Geschwollene Unterschenkel und Füße - welche Ursachen?

    Hallo,


    da ich eine schwere COPD mit Lungenemphysem habe, war ich mir fast sicher, dass meine schon seit längerem geschwollenen Knöchel und Füße (sogar manchmal auf der Fußsohle) darauf zurückzuführen sind (--> Entwicklung eines Cor pulmonale). War aber vor wenigen Tagen beim Kardiologen, der per Ultraschall feststellte, dass mein Herz einwandfrei arbeitet - keine Ventrikelvergrößerung, EF 65%.


    Bin jetzt irgendwie verwirrt. Welche Ursachen könnten die geschwollenen Unterschenkel denn noch haben?


    Das ist übrigens so seit eines mehrwöchigen KH-Aufenthaltes vor 2,5 Jahren, wo man mich ins künstliche Koma verfrachtet hatte.

  • 22 Antworten
    Zitat

    War aber vor wenigen Tagen beim Kardiologen, der per Ultraschall feststellte, dass mein Herz einwandfrei arbeitet - keine Ventrikelvergrößerung, EF 65%.

    Eine Herz oder Nieren oder Venöse-Insuffiziens liegt nicht vor?

    Am besten wendest du dich da an deinen Hausarzt. Weitere Fachärzte wären Nephrologe ( Nieren) und der Angiologe ( Gefäße).


    Wenn es nicht am Herzen liegt, müsste man z.B. Nieren und Venen abklären.

    Hm, Nieren .... Blutwerte reichen dazu nicht aus, wie zB Creatinin und GFR? Die waren okay.

    Zitat

    Weißt du woher die COPD kommt?

    Veranlagung (Gene). Häufige Bronchitis im Kindesalter, im Industriegebiet aufgewachsen. Rauchen, zunehmende Luftverschmutzung, Feinstaub ...

    Oder kann eine Herzklappen-Insuffizienz an den Ödemen schuld sein? Habe eine Aortenklappen-insuff. I bis II, eine minimale Mitralklappeninsuff. und noch eine dritte Insuffizienz, ich glaube, Trikuspidal?

    Zitat

    dass mein Herz einwandfrei arbeitet - keine Ventrikelvergrößerung, EF 65%.

    Kommt drauf an, was beim Herzecho genau untersucht wurde. Oftmals wird sich nur auf das linke Herz und dessen Pumpleistung (EF) konzentriert. Bei einem Cor pulmonale ist ja das rechte Herz ein Problem, und hier kommt es zunächst zur Druckbelastung.


    Die EF dagegen als Maß der systolischen Funktion des linken Ventrikels ist das, was am wenigsten interessant ist bei COPD bzw. einem Cor pulmonale. Hier wäre vielmehr die TAPSE (Surrogatmarker für die systolische Funktion, also Pumpleistung des rechten Ventrikels) und die Abschätzung des pulmonalarteriellen Druckes sowie die diastolische Funktion (Füllungsfähigkeit) des linken Ventrikels (E/A und E/E') interessant. Eine schwere COPD führt zu einer pulmonalen Hypertonie, die dann bei Dekompensation zu einem Cor pulmonale führt.

    Wie lautete denn der Befund bzw. die gemessenen Werte genau? Dann kann ich vll mehr sagen....


    Wenn eine Niereninsuffizienz schon periphere Ödeme macht, sollte das Kreatinin schon erhöht sein. Das kann auch der Hausarzt bestimmen.

    Hallo


    was für medikamente nimmst du ? oft sind medis wie symbicord oder foster schuld.ich bin asthmatiker und hab das selbe problem.ich bekomme gegen das wasser in den beinen furosemid ,es hilft.man ist zwar morgens etwas eingeschränkt weil man ständig aufs wc muß,aber damit kann man leben und hat die schwellungen los :)^

    @ pelztier86

    Zitat

    Die EF dagegen als Maß der systolischen Funktion des linken Ventrikels ist das, was am wenigsten interessant ist bei COPD bzw. einem Cor pulmonale.

    ja, da hatte ich auch nur aus Interesse nachgefragt, weil ich schonmal vor etlichen Jahren mit einer EF von 25 unterwegs war.


    Ich denke, er hat sehr ausführlich geschallt. Wenn da jemand mit einem brummenden Sauerstoffgerät vor ihm auf der Liege liegt, weiß er sicher, wonach er gucken muss. Er sagte, er fände keinerlei Anzeichen für ein Cor pulmonale.


    Im letzten Blutbild war Crea 0,7mmg/dl, GFR 96 - meintest du diese Werte?

    Ja Crea ist Kreatinin, und das ist mit 0,7 bei dir absolut im Normbereich.


    Was hattest du denn damals am Herzen, mit einer EF von 25%?


    Das rechte Herz und dessen Funktion ist nur nicht so einfach zu beurteilen, das hat schlichtweg etwas mit mangelnder Erfahrung und nicht per se Inkompetenz zu tun.


    Aber wenn du dir sicher bist, ist es auch in Ordnung. Wollte das nur zu bedenken geben.

    @ pelztier86

    Zitat

    Was hattest du denn damals am Herzen, mit einer EF von 25%?

    Linksherzinsuffizienz aufgrund jahrelangem hohen Blutdruck. Bildete sich dann unter Einnahme von Ramipril, Betablockern und Diuretika zurück - dauerte allerdings ein paar Monate.


    Ich bekomme ja demnächst auch den kardiologischen Befundbericht, da kann ich ja hier noch was dazu reinschreiben - soll ich?

    @ jennymausi1

    Also ich nehme Formolich = Formoterol, zusätzlich Spiriva und ab und an bei Notfällen Salbutamol. Achso, und 2 x täglich Kortisonspray Budes. Nehme ich allerdings schon seit 2012, und die Wassereinlagerungen sind erst seit 2015 so schlimm ... ":/