Ich habe die Beiträge mit großem Interesse gelesen und möchte als


    "Herzrhythmusstörungs-Profi" - leider :-( mich kurz vorstellen.:


    Weiblich 57 Jahre und seit ich 17 bin, habe ich Herzrhythmusstörungen.


    Vor ca. 10 Jahren wurde eine Ablation gemacht.


    Das Herzrasen/Vorhofflimmern war "fast" ganz weg. Die Extrasystole


    und Salven sind geblieben.


    Da ich auch so meine Theorien habe und in all den Jahren versucht habe, die Auslöser ausfindung zu machen, kann ich nur folgendes sagen:


    Am Anfang waren die ES vielleicht nervös bedingt. Auf der Herzseite zu schlafen war ganz schlecht, heute kann ich nur links schlafen und rechts werden Störungen ausgelöst.


    Die Störungen beim Vornüberbeugen fingen dann auch sehr schnell an und endeten meist in Vorhofflimmern. Kaltes Wasser, Luft anhalten half manchmal, aber nicht immer.


    Mein Leben bestimmten die Herzrhythmusstörungen - Urlaub nur noch in Nähe von Krankenhäusern, bei Veranstaltungen immer in der Nähe der Tür, am liebsten zuhause usw.


    Betablocker haben immer meinen zu schnellen Puls heruntergeholt,


    aber mir die Luft genommen. Ich nehme sie heute nur noch in ganz geringen Mengen, wenn der Puls jagt.


    So - zu meinen Beobachtungen kann ich folgendes sagen:


    Alkohol geht bei mir garnicht, dann gehts sofort los.


    Voller Magen natürlich auch nicht und im Moment bin ich dabei auszuprobieren, mich säurearm zu ernähren - hier bilde ich mir auch einen Einfluss ein.


    Hocke bzw. knien treiben auch den Puls hoch und fördert ES.


    Vornüberbeugen - ganz gefährlich.


    Aber was ich bei starken Beschwerden in letzter Zeit immer wieder feststellen kann ist, daß bei mir, wie auch jemand schon geschrieben hat, starke Verspannung in der linken Rücksenseite zu spüren sisnd. Im bin mal nachts wachgeworden und hatte einen Krampf im Rücken. Ich denke eigentlich nicht, daß es von der Wirbelsäule kommt, eher von einer Übersäuerung oder Magnesiummangel.


    Ich werfe mir zur Zeit jede Menge Magnesium ein auch in Kombination mit Kalium, das hatte auch super geholfen.


    Aber seit 2 Wochen bin ich wieder voll. Der Druck im Rücken und auf der Schulter ist wieder da, Säurebeschwerden auch.


    Und was ich jetzt feststellen kann ist, daß schon leichtes nach vorne beugen z.B. am Computer die ES auslösen. Im liegen - keine Probleme.


    Meine Theorie ist jetzt, daß der Körper übersäuert ist und Verspannungen auslöst. Außerdem drückt der Magen beim vornüberbeugen auf irgendeinen Nerv ein und löst die ES aus. Alles nur meine Theorie.


    Ich muss auch noch erwähnen, daß ich ein Reflux Patient bin, ohne Sodbrennen und das haben die Ärzte erst sehr spät erkannt. Bei 6 Magenspiegelungen haben es nur 2 Ärzte erkannt. Bei den anderen


    war alles ohne Befund.


    Bei der Ablation übrigens wurde ein Nerv in der hinteren Region lahmgelegt und ich hatte danach wochenlang dieses aufgeregte, blubbernde Gefühl mit ES, bis sich das Herz dann langsam erholt hatte.


    Außerdem wurden ja die Nerven extra gereizt und als die ES und Salven ausgelöst wurden, hatte der Professor damals gesagt, da können wir mit einer


    Ablation nichts anfangen, das muss medikamentös behandelt werden, nur das Herzrasen können wir beeinflussen, eben mit dem Nerv lahmlegen.


    Soviel wollte ich garnicht schreiben. Sorry !!


    Aber das ist ein Thema bzw. Beschwerden, die einem die Lebensqualität schon sehr vermiesen können.


    Lieben Gruss


    Evi

    Hallo,


    habe das erste mal eine Art von Vorhofflattern im Februar diesen Jahres gehabt, nach einem Umzugsmaraton von 5 Tagen. Habe damals spät am Abend Nudeln gegessen und und plötzlich fing es an. Nachdem ich total unsicher war und es nicht aufhörte, bin ich nach einer halben Stunde in die Notaufnahme unserer Klinik gegangen. Dort angekommen wollte man mich gleich ans EKG anschließen und siehe da, es war plötzlich weg. Man hat mich dann 6´Stunden lang überwacht und noch Blutuntersuchungen gemacht, aber nichts gefunden.


    Nach Vorstellung beim Hausarzt danach schickte dieser mich zu einem Chiropraktiker, da ich starke Verspannungen im linken Rückenbereich hatte. Ich hatte seit dem Anfall immernoch Extrasystolen. Der Chiropraktiker hat mich dann 1 mal eingerengt und er sagte, ich habe Blockierungen, die er löste. Siehe da, 3 Wochen nach dem Anfall war alles weg. Hatte dann 5 Monate Ruhe, bis alles wieder anfing - doch diesmal anders.


    Ich hatte Verstopfungen und mir ging es im Magen rum. Ab und zu verspürte ich wieder Herzrasen und unregelmäßige Schläge. Auch die Rückenschmerzen wurden jeden Tag stärker, is ich dann wieder zum Chiropraktiker gegangen bin. Der hatte die Blockierungen wieder gelöst - doch diesmal ohne Erfolg. Mittlerweile hat sich das Problem verschlechtert. Habe jeden Morgen beim Aufwachen Rhytmusstörungen und an jedem Abend Vorhofflattern. War auch beim Kardiologen, der hat mich in die Uni-Klinik überwiesen zu weiteren Untersuchungen. Die Verspannungen sind immer noch da - keine Physiotherapie hat geholfen. Es wurde jedoch mal der Rücken geröngt und festgestellt, das ich eine Skoriolose habe (krumen Rücken in Richtung Linke Seite - Herz).


    Bücken ist bei mir auch ganz schlecht. Oft wird dadurch die Rhytmusstörung ausgelöst und es geht über in ein Vorhofflattern, was meisst 5-30 Minuten lang geht und dann durch meine Bewegungen wieder aufhört.


    Auch durch Aufstoßen hab ich das gefühl, das es sich verbessert und mich entspannt.


    Wenn es am Abend losgeht, dann immer im selben Muster. Erst verspürge ich einen Druck im Brustbereich, dann erste Extrasystolen und dann geht es in eine schnelle Schlagfrequenz über.


    Meine Vermutung ist, das ich durch die wenige Bewegung in den letzten 1 1/2 Jahren (hab einen Schreibtischjob) es zu einer Rückbildung der Muskulatur gekommen ist und mein Bewegungsaparat ins Ungleichgeweicht gekommen ist. Anders kann ich mir die Verspannungen im Rückenbereich nicht erklären (besonders links)


    Magen schließe ich aber auch nicht aus, da es immer beim Bücken kommt - könnt aber auch der Rücken sein. Bei einem Druck in den Magen bereich unterhalb der Rippen, verspüre ich auch einen leichtes Piecksen.


    Meine Symptome sind ähnlich wei bei Evi58.


    Wenn man dies aber beim Kardiologen anspricht, sagt der eindeutig "NEIN, das sind Reizleitungen im Herzen", ohne sich über meine anderen Symptome gedanken zu machen.

    Hallo Evi,


    vielen Dank für Deinen Bericht, in dem man lesen kann wie in einem Lehrbuch.


    Dass sich Deine Herzrhythmusstörungen von nervös bedingt in körperlich bedingt so einfach umwandeln, kann ich mir nicht vorstellen. Eher glaube ich an ein differenzierteres Empfinden der Symptome, was diesen Wandel vorgaukeln könnte.


    Ich denke ja schon immer an generell körperliche Ursachen, die natürlich auch von Gefühlsregungen nervlich mitbeeinflusst werden können, z.B. in Form von Adrenalin- oder Histaminfreisetzung in den Blutkreislauf.


    Auf welcher Seite man schlafen kann oder auch nicht, hängt sehr mit dem zeitlichen Stand der Verdauung und mit dem gegenwärtigen Platzverhältnissen im Bauchraum zusammen (Blähungen).


    Du schreibst, Betablocker haben zwar Deinen Puls heruntergeholt, aber Dir die Luft zum Atmen genommen. Das gleiche Problem hatte ich auch, bis ich anfing histaminarm zu essen, womit auch dieses Atemstocken (Bronchialkrampf) mit verschwand.


    Betablocker und Histamin haben die Tendenz, solche Erscheinungen hervorzurufen. Und beides zusammen ist die doppelte Wirkung, diese Erfahrung habe ich gemacht.


    Heute vertrage ich meinen Betablocker (Bisoprolol 5mg) ausgezeichnet. Doch sobald ich dazu auch viel Histamin im Blut habe, bleibt mir beim Einatmen die Luft weg und ich muss ganz flach aus meinem Kragen heraus Luft holen oder in und aus einer Tüte atmen. Ob es die angewärmte Luft ist, die dabei Linderung verschafft oder ob es die veränderte Zusammensetzung der Luft ist, weiß ich auch nicht.


    Fakt ist jedenfalls, dass Du mit Histamin auch Probleme hast. Ich denke dabei nur an Deine Übersäuerung des Magens ohne ein Gefühl von Sodbrennen zu haben.


    Zitat:

    Zitat

    Meine Theorie ist jetzt, daß der Körper übersäuert ist und Verspannungen auslöst. Außerdem drückt der Magen beim vornüberbeugen auf irgendeinen Nerv ein und löst die ES aus. Alles nur meine Theorie.

    Nach meiner Theorie aber drückt der Magen nicht auf einen Nerv, sondern was viel schlimmer ist, auf die untere Hohlvene (Vena cava inferior) und drosselt die Blutzufuhr zum Herzen.


    Ich frage mich einfach was an meiner Theorie so unverständlich sein soll, dass sie hier wie es scheint, nicht mal ins Bereich des Möglichen aufgenommen wird.


    Dabei gibt es ein plausibles Beispiel dieser Störung bei Wikipedia.


    Vena-cava-Kompressionssyndrom


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die hier geschilderten Komplikationen auch durch andere Raumforderungen im Bauchraum (Blähungen) vorkommen und nicht nur bei schwangeren Frauen möglich sind.


    Es wäre ja auch ein Indiz dafür, dass mehr Frauen unter Extrasystolen & Co. leiden, haben sie doch ein Organ mehr im Bauch, als wir Männer. Besonders schlanke Menschen und solche mit viel innerem Bauchfett, müssten theoretisch besonderen Platzmangel im Bauchraum haben, was dann bei Blähungen zum Abdrücken der Hohlvene führen könnte.


    Hallo @smonila, bei Dir könnte es auch durch solche Verdrängungen im Bauch entstehen. Dafür sprechen Deine Schilderungen über den Verlauf der Beschwerden.


    Du müsstest mal versuchen bei den ersten Anzeichen den Bereich um den Bauchnabel tief eingedrückt zu massieren. Ich hab dort immer so ein seltsames Zappeln bevor es los geht und kann es durch diese Druckpunktmassage meistens abblocken.


    Mit Deiner Nudelmahlzeit am späten Abend könntest Du schon Recht haben, die vertrage ich auch nicht sonderlich gut. Dabei dürften aber die Zutaten die Hauptübeltäter gewesen sein, zusammen mit dem Stress vom fünftägigen Umzug. Stress setzt Histamin frei und in der Nudelsoße war bestimmt auch genug Histamin drin.


    Vielen Dank @Vidgi für Deine Hinweise auf einen etwas anderen medizinischen Zweig. Es ist interessant und man erkennt Parallelen zum eigenen Essverhalten. Nur leider ist die Umsetzung schwierig, auf uns liebgewordene Nahrungsmittel zu verzichten, obwohl wir genau wissen, dass wir sie nicht vertragen.


    Das histaminreichste Essen schmeckt leider auch am besten, um mit meiner Histamintheorie für heute abzuschließen.


    Tschau *:)

    Hallo wiedermal,


    ich bin doch überrascht wieviele hier nun schon über die absolut selben Symptome berichten!

    @ Gerhard

    Ich komme geraden von meiner Osteopathin und sie hat auch ein Problem an einem unteren Rückenwirbel festgestellt. Dies war für mich sehr gut zu spüren. Sie hat dazu gemeint, dass hier ein Druck auf die untere Hohlvene leicht möglich ist.

    @ smonila

    Ich empfehle dir auch einen Besuch beim Osteopathen (=! Chiropraktiker)


    LG

    @ kmichl:

    ich war ja schon beim Chiropraktiker, welcher mich eingerengt hatte ... aber das hat nicht geholfen - zumindest diesmal nicht, damals schon. Bin dann zu einem Orthopäden gegangen, welcher mich auch nochmal eingerengt hatte und gesagt hat, ich wäre ziemlich steif geworden für mein Alter. Er rät mir zu Sport und Muskelaufbau für den Rücken. Allerdings ist das mit dem Sport schwierig bei den vielen Extrasystolen und dem geholper. Im Januar bin ich nochmal bei Orthopäden! Ich habe nur gelesen, das ein Osteopath vielleicht noch mehr darauf eingehen kann - weiss nicht. ???


    Wie geht es denn jetzt nach Deinem Besuch dort weiter? Hat er Dir zu irgendwas geraten? Musst Du nochmal hin? Was hat er gemacht das es "gut spürbar" war? Als ich beim Chiropraktiker war und er mich einmal eingerenkt hatte, da hatte es beim Einrenken angefangen wie wild zu poltern.


    Bei mir treten meine Rhytmusstörungen ja fast immer am Abend auf (so ca.1-2 Stunden lang) und morgens beim Aufwachen ca. 10 Minuten. Das ist echt schon mysteriös :°(

    @ smonila

    Geh zu einem Osteopathen. Der ist zuständig. Es fühlt sich beim leichten drücken auf den Wirbel so an als ob dieser hoch entzündet wäre.


    Bendenke auch, dass das Vorhofflattern etwas ganz anderes ist als Vorhofflimmern. Lass dich von einem Kardiologen oder besser Rythmologen aufklären.


    Ich hatte auch lange Zeit Flattern als Nebenwirkung der Antiarythmika, welche gegen das Flimmern gedacht waren.


    LG

    Bin am Freitag in der Rhytmussprechstunde in der Klinik - mal sehen was die sagen.


    In wie weit ist Vorhofflattern anders?


    Osteopathen haben bei uns 3 Monate Wartezeit - herzlichen Glückwunsch an das Gesundheitssystem ]:D


    Was macht der Osteopath jetzt mit Dir und dem Rücken ???


    Medikamente nehme ich ja noch garnicht, aber ich denke mal, das wird sich ab Freitag ändern.

    @ smonila

    Beide Begriffe sind grundsätzlich in der Wikipedia gut erklärt.


    Mein Rücken wird behandelt, das dauert, da gibt es kein Wunder.


    Und, weil ichs oben noch gelesen habe: Langsam vom Bett aufstehen! Abends, nach dem Essen, nicht gleich aufs Sofa liegen! und viele weitere praktikable Tipps sind in diesem Thread nachzulesen.


    Alles Gute für Freitag, LG

    Wenn ich abends nach Hause komme, und mich bücke um meine Schuhe auszuziehen, habe ich dann immer erstmal 15-20 Minuten Rhytmusstörungen. Dabei spielt es keine Rolle ob ich eine Stunde später komme oder eher, aber es muss am Abend sein. Hat sich da unterbewußt etwas ins Gehirn als Befehl gefressen, oder auch Rücken/Bauch? ???

    Hallo zusammen,


    ich denke dass es trotz aller hier einleuchtend beschriebenen möglichen körperlichen Ursachen, hauptsächlich ein psychisches Problem ist. Sicherlich klingt es plausibel, wenn Gerhard zum Beispiel die Vermutung hat, das es bei Stauchung an der unteren Hohlvene und der damit verbundenen verminderten Blutzufuhr zum Herzen liegen könnte, aber ...... dann müssten ja alle Menschen auf dieser Erde diese Symptome und Probleme haben. Alle Menschen müssten beim Bücken oder nach dem Genuss von histaminreicher Nahrung Herzprobleme bekommen. Ich denke, dass es in erster Linie psychische Gründe hat und seine Hauptursachen vielleicht in so einer Art depressiven Verstimmung oder gar Depression begründet ist, die sich auf körperlicher Ebene widerspiegelt. Menschen, die dann empfindlich sind entwickeln diese unangenehmen Symptome dann oftmals immer bei oder nach den gleichen Anlässen. So eine Art Lerneffekt.


    Ich denke, dass es bei mir zumindest so ist. Ich habe vor einiger Zeit hier kurz von meiner Geschichte erzählt. Angefangen hat im Prinzip alles vor ca. 23 Jahren. Ich hatte während meiner Ausbildung sehr viel psychischen Stress, unser Chef schikanierte uns wo er nur konnte. Zeitgleich bekam ich mit, wie sich eine entfernt Bekannte einer Herz-OP unterziehen musste und eine neue Herzklappe bekam. Dieses Ereignis lenkte meine Aufmerksamkeit erst mal massiv dem herzen zu. Fortan horchte ich ständig in mich hinein, zählte dauernd den Puls, kontrollierte zig Mal am Tag meinen Blutdruck mit dem Gerät meiner Eltern. Jede vermeintliche Unregelmäßigkeit wurde total verängstigt registriert und fehlinterpretiert. Ich bekam mit der Zeit immer öfters Herzrasen, horchte nur noch in mich hinein. Panikattacken kamen hinzu die das ganze noch verschlimmerten. In der Firma bekam ich einen verantwortungsvolleren Posten, die Angst es nicht zu schaffen, die Angst vor der neuen Aufgabe führte zu noch mehr Stress. Täglich hatte ich Herzrasen, meistens immer zu den gleichen Anlässen, morgens beim Toaster, wenn ich in der Küche stand oder beim Haare waschen im Bad. Immer die gleichen Anlässe, im Supermarkt, aber nur wenn ich den Einkaufswagen ausgepackt hatte und an der Kasse stand, wenn ich wieder draußen war wurde es besser. Jeden Morgen Übelkeit, Würgegefühle, Angst, depressive Verstimmungen, abends wurde es etwas besser. Irgendwann musste ich mich während dieser Attacken mal übergeben und mein Puls sprang über in eine absolute Arrythmie. Panisch schleppte ich mich zum Arzt, sah mich schon auf dem OP-Tisch wieder, aber nach 20 Stunden war alles wieder normal. Keiner konnte was feststellen. Das Vertrauen in den eigenen Körper war seitdem dahin, ständig fühlte ich wieder den Herzschlag, hatte Angst vor Sport, vor Treppensteigen, vor jeder körperlichen Anstrengung. Dann irgendwann hatte ich einen heftigen Anfall von Herzrasen auf der Arbeit, die Kollegen riefen den Notarzt, mit dem Krankenwagen ging es ins Krankenhaus. Schon auf dem Weg dorthin wurde ich beruhigt, nichts Schlimmes, nur Herzrasen. 2 Wochen wurde ich in der Herzklinik untersucht, nichts wurde festgestellt, aber ich bekam Betablocker zur Beruhigung des Herzschlags. Ständig horchte in mich hinein. Dann kam die Ablenkung, eine neue Freundin, Hausbau etc. Ich war so beschäftigt, dass ich nicht mehr so auf mein Herz achtete. Die Symptome wurde besser, ich fasste Vertrauen, schuftete wie verrückt, mit ging es richtig gut. 2 Jahre später wurde ich Vater, wieder diese Angst vor der Verantwortung, vor dem Unbekannten...zack....plötzlich war nach einer Würgeattacke das Vorhofflimmern wieder da. Wieder nur Panik auf meiner Seite, Angst, Angst, Angst. Wieder kontrollierte ich ständig meinen Puls, das gleiche ging von vorne los.. Aber durch die Ablenkung mit dem Kind kam ich bald wieder auf andere Gedanken und ich hatte 2 Jahre wieder keine Probleme. Dann klingelte irgendwann nachts das Telefon. Ich schreckte in völliger Angst hoch und dachte das irgendwas passiert sei, aber es war nichts nur falsch verbunden. Wieder im Bett spürte ich wieder das Vorhofflimmern. Diesmal kam ich wieder ins Krankenhaus, aber wieder wurde nichts festgestellt.


    Ich habe das ganze in den letzten 25 Jahren ca. 6x mitgemacht. Hauptsächlich durch depressive Verstimmungen oder Stress ausgelöst. Immer wieder habe ich mit Menschen zu tun gehabt, die mein gutmütiges Wesen ausgenutzt haben, In der Ausbildung war es mein Chef, später meine Frau, die mich zum Schluss nur noch gequält und denunziert hat. Ich habe mich dann von meiner Frau getrennt. Es wurde wieder besser. Jetzt habe ich den nächsten Stress. Meine Ex-Frau entzieht mir auf mieseste Art meine Kinder, verlangt nur noch Geld. Wieder bin ich mit den Nerven am Ende, merke wie ich langsam wieder Depressionen bekomme. Jetzt habe ich auch oft wieder Extrasystolen, meine Herzangst kehrt wieder zurück, ich habe wieder panische Angst vor möglichem Vorhofflimmern. Ich habe hier viele Berichte gelesen, ich fange an wieder zu grübeln und mich reinzusteigern. Übertrage viele hier geschilderten Symptome auf mich. Habe jetzt erst nachdem ich es gelesen habe auch beim Hinlegen und nach links drehen Extrasystolen, das hatte ich vorher nie. Jetzt traue ich mich nachts nicht mehr einzuschlafen, weil bei vielen hier im Forum es ohne Grund nachts angefangen hat. Es ist wie ein Lerneffekt, eine Fehlprogrammierung durchs Gehirn, hauptsächlich vielleicht durch depressive Verstimmungen oder richtige Depressionen ausgelöst. Wenn es mir richtig gut geht und ich lustig und fröhlich bin, habe ich es nie, immer nur wenn ich eh schon am Boden bin. Ne Zeit lang hatte ich immer morgens um die gleiche Uhrzeit beim Aufhängen der Jacke Extrasystolen. Immer zur exakt gleichen Zeit, ich habe schon förmlich drauf gewartet. Es ist manchmal wie eine falsche Programmierung. Ständig denkt man drüber nach und traut sich kaum noch was zu. Durch diese ständigen Gedanken in Verbindung mit Depressionen entstehen im Gehirn vielleicht irgendwelche Fehlzündungen der Nerven die sich in körperlichen Beschwerden äußern. Dem einen schlägt alles auf den Magen, der bekommt Magenprobleme. Andere nehmen sich alles zu sehr zu Herzen, die bekommen hiermit Probleme. Vielleicht kann man das ganze mit einem Horrorfilm vergleichen. Die Bilder und das Geschehen ist grausam und äußerst schlimm, aber wenn man die Kinoleinwand untersucht, dann ist dort alles in Ordnung und es ist nichts schlimmes festzustellen. Ich glaube dass es eher in diese Richtung geht.


    Liebe Grüße


    Lucky

    Hallo Lucky!

    Ich freue mich, wenn jemand seine Meinung zu meinen Vermutungen äußert.


    Du glaubst also nicht an eine mögliche Beteiligung der unteren Hohlvene an unserem kardiologischen Beschwerdebild? In Deiner Begründung finde ich aber Beweise für die Richtigkeit meiner Vermutungen.


    Ich werde mal aus Deinem Bericht einige Stellen zitieren und kommentieren.

    Zitat

    Täglich hatte ich Herzrasen, meistens immer zu den gleichen Anlässen, morgens beim Toaster, wenn ich in der Küche stand oder beim Haare waschen im Bad. Immer die gleichen Anlässe, im Supermarkt, aber nur wenn ich den Einkaufswagen ausgepackt hatte und an der Kasse stand, wenn ich wieder draußen war wurde es besser.

    Hier in diesem Faden findest Du massig Schilderungen, wo eben gerade bei diesen speziellen Körperhaltungen und Bewegungen, Extrasystolen ausgelöst wurden. Bei einem leicht nach vorn gebeugten Oberkörper, spannt sich der Bauchmuskel an und kann die untere Hohlvene deformieren. Dabei ist eine leichte Drehung nach links besonders kritisch.


    Analisiere bei Dir doch mal genau die Bewegungen, bei denen Extrasystolen durch die Adern jagen. Dann verstehst Du, warum es beim nächsten Zitat auch immer so war.

    Zitat

    Ne Zeit lang hatte ich immer morgens um die gleiche Uhrzeit beim Aufhängen der Jacke Extrasystolen. Immer zur exakt gleichen Zeit, ich habe schon förmlich drauf gewartet.

    Es passiert jeden Tag, dass ich auch bei solchen leichten Dehnungen usw., Herzstolpern bekomme. Meistens muss ich darüber lachen, weil ich weiß, warum es so ist und es meine Vermutungen bestätigt.


    Das ist die körperlich-organische Seite unserer Beschwerden, die, wie ich ja vermute sogar wichtig sind. Wenn wir diese Zusammenhänge falsch deuten, kann schon sehr schnell aus solchen harmlosen und möglicherweise sogar hilfreichen Extrasystolen, ein wirklich psychisches Problem werden.


    Ob Dich meine, nicht nur vorgegaukelte Gelassenheit, in punkto Angst noch positiv beeinflussen kann, bezweifle ich. Dafür hast Du das Handtuch zu schnell zu Gunsten der Hilflosigkeit geworfen.


    Du bist aber nicht hilflos ausgeliefert, denn es gibt Ärzte und es gibt auch viele Anregungen hier im Forum die "ohne Risiken und Nebenwirkungen" wenigstens mal ausprobiert werden könnten. Überdenke mal Deine Aussage

    Zitat

    aber ...... dann müssten ja alle Menschen auf dieser Erde diese Symptome und Probleme haben. Alle Menschen müssten beim Bücken oder nach dem Genuss von histaminreicher Nahrung Herzprobleme bekommen.

    Lass Dir helfen oder hilf Dir selbst, aber tu was.


    Ich wünsche Dir alles Gute.


    Tschau *:)

    Hallo Gerhard,


    ganz ehrlich, ich bewundere dich, dass du mit der ganzen Sache so locker umgehst. Ich habe auch keineswegs gesagt, dass deine Vermutungen und Beobachtungen nicht richtig sind.


    Ich zweifel das überhaupt nicht an und sehr wahrscheinlich hast du auch absolut Recht mit deinen Analysen. Ist ja auch einleuchtend und plausibel, dass bei bestimmten Bewegungen die untere Hohlvene eventuell eingequetscht wird und weniger Blut zum Herzen fördert.


    Das kann alles als Auslöser möglich sein, keine Frage.


    Ich habe für mich selber nur beobachtet, dass es bei mir immer in Phasen auftritt in denen ich depressiv bin oder extrem viel Stress habe. Es gibt Wochen und Monate da geht es mir echt gut und ich lenke meine Aufmerksamkeit überhaupt nicht dem Herzen zu. Da habe ich bei den gleichen Bewegungen und Tagesabläufen überhaupt keine Probleme. Dann geht es mir gut und ich habe Kraft und Mut auch für andere körperliche Anstrengungen, vor denen ich sonst aus Angst um das Herz einen Bogen mache.


    Meine Frage oder Vermutung war einfach nur, ob deshalb auch eine Verbindung zu Depressionen besteht. ich habe schon oft gehört dass sich eine Depression auch in vielfältigen


    körperlichen Symptomen wie zB auch Herzrasen und Stolpern äußern kann.


    Hast du dafür eventuell eine Vermutung oder Idee.


    Im Krankenhaus meinten viele Ärzte bei mir, dass eventuell eine psychische Angstbehandlung ohne Meditation das Problem eingrenzen könnte. Ich habe lange keine Probleme gehabt, erst jetzt seit ein paar Wochen nach Scheidungsstress ist es wieder verstärkt und ich habe Angst, dass es wieder schlimmer wird.


    Liebe herzliche Grüße


    lucky

    Die Psyche spielt eine große Rolle - auf jedenfall.


    Wenn ich Abends auf den Weg nach Hause fahre, fangen meine Gedanken an, um das Problem zu kreisen.... dann spüre ich schon mal die eine oder andere ES im Auto.


    Und wie war es gestern Abend? 20 Uhr hab ich mich zu einer Pizza überreden lassen und dann hatte ich 2 Stunden lang "Spaß" mit schnellem total unregelmäßigen Herzschlag. Dann wird mir allen übels davon auch noch schlecht und dann hab ich mich ins Bett gelegt - und da wurde es besser und ich bin eingeschlafen. zzz

    Dass die Psyche mit reinspielt steht außer Frage.


    Wenn ich zum Beispiel wieder ein Phase habe, in der die ES, VES usw. eine Rolle spielen, fahre ich allein nicht über die Autobahn, denn ich könnte ja in einen Stau kommen und dann ??? Ist mir 1 x passiert. 10 Minuten im Stau gestanden , dann auf einmal der Gedanke, was wäre wenn ... Sofort waren die ES da und dann die totale Panikattacke. Bin über den Standstreifen gefahren, die nächste Ausfahrt raus - zum Glück war es möglich. Ich hatte zwar das empörte Hupen der anderen Autofahrer im Ohr und habe mit einer Anzeige gerechnet, aber das war mir egal.. Schweißgebadet mit Herzrasen, war ich auf der Landstrasse und komischerweise wurde die Beschwerden langsam weniger.


    Also nehme ich, wenn ich allein fahre fast immer die Landstrasse, da kann ich ja neben ranfahren und ggf, Hilfe holen. Ist noch nie passiert, aber so ist der Gedankengang.


    Die Psyche ist meiner Meinung nach das A und O.


    Aber wie auch immer, wenn ich mich gesundheitsbewusst ernähren geht es mir fast immer gut - herztechnisch gesehen, also muss auch


    ein Zusammenhang im "körperlichen" bestehen. Da versuche ich im Moment dahinterzusteigen und die Theorie von Gerhard umzusetzen.


    Bei mir steht im Februar eine 6-wöchige Kur an, die will ich konsequentt durchziehen. Ich hoffe, dann bin ich schlauer ;-)


    Gruss


    Evi