Hallo,


    ist es bei Dir ausgeschlossen worden, dass die Tachykardie durch blockierte (Brust-)Wirbel ausgelöst wird?


    Im normalen Alltag merke ich kaum, dass bestimmte Brustwirbel bei mir blockiert sind, doch eine leichte falsche Bewegung und zack geht das Herzrasen los.

    @ rr2017

    Ich finde auch das es plausibel klingt, gerade weil es von zwei unabhängigen Kardiologen kommt.


    Ich werd mir jetzt noch 14 Tage Zeit lassen und gucken wie es sich Entwickelt. Wenn ich vermehrt diese Tachykardien Run's bekomme dann wird es wohl das beste sein wenn ich eine weitere EPU durchführen lasse.

    @ ClairMartin

    Orthopädisch ist alles im grünen Bereich.


    Die Ärzte gehen wie gesagt davon aus dass es am Herz direkt irgendwelche Schädigungen gibt die bisher noch nicht entdeckt wurden und gut getarnt sind.


    Ich werd aber Versuchen mal ein Herz MRT zu bekommen, vielleicht findet man dort etwas.

    @ Bella1980

    Mein Elektrolyt Haushalt ist o.B

    Hatte heute wieder den selben Vorfall wie vorgestern.


    Wieder einen Tachykarden Run über mehrere Stunden. Diesmal begleitet mit ungewöhnlich starken Schwindel.


    Mein Blutdruck lag bei 96 zu 60.


    Hab gelesen wenn der Systolische Blutdruck Niedrig ist, der Puls aber in Relation so Hoch, ist strukturell am Herz aufjedenfall etwas im argen.


    Hat Jemand das auch schon mal so gehört / gelesen?

    Du armer.


    Zumindest ist es logisch - mangelnde Schlagkraft wird durch Geschwindigkeit kompensiert.


    Ehrlich, ich würd an Deiner Stelle ins KH. Das klingt alles gar nicht gut.


    Hast Du einen ICD implantiert oder was ist das?

    @ rr2017

    Ich hab einen Herz Monitor implantiert bekommen, dieser leitet 24 Stunden am Tag ein EKG ab. Das Gerät erkennt Herzrhythmusstörungen und Tachykardien und speichert die EKG's selbstständig ab.


    Im Krankenhaus wird das Gerät regelmäßig ambulant ausgewertet, so sehen die Ärzte in Detail was vorgefallen ist.


    Ein sehr nützliches Gerät, hab schon von vielen Ärzten gehört "War aufjedenfall Goldrichtig Sie mit so einem Gerät auszustatten".

    @ Der kleine Prinz

    Also meistens wurde sie in den Berichten mit > 35% beschrieben.


    Ich meine aber bei meinem vorletzten Krankenhausbesuch etwas von > 60% gelesen zu haben. Das wäre ja Normal da die EF meines Wissens zwischen 60 und 70% liegen sollte.

    @ Bella1980

    Heut geht es mir (bisher) Prima. Fühl mich Heute echt gut.


    Mein Puls liegt zwar dennoch bei derzeit 105 aber für meine Verhältnisse ist das schon Niedrig :)


    Besonders die Nacht war (nachdem der Tachykarde Run vorbei war) ungewöhnlich Ruhig.


    Hoffe dass es so weitergeht :)

    Zitat

    Also meistens wurde sie in den Berichten mit > 35% beschrieben.


    Ich meine aber bei meinem vorletzten Krankenhausbesuch etwas von > 60% gelesen zu haben. Das wäre ja Normal da die EF meines Wissens zwischen 60 und 70% liegen sollte.

    >= 35% ist schlecht, >= 60% ist schon besser.


    Soweit ich es kenne, sollte die EF bei 70, 75% liegen, aber das soll ziemlich altersabhängig sein.

    Schön, dass du dich gemeldet hast und es heute relativ ruhig ist.


    105 finde ich in deinem fall auch ok.


    Anhand des monitors kann man wohl nicht ableiten woher das kommt?


    Sorry für die dumme frage, aber damit kenne ich mich nicht aus

    Nein, das kann man damit nicht herleiten. Die Ursache sind fehlgeleitete Ströme auf falschen Leitungsbahnen, sie zu finden und dann die Bahnen zu veröden und die Ströme dazu zu bewegen, sich auf die richtigen BAhnen zu begeben, ist sehr kompliziert. Ich habe das auch alles hinter mir, erfolglos.


    Bei mir war dann noch das Problem, dass WENN mal einen Sinusrhythmus herstellen konnte, meine Frequenz auf 30 und darunter fallen konnte. Oder auch auf 240 mit Einstieg ins Kammerflimmern steigen konnte.

    @ Prinz

    Ich denke meine EF ist in Ordnung sonst hätte man das wohl explizit erwähnt, hoff ich jedenfalls ;-D

    @ Bella

    Nein, man kann zwar die Art der Tachykardie / Rhythmusstörung feststellen (Sinus, Supraventrikulär, Schmalkomplex, Ventrikulär, Atrial etc.) und wie sie anfing / sich im Verlauf verhielt und endete (sofern es aufgezeichnet wird) aber was das Problem ist wodurch die Tachykardie / Rhythmusstörung ausgelöst wurde kann man damit nicht feststellen.


    Man hatte beim vorletzten Krankenhaus Aufenthalt noch eine weitere Diagnostik Möglichkeit in den Raum gestellt, dabei sollte mir ein Medikament verabreicht werden (weiß leider den Namen nicht mehr, fing mit A an) wodurch der Herzschlag eine gewisse Zeit aussetzt.


    Soweit ich es richtig Verstanden habe sollte das den Vorteil haben das man dann die elektrischen Impulse besser verfolgen kann.


    Nach einer gewissen Zeit fängt das Herz dann wieder mit dem Schlagen an.


    Der Oberarzt entschied sich am Ende dann aber dafür noch ein wenig Zeit verstreichen zu lassen bevor wir so ein Geschütz auffahren. War darüber auch nicht unglücklich, denn die Vorstellung dass das Herz kurzfristig zum anhalten gebracht wird .. ":/

    Eine EF von 60 % ist gut/normal.


    Allerdings ist die EF nicht alles, und es gibt sehr wohl eine Herzinsuffizienz, bei der das primäre Problem nicht eine verminderte Pumpkraft/Kontraktilität des linken Ventrikels ist, sondern eine eingeschränkte Füllung des Ventrikels bzw. eine Füllung, die nur unter erhöhten Drücken gelingt. Ein vergrößerter Vorhof, ohne dass eine signifikante Klappeninsuffizienz vorliegt und ohne dass der linke Ventrikel vergrößert ist, könnte dafür sprechen.


    Da müsste dann mal dann Parameter wie E/A Ratio, sPAP und e' und E/e' bestimmt werden.


    Daher fragte ich ja nach dem letzten Echo-Befund im Original. Diese Parameter werden nämlich gerade bei jungen Menschen nicht unbedingt regulär bestimmt.

    In meinen Unterlagen finde ich nichts bzgl. der Parameter. Hab das mal durchforstet Vorhin.


    Werde mein Hausarzt mal auf die Parameter ansprechen, die bekommen ja einen etwas ausführlicheren Bericht als der Patient beim verlassen des Krankenhaus.


    Mein Hausarzt ist aber bis zum 4.08 im Urlaub. :/


    Was auch zu einer Herzinsuffizienz passen würde ist dass ich einen verstärkten Harndrang in der Nacht habe. Ich hoffe aber dennoch dass es sich nicht um eine Herzinsuffizienz handelt.

    Naja, es muss ja nicht gleich eine Herzinsuffizienz sein, sondern kann auch "nur" eine leichtgradigere Ausprägung einer Kardiomyopathie ohne HI.


    Dass der verstärkte nächtliche Handrang etwas mit deinem Herzen zu tun hat, glaube ich nicht, da Nykturie im Rahmen einer HI üblicherweise ein Symptom bei venösem Rückstau bis in die Beinvenen ist. Du müsstest also Ödeme in den Füßen/Beinen haben.


    Außerdem ist ein weiters typisches Symptom bei einer HI die Luftnot unter Belastung und du schreibst ja, dass du durchaus sportlich bist.

    Zitat

    Man hatte beim vorletzten Krankenhaus Aufenthalt noch eine weitere Diagnostik Möglichkeit in den Raum gestellt, dabei sollte mir ein Medikament verabreicht werden (weiß leider den Namen nicht mehr, fing mit A an) wodurch der Herzschlag eine gewisse Zeit aussetzt.

    Du meinst bestimm Amiodaron. Das habe ich auch für einige Monate genommen, und unter Amiodaron hab ich auch zwei EKV gekriegt, die nicht funktioniert haben. Amiodaron hat beträchtiche Nebenwirkungen, sehr beträchtliche.


    Dann gibts neben Amiodaron noch ein zweites Medikament, Name fällt mir nicht mehr ein, unter dem ich auch Elektrokardioversionen gekriegt habe, hat auch nicht funktioniert.

    Hab seit einer Stunde wieder einen Tachykarden Run. Puls war anfänglich circa ne halbe Stunde bei 190, dann ist er langsam auf 140 runter.


    War kurz davor den RTW zu rufen weil es mir echt Dreckig ging und der Herzschlag schon beinahe Schmerzhaft war.


    Hab dann aber erstmal abgewartet.


    Ich zähle schon die Tage runter bis mein Hausarzt am 7. August endlich wieder da ist, den werd ich dann mal anhauen mir schnellstens ein Herz-MRT zu besorgen.


    Vielleicht kommen wir dann endlich nen Schritt weiter.

    @ pelztier

    Zitat

    Dass der verstärkte nächtliche Handrang etwas mit deinem Herzen zu tun hat, glaube ich nicht

    Das ganze hat Zeitlich paar Monate vor meinen ersten Problemen angefangen soweit ich mich recht erinnere. Es könnte aber auch sein dass es schlicht und einfach an den Herz Medikamenten liegt und das es vorher was anderes war.


    Ödeme hab ich jedenfalls nicht.

    Zitat

    Außerdem ist ein weiters typisches Symptom bei einer HI die Luftnot unter Belastung und du schreibst ja, dass du durchaus sportlich bist.

    Bei Belastung spüre ich dass mir das Atmen schwerer fällt. Es stimmt das ich Sportlich bin, ich muss aber dazu sagen dass Sport mir dennoch nicht gut tut. Eigentlich hab ich von meinem Hausarzt auch striktes Sportverbot bekommen nachdem er mein L-EKG ausgewertet hat.


    Aber da ich noch Jung bin und noch auf der Partner suche bin kann ich auf Sport nicht so ganz verzichten. Heißt jetzt nicht das ich Bodybuilding betreibe, aber halt Fitness.

    @ Prinz

    Kann mich leider nicht mehr an den Namen erinnern, es sollte aufjedenfall nicht mehrfach verabreicht werden sondern einmal damit man halt den Herzschlag für eine kurze Zeitspanne aussetzen lassen kann um zu sehen wie die Impulse sich Verhalten.


    Man sagte das Herz würde dann wieder spontan anfangen zu Schlagen.


    Elektrokardioversionen hatte ich auch schon mehrfach, aber da wird doch in der Regel "nur" eine kurze Vollnarkose gesetzt und zur Schmerzabwehr Fentanyl verabreicht oder nicht?


    Ich hatte von meinen Elektrokardioversionen immer "schöne" Verbrennungen auf der Haut. War das bei dir auch so?

    Wie gesagt: ich finde, man sollte bei dir noch einmal intensiver eine unterliegende strukturelle Herzerkrankung/Kardiomyopathie ausschließen.


    Aber diese kann auch ohne HI einhergehen, das kommt nur auf die Ausprägung der Funktionsstörung an. Und Rhythmusstörungen alleine können auch ohne HI schon Symptome wie Kurzatmigkeit etc.pp. machen. Frag am besten mal deinen HA auch gleich nach dem Originalbefund des letzten Echos. Vermutlich wird er den aber nicht haben, den muss man sich meist als Patient vor Ort geben lassen.


    PN ist in deinem Postfach.

    Dann war es nicht Amiodaron, und was es für ein Medikament gewesen sein könnte, weiß ich nicht. Elektrokardioversionen hatte ich viele, viele haben gar nicht fuktioniert, manche nur kurz, wenige Stunden bis zu zwei, drei Tagen. Die EKV sind in den letzten zwei Jahren immer unter bestimmter Medikation gemacht worden, u.a. unter Amiodaron, und unter Propofol oder einem ähnlichen Kurzzeitnarkotikum.


    Hautverbrennungen hatte ich nur nach den zwei "Rückholaktionen" 2014. Aber lieber Brandblasen als ganz tot. Obwohl: Der Tod war schön, auch, und im Besonderen, das Hinübergleiten. Nur das Davor nicht, das war die Hölle.

    Zitat

    Also meistens wurde sie in den Berichten mit > 35% beschrieben.


    Ich meine aber bei meinem vorletzten Krankenhausbesuch etwas von > 60% gelesen zu haben.

    Bei der Messung muss auch berücksichtigt werden, dass die EF bei einer (schnellen) akuten Tachykardie (vorübergehend) reduziert sein kann, eventuell wurden also bei Dir in der Vergangenheit erniedrigte Werte in einer tachykarden Episode gemessen (> 35 % würden die meisten Ärzte wohl nur schreiben, wenn die EF zum Zeitpunkt der Messung zwar reduziert war, aber eben > 35 % lag). Aussagekräftiger ist eine Messung der LVEF, wenn gerade akut keine Tachykardie vorliegt, aber da ist bei Dir die systolische LV-Pumpfunktion ja mit > 60 % in Ordnung.

    Zitat

    Man hatte beim vorletzten Krankenhaus Aufenthalt noch eine weitere Diagnostik Möglichkeit in den Raum gestellt, dabei sollte mir ein Medikament verabreicht werden (weiß leider den Namen nicht mehr, fing mit A an)

    Damit war wohl Adenosin gemeint. Wird manchmal bei supraventrikulären Tachykardien gespritzt, hat eine sehr kurze (mehrere Sekunden) Halbwerts- und somit auch Wirkzeit, kann therapeutisch sehr effektiv sein insbesondere bei Reentry-Tachykardien, bei denen der AV-Knoten im Reentry-Kreis eine Rolle spielt, da Adenosin eine kurzzeitige Verzögerung bis Blockierung der Leitung im AV-Knoten induziert, was zur Konversion in Sinusrhythmus führen kann. Daneben kann es auch zur Diagnostik verwendet werden, um beispielsweise ein Vorhofflattern zu demaskieren.

    Zitat

    wodurch der Herzschlag eine gewisse Zeit aussetzt.

    Ein wirkliches, hm, "Aussetzen" des Herzschlags ist es nicht, allerdings kann es zu einer kurzen, vorübergehenden Sinusbradykardie kommen; subjektiv spüren viele Menschen nach der Injektion außerdem kurzzeitig etwas Atemnot und einen Druck auf der Brust, diese Nebenwirkungen gehören sozusagen "fast schon dazu". Wie alle antiarrhythmischen Medikamente kann auch Adenosin vereinzelt eine proarrhythmische (also eine Rhythmusstörung auslösende) Wirkung haben, die natürlich bedacht werden muss.


    Hast Du eigentlich einen niedergelassenen Kardiologen, zu dem Du regelmäßig ambulant hingehst?