Hallo Vidgi,


    vielen Dank für die Information über den Abbautest von Histamin, ich habe mir schon einen Termin geben lassen, um dem Arzt (mittlerweile der dritte) die Chance zu geben etwas zu diagnostizieren, wovon er vorher noch nie etwas gehört hat. Denn hätte sich einer meiner bisherigen Ärzte wirklich um mein Wohl und nicht nur um seine Abrechnungsscheine bemüht, wäre zumindestens mal ein Hinweis auf dieses wertvolle Forum drin gewesen.


    Ich habe damals zum CT keine Medikation bekommen. Das kann natürlich auch ein Zufall sein, dass es genau zu dem Zeitpunkt auftrat oder es war halt zusätzlicher Stress durch die Behandlung. Ich dachte nur daran, weil es bei mir noch als sog. Schlüsselsituation abgespeichert ist. Es hätte ja sein können, dass auch andere dies als Auslöser empfunden haben. (z.B. Sensibilisierung durch Magnetfeldeinwirkung, o.ä.)


    Auf jeden Fall ist es unbestritten das Beste, für seine Gesundheit auch/mit selbst zu sorgen.


    Gesunde Grüße, Jo

    Hallo Gerhard,


    vielleicht erinnerst Du Dich an mich – ich war länger nicht im Forum aber schaue immer mal wieder rein...


    Ich war nach eigenen Recherchen auf einen Zusammenhang zwischen Histamingehalt in Lebensmitteln und ES / Unwohlsein / Druckgefühlen / Schwindel etc. bei mir gekommen und hatte dann weiter gegoogelt und dieses Forum gefunden und insbesondere Deine Ausführungen gelesen.


    Für mich waren Deine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse so interessant, dass ich sofort auf Deine Histamintheorie aufgesprungen bin und eine selbstgemachte Histamindiät begann. Schon nach kurzer Zeit wurde ich parktisch völlig beschewerdefrei und bin es bis heute geblieben. "Histaminsünden" sind heute möglich und gut verträglich, aber sollten nicht die Regel sein. Dann erinnere mich, welch unangenehme Wirkung dieses Histamin haben kann und kann kaum glauben, dass ich mit ein bisschen Ernährungsumstellung so einen Effekt erzielt habe...


    Ich hatte auch den Blutplasmatest und den DAO-Test gemacht, die auf eine erhöhte Histaminkonzentration und verlangsamten Abbau hinwiesen – die meine Selbstdiagnose mit Fakten untermauerten.


    Da Du mir mit Deinen Theorien und Informationen weiteren Anstoss gegeben hast und dieser Thread für mich eine tolle Orientierung war, möchte ich Dir für diesen scheinbar unendlichen Thread einmal meinen Dank ausprechen. Ich finde es toll wie Du mich und viele andere hier unterstützt hast und dies auch scheinbar unermüdlich weiterhin tust...


    Viele Grüße


    docsen

    Hallo Docsen,


    vielen Dank für Dein Comeback und für die Lorbeeren. Ich habe Deine Kommentare schon ein bisschen vermisst, weil ich immer die Gewissheit hatte, dass Du reell mitdenkst und auch willig bist, selbst ein wenig das Versuchskaninchen zu sein. Der Erfolg ist ja, wie man sieht, nicht ausgeblieben und außerdem ist so eine selbstverordnete Ernährungsreform ohne Risiken und Nebenwirkungen.


    Ich meine sogar, dass bei allen Spezis unseres Typs, generell magenunfreundliche Speisen und Getränke zu meiden sind – nicht nur die mit viel Histamin.


    Aber auch Situationen, die uns sprichwörtlich auf den Magen schlagen, wie Aufregung, Stress, Wut, Angst, Schreck… begünstigen die Entstehung von Extrasystolen, Herzrasen und bei mir bis vor einem Jahr sogar Vorhofflimmern.


    Für die Verfechter der psychischen Variante mag das normal sein, besonders wenn man nicht darüber nachdenkt wie aus seelischen Prozessen körperliche werden, denn somatisch ist doch schließlich das Endergebnis – oder? Hier gilt es in meinem Kopf auch noch einige Zweifel auszuräumen.


    Eine für mich verständliche Erklärung solcher Phänomene ergibt sich im Zusammenhang mit meiner "Hohlvenenkompressionstheorie".


    Wenn z.B. der Blutrückfluss zum Herzen über die untere Hohlvene zwar noch weitgehend unbemerkt bleibt aber schon behindert wird und durch eine Schrecksituation dazu noch der Puls steigt, dann kommt das Herz unweigerlich aus dem Takt. Bei solchen plötzlichen herzfrequenzsteigernden ganz normalen Situationen und auch bei spontanen körperlichen Belastungen entsteht im Herz eine Anforderung an Blutvolumen aus den Hohlvenen, die jedoch nicht erfüllt werden kann. Es muss ja wild schlagen oder aussetzen, denn der alles antreibende Herzmuskel selbst ist letztlich auch nur von diesem Blutrückstrom abhängig. Dies ist nach meiner Meinung die Ursache dafür, dass fast jeder Mensch Extrasystolen hat.


    Hallo Jo,


    interessant Dein Bericht, vielen Dank. Ich möchte nicht alles pauschalisieren, aber in Deinem Fall bleibt mir auch keine andere Wahl. Ich denke, dass Verdauungsstörungen mit Blähungen, Neigung zu Angstattacken etc. und sensibel reagierenden Dehnungsrezeptoren im rechten Herzvorhof, solche Herzrhythmusstörungen verursachen.


    Ich sag es noch einmal: Histamin usw. verursachen Blähungen. Diese wiederum verengen durch Druck von außen die untere Hohlvene, sodass der Blutrückfluss zum Herzen gestört wird. Die Dehnungsrezeptoren im rechten Herzvorhof, wo die untere Hohlvene aus dem Bauchraum ankommt, melden an das Kreislaufzentrum im Gehirn diesen Blutvolumenmangel. Daraufhin versucht das Herz mithilfe von Pulswellenerschütterungen ausgelöster Extrasystolen die Blockade der unteren Hohlvene zu lösen oder durch Änderung der Schlagfolge das immer weniger werdende Blut so effektiv wie möglich zu pumpen. Ein Adrenalinstoß durch Erschrecken mit zusätzlicher Pulserhöhung, hat bei mir dann schon oft Vorhofflimmern ausgelöst.


    Ich wünsche Euch beiden, sowie allen interessierten Mitlesern alles Gute.


    Tschau *:)

    Gerhard ich möchte wissen was du über Gleithernie weisst. Denn bei mir haben die ES gleichzeitig mit Reflux, Sodbrennen etc. begonnen. Nun wurde per Breischluck-Röntgen eine Hernie festgestellt. Vorher versagten alle anderen Methoden wie CT und Endoskopie – damit konnte man es nicht sehen. Wenn ich mich in manchen Situationen nach vorne beuge stolpert das Herz bei mir. Ist auch schon vorgekommen, dass ich ein Schluck Wasser getrunken habe und dann beim Druck mit der Hand gegen den Oberbauch mehrere ES ausgelöst wurden. Aber ich denke diese ES könnten auch rein mechanisch direkt am Herz ausgelöst werden. Die Hernie ist direkt am Herz – es engt den Platz ein. Denn neben ES habe ich auch Leistungsverlust, Atmungsprobleme, Schmerzen am ganzen Thorax entwickelt über 15 Monate langsam und schleichend.

    Hallo, Brustbeinstolperer,


    schade, dass bis jetzt niemand auf deine Frage geantwortet hat. Ich fühle mich auf diesem Gebiet leider auch nicht kompetent, finde aber deinen Beitrag sehr wichtig und interessant. Gerade wenn die Herzrhythmusstörungen mit dem Magen in Zusammenhang stehen, sollte man offensichtlich auch daran denken. Da auch bei mir Magenprobleme mit Herzstolpern zu tun haben, werde ich mich in dieses neue Thema Gleithernie vertiefen.


    Momentan kann ich leider zu diesem Thema nichts beitragen und möchte etwas anderes einbringen:


    Ich habe eine Studie gefunden, die zeigt, dass bei 6 von 10 Patienten mit Vorhoffimmern eine Autoimmunreaktion vorlag. Das heißt, bei diesen 6 wurden Antikörper gegen Myosin im Herzmuskel gefunden. Quelle:


    Jean-Michel Maixent, Franck Paganelli, Jorge Scaglione, Samuel Lévy. Antibodies against myosin in sera of patients with idiopathic paroxysmal atrial fibrillation. Journal of Cardiovascular Electrophysiology, 1998, Vol. 9, Issue 6, pp. 612-617.


    Zu deutsch: Antikörper gegen Myosin in Seren von Patienten mit idiopathischem paroxysmalem Vorhofflimmern (d.h. anfallsweisem Vorhofflimmern mit unbekannter Ursache).


    Vorhofflimmern könnte daher bei einem Teil der Betroffenen eine Autoimmunerkrankung sein, bei der Herzmuskelgewebe geschädigt wird. Die Schädigung ist wohl so fein, dass man sie nicht bemerkt, wenn man nicht gerade danach sucht. Von anderen Autoimmunerkrankungen weiß ich, dass sie mit dem Magendarm-Trakt insofern zu tun haben können, dass, wenn die Darmwand zu durchlässig ist, Antigene in den Körper eindringen können. Es gibt verschiedene Nahrungsmittel, die dazu beitragen können, aber auch Bakterien können die Ursache sein.


    Ich möchte das einfach mal so hinstellen, vielleicht kann jemand etwas damit anfangen. Sollte es jemanden interessieren, kann ich noch ein bisschen zu dem hypothetischen Mechanismus sagen.

    Mein Herz ist komplett geprüft. Meine Symptome sind auch keine direkten Herzsymptome. Die ES sind eher ein Nebeneffekt. Seit diesem Z-Bruch habe ich Aufstossen, Magen drückt auf Herz, Reflux usw.


    Habe auf verschiedenen Foren was über GERD und Hiatushernie in bezug auf Schmerzen, Kurzatmigkeit und Herzstolpern gelesen.

    Guten Morgen leidgeprüfte Mitstolperer *:)


    Hab mich nun auch einmal angemeldet und muß sagen das mir alles geschriebene hier sehr interessant klingt.


    Es stehen doch mehr Situationen in unserem inneren in Zusammenhang als manch ein Mediziner je lernen wird.


    Zu meinem "Problem".


    Seit 2Jahren habe ich unregelmäßigen Abständen ES, diese sind supraventrikulär. Jetzt kommts, immer nur nach dem Schluckakt, also wenn der Speisenbrei am Brustbein vorbei rutscht...


    Medizinisch habe ich alles weitestgehend abklären lassen, bis auf eine Katheteruntersuchung...vor der habe ich zuviel schiss.


    Ich treibe Sport, da ist es zu 99% nicht, abundan ein Stolperer. Richtig ekelig ist zur Zeit, jeder Bissen den ich schlucke, peng, mein Herz fängt an zu beschleunigen (Vorhofflimmern) 2-3sec später gibts einen heftigen Rumpler und alles ist wieder im Takt.


    Immer öfter wird mir dann beim essen fast schwarz vor Augen und ich habe keinen Bock meht weiter zu essen.


    Alles kommt ungesteuert und ich kann es weder beeinflussen noch weiss ich was ich machen soll. Ich hatte letztens 3Monate ruhe davor, nun ist der Mist wieder seit einer Woche da.


    Kennt das so in der Form noch jemand


    Mein Verdacht liegt auf nervliches Problem, Vagusnervreizung? Beim Schluckakt? Aber warum ist es dann wieder wie vom Erdboden verschluckt (Wortspiel), und kommt aus heiterem Himmel wieder , Wochenlange Pausen, sprich Beschwerdefrei?


    Mein Kardiologe meinte nur, sowas habe er noch nie gesehen, ich habe es am EKG bewiesen. War dort gelgen und habe dabei gegessen.


    Vielen Dank ffür evtl. Antworten.

    Rolle7


    Aber wieso liest du dann nicht meine Beiträge? Habe ja erwähnt, dass ich mehrere Stolperer hintereinander kriege, wenn ich manchmal nur schon Wasser schlucke. Nun die Sache ist die: es gab mal eine Zeit in der du schlucken konntest, ohne Stolpern. Und nun stolpert es. Das ist nicht einfach so, dass du früher den Vagusnerv nicht hattest und jetzt ist er dir plötzlich angewachsen im unteren Drittel der Speiseröhre! Die Sache ist die, dass solche Phänomene stark in Korrelation mit einer axialen Gleithernie stehen. Durch das minimale Hochrutschen, gibt es bei manchen Menschen genau diese Symptome. Ich hab noch dazu Atemprobleme und Leistungsknick – aber nicht immer, sondern immer direkt nach Essen. Zwei Stunden später wird es besser – aber 100% wie früher wird es nie. Ich habe morgen einen Termin beim besten Zwerchfell-Professor-Chirurgen. Er hat jahrzehnte lange Erfahrung mit verschiedensten Techniken um den Magen wieder runter zu bekommen. Ich erhoffe mir dadurch, dass diese Nerv-Kompression aufhört. Ich werde dies noch genauer mit ihm besprechen. Bisher hatte ich nur einmal das Glück einem Top Arzt begegnet zu sein, der den Zusammenhang kardialer Prozesse und dem Oesophagus kennt. Auch wenn man überwiegend auf englisch googeln geht, findet man sehr viele Interessante Infos. Der Nerv soll am Fundus liegen (obere Teil des Magens, welches direkt unter Zwerchfell anliegt) und entlang der Speiseröhre nach oben laufen. 99% der Hiatushernien Patienten haben Glück und kriegen keine Probleme damit – die kennen dann eben nur Sodbrennen und Ähnliches. Aber in 1% der Fälle haben Menschen plötzlich nach einem Trauma (Heben von Gewicht, Husten, Erbrechen) plötzlich Herzrhythmusprobleme. Sie rennen dann von Arzt zu Arzt und am Ende wird lediglich eine kleine axiale Gleithernie festgestellt. Warum ich mir bei dieser Theorie so sicher bin? Na ganz einfach; bei mir begann alles nach 5-wöchigem Husten. Plötzlich Herzstolpern beim bücken oder links liegen – komisches Druckgefühl im Oberbauch. Mit der Zeit dann Blubber-Geräusche im Hals und Schluckstörungen dass plötzlich die Banane im unteren Drittel der Speiseröhre stecken bleibt. Plötzlich ist starker Reflux und Sodbrennen da, was ich vorher NIEEE im Leben hatte. Plötzlich hat man nervöses Unruhe-Gefühl direkt nach dem Essen – oder manchmal auch schon während dem Essen. Es äussert sich dann in Herzstolpern, höherem Puls und starkem Klopfen – auch ist man weniger Leistungsfähig usw. Von Zeit zu Zeit kamen Brust und Brustwirbelschmerzen noch dazu. Diese Schmerzen sind nach dem Essen immer massiv verstärkt und klingen zwei Stunden später wieder etwas ab. Ich habe auf englisch mehrere Seiten gefunden in der Leute von überall auf der Welt ihre Probleme mit einer Hernie schildern. Es sind eben genau diese "mechanisch-auslösbaren Stolper-Patienten". Genau diese Gruppe erlebt, Herzrhythmussstörungen beim Bücken, knien, Oberkörper drehen etc. Ich habe mich jetzt 1,5 Jahre intensiv damit befasst. Ich hatte Untersuchungen von denen die meisten hier im Forum nicht mal wissen dass es sie gibt. Man findet einfach nichts – null – alles komplett normal. Nur eben diese axiale Gleithernie. Wenn ich mich hinsetze, den Bauch rausstrecke indem ich tief in den Bauch atme und dann mit den Fingern unter dem Schwertfortsatz reindrücke, spüre ich da einen Messerstich-artigen Schmerz. Wenn ich diese Stelle mit meinem CT vergleiche, so haargenau an der Stelle der Mageneingang – nix anderes.


    Hernien werden nicht ernst genommen – weil eben 99% der Fälle keine Probleme damit hat. Die restlichen 1% werden als psychisch labil abgestempelt und bekommen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Es soll ne Angst und Panikstörung sein. Der Puls soll wegen der Psyche hoch gehen. Das Vegetative System soll nur über die Psyche ausgelöst werden (laut vieler schlecht gebildeten Ärzte). Bei mir war das anders. Beim Eintritt dieser Erkrankung erlebte ich Herzrasen in einer völlig glücklichen und sicheren Situation als ich mit meiner Freundin einen lustigen DVD guckte. Das Herz verselbständigte sich und fing einfach so an zu rasen. Ohne mein Mitwirken – ohne Angst zu empfinden, ohne GAR NIX. Man sitzt also da, lacht, umarmt und kuschelt sich mit Freundin – ist zufrieden mit Beruf und Leben – alles nahezu perfekt und plötzlich aus dem Nichts heraus rast das Herz mit 150 Schlägen/min.


    Liebe Forum-Mitglieder – unsere Ärzte werden dies leider nie verstehen. Drückt mir die Daumen, dass dieser Chirurg morgen wirklich so gut ist wie man von ihm hört.


    Liebe Grüsse

    Ich drück Dir die Daumen.


    Zu meiner Geschichte kann ich nur sagen, angefangen mit bewusst wahrgenommenen HRS hat es 1999, ich saß in der S-Bahn und spürte plötzlich sehr unangenehme "Rumpler" im Brustraum, das ging wohl ein paar Stunden. Danach gute 8Jahre nichts mehr...


    Vor drei Jahren fing alles wieder an, nur komplett anderst,in regelmäßigen Abständen rumpelte es kurz und dann wieder wochenlang nichts.


    Eines schönen Tages war so ein Ereigniss beim Sport, also unter voller Belastung. Das war für mich dann ein Zeichen dem nachzugehen. Alle Aussagen bis jetzt von den Ärtzten, alles in Ordnung.


    Mein HA, sagte immer , solange alles im Ruhezustanf rumpelt, harmlos...


    Was ich "früher" schon provozieren konnte, die ES oder das "rumpeln" konnte ich bei Seitenlage links abgestützt auf dem Ellenbogen auslösen.War mir aber immer unheimlich, sodaß ich das nur engsten Vertrauten zeigte und die an meinem Hals den Puls nachspürten und selbst immer erschracken.


    Seit zwei Jahren intensivierte sich alles und im Sommer 2010 kamen eben die sehr unangehmen Stolperer beim schlucken hinzu.


    Wie gesagt, ich fahre Mountainbike, ein sehr anstrengender Sport mit Wechselintervallen. Da habe ich seltenst Probleme. Sobald ich aber ein Päuschen mache und einen Riegel oder Apfel esse, gehts los.


    Mich kotzt die Sizuation gewaltig an und es raupt mir schon einiges an Lebensfreude...


    Aber was soll man machen, ein guter oder vielmehr mir empfohlener Kardiologe vom Stuttgarter Herzzentrum schaut auch nur ahnungslos daher wenn ich im alles erzähle.


    Ich hoffe es kommt mal wieder ne Zeit ohne Beschwerden.

    Rolle7


    Bitte ignoriere nicht was ich dir sage. Ich rede klar von einem Zusammenhang zwischen Hiatushernie und diesen durch Bewegungen ausgelösten Herz-Reaktionen. Ich kenne diese lästige scheisse sehr gut (sorry die Worte). Bei mir fing alles mit den Speiseröhren-Reaktionen an. Es war also NIEMALS so, dass ich einfach nur so Herzstolpern hatte. Es kam Atem-Erschwerung, Blubber-Geräusche im Hals, Leistungsknick, Reflux, Schluckstörungen, Schmerzen am Schwertfortsatz (also Höhe der Hiatushernie) alles miteinander fast zur gleichen Zeit. Nach Ablauf von 3 Monaten war alles komplett da und ist bis heute praktisch unverändert. So etwas hat nix mit Unverträglichkeiten oder Reizleitungsstörungen des Herzens zu tun. Das ist ganz klar ein Faszialer Defekt der durch Trauma ausgelöst wurde. Da diese Rutsch-Hernie das einzige ist was man entdecken konnte und ich zudem genau an der Stelle Schmerzen habe wo auf dem CT meine kleine Hernie sitzt, muss ich stark davon ausgehen, dass es dadurch getriggert wird. Überleg mal bei dir. Was sonst sollte beim Schlucken HRS auslösen? Lass mal ein Breischluck-Röntgen durchführen. Wenn du ne Hernie hast, dann ist der Fall noch klarer. Würdest du dies veranlassen? Es wäre für alle Leser hier ÄUSSERST interessant. Auch für den lieben Gerhard der diesen Beitrag gestartet hat und selbst eine axiale Gleithernie hat ;-)

    Ich habe ein paar Artikel gefunden, bis auf einen alle auf Englisch. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass es vermutlich einen ösophagokardialen Reflex gibt (also Nervenverbindungen zwischen Speiseröhre und Herz), aufgrund dessen krankhafte Veränderungen des Ösophagus (Speiseröhre) zu Symptomen am Herzen führen können. Diese Veränderungen der Speiseröhre können verschiedener Art sein, z.B. Zwerchfellhernien, Spasmen, Verengungen, Tumore oder andere Veränderungen, die zulassen, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt oder dass in der Speiseröhre ein erhöhter Druck bzw. eine starke Dehnung entsteht. Durch Schlucken z.B. kann der Vagus gereizt werden, was zu einem langsameren Puls führt, aber auch andere Rhythmusstörungen sind möglich. Wahrscheinlich geschieht dies aber nur, wenn am Herzen schon irgendwelche Mikroschäden bestehen, so dass durch das Schlucken über die nervale Verbindung eine Rhythmusstörung getriggert werden kann. Säure in der Speiseröhre kann zu einer verminderten Durchblutung der Herzkranzgefäße und damit zu Herzschmerzen führen. Ich versuche (aus Zeitmangel), im Telegrammstil Zusammenhänge zu zeigen. Hier ein paar Artikel (zwei englisch, einer deutsch), wo jeder selber nachlesen kann:


    A Chauhan, M. C. Petch and P. M. Schofield. Cardio-oesophageal reflex in humans as a mechanism for 'linked angina'. European Heart Journal (1996) 17, 407-413. (Ganzer Artikel als Pdf).


    P T Wilmshurst. Tachyarrhythmias triggered by swallowing and belching. Heart 1999;81:313-315. (Zusammenfassung)


    Gerald Holtmann, Petra Schlömer und Guido Gerken. Bedeutung ösophagokardialer Reflexe für die Auslösung von Brustschmerzen. Vol 24, Nr. 2, 154-159 (eine Zusammenfassung)


    Es gibt also eindeutig Zusammenhänge zwischen Magen/Speiseröhre und Herz. Aber die Ursachen und Symptome sind vielfältig und müssen individuell herausgefunden werden.

    Hallo Vidgi


    Meine Untersuchungen gehen über Recherche im Google hinaus. Ich habe mehrere CT Aufnahmen von mir auf meinem Macbook mit professioneller Software. Die CT's wurden mit verschiedenen Sequenzen und unterschiedlicher Indikation aufgenommen. Aufgrund der Schmerzen die ich im epigastrischen Winkel habe (überwiegend leicht links unter Rippenbogen) muss ich annehmen, dass da wahrscheinlich eine andere Ursache dahinter steckt als meine 2cm kleine axiale Gleithernie. Der Mageneingang befindet sich 7.5cm tief, unmittelbar hinter dem Herzen. Wenn ich aber meinen Daumen in die Schmerzhafte Stelle hineindrücke, spüre ich den Schmerz ca. 3-4cm tief. Das Herz liegt direkt über der Leber – dazwischen ist nur das dünne Zwerchfell. Die Leber ist über zwei Hauptbänder am Rippenbogen befestigt. Die linke Seite, also exakt da wo mein Schmerz ist, sieht die Stelle etwas merkwürdig aus auf dem CT. Es wäre also auch möglich, dass da eine Ruptur ist. Traumatisch ausgelöste Herzrhythmusstörungen sind meiner Meinung nach aufgrund Defekte im Bindegewebe bzw. faszialen Bereich. Ich spüre meinen Körper sehr gut – ich spüre, dass sich was verschoben und verändert hat. Die ganze Statik ist verändert – der Schmerz überträgt sich sogar auf BWS. Ich habe viele Schmerz-Stellen am Thorax die vor der Husten-Attacke nicht da waren. Ich kommuniziere zudem auch viel mit Menschen die etwas sehr ähnliches haben – interessanterweise auch traumatisch ausgelöst. Das sind das eben genau diese Menschen die Herzstolpern beim Bücken und links liegen bekommen ect.

    Hallo,


    interessant was ihr hier schreibt und vielen herzlichen Dank. Nur ich möchte aus Gründen der Übersicht bei meiner Hohlvenentheorie bleiben – egal ob sich am Ende mal ein gewisser Wahrheitsgehalt abzeichnet oder nicht.


    Da ich ja ebenfalls eine Hiatushernie, also einen Zwerchfellbruch habe, wäre nicht von der Hand zu weisen, dass bei mir auch die schon etwas fraglich gewordenen Vermutungen von @Brustbeinstolperer zutreffen könnten.


    Bei mir fehlen aber die bei ihm so dominanten Schmerzen und außerdem geht es bei meinen Erkundungen nur darum, die Ursachen meiner früher so häufigen Vorhofflimmerattacken zu finden.


    Ich hätte auch keine sinnvolle Erklärung dafür, warum durch einen solchen Defekt das Herz spinnen sollte. Da ist mir die Störung des Blutrückflusses zum Herzen über die untere Hohlvene schon plausibler.


    Dank meiner erworbenen Fähigkeiten, solche Episoden in der Entstehung zu hemmen, fehlt mir nun auch ein bisschen die Bereitschaft, mich in ein anderes Fahrwasser zu begeben - @Vidgi’s Recherchen mit eingeschlossen.


    Was @Rolle7 über seine Selbstversuche berichtet, passt dagegen haargenau in meine Schublade und wurde sofort "archiviert". Da denke ich automatisch an einen stationären Aufenthalt in einem Herzzentrum, wo ich am Überwachungsmonitor angeschlossen, den Kardiologen demonstrieren konnte, wie durch einfache körperliche Manipulationen, starke Bigeminus-Extrasystolen erzeugt werden. Mit den Worten "ich solle nicht experimentieren" wurde der Monitor ausgeschaltet und das war’s.


    Die Einweisung in das Krankenhaus war 2005 und erfolgte wegen eben dieser Bigeminusattacken, die sofort nach jeder Nahrungsaufnahme einsetzten und meinen Oberbauch krampfartig zusammenzogen, sodass ich nicht mehr aufrecht stehen konnte.


    Für mich ist es fehlendes Blut im Herzen, was durch Kompression, Abquetschung oder Abknickung der herznahen Hohlvenen dort nicht ankommt. Ob die Schluckbewegungen der unmittelbar angrenzenden Speiseröhre dabei eine Rolle spielen könnten? Oder ein Krampf der Speiseröhre?


    Liebe Grüße und Tschau *:)

    Hallo lieber Gery


    Eine animierte MRI (ohne Strahlung) würde die Antwort auf deine Fragen liefern. Es ist heute möglich, dein Innenleben zu filmen – man sieht dann also wie sich Zwerchfell bewegt bzw. das Herz pumpt. Deine Vermutung kann ich aufgrund meiner Aufnahmen nicht bestätigen – zumal die Hohlvene sehr gut geschützt ist. Aufgetriebene und geblähte Darmschlingen lassen die Hohlvene relativ kalt. Es wäre von grosser Bedeutung, wenn ich von einem von euch auch CT-Dateien bekommen könnte. Ich habe wie oben im Beitrag erwähnt, dass da am Zwerchfell Auffälligkeiten sind nahe Schwertfortsatz leicht links. Da wo die meisten einen Druck bzw. Schmerz unter dem linken Rippenbogen empfinden.