Hallo zusammen,


    bevor ich noch einmal alle Postings von Euch durchlese, möchte ich Euch nochmal einen Update geben, was mein Vorhofflimmern betrifft.


    Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mein Vorhofflimmern immer nur unter folgenden Bedingungen beginnt:


    a) immer nachts im Liegen, meißtens gegen 3.00 Uhr.


    b) immer nur in der Verbindung mit einem vollen Darm


    Verwirrend ist ein bisschen, dass ich zwar nicht immer VHF bekomme, wenn ich einen vollen Darm habe, aber wenn ich VHF hatte, hatte ich immer einen vollen Darm. Das ist 100%ig sicher. Wenn mein Darm immer "leer" wäre, hätte ich kein VHF - 100%ig nicht. Nur wie soll man dass denn hinkriegen... :-/


    Ich führe mittlerweile Buch darüber in einer Excel-Tabelle, um ein Muster herauszufinden. Bislang gibt es aber nur diese beiden "Regeln". Nahrung usw. wie Histamin-Probleme könnten natürlich auch dazu beitragen, dass muss ich hier nochmal nachlesen. Bislang konnte ich aber anhand der Nahrung des Vortages keine Eindeutigkeit feststellen.


    Ich musste aber bisher dann immer und ausnahmslos auf die Toilette, meißtens sogar 2, 3 mal. Ich hatte dann aber leider das VHF schon an der Backe und bin es durch 100mg Tambocor wieder losgeworden (fast immer nach ca. 5 Stunden). Danach konnte ich dann (am Wochenende) weiter schlafen oder mein Tag war durch Müdigkeit im Eimer.


    Da es ja nicht immer passiert, wenn mein Darm voll ist, das aber immer die Ursache des VHF ist, ist es für mich offensichtlich, dass es mit der Zusammensetzung des Stuhls zu tun haben muss - also mit der Nahrung, die verdaut wurde.


    Ich habe aber leider noch keinen "Schuldigen" gefunden, den ich weglassen könnte. Hab aber schon viel probiert.


    Vorbelastet bin ich wie gesagt durch einen Stent, der mir im Sommer 2007 gesetzt wurde. Eine Herzschädigung konnte zum Glück damit verhindert werden. Seit dem Stent bin ich sportmäßig wieder voll leistungsfähig (meinem Alter von 46 entsprechend).


    Für Tips wäre ich natürlich dankbar - werde aber auch nochmal Eure Einträge zum Thema Histamin lesen...aber ist das nicht fast überall drin? ???

    Ach so, sumisumsum, sorry, dass ich gar nicht auf Deinen Beitrag eingegangen bin. Wie gesagt, lesen wollte ich alles später nochmal.


    Einen Aorten-Anriss kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen...den würdest Du bestimmt nicht einen ganzen Tag ohne ernsthafte Probleme überstehen.


    LG Bertlino

    @ lucky.katenka @sumisumsum

    Gerne gebe ich euch ein paar Tipps zu einer histaminreduzierten Ernährung. Ich habe bei mir einfach geschaut welche Lebensmittel die ich so konsumiere die höchsten Histaminwerte haben und diese weggelassen (z.B. Wein und andere alkoholische Getränke, Leberwurst, Salami, alter Käse, ...) und mir die Sachen herausgesucht die wenig Histamin entalten. Gehrardt hat ja schon einiges dazu geschrieben, hier ein paar Ergänzungen (Übersicht aus dem Internet) mit dem Gehalt an Histamin im mg:


    Histamingehalt in Nahrungsmitteln!


    Patienten, bei denen eine Histaminintoleranz festgestellt wird, sollten sich bei der Ernährung an folgende Tabellen richten und auf histaminreiche Produkte weitgehend verzichten.


    Die häufigsten Auslöser von Beschwerden sind:


    Alkoholische Getränke (vor allem Rotwein), Nüsse, Käse (vor allem Hartkäse wie Emmentaler), Fisch, Schokolade und Kakao, Tomaten, Sauerkraut, Spinat, Salami und Rohwürste, Zitrusfrüchte, Kiwi, Erdbeeren.


    Eine histaminfreie Ernährung sollte drei Wochen striktest eingehalten werden. Danach können Sie probeweise in kleineren Mengen histaminhältige Speisen in Ihren Menüplan aufnehmen.


    Histamin ist kälte- und hitzestabil und kann daher weder durch Kochen, Braten, Backen oder


    Tiefkühlen zerstört werden. Frische tierische Produkte enthalten fast kein Histamin und


    können unter diesem Aspekt unbedenklich verzehrt werden.


    Tabellen als Leitlinie für eine histaminfreie Ernährung:


    FISCH HISTAMIN mg/kg


    Fisch, fangfrisch 0


    Fisch, verdorben bis 13000


    Makrelen, geräuchert bis 300


    Matjes, Heringe bis 10


    Sardellen in Öl 176


    Tiefkühlfisch bis 7


    Sardinenkonserve bis 35 bis 1500 (verdorben)


    Sardellenkonserve bis 35 bis 1500 (verdorben)


    Thunfischkonserve bis 35 bis 1500 (verdorben)


    Fangfrischer Fisch ist unbedenklich. Je nach Lagerung, Konservierung und Einlegemethoden (Essig!) sind viele Fischprodukte mit Histamin belastet. Dies gilt auch für alle übrigen Meeresfrüchte. Ein metallischer Geschmack lässt auf biogene Amine und Histamin schließen.


    WURST/FLEISCH HISTAMIN mg/kg


    Salami <10-280


    Cervelatwurst, Kantwurst <10-100


    Osso collo, Tiroler Speck 20-300


    Westfäler Schinken 40-270


    Landjäger <1-80


    Bratwurst, 5 Tage alt 1-6


    Faschiertes, 4 Tage alt 1-8


    Frischfleisch <1-2,5


    Im Zuge der Reifung, Trocknung, Räucherung, Zugabe von Mikroorganismen (vor allem Lactobazillen) zur Aromabildung und Haltbarmachung kommt es auch in unterschiedlichem Ausmaß zur Anreicherung von biogenen Aminen. Allgemein sind alle geräucherten Wurst und Fleischwaren histaminreich. Frischer Schinken und gekochte Wurstwaren können Sie als Alternative verwenden.


    KÄSE HISTAMIN mg/kg HÖCHSTWERTE


    Bergkäse bis 1200


    Bierkäse bis 80


    Butterkäse <10


    Camembert, Brie bis 300 600


    Cheddar bis 60 1300


    Edamer bis 150 500


    Emmentaler bis 500 2500


    Fontina bis 100


    Geheimratskäse <10


    Gouda bis 200 900


    holländischer Käse bis 60


    Mondseer bis 30


    Parmesan bis 580


    Quargel bis 50 390


    Raclette bis 150


    Roquefort 2000


    Schafkäse 17,4


    Stilton 150


    Tilsiter bis 1600


    Topfen, Frischkäse 0


    Während Frischmilch und Frischmilchprodukte (Buttermilch, Joghurt, Rahm) kaum Histamin enthalten, sind Käse, vor allem mit langer Reifung stark histaminbelastet und neben alkoholischen Getränken der Hauptauslöser von Beschwerden. Verzichten Sie daher auf Käse und verwenden Sie dafür Frischkäse und Frischmilchprodukte.


    GEMÜSE HISTAMIN mg/kg HÖCHSTWERTE


    Sauerkraut 10-200


    Melanzani 26


    Spinat 30-60


    Avocado 23


    Tomaten 22


    ALKOHOL HISTAMIN mg/kg HÖCHSTWERTE


    Rotweine 60-3800


    österr. Rotweine 60-600 1100


    österr. Weißweine 10-120


    Dessertweine 80-400


    Bier 20-50


    Weizenbier 120-300


    alkoholfreies Bier 15-40


    Champagner 670


    Sekt 15-80


    Rotweine weisen unter den alkoholischen Getränken die höchsten Histaminwerte auf und werden auch am häufigsten als Auslöser von Symptomen genannt. Bei den österreichischen Rotweinen beinhalten die Sorten Zweigelt, Blauburger und St. Laurent am wenigsten Histamin, bei den Weißweinen Welschriesling, Rheinriesling und Grüner Veltliner. Bei den Bieren sollten Sie auf obergärige Biere (Weizenbiere) verzichten


    ESSIG HISTAMIN mg/kg HÖCHSTWERTE


    Apfelessig 20


    Tafelessig 500


    Rotweinessig bis 40000


    In pflanzlichen Lebensmitteln findet man nur selten natürlich hohe Histamingehalte, allerdings sind Histamine oft Bestandteile von vergorenen pflanzlichen Lebensmittel und Marinaden von Konserven. Überreife Früchte und Gemüse können histaminreich sein. Vorsicht geboten ist auch vor Hefeextrakten in Würzmittel und Fertiggerichten sowie vor Gewürzsaucen, Sojasaucen und Geschmacksverstärkern.


    Die meistverkauften Medikamente, die die Diaminooxidaseaktivität hemmen (DAO-Blocker):


    Acetylcystein Aeromuc, Pulmovent, Ambroxol Ambrobene, Ambroxol, Broxol, Mucosolvan, Mucospas, Aminophyllin Euphyllin, Mundiphyllin, Myocardon, Amitriptylin Saroten, Tryptizol, Limbritol, Chloroquin Resochin, Clavulansäure Augmentin, Clavamox, Isoniazid Myambutol, Rifoldin. Rimactan, Metamizol Buscopan comp., Inalgon, Novalgin, Metoclopramid Ceolat comp., Paspertase, Paspertin, Propafenon Rhythmocor, Rhytmonorma, Verapamil Isoptin, Entzündungshemmende/schmerzstillende Medikamente steigern die Histaminfreisetzung bei Allergikern!


    Meclofenaminsäure Meclomen, Mefenaminsäure Parkemed, Diclofenac Dedolor, Deflamat, Diclobene, Diclomelan, Diclostad, Doloneurobion, Neodolpasse, Neurofenac, Voltaren, Indometacin Inocid, Inohexal, Indomelan, Oindometacin, Indoptol, Flubiprofen Froben, Naproxen Naprobene, Nycopren, Proxen


    Ketoprofen Keprodol, Profenid, Metamizol Buscopan comp., Inalgon, Novalgin, Acetylsalicylsäure Aspirin


    Biogene Amine:


    Folgende Nahrungsmittel enthalten histaminähnliche Stoffe (biogene Amine), die ebenfalls zu unerwünschten Symptomen führen können:


    Fleisch Fisch und alle anderen Fleischsorten


    Obst Orangen, Birne, Grapefruit, Banane, Ananas, Papaya, Himbeere, Nüsse Cashewnüsse, Walnüsse,


    Hülsenfrüchte Bohnen, Getreide Weizenkeime


    Histaminliberatoren:


    Nahrungsmittel, die im Körper unspezifisch Histamin freisetzen können:


    Fleisch Meeresfrüchte, Obst Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Annanas, Kiwi, Gemüse Tomaten, Champignons


    Zusatzstoffe Glutamat, Benzoate, ev. Farbstoffe, Sulfite, Nitrite


    Die Liste scheint endlos, aber ich lasse vor allem die "Histaminbomben" weg (Alkohol) und Dinge die man gut ersetzen kann (alten Gouda gegen Butterkäse oder Frischkäse, Salami gegen frische Fleischwurst). Kartoffeln, Reis, Nudeln, Broccoli, Blumenkohl, Bratwürste, Kottlets, etc. ist alles histaminfrei oder histaminarm. Gelegntlich kaufe ich auch heefreies Brot, esse aber meistens normales Brot.


    Guckt auch 'mal auf die Medikamente die das Abbauenzym DAO blockieren.


    Insgesamt war ich schon erstaunt was ich da alles mit reichlich Histamingehalt esse. Ich konzentriere mich vor allem auf die Dinge die ich essen kann, und daher finde ich die Diät nicht so stressig. Geringe Histaminmengen sind ja aber auch ok (ist ja eine Intoleranz und keine Allergie).


    Guten Appetit wünscht Euch


    DOCSEN


    I

    Jeder nimmt die ES anders wahr. Der eine merkt nur ein Holpern in der Brust, andere wiederum merken es, in dem ihnen so vakuumartig für ne Sekunde die Luft aus dem Hals gesogen wird. Da gehöre ich zu......ich habe es manchmal auch, dass es ein einziges Mal holpert und ich einen Stromschlag kriege, der mir die Arme entlang bis in die Finger wandert. Und dann ist alles wieder vorbei.......wie gesagt, jeder nimmt es anders wahr. Wie fühlt es sich denn bei dir an???

    @ Docsen:

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag bezüglich des Histamins. Das hilft mir schon ungemein weiter ;-)


    Also ich habe in den letten Tagen ein Experiment mit Schokolade gemacht. Ich hatte unbewusst die letzten Tage keine Schokolade gegessen und dann gemerkt..ups....du hast gar keine ES oder Herzrasen. Habe dann heute morgen bewusst zum Frühstück Schoki gegessen (ungesund besonders zum Frühstück, ich weiß ;-) )und siehe da, eine Stunde später habe ich dieses typische nervöses Gefühl inder magen- und herzgegend. Dann bin ich 5 Stufen hochgelaufen und ich hatte plötzlich nen Puls von 120....kein Scherz. Irgendwie muss das ja zusammen hängen. Wenn ich in den nächstenTagen keine Schoki mehr esse und es mir dadurch echt besser geht, weiß ich zumindest schon mal bei einer Sache, was wirkich Gift für mich ist!

    @ Sumisumsum

    Wie es sich bei mir anfühlt???


    Ja, das weis ich nicht so genau.


    Nicht, das ich es mit dem Herzstolpern verwechsele.


    Ich denke, das Herzstolpern ist, wenn mir ganz schnell mehrere Schläge gegen den Brustkorb wummern und wenn ich dann einmal tief Luft hole, weil sie wegbleibt, ist es auch wieder vorbei.


    Gestern Abend, so kurz vor dem einschlafen, merkte ich allerdings einen dumpfen HerzSchlag, der einen, wie Du schon sagst, Stromschlag abgibt. Bei mir ist es nur so, dass dieser Schlag über den Hals bis in den Kopf ballert. Das hatte ich schon öffters....immer im Ruhezustand.


    Das ich ES habe, sagte mir mein Doc letztes Jahr beim B-EKG, da waren wohl so 2-3, die ich aber gar nicht gemerkt habe. Hatte das auch vorher nie gemerkt.


    Daraufhin mußte ich sofort zum Kardiologen, denn meine HF war nur bei 42 beim normalen EKG.


    Habe dann ne Myocard gemacht unter Belastung und im Ruhezustand, weil verdacht auf Herzkranzgefässverengung. Dabei kam nichts rum.


    Nun gut, ich gehe mal davon aus, dass der dumpfe H-Schlag eine ES war...hoffe ich. Ist aber doch unangenehm:-/


    Ich fühl mich total eingeschränkt und hoffe, dass ich es mal in den Griff bekommen.


    So macht nichts mehr Spass.

    Hallo, ich bin es mal wieder!


    Ich bräuchte gerade mal euren Rat. Hatte eben ein echt doofes Phänomen. Ich saß auf der Arbeit, bin kurz 5 meter zum Drucker gelaufen und habe gemerkt, na wirgendwie geht es dir nicht gut. Muss dazu sagen, habe heute meinen Herzschlag extrem gespürt und schnell war er, aber hatte keine ES. Dann habe ich mich hingesetzt und plötzlich ist mir irgendwie Druck in den Kopf gestiegen und ich habe plötzlich eine heftige Hitze im Kopf bekommen und mein gesicht wurde plötzlich mega heiß. Habe mich total erschrocken und habe mich beherrscht, weil ich Kunden hatte. War plötzlich total abgelenkt und neben mir...vielleicht weil ich da zu sehr darauf geachtet habe

    Von ES????Bin für eure Hilfe dankbar!!!

    Hmmmmm


    das hab ich vor einiger Zeit auch gehabt, komisch.


    Bei mir war es, als ich während eines Alptraums (hab ich eigntl. nie) aufwachte in den frühen Morgenstunden.


    Allerdings hab ich erst am ganzen Körper gezittert und danach wurde mir, da wo die Fontanelle ist/war, brennend heiss.


    Ich dachte erst, da brennt mir was vom Gehirn weg.


    Hatte es auch gleich ner Freundin erzählt, die mich auch nur Kopfschüttelnd ansah.


    Und was sind nun ES???


    Oder ist das beides, was ich geschrieben habe?


    Wie schon gesagt: Beim EKG hab ich nichts gespürt.


    Antwort *:) wäre schön, damit ich es einordnen kann.

    HHmm gute Frage. Ich habe bevor ich wusste das es Extrasystolen sind auch immer Herzstolpern gesagt...als ich das dann meinem Kardiologen sagte, da sagte er das sind Extrasystolen, Extraschläge des Herzens die aufgrund von Fehlzündungen losgehen würden. Dies verursacht auch immer diese Missempfindungen...bei den einen im Hals, bei den anderen in der Magenegegend. Absolut nicht gefährlich, aber lästig...der eine merkt sie halt der andere nicht!!


    Manchmal macht das Herz ein paar Schläge zu viel, dann macht es ein mal kurz Pause und macht mit nem kräftigen Schlag weiter......tja ich fürchte wir müssen lernen damit zu leben. Nicht einfach, aqber machbar....das haben schon ganz andere geschafft. Es gibt ja Leute in diesem Forum, die sind wirklich herzkrank.....die müssen sich Sorgen machen und haben damit zu kämpfen. Da sollten wir ja mit ein paar Extrasystolen fertig werden können ;-)


    Irgendwann sind wir so weit, dass wir diese einfach nicht mehr wahrnehmen. Hoffe ich zumindest!!!

    Ohja


    das wär schön.....


    Endlich mal entspannt :)D


    Aber es nervt total und Frau bekommt wieder schiss, dass irgentwas nicht i.O. ist.


    Ja, du hast recht....ich hab auch schon so einiges hier gelesen und denke dann *Mensch, sind die aber Tapfer und du selber machst hier ein auf ........*.


    Trotzdem finde ich es schlimm, wenn man von einem Arzt zum anderen rennt und immer wieder kommt: *Ohne Befund*.


    Das ist zwar wunderbar, aber es geht einem nicht besser dadurch, sondern noch schlechter.


    Aber in letzter Zeit geht es.


    Danke dir erstmal

    Hallo Ihr Lieben,


    heute ist es auch bei mir mal wieder so weit. Dieses Mal allerdings ist das VHF nicht nachts aufgetreten, sondern beim Sport. Das ist etwas untypisch.


    Typisch aber wieder war, dass mein Darm voll gewesen ist. Ich habe dieses "Problem voller Darm" noch in der Sporthalle beseitigen können. 8-) Sonst hat mir immer Tambocor geholfen ("Pill in the pocket") aber dieses Mal ist das VHF auch nach 5 Stunden nicht wieder weg.


    Fazit: bei mir tritt Vorhofflimmern immer nur mit einem vollen Darm auf, sonst nicht! Histamin spielt bei mir bestimmt keine Rolle. Ich liebe Rotwein und trinke davon "viel" - aber davon hab ich noch kein VHF bekommen.


    Tja, wie kann ich das nun verhindern? Nichts mehr essen?


    Außerdem noch ein Hinweis und eine Frage:


    Ab Januar diesen Jahres soll das neue Medikament "Dronedaron", das in dem Präparat "Multaq" enthalten ist, über die Apotheken vertrieben werden. Es ist nun auch in Deutschland zugelassen, guckstu hier http://www.deutsche-apotheker-…hythmus-und-frequenz.html. Ich werde mal prüfen, ob das schon verschrieben werden kann.


    Meine Frage: Gibt es schon Erfahrungen von Euch in Sachen Katheterablation?


    Gruß und bis dann...

    Hallo liebe Leidensgenossen,


    nachdem ich schon längere Zeit hier hin und wieder reingeschaut habe, möchte ich mal meine Erfahrungen und Theorien zum Besten geben. Voarab möchte ich Gerhard für die stichhaltigen Analysen danken, die diese Diskussion erst ins Leben gerufen haben.


    Vorhofflimmern, welches bei mir seit 10 Jahren fast täglich, allerdings meistens nur wenige Minuten lang, als sog. "lone atrial fibr." auftritt, hat bei mir ganz unterschiedliche Trigger, die hier alle schon in irgendeiner Form zum Ausdruck kamen:


    (1) Mechanische Auslöser: Ich kann die Theorie von Gerhard in Bezug auf die untere Hohlvene gut nachvollziehen. Bücken, Beugen, Linke-Seite-Liegen etc. verändern die Druckverhältnisse im Oberbauch - direkter Druck auf die Hohlvene oder aber auch eine "Bedrängung" des Herzens durch ein hochgeschobenes Zwerchfell mögen relevant sein.


    (2) Metabolische Auslöser: Damit meine ich irgendwelche Stoffwechselvorgänge, angefangen von suboptimalen Elektrolyten bis hin zu - warum nicht - evtl. Histamin-Entgleisungen spielen eine Rolle. Auch insofern halte ich die Überlegungen von Gerhard für plausibel. Konkretes Beispiel: Alkoholfreies Hefeweizen löst bei mir häufig ES aus, Alkohol geht sowieso gar nicht.


    In Bezug auf Elektrolyte: Die Einnahme von einer halben Kalinor-Brausetablette reduziert bei mir Extrasystolen fast sofort, auch wenn der K+Spiegel grundsätzlich hoch genug ist. Ärzte glauben mir das nicht, schon gar nicht die schnelle Wirkung. Ich habe durch Kalinor aber schon so manchens VHF im letzten Moment verhindern können.


    (3) Vegetative Einflüsse: Diese spielen bei mir - da bin ich sicher - die Hauptrolle. Übertriebene Dominanzen entweder des Sympathikus oder des Vagotonus bewirken eine vegetative Schieflage oder Labilität, die mich anfällig für SVES (und ggf. VHF) macht. Beispiele: Tiefe Ruhe/ Entspannung/ Schlaf kann zu Extrasystolen führen. Auch das Gegenteil ist möglich: Körperliche Anstrengung, vor allem, wenn diese mit psychischem Stress/ emotionaler Erschöpfung zusammen fällt. Das hat dann nichts mit "klassischer" Herzerkrankung (z.B. Ischämie etc.) zu tun.


    Nach meiner Erfahrung gibt es eben nicht nur das adrenerge VHF (Sympahtikus getriggert) ODER das vagotone VHF (Parasympathikus getriggert), sondern auch Mischformen. (Das macht z.B. die Behandlung mit Betablockern so schwierig, weil diese auf´s vegetative Nervensystem wirken und den Parasympathikus verstärken. Manchmal brauche ich geradezu BB, dann wieder habe ich den Eindruck ich hätte sie besser weg gelassen.)


    In diesem Zusammenhang habe ich z.B. auch vegetative Umstellungssituationen in Verdacht ES auszulösen. Also den Wechsel von Anspannung zu Erholung und umgekehrt. Oder plötzlich einschießende Adrealin-Stöße (Husten z.B.) können eine Rolle spielen.


    Bei mir gibt´s sogar die seltsame Bewandnis, dass ich manchmal beim Sport ES bekommen und aufhören muss, damit diese nicht in VHF degeneriern. Dann mache ich 10 Minuten Pause, mache weiter Sport und kann mich auspowern ohne Ende. Nicht eine ES - warum das so ist, habe ich noch nicht ergründet. Hängt aber mit Sicherheit auch mit vegetativen Einflüssen zusammen.


    Das waren ein paar grobe Anmerkungen, die man sicherlich noch wesentlich differenzierter behandeln müsste. Aber für meinen ersten Beitrag hier im Forum soll´s erst mal gut sein. :-)


    Viele Grüße vom


    Herz_Kasper

    @ Herz_Kasper

    Hallo Herzkasper,


    du schreibst mir aus der Seele. Das sind genau die Punkte, wie ich sie auch erlebe, vielleicht nicht ganz so heftig wie bei dir, aber immerhin. Ich kann das ganze auch nicht nur immer auf eine Ursache oder eine Situation festmachen. Das habe ich ja auch schon oft versucht hier zu erklären. Auch ich kann feststellen, dass ich manchmal beim Bücken oder links drehen oder wenn ich krumm auf dem Sofa liege, plötzlich ES bekomme. Durch schnelles Hochspringen kann ich das VHF meistens immer abwehren. Das ist aber nicht immer so. Es gibt auch Situationen, in denen das nicht vorkommt. Es hängt meiner Meinung nach von meinem Gesamtzustand ab. Meistens bin ich dann immer depressiv und ängstlich ums Herz oder ich grübel über Dinge die mir nicht gut tun. In diesem Zustand bin ich extrem anfällig für ES und wenn sie auftreten verfall ich in totale Angst und Panik, was das ganze dann noch verstärkt.


    Gerhardts Theorie mit dem Histamin kann ich auch nachvollziehen. Ich habe in der letzten Zeit bewußt auf Schokolade verzichtet, die ich immer viel gegessen habe. Ich meine, dass es mir seitdem auch etwas besser geht. Auf der anderen Seite konnte ich aber auch immer viel Schoki essen, wenn mein psychischer Gesamtzustand stabil war, dann habe ich auch keine ES bekommen. Ich denke es hängt von vielen Faktoren ab und ist individuell bei jedem verschieden.


    Ich denke, man muß sich immer nur wieder vor Augen halten, dass ES und auch VHF nicht so schlimm sind, wie sie sich anfühlen.


    Ich habe damit ja schon seit über 20 Jahren Probleme. Aus Erfahrung kann ich sagen. dass ich Zeiten hatte in denen ich psychisch total ausgeglichen war. In diesen Zeiten stimmte der Gesamtzustand und ich hatte absolut keine Herzprobleme und war voll belastbar. Erst persönliche extreme Streßsituationen habe mich wieder "Entgleisen" lassen, mein vegetatives Nervensystem ist dadurch wieder ziemlich durcheinander geraten und die Anfälligkeit für ES enorm gestiegen. In diesen Zuständen verfalle ich leicht in Panik und grübel ständig über mein Herz nach. Ich bin äußerst depressiv in solchen Momenten. Dann wiederum gibt es Tage, da bin ich auf einmal viel fröhlicher und habe wieder Lust viele Dinge zu tun. In diesen Situationen habe ich auch keine Herzprobleme.


    Hier gebe ich Herz_Kasper absolut Recht, das Hauptproblem, was alles mit beeinflußt ist die Psyche, zumindestens bei mir. Treten dann auch noch die Dinge auf, die Gerhard so treffend geschildert hat, dann ist das Auftreten von ES und VHF weitaus wahrscheinlicher.


    Man kann sich meiner Meinung nach durch ständiges Grübeln übers Herz und ängstliche Selbstbeobachtung in einem Kreislauf verrennen, aus dem man nur sehr schwer wieder rauskommt.


    Liebe Grüße


    lucky