Herzrhythmusstörungen

    Hallo zusammen


    Seit einem Zwischenfall beim Sport vor genau 2 Wochen spielt mein Blutdruck verrückt. Plötzlich wurde mir beim Fitnesstraining während einer Übung schwarz vor Augen, extrem schwindelig, Doppelbilder-Optik, Herzrasen usw.

    Danach bin ich direkt nach Hause und am Abend dann ins Krankenhaus, da es immer schlimmer wurde.

    2 Tage war ich stationär da und es wurde ein MRT vom Kopf gemacht, weil die Ärzte einen Schlaganfall bzw. Durchblutungsstörungen vermuteten. Dies war zum Glück nicht der Fall und bestätigte sich nicht. Mein Blutdruck wurde mehrmals im Krankenhaus gemessen und war im Schnitt immer bei 150-95-88, also zu hoch.
    Die Ärzte hatten mich entlassen, mit der Bitte beim Kardiologen vorstellig zu werden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Der Termin ist jedoch erst am 13.10

    Ich sollte mir auf Anraten des Arztes im Krankenhauses ein Blutdruckgerät kaufen, um den Blutdruck selbst kontrollieren zu können.

    Ich messe 3-4x täglich und die Werte sind ähnlich wie im Krankenhaus und es wird leider öfter Herzrhythmusstörungen angezeigt, da das Gerät eine Arrhythmieerkennung hat.
    Am Anfang dachte ich, dass es am Gerät liegt, was aber nicht der Fall ist, da das Gerät neu ist und bei anderen Personen nicht einmal Herzrhythmusstörungen anzeigte. Mir war tatsächlich auch mehrere Male komisch, unwohl und schwindelig und daraufhin maß ich den Blutdruck und es kam dann auch immer durch die Arrhythmieerkennung Herzrhythmusstörungen heraus. Der Blutdruck war im Schnitt auch da immer bei 150-90 und der Puls bei ca. 85-90, dieser „sprang“ aber während des Gefühls und der Messung durcheinander herum.
    Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen, da der Termin beim Kardiologen erst in 3 Wochen ist.


  • 22 Antworten

    Diese "Arrhythmieerkennung" hat bekanntlich ja nur die Aussagekraft "es könnte zum Stolpern gekommen sein, daher ist die Messung ungültig". Ob tatsächlich Rhythmustörungen vorliegen kann man damit nicht diagnostizieren. Aber Herzstolpern kann man ja auch einfach selber am Puls fühlen.


    Hattest Du denn irgendwas, lange Erkältung mit Verschleppungsgefahr etc., was eine Herzmuskelentzündung begründen würde?


    Das was Du da beschreibst könnte theoretisch auch von Problemen der Halswirbelsäule durch falsches Training kommen, aber es kann auch was "richtiges" sein. Schwer was dazu zu sagen. Wenn das vorher alles nicht so war würde ich auch zum Arzt. Damit kannst Du auch erstmal zu Deinem Hausarzt gehen, da muss man nicht zwingend zum Kardiologen. Ein guter Hausarzt kann auch mal ein 24 STD EKG machen, das kommt mir hier sehr angebracht vor.

    rr2017 schrieb:

    Diese "Arrhythmieerkennung" hat bekanntlich ja nur die Aussagekraft "es könnte zum Stolpern gekommen sein, daher ist die Messung ungültig". Ob tatsächlich Rhythmustörungen vorliegen kann man damit nicht diagnostizieren. Aber Herzstolpern kann man ja auch einfach selber am Puls fühlen.


    Hattest Du denn irgendwas, lange Erkältung mit Verschleppungsgefahr etc., was eine Herzmuskelentzündung begründen würde?


    Das was Du da beschreibst könnte theoretisch auch von Problemen der Halswirbelsäule durch falsches Training kommen, aber es kann auch was "richtiges" sein. Schwer was dazu zu sagen. Wenn das vorher alles nicht so war würde ich auch zum Arzt. Damit kannst Du auch erstmal zu Deinem Hausarzt gehen, da muss man nicht zwingend zum Kardiologen. Ein guter Hausarzt kann auch mal ein 24 STD EKG machen, das kommt mir hier sehr angebracht vor.

    Nein, ich war länger nicht erkältet/krank. Das letzte mal vor 2 Jahren oder so.

    Die Blutwerte im Krankenhaus waren in Referenz. Keine Entzündungen usw.

    24 Stunden EKG bekommt man nicht so schnell. Das hat überall immer eine gewisse Vorlaufzeit

    Hat man im Krankenhaus denn keine kardiologische Diagnostik durchgeführt? EKG, Echo? Es muß auf jeden Fall diagnostiziert werden, um welche Form der Herzrythmusstörungen es sich handelt, z.b.ventrikuläre Extrasystolen mit oder ohne Salven. Salven - die Extrasystolen kommen mehrfach hintereinander. Diese VES können pathologisch, aber auch nicht pathologisch sein, d.h. harmlos. Das ist in einem 24 Stunden LZ EKG zu diagnostizieren, fast immer beim Kardiologen. Es gibt auch Hausärzte, die über das Gerät verfügen. Ich würde mich auf jeden Fall zeitnah beim Hausarzt vorstellen, zwecks EKG. Bei einem Ruhe EKG ist eine Diagnose kaum möglich, weil es viel zu schnell geht. Ist bei dir eine Belastung auf dem Ergometer möglich, zwecks Belastungs EKG? Die Wattzahl wird langsam gesteigert und der Arzt kann bei diesem EKG schon einiges sehen. Ich wünsche dir alles Gute!

    Trastevere schrieb:

    Hat man im Krankenhaus denn keine kardiologische Diagnostik durchgeführt? EKG, Echo? Es muß auf jeden Fall diagnostiziert werden, um welche Form der Herzrythmusstörungen es sich handelt, z.b.ventrikuläre Extrasystolen mit oder ohne Salven. Salven - die Extrasystolen kommen mehrfach hintereinander. Diese VES können pathologisch, aber auch nicht pathologisch sein, d.h. harmlos. Das ist in einem 24 Stunden LZ EKG zu diagnostizieren, fast immer beim Kardiologen. Es gibt auch Hausärzte, die über das Gerät verfügen. Ich würde mich auf jeden Fall zeitnah beim Hausarzt vorstellen, zwecks EKG. Bei einem Ruhe EKG ist eine Diagnose kaum möglich, weil es viel zu schnell geht. Ist bei dir eine Belastung auf dem Ergometer möglich, zwecks Belastungs EKG? Die Wattzahl wird langsam gesteigert und der Arzt kann bei diesem EKG schon einiges sehen. Ich wünsche dir alles Gute!

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ein „normales“ EKG wurde im Krankenhaus gemacht aber das ist dadurch ja auch lediglich nur eine kurze Momentaufnahme. Es war unauffällig.

    Es fanden durch die Krankenschwestern mehrmals Blutdruckmessungen statt und es wurden Blutwerte wie Troponin, hsCRP usw. bestimmt. Ansonsten wurde sich eher auf mein Gehirn und die Gefäße konzentriert. Ich lag auch auf der neurologischen Station.

    Beim entlassen wurde mir halt mitgeteilt, dass ich aufgrund der erhöhten Blutdruckwerte eine medikamentöse Behandlung in Erwägung ziehen sollte und beim Kardiologen vorstellig werden soll.
    Ich bin zwar seit dem Vorfall ziemlich müde/schlapp aber bin dennoch belastbar. Gehe arbeiten(Büro...) usw. BelastungsEKG sollte möglich sein, wobei ich mir nicht sicher bin, was die Werte dann aussagen und ob das wirklich gut geht!? Aber dort bin ich dann ja unter ärztlicher Kontrolle.

    Mein Hausarzt hat in nächster Zeit keine Termine für die notwendigen Untersuchungen frei und zum Kardiologen geht es am 13.10

    Andere Kardiologen hätten erst noch später Termine frei gehabt.


    lg

    In einem Belastungs EKG ist schon einiges zu sehen, Rythmusstörungen und das Verhalten des Blutdrucks. Nach jeder Belastungsstufe wird der Blutdruck gemessen, damit kann man sehen, wie der Blutdruck nach jeder Phase steigt. Nach Ende der Belastung und nach 2 Minuten Ruhe wird nochmals gemessen, daraus ist ersichtlich, ob dein Belastungs Blutdruck sich wieder in ein normales Level einpendelt. Alles Gute!

    Ich hatte mich gerade falsch ausgedrückt. Ich meinte damit eher, ob ich es aushalte und das die Werte dabei bestimmt durch die Decke gehen, wenn es jetzt schon aktuell in Ruhe so ist. Wie der Ablauf eines BelastungsEKG ist, weiß ich.


    lg

    Hört sich für ich jetzt erstmal nicht dramatisch an, ich denke tödliche Rhytmusstörungen würde man im EKG sehen, wurde im KH kein Herzultraschall gemacht? Ich denke mit den beiden Dingen kann man das schlimmste ausschließen.


    24h-EKG und Belastungs-EKG sind dann noch nette Zusatzinformationen


    in 20 Tagen haste ja den Termin. Ist jetzt zwar nicht Mega schnell, aber vertretbar.


    Abschliessend: Ich denke die Gefahr das du auf einmal tot umfällst wurde in den zwei Tagen im KH ausgeschlossen.

    Journey82 schrieb:

    Ich hatte mich gerade falsch ausgedrückt. Ich meinte damit eher, ob ich es aushalte und das die Werte dabei bestimmt durch die Decke gehen, wenn es jetzt schon aktuell in Ruhe so ist. Wie der Ablauf eines BelastungsEKG ist, weiß ich.


    lg

    Also mein Blutdruck ist soweit ich mich erinnere beim Belastungs EKG nicht großartig gestiegen

    Nein, kein Echo, nur Ruhe EKG und RR Messungen. Schrieb er mir.

    Eine Freundin von mir war mit Symptomen (Schwindel) beim Hausarzt und hat die Praxis mit 24-std-ekg verlassen.


    ich wüsste jetzt auch nicht, was dagegen spricht, es zumindest zu versuchen? Ansonsten ist das doch eh alles nur Rätselraten und Kristallkugel. Und es scheint mir dringend angebracht, bei dem was Du beschreibst.


    Beim Belastungs-EKG steigt der systolische Wert normalerweise stark an (200-250), der untere hingegen sollte möglichst unten bleiben.

    rr2017 schrieb:

    Beim Belastungs-EKG steigt der systolische Wert normalerweise stark an (200-250), der untere hingegen sollte möglichst unten bleiben.

    hmm ok, muss mir nochmal das Ergebnis anschauen ich hatte in Erinnerung das er mäßig von 140 auf 160 oder so anstieg.


    24h EKG hätte ich von meinem Kadiologen wegen Schwindel trotz "Nur Notfallbetrieb wegen Corona" Anfang April schon am nächsten Tag bekommen können. Fand es aber dann doch nicht Notfallmäßig genug.

    Guten Morgen. Im Krankenhaus wurde ein MRT vom Kopf und Ultraschall der Halsschlagadern am Hals gemacht. Am Herzen lediglich ein EKG und Blutdruckmessungen.
    Bei meinem Hausarzt hatte ich angerufen und wie gesagt, für die notwendigen Untersuchungen war in nächster Zeit nichts frei und bei diversen Kardiologen war der nächstmögliche Termin der 13.10

    ja wenn du neu Patient und kein Notfall bist kann das mit nem Termin beim Kardiologen natürlich etwas dauern....

    Warum die im KH kein Herz Echo gemacht haben verstehe ich nicht, die Untersuchung ist doch nicht besonders aufwändig, vielleicht fragst du mal den Kardiologen

    tzuisc schrieb:

    ja wenn du neu Patient und kein Notfall bist kann das mit nem Termin beim Kardiologen natürlich etwas dauern....

    Warum die im KH kein Herz Echo gemacht haben verstehe ich nicht, die Untersuchung ist doch nicht besonders aufwändig, vielleicht fragst du mal den Kardiologen

    Eventuell weil der Patient sich auf einer neurologischen Station befand, mit Verdacht auf Apoplex. Eine Sono der hirnversorgenden Gefäße, wie der Arteria Carotis, wurde ja durchgeführt. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.