Hallo waren gestern wieder bei meiner Schwiegermutter.


    Es war schlechter als sonst. Sie hatte laut Schwestern einen Depri Tag.


    Sie war schon am weinen wie wir kamen und hat es auch fast die ganze Zeit getan als wir da waren.


    Sie fiel immer wieder nach links im Sessel. Mein Mann hat ihr dann das Abendessen gefüttert.


    Sie wollte erst den Quark essen. Hatte auch selber erst den Löffel in der Hand und drückte dann aber das Brot damit, und obwohl sie nichts auf dem Löffel hatte tat sie ihn in den Mund.


    Als wenn sie gar nicht weiß was sie tut.


    Mein Mann hat sie dann gefüttert und ich habe in der Zeit das Brot fertig gemacht und kleingeschnitten.


    Doch sie versuchte dann beim Brot immer wieder mit der linken Hand zu essen und es viel immer runter.


    Nachher haben wir ihr jedes Stück in den Mund gegeben.


    Und sie fing immer wieder an zu weinen.


    Wir hatten das Gefühl sie bekommt jeden Moment den nächsten Schlaganfall.


    Sie hat auch richtig gierig gegessen,


    Die Schwester die wir dann holten, sagte das sie übertag 2 mal wieder gelaufen sei.


    Heute dann war meine Schwägerin bei ihr. Sie sagte Mama habe fast nur geschlafen. Zwischendurch war sie mit Hilfe der Schwester auf die Toilette. Doch als sie im Bett lag schlief sie wieder . Wenn sie wach war, war sie fast nur am weinen.


    Die Ärzte entscheiden morgen ob sie nun zur Reha kann morgen oder nicht.


    Denn gestern war auch der Blutdruck nicht ganz in Ordnung.


    Ich weiß echt nicht wie das weiter geht, ob es überhaupt noch Hoffnung gibt, das sie einigermaßen wieder auf die Beine kommt.


    Gruß Martina

    Hallo, Martina,


    natürlich gibt es Hoffnung! Und das schreibe ich nicht, um Dich zu trösten, sondern weil ich WIRKLICH davon überzeugt bin. Ich habe noch das Bild meiner Mutter vor Augen, in welch jämmerlichem Zustand sie nach dem Schlaganfall war, und wie sie dann einige Monate später war. Wie Tag und Nacht.


    WICHTIG ist es, dass sie sich ausweinen darf. Deine Schwiegermutter ist jetzt in einer schweren Depression, das ist nach einem Schlaganfall fast immer der Fall, das hatte meine Mutter auch. Es ist wichtig, dass sie traurig sein DARF, denn es IST traurig. Ihr ist ja bewusst, in welch beklagenswertem Zustand sie ist, und das IST traurig und darum DARF sie deswegen auch weinen und traurig sein!!! In der Reha wird sie sicherlich psychologische Gespräche führen, denn die psychische Belastung bei so einer schweren Krankheit ist sehr sehr gross. Stützt sie jetzt seelisch, haltet zu ihr, gebt ihr das Gefühl, dass ihr "da" seid und vor allem gebt ihr auch das Gefühl, dass Ihr an ihre Genesung glaubt. Ein depressiver Mensch kann das von alleine schwer glauben, aber er klammert sich mit jeder Faser seiner Seele an diese Hoffnung, die nun eine zeitlang von EUCH ausgehen muss, weil sie alleine und von selbst diese Hoffnung nicht aufbringen kann. Aber das kommt wieder, ganz bestimmt...


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu

    Vielen Dank Cha-Tu.


    Du machst mir irgendwie Mut.


    Meine Schwiegermutte rist nun gestern in die Reha gekommen.


    Wenn die in der Reha merken das sie gute Fortschritte macht, verlängern die dann automatisch die Reha?


    Oder müssen wir als Kinder darauf bestehen. Was ist wenn sie sie nach den 10 Tagen die sich nur noch hat, nach Hause entlassen. Dann muß man doch bestimmt darauf bestehen das


    dort eine Theapie weitergeführt wird oder?


    Ich hoffe das sie ein wenig Glück von deiner Mutter hat.


    Bis die Tage.

    Hallo, Mäussi,


    wenn die Ärzte es für notwendig halten und/oder wenn sie der Meinung sind, dass die Reha noch nicht ausgereizt ist, empfehlen sie eine Verlängerung. Allerdings ist das heute mit den Krankenkassen recht heikel, die zahlen ja nur noch das Allernötigste, und dadurch entsteht Druck auf die Ärzte. Ich an Eurer Stelle würde ca. eine Woche vor Ende der Reha um ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt bitten, und dem Eure Wünsche und Hoffnungen vortragen.


    Lieben Gruss


    Cha-Tu

    Hallo


    meiner Schiegermutter geht es auf und ab.


    Vorgestern war meine Schwägerin bei ihr also ihre tochter.


    Da war sie oft abwesend und kippte immer zur Seite.


    sie hat auch viel geweint.


    Gestern dann war die andere tochter von ihr da. da ging es besser.


    Sie hat sie angelächelt als sie kam. Meine Schwägerin hatte auch ihre Tochter dabei die wiederum ihre kleine 1 jährige Tochter mit hatte.


    Der Zustand war gestern viel besser.


    Heute morgen hatte ich dann mit meiner Schwägerin telefoniert.Sie hatte heute morgen schon mit dem Arzt gesprochen. Auf alle Fälle wird er eine Verlängerung der Reha um 14 Tage beantragen.


    Das gibt doch Hoffnung würde ich sagen.


    Doch leider hat sie letzte Nacht versucht alleine aufzustehen und zu laufen, und ist dabei dann gefallen. Zum Glück nichts passiert.


    Nach der Reha steht dann erst mal Kurzzeitpflege an. und dann das Pflegeheim.


    Hoffenlich geht alles gut.


    Mit dem auf und ab werden wir wohl leben müssen.


    Gruß Martina

    Hallo, Martina,


    diese Aufs und Abs vergehen mit der Zeit. Auch dieses Zurseitekippen wird besser, das hatte meine Mutter auch, bei ihr war es sogar mit kleinen Ohnmachten verbunden). Vieles von dem, was Du beschreibst, hat meine Mutter fast identisch durchgemacht, die ersten Monate waren wirklich hart.


    Es GIBT Hoffnung, da bin ich sicher.


    Weiterhin alles Gute


    Cha-Tu

    Hallo


    Mit meiner Schwiegermutter ist es ein auf und ab.


    Wir waren die beiden letzten Tage wieder bei ihr in der Reha.


    Der Zustand ist stabiler. Sie weint auch nicht mehr.


    Doch sie redet komisch. Zum Beispiel fragte sie meinen Mann wer denn seine Hose genäht


    hätte., oder fragt wem der Pullover gehört den sie an hat.


    Ist das normal. ? Man hat ihr letzte Woche gesagt das sie in ein Pflegeheim käm wenn sie aus der Reha entlassen werde. Sie hat es gut aufgenommen. Aber ich denke mal, vielleicht weiß sie auch gar nicht was passiert.


    Sie hat so klare Momente und fragt auch nach bestimmten Sachen und ist lebhafter als vorher.


    Das macht dann Mut. Ich hoffe es wird wieder etwas besser mit ihrem reden,. Sie sitzt jedenfalls nicht mehr so starr da wie vor einer Woche noch.


    Gruß Martina

    Übrigens kann man die Überschrift meines Beitrages ändern, vielleicht bekomme ich dann mehr erfahrungsberichte.zum Thema Schlaganfall. Möchte keine neue Diskussion öffnen und alles von vorne schreiben.

    Ständig neue Schlaganfälle




    Es geht um meine Schwiegermutter die mit 82 Jahren immer noch fit war. Seit anfang des Jahres war es aber nicht mehr so. Sie fiel ständig um. Im Krankenhaus konnte man nichts feststellen. Doch dieser Schwindel wurde immer schlimmer. Am 31.03. war es dann ein Schlaganfall.



    Im KH konnte man wieder erst nichts feststellen. Doch dann wurde eine 90 % tige verengung der Halsschlagader festgestellt. Man kann nicht operieren. Nach 2 Wochen KH ging es dann in die Reha, doch die Schwindelanfälle blieben. Am 24.04. bekomm sie dann in der Reha einen weiteren Schlaganfall, diesemal mit bleibenden. Sie kam dann in eine Klinik.



    Schäden. Sie hat Gleichgewichtsprobleme, die linke Hand will nicht mehr, und starke Sprachstörungen. Es war schlimm wenn man sie besuchte. zudem müssen wir noch 100 km einen Weg fahren. Mal ging es, doch ein anderes Mal saß sie im Sessel und war nur am weinen. Essen muß man ihr füttern.



    In der Klinik blieb sie 2,5 Wochen. Sie hatte erste Gehversuche gemacht die auch klappten. Wir waren positiv gestimmt. Sie kam dann zurück in die Reha. Sie war dann mal gut zufrieden und mal schlecht.



    Letzte Woche wo wir bei ihr waren war sie auch nicht mehr so teilnahmslos. Sie wollte erzählen, was man aber nicht immer so verstand.Aber damit kann man leben. Sie fragte dann komische Sachen wie zum Beispiel, wer den die Hose meines Mannes genäht hat, oder die Sachen die sie an hat, wem die wohl gehören. Trotzdem machten wir uns Hoffnungen. Ein leben zurück in ihre Wohnung (betreutes Wohnen) würde es aber nicht geben. Das sah sie dann auch ein.



    In der Reha ging es dann aber trotzdem bergab. Sie läuft nicht mehr. Kann ihr Glas trinken fast nicht mehr halten. Ihr fällt alles weg. Zudem bekommt sie nun Pampers um. seit dem letzten Schlaganfall fing dann auch Zucker bei ihr an. Den hat sie aber ziemlich unter kontrolle.



    Letzte Woche nun hat sie 2 weitere Anfälle gehabt. Mein Mann und ich waren dann gestern vor Ort. Es war schrecklich. Sie sitzt im Rollstuhl, stöhnt wenn man sie anspricht. Da sie gar nichts mehr sagen kann. Zudem darf sie nichts essen, da sie sich ständig verschluckt. Da besteht die Gefahr einer Lungenentzündung. Morgen wollen sie noch eine Untersuchung machen. Wir haben es nicht länger wie 20 Minuten bei ihr ausgehalten. Ich glaube sie hat es gar nicht richtig regestriert das wir da waren.



    Wie lange soll das so weiter gehen. Die Schwester der Station sagte das man nichts machen könne. Man kann vielleicht hoffen das sie bald erlöst werde. Denn es werden weitere Schlaganfälle folgen.Und die Ärzte können es nicht verhindern.



    Sie bekommt Medikamente so gut es geht. Wir glauben nicht das es noch Hoffnung gibt.



    Gruß Martina

    Hallo!


    Das tut mir wirklch leid für dich. Die Situation erinnert mich irgendwie an die meiner Mutter. Als wir wußten man kann ihr nicht mehr helfen sind wir so oft da gewesen wie möglich. Am letzten Tag war sie nicht mehr ansprechbar, aber ich hatte das Gefühl, daß sie gewartet hat bis alle von uns da waren. Einige Minuten später kam dann endlich die Erlösung für sie. Ich wünsche dir und deinem Mann viel Kraft für die kommende Zeit. Auch wenn man das Gefühl hat der Mensch kriegt nix mehr mit, irgendwo nimmt er doch noch was war und das kann sehr helfen. @:)@:)@:)


    Choclate :p>

    Man weiß nicht wieviel sie wirklich mitbekommt und noch denken kann.


    Sie ist innerhalb weniger Wochen wie eine andere Person geworden.


    Das ist nicht mehr sie die wir vor uns haben.


    Auch teilweise ihr verhalten, als wenn sie nicht weiß was sie tut.


    Es ist schrecklich sie so zu sehen, . Und man ist so hilflos.


    Wir werden heute nachmittag wieder zu ihr fahren, auch wenn wir es nicht


    lange aushalten. Aber man möchte sie doch eben sehen.

    Hallo, Martina,


    das tut mir so leid. Ich hatte solche Hoffnungen, dass man das noch mal in den Griff bekommt. GANZ würde ich die Hoffnung noch nicht aufgeben. Wie ich ja schon schrieb, war meine Mutter monatelang in der Reha, bevor es aufwärts ging, allerdings war Mutter damals auch "erst" 69 Jahre alt.


    In jedem Fall ist es wichtig, Deiner Mutter NÄHE zu vermitteln. Berührung. Streicheln. All das spürt sie SICHER, und das tut ihr gut, ganz unabhängig davon, ob sie "es schafft" oder nicht. Ich wünsche ihr und Euch, dass Ihr Kraft habt, das miteinander durchzustehen.


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu

    Hallo


    Waren gestern nachmittag bei Schwiegermutter. Sie lag im Bett.


    Als wir an ihrem Bett standen und sie ansprachen lächelte sie. Ich denke sie hat uns


    erkannt. Sie wollte die ganze Zeit was sagen, doch man versteht kein Wort.


    Zwischendurch lächelte sie etwas und legte ihren Kopf wieder zur Seite.


    Eine Schwester sagte dann das sie morgens eine Milchsuppe bekommen hatte und sich


    nicht verschluckt hat.


    Heute soll eine Untersuchung gemacht werden. 2 mal sei sie gestern auf gewesen.


    Im Rollstuhl am Tisch. Jedesmal eine Stunde, dann war sie müde.


    Ich muß sagen man geht dort liebevoll mit ihr um und die Pfleger dort in der Reha


    geben sich Mühe.


    Vielleicht geht es ja doch noch etwas bergauf.


    Wir hatten sie noch gefragt ob es ihr gut ging und darauf hat sie mit dem Kopf genickt.


    Hoffentlich wird es etwas besser.


    Gruß Martina

    Meine Schwiegermutter hat gestern die Krankensalbung bekommen.


    Sie reagiert wohl wenn man sie anspricht, lächelt etwas.


    Aber sprechen kann sie nicht mehr und sie schläft fast den ganzen tag.


    Zudem hat sie immer wieder mal Fieber. Kommt laut Ärzten von den Bronchen.


    Essen kann sie nicht mehr. Noch geht es per Infusion. Doch die Ärzte haben uns schon


    über eine Magensonde aufgeklärt.


    Solange Sie ansprechbar ist reagiert, werden wir im notfall das nicht ablehnen.


    Heute ist die Reha zuende.


    Verlängerung wurde beantragt aber noch keine Nachricht.


    Doch transportfähig ist sie auch nicht. Der Rehaklinik ist auch eine Pflegestation angeschlossen.


    Wir hoffen das sie dort erst mal bleiben kann , bis sie in ihre Stadt ins Pflegeheim kann.


    Wir wissen langsam nicht mehr was besser ist, sie gehen zu lassen oder hoffen das es besser wir.


    Doch die Hoffnung gibt es laut Ärzten und Therapeuten nicht mehr.


    Der Arzt sprach von eventuellen Monaten nocht.


    Wir hoffen das ihr der Weg so leicht wie möglich gemacht wird.


    Ohne das wir Kinder entscheiden müssen. Bezüglich einer Magensonde.


    gruß Martina

    @ Mäussi74

    Ich weis das da eine schwere Entscheidung auf euch zukommt.


    Hat deine Schwiegermama damals,als es ihr nicht gut ging,mal Äußerungen gemacht bezüglich lebensverlängernder Maßnahmen?


    Das könnte Eure Entscheidung vereinfachen.


    Das Fieber kann auch schon die letzte Phase des Sterbeprozesses einleiten.


    Man sollte das nicht durch unnötige Maßnahmen verlängern.


    Für die Magensonde muss sie wieder eine Narkose bekommen.


    Und eine Magensonde kann das Leiden auch unnötig verlängern.


    Wenn ihr unsicher seid,könnt ihr auch einen ambulanten Hospitzdienst kontaktieren.


    Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende,schwere Zeit!


    :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*

    Liebe Martina,


    das tut mir sehr leid. "Von den Bronchien" könnte bedeuten, dass es zu einer Lungenentzündung kommen könnte, und das würde sie vermutlich nicht überleben.


    Wie soll man sich entscheiden? Das ist sehr sehr schwer. Vor allem dann, wenn derjenige sich vorher dazu nie geäussert hat (oder hat sie?). Falls sie sich doch geäussert hat (z.B. dass sie mal gesagt hat, sie wolle nicht "an Geräten sterben" oder so), so wäre das eine Hilfe zu EURER Entscheidung. Aber die letzte Entscheidung müsst IHR natürlich treffen, zumindest dann, wenn nichts Eindeutiges vorliegt (also ein schriftlicher Hinweis Deiner Schwiegermutter, was in so einem Fall geschehen soll).


    Das ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich vorher über diesen "letzten Fall" Gedanken zu machen. Meine Frau und ich haben das seit Jahren schriftlich fixiert, so dass der andere im Fall des Falles immer darauf zurückgreifen kann. Und wenn uns beiden etwas gemeinsam passiert, hat ein gemeinsamer Freund die Vollmacht, für uns zu handeln. Das haben wir auch juristisch abgesichert.


    Ich weiss, das alles hilft Dir zur Zeit nicht. Zur Zeit seid Ihr in einer ganz schrecklichen Situation, zumal die Schwiegerrmutter sich ja auch nicht mehr richtig äussern kann. Und zu der drohenden Entscheidung kommt natürlich Euer Schmerz um die Mutter/Schwiegermutter, der ja bereits jetzt schon beginnt...


    Wirklich Tröstendes kann Euch zur Zeit niemand geben. Aber ich denke an Euch, und sicherlich auch viele andere hier im Forum.


    Liebe Grüsse und viel Kraft


    Cha-Tu

    Vielen Dank für die tröstenden Worte.


    Es hilft wenn man drüber spricht.


    Sie hat damals schon immer gesagt sie möchte wenn es wo weit sei kein unnötiges verlängern


    ihres Leiden.


    Ich denke auch wir werden falls wir entscheiden müssen ihren Wunsch erfüllen.


    Reagieren tut sie ja .


    Gestern bei der Krankensalbung ( meine Schwägerin, ihre Tochter) war vor Ort, meinte meine Schwägerin sie hätte mit gebetet, man konnte ihr es an den Lippen ansehen.


    Es ist total schwer sie gehen zu lassen. Sie war immer so fit, und nun 9 Wochen später so.


    Ich weiß nicht ob ein Mensch so ein Leiden verdient hat.


    Ich hoffe das mir das nicht passiert. Wenn man das sieht bekommt man Angst vorm Alter.


    Meine Oma ist vor 1,5 Jahren mit 80 Jahren gestorben. Das war auch total hart. Ich bin bei ihr aufgewachsen, da meine Mutter 2 Tage nach meiner Geburt starb. Also sie war eigentlich meine Mutter.


    Doch Oma ging es auf einmal nicht gut, am selben Tag ist sie umgefallen und gestorben.


    Sie hat sich nicht quälen müssen. Es war schlimm, aber dieses Leiden nun zu sehen , und zu wissen das es auch endet.ist die Hölle.

    Hallo, Martina,


    ja, das ist schwer. Und die Frage nach dem Sinn, die kann man sich nicht stellen, sonst verzweifelt man, denn das Leiden und Sterben scheint sehr sinnlos zu sein. Der einzige Sinn ist, dass auch es zum Leben gehört, so schwer das auch zu verstehen und einzusehen ist.


    Altern ist nicht schön. Ich bin zwar noch nicht sooo alt (56), aber selbst ich merke schon die ersten Alters-Probleme, körperlicher und seelischer Art. Ich denke, man kann dem nur begegnen, indem man das Thema nicht beiseite schiebt, sondern sich ihm immer wieder stellt. Dazu ist es meiner Erfahrung nach nie zu früh.


    Dass Deine Oma so "leicht" sterben durfte, ist schön. Auf diese Weise blieb ihr viel erspart, auch wenn es für die nächsten Angehörigen zunächst einmal schwerer ist, wenn jemand so plötzlich und für alle unvorbereitet stirbt. Andererseits: Wenn man das Leiden eines Sterbenden sieht (wie das Deiner Schwiegermutter), dann ist man froh, wenn es leicht und schnell geht.


    Darf ich Dir einen (vielleicht sehr schweren) Rat geben? Bitte gebt Eurer Schwiegermutter jetzt ganz viel Liebe mit, ZEIGT ihr, dass ihr sie lieb habt, nehmt sie in den Arm, streichelt sie, und gebt ihr auch irgendwie (sanft) zu verstehen, dass sie "gehen darf". Sterbende wehren sich manchmal sehr gegen das Sterben und manchmal/oft nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie meinen, ihren Hinterbliebenden das nicht zumuten zu dürfen. Als meine Mutter merkte, dass sie "gehen darf", dass ich sie "loslasse", da starb sie ganz leicht, obwohl nicht damit zu rechnen war, da sie die letzten beiden Lebensjahre sehr sehr krank war. Und auch als mein Schwiegervater merkte, dass er "gehen darf", starb er ganz leicht (er lag auf der Intensivstation, und wir waren alle um sein Bett versammelt, haben gesungen, einige haben gebetet, meine Nichten/Neffen, seine Enkel, und wir haben ihn gestreichelt), er hörte einfach zu atmen auf.


    Ich wünsche Deiner Schwiegermutter ein leichtes Gehen, wenn es denn sein muss. Und Euch ein gutes, schönes Abschiednehmen, damit Ihr sie wirklich "loslassen" könnt. Ihr behaltet sie im Herzen, das ist wichtiger als das Festhaltenwollen...


    Liebe Grüsse


    Cha-Tu

    Hallo


    waren am Wochenende 2 mal bei meiner Schwiegermutter.


    Samstag hat sie nur geschlafen.


    auch wenn wir sie ansprachen kam keine Reaktion.


    Sonntag war es besser, sie hat uns angelächelt.


    Dann kam noch ihre Schwester zu besuche, dann noch Tochter und Schwiegersohn.


    War eine schöne Runde und ich denke mal das sie es mitbekommen hat.


    Sie versuchte noch ihre Hand zu bewegen. Als wir uns verabschiedeten und ich ihr


    über die Hand streichte, bewegte sie die Augen zu mir.


    Die Reha ist verlängert bis 12.6. da sie letzte Woche auch nicht transportfähig war.


    Doch dann ist sie beendet.


    In dem angrenzenden Pflegeheim, neben ihrer vorherigen Wohnung (betreutes Wohnen) ist kein Platz.


    Ist echt toll. Man hatte ihr damals vor 10 Jahren wo sie dort hingezogen ist , versichert für den Fall der Pflegebedürftigkeit hat sie ihren Platz.


    Nun kam noch mal das Thema Magensonde.


    Nötig ist sie wohl noch nicht, aber falls dann wollen die Ärzte eine Entscheidung.


    Ich kann damit nichts anfangen. Falls nötig!


    Sie bekommt nun Infusionen. Ein riesiger Beutel mit weißem Inhalt.


    Steht drauf 1875 ml.


    Wie man Mann daraus lesen konnte sind dort 2000 Kalorien enthalten.


    Damit stirbt man doch nicht oder.Vor allem weil sie ja nur liegt und nicht aufstehen kann.


    Oder braucht man die Magensonde damit man ihr kräftigerende Nahrung geben kann.


    Oder kann es auch nur mit Infusion bergauf gehen.


    Ich denke immer das sie richtig Nahrung braucht um vielleicht kräftiger zu werden.


    Gruß Martina

    Hallo, Martina,


    ich denke, der Beutel, den sie da hat, ist Nahrung, die ihr über das Blut zugeführt wird. Das Volumen, aber auch die Angabe "2000 Kalorien" deuten darauf hin. Warum man nicht dauerhaft per Infusion ernähren kann, sondern irgendwann mal auf Magensonde umsteigen "muss" (?), weiss ich leider auch nicht.


    Ich denke, "richtige" Nahrung wäre auf jeden Fall besser, aber wenn sie es nicht annehmen kann, muss man halt auf diese Konzentrate ausweichen, man kann sie ja nicht verhungern lassen...


    Dass Deine Schwiegermutter nun den versprochenen Pflegeplatz nicht bekommt, tut mir sehr leid. Ich frage mich nur, wie man ihr damals so etwas überhaupt versprechen konnte. Es ist doch absolut nicht abzusehen gewesen, ob dann gerade zufällig etwas frei ist...


    Alles Liebe


    Cha-Tu