Hallo Gerhard und alle Anderen,


    zur Stärkung Deiner Theorie der Hohlvene und zu den Ursachen der hier diskutierten Probleme kann ich Folgendes beitragen: Seit ich meine Histaminzufuhr gedrosselt habe - und wie ja schon gepostet nun länger praktisch vollständig beschwerdefrei bin - habe ich auch definitiv wesentlich weniger Blähungen und veränderten Stuhlgang. Vielleicht ist bei mir also auch eine Veränderung von Drücken auf die Hohlvene mitverantwortlich für die Besserungen. Allerdings dann vielleicht ausgelöst durch weniger Aufruhr im Verdauungstrakt durch weniger Histamin?


    Gerhard, vielleicht solltest Du 'mal Deine Theoriebeschreibung an die Charite in Berlin mailen. Die machen auch im Bereich Allergien / Histamin Einiges - vielleicht findest Du dort ein Ohr. Ich habe da 'mal angerufen und wurde schnell durch einen Arzt - ohne dort je Patient gewesen zu sein oder ein Honorar im Raum stand - zurückgerufen und erhielt eine kompetente kurze Beratung.


    Gruß, bis bald


    docsen

    @ Schoof,

    so langsam mache ich mir Sorgen um Dich!!! Am 01.09.2011, nach Deinem letzten Beitrag, habe ich Dir eine PN geschickt, aber leider noch keine Antwort bekommen. Ich hoffe, es geht Dir gut.

    @ Aika,

    für Deinen Krankenhausaufenthalt ab morgen wünsche ich Dir viel Erfolg. Du bist z.Z. in der gleichen Situation, wie ich vor ca. 25 Jahren, wo nur experimentiert wurde. Halt die Ohren steif!

    @ docsen,

    vielen Dank für Deine Anregung, meine Theorie doch noch einmal in der Fachwelt publik zu machen. Klar, man sollte sich, wenn man von einer Sache vollkommen überzeugt ist, nicht gleich entmutigen lassen.


    Nur, viel Hoffnung auf Aufmerksamkeit seitens der Charité Berlin habe ich auch nicht. Aber es fordert ja keine große Mühe, wenn ich diesen Versuch wage und meine Theoriebeschreibung auch dort hin maile.


    Den Histamin-Passus füge ich aber wieder mit ein, den ich in dem Beitrag hier im Forum aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen hatte.


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/16964208/


    Du könntest vollkommen Recht haben, wenn Du Deine erreichte Beschwerdefreiheit mit weniger Verdauungsbeschwerden durch weniger Histamin in der Nahrung in Verbindung bringst und dadurch eben möglicherweise die untere Hohlvene nicht mehr so abgedrückt wird. Der Blutrückfluss zum Herzen wird somit nicht mehr behindert und diese Arten von Herzrhythmusstörungen bleiben aus.


    Das Histamin hat sicher auch direkte Wirkungen auf den Blutkreislauf und auf das Herz selbst.

    @ Vidgi,

    vielen Dank für Deinen Beitrag und die Mail mit dem Auszug aus dem Buch von Prof. Jahrisch, wo histaminbedingte Herzrhythmusstörungen beschrieben werden.


    Ich werde einen Hinweis darauf meinem Bericht mit beifügen.


    Hallo alle zusammen,


    ich schreibe prinzipiell nicht gern in anderen Threads. Deshalb möchte ich eine interessante Aussage aus dem Faden "Herzkatheterablation" von @Cephei aufgreifen und hier meine Gedanken darüber äußern. (Beitrag 06.09.11 11:36)


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/596936/17388971/


    Um während der Ablation die Stimulation des Herzens so zu erhöhen, dass die behandelte Rhythmusstörung künstlich ausgelöst werden konnte, wurde der Patient an den Adrenalin-Tropf gehängt.


    Alles was den Adrenalinspiegel erhöht, erhöht also gleichzeitig die Bereitschaft zum Auslösen von Extrasystolen, Herzrasen, Vorhofflimmern. (Stress, Aufregung, Angst, Wut, Schreck usw.)


    Jetzt verstehe ich, warum bei mir in schon kritischen Situationen ein Adrenalinstoß genügt, um das Herz aus dem Takt zu bringen. Also wenn z.B. der Histaminspiegel schon sehr erhöht ist, oder die Hohlvene infolge Blähungen schon etwas abgedrückt.


    Die Dehnungsrezeptoren im Herzen werden möglicherweise durch das Adrenalin stimuliert.


    Dies nur mal so zum Nachdenken.


    Viele Grüße und Tschau *:)

    Eine kleine Anmerkung zum Adrenalin: früher ist mir aufgefallen, dass ich nach dem Zahnarztbesuch immer das unbestimmte Gefühl hatte, dass sich das irgendwie negativ auf mein Herz ausgewirkt hatte. Ich habe das bisher auf das Amalgam zurückgeführt, das eventuell herausgebohrt wurde. Kürzlich jedoch habe ich erfahren, dass in den schmerzstillenden Spritzen unter anderem Adrenalin ist, um stärkere Blutungen zu verhindern. Seitdem versuche ich, ohne Schmerzspritzen auszukommen, wobei das natürlich auch wieder ein gewisser Stress ist...


    Im übrigen bestätigt das (Stimulation durch Adrenalin), was ich schon immer gefühlt habe: alles, was das Herz zum schnelleren Schlagen veranlasst, führt zu Vorhofflimmern. Bei mir jedenfalls.

    Ich lese hier schon seit 2008 als Hintergrundfrau mit und ich habe schon viele Parallelen zu meinen Beschwerden gefunden. Habe Herzrhythmusstörungen seit über 30 Jahren (bin 62) und hatte auch bereits E-Mail-Kontakt zu Gerhard, der ja wirklich sehr kompetent und forschungsfreudig ist. Ich habe bereits einige Ablationen und Elektroschocks hinter mir und auch einen Versuch mit dem neuen Medikament Multaq 400, das ich über ein Jahr – verbunden mit vielen Kontrollen beim Hausarzt – genommen habe. Vor einigen Wochen habe ich es abgesetzt, da ich jetzt nach ca. 9 Monaten ohne Vorhofflimmern wieder Attacken bekomme. Nehme nun leicht dosiertes Bisoprolol. Habe mich nun schlau gemacht in bezug auf Histaminintoleranz, da ich schon immer das Gefühl habe, dass die Beschwerden vom Magen oder Darm ausgelöst werden. Kriege zuerst immer einen ganz dicken Magen, dann ein Druckgefühl im Unterbauch, dann Bluthochdruck, dann Vorhofflimmern. Festgestellt habe ich, dass ich durch Kakao und Zimt erhebliches Vorhofflimmern bekomme, meist so nach 2-8 Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Herzrasen bekomme ich von Hartkäse, Haselnüssen, frischen Forellen, Paniermehl und Mozzarella. Werde das am Donnerstag mit meinem Hausarzt klären. Außerdem werde ich mir auf Anraten meines Hausarztes jetzt mal Birnenhonig (Rezept Hildegard von Bingen) mit Bärwurz, Galgant... machen und den kurmäßig lt. Beschreibung nehmen. Soll den Darm entgiften, reinigen und Blähungen beseitigen.


    Hat jemand Erfahrung damit? Und kennt jemand die Hildegard-Medizin?


    Freu mich auf Eure Antworten.

    Hallo, Edelgard,


    ich habe Pellind, das dem Daosin entspricht, genommen, aber keine Wirkung bemerkt. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich eine Histamin-Intoleranz habe. Vielleicht kann Histamin auch ohne Intoleranz zu Störungen führen, wenn das Herz empfindlich genug reagiert. Oder es wirkt nicht direkt auf das Herz, sondern über den Darm (und eventuell Druck auf die Hohlvene), wie Gerhard sagt. Ich weiß es nicht.


    Wichtiger erscheint mir, mich strikt histaminarm zu ernähren, was ich konsequent durchführe. Außerdem lasse ich alles weg, was ich nicht vertrage.


    Prof. Jarisch empfiehlt bei Herzrhythmusstörungen aufgrund von Histamin-Intoleranz außer der Diät auch H1-Rezeptorenblocker (Antihistaminika, die an den H1-Histaminrezeptoren ansetzen). Das habe ich noch nicht probiert, möchte es auch ohne ärztliche Begleitung nicht versuchen, da Antihistaminika auch Rhythmusstörungen auslösen können. Aber es wäre vielleicht einen Versuch wert. Frag doch deinen Hausarzt. Wo ich lebe (in Schweden), kann ich leider keinen Arzt dazu bewegen, mir das zu verschreiben. Allerdings muss ich noch sagen, dass Jarisch nicht von Vorhofflimmern spricht, sondern allgemein von Herzrhythmusstörungen.


    Was die Hildegard-Medizin betrifft, habe ich mich des öfteren damit beschäftigt, aber leider vertrage ich die meisten Mittel nicht – zu stark, zu scharf etc. oder gar in Wein gekocht. Es würde mich interessieren, was für Erfahrungen du machst.


    Alles Gute, :-)

    Hi Vidgi,


    auch ich habe festgestellt, dass die Hildegard-Medizin wohl nichts für mich ist. Habe mir den Birnenhonig zubereitet. War eine Schweinearbeit. Aber ich habe dann dreimal nur einen Teelöffel genommen und es ist mir gar nicht gut bekommen. Es ist sehr scharf und ich fing an zu schwitzen, wurde sehr unruhig, mein Blutdruck war bei 180 und ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Innerlich fühlte ich mich sehr aufgewühlt. Lediglich mein Bauch wurde sehr schlank, weil viel Luft entwichen ist. Aber ich denke, ich werde es nicht weiter probieren.


    Daosin habe ich mir mal bestellt. Wenn ich mal eingeladen bin und es nicht möglich ist, die Diät einzuhalten, dann soll es ja helfen. Mal sehen. Ansonsten habe ich mir eine Liste mit allen möglichen Sachen ausgedruckt, an der ich gut erkennen kann, welche Lebensmittel nicht gut sind. Findet man unter www.histaminintoleranz.ch unter Downloads. Ist überhaupt eine gute und sehr informative Seite.


    Mein Arzt hatte mir auch schon einen H1-Rezeptorenblocker verordnet, den ich aber gar nicht vertragen konnte. Ich bekam innerhalb kurzer Zeit Herzrhythmusstörungen. Muss ihn mal drauf ansprechen, ob es nicht noch was anderes gibt, das diese Nebenwirkung nicht hat. Aber ich glaube, ich werde mir einen guten Allergologen suchen, vielleicht weiß der mehr. Mein Hausarzt ist manchmal ein bisschen genervt, wenn ich ihn wegen Histamin frage.


    Aber Du hast wohl Recht, am besten ist es, wenn man die Diät einhält. Habe auch schon mal die Auslassdiät gemacht. Da ging es mir super gut. Aber man kann ja nicht immer nur Kartoffeln, Reis und gutes Fett essen. Habe es jetzt erweitert, um die Lebensmittel, die auf der Liste mit "0" bezeichnet sind. Aber manchmal passiert es doch, vor allem bei den E-Nummern, dass man was isst, was nicht gut ist. Genauso wie am Wochenende der Zimt in Pflaumenkuchen und in selbst gemachten gebrannten Mandeln, wo ich 24 Stunden Vorhofflimmern hatte. Und dann immer dieser dicke Bauch. Es ist wirklich nicht einfach, aber ich habe keine Lust, immer die starken Medikamente gegen Vorhofflimmern, die ja doch nicht optimal helfen, zu nehmen, obwohl mein Herz lt. vieler intensiver Untersuchungen kerngesund ist. Auch von dem Marcumar möchte ich weg.


    LG


    Edelgard *:)

    Hallo, Edelgard,


    deinem Posting habe ich mehrere für mich wichtige Anregungen entnommen. Wenn du schon so lange Vorhofflimmern hast, würde mich der genauere Verlauf interessieren. Wie oft und wie lange waren die Attacken z.B. vor und nach den Ablationen, unter dem Medikament und während deiner Auslassdiät. Vor allem das Letzte interessiert mich, da ich selbst schon eine Auslassdiät gemacht habe und dann auf einen Pflaumenkuchen, den mir jemand mitgebracht hatte, mein erstes sehr heftiges und langes Vorhofflimmern bekam. Sozusagen ein unfreiwilliger Nahrungsmitteltest. Eigentlich hätte ich eher Durchfall erwartet als das! Ich war sehr überrascht. Ich weiß jetzt natürlich nicht mehr, ob Zimt da drauf war, aber es ist nicht unwahrscheinlich. An Zimt habe ich noch nicht so gedacht, obwohl ich ihn eher vermeide.


    Schöne Grüße,

    Hallo, auch ich habe seit Jahren Vorhofextrasystolen – die ich aber mittels Metohexal 100 (1 p.Tag) sehr gut im Griff habe. Noch besser ist es geworden., seit dem ich Medikamente für meine Schilddrüsenunterfunktion bekomme. Ich spüre fast nichts – ausser 1 Woche vor meiner Periode und evtl. nach Alkohol (aber nur – wenn etwas mehr war als sonst). Regelmässiges Walken bringt auch Ruhe in den Motor! :)


    Das mit dem Magen habe ich mir auch schon mal gedacht – es fühlte sich genau so an, wie von Dir beschrieben. Ich hatte auch immer das Gefühl, da ist ein Nerv im Magen, der die Extraschläge auslöst?! Seit ich meinen Magen nicht mehr so überlade und am Abend fast nichts mehr esse – geht es mir besser. (Klopf jetzt mal schnell auf Holz) *lol*


    Alles Gute den Leidensgenossen :)*

    @ AndreMG

    danke, werde ich probieren. Letztes Mal habe ich mich ohne Spritze durchgequält.

    @ Bluebella

    Hat dir jemand erklärt, warum Schilddrüsenunterfunktion Herzrhythmusstörungen verursacht? Würde mich interessieren, denn nachdem meine Schilddrüse fast total entfernt wurde, bin ich mit den Werten eher an der unteren Grenze. Das wird aber von den Ärzten nicht als Ursache angesehen und nicht beachtet.


    Bin heute deinem Beispiel gefolgt und habe abends weniger gegessen. Ein guter Tip!


    Es grüßt euch @:)

    Schade, dass die Threaderöffnung schon 4 Jahre zurück liegt und Gerhard wohl nicht mehr "vorbeischaut", denn ich kann nur bestätigen, was er schreibt. Dieser "nervige Punkt" im Magen-Darm-Bereich wird der Vagus sein, der 10. Hirnnerv, der in fast allen inneren Organen präsent ist und das vegetative Geschehen beeinflusst.


    Ich hatte mal aufgrund einer Störung im Bereich des Zwerchfells am laufenden Band Extrasystolen. das hat zwei oder drei Wochen gedauert, ich habe das mit viel Melissen- und Kamillentee wieder in den Griff bekommen. Mich wundert nicht, dass Extrasystolen in der Bevölkerung zunehmen, es steigt doch bei den Leute auch die nervöse Unruhe. Niemand nimmt sich mehr Zeit zum Essen und schlingt irgendetwas hinunter, wobei es auch Nahrungsmittel gibt, die an sich schon extrasystolenverdächtig sind, kaliumreiche Dinge oder stark saure Dinge, auch kaltes Wasser am Morgen auf nüchternem Magen kann Extrasystolen auslösen, wenn der Vagus gerade nicht gut drauf ist.


    Ich finde es bemerkenswert, was Gerhard beobachtet hat. Nun, da der Ärzteberuf, wie er heute praktiziert wird, wohl bald aussterben wird, kann man als medizinischer Laie nicht genug lernen, um sich und anderen ein wenig weiterzuhelfen. ;-)


    Ich weiss nicht, wie hoch der Prozentsatz der Extrasystolen ist, der durch Störungen im Magen-Darm-Bereich ausgelöst wird, aber ich denke, er ist sehr hoch. Das Schlimme ist, dass man den Leuten dann Betablocker gibt anstatt sie auf eine korrekte Ernährung hinzuweisen.

    Ab einem gewissen Alter (50?) sollte man nach 18 Uhr nichts mehr essen. Man schläft sicher um einiges besser.


    Auch wäre zu beachten, dass ab ca. 17 Uhr das vegetative Nervensystem, das die Verdauung regelt, zum grössten Teil auch schlafen geht und durch das ZNS eine lückenlos Verdauung nicht gewährleistet ist. Das heisst für den Laien, die Speisen bleiben über Nacht (bis ca. 5 Uhr früh) oft unverdaut im Magen/Darm liegen und fangen dort zu gären an, wenn es sich um Obst und Gemüse und Zuckerhältiges handelt. Wenn ein sensibler Mensch am Morgen leichten Schwindel hat, so kann das durchaus von den nächtlichen Gärgasen im Darm kommen! Kein Spass!


    Ist der Darm gesund, ist der ganze Mensch gesund – die Asiaten wussten das schon vor 3000 Jahren, aber die westliche Schulmedizin tut sich da noch schwer... Die westliche Schulmedizin verschliesst vor diversen Erkenntnissen die Augen, als wollte sie uns absichtlich krank halten, was weiter nicht verwunderlich ist, bedenkt man, dass die Ärzte von den Kassen bezahlt werden (die ohnehin schon pleite sind) und nicht von den geheilten Patienten. Im alten Persien wurden Ärzte nur bezahlt/belohnt, wenn sie helfen konnten. Starb der Kranke, war das Ansehen des Arztes auf Dauer ruiniert. Man stelle sich das in unserer Zeit mal vor... ;-)


    Wir sind eine Gesellschaft der Kranken geworden, weil wir unser Leben aus der Hand gegeben haben. Viele Leute wissen nicht mal, dass ihr Organismus über natürliche Selbstheilungskräfte verfügt und dass jede Krankheit, die nicht zum Tod führt, von selbst ausheilt. Das klingt zwar jetzt zynisch, soll aber heissen, dass man nicht gleich immer zum Arzt laufen soll, nur weil irgendetwas weh tut. Man soll es zuerst selbst versuchen, weil man seinen Körper doch besser kennt als der Arzt und auch selber für seinen Körper verantwortlich ist. Und der Körper dankt es auch, wenn man ihm nicht gleich die volle Chemie verabreicht hat. Eigentlich schlucken wir Gifte (Medikamente), um gesund zu werden, das ist an sich schon paradox. Und gesund werden wir dadurch auch gar nicht, es verschwinden nur die Symptome. Westliche Schulmedizin = Symptombekämpfung durch die Pharmaindustrie. Heilung ist das nicht. Die in ihrer Syptomatik bekämpfte Krankheit wird nur verdeckt und auf eine andere Ebene verschoben und bald ist man wieder krank, an einem anderen Organ, einer anderen Stelle, und so gehen die Kassen eben pleite wie auch alle anderen Systeme, die nicht logisch und ehrlich durchdacht sind.


    Wenn jemand glaubt, dass er herzkrank sei, nur weil er abends viel gefuttert hat und deshalb nachts Herzklopfen/Herzjagen kriegt, dann geht diese Unwissenheit auf das System zurück, das uns belügt. Das Traurige ist, dass der Leidende dann eben Betablocker kriegt, wenn die Zustände anhalten, und er damit die Pharmariesen ernährt anstatt dass ihm jemand sagt: Bitte hör doch mit der Völlerei am Abend auf, weil das einfach unnatürlich für deinen Organismus ist!


    Und das ganz Schlimme ist, dass man sich eventuell über die Jahre hinweg wirklich ein kränkliches Herz schaffen kann, wenn man sich abends zuschaufelt und sein Herz damit unnötig belastet. Denn es bleibt sicher auf lange Sicht nicht ohne Folgen für Herz und Kreislauf, wenn man Abend für Abend mit vollem Magen zu Bett geht. Das betrifft geschätzte 80 bis 90% der Bevölkerung. Abends gut essen ist doch ganz normal... tagsüber hatte man doch keine Zeit zum Essen...


    Möglicherweise (blosse Vermutung) gehen viele Herzkrankheiten unserer Zeit auf diese abendliche Völlerei zurück?

    @ mona567

    Ganz lieben Dank für Deine Ausführungen. Das gleiche habe ich in den letzten Monaten auch erfahren. Wenn ich nach 18 Uhr noch was esse, dann kann ich auch nicht schlafen und es geht mir auch nicht so gut. Also esse ich jetzt immer vor 18 Uhr und wenn ich das nicht schaffe, dann gibts halt nichts mehr, auch wenn ich seit Mittag nichts hatte. Da bin ich einfach konsequent. Und mir gehts damit erheblich besser, ich werde nachts auch nicht um 3 Uhr wach und kann vor Herzklopfen nicht mehr schlafen.

    @ vidgi

    Mit meinen Herzrhythmusstörungen, das ist eine lange Geschichte. Seit ich 32 bin, nach der Geburt meines dritten Kindes, fing alles mit Herzrasen an. Erst waren es kurze Anfälle, aber dann kam es immer öfter. Als ich ca. 40 war, war es richtig schlimm. Wechseljahre hieß es dann. 1995, da war ich 46, bekam ich ein Schilddrüsenkarzinom. Meine Schildddrüse wurde sofort entfernt und ich hatte dreimal Radiojodtherapie. Das war schrecklich. Die Tachykardien wurden noch schlimmer und – ich glaube es war 2003 – bekam ich eine Ablation bei Reentry Tachykardie an der Uni in Bonn. Ich hatte Ruhe bis 2004 mein jüngster Sohn tödlich verunglückte. Ich bekamt erhebliche Atembeschwerden und Vorhofflimmern anfallsweise. Das hat aber nichts mehr mit den Tachykardien zu tun, die waren weg. Lag in einem Monat manchmal 4-5 Mal im Krankenhaus, bekam immer Elektroschocks, anders war das Flimmern nicht zu stoppen. Alle Medis halfen nix. Ich hatte oft bei den Anfällen auch Magen- und Bauchprobleme. Oft während des Anfalls auch Durchfall, richtig schlimm. Aber darauf ging niemand ein. Fast ein ganzes Jahr hatte ich dann ständiges Vorhofflimmern, das nicht mehr zu stoppen war. Dabei bekam ich Marcumar und Betablocker in sehr hoher Dosierung. Dadurch wurde der Puls soweit runtergefahren, dass ich das Flimmern nicht merkte. Fühlte mich aber sehr schwach.


    Mitte 2008 zogen wir um und ich bekam einen neuen Hausarzt. Dieser wollte das alles so nicht hinnehmen und nach zig Untersuchungen und Vorsprachen bei allen möglich Spezialisten wurde ich Ende 2009 in die Herzklinik in Bad Oeynhausen überwiesen. Dort riet man mir, eine Ablation vorzunehmen, da lt. EKG es sich bei mir wohl nicht um Vorhofflimmern, sondern um Vorhofflattern handelt oder Vorhofflimmern, das sich auf Vorhofflattern aufbauen würde, also zuerst Flattern, dann Flimmern. Die Ablation habe ich dann machen lassen. Alles war gut. Bis zum März 2010, da bekam ich wieder Vorhofflimmern. Ich konnte sofort nach Bad Oeynhausen (ca. 250 km) kommen und man nahm mich stationär auf. Gerne wollte man keine weitere Ablation machen. Daher riet man mir, nachdem das Flimmern von alleine aufhörte, Multaq 400 2 x täglich zu nehmen. Ich hab es gut vertragen, aber vor zwei Monaten, glaube ich, riet mir mein Hausarzt es abzusetzen, da in einer Studie von Todesfällen berichtet wurde. Das habe ich dann gemacht, erhielt einen sehr niedrig dosierten Betablocker und Marcumar. Seitdem habe ich etliche Anfälle gehabt: Herzklopfen, Herzjagen und Vorhofflimmern (einmal 25 Stunden, einmal 24 Stunden). Hörte von allein wieder auf. Ich kam dann durch einen Bericht im Internet auf Histamin. Und da bin ich heute und ich habe Daosin genommen seit 3 Tagen. Ich habe das Gefühl, es hilft mir. Ich nehme nur je 1 Kapsel zweimal täglich direkt vor den Mahlzeiten. Habe gestern geräucherten Fisch gegessen und er ist mir gut bekommen. Heute morgen zum Frühstück Tomaten. Ist auch gut gegangen. An Schokolade und Zimt traue ich mich aber nicht dran. Bin ja schon froh, wenn ich einigermaßen was essen kann. Ich werde mich an die Liste aus dem Internet halten und dann das Daosin nicht ständig nehmen. Wollte jetzt erstmal eine Basis schaffen. Mit Zimt haben aber sehr viele riesige Probleme. Also können Deine Beschwerden auch davon sein.


    Jetzt habe ich wieder einen endlosen Roman geschrieben, aber frag ruhig weiter, wenn Du möchtest. Wie ist es denn bei Dir? Das würde mich natürlich auch interessieren.


    Wo wohnst Du eigentlich in Schweden? Ist ein herrliches Land.


    Habt alle eine schöne Woche.