Hallo Uscha!

    Danke für Deine Bestätigung, dass Senf und senfhaltige Nahrungsmittel, so paradox es auch klingen mag, Herzrhythmusstörungen auslösen können.


    Allerdings gibt es in fertig eingelegtem Fleisch auch viel Geschmacksverstärker also Glutamat und durch das Altern des Fleisches sehr viel Histamin.


    Wenn mehrere auslösende Faktoren auf einmal vorhanden sind, so ist eben schnell eine kritische Marke erreicht.


    Wie Du Dein letztes Vorhofflimmern beendet hast, ist auch eine sehr interessante Variante. Dies erinnert mich wieder an meine Bauchmuskelgeschichte vom 23.02.07, denn oft werden die Attacken durch die gleichen Bewegungen und spontanen Aktivitäten beendet, wie sie auch ausgelöst werden.


    Seit 1977 bekomme ich nun schon immer wieder dieses Vorhofflimmern, das sich meistens aus Extrasystolen heraus entwickelt.


    Und nach dem Genuss von Senf erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Extrasystolen und Aussetzer zu bekommen. Das habe ich schon bei zahlreichen Gelegenheiten am eigenen Leib gespürt und schon genug darüber geschrieben. Ob nun die gemahlenen Senfkörner dafür verantwortlich sind, oder ein anderer Inhaltsstoff? Ich vermute ja der Essig ist es.


    Ich habe festgestellt, dass nicht alle Senfsorten gleich reagieren. Auch diverse Grillsoßen usw. sind Gift für mich und ich hab es manchmal bitter bereut, wenn ich der Versuchung nicht widerstehen konnte.


    Was nach dem Verzehr solcher Sachen nun wirklich das Herz durcheinander bringt, kann man nur vermuten. Da bei mir auch kleine Mengen reichen, denke ich, dass die Schleimhäute mit den Nervengeflecht von Magen und Zwölffingerdarm gereizt werden, mit den Folgen, wie ich es schon genug beschrieben habe. Außerdem könnte doch durch die hohe elektrische Leitfähigkeit solcher Soßen, die elektrische Reizweiterleitung im Magen- Darmbereich angekurbelt werden oder ein Chaos verursachen.


    Ich habe vor Jahren einige Male immer beim Kirmestanz im Festzelt beim Tanzen Extrasystolen mit Vorhofflimmern bekommen und besonders dann, wenn wir zu nahe an die Lautsprecherboxen ran kamen. Es hat Jahre gedauert bis ich den Zusammenhang richtig erkannt habe. Jetzt weiß ich, dass ich immer vorher Schaschlik oder Bratwurst mit viel Senf gegessen hatte.


    Mal wurde es auf das zu wilde ROCK ‚N’ ROLL tanzen geschoben, mal auf ein Bierchen zuviel, bis es mal beim ersten Tanz schon vor dem ersten Bierchen losging und bei keiner "Rock And Roll Music". Aber der Senf war mit im Spiel und die Nähe zu den Bassboxen.


    Dieses Zusammenspiel zwischen zu lauter Musik und dem Herzrhythmus habe ich im Sommer an der Ostsee bei einem Konzert mit Andrea Berg gespürt, als mich meine Frau an den Zaun der Freilichtbühne gelotst hatte, um ein paar Töne zu erhaschen.


    Wir mussten fluchtartig das Gebiet verlassen als der ohrenbetäubende "Lärm" begann und selbst am Strand in 1 km Entfernung brachten die Bässe meinen Puls noch durcheinander mit Beklemmungsgefühlen in der Brust. Es hatten aber andere "Flüchtlinge" auch Probleme mit den Bässen. Ein Glück, dass ich diesmal vorher keinen Senf gegessen hatte, sonst hätte ich möglicherweise an diesem letzten Urlaubstag noch mal Vorhofflimmern bekommen.


    Soviel hierzu.


    Heute möchte ich wieder eine von den E- Mails zitieren, die ich erhalten habe:

    Ja, liebe Kristina, ich würde mir auch mal wünschen, dass so ein "Gott in Weiß" sich hierher verirrt und Lust auf den Nobelpreis hat. Aber das was wir empfinden steht eben nicht in deren Lehrbüchern und deshalb kann es auch nicht sein.


    Vielen Dank für Deinen Bericht.


    Bis zum nächsten Mal alles Gute an alle in diesem Forum!


    Tschau *:)

    Betablocker

    Hallo, ihr alle,


    vor 4 Wochen musste ich in die Notaufnahme, weil zum 1. Mal das Vorhofflimmern nicht wie üblich nach einem Tag verschwunden war, sondern nach fast zwei Tagen noch da war. Es sollte eine Kardioversion gemacht werden, aber da die Voruntersuchungen so lange dauerten, war es dann zu spät. Nach erfolglosen Versuchen mit Betablocker und Antiarrhythmika wurde ich nach Hause geschickt. Jetzt soll ich weiter Betablocker (Bisoprololfumarat 5 mg) nehmen plus Warfarin zur Blutverdünnung, damit nach 3-4 Wochen eine Kardioversion gemacht werden kann. Am vierten Tag ist das Vorhofflimmern zu meiner Erleichterung dann von selbst verschwunden. Inzwischen hatte ich gestern, wie üblich nach etwa 3 Wochen, erneut Vorhofflimmern. Zu dem Betablocker habe ich folgendes zu sagen: Ursprünglich hatte mir ein Kardiologe vor zwei Jahren gesagt, ich müsse ständig 5 mg nehmen. Als ich ihn darauf hinwies, dass ich sowieso einen niedrigen Blutdruck von 105/80 und einen langsamen Puls unter 60 habe, und der Puls mit dem Betablocker bei 90/60-70 liege, beeindruckte ihn das gar nicht. 5 mg müssen es sein. Außerdem soll der Betablocker herzschützend sein. Ich bemerkte aber, dass er mein Herz sehr belastet (es fühlte sich damit schwer an wie ein nasser Sack) und dass es sehr angestrengt arbeiten musste, um die niedrigere Frequenz auszugleichen, sprich, es musste kräftiger schlagen. Meine Beine schwollen an. Nachdem der Kardiologe nicht mit sich verhandeln ließ, reduzierte ich in eigener Initiative schrittweise den Betablocker auf ein Viertel, also 1,25 mg, womit ich mich wohl fühlte und was trotzdem noch dämpfend wirkte. Vor allem hatte ich bemerkt, dass die 5 mg nicht wirklich das Vorhofflimmern verhinderten, sondern nur die Frequenz senkten, wenn es auftrat. Jetzt in der Notaufnahme verschrieb mir der Kardiologe (ein anderer) wieder 5 mg und ich dachte, o.k., ich probiers noch mal. Aber es konnte doch nicht das Vorhofflimmern verhindern, da ich es nach 3 Wochen wieder bekam. Diesmal habe ich den Betablocker eingeschlichen und besser vertragen, ich nehme aber nur die ¾ Dosis. Ich habe nun beobachtet, dass der Körper sich an den Betablocker gewöhnt, d.h., der Blutdruck und Frequenz steigen nach einer Weile wieder. Das bedeutet aber, dass ich, wenn Vorhofflimmern auftritt, die Dosis erneut etwas erhöhen muss. Ich finde es also in meinem Fall viel gescheiter, konstant die niedrige Dosis zu nehmen und diese bei Bedarf etwas zu erhöhen. Dann minimiert sich der Schaden und erhöht sich der Nutzen. Und bei der niedrigen Dosis sind auch die Beine nicht geschwollen. Sogar 2,5 mg sind für mich akzeptabel. Mich würde sehr interessieren, was ihr für Erfahrungen mit Betablocker gemacht habt. Auch Erfahrungen mit Warfarin (in Deutschland Marcumar, glaube ich) und Acetylsalicylsäure interessieren mich. Mit Acetylsalicylsäure zur Blutverdünnung war ich nicht so zufrieden, da es durch die Histaminwirkung unangenehme Hauterscheinungen (blutende Risse an Händen und Füßen, Jucken und warzen- bzw. quaddelartige Erhebungen) hervorgerufen hat.


    Das wars für heute. Schöne Grüße, Vidgi

    @ Vidgi - Betablocker

    Dachte ich mir es doch, da es so ruhig um Dich geworden ist, dass Du Probleme hattest. Der "goldene Herbst" hat in punkto Rhythmusstörungen eben auch seine Schattenseiten. Es ist ein immer wiederkehrendes Desaster, welches, wenn man die Ursachen halbwegs erkannt hat, durchaus beeinflussbar ist.


    Ich persönlich achte neuerdings besonders bei im September – Oktober gehäuft anfallenden Geburtstagsfeten darauf, dass ich nicht alles in mich hineinstopfe was mir schmeckt. Ganz gestrichen von der Speisekarte habe ich Kuchen, nur Buttercremtorte vertrage ich. Gestrichen sind auch warme Speisen die mit Rahm oder Sahne verfeinert sind und natürlich alles wo Geschmacksverstärker drin sind. Auch von den sehr lecker schmeckenden gereiften Käsesorten, musste ich mich wegen des hohen Histamingehaltes vorsorglich trennen.


    Somit konnte ich in einer verhältnismäßig langen Zeitspanne (3 Monate), erneut auftretendes Vorhofflimmern verhindern.


    Letztes Wochenende hätte ich es fast wieder verpasst und das nur wegen einer eigentlich harmlos erscheinenden Dose THUNFISCH NATURALE (in Wasser und ohne Öl).


    Danach bekam ich wieder so eine Phase, wo ich dachte, das Vorhofflimmern sei unausweichlich vorprogrammiert. Extrasystolen und Aussetzer ohne Ende, das komische Zappeln in der Magengrube, Kälteempfindlichkeit.


    Ich besann mich auf meine Erfahrung in so einer Situation - tief und ruhig atmen, warme Füße schaffen durch ein Fußbad, Körnerwärmekissen in der Mikrowelle erhitzen und auf die zappelnde Nabelgegend packen. Es hat wieder mal geholfen.


    Warme Angorasocken und somit warme Füße helfen bei mir wunderbar gegen Extrasystolen, auch im Bett.


    Was ich nicht wusste: Thunfisch enthält besonders viel Histamin aus Histidin und viel natürliches Glutamat in Form von Glutaminsäure.


    http://www.gifte.de/Gifttiere/scombrotoxische_fische.htm


    http://www.ironsport.de/lebensmittel/thunfischkonserve.htm


    Hier kann man unter Datenbanken: "Lebensmittel" alles finden.


    Jetzt noch was zu den Betablockern:


    Ich habe ja so ziemlich alles durch an Medikamenten. Es fing vor 30 Jahren beim ersten Vorhofflimmern an mit Chinidin was ich für immer nehmen sollte. Doch da wäre ich sicher schon tot. Dann kamen andere Antiarrhythmika usw.-usw…alles aus heutiger Sicht nicht mehr vertretbar. Was ein Mensch so aushält!!!


    Hängen geblieben bin ich dann längere Zeit bei Betablockern mit antiarrhythmischer Wirkung z.B. Sotalol bis ich davon öfters einen Bronchialkrampf (Bronchospasmus) bekam, was bei Betablockern öfters als Nebenwirkung auftritt. Dann wurde umgestellt für Jahre auf den Calciumantagonisten Verapamil.


    Das Vorhofflimmern verhindert hat keines dieser Medikamente, das Verapamil eher noch begünstigt wie ich heute vermute. Es verhindert den Abbau von Histamin im Körper.


    Seit 2005 nehme ich Bisoprolol 5mg, also wieder einen Betablocker.


    Diesmal eigentlich ganz ohne Nebenwirkungen zusammen mit 5mg Amlodipin (Calciumantagonist), Olmesartan 20mg (Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist) und wieder ASS 50mg (Acetylsalicylsäure) statt Marcumar zur Blutverdünnung, obwohl es Histamin - freisetzend ist. Alles ca. die Hälfte der normalen Maximaldosis.


    Blutdruck und Ruhepuls sind seitdem optimal eingestellt. Das Vorhofflimmern verhindern diese Medikamente aber leider auch nicht.


    Das Marcumar konnte jetzt nach 5 Jahren ununterbrochener Einnahme abgesetzt werden, da das Vorhofflimmern seltener wurde. Es hat nicht den besten Ruf jedoch Blutungen usw. sind in dieser Zeit nicht aufgetreten. Blähungen verursachen das Marcumar und auch das ASS.


    Der Calciumantagonist Verapamil darf nicht mit einem Betablocker zusammen genommen werden, der Calciumantagonist Amlodipin schon. Es sind zwei grundverschiedene Typen.


    Ich hoffe, dass Dir meine Schilderungen ein wenig weiterhelfen. Arzneimittel und deren Dosierungen sind aber nicht von einem Menschen auf den anderen so einfach übertragbar und schon gar nicht in Eigenregie.


    Alles Gute und dass wir alle die graue Jahreszeit gut überstehen.


    Tschau *:)

    Quecksilber und Glutamat

    Hallo, Gerhard,


    vielen Dank für deine nützlichen Ausführungen, besonders über die Medikamente. Damit kann ich viel anfangen. Es freut mich, dass du eine längere Zeit verschont geblieben bist und ich wünsche dir, dass die gute Phase weiter anhält. Leider ist es bei mir nicht so einfach mit dem Essen. Ich vertrage so vieles nicht, dass ich froh bin, wenn ich überhaupt etwas essen kann. Diese Nahrungsunverträglichkeit neben dem Vorhofflimmern finde ich sehr mühsam und sie ist auch der Grund, warum ich immer auf der Suche nach den eigentlichen Ursachen bin, denn nur Weglassen geht bei mir nicht. Ich habe einen neuen Gedankengang angefangen, ausgehend von dem berühmten Hockversuch. Wie ich schon einmal gesagt habe, bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass es das Histamin und das Glutamat alleine nicht sein können, sondern es muss zusätzlich im autonomen Nervensystem ein Fehler liegen. Als ich dann, ausgehend vom Hockversuch, im Internet über die anderen kardiovaskulären autonomen Funktionstests (kennst du diese??) gelesen habe, ist mir klar geworden, dass tatsächlich bei mir im autonomen Nervensystem etwas nicht stimmen muss. Aber was? Ich lebe gesund und war mir zunächst keiner Schädigung bewusst. Als ich auf der von dir angegebenen Seite unter Roemheld nachgelesen habe, bin ich auf das Thema Amalgam gestoßen. Jemand hat sich die Amalgamplomben entfernen lassen und seine Beschwerden verschwanden. Das hatte mich bis dahin nie beschäftigt, da man mir immer gesagt hat, meine Amalgamplomben seinen so alt, dass daraus nichts mehr freigesetzt würde. Was ich aber nicht wusste, war, dass das Entfernen von Plomben gefährlich ist, wenn es nicht gut gemacht wird und dass man am besten danach entgiften soll. Bevor mein Vorhofflimmern vor zwei Jahren angefangen hat, regelmäßig und heftig aufzutreten, wurde mir eine große Amalgamplombe entfernt. Aber mit dem Umzug nach Schweden beschäftigt, habe ich das nicht beachtet. Ich habe mich also jetzt im Internet schlau gemacht und unter anderem einen Artikel gefunden, der auf die Zusammenhänge zwischen Quecksilber, Glutamat und neurosomatischen Erkrankungen hinweist. Da er auf schwedisch geschrieben ist, hat es keinen Sinn, auf die Internetseite hinzuweisen.


    Du hast dich ja schon selbst über die Funktionen von Glutamat im Gehirn kundig gemacht und weißt, dass Glutamat sich an die Rezeptoren von bestimmten Nervenzellen bindet, um diese anzuregen (durch Einströmen von Kalzium). Danach wird Glutamat zu Glutaminsäure umgewandelt und unschädlich gemacht. Durch Quecksilber wird Glutamat gehindert, sich an die Rezeptoren zu binden. Dadurch erhöht sich der Glutamatgehalt und es entstehen Schädigungen an den Nervenzellen bis hin zum Zelltod. Ein relativ niedriger Gehalt von Quecksilber alleine ruft noch keine Schäden hervor, ein relativ niedriger Gehalt an Glutamat auch nicht, aber die Kombination von beiden verursacht Schäden.


    Ich stelle mir vor, dass durch das Amalgam vielleicht auch die Darmschleimhaut ruiniert ist und dadurch weitere Folgeerscheinungen entstanden sind, wie Histamin-Intoleranz. Na ja, alles Arbeitshypothesen.


    Ich finde das schon einen guten Ansatzpunkt zum Weiterdenken. Im übrigen werde ich das mit dem Fussbad und dem warmen Sonnengeflecht ausprobieren. Klingt gut und richtig beruhigend. Und – schau doch mal in deine e-mail.


    Bis bald.

    Das ist ja ein Ding

    habe seit über 40 Jahren paroxsymale Tachykardie - nehme nur wenn es gar nicht weg geht - Falicard- ansonsten mit Spudelwasser- Brechversuch- Hochversuch u.v.m. aber ich hatte immer das Gefühl, daß die Sache mit Magen / Zwerchfell zusammen hängen könnte- denn wenn ich das habe fühle ich mich als ob ich platze - sehr komisch und nun lese ich hier zum ersten Mal davon.

    Hallo an alle alten und neuen!

    *:)


    Wir haben einen neuen.


    Wollte mich eigentlich nur mal melden, bevor jemand denkt, ich bin verschollen gegangen.


    Habe in letzter Zeit wieder vermehrt mit Extrasystolen zu kämpfen.


    Für mich habe ich jetzt rausgefunden, daß es auch an einem Progesteronmangel liegen könnte, weil es bei mir verstärkt in der 2. Zyklushälfte auftritt. Habe mir meinen Hormonhaushalt durch die Pille versaut. Keine Ahnung, wann sich das wieder einpegelt. Hatte nämlich während meiner Schwangerschaft(in dieser Zeit wird viel mehr Progesteron gebildet) vor über 8 Jahren keine Herzrhythmusstörungen.


    Bin aber erst vor ein paar Tagen drauf gestoßen, obwohl ich darüber schon öfter gelesen habe.


    Hallo Vidgi


    Habe mir damals auch meine Amalgamfüllungen rausnehmen lassen - das war der Anfang meiner Angst- und Panikkarriere. Was aber nicht bedeutet, daß es davon kam. Aber ich werde diesen Tag wohl nie vergessen. Hatte an demselben Abend Probleme, Luft zu bekommen(Kurzatmigkeit), und weil ich mich da so reingesteigert habe - über mehrere Monate - entstand daraus eine generalisierte Angststörung. Davon ist zum Glück nicht mehr viel übrig, dafür überwiegt bei mir eine Somatisierungsstörung, die ich auch immer besser in den Griff bekomme.


    Ich hab mal gelesen, daß viele, die Amalgam drin haben, auch eine Überbesiedlung mit Darmpilzen haben, die wiederum können auch wieder Probleme bereiten, so wie bei mir. Hatte im Juni 3 Wochen lang jeden Vormittag mit Zittern , Schwindel, weiche Knie, Bewußtseins- und sehstörungen, Durchfall usw. zu kämpfen. Nach einer Darmreinigung wegen Einer Darmspiegelung gehts mir besser. Vertrage seitdem keinen Kaffee mehr - mir wird 2 Stunden später ganz komisch. Den Darm kann man aber wieder aufbauen, es gibt Menschen, die sind dadurch so einige Unverträglichkeiten und Krankheiten losgeworden. Mein Sohn hat nach einer Therapie mit SymbioFlor(Darmbakterien) bis heute nie wieder Bronchitis gehabt - er lag die ersten 3 Lebensjahre damit regelmäßig im Krankenhaus.


    Nun habe ich so viel geschrieben - sollte gar nicht so viel werden. Aber löschen tu ich's jetzt auch nicht.


    Liebe Grüße aus der Uckermark

    Hallo Uscha

    was du geschrieben hast, war nicht zu lang und voller interessanter Hinweise, z.B. über das Progesteron. Ich habe mich gleich im Internet darüber schlau gemacht. Ein abnehmender Progesteronspiegel trägt sicher auch dazu bei, dass Herzrhythmusstörungen im Alter gehäuft auftreten. Gilt auch für Männer.


    Was das Amalgam betrifft: Ist es unter den erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen entfernt worden und hast du auch entgiftet?


    Vielleicht hast du den Kaffee schon vor der Darmreinigung nicht vertragen. Die Unverträglichkeiten kommen oft erst zutage, wenn man etwas ein paar Tage weggelassen hat.


    Schöne Grüße aus dem Norden

    Hallo Amron,

    ich habe auch Deine anderen Beiträge gelesen unter:


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/346082/1/


    Du bist also eine Frau von 61 Jahren mit 3 Kindern und hast seit Deiner Jugend anfallsweise auftretendes Herzrasen.


    Du sprichst auch von unregelmäßigem Puls, aber nicht von Vorhofflimmern, was ich eher teilweise vermuten würde. Ist das nicht mal diagnostiziert worden?


    Die Art wie Du es bekämpfst und die Beziehungen zum Magen, sprechen doch für unsere hier im Forum oft vermuteten Auslösevarianten.


    Empfindest Du denn ähnliche Begleitumstände, wie wir sie beschrieben haben, die zur Entstehung Deiner Rhythmusstörungen beitragen könnten? Vielleicht kannst Du ein paar Mosaiksteinchen mit hinzufügen.


    Bei Vidgi und Uscha gibt es auch immer interessante Neuigkeiten, vielen Dank.


    Ich dampfe indes auf meinem Gleis weiter und versuche immer noch, meine Favoriten Glutamat und Histamin als Auslöser, zu entschlüsseln. Es muss noch etwas gären, bevor ich mich dazu äußere.


    Bis zum nächsten mal alles Gute.


    Tschau *:)

    Vorhofflimmern / HRS

    Halle zusammen,


    mein Name ist Micha, bin 43 und habe seit 11 Jahren mit Vorhofflimmern zu tun.

    @Gerhard,

    erst mal meine Hochachtung vor Deinem wirklich beachtlichen Informationswerk hier im Forum. Auch ich beobachte mich und das Vorhofflimmern über die Diagnostik der Medizin hinaus. Neben ähnlichen Erfahrungen mit Ärzten der Schulmedizin, dem lapidaren Belächeln Deiner Symptomatik, habe ich in Deinen Berichten viele Details gefunden, die wirklich perfekt zu den meinen passen.


    Ich habe gerade eben den ganzen Thread durch gelesen - und bin nun ein wenig erschöpft, deshalb werde ich später mehr schreiben.


    Soviel aber schon mal vorab:


    Habe mich am 18.10.2007 einer Kathederablation unterzogen. Der Betabocker Propa (Propraponol 3 x 40mg) wurde in der Klinik abrupt abgesetzt, eine sog. "Rebound" war vorprogrammiert. Letzte Nacht hatte ich extreme Herzrythmusstörungen, es könnte auch Vorhofflimmern gewesen sein, das allerdings nach 6 Std. wieder abklang. Ich bin ziemlich depremiert, da ich mir von der inzwischen 2. Ablation, einiges erhofft hatte. In der Hoffnung, dass es letzte Nacht "lediglich" ein Rebound war, verspreche ich, mich kurzfristig wieder zu melden und von meinen VHF - Erfahrungen zu berichten.

    Schönen Tag Euch allen!

    Zwei E-Mails von "Bertlino" haben mich über gerh.mail@t-online.de erreicht.


    Er hatte unter http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/345021/ einige Fragen gestellt und Daniela hatte ihm unseren Diskussionsfaden hier empfohlen, worauf er sich letzte Woche bei mir mit folgender Mail gemeldet hatte:

    Nachdem ich ihm kurz geantwortet hatte, kam heute seine 2. Mail. Hier nun der Wortlaut - das könnte glatt ich geschrieben haben!!!

    Hallo Bertlino, wenn ich das gleiche gegessen und getrunken hätte, wäre es bei mir mit 100%iger Sicherheit auch zu Vorhofflimmern gekommen. Besonders aggressiv reagiert hätte ich auf Rotwein; auf Sour Creme mit Creme fraiche, Frischkäse, Zwiebeln usw,; auf Erdnüsse noch dazu mit Geschmacksverstärker als Glutamat (E621).


    Der Gemüseeintopf zu Mittag war ja ganz bestimmt auch mit vielen Brühwürfeln hergestellt und somit mit viel Glutamat. Suppen aus Großküchen sind Gift für mich!!


    Bier vertrage ich eigentlich ganz gut, aber wie es mit dem Lemongeschmack-Bier gewesen wäre, weiß ich nicht. Am Sport lag es sicher nicht.


    Auf eine Art freue ich mich ein bisschen über soviel Übereinstimmung. Sorry, ich wünsche es Dir natürlich nicht. Vielleicht kommt das uns aber mal zu Gute.


    Und vielen Dank für Deine Berichte.


    @ blackmaxx


    Hallo Micha, es freut mich, dass Du Interesse an unseren Beiträgen gefunden hast. Ich bin sehr gespannt auf das, was Du uns noch zu berichten hast.


    @ bambinas32


    Hallo bambinas, entschuldige bitte, aber Deine Angst kann Dir nur ein erfahrener Arzt nehmen. Wenn Du wieder Beschwerden hast, dann hol Dir einen Termin beim Kardiologen und lass Dich wieder durchchecken bis Du beruhigt bist.


    Hier im Forum kannst Du Dich nur orientieren, an den Berichten, die größtenteils von Laien geschrieben wurden und selbst betroffen sind.


    Ich wünsche Dir und allen Anderen hier im Forum alles Gute.


    Tschau *:)

    Kann nur zustimmen

    Hallo an alle Mitleidenden,


    ich habe schon seit Jahren immer mal wieder Extrasystolen und seit ca. 3 Monaten jeweils für ca. eine ganze Woche durchgehend. Wenn ich bisher jemandem erzählt habe, dass ich denke, es hängt mit dem Magen und Darm zusammen, wurde ich nur ausgelacht. (sogar von den bisherigen Ärzten). Meine Extrasystolen beginnen meist damit, dass ich am Solar-Plexus ein Flattern verspüre, danach Magenschmerzen bekomme bzw. schon längere Zeit einen aufgeblähten Magen habe und dann vor allem in Ruhe und in sitzender Stellung Extrasystolen spüre. Diese dann auch als starker Pulsschlag im Magenbereich und im Halsbereich. Ich habe dann auch immer Schluckbeschwerden, Atemnot und ein Gefühl, als müßte ich aufstoßen.


    Ich bin davon überzeugt, dass meine Extrasystolen mit dem Magen-Darmtrakt zusammenhängen und auch nervlich bedingt sind. Ich hatte schon als Kind einen sehr nervösen Magen, immer Bauchkollern und sehr oft Darminfekte. Ich bin 36 Jahre alt, 1,70 groß, wiege 56 Kilo und treibe sehr viel Sport. Leider musste ich die letzten 3 Monate sehr viel kürzer treten, da ich einen vereiterten Zahn hatte und dieser gezogen werden musste. Seit dieser Zeit habe ich auch vermehrt und häufiger Extrasystolen. Ich vermute, dass dies davon kommt, dass ich meinen aufgeblähten Magen bzw. Bauch nicht durch Sport etwas entlasten kann.


    Mein jetziger Hausarzt (Internist) hat bei mir ein EKG, Belastungs-EKG und einen Herzultraschall durchgeführt, lt. seiner Meinung habe ich ein Herz wie ein Bär. Das beruhigt zwar etwas, kann mir aber die Panik bei den Attacken nicht nehmen. Je mehr ich mich darauf konzentriere, umso schlimmer wird es.


    Der Arzt hat noch gemeint, dass ich typische Symptome des Römheld-Syndroms hätte. Da ich im Frühjahr unter starkem Heuschnupfen u. allergischem Astma leide, denke ich auch, dass bei mir viel an der falschen Atmung (Pressatmung beim Sprechen, immer verkrampfter Bauch) liegt und ich beim Trinken und Essen auch sehr viel Luft schlucke.


    Dies alles verschlimmert meine Herzrythmusstörungen sehr stark.


    Auf jeden Fall stimme ich zu, dass das Herz sehr stark mit dem Magen-Darmtrakt zusammenhängt und bin froh, dass ich endlich nicht mehr alleine mit meiner Meinung dastehe. Ich wurde nämlich schon als cholerisch und hypochondrisch dargestellt, wenn ich versucht habe, zu erklären, dass ein Druck auf den Solar-Plexus bzw. einen Punkt oberhalb des Bauchnabels bei mir Attacken auslöst.


    Und auch das laute Geschrei meines jüngsten Sohnes bzw. laute Musik (Bass) kann solche Herzrythmusstörungen auslösen.


    Ich versuche jetzt, meine Ernährung so zu ändern, dass ich keine Blähungen mehr bekomme und der Magen und Darm nicht immer so gereizt ist. Dies fällt mir natürlich insofern recht schwer, weil ich unheimlich auf süße Sachen stehe und auch Rotwein über alles liebe, was ich aber gar nicht vertrage. Vielleicht sollte ich mich auch noch auf Nahrungsmittelallergien testen lassen, aber in letzter Zeit war ich so oft bei Ärzten und es hat nie was gebracht, dass ich einfach mal auf eigene Faust testen werde. Was ich auf alle Fälle noch ausprobieren werde ist Kinesologie und vielleicht noch mal zu einem Osteopathen zu gehen. Hat da evtl. schon jemand Erfahrung mit gemacht ???


    Ich wünsch allen und mir natürlich auch, dass wir lernen, unseren Körper zu verstehen und mit ihm und seinen Zeichen umzugehen, obwohl das manchmal ganz schön schwer ist.


    Liebe Grüße

    Vorhofflimmern / Kammerflimmern

    Hallo nochmal zusammen,


    ich habe eine kurze Frage an Euch...


    Vorhofflimmern ist ja nicht akut lebensbedrohlich, hingegen das Kammerflimmern/Kammerflattern schon!


    Woran erkenne ich den Unterschied? Wann muss ich dringend 112 anrufen, wann kann ich mich etwas "entspannter" um die Behebung einer Rhythmusstörungs-Episode kümmern?!


    Vielen Dank nochmal Gerhard, für die Veröffentlichung und Deinen Kommentar zu meiner letzten Episode vom Donnerstag...


    Gruß an alle! *:)

    Kammerflattern/Kammerflimmern

    Hej, Bertlino,


    darüber würde ich mich nicht zu sehr beunruhigen. Solange du noch Zeit hast, darüber nachzudenken, ob du Vorhofflimmern oder Kammerflimmern hast, hast du Vorhofflimmern oder eine andere Rhythmusstörung, denn bei Kammerflattern/-flimmern flattern oder flimmern die Kammern so schnell, dass praktisch kein oder fast kein Blut gepumpt werden kann und es einem Herzstillstand gleichkommt. Man wird bewusstlos. Dann allerdings muss sehr schnell gehandelt werden, aber von einem Mitanwesenden. Notruf und ständige Herzmassage und Beatmung, bis jemand kommt. Beim Vorhofflimmern besteht eine absolute Arrhythmie und der Puls kann auch sehr schnell sein, aber das Herz kann noch wirksam pumpen, wenn auch mit verminderter Pumpleistung. Lass dir das in Ruhe von deinem Kardiologen erklären.


    Im übrigen sollen Omega-3-Fettsäuren eine schützende Wirkung haben. Es gibt wohl Studien, aus denen hervorgeht, dass Kammerflimmern z.B. nach Herzinfarkt weniger leicht auftritt nach regelmäßiger Einnahme von Fischöl (oder Verzehr von viel fettem Tiefseefisch). Die Omega-3-Fettsäuren werden in die Zellwände eingebaut und können dann ihre Wirkung entfalten. Außerdem haben sie eine leicht blutverdünnende Wirkung. Mit den Studien ist das aber so eine Sache, es gibt immer auch Studien, die das Gegenteil beweisen. Das hängt davon ab, wie gründlich die Studien gemacht wurden, ob sie unabhängig waren bzw. wer die Studie zu welchem Zweck gemacht hat und wie man mit der Statistik umgeht. Am besten du liest selbst unter:


    http://www.aerztezeitung.de/ko…allas2005_aha/?sid=384566


    Ich wollte mich eigentlich nicht so lange über Fischöl auslassen, aber jetzt ist es so, vielleicht interessiert es ja noch jemand anders.


    Alles Gute!

    Danke...

    Ja, ich hab heute auch nochmal darüber im Internet nachgelesen. So wie Du es schreibst wurde es auch überall beschrieben!


    Heute hab ich noch etwas über "Weißdornextrakt" gelesen, was ja auch eine bewiesenermaßen heilende Wirkung hat. Eigentlich für herzschwache Insuffizienz-Patienten gedacht, hat es aber eben auch durchblutungsfördernde Wirkung und kann auch hilfreich gegen Rhythmusstörungen sein. Negative Auswirkungen wohl auf keinen Fall!


    Ich denke das werde ich mal ausprobieren. Vielleicht hat die Eine oder der Andere damit ja schon Erfahrungen gemacht - und das ist eben pflanzlich!


    Schaumermal...


    Gruß an alle nochmals 8-)