hallo gerhard,


    deine beiträge kenn ich auch schon aus 2007. ich habe viele jahre es gehabt.mal ein paar wochen stark und dann wieder ein paar wochen absolut garnix. ich habe vieles versucht. nichts hat geholfen. selbst ein es tagebuch habe ich eine sehr lange zeit geführt. dann habe ich mir eine gesprächstherapie vor ort gesucht. das hat mir richtig gut getan. ich konnte über meine beruflichen ängste sprechen und natürlich auch über meine es. ich kann es nicht erklären aber nach ca. einem jahr war ich es beschwerdefrei. bis heute habe ich keien großartigen es verläufe mehr. ab und zu mal spühr ich mal so einen extra schlag aber nicht mehr viele an einem tag - wochen lang... die zeiten sind vorbei ! hoffe ich doch ... (-;


    meine freude war auch nur von kurzer dauer. denn nun hatte ich ein anderes problem. bis heute habe ich dieses problem 3 mal erlebt! eine tachykardie mit rythmusstörungen und vorhofflimmern. hier mal eine kleine zusammenfassung. ich bin der meinung du findest hier übereinstimmungen mit deinen vermutungen.


    das erste mal


    ich war im urlaub mit meiner familie ( gran canaria ). am dritten tag hatte ich starke kopfschmerzen. ich habe eine tablette genommen und mich hingelegt. ein bisschen übel war mir auch. ich habe mich dann übergeben wollen. jedoch ohne erfolg. ich wollte das übergeben dann erziwngen und habe mich richtig angstrengt. tja und dabei ist es dann wohl passiert. auf einmal ging mein herz richtig schnell. mein brustkorb bewegte sich richtig nach vorne. zum glück kam dann meine frau ins zimmer und hat mich begleitet zur reception um einen arzt zu. ich hatte richtig panik. mega angst. ich kam dann in die klinik und in der notaufnahme konnten die ärtze mich nicht beruhigen. mir wurden medikamente gegeben womit man eigentlich eine ganze fussball mannschaft beruhigen hätte können. die ärzte waren ratlos. denn nach den wichtigsten untersuchungen am herz war angeblich alles ok. ich wurde dann aufs zimmer gebracht und über nacht hat sich mein herz von allein wieder normalisiert. am nächsten tag wurde ich nach divs. untersuchungen als "gesund" wieder entlassen. seit diesem tag nehme ich einen betablocker jeden morgen.


    das zweite mal


    1 1/2 jahre hatte ich ruhe. dann an meinem geburtstag haben wir ein volksfest besucht. ich hatte was getrunken - ich war aber nicht betrunken! nachdem wir schön gefeiert hatten haben wir zum abschluss an eine fritten bude noch was gegessen. schaschlik! meine frau ist zum nachbars stand gegangen uns wollte noch was zu trinken holen. in diesem moment hatte meine frau nicht gesehen. ich hatte mich erschrocken und beim schlucken vom rest schaschlick bemerkte ich wie mein brustkorb sich wieder nach vorne bewegte.es war also wieder soweit. krankenwagen. notaufnahme. wieder eine ganze nacht vollgepumpt mit beruhigungsmitteln lag ich auf der intensivstation. am nächsten tag kam dann der chefarzt und meinte zu mir. so herr xxx dann wollen wir mal ihr herz wieder in den normalen rythmus bekommen. wir haben zweii möglichkeiten. sie bekommen nun eine tablette von mir. danach sollte alles wieder ok sein. falls nicht? müssen wir ihr herz unter nakose mit ein paar stromstößen wieder in den richtigen takt bekommen. zum glück hat die tablette funktioniert !!!! nach ca. 30 minuten konnte ich am ekg sehen wie sich mein herz langsam normalisierte. nach einer stunde war alles wieder normal. tja,.. und auch hier wurden diverse untersuchungen gemacht. 4 stunden später konnte ich das krankenhaus verlassen !! angeblich bin ich ja gesund !


    das dritte mal


    vor 3 wochen habe ich nach der arbeit einen döner teller gegessen. ich hatte richtig viel probleme das essen runterzuschlucken. warum ? kein plan... ich hatte hunger. also musste ich immer mit ein bischen trinken das essen runterspühlen. ich bin dann mit dem bus heimgefahren und musste vom bahnhof nach hause zu fuss gehen. anschluss bussen waren leider nicht verfügbar. ich war richtig sauer ! kurz nachdem ich das bahnhofsgelände verlassen hatte um über schleichwege nach hause zu gehen wollte ich mit joggen die wegzeit nach hause verkürzen ! das war keine gute idee! als ich loslaufen wollte, tja da legte auch schon mein brustkorb los. es war wieder soweit. leider war ich diesemal allein. abseits von menschen auf einem schleichweg. ich musste also zurück zum bahnhof gehen. und das mit meiner tachykardie und rythmusstörungen. da ging mir richtig die sause. ich bin also ganz langsam zurück zum bahnhofe gegangen und habe dort einen taxifahrer gebeten mich nach hause zu fahren. auf dem weg nach hause habe ich meine frau angerufen und gebeten einen krankenwagen zu rufen. aber was hat meine frau gemacht ? nix ! sie hat mir empfohlen mich hinzulegen. ich solle mich doch beruhigen. ich wär doch gesund und das ganze würde sich doch von selbst lösen. nach einer halben stunde habe ich meine frau dazu gedrängt einen arzt zu rufen. als der arzt dann vor ort war und meine zustand betrachtete wurde sofort ein krankenwagen gerufen. meine frau war der meinung das dieses alles nicht not sei und hat bei meinen psycho dokter angerufen. diese kam sofort und hat mir zur beruhigung zwei tabletten auf die zunge gelegt und danach war ich sowas von gut drauf das ich dachte das ekg wär nen fernseher. mein psycho dokter hat dem arzt und den krangenwagen leuten empfohlen die sache abzubrechen denn ich bräuchte angeblich nur ruhe. naja.... der arzt fand das garnicht witzig. mein psycho doktor hat dann die verantwortung für "alles weitere " übernommen. ich habe dann weitere starke beruhigungstabletten bekommen. mit der tachykardie und der rythmusstörung habe ich mich dann schlafen gelegt. am nächsten tag war die tachykardie noch da. ich habe dann tv geschaut und einer situation wo ich ein telefonat geführt hatte ? bemerkte ich das plötzlich alles wieder normal war...


    sämtliche kliniken habe gesagt ich hätte ein gesundes starkes herz... meine hausärztin sagt ich solle die ursache für die rythmusstörung mal weglöten lassen... meine psycho doktoren sagen das kommt von den nerven...


    wer hat nun recht ?


    tja,... was sagst du dazu ? was sagen deine erfahrungen dazu ? siehst du die ursache ähnlich ? psychisch ? an den speisen ? an den situationen ? hatte ich bis jetzt nur glück das alles nach nur einem tag wieder normal war ? was würderst du mir empfehlen ?


    ich brauch antworten (-; ... dann ich habe aufgehört sport zu machen ... aus angst mein herz zu schädigen! ich gehe treppen aufwärts wie eine schnecke ... aus angst einen schnellen puls zu bekommen... so macht das leben kein spass...


    beste grüße


    sascha

    Hallo Sascha,


    das Wichtigste erscheint mir zunächst zu betonen, das Tachykardien oder Vorhofflimmern sich zwar sehr unangenehm anfühlen, aber in sich erst mal nicht so schlimm sind. Wenn man richtig mit ihnen umgeht, muss man davor keine Angst haben. Aber sie rein mit Beruhigungspillen zu behandeln, finde ich nicht klug. Dein Psycho-Doktor – ist er wirklich Arzt? – scheint nicht zu wissen, dass bei Vorhofflimmern immer die Gefahr eines Schlaganfalls besteht, vor allem, wenn das VHF länger anhält. Auf lange Sicht kann auch das Herz geschwächt werden. Es ist also wichtig, entweder das Vorhofflimmern zu beenden oder ein blutverdünnendes Mittel zu geben, damit das nicht passieren kann. Du bist ja Herr über dich selbst und wenn du wieder in diese Situation kommst, solltest du die Sache selbst in die Hand nehmen und nicht andere über dich bestimmen lassen. Das heißt, du solltest in eine Klinik fahren oder zum Kardiologen gehen.


    Eine andere wichtige Sache scheint mir Folgendes: wenn die Ärzte sagen, das Herz sei vollkommen gesund, bedeutet das nur, dass sie rein organisch am Herzen nichts gefunden haben. Sie wissen also nicht, woher das VHF oder die ES kommen. Aber in dem Moment, wo die Vorhöfe flimmern, kann man nicht sagen, dass das gesund ist. Natürlich ist man in dem Moment krank und das kann Folgen haben. Du darfst also dieses "Das Herz ist vollkommen gesund" nicht so auffassen, als ob alles in Ordnung sei, so wie es deine Frau offensichtlich tut.


    Was die Ursache betrifft, ist das schwieriger. Ich gehe mal davon aus, dass die Ärzte deine Elektrolyte, den Blutdruck und die Schilddrüse kontrolliert und nichts gefunden haben, so wie es bei den meisten von uns im Forum ist. Nachdem die Ärzte sich nicht die Mühe machen, und auch nicht das Geld aufwenden wollen, weiter zu suchen, müssen wir das selbst tun. Was du beschreibst, geht sehr in die Richtung von Gerhards Theorien und ich möchte es daher ihm überlassen, etwas dazu zu sagen. Ich möchte nur abschließend anmerken, dass, selbst wenn die Psyche nicht die Ursache ist, es trotzdem förderlich ist, sich nicht aufzuregen. Das bringt dir gar nichts und verschlimmert nur deine Situation. Versuche, das Ganze vernünftig und in Ruhe anzugehen. Du könntest dir ja schon im Vorhinein einen Plan machen, wie du vorgehen wirst, wenn dir das wieder passiert. Außerdem würde ich mich gründlich über Vorhofflimmern informieren, z.B. durch ein Büchlein über das Thema. Je mehr du weißt, desto besser kannst du damit umgehen.


    Schöne Grüße,

    @ Gerhard

    Ich habe mir deinen Link über Histamin und Allergien durchgelesen und fand ihn sehr interessant und wert, darüber nachzudenken. Wenn ich bei Sascha Schaschlik und Döner lese, muss ich auch daran denken.

    Ich habe am 1.2.2010 eine Ablation machen lassen und der Arzt hat mir gesagt alles suoer verlaufen!


    Ich habe in letzter Zeit sehr grossen Druck auf der Brust ind hinten am Rücken.


    Ich habe den Professor gefragt ob er sicher sei das ich nicht beschädigung der Lungenvene oder der Speiseröhre habe.


    Er hat alles verneint aber ich habe grosse Angst.


    Gestern ging ich notfallmässig zu dieser Privatklinik und liess mich durchchecken.


    Blu,EKG,Ultraschall alles super aber der Druck blieb und Probleme beim Atmen!


    Kennt jemand das und gehen diese symptome eventuell wieder vorbei nachdem die verödung verheilt ist.


    bin dankbar für jede antwort


    migmax

    Hallo Migmax,


    habe keine Erfahrung mit Ablation, aber ich würde so bald wie möglich noch einmal von einer anderen Klinik Herz und Lunge überprüfen lassen. Nach 6 Wochen sollte die Ablation eigentlich verheilt sein. Vielleicht ist unabhängig davon etwas Neues aufgetreten. Bist du seit der Ablation frei von Herzrhythmusstörungen oder was auch immer du vorher hattest? Merkst du immer, wenn du solche Störungen hast oder können sie auch unbemerkt verlaufen? Ich würde nicht warten, sondern die Meinung eines zweiten Spezialisten einholen.

    @ peterpan2010

    Hallo Sascha, für mich gilt Dein Bericht als eine Bestätigung meiner Vermutungen.


    Vidgi hat das Wichtigste ja schon dazu gesagt und was besonders gut zu meinen Theorien passt, hast Du selbst schon erkannt und durch Unterstreichen hervorgehoben.


    Abweichend von meinen Vorhofflimmerepisoden ist, dass bei Dir Angst- und Panikattacken mit dabei auftreten, die bei mir eigentlich nie eine Rolle spielten. Natürlich hatte ich auch immer den Kanal voll, wenn es dann wieder mal soweit war. Hat es doch gewöhnlich aus dem normalen Alltag heraus zugeschlagen und oft sogar bei Ereignissen wie Feiern, Urlaub, Wochenenden…also wie bei Dir auch.


    Wahrscheinlich wäre der Spuk jedes Mal auch ohne ärztliches Zutun am nächsten Tag wieder weg gewesen, aber wer weiß das so genau? Bei meinen ersten Bekanntschaften mit Vorhofflimmern vor mehr als 30 Jahren war es jedenfalls so, bis es 1983 dann einmal nach 10 Tagen noch nicht weg war und ich dann erst zum Arzt gegangen bin. Von Blutverdünnung war damals noch keine Rede, auch dann nicht als ich weitere 3 Wochen im Krankenhaus zubrachte, bis es endlich weg ging. Man hatte damals noch keine Erfahrung mit dieser Erkrankung. Ich war ein regelrechtes Versuchskaninchen, was voll gestopft mit Faustan (Diazepam), Meprobamat (Tranquilizer), Digitoxin, Chinidin usw., wie in Trance alles über sich ergehen lies. Geholfen hat aber nur das Chininpräparat, auch in den ca. nächsten 10 Jahren.


    Psychopharmaka wie Faustan und Meprobamat und wie ich später festgestellt habe auch Tavor (Lorazepam), waren und sind für mich kontraindiziert. Gegebenenfalls greifen sie zu sehr in den Histaminhaushalt ein. Aber auch aufputschende Genussmittel wie Kaffee oder Tee fördern Extrasystolen und begünstigen die Auslösung von Vorhofflimmern.


    Meine Meinung ob Psyche oder nicht kennst Du ja, wenn Du meine Berichte gelesen hast. Fakt für mich ist, dass besonders plötzlicher, psychischer Stress wie Gedanken, Angst, Schreck, Wut, usw. Histamin aus den Speichern des Körpers freisetzen können, was dann über Rezeptoren die Herzfrequenz auch negativ beeinflussen kann. Eine Reduzierung des Histamins über eine entsprechende Ernährung könnte dieses Risiko verringern.


    Konkretere Antworten kann, will und darf ich Dir nicht geben. Bild Dir Deine Meinung selbst aus meinen und Deinen Erfahrungen. Aber fang bei der Bekämpfung der Angst an, denn die brauchst Du wirklich nicht zu haben.

    @ Mrs.Puschel,

    in einem anderen Faden habe ich eine Selbsteinschätzung von Dir gelesen, wo Du Dich als gute Krankenschwester darstellst, was ich Dir auch glaube.


    Ich war schon einige Male im Krankenhaus und fand die etwas polternden Schwestern immer sympathisch. Meistens sind sie auch ehrlich, direkt und kritisch, also genau so wie Du Dich auch selbst einschätzt.


    Mit Deinem kurzen Auftritt hier im Bezug auf die Schilderungen von @peterpan2010 konntest Du jedoch niemanden helfen. Ein paar aufmunternde Worte einer Krankenschwester wirken manchmal Wunder, das spürst Du doch sicher täglich in der Klinik.


    Als Du die 4 Worte in der Nacht um ¾ 2 geschrieben hast, hattest Du bestimmt Nachtdienst und hättest Dein Wissen auch hier weitergeben können.


    Viel Freude und viel Erfolg weiterhin bei Deiner verantwortungsvollen Arbeit.@:)


    Tschau *:)

    @ Docsen

    Was Histamin betrifft, sind meine Erfahrungen wie deine. Nach langer konsequenter histaminarmer Diät und eineinhalb Jahren ohne Vorhofflimmern ging es mir wohl zu gut. Ich habe meine Diät etwas gelockert, wenn auch moderat. Bestimmte Nahrungsmittel wie Rotwein, Essig, Käse, Salami, Sauerkraut sind und bleiben für mich tabu. Aber mit Tomaten, Bananen, Spinat bin ich großzügiger geworden. Um meine Vitaminzufuhr zu verbessern, habe ich in meiner Unwissenheit angefangen, Sprossen zu essen, die mir recht unschuldig vorkamen. Zu Unrecht. Ich vermute, dass sie es sind, die mir eine Nacht Vorhofflimmern beschert haben. Ich nehme an, dass beim Keimen das Eiweiß zu Aminosäuren abgebaut wird, zumindest teilweise, und durch Zersetzungsvorgänge durch Mikroorganismen, die ja immer auch vorhanden sind, das Histidin zu Histamin abgebaut wird. Man denkt nicht gleich daran, da die Keimlinge ja so frisch aussehen. Aber es sind immer auch Samen dabei, die nicht keimen und vor sich hin faulen.


    Was ich sagen möchte, ist: die Histaminintoleranz kann besser werden, man kann aber auch langsam wieder hineinrutschen. Man kann sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, die Tendenz zur HIT bleibt wohl bestehen. Leider.

    Berufsunfähigkeit durch Vorhofflimmern ?


    Guten Abend alle zusammen. Seit einiger Zeit bin ich Mitleser dieses hochspannenden und informativen threads und kann als selber Betroffener viele der zahlreichen Beiträge nur allzu gut nachvollziehen.


    Ich selbst bin 54 Jahre alt und in letzter Zeit häufen sich leider meine Flimmerepisoden, lassen sich allerdings -bis jetzt- relativ gut mittels pill-in-the-pocket Konzept kontrollieren. Eine elektrische Kardioversion war bislang noch nicht erforderlich und diese möchte ich auch gerne, soweit möglich, verhindern. Sollten die Episoden weiter zunehmen, würde ich mich eher ablatieren lassen, um den Plagegeist wirklich nachhaltig abzustellen.


    Ich habe im Zusammenhang mit dem Vorhofflimmern eine Frage zu Erfahrungen in bezug auf Berufsunfähigkeit. Die Leistungsfähigkeit ist ja nun schon ganz gewaltig eingeschränkt mit dieser Erkrankung:


    Während des Flimmerns ist zumindest bei mir nicht daran zu denken, normal zur Arbeit zu gehen, da ich einen sehr aufreibenden, stressigen Beruf -unter anderem auch mit Nachtdiensten- habe, wobei das Flimmern im übrigen vor allem nach diesen Nachtschichten und unter Schlafentzug auftritt. Nehme ich dann Flecainid zur medikamentösen Konversion, bin ich i.d.R. so platt und hypoton, dass auch nicht an geregeltes Arbeiten zu denken ist. Und der beta-Blocker, den ich zur Vorbeugung nehme (Metoprolol) bremst mich insgesamt eben auch ganz schön ein…


    Hat hier irgendjemand Erfahrung, ob das Vorhofflimmern als Grund einer Berufsunfähigkeit von den Versicherungen anerkannt wird? Wenn ich da mal in die Gründe für Berufsunfähigkeit schaue, stehen an den ersten drei Stellen Psychische Erkrankungen, degenerative Wirbelsäulenleiden und eben Herz-Kreislauferkrankungen - Frage ist eben, ob hierzu auch gehäuftes Auftreten von Flimmern bei starker Belastung am Arbeitsplatz zählt…


    Kennt sich hier vielleicht jemand aus?

    Hallo Leute,


    bin hier auf das Forum gestoßen und wollte euch meine Geschichte mitteilen.


    Ich bin männlich, 25 Jahre und leide seit Jahren an ES, RDS und Rückenschmerzen. Es fing vor 5 Jahren an, als ich Probleme mit dem Magen bekam... Ständiges Aufstoßen, Sodbrennen und Übelkeit fingen an, mir Leid zu bereiten. Ein paar Wochen später fingen die Rückenschmerzen im Bereich der BWS an und kurz darauf die phasenweise unzähligen ES.


    Meine Arzt-Abklärung ist reichhaltig. 8 Kardiologenbesuche, 5 Magenspiegelungen, unzählige Blutuntersuchungen und Ultraschall von allen Organen. Alles ohne Befund, ausser dass meine Magenklappe nicht richtig schließt.


    Dennoch kämpfe ich seit dieser Zeit mit dauerndem Durchfall, Blähungen mit Schmerzen, Sodbrennen, Rückenschmerzen und dem unangenehmsten... den ES.


    Laut Kardiologe ist mein Herz gesund, was mir von 8 verschiedenen Kardiologen bestätigt wurde. Mein Puls liegt in der Regel zwischen 60 und 75 und mein Blutdruck schwankt extrem, durch meine Angststörung (Herzneurose) die durch die ES ausgelöst wurden. Manchmal weiß ich nicht mehr weiter...


    Immer schlimmerwerdende Panikattacken, rauben mir die Lebensqualität und durch meine Herzneurose, merke ich jeden Herzschlag im ganzen Körper, auch die ES.


    Wenn mein Puls zu langsam schlägt, bekomme ich Panik... auch wenn er mal zu schnell schlägt (80-90 pro Minute) macht sich Panik breit. Einzig, wenn ich am Wochenende feiern gehe und Alkohol trinke, ist alles in bester Ordnung! Keine Magenprobleme, mein Rücken ist besser und keine ES mehr. Das kann ich genießen, bis zum nächsten Morgen!


    Naja, dieser Leidensweg führte mich zu einem Psychologen. Eine Depression ist auszuschließen, lediglich eine Panikstörung (naja, was ist da besser)...


    Nun habe ich gerade aktuell ein Antidepressivum verschrieben bekommen... jedoch habe ich noch nie MEdikamente zu mir genommen und habe schon etwas Angst davor. Es ist das Medikament "Fluoxetin".


    Kennt das jemand von euch?


    Nur wwas mache ich gegen die ES, Rücken- und Magenbeschwerden??? Gibt es gute Tipps dafür?


    Liebe Grüße


    Time-Hawk

    Hallo!


    Ich werde mich nur noch einer speziellen Theorie widmen, mit der ich, davon bin ich überzeugt, mein anfallsweißes Auftreten von Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern erklären kann.


    Dabei verschmelzen zwei anfangs getrennte Gedankengänge miteinander, die hier in diesem Thread als Histamintheorie und Hohlvenentheorie von mir schon lange favorisiert werden.


    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass diese Art Rhythmusstörungen bei mir dem Charakter nach ein Schutzmechanismus ist, der den Blutkreislauf in einer Notsituation aufrechterhält.


    Es ist beeindruckend welche Parallelen es hierzu gibt, wenn man die vielen Berichte der Betroffenen seit 2007 aufmerksam liest.


    Es gibt eigentlich keine andere sinnvolle Erklärung, die das Auftreten von Extrasystolen & Co. rechtfertigen könnte, wenn man wie ich davon ausgeht, dass nichts einfach nur so ist.


    Ich habe nirgendwo anders bisher etwas von histamininduziertem Vorhofflimmern gelesen, was aus meinem Blickwinkel heraus gesehen sogar eine sinnvolle Regulation des Kreislaufsystems sein könnte, wie auch die harmlosen Arten von Extrasystolen.


    Diese Zusammenhänge möchte ich hier noch einmal versuchen darzustellen.


    Ein gestörter Blutrückfluss zum Herzen ist nach meiner Theorie die Hauptursache von bestimmten Rhythmusstörungen.


    Im rechten Herzvorhof, wo das gesamte verbrauchte Blut aus dem Organismus über die obere und untere Hohlvene ankommt, befinden sich Dehnungsrezeptoren, die bei dort auftretendem Blutvolumenmangel im Kreislaufzentrum des Zentralnervensystems Alarm schlagen. In den beiden großen Körpervenen selbst, gibt es auch solche Messfühler.


    Wie kommt es zu so einem Blutmangel, wo das Herz in Gefahr gerät, nicht genügend Blut zur Verfügung zu haben, um es durch die Lunge und dann weiter in den Kreislauf zu pumpen?


    Ein Grund könnte die Kompression der unteren Hohlvene sein, die durch Blähungen oder sonstige Beeinträchtigungen im Bauch dermaßen gequetscht und eingeengt werden kann, dass der Blutrückfluss zum Herzen ins Stocken gerät.


    Begünstigende Einengungsgründe gibt es viele, z.B. krummes Sitzen vor dem Computer, Liegen auf einer bestimmten Seite, Beugen, Bücken, Hocken, Strecken; aber auch opulente Mahlzeiten, Blähungen, Luftschlucken ... einfach alles, was die Platzverhältnisse im Bauchraum negativ beeinflusst.


    Bei schon kritischem Platzmangel kann auch durch bloße Anspannung des Bauchmuskels oder ein tiefes Einatmen, wo das Zwerchfell in den Bauch hinein drückt, die untere Hohlvene empfindlich abgedrückt werden. Zudem muss das Blut noch gegen die Schwerkraft nach oben fließen.


    Es stellt schon eine hohe Alarmstufe dar, wenn eine solche Situation eintritt und das Blut im Herzen knapp wird, denn es droht ja schließlich eine Ohnmacht. Deshalb ist das Warnsystem mit den Dehnungsrezeptoren auch entsprechend empfindlich eingestellt. Wir merken wahrscheinlich noch gar nichts von einer sich anbahnenden Mangelerscheinung – da stellt sich der Kreislauf schon auf diese Gefahr ein.


    Das Herz kann nur soviel Blut durch den kleinen und den großen Kreislauf pumpen, soviel im rechten Vorhof gerade ankommt und keinen Tropfen mehr. Also muss es das wenige Blut so effizient wie möglich einteilen, um die Blutversorgung so gut es geht aufrecht zu erhalten. Das heißt z.B. auch, mit einer hohen Frequenz schlagen zu müssen, um jeweils nur eine kleine Menge Blut zu pumpen (Herzrasen) oder vollkommen unrhythmisch immer nur das Blut zu pumpen was gerade verfügbar ist (Vorhofflimmern??). Der Sinusknoten mit seinem gleichmäßigen Rhythmus könnte sich bei Volumenmangel störend auswirken, da er nicht den Füllstand der Vorhöfe und Kammern berücksichtigt.


    Die neuen Druckverhältnisse an den Dehnungsrezeptoren gelten während des Vorhofflimmerns nach kurzer Zeit als Norm. Das ist vielleicht der Grund dafür, dass es längere Zeit anhält.


    Bei Extrasystolen und Aussetzern gibt es allerdings kein ökonomisches Beispiel, oder doch?


    Auf jeden Fall kann durch die Erschütterungen, die von Extrasystolen über die Aorta in den Bauchraum übertragen werden, eine durch Blähungen kompressierte untere Hohlvene von ihrer Umklammerung freigeschüttelt werden. Das Gleiche kann erreicht werden, wenn wir uns durch den Extraschlag erschrecken und dadurch unsere Körperhaltung ändern oder aufspringen.


    Gibt es möglicherweise nur deshalb die unterschiedlichen Extrasystolen SVES bzw. VES - also vom Vorhof bzw. von der Kammer ausgehend, weil sich in den Vorhöfen und in den Kammern solche Rezeptoren befinden also je nachdem wo der Notfall bemerkt wird?


    Ich kann mir vorstellen, dass dies ein ganz effektives Schutzsystem ist, denn wie könnte eine gequetschte Hohlvene sonst noch befreit werden? Wenn derjenige schläft oder schon ohnmächtig ist, wäre es doch die einzige Möglichkeit.


    Nach einem plötzlichen Herzversagen oder einem plötzlichen Kindstod kann man sicherlich nicht mehr feststellen, ob die Ursache nur ein aufgeblasener Darm war, der die untere Hohlvene blockiert hat. Könnte dies auch damit zusammenhängen?


    Sicherlich ist es auch sehr schwierig im akuten Stadium eine schnelle Diagnose zu stellen, denn wie misst man die Druckverhältnisse in dieser Vene kurz vor dem Herzen?


    Welchen Stellenwert hat aber nun das Histamin bei dieser Hohlvenentheorie?


    Durch die Nahrung aufgenommenes Histamin fördert Verdauungsstörungen unterschiedlicher Art und behindert dadurch wie in einem Teufelskreis selbst den Abbau, sodass es sich im Blut und in den Mastzellen immer höher anreichert.


    Es verursacht also die Blähungen, welche dann in der unteren Hohlvene den Blutrückfluss zum Herzen behindern.


    Eine andere negative Eigenschaft des Histamins ist die Kontraktion der glatten Muskulatur bei Hohlorganen, also auch die der unteren Hohlvene. Mein krabbelndes - zappelndes Gefühl kurz über dem Bauchnabel, was bei mir Vorhofflimmerattacken ankündigt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit so ein Gefäßkrampf, denn an dieser Stelle durchtritt diese Vene das Zwerchfell.


    Auch der bei Beginn des Vorhofflimmerns einsetzende starke Harndrang scheint eine Verkrampfung der glatten Blasenmuskulatur durch Histamineinwirkung zu sein.


    Es gibt viele solche Beispiele, die aber nur auffallen, wenn man die Zusammenhänge kennt und sie selbst spürt.


    Die Verkrampfung der Bronchien durch Histamin, mit Luftnot und Auswirkungen der Atmung auf die obere Hohlvene hat den gleichen Effekt des behinderten Blutrückflusses zum Herzen und gehört auch in diese Kategorie.


    Histamin erweitert aber auch die Gefäße und senkt dadurch den Blutdruck, was ja erstmal ganz gut klingt. Da das aber auch bei der unteren Hohlvene so ist, wird dieser dicke Schlauch durch die aufgeblähten benachbarten Organe noch leichter zusammengedrückt mit all den fatalen Folgen.


    Eine plötzliche Histaminfreisetzung aus den Mastzellen geschieht auch durch allerlei Einflüsse wie Erschütterungen, Vibrationen durch laute Musik (Bässe), Hitze, Kälte usw.


    Das Histaminintoleranzsyndrom


    Soviel zum neuesten Stand meiner persönlichen Beobachtungen.


    Bei @time-hawk kann es genauso zutreffen wie bei mir, nur dass ich keine Panik davon bekomme. Also dort muss zuerst angesetzt werden.


    An @rennrainer geht mein Appell seine Beschwerden in den Griff zu bekommen, anstatt beruflich die Flinte ins Korn zu schmeißen. Ein paar Vorhofflimmerattacken sind kein Grund für Berufsunfähigkeit, da spreche ich aus Erfahrung.


    Liebe Grüße


    Tschau *:)

    Hallo,


    leide auch unter ständigen Rhythmusstörungen, dazu habe ich hier schon einen Beitrag erfasst. Nochmal kurz gefasst:


    Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen) kommen bei mir dann vor:


    IMMER beim Liegen (meistens nur die ersten 5 Min) auf dem Bauch liegen ist es für mich am besten, HRS bei Seite wechseln, Bücken, gekrümmt oder ganz gestreckt sitzen, starkem Husten, Laufen und plötzlich stehen bleiben (also muss immer "ausschleichen" und langsam zum stehen kommen), HRS bei kalt Duschen, Kohlensäuregetränke, viel Essen, tief einatmen, Überanstrengung (körperlich sowie geistig) und am allerschlimmsten bei Aufregung....und jetzt die


    neueste Entdeckung: HRS immer während der Herz-Ultraschall-Untersuchung (kein Zufall!) warscheinlich durch den unangenehmen Druck mit dem der Arzt übers Herz fährt und diese Schallwellen spüre ich auch, diese Vibrationen reizen bei mir warscheinlich meinen Vagusnerv. Arzt hält natürlich nicht viel davon, schaut immer nur komisch wenn ich dann Husten und Aufschrecken muss (passiert nämlich immer bei mir wenn ich HRS habe)


    Im Internet konnte ich dazu nichts finden...Vielleicht hat ja von Euch jemand die gleiche Erfahrung


    gemacht? Oder könnte sich jemand dazu äußern? Ich glaube wohl, das bei Menschen mit empfindlichen Vagusnerv diese mechanische Reizung des Ultraschalls plus Druck vom Arzt HRS auslösen können.


    Grüße an alle, vor allem an Gerhard der das alles so gut erforscht

    Aber Ultraschall spürt man doch gar nicht, nur den leichten Druck das Schallkopfes. Habe es grad vor einer Woche machen lassen, da ich auch Herzstolpern hatte. Mal ne andere Frage, kann man auch mit Herz Echo eine entzündliche Erkrankung ausschliessen? Also EKG und Langzeit EKG waren bei mir ok. Nur jetzt verspüre ich so einen leichten Druck oder ganz leichten "Schmerz" unterm Brustbein....und mache mir Sorgen natürlich..