Frage zur Inhalation bei COPD

    Bei mir wurde COPD, ich glaube Stadium II, festgestellt und zur Therapie Spiriva 18μg verordnet. Als Nebenwirkung soll Spiriva die Prostata vergrößern was mir nicht gefällt, da ich sowieso schon eine gutartige Prostatavergrößerung habe. Ich denke darüber nach, mir einen Inhalator zu kaufen. Meine Frage ist nun, kann eine Inhalation mit einer Kochsalzlösung Spiriva ersetzen und wie ist es, wenn ich zusätzlich zu Spiriva noch inhaliere? Es kommt nämlich hinzu das ich noch rauche. Ja ich weis, aufhören ist angesagt. Aber ich schaffe es nach 53-jähriger Raucherkarriere einfach nicht mehr.

  • 2 Antworten

    Spiriva ist ein Anticholinergika, welches deine Bronchien erweitert und 24h offen hält. Für COPD ein sehr gut wirksames und üblicherweise genutztes Medikament. Das Inhalieren von Kochsalzlösung ist nichts weiter als nun ja: Inhalieren von Salz. Es macht nichts mit deinen Bronchien, was man als erweiternd etc. bezeichnen könnte.

    Es ist schlichtweg keine Medizin im eigentlichen Sinne.

    Dein Pulmologe hat dir mit Spiriva eine Standardtherapie verschrieben. Eine sehr gut wirksame. Er hätte dich über fatale Nebenwirkungen aufgeklärt.
    Falls du dir über die Vergrößerung der Prostata solche Gedanken machen solltest, dann sprich mit deinem Arzt darüber. Aber bitte beginne dennoch zunächst mit der Therapie. Nur die wird deine Bronchien offen halten und den schleichenden Weg zur Verschlechterung und Verlust an Lungenfunktion aufhalten.
    Von der von dir beschriebenen Nebenwirkung habe ich noch nie etwas gehört bzw. wird das Ausmaß so gering sein, dass man es zwar auflisten muss (da gibt es sehr sehr strenge Regeln), es aber in der Medizin/Behandlung kaum eine Bedeutung hat. Das Risiko, dass du mit einer unbehandelten COPD und einem fortgesetzten Nikotinabusus in einigen Jahren sauerstoffpflichtig bist, ist um einiges höher.