Herzinsuffizienz: Bekomme ich eine Erwerbsminderungsrente?

    Hallo Ihr lieben.ich stell mich mal vor.bin 40jahre jung und schon vieles hinter mir.nun hats mich richtig erwischt. :[]


    mein grund warum ich hier schreibe ist um angst ob ich rente bekomme.ich beziehe momentan eine aber die läuft in juni ab.wird die mir verlängert?


    ich werde Euch meine diagnosen auflisten und würde mich freuen auf euere meinungen.


    Also es ist eingeborene herzfehler.


    1981 fallotsche tetralogie mit VSD patsch verschluss und infundibulum geweberesektion.


    1997 mitralinsuffizienz LVED:147ml/m2


    1999 ventrikuläre tachykardie,deutliche einschrenkung der lv funktion


    2005 mitralklappen inplatation eines physioringes.icd implatation bei auslösbaren vt


    2006 mechanischer mitralklappenersatz trikuspidalklappen-raffung


    2012 pleuraguss rechts,upgrade auf 2kammer icd systems.eingeschrenkte lv funktion


    2012 EPU ablation


    LV cavum enddiastolisch mit 63mm vergrössert.die LV globalfunktion aktuell diffus schwerbeeinträchtigt LVEF 27%


    linker vorhof stark und rechter ventrikel mässiggradig dilatiert. :[]


    Ich weiss das da viel medizinsche ausdrücken dabei sind,habs nur mal so etwas abgeschrieben.Vl kennt sich ja doch einer damit aus.


    Vielen dank und freue mich auf euere antworten


    lg


    ivo

  • 16 Antworten

    Hallo, Ivo,


    ich bin aufgrund meiner durch zwei Herzinfarkte ausgelösten Herzinsuffizienz NYHA III+ seit 1999 EM-berentet (ich war damals 47 Jahre alt). Allerdings noch nach altem Recht. Aber meiner Meinung nach müssten Deine Krankheiten ausreichend für eine EM-R sein, vor allem wegen des sehr niedrigen EF.


    Da es heute aber nicht leicht ist, eine EM-R zu bekommen, würde ich Dir empfehlen, mal zu überlegen, ob Du nicht dem VDK (Klick!) beitreten willst. Die machen für ihre Mitglieder auch Rechtsberatung und Rechtsvertretungen vor Gericht. Mir haben die damals sehr geholfen...


    Gruss


    Cha-Tu

    Ja, das denke ich schon. Bei mir wurde zweimal verlängert, dann auf Dauer gesetzt. Und Du weisst ja: Falls abgelehnt wird, sofort Widerspruch. Und klar ist ja auch: Die müssen Dir beweisen, dass Du wieder arbeitsfähig bist, und Du musst NICHT beweisen, dass Du es nicht bist. Bei der Erstgenehmigung liegt die Beweispflicht beim Antragsteller, bei den Folgeanträgen liegt sie beim Rententräger. Das ist ein SEHR grosser Unterschied...


    Schönen Gruss und alles Gute

    Hallo Ivo,


    es wäre vermutl. deine 1. Verlängerung?


    Bei mir lief das damals so ab, ich bezieh Rente wegen Gelenkserkrankungen.


    Ich bekam automatisch nach 1 Jahr von meinem Rententräger ein Begutachtungsformular für den behandelten Arzt, in deinem Fall sicherl.dein Kardiologe. Dieses Gutachten hab ich dann meinem Rententräger zugeschickt und bekam darauf hin die Einladung zum Gutachter seitens des Trägers.


    Danach wurd mir die Rente für ein weiteres Jahr genehmigt.


    Nach Ablauf diesem kam wieder automatisch ein Formular für meinen Arzt, wieder dem Träger zugeschickt und darauf hin Verlängerung für weitere 3 Jahre ohne Begutachtung des Träger.


    Bin jetzt bis Sept. 2015 berentet.


    Es kommt halt drauf an, wie dich dein Arzt und der seitens des Trägers begutachtet.


    Gruß

    Vielleicht hast du ja Glück und mußt nicht zum Gutachter des Rententrägers und bekommst automatisch die Verlängerung oder sogar die unbefristete Rente.


    Was steht denn genau in deinem Rentenbescheid?


    Bekommst du Rente aufgrund deiner Erkrankung oder steht da dieser Satz, daß momentan aufgrund deiner Erkrankung keine Arbeitsplatz für dich zu Verfügung steht.


    Das ist näml. ein Unterschied.

    EU-Rentner sind wie Boxer: They never come back...


    Mit anderen Worten: Über 90% aller befristeten EU-Renten werden verlängert. Und da sich bei Dir ja wahrscheinlich nichts gebessert hat, bestehen ja die Gründe, die zur Gewährung der Rente geführt haben, noch weiter. Also gibt's auch weiter Rente.


    Insgesamt halte ich das mit der routinemäßigen Befristung für EU-Renten für einen ziemlichen Blödsinn. Eine Reintegration ins Berufsleben wird sehr selten erreicht, dafür geht's den Patienten regelmäßig alle 2 Jahre schlechter, wenn die Unsicherheit über die Verlängerung dazukommt...