Hallo und Guten Morgen,


    erstmal respekt für diese auführlichen Beobachtungen und Berichte. War sehr spannend und aufschlussreich.


    Also ich bin 25 und mein Herz, rein als Organ gesehen, ist für mich seit über 10 Jahren auch immer wieder Thema.


    Habe Extraschläge, Stolpern, Aussetzer die mich schon hab wahnsinnig gemacht haben.


    Kurzzeit EKG sowie Langzeit EKG führten aber keine medizinischen Erkenntnisse zu Tage.


    Komischerweise habe ich solche "Herzensangelegenheiten" aber noch nicht mit meiner Ernährung in Zusammenhang bringen können. Es gab Zeiten schlechter aber guter Ernährung aber das Herzverhalten war stetig das gleiche.


    Allerdings habe ich auch herausgefunden wie ich es povoziere und wie ich das "abstellen" kann. Bei mir hat es manchmal etwas mit Anstrengung oder Aufregegung zu tun, wenn es von alleine passiert. Provozieren kann ich es wenn ich den Kreislauf belaste und den Kopf und die Arme unterhalb der Hüfte bewege. Selbiges auch, damit was wieder aufhört, bis zu 5 Minuten lang. Den Wechsel von falsch zu richtig ist deutlich zu spüren!


    In letzter Zeit ist es wieder schlimmer geworden, weshalb ich auf den Faden gestoßen bin...

    Hallo,


    vielen Dank für Eure interessanten Zeilen vom März und bitte verzeiht mir, dass ich mich jetzt erst dazu äußere. Ich hatte aber auch partout über nichts Neues zu berichten, mit dem ich es hätte verbinden können.


    Dabei habe ich in Euren Berichten durchaus wichtige und auch neue Erkenntnisse gefunden, die uns weiterhelfen könnten.


    Wenn Silke@Pelle1 bei jedem Rockkonzert in der Nähe der Bass-Boxen Herzstolpern bekommt, so haben wir schon allerhand gemeinsam, denn ich habe ja auch schon oft über dieses Phänomen berichtet. Allerdings entwickelte es sich bei mir auf Volksfesten bei lauter Musik schon einige Male bis zum ausgewachsenen Vorhofflimmern.


    Auch die ganze Problematik mit dem Verzehr von Obst und Gemüse und der Auslösung von Extrasystolen dabei, kenne ich zur Genüge. Besonders bei bestimmten Bewegungen, wie z.B. beim nach vorn Beugen, fängt mein Herz ebenfalls oft an zu spinnen.


    Das ist bei @Thealoreen nicht anders, aber was sie dabei noch beobachtet hat, ist ja äußerst interessant. Beim bis zu 5 Minuten langen, absichtlichen nach vorn Beugen mit Bewegungen des Kopfes und der Arme im Niveau unterhalb der Hüfte, kann sie den Spuk auch wieder beenden.


    Vorhofflimmern wurde bei mir immer von einer Sekunde auf die andere ausgelöst und ist fast immer genau so spontan von selbst wieder in Sinusrhythmus umgesprungen, auch im Zusammenhang mit solchen Bewegungen.


    Was ist von einer Sekunde zur anderen anders im Körper?


    Ich denke, dass Extrasystolen, Aussetzer und Vorhofflimmern bei mir bestimmt gleiche Ursachen haben.


    Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass eine Histaminintoleranz diese Reaktionen begünstigt. Mit dieser Theorie erwarte ich aber weiterhin wenig Zustimmung von denen, die meine Beiträge lesen, falls sie überhaupt gelesen werden.


    Ich bin auch ein bisschen schreibfaul geworden, was mir diejenigen, die ihre Meinung hier auch äußern, verzeihen mögen. Es ist aber keinesfalls ein Ausdruck von Resignation…im Gegenteil, ich bin mehr denn je von der Richtigkeit überzeugt. Aber das Thema ist für so einen Forumsfaden doch ein bisschen zu komplex, vor Allem um es hier zu erklären.


    Viele Grüße und alles Gute


    Tschau *:)

    *:) Hallo,


    ich sehe gerade, da ich Gerhard erwähnte, daß ich meinen Beitrag besser hierher gestellt hätte. Aber das läßt sich ja noch nachholen.


    Vorhofflimmern nach über zehn Jahren verschwunden


    Habe mich in Sachen Vorhofflimmern (VHF) und Tambocor hier umgeschaut. Bemerkenswert fand ich den Beitrag von Gerhard hinsichtlich seiner Beobachtungen Magen und Darm betreffend.


    Vor über zehn Jahren hatte ich mein erstes VHF, nicht lange – ca. 15 Min. – wie ein Schalter: an und wieder aus. Zuvor hatte ich vier halbe, dick belegte Mettbrötchen verspeist. Später kam das VHF öfter (4 – 6mal im Jahr, meist nachts), und es wurde länger. Im Nov. 2001 dauerte ein VHF über 12 Stunden, am Tag darauf folgte ein Schlaganfall, glücklicherweise ohne ernsthafte Folgen. Lediglich eine nach Monaten rückläufige Sprachstörung trat auf. Die Uniklinik Bonn verordnete dauerhaft Macumar.


    Im Zuge eines Macumar-Selbstmanagement-Kursus kam ich zu einem Internisten, der mir statt Notarzt/Krankenhaus beim VHF-Anfall zwei Novodigal empfahl, was lange Zeit auch half. Das Herz fand nach allerdings zunehmend längerer Zeit zu seinem Rhythmus zurück. Das VHF kam aber immer wieder und dauerte auch immer länger. Ab Ende 2008 verordnete man mir täglich eine Novodigal und zwei Isoptin mite.


    Trotzdem nahmen die VHF-Anfälle zu, bis zu viermal in der Woche, jeweils mit anfänglichem Wasserlassen alle 15 Minuten innerhalb von drei bis vier Stunden. Anschließend war ich total fertig – eine verlorene Woche! Deshalb wurde statt Isoptin nun Tambocor (2 x 50 mg) verordnet. Ein anderer Internist ersetzte Novodigal durch Digitoxin. Beim VHF sollte ich zusätzliche 50 mg Tambocor schlucken. Auch ein viertel Betablocker wurde für notwendig erachtet. Er empfahl eine Katheterablation, deren Erfolg allerdings nicht sicher sei. Ich lehnte ab!


    Extra-Systolen hatte ich seit Jahren recht dauerhaft jeweils nach ca. fünf bis acht Schlägen, verbunden mit einem Aussetzer.


    Ich ernährte mich zu dieser Zeit möglichst mediterran (Obst, Gemüse und Olivenöl), aß aber auch viel Quark und Käse (soll angeblich sehr gesund sein). Aber gerade nach dem Verzehr von reichlich Kuhmilchprodukten, besonders am Abend, meldete sich in der späten Nacht oft das VHF. Dieser Zusammenhang war mir eigentlich seit längerer Zeit aufgefallen. Also machte ich mich in Sachen Kuh-Milch/Milchprodukte in dem ziemlich spärlichen Schrifttum kundig. Schließlich ist Kuhmilch das goldene Kalb der Zivilisation und unantastbar, obwohl deren Abfallprodukt (Molke incl. Laktose) ein riesiges Umweltproblem darstellt. So wird die Molke eingedampft und als Pulver in vielen industriellen Nahrungsmitteln über die Därme der Menschen unter Inkaufnahme gesundheitlicher Risiken entsorgt.


    Unter Tambocor/Digitoxin hatte ich den Eindruck, mein Herz würde durch einen "Bulldozer" vorwärts getrieben. Nach wenigen Tagen kam wieder eine VHF-Attacke, heftiger denn je. Die zusätzliche halbe Tambocor-Tablette beendet das "böse Spiel" nach ca. 15 Minuten.


    Nach der Kuhmilch-Lektüre beschloß ich am 10.04.2009 Tambocor wegzulassen und gleichzeitig auf Kuhmilch/Milchprodukte zu verzichten. Auch Digitoxin und den viertel Betablocker (Nebilet) ließ ich ein paar Tage später weg. Letzterer hatte wie auch früher schon, meinen Puls um ca. zehn Schläge vermindert (auf 45 – 50).


    Was ich nach meinen "Milchstudien" erhofft hatte, wurde tatsächlich binnen weniger Tage wahr:


    Das VHF trat bisher nicht mehr auf und meine Extra-Systolen verschwanden. Mein Herz schlägt jetzt absolut regelmäßig. Und noch ein erfreulicher und ganz wichtiger Aspekt:


    mein ständiger Appetit/Heißhunger, der allen Diäten mit dem Yo-Yo-Effekt widerstand, ist weg und das Gewicht reduziert sich sanft. Bei "in besten Zeiten" 168 kg Lebendgewicht ist das sehr nützlich. Positive Wirkungen auf Hochdruck und Altersdiabetes habe allerdings noch nicht bemerkt. Einen Test auf Laktose- und Glutenempfindlichkeit werde ich noch veranlassen.


    In meinem Fall hat sich offenbar ein altes Sprichwort bewahrheitet:


    Der Mensch ist was er ißt.


    Und ein bekannter Mediziner (Dr. M. O. Bruker, 1909 – 2001) schreibt in einem seiner zahlreichen Bücher, daß man nichts essen oder trinken solle, wofür Werbung gemacht wird.


    Vielleicht ist ja ein Betroffener mit vergleichbaren Problemen, wie ich sie hatte, mutig genug, um diesen Selbstversuch durchzuführen – zunächst nur der Verzicht auf Milch/Milchprodukte – und über das Ergebnis zu berichten, um womöglich auch anderen Leidenden zu helfen. Der Versuch ist ja harmlos und erspart zudem Geld, das man für die letztlich gar nicht so gesunden Milchprodukte (artfremdes Eiweiß, das durch die Milchindustrie mehrfach denaturiert und "vermurkst" wird) ausgeben würde.


    Noch eine provokante Frage: Warum trinken wir statt der ausschließlich für Kälber adaptierten Kuhmilch eigentlich keine Frauenmilch – gleich von der Brust weg ;-D ?


    Frauenmilch ist eigentlich auch nur für den Säugling gedacht, wäre aber von den Inhaltsstoffen allemal besser dem Menschen angepaßt, als Kuhmilch oder jede andere tierische Milch.

    @ Eifelmops,

    darf ich fragen wie alt du heute bist und wann es anfing dir aufzufallen, dass etwas nicht stimmt am Herzrhytmus?


    Ich habe auch echt einige Selbstversuche durch, welche man weiter oben nachlesen kann.

    @ Gerhard,

    du bist hier quasi Initiator und Mentor für die meisten hier, auch für mich, aber diese Histaminintoleranz scheint mir immer noch sehr suspekt.


    Ein Freund von mir hat eine richtige, nachgewiesene Histaminintoleranz.


    Wenn er Lebensmittel zu sich nimmt, welche reichlich Histamin enthalten reagiert er wie ein Allergiker bzw Astmatiker --> er bekommt keine Luft mehr. Aber von Herzrhytmusstörungen hat er noch nichts erzählt.


    Eine Histaminintoleranz lässt sich doch einwandfrei nachweisen oder?


    Meine persönliche Geschichte mit dem Vorhofflimmern hat nun mittlerweile einen "Schluss" gefunden, denke ich. Nach einigen Untersuchungen etc und Recherche/Selbstversuchen behaupte ich nun, dass mein Herz einige kleine(im EKG nicht sichtbare) Narben hat weil ich vor 3 Jahren eine(wie ich nun aufgrund des EKG´s und dem Schluckecho, welches mir ein Arzt unlängst mal genauer erläuterte) sehr heftige virale Herzmuskelentzündung aufgrund einer verschleppten Viruserkrankung. Diese hat mich dann auch fast das Leben gekostet.


    Der Arzt erklärte mir, dass ich das Herzstolpern u auch das zweimalig aufgetretene Vorhofflimmern wohl dieser Herzmuskelentzündung zu verdanken habe.


    Es ist nicht weiter schlimm da mein Herz mindestens noch so Gesund ist, dass im EKG nix sichtbar wird und das Belastungs-EKG auch noch 200 Watt hergibt. Auch kann sich das zerstörte Gewebe im Laufe meines Lebens auch wieder regenerieren oder auch so bleiben.


    Auf alle Fälle kenne ich meine Grenzen und MAGNESIUM ist ein Zaubermittel für mich, wenn ich Magnesium einnehmen, kann ich mich noch so hässlich betrinken(Vorhofflimmern provokationsversuch) und es passiert nix, ich habe zwar dann am sehr frühen morgen nen Puls von 120 aber wer hat das nicht wenn er unendlich verkatert ist. Ich nehme dann nochmal ne Magnesiumpille und dann verschwindet sogar der hohe Puls nach 1-2 Stunden.


    Keine Ahnung ob es jemanden interessiert aber da hier alle von und mit den Erfahrungen der anderen leben wollte ich es nicht vorenthalten.


    alles Gute an alle Mitleidenden. :-)

    Hallo knowbody,


    bin hier ziemlich neu und habe erst einige Beträge gelesen. Wenn ich nicht irre sind über 470 :-o


    Nun, ich bin nicht mehr so ganz taufrisch und zähle 66 Lenze. Vor gut zehn Jahren bemerkte ich das erste Mal dieses Vorhofflimmern, dessen Name ich damals natürlich noch nicht kannte.


    Später, nach dem Schlaganfall bekam ich auch ein Kalium-Magnesium-Präparat. Da ich Diuretika (Entwässerungsmittel) gegen Hochdruck nehme, wird viel an Mineralien ausgeschwemmt. Fehlendes Kalium kann ebenfalls Vorhofflimmern (VHF) begünstigen. Kalium ist bei mir trotz Tabletten immer an der unteren Grenze.


    Die ersten drei Monate in diesem Jahr waren für mich der reinste Horror. Immer die Angst, wann das nächste VHF beginnt. Ich wagte mich schon nicht mehr aus dem Haus, da ich nach Flimmerbeginn so an die vier Liter Wasser verliere, und das im Viertelstundenrhytmus. Ist mir mal nahe Frankfurt/M. auf der Autobahn passiert. Stand dann drei Stunden auf einem Parkplatz. Im Winter wäre das dann recht fatal, steigt doch bei Kälte auch noch der Blutdruck.


    So bin ich richtig glücklich, daß ich den VHF-Sch.... und die endlosen Extra-Systolen dank Verzicht auf Milch/Milchprodukte bislang (jetzt schon vier Wochen) hinter mir lassen konnte und ich mich zunehmend wohler fühle. Ich habe sogar schon einige körperlich Arbeiten ausführen können (z.B. kleinere Bäume fällen), die noch im letzten Spätherbst unweigerlich zu VHF in der folgenden Nacht geführt hatten. Gelegentlich mal ein Brot mit Bio-Sauerrahm-Butter (nicht die "mild gesäuerte" Butter) oder etwas Bio-Sahne in den Tee habe ich bislang auch vertragen, offenbar, weil der artfremde Eiweißanteil bei diesen Produkten äußerst gering ist.


    Weiterhin alles Gute

    @ eifelmops

    Wer Vorhofflimmern kennt, wird deine geschilderten ersten Attacken, mit Ausnahme des dadurch aufgetretenen Schlaganfalls, als wohlbekannt empfinden. Auch Extrasystolen und Aussetzer gehören dazu, haben sie doch nach meiner Meinung die gleichen Ursachen.


    Deine verkündete "wundersame Heilung", durch einfaches Weglassen von Milchprodukten aus der Nahrung, sehe ich allerdings mit etwas anderen Augen.


    Milch generell zu verbannen, ist nach meinen persönlichen Austestungen über die Verträglichkeit dieser umfangreichen Produktpalette nicht nötig. Ich meine man muss nur wissen was Probleme bereitet und was nicht.


    Kritisch sind sicher nur bestimmte Inhaltstoffe z.B. Molkepulver und Eiweißpulver in Milchmischerzeugnissen, die wie du schon schreibst in großen Mengen über die Lebensmittelindustrie "entsorgt" werden. Frische Milch, frischer Quark oder Frischkäse tun mir beispielsweise überhaupt nichts, aber bei Schlagsahne im Tetrapack und vielen, vielen anderen Mischmascherzeugnissen geht die Post ab. Auch bei Butter und Käse gibt es große Unterschiede.


    Umstritten ist das generelle Homogenisieren von Milch, was möglicherweise die Fetttröpfchen so klein macht, dass ein leichterer Übertritt durch die Darmschleimhaut in das Blut möglich wird und allergische Reaktionen auslösen könnte.


    Und um wieder bei meinem Lieblingsthema HISTAMIN zu landen, hier meine Gedanken dazu.


    Histamin entsteht durch gewollte oder auch nicht gewollte bakterielle Reifeprozesse in bestimmten Lebensmitteln, auch in Milch.


    Milch ist ja erstmal frisch und ohne Histamin. Aus einem Teil davon werden sofort Frischmilchprodukte hergestellt. Der größere Teil muss aber nicht mehr sooo schnell verarbeitet werden, weil diese Milch am Ende ja sowieso keimfrei gemacht wird und schon beginnt ein Umwandlungsprozess durch Bakterien. Aus dem Milchbestandteil Histidin wird Histamin, besonders bei der Käseherstellung.


    Beim Verderben von Lebensmitteln bzw. bei langer Lagerung oder Fermentierung ist sehr oft diese Umwandlung gegeben.

    @ knowbody

    Du zweifelst daran, dass Histamin der Auslöser unserer Beschwerden sein könnte…


    Ich denke zu einer Histaminintoleranz gehört nicht nur das feuerrote Gesicht und der juckende Ausschlag am ganzen Körper, sondern der größere Teil der Beschwerden spielt sich im Verborgenen ab, z.B. im Verdauungstrakt, in der Lunge, in den Blutgefäßen und eben wahrscheinlich auch im Herzen.


    Auch diese Organe haben Oberflächen die allergisch gereizt sein können, nur das sieht man leider nicht. (Schleimhäute, Bronchien, Innenwände, Vorhöfe)


    Aber das sind teilweise noch Vermutungen und werden es noch lange bleiben, da sich die Wissenschaft sehr zurückhält, in dieses Wespennest zu stechen.


    Doch Google ist voll davon: http://www.google.de/search?hl=de&q=histaminintoleranz&meta=&aq=2&oq=His


    Tschau *:)

    @ Gerhard

    Dem Buch der Maria Rollinger "Milch lieber nicht" (S. 295) entnehme ich, daß die meisten Menschen über Enzyme verfügen, die die biogenen Amine im Darm abbauen, sodass kleinere Mengen schadlos vertragen würden. Je nachdem, wie weit der Eiweißabbau fortgeschritten ist, können aber auch größere Mengen biogener Amine im Käse sein. Wird der gesunde Körper mit der Anflutung dieser Substanzen nicht mehr fertig, kommt es zu allergischen Direktimmunreaktionen, die Migräne, Magen-, Darm- und K r e i s l a u f - beschwerden verursachen und zu anaphylaktischen Schocks führen können, die in sehr seltenen Fällen sogar tödlich enden. .... usw. (dazu gibt es Fußnoten: Reinhard Jarisch - Histamin-Intoleranz, Dorothea Beutling - Biogene Amine in der Ernährung, und über Histaminose: Prof. Dr. Gerhard Kielwein - Leitfaden der Milchkunde und Milchhygiene -1994- auf Seiten 135ff.).


    Ich glaube, das isses ! Bekam ich doch sehr oft nach dem abendlichen Genuß von härterem (demnach älteren Käse) in der Nacht Vorhofflimmern. Deine Theorie macht demnach Sinn !! Du solltest Dir vielleicht mal diesen Leitfaden von Prof. Kielwein besorgen. (Internet?)


    Zum immer wieder thematisiertem Abnehmen:


    Meine Freßgier ist nahezu tagesgleich verschwunden, nachdem ich die Milchprodukte weggelassen habe (hatte in meinen "besten" Tagen 168 kg) jetzt in ca. acht Wochen "Kuhbusensaft"-Abstinenz sind mir bereits 5 kg abhanden gekommen, ohne daß ich meine Ernährung (vorzugsweise mediterran) sonderlich geändert habe. Allerdings ist das nicht verwunderlich, werden doch viiiiele Kalorien, durch das Fehlen von Quark, Joghurt und Käse eingespart. Bio-Butter und Bio-Sahne (anderes Herstellungsverfahren) nehme ich gelegentlich.


    Viele Grüße *:)

    Hallo allerseits!


    Beim wiederholten Lesen mancher Beiträge erkennt man oft erst die Einzelheiten, nach denen man eigentlich sucht.

    @ mefju

    Ich habe dein umfangreiches Schriftgut von hier in diesem Diskussionsfaden und auch in deinem eigenen Thread http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/453762/


    noch mal überflogen. Hier konnte ich aus deinen ungezwungenen, frei von der Leber weg geschriebenen Texten, ein paar interessante Passagen herauslesen, was auch bei der Ursachensuche deiner so verhassten "ES" (Extrasystolen) behilflich sein könnte.


    Ich habe von deinem ersten Beitrag an daran gedacht, dass Ursache der Beschwerden auch eine Histaminunverträglichkeit sein könnte. Da konnte ich noch nicht erahnen, welche Energie du aufzubringen bereit bist, um diese ES und das breite Spektrum an Symptomen zu bekämpfen.


    Ich persönlich finde deinen Kampf in Ordnung, da ich die "Dinger" (ES) wie du sie nennst, auch nicht leiden mag, auch wenn sie angeblich ungefährlich sind und jeder welche haben soll, was ich aber bezweifle. Wenn dann von einigen Usern ALLES nur noch auf die Psyche (Seele) geschoben wird, kann ich deine Reaktion verstehen und du dich aus deinem Faden erstmal zurückziehst.


    Dass z.B. Angst, Aufregung und Stress solche Herzrhythmusstörungen begünstigen können, habe ich schon oft an mir selbst festgestellt. Meiner Meinung nach werden aber dabei nur rein körperliche Reaktionen hervorgerufen, die dazu beitragen, dass bestimmte Stoffe (Histamin, Adrenalin usw.) in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden die dann auf die Organe wirken. Bei körperlichen Beschwerden besteht, denke ich, immer noch eher die Chance eine Ursache zu finden, die dann beseitigt werden kann.


    Auf alle Fälle gebe ich dir Recht, wenn du sagst: "Normal sind ES nicht, deshalb will ich mich nicht damit abfinden und nach Ursachen suchen!"


    Ich forsche mehr oder weniger nur danach weil mich eine wissenschaftliche Betätigung anspornt. Es ist gut für die grauen Zellen und außerdem habe ich einen Nutzen davon.


    Nun zu meinen Anhaltspunkten, die bei dir @Mefju auf eine Histaminbeteiligung bei deinen Beschwerden schließen lassen.


    Ich habe in deinen Berichten gelesen, dass du oft sehr viel isst und trotzdem nicht zunimmst;


    - du im letzten Jahr viel Milch getrunken hast und dadurch eine Milcheiweißallergie hattest;


    - du trotzdem oft Eiweißshake trinkst;


    - du Kreatin-Therapien zum Muskelaufbau machst;


    - du manchmal 2 Tafeln Schokolade auf einmal reinfutterst…


    So ließe sich die Reihe fortsetzen und jeder einzelne Punkt könnte nach meiner Meinung deinen Histaminhaushalt so beeinflussen, dass das Herz zu stolpern beginnt. Ich bin gespannt, wenn du das mal mit in deine Überlegungen einbeziehst und dementsprechend handelst.


    Vitamin C, was dir so gut hilft, wird z.B. auch zum Histaminabbau im Körper gebraucht und Vitamin B6 ebenfalls. Ihr ward doch in deinem Faden schon bei "Histaminintoleranz" angekommen. Warum nicht mal probieren, wenn es doch nur ein bisschen Bequemlichkeit kostet.


    Dein Hautausschlag spricht auch für Histaminbeteiligung, ebenfalls deine angebliche Landkartenzunge. Ich hatte auch zeitgleich mit meinen ersten Vorhofflimmerattacken solche scharf umrandete weiße Flecken auf der Zunge, was durchaus auch histaminbedingt gewesen sein könnte. Die Flecken sind zwar weg, aber ein Lichen ruber Netzmuster sieht man immer noch an den Wangeninnenseiten im Mund. Auch ist die Mundschleimhaut sehr empfindlich gegen Essig, Alkohol usw..


    Eiweißpulver kann sehr viel Histamin enthalten, denn es wird ja sicherlich aus all den Abfällen der Milchwirtschaft hergestellt und wird eh schon überall mit reingemischt. Wenn du schon eine Milcheiweißallergie hattest, dann musst du schon darauf verzichten.


    Teste doch mal aus, was du verträgst und was nicht. Hier noch mal eine leicht verständliche Seite im Internet: http://www.wurzinger.com/neu/Publikationen/Neuer%20Ordner/Merkblatti%20Histaminintoleranz.pdf


    Eineinhalb Jahre lang konnte ich Vorhofflimmern durch meine Vermeidungsstrategie erfolgreich verhindern und nun hatte es mich vor 14 Tagen doch wieder mal erwischt.


    Man soll eben nicht denken, dass eine längere beschwerdefreie Zeit gleich Heilung bedeutet.


    Da meine Frau mit der Auswahl der Speisen immer fast verzweifelt, habe ich eben wieder mal probiert was passiert, wenn ich zu Mittag den Tiefkühlrahmspinat mit 2 Spiegeleiern einfach mal mitesse. (sehr histaminhaltig)


    Zuerst passierte gar nichts. Aber nach etwa 3 Stunden, als ich meinem Enkel (2½) bei einem Waldspatziergang nach links beugend mit beiden Armen eine kleine Treppe hoch half, dann kam plötzlich das unverwechselbare Zappeln in der Magengrube und sofort Herzstolpern – Vorhofflimmern in genau dieser Reihenfolge.


    Dies war im Nachhinein eine ganz typische Situation für mich, dass so Vorhofflimmern ausgelöst wird. Eine Schrecksekunde, weil der kleine Kerl auf der nassen Holztreppe ausgerutscht war und ich mich spontan zu ihm heruntergebeugt habe um ihn aufzufangen. Und ich bin mir sicher, bei solchen Situationen wird körpereigenes Histamin in den Blutkreislauf gepumpt, was dann zusammen mit dem Nahrungshistamin das Fass zum Überlaufen bringt.


    Da ich schon lange ein Antiarrhythmikum im Zuge der neueren Behandlungsmethode "Pill in the Pocket" (Pille in der Tasche) mit mir herumtrage, habe ich sofort diese 2 Tabletten Propafenon 300mg einmalig genommen und nach 18 Stunden war der Spuk wieder vorbei – nicht wie versprochen in 1-2 Stunden. Für meine Verhältnisse aber eine sehr kurze Zeit. Außerdem verlief diese Vorhofflimmerattacke ohne größere Beschwerden.


    http://www.springermedonline.at/medizin_a_z/i___m/kardiologie/?full=2505


    Nun noch viele Grüße


    Tschau *:)

    Lieber gerhard


    du kannst das kind ruhig beim Namen nennen,statt zu schreiben irgenwelche User....


    Wenn du mal richtig gelesen hast und dennoch den text nicht nachvollziehen kannst,dann schreibe mich bitte direkt an


    UND NOCH WAS:Ich schrieb nicht das alles an der Psyche liegt,sondern das wenn man einfach den ärzten nicht glauben will das man dann mal überlegen sollte ob es nicht an der Psyche liegen könnte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Auch schrieb ich,das dieses forum gut ist danach zu suchen was für andere für erfahrungen gemacht und wie sie damit umgehen etc.pp....


    Aber wenn man förmlich dadurch kaputt wie meiner Meinung nach Mefju der ja plötzlich dies und das hat und sogar schon launisch darunter leidet(so schrieb er das in einen Beitrag) dann kann es doch nicht sinn der sache sein ,oder


    Gerade du,der eigentlich verdammte gute argumente hier schon schrieb muss doch dann auch wissen oder bzw heraus lesen ob jemand hier NUR nach ursachen sucht und sich dann damit abfindet oder ob er sein leben schon davon abhängig macht!!!!!!!!!!!!!!!!


    Ich bin niemanden rechenschaft schuldig wieso weshalb warum ich meine Beiträge so schreibe wie sie sind,denn schliesslich vertrete ich hier meine eigene Meinung und da kann das ganze forum mich für ...erklären da stehe ich drüber denn ich brauche niemanden etwas schön zu schreiben und wenn ich nun mal so über manche dinge schreibe dann nur weil es meine meinung ist.....

    Hallo zusammen,


    bin neu hier und habe die gleichen Probleme wie Ihr. EXTRASYSTOLEN!


    Ich spüre diese wie ein heftiges Herzstolpern, das fast immer mit einem automatischen Husten kommt (also nur 1x kurz Husten)


    Habe schon 1000 EKG und Langzeit EKG, ultrschall....hinter mir. (Befund: wenige Extrasystolen, ist normal, haben viele, Sie müssen sich damit abfinden, wenn es sehr stört kann ich Ihnen Betablocker verschreiben.) Keine Herzkrankheiten, Schilddrüse OK (ausser wenige Antikörper (Hashimoto)) Elektrolyte ok.


    Also ich Tippe auf Roemheld-Syndrom! (Die Ärzte die ich danach gefragt habe wussten nicht mal was das ist)


    EXTRASYSTOLEN habe ich meistens dann:


    - LIEGEN (fast immer wenn ich flach auf dem Rücken liege) und noch mehr wenn ich ganz entspannt und durchgestreckt liege) auch wenn ich zum Beispiel die Seitenlage wechsle


    - sehr oft beim BÜCKEN


    - während und nach dem ESSEN


    - immer bei AUFREGUNG/STRESS


    - ständig auch beim SEX (kann mir das mal jemand erklären (passt doch nicht zu Roemheld-Syndrom)


    - und auch einfach mal so


    was mich am meisten stört, dass mein Sexleben dadurch sehr beinträchtigt wird. Ich traue mich fast gar nicht mehr Sex zu haben, da ich diese Extrasystolen nicht haben kann!


    Grüße,


    La Gioconda (28 Jahre, weiblich, nichtraucherin, kein Alkohol, schlank)

    also ich habs nach dem essen, beim sex oder halt auch *schäm* beim onanieren |-o


    sowas kann ich mir dann absolut nicht erklären. das einzige was mir dazu einfällt ist das sich muskeln lockern


    vorallem im rücken und brustbereich und dieses stolpern dann auslösen. dies würde aber nur zutreffen wenn man schon einen oder mehrere eingeklemmte nerven hätte oder?

    @ la gioconda,

    interessante Einzelheiten die du hier schilderst, vielen Dank. Sie sind einmal mehr Beweis dafür, dass Extrasystolen keine "Normalität" sind, auch wenn fast jeder welche haben soll


    Es wirft immer wieder neu die Frage auf, warum in bestimmten Situationen der Herzrhythmus so aus der Reihe tanzt.


    Wenn Extrasystolen wirklich "Varianten des Normalen" wären, wie es so schön heißt, dann würden wir sie rund um die Uhr verspüren, wie von einem Zufallsgenerator ausgelöst. Also bei bestimmten Körperhaltungen, Bewegungen, Verdauungsvorgängen, Nahrungsmitteln usw., dürften dann keine auffälligen Häufungen solcher Episoden erkennbar sein.


    Das Gegenteil aber ist der Fall, wie du auch bestätigst. Alle deine Extrasystolen werden scheinbar auch durch irgendwelche Reize vom Bauchraum her begünstigt.


    Selbst bei der schönsten Sache der Welt, beim Sex, werden bei bestimmten Praktiken durch die Anspannung der Bauchmuskeln die inneren Organe unterschiedlich stark gereizt, sodass es zu solchen Rhythmusstörungen kommen kann. Bei einer zu starken gegenseitigen körperlichen Bedrängung, können auch nach meiner Erfahrung schon mal Extrasystolen auftreten. Diese "Freiräume" beim Sex muss ein jeder für sich selbst austesten, aber man sollte auf gar keinen Fall wegen paar solcher Hopser ängstlich werden oder gar darauf verzichten.


    Dass der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung eine Rolle dabei spielen könnte, möchte ich nicht ausschließen.


    Die Wirkung von Histamin scheint hier der wichtigste Faktor zu sein, wenn es sich im Körper bis zu einer kritischen Konzentration angesammelt hat. Dann genügt ein ganz normales aufgeregt sein und mit dem schneller werdendem Puls kommen die Extrasystolen.


    Dein "automatischer Husten" den du fast immer zusammen mit Extrasystolen bekommst, kann ebenfalls auf zuviel Histamin hinweisen, denn es löst ja auch asthmatische Beschwerden aus.


    Auch das Roemheld Syndrom ist für mich nichts anderes mehr als ein bestimmter Status der Histaminintoleranz.


    Ich habe vor 2½ Jahren schon mal ausführlich meine Gedanken aufgeschrieben, wie ich mir die Entstehung von Herzstolpern vorstelle. Damals wusste ich nur noch nichts von Histamin und seinen Wirkungen, was aber an Aktualität keine Einbuße darstellt – finde ich jedenfalls.


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/6006782/


    Also auch wenn man ganz entspannt, flach und durchgestreckt auf dem Rücken liegt, wie du es beschreibst, können Extrasystolen und Aussetzer ausgelöst werden. Schuld ist meiner Meinung nach der Druck des Magens, der Leber und des Dickdarms auf den Zwölffingerdarm mit der Folge einer Histaminausschüttung in den Blutkreislauf. Grundvoraussetzung ist ein zu diesem Zeitpunkt schon erhöhter Histaminspiegel im Blut durch histaminreiche Nahrungsmittel und viele andere mögliche diesbezügliche Faktoren.


    Versuch doch einfach mal dich histaminarm zu ernähren und alles das was den Histaminabbau behindert bzw. Histamin im Körper freisetzt zu meiden.


    Informationen findest du genügend bei Google unter "Histaminintoleranz".


    Zustimmende Antworten zu meiner Theorie bekomme ich kaum noch, doch ich gebe es nicht auf, meine guten Erfahrungen bei meiner selbstverordneten Therapie hier mitzuteilen und da sie ja ohne Risiken und Nebenwirkungen ist, auch weiter zu empfehlen.


    Liebe Grüße


    Tschau *:)

    Hallo an alle Forumsteilnehmer!


    Ich bin zufällig auf dieses Forum und insbesondere auf diesen Beitrag gestoßen, der großes Interesse bei mir geweckt hat, da ich selbst mit Herzrhytmusstörungen kämpfe und ebenso wie viele hier auf Ursachenforschung bin. Ich bin 24 und kämpfe seit 2 Jahren mit Herzstolpern und Herzrasen und habe aus diesem Grund einen Defi implantiert bekommen. Die Diagnose ist ARVD (arrithmetische rechtsventrikuläre Displasie), was meiner Meinung nach eine Verlegenheitsdiagnose ist, weil auch mein Kardiologe zugeben musste, dass ich ein medizinischer Sonderfall bin. Ich hatte zuvor nie Kreislaufprobleme und die Herzrhytmusstörungen sind aus dem Nichts aufgetaucht, auch bei der durchgeführten MR konnten keine Veränderungen am Herzen festgestellt werden, was eigentlich die Diagnose wiederum in Frage stellt, da man bei ARVD Fetteinlagerungen am Herzen haben müsste, ich diese aber nicht habe. Bei der durchgeführten EPU wurde festgestellt, dass die Herzrhytmusstörungen von 4 versch. Stellen ausgehen, der Grund dafür aber unklar ist, daher auch die Defi-Implantation.


    Um nun aber auf den Punkt zu kommen: ich habe vor ca. 3 oder 4 Jahren einen Test auf Fruktose und Lactoseintolleranz gemacht und bei beiden war das Ergebnis positiv. Ich habe auch meinen Kardiologen gefragt, ob die Herzrhytmusstörungen möglicherweise mit den Intoleranzen zu tun haben könnten, dieser aber hat meine Frage mit nein beantwortet. Was die Lactose angeht, habe ich nie wirklich viele Milchprodukte gegessen, daher habe ich da nie Beschwerden gehabt, auch kann ich Obst soviel wie ich mag essen, ohne Beschwerden zu haben. Ich meine ja, Blähungen habe ich des öfteren, aber keine Magenkrämpfe, keine Übelkeit, Durchfall oder dergleichen. Ich habe nur beobachtet, dass wenn ich Blähungen habe, des öfteren mein Herz stolpert und aus diesem Grund selbst auch schon einen Zusammenhang zwischen dem Magen bzw. Darm und dem Herzen in Betracht gezogen. Daher finde ich diesen Beitrag auch wirklich spannend. Ich habe auch die Vermutung, dass Herzrhytmusstörungen möglicherweise auch mit übermäßigen Konsum von Zuckerhaltigen Lebensmitteln zu tun haben könnten, wie Kuchen, Schokolade, Limonaden usw. - und Lebensmittel, wo kein raffinierter Zucker enthalten ist, gibt es fast kaum. Was haltet ihr von dieser Annahme?


    Weiters würde mich von Gerhard interessieren, was er alles isst bei seiner Diät und auf was er verzichtet!


    Was ich auch noch ansprechen wollte ist meine 2. Vermutung und zwar dass vielleicht Milchprodukten, sprich dem darin enthaltenen Kalzium, im Zusammenhang mit Herzrhytmusstörungen zu wenig Beachtung geschenkt wird. Immer liest und hört man nur von Kalium und Magnesium, aber was ist mit Kalzium??


    Auf diese Vermutung bin ich nämlich deshalb gestoßen, weil ich seit ca. einem halben Jahr wieder Milchprodukte (trotz meiner Laktoseintoleranz ohne Beschwerden) zu mir nehme, wie Joghurt und Käse usw. und meine Tabletten in dieser Zeit völlig reduzieren konnte. Ich nehme seit nun mehr als einem Jahr "Aristocor" und da musste ich bis Dezember immer eine Ganze in der Früh und am Abend nehmen und dann habe ich angefangen zu reduzieren. Am Anfang jeweils 2x eine Halbe und jetzt nehme ich nur mehr abends 1/4 und es geht mir bis auf kleinen ES super, was für mich ein außergewöhnlicher Fortschritt ist.


    Meine Vermutung ist nun, dass ich durch meinen über Jahren mangelnden Konsum einen Kalziummangel erlitten haben könnte und ich aus diesem Grund die Herzrhytmusstörungen bekommen habe. Ich war zwar auch im Spital, aber ich bin mir nicht sicher, ob da auf Kalziummangel in diesem Zusammenhang untersucht wird. - Vielleicht wisst ihr das? Die Rede ist auf jeden Fall immer nur von Kalium und Magnesium. Also was haltet ihr von dieser Theorie??


    Freu mich schon auf Antworten zu meinem Beitrag


    Lg Michaela *:)

    Hallo Michaela,

    was du hier beschreibst kann nicht gängige Praxis sein, um normales Herzstolpern und Herzrasen zu behandeln. Wenn ein Defibrillator implantiert wird, so müsste meiner Meinung nach schon ziemlich klar sein, dass die Gefahr eines Kammerflimmerns besteht. Bei dir aber scheinen die Kardiologen nur auf Nummer Sicher gehen zu wollen.


    Andererseits ist es bei so einer breit gefächerten und etwas wagen Diagnose wie die ARVD auch schwer, die richtige Therapieform zu finden.


    Deine Zweifel gegenüber dieser Diagnose könnten durchaus auch berechtigt sein, was dich aber nicht zu einem Alleingang ermutigen sollte. Am Ende sind es vielleicht auch "nur" Extrasystolen und harmloses Herzrasen, was aber Spekulation ist, solange es von Ärzten nicht bestätigt wurde.


    Hier im Forum wird dir niemand eine verbindliche Antwort darauf geben können.


    Die Reduzierung deines Tablettenkonsums sprichst du doch sicherlich mit dem Arzt ab, denn das Aristocor ist ein wirksames Antiarrhythmikum und sollte schon kontrolliert werden. Möglicherweise könntest du sie dann ganz absetzen. Mit veränderten Kalziumwerten haben deine Fortschritte glaube ich nichts zu tun, denn einen Mangel hätte man im Krankenhaus sicher bemerkt.


    Manche Erfahrungswerte aus unseren Reihen könnten dir schon helfen deine eigene Meinung ein bisschen zu festigen. In punkto Ernährung findest du hier im Forum viele Hinweise zum Selbsttest.


    Deine Vermutungen über ein mögliches Zusammenspiel zwischen Herzstolpern und Blähungen treffen doch den Nagel auf den Kopf. Zu Blähungen gehören aber nicht zwangsläufig Magen- und Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder dergleichen. Nein gerade manche kaum spürbaren Bewegungen im Verdauungstrakt, welche verursacht werden durch das Weiterwandern von Gasblasen, lösen bei mir zumindest oft Extrasystolen, Aussetzer und im ungünstigsten Fall sogar Vorhofflimmern aus.


    Es beginnt meist mit einem undefinierbaren zappelnden – krabbelnden Gefühl im Oberbauch, was durch sofortige tiefe Druckpunktmassage auch weggedrückt werden kann.


    Wer diesen Zusammenhang erst einmal an sich selbst erkannt hat, der weiß auch, warum ich so verbissen nach der Ursache dieses Phänomens suche.


    Ich möchte es mal auf den Punkt bringen – alles was die Verdauung negativ beeinflusst und somit die Schleimhäute von Magen und Darm angreift und Gase produziert, begünstigt die Entstehung einer Histaminintoleranz mit solchen Herzrhythmusstörungen im Gepäck.


    Dabei ist es unerheblich ob eine Laktoseintoleranz, eine Fruktoseintoleranz oder sonst welche Unverträglichkeiten solche Verdauungsprobleme bereiten - am Ende sind sie nur Wegbereiter der Histaminintoleranz, die erst durch einen angegriffenen Verdauungstrakt voll zum Ausbruch kommt.


    Und eben diese Histaminintoleranz gibt sich selbst Nahrung, weil sie wiederum Verdauungsbeschwerden verursacht und zwar in Form einer Steigerung der Magensäureproduktion.


    Ein bekannter Arzneimittelwirkstoff aus der Gruppe der Histamin-H²-Rezeptorblocker (Ranitidin) soll dies verhindern. Eine Reihe von Arzneimitteln wirkt sich negativ auf den Histaminhaushalt aus u.a. auch das Magen-Darm-Mittel MCP (Metoclopramid).


    Angegriffene Schleimhäute verhindern die Produktion des Enzyms DAO, das zum Abbau von Histamin benötigt wird und schütten zusätzlich aus ihren Mastzellen körpereigenes Histamin in den Blutkreislauf aus.


    Außerdem können schädliche Darminhaltsstoffe leichter die Darm-Blut-Schranke passieren, so z.B. auch das Histamin aus der Nahrung.


    Etwas genauer habe ich es schon einmal hier erklärt:


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/10587370/


    Nun noch eine Antwort auf deine Frage, was ich alles esse bei meiner "Diät" und auf was ich verzichte.


    Nun ich versuche auf alles das zu verzichten, wodurch am wahrscheinlichsten bei mir schon mal Vorhofflimmern ausgelöst wurde. Dazu gehören nun endgültig Rahmspinat, alle Fischkonserven, die meisten Wurstkonserven, Gerichte mit Hackfleisch, Rindsrouladen, gepökelte Fleischerzeugnisse und einige Käsesorten.


    Da ich keine Angst vor Herzstolpern also Extrasystolen & Co habe und auch Vorhofflimmern nicht als so gefährlich empfinde, mache ich schon einige Experimente.


    Genau so ein Test hat mir letztes Wochenende meine bisher kürzeste Vorhofflimmerattacke von nur 1 Stunde beschert.


    Ein erhöhter Histaminspiegel kündigte sich schon am Vormittag an, als ich gegen Brennnesselhecken auf unserem Grundstück mit der Motorsense vorgegangen bin. Nicht etwa, dass ich mich durch direkte Berührung verbrannt habe – nein nur durch den Geruch und die Spritzer der zerhackten Pflanzen fing mein Körper an zu jucken. (Brennnesselgift = Histamin)


    Zu Mittag gab es dann Wurstgulasch aus einer Schinkenfleischwurst vom Supermarkt und Nudeln - nachmittags dann Speiseeis mit roter Grütze aus Früchten.


    Als ein heftiges Gewitter begann habe ich mich ein bisschen hingelegt und bin spontan aufgesprungen als meine Frau rief, dass der Bach über das Ufer tritt.


    Sofort spürte ich ein paar Extrasystolen und dann auch schon das Vorhofflimmern.


    Da ich als erstes nun wieder meine 2 Tabletten 300mg Antiarrhythmikum Propafenon im Rahmen meiner neuen Therapie "Pill in the Pocket" genommen habe, war der Spuk diesmal nach einer Stunde vorbei.


    Ich bin mir sicher, dass hier wieder Histamin mit im Spiel war. Ein leichtes Histamin- Kribbeln auf der Haut verspürte ich aber auch oft vor anderen Vorhofflimmerattacken, meistens im Bett. Die plötzliche Änderung der Körperhaltung, also das Aufspringen und die Aufregung dabei, setzen wahrscheinlich eine Menge körpereigenes Histamin frei.


    So, jetzt bin ich doch wieder voll in meinem Element gelandet. Das soll’s aber auch nun sein bis nach meinen Urlaub.


    Bis dahin alles Gute


    Tschau *:)