögen ähnlich viele wie bei Dir gewesen sein.


    Wenn Du die Anfälle inzwischen ohne Panik durchstehst und Dir die Biso häufig hilft, dann ist das doch schon wunderbar!

    Es ist ja so, dass die psychische Komponente bei unserem Herzrasen das Schlimmste ist.

    Das Rasen an sich tut uns ja nix...ist extrem unangenehm, aber normalerweise fällt man dabei nicht um oder Schlimmeres.


    Um meinen Kopf davon frei zu kriegen, habe ich mir seit ein paar Monaten die Hilfe einer Heilpraktikerin gesucht. Sie bringt mich zur Ruhe und hilft mir dabei, wieder Vertrauen in meinen Körper und das Herzerl zu bekommen. Und inzwischen glaube ich, genau DAS ist mein Weg, denn eigentlich möchte ich mir da im Herzen gar nichts wegbrutzeln lassen, wenn ich lernen kann, mit meinen Anfällen angstfreier umzugehen. Denn wenn man es ehrlich betrachtet, dann tut man seinem Körper einen invasiven Eingriff an...(nur) für die Seele und die Lebensqualität.

    Seele und Lebensqualität sind natürlich extrem wichtig und essentiell - aber wenn es der Psyche gut geht und sie sich entspannt, dann lassen auch die Anfälle nach...trotz Drehen und Bücken, das habe ich gemerkt. Ich bin gespannt, wie es mit meinem Experiment und persönlichen Projekt weitergeht. :)z


    Ich habe neulich in einem medizinischen Artikel gelesen, dass sich durch die natürlichen Alterungsprozesse auch die Leitungsgeschwindigkeiten im Herzen verändern und dadurch bei manchen Patienten auch das Herzrasen von allein verschwindet, ohne Behandlung. Ich muss sagen, diese Vorstellung gefällt mir und ich versuche, ganz fest daran zu glauben, dass es bei mir genauso kommen wird. :)*


    Viele Grüße,

    Susuu

    Da ich selbst keine Medikamente nehme, kann ich Dir aus eigener Erfahrung nicht berichten.


    Ich weiß aber, dass man manchmal versucht, durch eine regelmäßige Betablockereinnahme Anfälle zu verhindern, da unter Betablockern das Herz ruhiger und gleichmäßig schlägt.


    Annebirne nimmt es als Anfallsmedikament akut ein und es scheint manchmal zu helfen. Die Wirkung tritt hierbei aber sicherlich nicht sofort ein, es dauert halt eine Zeitlang, bis der Betablocker den Herzschlag velangsamt und dadurch u. U. auch einen Anfall beenden kann.

    Naja meine Meinung ist weiterhin das Bisoprolol kein "Pill-in-the-pocket" Medikament ist.

    Muss jeder machen wie er will aber sein Betarezeptoren Handoff so durcheinander zu bringen kann mehr Schaden als nutzen.

    Aus diesem Grund lehne ich für mich persönlich auch eine Betablockereinnahme ab, denn ich habe einfach zuviel Angst vor einem noch größeren Durcheinander in meinem Herzrhythmus, als es manchmal ohnehin schon ist.


    Wenn die Einnahme Annebirne jedoch hilft ohne großartige Nebenwirkungen, und so liest es sich für mich, dann scheint es hier keine besonderen Nebenwirkungen zu geben.


    Das ist immer so spannend: ich selbst nehme fast immer alle Nebenwirkungen mit, die man sich vorstellen kann, wohingegen genau dasselbe Präparat einem anderen Menschen super hilft.


    Vor langen Jahren habe ich mal für ein paar Monate einen Betablocker nehmen müssen, er hat mir auch gut geholfen, aber ich habe ihn wirklich über Wochen krümelweise ausgeschlichen - und selbst die fehlenden Krümel haben sich am Anfang sofort in meinem Ruhepuls gezeigt.

    Ja richtig ! Zur Zeit nehme ich 2,5 mg jeden morgen zu mir .Der Puls liegt bei mir teilweise dann unter 50 ! bin jetzt schon wieder bei 1,25 mg weil der langsame Puls auch nicht gerade ideal ist,dazu kommt noch, das der Blutdruck mit runter geht. Donnerstag gehe ich zu meinem Hausarzt und bespreche nochmal die Medikation ,zusätzlich steht bei mir eine OP an. Mein Hausarzt ist Kardiologe. Bin mal gespannt. Es ist aber schon komisch das viele mit denen ich schreibe, immer von Bücken und Drehungen sprechen, die sehr unangenehm sind für die jeweils betroffenen und wenn man sich eingehend mir der Geschichte beschäftigt ,also damit meine ich die Situation in der ich mich oder wir uns befinden ,ja dann habe ich mehr Missempfindungen und man macht sich bekloppter. Da hat wohl die Heilpraktikerin recht. Das ist so.....................................Wir sind konditioniert. Leider

    Susuu Ich habe neulich in einem medizinischen Artikel gelesen, dass sich durch die natürlichen Alterungsprozesse auch die Leitungsgeschwindigkeiten im Herzen verändern und dadurch bei manchen Patienten auch das Herzrasen von allein verschwindet, ohne Behandlung. Ich muss sagen, diese Vorstellung gefällt mir und ich versuche, ganz fest daran zu glauben, dass es bei mir genauso kommen wird.


    Wäre toll wenn ich diesen Artikel auch mal lesen könnte. Vielleicht könntest du mir mal einen link davon schicken. Danke

    Hallo,


    ich habe Dich nicht vergessen, sondern nach dem Artikel gesucht und ihn tatsächlich wiedergefunden. Schaust Du hier unter 'Pathophysiologie'.


    https://www.springermedizin.de…7%2F978-3-642-54676-1_206


    Also mir hilft die Vorstellung sehr und ich konditioniere nun mein Herz darauf, seine Geschwindigkeit in den Reizleitern so zu verändern, dass sie sich nicht mehr gegenseitig in die Quere kommen. :)z


    Was haben wir zu verlieren? Einen Versuch ist's allemal wert.


    Viele Grüße,

    Susuu

    Susuu

    Danke für den Artikel ! Habe mir das 2 x gestern Abend durchgelesen, meine Frau hat mich dabei unterstützt,weil doch einige Viele Fremdwörter dort vorkommen. Was bei mir hängen geblieben ist,das man gar nicht so früh eine EPU durchführen will und auch nicht bei jedem. Bei Herzgesunden nur, wenn der Leidensdruck beim Patienten groß ist. Auf jeden Fall ist der Artikel das beste was ich bis jetzt darüber gelesen habe.


    Der klinische Verlauf der AVNRT ist sehr unterschiedlich. Unbehandelt reicht er von einer einzigen Episode im ganzen Leben bis zu mehreren, oft Stunden anhaltenden Episoden täglich. Da die AVNRT meist bei Herzgesunden auftritt, ist die Prognose der Patienten gut. Die Entscheidung zur Ablation sollte daher auf dem Boden der Symptome der Patienten gefällt werden. Vor allem bei älteren Patienten mit vorbestehenden Herzerkrankungen sollte die Indikation zur Ablation jedoch großzügig gestellt werden.




    Aber Frage :

    Also mir hilft die Vorstellung sehr und ich konditioniere nun mein Herz darauf, seine Geschwindigkeit in den Reizleitern so zu verändern, dass sie sich nicht mehr gegenseitig in die Quere kommen.


    Könntest Du mir das vielleicht genauer Erklären ! Zur Zeit ist mir jeder Strohhalm wichtig.


    Gestern früh war ich wieder Holzmachen im Wald ,dort bekam ich wieder eine Episode. Diesmal dauerte das Intermezzo 15 min. Genau 45 Minuten war ich am Holz sägen und dachte mir jetzt mache ich erst einmal eine kurze Pause ,dabei wollte ich dann meine Motorsäge auftanken. Beim bücken nach dem Benzinkanister ,Peng ! War ich wieder draußen. Sofort eine Biso 5mg genommen ,mich auf den Rücken gelegt und mit Atemübungen angefangen. Habe aber gestern gemerkt ,das ich das so nicht zum Stillstand kriege und ich war sehr ungeduldig. Also nahm ich meine Motorsäge in die Hand und fing an zu sägen. Nach 2 Minuten und wiederholtem Bücken ,war der Spuk wieder vorbei. Danach hatte ich wieder den ganzen Tag Kopfkino ! Momentan bin ich tobend vor Begeisterung. Danke für Dein Artikel...................

    Als ich im Dezember wirklich kurz davor war, mich auf den Kathetertisch zu legen, weil ich einige so schlimme Anfälle hatte und mich zum ersten Mal mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus habe fahren lassen (das war ein grässliches Erlebnis), habe ich mir gedacht: okay...eine Möglichkeit hast du noch, wenn die Schulmedizin dir außer einer OP nichts anbieten kann...


    und ich bin zu einer Heilpraktikerin gegangen. Sie hat mit mir Übungen gemacht zur Entspannung, was mir schon sehr gut getan hat. Dann hat sie mir gezeigt, wie ich von der Erwartungshaltung weggkommen kann und mich meinem Herzen vielmehr liebevoll zuwende (das mag jetzt alles sehr komisch klingen, aber bis jetzt ist es das Einzige, was mir wirklich hilft, weil es meine Gedanken und mein Herz beruhigt).


    Es sind nur ein paar kurze Sätze jeden Tag, die ich zu meinem Herzen sage und auch ganz fest daran glaube, wenn ich sie sage, zum Beispiel: 'Mein liebes Herz, du kannst dich selbst heilen und das Tempo in deinen Reizleitern so verändern, dass sich der Herzschlag nicht mehr in die Quere kommt. Ich danke dir. '


    Das meinte ich mit meiner Selbstkonditionierung. Anstatt also sauer auf die Anfälle zu sein und sie quasi zu erwarten, erwarte ich nun, dass sie seltener werden (was sie echt tun!) und glaube ganz fest daran, dass sie eines Tages ganz verschwinden.


    Bevor ich mich also operieren lasse, starte ich nun einen ganz anderen Versuch, nämlich meinem Herzen wieder zu vertrauen. Was habe ich dabei schon zu verlieren?


    Und ich muss sagen, seitdem ich das mache, bekomme ich meine Anfälle viel leichter weg, wenn sie da sind.


    Bei mir hilft da übrigens am besten eine ganz sanfte Methode: ich atme langsam und ganz teif ein, halte die Luft an (alles ganz sanft) und beim Luftanhalten springt der Herzschlag meistens schon wieder in die richtige Kurve. Ganz wichtig ist dann das langsame Ausatmen und sich danach für einige Sekunden erstmal nicht wieder zu bewegen. Danach ist der Spuk meistens wieder vorbei.


    Was aber auch bei mir ist: wenn mich das Herzrasen in körperlicher Aktivität oder Aufregung erwischt, dann wirds schwerer, es wegzubekommen. Dann muss ich erst wieder runterkommen, bevor ich die Atemübungen mache.


    Vielleicht ist es ja auch für Dich ein Weg, Dir therapeutische Hilfe zu holen? Die Psyche hat nämlich einen großen Einfluss auf unsere Anfälle und meine Therapeutin hat mir bestätigt, dass solch eine Form von Herzrasen immer wieder verstörend für die Seele sein kann. Weil...einerseits ist sie ja körperlich ausgelöst, aber der Alarm, der durch diese Sensationen ausgelöst wird, geht ja direkt auf die Psyche. Und diese kann das eben allein meistens gar nicht bewältigen.


    Gottseidank baut sich dieses Wissen auch inzwischen in der Medizin immer mehr auf und nicht umsonst gibt es seit einiger Zeit ja auch den Bereich der Psychokardiologie. Eben weil Herz und Seele so eng miteinander verbunden sind und Herzerkrankungen dann auch seelische Erkrankungen auslösen können.


    Häufig wird unsere Form der Herzrhythmusstörung ja gar nicht erkannt und es wird von Panikattacken ausgegangen. Das ist in unseren Fällen natürlich wirklich blöd, denn hier löst ja genau die körperliche Ursache einen psychischen Leidensweg aus.


    Schön, wenn Dir meine Beiträge ein wenig helfen können.

    Und mir hilft es, darüber zu schreiben. Da kann ich mich wieder ein bisschen sortieren.


    Viele Grüße,

    Susuu

    Susuu

    Das was Du geschrieben hast ,kann ich mit 100% unterschreiben,genau da bin ich jetzt auch angekommen. Am vergangenen Samstag hatte ich Wut und war verärgert über die Episode die mir wieder in die Quere kam,aber es hatte ja diesmal geklappt. Glück gehabt !

    Davor habe ich ja auch schon angefangen mit einer Atemtechnik. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden ausatmen. Dabei liege ich lang gestreckt auf den Rücken und denke nur positiv, das ist sehr wichtig.

    Monate zuvor hatte ich lang auf den rücken liegend, mich hin und her bewegt. Hauptsache ist ja ,das das von alleine Weg geht. Bin ganz ganz ehrlich ,ich bin der absolute Hektiker gewesen,hatte immer drei Jobs. Fahrlehrer ,Fußballtrainer im oberen Amateurbereich und Angestellter bei einem großen Betrieb. Hektik ,Hektik und nochmals Hektik, da für muss ich jetzt anscheinend bezahlen. Habe aber eingesehen, das es so nicht mehr weiter geht. Alles zurück gefahren. Nur noch Familie und Garten. Können uns von Zeit zu Zeit mal schreiben, natürlich die anderen User auch,damit wir alle mal mehr Licht ins Dunkle bringen. Vielleicht gibt es ja dann, irgendwann für eine Technik, die uns die EPU erspart. Ciao

    • Neu

    Moin Leidensgenossen ich bin jetzt fast 37 und habe seid dem ich mit 16 eine Herzmuskelentzündung hatte ES , Salven und Herzrasen Tachykardie heist das glaub ich , ausgelöst durch ES. Ich habe in den Jahren alles Probiert und nehme seid dem Metroprolol zum Blutdruck senken und gegen die Beschwerden . Dieses Jahr sind die extrem stark. Was auffällig ist Frühling und Herbst , extreme Wetterwechsel , lösen es über Wochen aus. Wir haben von Metro tartrat auf succinat also retardtablette umgestellt da das tartrat nur 6-8 Stunden wirkzeit hat. Angstzustände und Panikattacken sind das schlimmste dabei, geholfen hat mir bis jetzt , Magnesium als Tablette, zum schlafen nutze ich Hanföl , ( Schlaf ich wie ein Baby mit) bei vielen ES oder auftreten, kaltes Wasser trinken und tief einatmen mehrfach. Das Metro ist aber durch seine Nebenwirkungen nicht ohne. Sich zu konzentrieren fällt schwer, Gewicht ist nen Thema, Schwitzen in der Nacht etc etc. Ich habe einige Ärzte durch und vieles probiert. Es ist einfach ein Demon mit dem man leben muss.