Herzinfarkt Auswirkungen aufs Hirn?

    Hallo ihr Lieben,

    Ich richte mich mit einem etwas komplizierten Thema an euch.

    Und zwar geht es um den Lebensgefährten meiner Mutter.

    Kurz nach ihrem Kennenlernen vor sechs Jahren hatte er einen Herzinfarkt und bekam damals Stands.

    Damals wurde ihm beiläufig gesagt es könne sein, dass er auch im Kopf Verkalkungen entwickelt.

    Nun bemerken meine Mutter und ich seit einem Jahr zunehmend Verhaltensveränderungen bei ihm.

    Vor zwei Jahren gab es eine Situation, wo er plötzlich nicht mehr wusste wo er sich befindet und was passiert ist. Im Krankenhaus konnte man dafür allerdings keine Gründe finden.

    Seit einem Jahr ist er impulsiv und oft unverschämt. Er erzählt Zusammenhanglose sachen oder fängt aus dem Nichts an meine Mutter oder Frauen im allgemeinen zu beleidigen.

    Darunter leidet natürlich auch die Beziehung enorm.

    Jetzt gab es zB die Situation, dass er meine Mutter darum bat ihm die Haare zu schneiden und sich wenige Minuten später darüber aufregte warum sie das so spät abends machen müsste und wie unverschämt das von ihr wäre (seine Bitte zu erfüllen).

    In solchen Situationen wirkt er ziemlich verwirrt. Auch sein Arbeitgeber erwähnte mal, dass er öfter verwirrt wirkt... Allerdings ist er oft auch komplett normal "wie früher".

    Als hätte er zwei verschiedene Persönlichkeiten...

    Er möchte auf keinen Fall zum Arzt und ist auch der Meinung, dass mit ihm alles okay ist.


    Jetzt frage ich mich: Ist er im letzten Jahr einfach ein unfreundlicher, respektloser Mensch geworden oder kann so etwas eine Spätfolge eines Herzinfarktes sein? Durchblutungsstörungen in bestimmten Bereichen des Gehirns? Aber die kommen und gehen doch nicht? Ist jemandem so etwas bekannt? Was würdet ihr tun?


    Liebe Grüße

    C.

  • 7 Antworten

    durchbluntsstörungen die kommen und gehen, gibt es (ausser bei Migräne) selten. Dann sind das TIAs und bei so viele kann man sie mit ein CT sehen. Zudem kommt es bei häufige TIAs zum Schlaganfall.


    Ist oder war er Alkoholiker?


    Wie alt ist er?


    Solches Verhalten ist ziemlich typisch bei beginnende Demenz, Parkinsons und eine Reihe von psychische Störungen.

    Ich erinnere mich an zwei Menschen (ein Mensch lebt noch, der andere nicht mehr), die solche Anwandlungen hatten obwohl sie vorher nicht so waren.

    Bei beiden waren es Hirntumore, die die Persönlichkeitsveränderung ausgelöst haben.


    Aber auch Verkalkungen sind sicherlich als Ursache möglich sowie die bereits genannte beginnende Demenz, die sich auch exakt so äussern kann.


    Was tun ist die Frage. Du für Dich kannst nur sehen, wie Du selbst damit umgehen möchtest, wieviel Raum Du diesem Verhalten geben möchtest.

    Der Lebensgefährtin von ihm würde ich raten beizeiten dafür zu sorgen, dass er medizinischen at dazu annimmt. Tut er dies nicht oder wird es schlimmer, so muss auch sie schauen, ob sie das mittragen kann auf Dauer.


    Denn: Nur weil man zusammen ist muss man nicht alles erdulden können.


    Er sollte als ersten Schritt sich an einen Arzt wenden. Dann sieht man weiter.