Herzrhythmusstörungen

    Hallo! Seit 11 Jahren habe ich Herzrythmusstörungen. Sie haben damals ganz plötzlich angefangen. Vor allen wenn ich unter Stress oder Anspannung stehe. Habe dann auch ein LangzeitEKG gemacht bekommen, was aber nichts aufgezeichnet hat. Also haben mir die Ärzte gesagt das wäre psychisch. Vor eineinhalb Jahren hat mich dann meine Ärztin noch einmal zum Kardiologen geschickt. Normales EKG, Ultraschall war in Ordnung, nur beim BelastungsEKG hatte ich diese Rythmusstörungen. ER hat nur gemeint. das er nicht glaubt das ich etwas mit dem Herzen habe. und ich solle Tromcardin nehmen. Muß dazu sagen das ich auch sehr schlank bin und mit dem Essen schon seit der Pubertät so meine Probleme habe. Es macht mir halt unwahrscheinlich Angst wenn Sie da sind. Und das zur täglich. Kann das wirklich alles vom Kopf ausgelöst werden? Vielleicht kann mir jemand eine Antwort geben. Wäre dankbar dafür.

  • 31 Antworten

    Hallo! Habe gerade den Befund vor mir liegen und da steht beim BelastungsEKG: Stufenweise Belastung beginnend mit 50 Watt und steigernd in 2min. 25W Stufen. Erreicht werden 75Watt, die über 2Min. toleriert werden. Abbruch bei einer HF von 140Schlägen/Min. und einen RR von 180/100mmHG. Elektrokardiographisch eher aszendierend verlaufende ST- Streckensenkung in V4 bis V6 sowie II und III. Beim Langzeit EKG wurden vereinzelt VES und SVES aufgezeichnet. Habe natürlich keine Ahnung was das alles bedeutet. Vielleicht kann mir das jemand erklären. Danke im voraus.

    Je nach dem Ort der Entstehung im Herzen unterscheidet man ventrikuläre Extrasystolen (VES), welche in einer der Herzkammern entstehen und supraventrikulären Extrasystolen (SVES), die in den Herzvorhöfen entstehen.


    Auslösende Faktoren können dabei Erregung, Übermüdung, eine vermehrte Aktivität des vegetativen Nervensystems oder Drogen wie Alkohol, Nikotin oder Koffein u. a. sein. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann die Extrasystolen auslösen. Wenn ein Arzt meint, dass die Extrasystolen keine krankhafte Ursache haben, dann ist es womöglich tatsächlich ein überaktives Nervensystem. Entspannungsübungen können da helfen.


    Der Abbruch des Belastungs-EKG erfolgt immer dann, wenn der Blutdruck oder / und der Puls zu stark ansteigen. Das kann passieren durch Aufregung oder weil man einfach körperlich nicht fit genug ist oder aber beides zusammentrifft.


    Eine aszendierend verlaufende ST- Streckensenkung ist typisch bei Belastung und nicht krankhaft. Die ST- Streckensenkung wird bewertet, um eine Durchblutungsstörung auszuschließen, bei Dir scheint da alles in Ordnung zu sein.

    Zitat

    Der Abbruch des Belastungs-EKG erfolgt immer dann, wenn der Blutdruck oder / und der Puls zu stark ansteigen. Das kann passieren durch Aufregung oder weil man einfach körperlich nicht fit genug ist oder aber beides zusammentrifft.

    Hinzu kommt, dass clara anscheinend sehr wenig isst, wie soll man da ein sauberes Ergo hinhauen?


    Clara,


    darf ich mal fragen, ob Deine Essprobleme Richtung Essstörung gehen?


    Lieben Gruss


    Cha-Tu

    Guten Morgen! Vielen lieben Dank für eure Antworten. Und Cha-Tu. Ja bei mir liegt eine Essstörung vor. Das ist ja das schlimme, da durch ich sie schon solange habe ist sie schon chronisch wie meine Ärztin sagt. Und deshalb habe ich ja jedesmal noch mehr Angst wenn ich diese Rythmusstörungen habe. Da bekommt man zwar immer gesagt, da muß man mit leben aber angstauslösend ist es jedesmal.

    Hallo, Clara,


    machst Du wegen der Essstörung eine Psychotherapie? Darf ich fragen, welche Art Essstörung Du hast (Magersucht? Bulimie?), aber Du MUSST nicht antworten, wenn Dir das zu privat ist.


    Auf jeden Fall wirkt sich eine Essstörung natürlich auf den ganzen Körper aus, das ist nicht nur eine kosmetische Sache, sondern eine Erkrankung, die den Körper mehr und mehr in Mitleidenschaft zieht und Behandlungen und Heilungen sehr erschwert. Aber das weisst Du ja alles selbst...


    Alles Gute


    Cha-Tu

    Eine Frage: warum sprichst du immer von Hsrzrythmusstoerungen, wenn es de facto gar keine sind, zumindest keine pathologischen? Wenn du es dir selbst schon so einredest, erhöht das nur die Angst und die Empfindsamkeit. Die Ärzte haben dir doch gesagt, dass du eben KEINE Herzrythmusstoerungen im eigentlichen Snne hast.Dauer spricht auch der normale US und Ruhe EKG.


    Und bei Essstoerungen bzw. Starkem UG aus medizinischen Gründen hat man in der Regel entweder ein zu langsam oder zu schnell schlagendes Herz, je nach Elektrolytverschiebung.


    Extrasystolen, wie du sie beschreibst, haben vielmehr mit einem uebererregten/uebereregbaren vegetativen Nervensystem zu tun.


    Und wenn du so viel Angst hast, dann wäre das ja mitunter auch eine Motivation deine ES anzugehen....