Herzprobleme oder etwas anderes? Mache mir Sorgen...

    Hallo :-)

    Ich habe eine Frage, geht nicht um mich, sondern um jemanden den ich kenne. Ich mache mir ziemlich Sorgen. Da diese Person nicht freiwillig zum Arzt oder ins Krankenhaus geht, würde ich gerne hier fragen woher diese Beschwerden kommen und wie kritisch der Zustand ist.


    Ein paar Daten:

    Weiblich, Anfang 60, Raucherin, psychische Probleme, starkes Untergewicht (Sie meidet sehr viele Lebensmittel, weil sie starke Angst hat diese nicht zu vertragen, daher isst sie kaum etwas), war letztes Jahr im Krankenhaus, aufgrund der körperlichen Instabilität. Dort wurde festgestellt: chronische Magen/Darm Entzündung (welche genau weiß ich nicht), Mangelerscheinungen, unter anderem Kaliummangel, Lunge scheint auch nicht ganz in Ordnung zu sein, hätte sie ambulant abklären lassen sollen, hat sie aber nicht. Und natürlich eben starkes UG. Sie wurde entlassen, obwohl sie kaum zugenommen hat. Psychosomatische Klinik wollte sie nicht nehmen, weil sie körperlich und psychisch zu instabil sei. In eine Psychiatrie wollte sie nicht.


    Aktueller Stand ist nun: Essen klappt immer noch nicht gut, ist körperlich sehr geschwächt, hat Wassereinlagerungen in den Beinen und was mir nun Sorgen bereitet ist das sie seit kurzem morgens nach dem Aufstehen Herz/Brustschmerzen hat die auch in beiden Armen ziehen, hinzu kommt ein Kribbeln in den Armen. Was für Schmerzen kann ich leider nicht sagen.


    Weiß jemand was das sein könnte? Etwas ganz harmloses wie Verspannungen oder doch Herzprobleme? Bei dem Gewicht würde es mich ehrlich gesagt nicht wundern. Auch da sie nach dem Klinikaufenthalt nicht zugenommen, sogar noch etwas weiter abgenommen hat.


    Danke schon mal fürs durchlesen und vielleicht weiß ja jemand etwas. :-)


    Lg Vamp28


  • 13 Antworten

    Das kann in der Tat beides sein, harmlose Verspannungen, suboptimale Matratze, oder was ernstes.


    Aber ihr Zustand ist auf jeden Fall ernst, Herz hin oder her. Und wenn sie da nicht einsichtig oder behandlungswillig ist, wird sich daran nun wohl auch nichts ändern..


    was soll man machen? Man kann nicht jemanden retten, der nicht gerettet werden will.

    hört sich insgesamt nicht gut an.


    Ich schließe mich rr2017 an. Solange die Person keine Hilfe möchte, wird ihr nicht geholfen werden. Es sei denn, sie gefährdet sich selbst extrem .


    Für dich ist wichtig, es ist nicht deine Verantwortung. Ich hoffe, dass es sich nicht um deine Mutter handelt.


    Sollte es doch deine Mutter sein, hole dir für dich Unterstützung.


    Ja, es gibt Menschen die sich selbst ganz bewusst ruinieren.

    Hallo,


    danke für eure Antwort. Ihr habt natürlich recht, man kann niemanden retten, der nicht gerettet werden will. Aber sie möchte schon Hilfe, aber ihre Ängste bzgl. Ärzten und Krankenhäusern sind so extrem, das sie es nicht schafft in eine Klinik zu gehen. Letztes Jahr ging es nur mit Androhung einer Zwangseinweisung.


    Peddi ja es handelt sich um meine Mutter. Aber ich hab aus bestimmten Gründen keinen Kontakt zu meinen Eltern.Trotzdem bleibt sie eben meine Mutter und mache mir Sorgen. :-(Meine Schwester wohnt noch zuhause und von ihr hab ich die ganzen Infos. Auch um meine Schwester mache ich mir Sorgen. Sie ist mir der ganzen Situation völlig überfordert.

    Der sozialdienst und der Psychiater haen sie scheinbar schon aufgegeben, haben sogar den Vorschlag mit Altersheim gebracht. Da baut sie ja noch mehr ab. Sie bräuchte eine betreute Wohneinrichtung für ältere Menschen, wo sie psychische und körperliche Hilfe bekommt. Aber das wären langfristige Ziele.


    Ich hab einfach Angst das sie wirklich irgendwann morgens nicht mehr aufwacht. Letztes Jahr hat sie vor dem Klinikaufenthalt 30-35 Kg gewogen bei einer größe von ca. 1.70 m. Wieviel sie momentan wiegt, weiß ich nicht. Aber nach der Aussage meiner Schwester, hat sich da nichts verbessert.

    Jetzt suchen wir nach Kliniken für ältere Menschen die ihr psychisch und körperlich helfen können und sie auch in ihrem Zustand aufnehmen würden. Hat jemand vielleicht Ideen?

    Die Idee einer guten Pflegeeinrichtung ist so verkehrt nicht. Dort würde sie gut versorgt und du und deine Schwester die Verantwortung los.



    Rede mit der Mutter mal drüber, dass ihr die Verantwortung nicht mehr tragen könnt. Dass ihr um ihretwegen ein Pflegeheim sucht. Als meine Mutter das damals begriffen hatte, hat sie angefangen, Hilfe anzunehmen. Ich habe allerdings auch noch eine kranke Tochter und konnte einfach nicht mehr 2 Personen pflegen. Bei mir war es ernst.


    Du machst dich kaputt, glaube mir.

    Naja aber man hört viel Negatives über Altersheime. Klar wenn man Geld hat, kann man schon dafür sorgen das die Mutter gut versorgt wird. Aber das ist bei uns leider nicht der Fall. Und sie ist noch nicht so alt. Besser finde ich eine betreute Wohneinrichtung die ihr psychisch und körperlich helfen können. So dass sie vielleicht doch irgendwann wieder eigenständig wohnen kann. Aber eine Klinik wäre zumindest erst einmal der erste Schritt.


    Meine Schwester ist vor Ort, sie ist die leidtragende und meint die Verantwortung für unsere Mutter tragen zu müssen. Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, daher kann ich nicht mit meiner Mutter reden. Ich kenne meine Mutter, würde meine Schwester mit Altersheim etc. kommen, droht sie mit Suizid und macht erst recht dicht. So war sie schon immer.


    Es freut mich aber, dass deine Mutter Hilfe annehmen konnte und du dadurch etwas weniger Stress hattest. Stellt mir das wirklich schwierig und anstrengend vor, zwei Menschen gleichzeitig zu pflegen. Das kann einen ja nur kaputt machen. Wie gesagt ich habe eine gewisse Distanz, was mich wiederum auch hilflos macht. Da meine Schwester momentan sich etwas zurückzieht und ich nicht viele Informationen von ihr bekomme. Helfen geht auch schwierig, wenn man keinen direkten Kontakt zur Mutter hat. Und meine Schwester sehe ich selten, telefonieren tun wir auch gerade selten, wie gesagt zieht sie sich sehr zurück. :-/


    Heute hat sie mir eine kurze Sprachnachricht geschickt. Dass es mit den Herzschmerzen noch nicht besser ist und sie erst kürzlich gestürzt ist, vermutlich ein Schwächeanfall. Meine Schwester und mein Erzeuger waren da, so dass sie unsere Mutter noch auffangen konnten. Das war nicht das erste Mal das sie gestürzt ist. Was passiert, wenn mal niemand in der Nähe ist, wenn sie mal im Badezimmer zusammenbricht? Ich verstehe nicht wieso nicht gehandelt wird? :|N


    Ich überlege ernsthaft am Freitag die Hausärztin von meiner Mutter (war früher auch meine HÄ) anzurufen. Ich weiß sie hat Schweigepflicht, aber zumindest kann ich ihr meine Sorgen schildern und vielleicht unternimmt sie ja was. :-(


    Wassereinlagerungen und Lungenprobleme könnte unter Umständen auf eine drohende Lungenembolie hinweisen.


    Die Brustschmerzen können teilweise auch einfach durch die Muskeln kommen. Bei einer Mangelernährung und Bewegungsmangel degenerieren diese halt.

    Kann aber auch an der Lunge liegen durch das Rauchen.,


    Kaliummangel wird wohl am ehesten durch die Mangelernährung zustande gekommen sein, kann dann auch für Ärger im Herz sorgen.

    ´Je nachdem wie niedrig der Wert ist, kann da auch ganz schnell eine lebensbedrohliche Situation entstehen.



    Starkes Untergewicht, 35kg bei 1.70, dazu noch das Rauchen ..

    Der Körper schlägt schon Alarm und wenn da nicht gehandelt wird, ist eure Mutter bald nicht mehr. Das muss man ganz Klar so sagen.


    Mein Vorschlag wäre, so bitter es auch klingt rechtlich Infos einzuholen was für eine Zwangseinweisung notwendig ist.

    Klar ist es belastend wenn sie mit Suizid droht, aber wenn sie infolge von Nicht Behandlung stirbt, fühlt sich das Ganze für euch auch schlecht an.


    Denke nicht, dass sie tatsächlich Suizid begehen würde, das sind meistens nur Drohungen.

    Danke Barrio, ja du hast recht, es muss gehandelt werden. Informationen über Zwangseinweisung hab ich mir schon eingeholt, meine Betreuerin hat mich schon aufgeklärt. Ich müssste beim Ordnungsamt anrufen, die schicken jemanden, vermutlich einen Amtsarzt und der schaut sich meine Mutter an. Aber ich hab die Sorge, das sie wieder für paar Tage im Krankenhaus bleibt und dann wieder mit Unterschrift geht. Vielleicht sieht es bei einer Zwangseinweisung bisschen anders aus.


    Aber ich schrecke noch vor dem Gedanken zurück das Ordnungsamt zu informieren. Vielleicht bin ich auch die falsche Person, da ich absolut nichts von Zwangseinweisung halte. Aber da auch meine Schwester darunter leidet, werde ich wohl diesen Weg gehen müssen.:-/

    Luci32 schrieb:

    Es muss nicht ein Altersheim sein. Es gibt Einrichtungen für psychisch kranke und sie nehme oft alle Altersgruppen.

    Ja daran hab ich auch gedacht. Daher werde ich mich mal die nächste Zeit bisschen informieren.:)z

    Hallo :-)

    Kurzes Update: Meine Schwester erzählte mir das die Herzschmerzen scheinbar etwas besser geworden sind. Meine Schwester und ich vermuten doch Verspannungen. Sie schläft nämlich nur noch im Wohnzimmer auf dem Sofa, da sie es nicht mehr in das Zimmer im Obergeschoss schafft, bzw. kann sie nicht ständig Treppen hoch und runter laufen. Sie muss leider öfters nachts aufs Klo und das Bad ist im Untergeschoss.


    Nun schlief sie versuchsweise in ihrem Zimmer oben und da hatte sie dann diese Herzbeschwerden nicht. Es liegt also nahe das es von dem Sofa kommt. Kann aber auch sein das sie lügt und ihre Beschwerden verheimlicht, weil ihr wieder Druck gemacht wurde mit Arzt und Klinik. Meine Schwester meinte ja schon das sie gerade wieder dicht macht.


    Ich bin immer noch am überlegen ob ich die Hausärztin von unserer Mutter anrufen soll oder sogar das Ordnungsamt. Ich weiß nur nicht ob ich da nicht einen Schritt zu weit gehe. Ob das nicht zu übertrieben ist. Ich kann diese ganze Situation nur schwer einschätzen und die Situation mit meiner Mutter verursacht in mir starke Konflikte. Mein Freund meint ich muss handeln, er hätte das schon längst getan. :-/

    Du kommst mir ehrlich gesagt ziemlich gefangen in der co-Rolle vor. Auch als Elternteil seinem Kind so etwas anzutun ist eine Form emotionaler Misshandlung. Du und Deine Schwester, ihr scheint ja beide am Rande eurer Kräfte zu sein wegen dem, was da akut passiert im Familiengefüge. Das ist das, was sie euch ganz konkret antut, und ihr lasst es zu.


    Wirklich helfen kannst Du ihr eh nicht, wenn sie das nicht will. Es ist ein ständiger, kräftezehrender Kampf, und ich bezweilfe dass das das richtige ist, wofür Du Deine mentalen Ressourcen einsetzen solltest.


    Man muss da irgendwann auch mal loslassen. Ihr seid nicht für sie verantwortlich. Es ist ein einseitig energiezehrendes Gefüge, was hier vorliegt, und der Schritt, dieses Gefüge zu verlassen, erscheint notwendig im Rahmen der Vorsorge für die eigene seelische Gesundheit.

    vamp28 schrieb:

    Kann aber auch sein das sie lügt und ihre Beschwerden verheimlicht, weil ihr wieder Druck gemacht wurde mit Arzt und Klinik.

    Ich denkeauch dass es vielleicht ein verheimlichen ist.

    Wäre kein sonderbares Verhalten für Menschen in solchen Situationen da wie du ja selbst sagst, der Druck auf Sie erhöht wurde.



    vamp28 schrieb:

    Ich bin immer noch am überlegen ob ich die Hausärztin von unserer Mutter anrufen soll oder sogar das Ordnungsamt.

    Ich kann dich dazu nur ermutigen.

    Selbst wenn die Hausärztin nichts dazu sagen kann so kannst du deine bedenkien äußern und vielleicht kann sie Allgemeine Aussagen machen, hinter der Blume versteht sich.



    vamp28 schrieb:

    Ich weiß nur nicht ob ich da nicht einen Schritt zu weit gehe.

    Anders gefragt, verzeih mir meine direktheit:

    Was wäre, wenn du am Wochenende einen Anruf bekommst mit der Meldung, deine Mutter ist an Organversagen verstorben?


    Das Szenario ist aufgrund der geschilderten Gesamtumstände nicht abwegig.

    Denkst du, der Gedanke eventuell nichts getan zu haben wäre leichter zu verarbeiten als der Gedanke, ein Schritt zu weit gegangen zu sein?



    Die größte Frage sollte aber sein: Will deine Mutter noch leben oder hat sie Todessehnsucht?

    Wenn sie mit dem Leben abgeschloßen hat, nicht mehr will und keine Lebensqualität hat, dann halte ich es für absolut vertretbar die Frau in ruhe zu lassen.

    Wenn deiner Schwester oder dir dies zu sehr zu schaffen macht, dann ist es aber aus meiner Sicht legitim Abstand zu gewinnen und euch der Situation nicht weiter auszusetzen.


    Wenn eure Mutter aber noch Leben will, es aber nicht selbst hinbekommt. Dann solltet ihr da definitiv nachhelfen. Die Situation besteht ja nicht erst seit gestern und Warten ist eine sehr schlechte Option.