Herzprobleme? Einschätzung erbeten!

    Hallo Leute,


    hätte nicht gedacht, hier mal reinposten zu müssen, aber langsam mache ich mir etwas Sorgen um mich.


    Ich (31 Jahre) habe seit ca. vier Wochen immer öfter das Phänomen, dass ich plötzlich einen oder zwei Herzschläge von mir sehr, sehr kräftig spüre. Ob ich dabei liege, sitze oder gehe macht keinerlei Unterschied; am meisten merke ich es natürlich Abends im Bett oder wenn ich wie jetzt am PC sitze und nicht in Bewegung bin. Mir kommt es manchmal dann auch so vor, als wenn der Herzschlag in diesen Momenten "stolpert", wobei das natürlich auch reine Einbildung sein kann, weil ich den Herzschlag ja sonst nicht spüre und dann nur wie aus dem Nichts so stark.


    Mein Puls - am Handgelenk gefühlt - ist definitiv nicht unregelmäßig oder zu schnell, aber das ist auch alles, was ich irgendwie zu testen weiß. Ich habe auch keine Schmerzen, empfinde das Gefühl dieses plötzlichen Herzschlages aber natürlich als sehr unangenehm.


    Bisher habe ich dem ganzen nicht so viel Bedeutung beigemessen, aber mittlerweile macht es mir doch Sorgen, da es von Anfangs 1-2 Mal am Tag mittlerweile doch auf "alle 1-2 Minuten mal" angestiegen ist.


    Gleichzeitig zu alldem habe ich auch das Gefühl, einen leichten Hustenreiz zu haben und mit langsamen ausatmen (und dem dann verbundenen Hustenreiz) das ganze eher "provozieren" zu können. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Herzprobleme und Atembeschwerden zusammenhängen können. :-/ Gleichzeitig hatte ich vor zwei Wochen einen komischen "Infekt" - sechs Tage schlimmes Halsweh, aber eine Erkältung wollte einfach nicht kommen. Ich habe den leichten Hustenreiz daher immer darauf geschoben, dass ich da vielleicht diesmal irgendwas komisches habe, was sich einfach etwas hinzieht. Krank/schlapp fühle ich mich aber nicht.


    Da ich schwerbehindert bin und nur mit Hilfe rauskann und daher diese Tage mit Terminen bei mir immer sehr vollgepackt sind habe ich in den nächsten drei Wochen eigentlich schlichtweg keine Zeit, deswegen zum Arzt zu gehen. Nur will ich natürlich nichts Schlimmes riskieren. Daher würde ich mich freuen, wenn mir eine eine Einschätzung geben könnte. Denn mittlerweile "warte" ich natürlich förmlich wieder auf dieses harte Pochen, dann werd ich nervös, der Puls wird etwas schneller davon und man kommt leicht in so eine Hypochonder-Spirale und kann gar nichts mehr objektiv beurteilen.


    Ich bin übrigens Nichtraucher und konsumiere weder Drogen noch Alkohol, nehme aber wegen meiner Erkrankung einige Medikamente (die aber alle schon seit etwa 10 Jahren) und bin recht stark übergewichtig (115 Kilo bei 1,75m).


    Also - bin für jede Anmerkung dankbar! @:)

  • 31 Antworten

    Deine Beschreibung klingt für mich nach Extrasystolen - also zusätzlichen Herzschlägen zwischen dem eigentlichen Rhythmus. Das ist meistens ungefährlich und hat (angeblich) fast jeder, nur spüren es die meisten gar nicht. Nach allem was ich gelesen habe, wird man dafür aber sehr empfindlich, wenn man es erst einmal bemerkt hat und dementsprechend stärker in sich hineinhorcht - aufkommende Furcht führt zu Stress und ggfs. zu noch mehr Extrasystolen. Ein Teufelskreis, in den man nicht hineingeraten möchte.


    An deiner Stelle würde ich jedoch einfach sobald wie möglich einen Termin beim Arzt zur Absicherung machen. Eine Langzeit-EKG könnte sicher gut Aufschluss über das "Stolpern" geben.

    Vielen Dank für die rasche Antwort, das hilft - und beruhigt - mich natürlich schonmal sehr! @:) Den Teufelskreis hast du auf jeden Fall schon einmal richtig beschrieben! Vielleicht habe ich das ja auch schon immer gehabt und nie gemerkt - wer weiß. Ich hatte vor Jahren mal im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes ein EKG und das war unauffällig gewesen, aber das ist schon sieben Jahre her oder so und da kann sich natürlich auch einiges ändern. Auf jeden Fall merke ich, dass ich unter Stress diese plötzlichen, starken Herzschläge noch öfter bekomme (also mehrfach pro Minute) und es stört einfach.


    Dann heißt es wohl, wirklichen einen Termin beim Arzt zu machen und mal zu schauen... hoffe aber, dass ich das wirklich noch drei oder vier Wochen rausschieben kann, denn die anderen Termine absagen ist wirklich schlecht.

    Am besten, wenn möglich, zu einem Kardiologen gehen, der nicht nur EKG machen kann, sondern z.B. auch ein "Herzecho" (spezielles Ultraschallverfahren).


    Das Übergewicht solltest Du reduzieren. (Unter anderem begünstigt es den Vitamin-D-Mangel, den ohnehin viele haben. Immerhin kann man den sogenannten Vitamin-D-Spiegel im Blut heutzutage messen...)

    Vielen Dank für die weiteren Antworten! @:) Werde gleich mal schauen, ob ich noch Magnesium-Tabletten im Haus habe! Was mein Kalium angeht weiß ich nicht, wie es da aussieht, aber dass ich einen sehr guten Kalzuimwert habe weiß ich. :)z Was das Trinken angeht muss ich mich aber definitiv verbessern - dann habe ich jetzt immerhin mal einen Ansporn, mich öfter dran zu erinnern. Also gleich mal ein Glas Wasser trinken gehen. ;-D


    Das Übergewicht ist natürlich ein Problem, das ist mir klar; leider ist es eine Kombi aus meinen Medikamenten und meiner mangelnden Bewegung (da ich eben wegen meiner Schwerbehinderung nicht viel vor die Tür komme). Seitdem ich eines meiner Medikamente höher dosieren musste, habe ich bei gleicher Ernährung plötzlich 10 Kilo zugenommen... es ist echt fies. %:|


    Was das Vitamin-D angeht kann ein Mangel wirklich sein, da ich eben wenig rauskomme! Aber genau deshalb habe ich vor zwei Tagen bei der Blutabnahme, die wegen meiner Medikamente regelmäßig gemacht wird, drum gebeten, das mal mitzutesten. :-) Da werde ich also am Donnerstag wissen, ob ein Mangel vorliegt.


    Ich werde mal sehen, ob ein Kardiologe bei mir in der Nähe ist - bin halt nicht so mobil. Wenn ja, dann werde ich mal schauen, ob der einen Termin für mich hat, ansonsten erstmal zum Hausarzt. Da weiß ich, dass der zumindest EKGs macht.

    Ich wollte ein Update geben und noch einmal um Rat fragen.


    Da es mir gestern schlechter ging und der Druck auf der Brust weiter zunahm bin ich als Notfall zu meinem Hausarzt gebracht worden. Dort wurde ein EKG, dann Ultraschall (mit Ton) und dann ein Belastungs-EKG gemacht. Alle waren soweit okay und zeigten regelmäßige Herzschläge, allerdings schlug mein Herz wohl die ganze Zeit zu schnell. Deshalb hat mein Hausarzt jetzt ein Langzeit-EKG angeordnet, was ich am nächstmöglichen Termin - in 10 Tagen - gemacht bekommen soll (bzw. ich bekomme da wohl so ein Gerät über Nacht mit nach Hause).


    Soweit also alles gut, sollte man meinen - nur, dass mein Körper das offenbar anders sieht. Mit dem permanenten Druckgefühl auf der Brust kann man ja irgendwo leben lernen und mit dem Husten auch, aber da es mittlerweile so viel drückt/brennt scheint mein Körper mit automatischer Panik zu reagieren, sobald es dann in den Brust alle paar Minuten "krampft". Das Panikgefühl flacht dann zwar auch wieder ab, weil diese "Krämpfe" ja nur eine Sekunde dauern, aber weil es halt alle paar Minuten passiert bin ich mittlerweile doch ziemlich am Ende. Dabei habe ich gar keine Angst, jetzt plötzlich umzukippen oder so - der Arzt hat mir gestern ja noch nichtmal was verschrieben oder so, da eben nichts auffälliges zu sehen war - das ist wirklich nur eine automatische Reaktion, wie es aussieht, und ich bin mehr genervt von den Emotionen als sonstwas. Aber klar, irgendwo sagt auch eine Stimme in meinem Kopf, dass der Körper nicht umsonst so reagiert und ja irgendwas falsch laufen muss. Und wie das immer so ist: In den Minuten, wo der Arzt mich gestern abgehört hat, sind natürlich auch keine "Krämpfe" dagewesen.


    Der Arzt gestern sagte auf jeden Fall, dass ich keine dieser Extrasystolen zu haben scheine und dieses plötzliche "Krampfen" wohl regelmäßige Herzschläge seien, die ich nur ganz plötzlich aus unbekannten Gründen merke. :-/


    Fällt hier noch jemandem etwas dazu ein? Das Langzeit-EKG ist ja noch ewig hin und wo es mir immer schlechter geht wäre ich für Tipps und Ideen dankbar. Magnesium nehme ich jetzt auf jeden Fall schon und ich trinke auch sehr viel, aber bisher hat beides nichts gebracht. Einen Kardiologen in meiner Nähe gibt es leider auch nicht, da habe ich schon nachgeschaut, sonst hätte man da ja anfragen können, ob die früher ein Langzeit-EKG machen könnten.

    Ganz vergessen: Es wurde auch Blut abgenommen, um die Schilddrüse zu überprüfen. Die Blutwerte, die Montag getestet wurden (Eisen, Zucker, Leberwerte) waren bis auf den schon erwarteten Vitamin-D-Mangel in Ordnung. Gegen den Vitamin-D-Mangel hat der Arzt mir jetzt ein Mittel namens Dekristol 20000 verschrieben, was ich einmal wöchentlich nehmen soll - aber erst, wenn es mir wieder besser geht, da der Arzt mir sagte, dass das Medikament Herz-Rhythmus-Störungen als Nebenwirkung haben kann und ich das im Moment ja wohl am wenigesten brauche.

    Hallo!


    Was mir gleich spontan einfiel: Reflux


    Reizhusten, Brennen, Übergewicht könnte alles passen. Hast du schon bei deinen ganzen medis einen Magensäureblocker dabei? Spreche es beim hausarzt mal an. Ansonsten schlafe mal mit erhöhtem Oberkörper.


    Gruß Meerli

    Danke für den Tipp, Meerli, aber Reflux kann ich ausschließen. Den habe ich nämlich wegen einer Speiseröhrenproblematik seit Kindheit und bekomme deshalb schon ganz lange (15 Jahre oder so) Pantoprazol 20mg. Auch wegen der anderen Medikamente, die ich nehmen muss, bekomme ich es natürlich als "Magenschutz". Schlafen tue ich zwar nicht mit voll erhöhtem Oberkörper aber mit einem Kissen, was zumindest den Kopf höherlagert (ähnlich wie ein Nackenkissen, nur für den ganzen Kopf) und das Problem bisher prima im Griff hatte.


    Dazu sollte ich auch sagen, dass ich die "Krämpfe" mittlerweile vor allem im Sitzen habe und sowohl im Bett liegen als auch stehen es etwas besser zu machen scheint. Kann natürlich auch Einbildung sein oder eben Glückssache, wann es passiert... aber das spricht eigentlich auch nicht für Reflux, der mich eigentlich Nachts immer am meisten genervt hat.


    Ich glaube, ich würde es 100% merken, wenn der Reflux mir Probleme machen würde, weil ich eben genau weiß, wie der sich anfühlt. Aber der ist es nicht. Ich würde eher als Alternative zum Herzen auf etwas mit der Lunge tippen (wegen dem Husten und der Luftnot, wenn der "Krampf" kommt), auch wenn der Arzt das ausgeschlossen hat. :-/


    Auf jeden Fall aber vielen Dank für den Tipp, ich bin wirklich für jede Idee dankbar, auch wenn ich sie am Ende verwerfen muss! @:)


    Vielleicht als Hilfe mal meine täglichen Medikamente, falls das jemandem eine Idee gibt:


    - Pantoprazol 20mg (Magensäureblocker gegen Reflux)


    - Agnus Femina (Pflanzliches Mittel gegen PCOS)


    - Isicom (Levodopa/Carbodopa gegen Restless Legs) 100mg/25mg


    - 5 Tropfen Atosil bzw. nach Bedarf, aber ich nehme immer 5 Tropfen (Mittel gegen Panikattacken)


    - 250mg Ergenyl (Eigentlich gegen Borderline, bei mir als ganz leichte Einschlafhilfe in Minimaldosis unterhalb Therapieeffektdosis)


    - 10mg Montelukast (gegen allergisches Asthma)


    Also ein bunter Mischmasch. ;-)

    Interessante Idee - ich habe zwar erst letzten September einen Pricktest sowie Bluttest gemacht bekommen (hatte eine allergische Reaktion auf ein Antibiotika und der Arzt wollte lieber auf Nummer sicher gehen und hat mich gegen so ziemlich alle Pollen, Schimmel und Lebensmittel getestet) und da war alles okay. Und mein Montelukast nehme ich ja auch täglich. Aber sowas kann sich natürlich auch immer entwicklen, nehme ich an.


    Sicherlich ist aber mit dem Übergewicht alles schlimmer, davon gehe ich auch aus. :)z Es würde mich aber wundern, wenn es wirklich die Ursache ist, denn sollte man nicht annehmen, dass sowas dann nicht plötzlich kommt, sondern eher schleichend? Kann mich natürlich aber auch total täuschen - wenn es echt das Übergewicht ist, dann müsste ich wohl die Psychopharmaka absetzen, um wieder abzunehmen und weil ich davor echt Schiss habe (weils halt erwiesenermaßen ohne nicht klappt) will ichs wahrscheinlich als Ursache einfach nicht wahrhaben wollen... :-X


    Bei all den Möglichkeiten weiß man gar nicht, zu welchem Arzt man zuerst rennen soll...au weia...


    Aber ich bin auf jeden Fall echt dankbar, denn auf eine Allergie hätte ich selbst jetzt im Leben nicht getippt. :)z

    Ich kenn das ein bisschen selber.. ich hatte auch auf einmal relativ abrupt "seltsame Herzsymptome"; die Deinen durchaus ähneln (allerdings auch extrasystolen). Belastungs-EKG war allerdings alles ok.


    Es ist halt offensichtlich irgendein Faktor vorhanden, der den Herzschlag etwas anregt, wodurch man ihn stärker spürt. Das war in meinem Fall primär die hormonelle Wirkung des Bauchfetts, nach dem Abnehmen waren die Symptome quasi weg. Wobei bei mir die Gewichtszunahme auch schleichend war (wie auch sonst..), die Symptome aber trotzdem eher abrupt kamen. Etwas seltsam. Vielleicht hat sich auch nur die Wahrnehmung abrupt geändert.


    Dazu kommt ein bisschen Histaminintoleranz; als physiologische Ursache der seltsamen Wahrnehmung konnte ich mittlerweile relativ klar identifizieren, dass es immer dann auftritt, wenn die Blutdruckamplitude erhöht ist (also die Differenz zwischen oberen und unterem Wert). Das passt ganz gut zu Wirkung von Histamin.


    Ansonsten ändert sich der Körper ja ständig und irgendwelche Unverträglichkeiten, die sowas auslösen, können jederzeit entstehen, denke ich. Hat aber sicher irgendwelche Ursachen im Stoffwechsel und nicht in einer Herzkrankheit.


    Du könntest Dich ja versuchsweise mal histaminarm ernähren und schauen obs irgendwas ändert. Und abnehmen wäre natürlich kein Fehler, klar.

    Mein Blutdruck wurde gestern ganz oft gemessen, der war im Ruhezustand 130 zu...80, glaube ich (kann mich beim zweiten Wert irren). Damit kenne ich mich aber gar nicht aus und weiß nichtmal, was das bedeutet. :=o Auf jeden Fall war der laut der Dame aber absolut in Ordnung und beim Belastungs-EKG ging der natürlich hoch, aber wohl auch nicht unnormal.


    Ich werde auf jeden Fall mal versuchen, öfter meine Laktasetabletten zu nehmen - ich habe eine leichte Unverträglichkeit mit Laktose, aber da die Symptome so gering sind, solange ich keine Frischmilch trinke (was ich generell nicht mache) nehme ich die Tabletten zu Quark usw. eigentlich gar nicht ein. Das sollte ich vielleicht testweise mal machen.


    Aber ja, abnehmen muss ich definitiv. Ist halt nur nicht so leicht, wenn man nicht alleine vor die Tür kann und dann auch noch die Medikamente nehmen muss. Ich esse eigentlich gar nicht zu viel (ca. 1600 Kalorien am Tag, denke ich), nur halt leider nicht super-gesund weil ich eben durch die Schwerbehinderung nur einmal die Woche mit Betreuung einkaufen gehen kann und daher eher mal ein Fertiggericht aus dem Tiefkühl und Knäckebrot auf den Tisch kommt statt frisches Fleisch und frisches Brot. Wo jetzt Histamin drin ist weiß ich mal so gar nicht, aber da hilft Google ganz bestimmt weiter.


    Wenn ich den Herzschlag nur stärker spüren würde könnte ich mich daran ja gewöhnen, aber diese "Krämpfe" und die Luftnot und Panik finde ich sehr unschön. Ich denke, ich werde schauen, ob ich es irgendwie arrangieren kann, zum nächsten Kardiologen (2 Stunden Fahrt...) gebracht zu werden und wenn nicht, dann muss ich hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird und aufs Langzeit-EKG warten... und wenn da alles okay ist, es mir aber nicht besser geht, dann ist mein Allergologe vielleicht wirklich mal wieder an der Reihe...


    Alles doof... wenn ich nicht das Gefühl hätte, es wäre so super-akut (also wenns mir nicht so ganz schlecht ginge) dann hätte man für die Ursachenforschung ja Zeit, aber so mache ich mir echt Sorgen und will nicht beim falschen Arzt landen, eben weil ich auch nur einmal pro Woche irgendwo hinkann. :-(

    Hmm.. also bei Deinem Alter/Größe/Gewicht liegt Dein Kalorienbedarf pro Tag ca bei dem doppelten von dem was Du zu konsumieren angibst (1600 kcal). Damit ein derartiges Gewicht aufrechtzuerhalten kommt mir quasi unmöglich vor.. wie kann das sein? Oder hast Du Dich bei den Kalorien massiv verrechnet? Oder liegt das an Krankheiten/Medikamenten?


    Und wie wärs sonst mit Sport zuhause? Heimtrainer oder sowas?

    Hmm, klar kann ich mich verrechnet haben... bei manchen Dingen bin ich mir nicht sicher. z.B. eines der Gerichte, was ich mir oft mache, hat hinten eine Kalorienangabe, muss aber mit Öl gemacht werden. Ich hab immer gedacht, dass die Kalorien vom Öl in der Angabe schon "mit drinnen" sind weils ohne Öl gar nicht machbar ist, aber wenn die natürlich noch draufkommen dann wirds da z.B. höher.


    Meine Erkrankung ist eine schwere Zwangserkrankung, so dass alles, was ich "zählen" könnte - z.B. Umdrehungen mit der Pedale - nicht machen kann. Ich hatte mal einen Heimtrainer und da eskalierte das wegen der Erkrankung ganz gewaltig. So wirklich weiß ich daher nicht, was ich daheim machen kann. Ich habe mir schon so eine Spielekonsole mit Fitnessspielen geholt, wo man sich mit einem Controller bewegen muss, aber das hat genau 0,0 gebracht, wie ich schnell festgestellt habe.


    In der Psychiatrie sagte man mir damals, dass meine beiden Psychopharmaka (Atosil und Ergenyl) absolute "Dickmacher" sind, weil sie den Stoffwechsel komplett zum Erliegen bringen. Allerdings nehme ich keine hohen Dosen ein. :-/ So wirklich erklären kann ich es mir auch nicht - nach meinem letzten Psychiatrieaufenthalt nahm ich erst 15 Kilo ab und dann jetzt wieder fast das gleiche drauf, ohne irgendwas an der Ernährung verändert zu haben. Auch die Medikamente haben sich nicht geändert; ich bekomme jetzt das eine zwar von einer anderen Firma, aber da ist ja das gleiche drin. Ich habe zwar letztens etwas mehr vom Atosil gebraucht, weil ich ein paar Tage Panikattacken hatte und es ein Bedarfsmedikament ist, was ich bis zu 50 Tropfen am Tag hochdosieren darf, aber das war eine Woche und da waren es "nur" 20 Tropfen am Tag. Das sollte eigentlich nichts ausmachen... wenn man bedenkt, dass ich im Krankenhaus 2000mg Ergenyl und 20 Tropfen Atosil jeden Tag bekommen habe und jetzt 250mg und 5 Tropfen normal... ich habe selbst keine Erklärung, wieso mein Gewicht erst weniger und dann wieder mehr wurde. Ich habe sogar Hormone abklären lassen und da war auch alles gut. Schilddrüse wurde im September vom Allergologen auch gecheckt... alles seltsam. Aber immerhin die wird ja jetzt übers Wochenende nochmal abgeklärt.


    Auf jeden Fall vielen Dank für die vielen Ideen! @:) Das bringt mich alles schon viel weiter!

    Zitat

    Wie ist der Messwert für Vitamin D ?

    Wurde mir nicht gesagt - und ich habe ehrlich gesagt auch nicht gefragt, weil ich mit solchen Werten eh nichts anfangen kann. :-/ Nur, dass er zu niedrig ist und ich mit 1x wöchentlich Dekristol 20000 den Mangel beheben kann. Allerdings schloss der Arzt aus, dass meine momentanen Probleme davon kommen.

    Nach vielen Jahren in der Psychiatrie, 14 verschiedenen Therapeuten und der Tatsache, dass ich als besonders schwerer Fall für eine noch halb experimentelle Gehirn-OP in Köln zugelassen wäre, wenn ich mich dazu durchringen könnte, kann ich sagen, dass "Vermeidung" leider das einzige ist, was bei mir noch einigermaßen funktioniert, wenn ich mir nicht den Schädel aufschneiden lassen will. :-( Ich war bei speziellen Zwangstherapeuten, mehreren Kliniken, habe so ziemlich jedes Medikament und jede blöde Behandlung ausprobiert - leider ist es bei mir einfach zu stark (und SSRI vertrage ich alle nicht, was es nicht leichter macht). Aber im Moment geht es, ich habe nur etwa sechs Stunden Zwänge am Tag! :)^ Nur soll da nicht wieder mehr dazukommen...


    Ich hoffe wirklich, dass du es nicht so schlimm hast wie ich, denn das wünsche ich wirklich keinem. :)_