Liebe mainwitch

    Zitat

    Du bist kein Hyperchonder, die körperlichen Symptome und Beschwerden sind wirklich da, weil Dein Körper in diesen Phasen im Dauerstress ist und reagiert – ich weiß und kenn das.

    Wenn jemand eine völlig übersteigerte Angst vor Krankheiten hat, ist er ein Hypochonder.


    Hypochondrie ist nichts anderes als Krankheitsangst und somit eine Angststörung.


    Und Angstpatienten haben jede Menge körperlichen Symptome und Beschwerden die wirklich da sind.

    @ russel4

    Hallo Russel,

    Zitat

    Man kann sie Symptome aufheben, für die Zeit der einnahme.

    Wie Du schon schreibst "für die Zeit der Einnahme" – und dann ? Wenn man sie absetzt, gehts wieder von vorne los. Also doch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben.

    Zitat

    Wenn ein Facharzt diese Medikamente verordnet, dann sicherlich nicht leichtfertig.

    DOCH !!! Manchmal schon !!! Ärzte verordnen Psycho-Pillen oft sehr schnell und leichtfertig – hab ich am eigenen Leib erfahren.

    Zitat

    ..... Antidepressiva sind keine Suchtmittel. Sie machen nicht abhängig. Und sie haben keinerlei Notfallwirkung. Nur die regelmäßige Einnahme bringt Besserung. .......

    ist schon klar, daß sie keine Notfallwirkung haben. Sie machen aber doch psychisch abhängig (ob auch körperlich weiß ich leider nicht genau), weil man dann ohne das "gute Gefühl" nicht mehr auskommt und die Pillen weiter einnimmt – im Endeffekt die gleiche Geschichte wie bei anderen Drogen auch.

    Zitat

    Jedes Medikament hat auch Nebenwirkungen ....... absetzen kann man ein Medikament das einem nicht bekommt immer.

    Ja toll !!! Sind wir vielleicht Versuchskanickel ? Ist das Dein Ernst ?


    Hier sind die NW schon immer recht heftig und in den Beipackzettel wirds bestimmt nicht reingeschrieben um einen zu verunsichern, sondern weils tatsächlich vorkommen kann. Man sollte das auf alle Fälle sehr ernst nehmen und vor allem nicht verharmlosen.

    Zitat

    ...... Das Medikament wird verordnet, doch nicht um dem Patienten zu schaden.

    Nein, keinesfalls bewußt um den Patinten zu schaden, aber oft (wie schon gesagt) verordnen prakt. Ärzte recht schnell Psycho-Pillen ohne vorheriges hinzuziehen eines Psycho-Docs und ohne nähere Ursachenforschung und das ist eben schon leichtfertig, wenn nicht sogar fahrlässig.

    Zitat

    Nein, Du hast überhaupt keine Ahnung von Antidepressiva und verbreitest hier irreführende Informationen. Ich nehme z.Zt. selber ein Antidepressivum ein. Und habe auch schon früher verschieden AD ein genommen. Das ausschleichen war vollkommen problemlos, ohne jede Absetzsymptomatik. Das AD ermöglicht mir vollarbeitsfähig zu sein.............

    Sorry, ich will Dir echt nicht zu Nahe treten, aber warum nimmst Du ständig AD ein? Sei mal ehrlich !!! Wenn die Pillen alles beheben oder heilen würden, warum brauchst Du sie dann immer wieder ??? Steckt da nicht vielleicht doch das Gutes-Draufsein-Gefühl sowie ein Ich-Bin-Wieder-Voll-Arbeitsfähig-Gefühl und dadurch doch eine Abhängigkeit dahinter?


    Für mich hört sich das Ganze fast wie eine Verherrlichung dieser Chemie-Psycho-Bomben an, nach dem Motto: Nehmt einfach die Pillen, schaltet das Hirn und die Gefühle ab und alles wird gut. Macht man sichs damit nicht zu einfach? Aufarbeiten muß man solche Geschichten und nicht durch oder mit Pillen verdrängen !!!


    Ich rede nicht einfach so daher, habe 2 Bekannte die auch AD nehmen, aber ohne ihre Pillen läuft bei denen gar nix und sie sind trotz der Einnahme schlecht drauf. Manchmal hat man sogar das Gefühl, daß sie vollig benebelt %:| oder high sind und durch einen durchschauen, wenn man sich unterhält. Ist das eine Lösung?


    Bei mir klappt das alles ohne Pillen, nur mir Therapie !!! Und mir gehts besser als denen. Das ist doch ein Zeichen dafür, daß es geht, wenn man nur will.


    Lieg ich denn dann mit meiner Einstellung wirklich falsch? ":/


    Sorry, bitte nicht böse sein – aber so sehe ich das !!!



    Zitat

    Und noch kurz zum Thema: Hypochondrie

    Da muß ich Dir irgendwie schon recht geben. Aber da gibts doch kleine Unterschiede, da bei Angst- und Panikattacken, von denen ich hier spreche die sog. Hypochondrie nur vorübergehend auftritt.


    Bin kein Arzt, hab aber folgendes im Net gefunden, hier kann man genauer nachlesen:


    http://www.psychosoziale-gesun…hiatrie/hypochondrie.html


    Auszug aus o.g.LINK


    Bei Angst- und Panikstörungen werden zwar körperliche Symptome der Angst manchmal als ernsthafte körperliche Erkrankung interpretiert, doch lassen sich die Betroffenen rascher beruhigen. Vor allem werden sie nicht so unbeeinflussbar von ihren Befürchtungen absorbiert wie bei einer rein hypochondrischen Entwicklung ausgeprägteren Grades. ..........

    Hi mainwitch

    Zitat

    Sie machen aber doch psychisch abhängig (ob auch körperlich weiß ich leider nicht genau), weil man dann ohne das "gute Gefühl" nicht mehr auskommt und die Pillen weiter einnimmt

    Nein, Antidepressiva mache nicht abhängig, weil sie gar kein gutes Gefühl machen. Sie sorgen lediglich dafür das die körperlichen Vorgänge welche durch den Neurotransmittermagel nicht mehr richtig ablaufen können wieder funktionieren, indem sie Einfluss auf diesen Neurotransmittermangel nehmen.


    Sie wirken im übertragenen Sinn, wie Insulinspritzen beim Diabetheker, sie sorgen dafür das ein lebensnotwendiger fehlender Stoff zur Verfügung steht.

    Zitat

    im Endeffekt die gleiche Geschichte wie bei anderen Drogen auch.

    Nein, ist es nicht, weil kein Verlangen nach dem AD entsteht.

    Zitat

    Ja toll !!! Sind wir vielleicht Versuchskanickel ?

    Jedes Medikament, jede Hustenmittel, Blutdruckmedikament, Antibiotikum, Asthmamedikament usw hat Nebenwirkungen. Es gibt nicht ein eizige wirksamens Medikament ohne Nebenwirkungen.

    Zitat

    Ist das dein Ernst?

    JA, das ist mein voller Enst, denn ich nehme mein AD ein und ein Bluthochdruckmedikament, und Asthmainhalation usw. Und mir geht es gut damit. Und viel besser als ohne.

    Zitat

    Hier sind die NW schon immer recht heftig und in den Beipackzettel wirds bestimmt nicht reingeschrieben um einen zu verunsichern, sondern weils tatsächlich vorkommen kann. Man sollte das auf alle Fälle sehr ernst nehmen und vor allem nicht verharmlosen.

    Ich verharmlose rein garnichts. Nebenwirkungen können auftreten, müssen aber nicht auftreten. Man kann ein Medikament ausprobieren und wenn es einem nicht bekommt, absetzen oder den Arzt um wechseln bitten. Es besteht überhaupt kein Anlass, eine Medikamentengruppe zu verteufeln.

    Zitat

    . Ärzte recht schnell Psycho-Pillen ohne vorheriges hinzuziehen eines Psycho-Docs und ohne nähere Ursachenforschung und das ist eben schon leichtfertig, wenn nicht sogar fahrlässig.

    Deshalb rate ich ja auch einen Facharzt auf zu suchen. Hausärzte sind in der Therapie von psychischen Störungen oftmals überfordert, das ist auch meine Erfahrung.

    Zitat

    Sorry, ich will Dir echt nicht zu Nahe treten, aber warum nimmst Du ständig AD ein?

    Ich nehme nicht ständig ein AD ein, sondern nur während einer depressiven Episode und eine längere Zeit danach, so wie vom Arzt verordnet. Und da ich an einer rezidivierenden Depression leide, kommen depressive Episode in meinem Leben nun mal alle paar Jahre vor.

    Zitat

    Sei mal ehrlich !!! Wenn die Pillen alles beheben oder heilen würden, warum brauchst Du sie dann immer wieder ???

    Weil ich an einer rezidivierenden (wiederkehrenden) Störung leide.

    Zitat

    Steckt da nicht vielleicht doch das Gutes-Draufsein-Gefühl

    Ich bin mit einem AD nicht gut drauf, sondern lediglich normal.

    Zitat

    sowie ein Ich-Bin-Wieder-Voll-Arbeitsfähig-Gefühl

    Ja, ich lege Wert darauf, mein Leben leben zu können und nicht dahin vegitieren zu müssen. Schwer depressiv ist das Leben nähmlich nicht mehr lebenwert.

    Zitat

    und dadurch doch eine Abhängigkeit dahinter?

    Während einer depressiven Episode bin ich so abhängig von AD wie eine Diabetheker von der Insulinspritze. Ohne AD bin ich schwer krank.

    Zitat

    Für mich hört sich das Ganze fast wie eine Verherrlichung dieser Chemie-Psycho-Bomben an,

    Und Du verteufels die Medikamente, ohne zu wissen wie sie wirken und was sie bewirken.

    Zitat

    nach dem Motto: Nehmt einfach die Pillen, schaltet das Hirn und die Gefühle ab und alles wird gut. Macht man sichs damit nicht zu einfach?

    NEIN, geht zum Facharzt laßt euch beraten und wenn nötig wird er ein entsprechndes Medikement verschreiben. Antidepressiva schalten das Gehrin nicht ab. Die Störung sorgt dafür das das Gehirn nicht richtig funktioniert. Das AD schaltet das Gehrin wieder ein, weil es eine normale Funktion des selben ermöglicht. Und es ermöglicht so, in einer Psychotherapie wieder mitarbeiten zu können.

    Zitat

    Aufarbeiten muß man solche Geschichten und nicht durch oder mit Pillen verdrängen !!!

    Die Aufarbeitung ist unter einem AD oftmals erst möglich.

    Zitat

    Ich rede nicht einfach so daher, habe 2 Bekannte die auch AD nehmen, aber ohne ihre Pillen läuft bei denen gar nix und sie sind trotz der Einnahme schlecht drauf. Manchmal hat man sogar das Gefühl, daß sie vollig benebelt %:| oder high sind und durch einen durchschauen, wenn man sich unterhält. Ist das eine Lösung?

    Welche Störungen (Diagnosen) haben deine Bekannten und was für Medikamente (genaue Bezeichnung) nehmen sie ein?

    Zitat

    Bei mir klappt das alles ohne Pillen, nur mir Therapie !!!**

    Herzlichen Glückwunsch. Nur gilt das ja wohl nicht für jeden Menschen. Denn die allermeisten werden nicht die Störung haben, die Du hast.

    Zitat

    Lieg ich denn dann mit meiner Einstellung wirklich falsch?

    Deine Einstellung ist für dich richtig. Aber andere Mensch haben andere Schwierigkeiten/Störungen/ Krankheiten und für sie wird ein völlig anderer Weg genau der richtige sein.

    Hallo Russel,


    da magst Du wohl Recht haben, daß meine Einstellung für mich richtig ist und die gebe ich hier kund und dafür ist dieses Forum ja wohl da, oder ???


    Ich zwinge niemanden, meine Meinung anzunehmen, sondern teile nur meine Erfahrungen mit und möchte damit andere nur Denkanstösse geben, daß sie nicht alles unüberlegt hinnehmen, was die Ärzte sagen.


    Was dann andere daraus machen, ist ihre Entscheidung.


    LG

    Hallo Russell !!!


    Nein, aber ohne und mir gehts recht gut dabei, dank der PH-Therapie !!! :)z


    Und ich kenne Leute denen es dank AD nicht gerade toll geht.


    Also, so lange sie eingenommen werden schon %:| ,


    aber sobald man damit aufhört ....... {:( ....... :°( ....... :-( .......

    Hallo ihr Lieben *:) ,


    Ich wollte nicht dass ihr euch streitet :|N Es ist so, dass das glaube ich jeder für sich entscheiden muss, ob er Medis braucht oder nicht, ich finde euch beide toll wie ihr eure Probleme meistert, jeder auf seine Weise...hauptsache glücklich :)^


    Hat denn jemand von euch eine Idee was ihr unter dissoziativen Störungen versteht ??? Was könnte mir nur fehlen...


    Also ich stehe nicht neben mir...hab mehr wie so ein kurzes Rucken im Gehirn, so ein Absackgefühl von einer Sekunde mit Bewusstsein.. ":/


    manchmal einen diffusen Gesichtschmerz einseitig oder beidseitig...auch mal Schwankschwindel und Gangunsicherheit...


    meistens gereizt nervöse Unruhe, Geräuschempfindlichkeit und Empfindlichkeit wenn ich doll knuspriges esse... :-/


    wenn ich manchmal sehr aufgeregt erzähle ist das so als ob mein Gehirn zu viel Sauerstoff bekommt, wie hyperventilieren im Kopf oder so...


    ob dagegen die Tabletten helfen ist fragwürdig ??? ":/


    Kann zurzeit kaum irgendwo shoppen für Weihnachten, dass ist mir alles zu viel...hab dann immer Reizüberflutung und visuellen Schwindel...


    sorry,dass ich meine Beschwerden so komisch formuliere aber besser fällt es mir im Moment nicht ein...


    Vielleicht weiß einer von euch ja einen Rat, bin so jedenfalls unglücklich :°(


    LG Pusteblume


    PS: BITTE NICHT MEHR STREITEN, VERTRAGT EUCH :)_

    @ pusteblume0501

    Liebe Pusteblume,


    wir haben gar nicht gestritten, sondern nur diskutiert und sind halt unterschiedlicher Meinung.


    Mach Dir keine Gedanken, das passt schon.


    Ich hab Dich nicht vergessen, ich meld mich noch bei Dir !!!


    LG und bis dann !!!

    @ pusteblume0501

    Liebes Pusteblümchen (und hallo Ihr Leidensgenossen)

    Zitat

    mache mir über kleinste körperliche Symptome Sorgen und beobachte mich...warscheinlich sind es Befindlichkeitsstörungen die jeder mal hat...

    na also ..... Einsicht ist der beste Weg zur Besserung !!!


    Du sagst es:


    man wird auf einmal so furchtbar hellhörig auf alles und bei der kleinsten Kleinigkeit wie Herzklopfen (weil man grad mal schnell die Treppe raufgerannt ist) kriegt man sofort Panik und denkt daß man irgendwas Schlimmes hat ...... dabei ist es völlig normal, daß der Puls raufgeht, wenn man sich anstrengt. Oder wenns einem mal leicht schwindlig wird, weil man zu schnell aufgestanden ist, das ist doch wirklich normal !!! Früher hat man so was gar nicht großartig registriert und hat vielleicht höchstens gedacht: Hoppala – jetz bin ich ein bissl zu schnell aufgestanden und dann wars wieder vergessen.


    Aber irgendwann aus irgendeinem unergründlichen Anlass, hat es angefangen daß man massiv drauf achtet und dann kommts einem plötzlich komisch vor. Der Auslösegrund dafür ist wahrscheinlich bei jedem ein anderer. Dann macht man sich Gedanken und "spinnt" sich was zusammen, daß was nicht stimmen könnte und dann kriegt man Angst. Man ist plötzlich sensibilisiert und dann gehts richtig los. Man steigert sich bei jedem Mal weiter rein und neigt schon fast zur Hypochondrie.


    Bei jedem kleinen Pfurz der Quer sitzt, denkt man gleich wieder: was ist denn jetzt los? das ist aber komisch, hoffentlich wird mir jetzt nicht wieder so schummrig im Kopf und schon geht die Post ab ..... alles dreht sich, das Herz fängt an zu rasen ...... man kriegt Angst ....... der Körper reagiert weiter und man fängt an zu schwitzen und zittern und man kriegt noch mehr Angst ..... unbewußt fängt man an ganz tief oder schneller zu Atmen und man kriegt nochmal mehr Angst, weil sich alles so komisch anfühlt ....... und je mehr man in den Körper reinhört, umso heftiger wirds. ...... irgendwann ist man nicht mehr Herr über sich selbst, kommt sich vor wie ferngesteuert, steht völlig neben sich und hat das Gefühl auf Watte zu laufen. Alles wirkt so unecht und weit weg, man glaubt im Nebel zu stehen ..... So, jetzt ist sie wieder voll im Gange, die Panikattacke !!!


    Man wird hektisch – fast hyperaktiv, fängt an rumzulaufen, schüttet eiskaltes Wasser in sich rein, rennt schweißgebadet und zitternd raus und schnappt nach Luft. Jetzt fängt man auch noch an zu hyperventilieren ........


    ** So ist es zumindest bei mir, wenn ich einen Anfall habe *****


    Diese Gefühle werden im Unterbewußtsein abgespeichert, dadurch kann man nicht mehr aufhören an dieses Schlimme Erlebnis zu denken, fast wie bei einer Zwangsstörung (oder ist das schon eine?)


    Dann hat man vielleicht ein paar Tage später mal pochendes Kopfweh. Das hat doch jeder mal, oder? Aber unsereins fängt gleich an, dies überzubewerten ..... man denkt sofort: Oje jetzt geht das schon wieder los, jetzt wirds mir gleich wieder komisch, hoffentlich falle ich nicht um ....ein Adrenalinschub folgt nach dem anderen ...... und schon ist die nächste Attacke im Gange ....


    Die Ängste werden immer größer und dadurch kommen die Attacken immer öfter und werden auch stärker. Das raubt wiederum total viel Energie und Kraft und dadurch werden wir immer anfälliger für diese Anfälle........


    ** Ist das bei Dir auch so ähnlich ? ***


    Wir leben dann immer mehr mit der Angst vor der Angst .


    Eigentlich sollten wir uns freuen, wenn wir unser Herz spüren oder wenn irgendwas kribbelt, denn das ist ja eigentlich doch nur ein Zeichen dafür, daß wir noch leben. Wir sind einfach nicht nur Maschinen, die immer im gleichen Rhytmus laufen ...... zum Glück ist das so !!!


    Aber irgendwas läuft gerade anders und wir werten Dinge negativ, die eigentlich völlig normal sind und damit manövriert man sich Stück für Stück weiter in die Angst.


    Wir bringen unseren Körper selbst in Anspannung und Angst, obwohl keine Gefahr besteht.


    Unsere Gedanken verursachen unsere Gefühle, wir sehen nur das Negative und fühlen uns dadurch häufiger schlecht als notwendig.


    Wovor hat man denn Angst, wenn organisch alles ok ist? Es gibt doch eigentlich keinen Grund dafür. Und das muß einem erst wieder klar werden und das geht meiner Meinung nach nur unter professioneller Anleitung, ..... also eine Psychotherapie ist unumgänglich fällig.


    ****


    Man muß jetzt nur noch lernen, wieder aus diesem Teufelskreis rauszukommen und dabei hilft einem ein Therapeut, denn alleine ist das nicht mehr zu schaffen.


    Ich mache jetzt seit Januar diesen Jahres eine Verhaltenstherapie und hatte wirklich Glück gleich beim ersten Anlauf eine Super-Psychotherapeutin zufinden. Ich habe in der kurzen Zeit schon sooooo viel gelernt und bin auch relativ stabil, nur durch Gespräche, erlernen anders zu Atmen und progressivem Muskelträining, ganz ohne Tabletten !!! (wirklich nur Bach Rescue-Tropfen und Notfallbonbons, das zähle ich nicht als Medi)


    ** ***


    Folgende wichtigen Leit-Sätze habe ich mir aufgeschrieben


    und hab den Zettel immer einstecken, für den Notfall:


    *


    :)^ Wir müssen unsere negativen Gedanken- und Verhaltensmuster erkennen


    *


    :)^ Wir müssen lernen anders zu denken und uns anders zu verhalten, mehr Ruhe und Ausgeglichenheit durch Entspannung zu empfinden


    *


    :)^ Wir dürfen nicht so schnell ängstlich, ärgerlich, gekränkt, und verzweifelt sein.


    *


    :)^ Wir müssen bereit sein aktiv an uns zu arbeiten und dann unser erlerntes Wissen in die Tat umsetzen.


    *


    :)^ Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern unsere Gedanken und unsere Sicht der Dinge.



    Puuuuuh, das war jetzt ganz schön viel ...... und ich könnt schreiben und schreiben und schreiben. Mir fällt so viel ein, aber ich muß jetzt echt aufhören, bin jetz recht platt vom vielen sitzen.


    Ihr seid erlöst von mir .... aber nur für heute !!! (freut Euch nicht zu früh !!! hi hi grins – ich komme wieder )


    Muß mich noch ein bissl schonen, weil ich erst meine Gebärmutter entfernt bekommen hab. Mir gehts eigentlich richtig gut, aber zu langes sitzen ist immer noch nicht so ganz ok,


    Also, ich verabschiede mich für heute !!!


    Guts Nächtle !!! *:) zzz

    Wie alt bist du denn, dass du keine Gebärmutter mehr hast ???


    Ich bin 28 Jahre und habe eigentlich seit 8 Jahren Angststörungen und vegetative Beschwerden...


    Diese Beschwerden im Kopf mit diesen komischen Störungen habe ich vor allem wenn ich mich in irgendwas vertiefe zb. bei Gesichtsmassagen ( bin Kosmetikerin) oder wenn ich in der Stadt bin oder hier irgendwas konzentriert schreiben muss...bzw ich mich geistig überfordert fühle...dann ist das wie ne Überreizung mit gleichzeitiger Erschöpfung... ":/ die Menschenmassen und die Geräusche stören mich dann, ich kann mich dann nie auf das Wesentliche konzentrieren, auf mich strömt alles ein...kann es nicht filtern...stehe dann vor Erschöpfung neben mir... %:| :°(


    Und dann werde ich eigentlich erst ängstlich...die Situation macht mir keine Angst, habe auch so vor fast nichts Angst...bei mir ist das eigentlich immer wie eine Überforderung...auf der einen Seite will ja was unternehmen hab auch Lust,denke nicht an Angst oder so... merke nur wie mich volle Läden sei es die Sachen oder die Menschen


    völlig überrreizen und ich erschöpft bin, Panik oder Herzklopfen oder anderes kriege ich nicht oder ich bekomme das nicht mit...


    Meine zweite Panikattacke hatte ich bei einer Autofahrt...war im Stress musste schnell nach Hause um mein Kind von der Kita zu holen...war eh immer schon angespannt beim Autofahren,weil ich mich nicht lange konzentrieren kann und schnell kaputt bin.. :-(


    Die erste Panikattacke hatte ich in einem Kauffhaus...weil ich von der Arbeit (gerade aus der Lehre kommend) in einer fremden Großstadt völlig überfordert war...ich hörte nur bla.bla, bla und bin dann schnell rausgerannt...


    Bin als Kind sehr doll von Neurodermitis betroffen gewesen und durch das Hautjucken und den wenigen Schlaf im Kindergarten städig in Ohnmacht gefallen,war früher schon nicht so belastbar gewesen...war Einzelkind und hatte eine ständig sorgende Mutter um mich rum... :°_


    Habe jetzt schon vor lauter Verzweiflung nen Neurocheck bei einem unabhängigen Labor machen lassen, die Ergebnisse sind noch nicht da...da werden alle Aminosäuren, Vitamine Mineralien und etliche andere Dinge untersucht...um irgendwann an die Ursache zu kommen...


    Liebe Grüße und danke für eure vorigen Tips... :)z

    Habe mir sogar schon die Enzyklopädie von Hans Morschitzky "Angstörungen" gekauft mit fast 800 Seiten sowie "Somatoforme Störungen "von ihm ...


    Sehr interessant auf jeden Fall...kann mich aber nicht finden darin..weder bei einer Form von Angststörung noch bei Depressionen...das Einzige was ich rausfinden konnte ist..dass ich dissoziatve Störungen habe öfter mal ne Orthostase und ne leichte hypochondrische Störung...außerdem habe ich eher einen Serotonin überschuss als einen Mangel... es gibt wohl zwei Angsttypen:


    Die Kampf-Flucht Typen (Sympathikotoniker) und die Schrecktypen (Vagotoniker) ich bin irgendwie alles von beidem und das geht wohl nicht...


    Habe die Symptome ja auch zu Hause oder bei anderen angenehmen Dingen...das wurmt mich halt...

    Liebe Pusteblume,

    zu Deiner Frage:

    Zitat

    Wie alt bist du denn, dass du keine Gebärmutter mehr hast

    Nächste Woche werde ich 48. Meine Gebärmutter musste raus wegen extremen Monsterblutungen mit unerträglichen Schmerzen und ein paar Myomen. War das letzte Jahr nur noch am Dauerbluten und dadurch körperlich recht angeknackst und auch nur noch schlecht drauf. Denke, daß diese Geschichte auch unter anderem mit meinem psychischen Zustand zu tun hatte, weil die Lebensqualität sehr darunter gelitten hat.


    Die OP war vor 3 Wochen – Jetzt wird aber alles gut !!!




    zu Deinen Aussagen:

    Zitat

    ... Kann zurzeit kaum irgendwo shoppen für Weihnachten, dass ist mir alles zu viel...hab dann immer Reizüberflutung und visuellen Schwindel .....


    ... merke nur wie mich volle Läden sei es die Sachen oder die Menschen völlig überrreizen .....


    ... in einer fremden Großstadt völlig überfordert war...ich hörte nur bla.bla, bla und bin dann schnell rausgerannt...

    Also bei Dir hört sich das so an, als hättest Du irgendwie auch Agoraphobie/Platzangst.


    (Kaufhaus, ....). Ist ja auch u.a. so eine Begleit-Geschichte zu Angstzuständen und Panikattacken.


    Schau doch da mal rein:


    http://web4health.info/de/answers/anx-agora-what.htm


    vielleicht findest Du Dich da ja wieder.


    Ich kenne das übrigens auch.


    Ich mag nicht Aufzug fahren,


    ich mag nicht in einer Tiefgarage parken,


    ich mag nicht fliegen .......(hab keine Angst vorm fliegen selbst, sondern mir ist unwohl, wenn ich mit fremden Menschen auf engem Raum sein muß und weiß, daß ich da nicht sofort wieder raus kann, wenn ich will.)


    ich mag nicht Zug fahren – da ists wie beim fliegen


    Fühle mich auch nirgends wohl, wo größere Menschenansammlungen sind und ich keinen "Fluchtweg" in Sicht habe. Das heißt aber nicht, daß ich mir nur noch zu Hause verkrümel und nicht mehr unter die Leute gehe (das hatte ich kurzzeitig auch, ist aber wieder vorbei). Wenn ich wo bin, wo viele Menschen sind, dann halte ich mich möglichst in der Nähe vom Ausgang auf oder ich behalte ihn zumindest in Sichtweite und dann klappt das ganz gut. Wenn ich dann auch noch gut unterhalten werde, kann ich sogar meistens diese Angst vergessen.


    Man sollte sich einfach nur überwinden und sich solchen unangenehmen Situationen stellen, dann gehts auch !!! .... so eine Art Konfrontationstherapie. Wirst sehen, dann ist es halb so schlimm !!!




    Du schreibst auch:

    Zitat

    ...... habe vor lauter Angst sogar ein EKG Gerät zu Hause wo ich 24h jeden Tag wenn ich wollte ein EKG senden könnte .......

    Wenn bei Dir laut Arzt (Kardiologe) organisch alles ok ist, dann schaff doch dieses Gerät wieder weg. Das brauchst dann Du doch gar nicht wirklich, oder? Dieses ständige kontollieren und nach etwas suchen, macht einen nur noch kranker.


    Ich hatte den ständigen Kontrollzwang anfangs auch und habe mich damit nur noch mehr in meine körperlichen Symptome reingesteigert.


    Diese ständige Angst-und-Panik-Psycho-Stress hat meinen ganzen Körper auch organisch total durcheinander gebracht und dadurch hatte ich unter anderem auch Bluthochdruck bekommen. Das hat mir schon wieder Angst gemacht und dann habe ich teilweise mehr als 5x am Tag Blutdruck gemessen. Hatte aber vor dem Messen immer schon wieder den Gedanken: "hoffentlich ist er nicht wieder so hoch....." und "hoch" war anscheinend das Zauberwort und schon jagten die Werte weiter rauf. Ich hab dann nochmal gemessen, weil ichs nicht glauben wollte und wieder war er höher. Ich hab noch mehr Angst bekommmen, nochmal gemessen und dann war er noch höher ...... hab mich immer mehr hochgeschaukelt und meinen Blutdruck und Puls natürlich auch.


    Meine Therapeutin hat mir gesagt, daß ich das mal lassen soll, weils so nicht besser wird und ich mir meinen Bluthochdruck nur selbst mache. Und sie hatte recht. Ich hab dann nur noch einmal die Woche gemessen und siehe da, es hat sich nach und nach von alleine reguliert. Beim jedem wöchentlichen Messen war der Blutdruck wieder niedriger, was mich dann jedesmal beruhigt, bei nächsten Mal wars dann wieder besser und innerhalb 2-3 Wochen war alles normal. Inzwischen messe ich gar nix mehr nach und mir gehts soweit recht gut.


    Das ist doch eindeutig der Beweis dafür, daß viele körperliche Symptome "selbstgestrickt" sind, weil man sich reinsteigert. Und genauso kann man sie durch "raussteigern"auch wieder selbst, allein durch Vetrauen in den eigenen Körper, in den Griff bekommen.


    Ich denke, daß das mit allen körperlichen Folge-Symptomen, die psychischer Natur sind, so ist.


    Wir müssen uns wieder abgewöhnen Angst vor solchen komischen Erscheinungsbildern zu haben, denn dadurch wirds immer schlimmer. Sicher ist es gut, wenn man auf seinen Körper und sein Inneres hört, aber ich denke, daß man es nicht so überbewerten sollte, da man sich dadurch nur reinsteigert und es schlimmer macht.


    Fazit: Alles organisch mit Fachärzten abklären und wenn die nix finden, können wir unsere Psyche allein durch positive Gedanken wieder selbst heilen – natürlich leichter und besser mit Hilfe und unter professioneller Anleitung eines Psychotherapeuten.


    Vielleicht sollte man auch nicht immer die ganze Energie krampfhaft für die Suche nach einem Namen für solche "Krankheiten" vergeuden, sondern einfach akzeptieren, daß momentan die Psyche nicht ganz in Ordnung ist, egal wie diese Störung heißt.


    Vielmehr sollten wir unsere Kraft für dem Kampf gegen diese Geschichten verwenden und was dagegen tun, indem wir versuchen positiv zu denken und uns zu entspannen, anstatt uns zu zermürben, warum und weshalb man sich gerade in diesem Zustand befindet.


    .


    Meine Therapeutin hat mir dazu auch was Gutes gesagt:


    Wenn Du nach Hause kommst und Dein Haus brennt, was machst Du dann?


    Als erstes denkst Du gar nicht groß darüber nach und machst Dich verrückt, sondern Du rufst doch ganz automatisch die Feuerwehr und versuchst den Brand zu löschen. Und erst danach, wenns nicht mehr brennt, machst Du Dir Gedanken, was die Ursache für den Brand war, oder?


    D.h. Nicht verrückt machen, sondern erst die Sache mit Hilfe eines Therapeuten (Feuerwehr) beheben und dann überlegen, warum das passiert ist und was der Auslöser war.


    Den Gedanken find ich ganz gut und wenn man ihn dann auch so umsetzen kann, fällts einem leichter und man bekommt gar keine Panik.


    .


    Und solltest Du trotz allem noch auf der Suche sein, schau doch da noch rein:


    http://www.schwarzespiegelscherben.de/dissoziation.html


    Ich würde mich aber wirklich nicht so verrückt machen und versuchen alles relaxter anzugehen, dann gehts Dir bald besser. Bei mir funktioniert das so auch richtig gut !!!


    .


    Du schreibst auch:

    Zitat

    ...... war heute Schnee schippen den halben Tag und merke wie mir jeder Muskel weh tut vor allem der Rücken... bin stärkere körperliche Belastung gar nicht mehr gewohnt...


    Fühle mich dadurch aber geistig und körperlich fit, hat bis auf die Wehwehchen also gut getan...und war abgelenkt vor allem wegen der frischen Luft...

    Jaaaaa, genau !!! So ist es richtig !!! Du sagst es ja selbst !!!


    Bewegung an der frischen Luft macht geistig und körperlich fit und schafft Ablenkung !!! Und wenn Du das öfter machst, dann gewöhnst Du Dich auch an die körperliche Belastung dabei und wirst dadurch immer fitter !!! Geh doch einfach öfter raus und mach was !!! Und wenn Du nur jeden Tag 1/2 Stunde spazieren gehst ...... auch wenns draußen kalt ist. Das tut sooooo gut !!!


    Danach kann man sich auch viel besser entspannen – vielleicht sogar in der heißen Badewanne mit schöner Musik und Kerzenschein.


    .


    .


    Wünsch Dir alles Liebe und nen schönen Sonntag noch !!!


    Denk POSITIV und grübel nicht so viel !!!


    – wirf die schlechten zermürbenden NEGATIV-Gadanken in den Müll !!!


    .