Hallo zusammen *:)


    ich wünsche Euch natürlich zuerst alles Gute für 2012 und daß das Herz immer richtig "tickt"


    Morgen habe ich wieder einen Arzttermin (ich war ausserdem auch wieder mal im Krankenhaus), ich werde Euch in den nächsten Tagen noch was dazu schreiben.


    Lg Christine

    Wünsche allen ein Frohes neues Jahr...


    Ich bin Michaela und bin neu hier. Bin 35 und habe seit einem Jahr ständige Herzrhythmusstörungen und tierisch Angst.Ich fühle sie jeden Tag. Manchmal denk ich es bleibt einfach stehen, es fehlen Schläge. Jedesmal wenn ich beim Arzt bin sind sie nicht so ausgeprägt wie zuhause. Durch die ständige Angst mach ich zur Zeit nicht viel. Nach einer BSV-OP an der Halswirbelsäule bin ich noch krank geschrieben (war vor 5 Wochen). War schon bei einem Kardiologen und in einem ambulanten Herzzentrum. Langzeit-EKG und Blutdruck wurde gemacht. Mehrere VES und 1 Salve, erhöhter Blutdruck. Belastungs-EKG bis 150 Watt, Ultraschall vom Herzen ohne Befund. Die Ärzte meinen, ich brauch mich keine Gedanken zu machen, aber wenn man täglich dieses Gefühl hat das das Herz aussetzt oder auch mal doppelt schlägt macht einen das ganz schön kaputt. Es geht über Stunden.


    Das war die Kurzfassung von mir und ich hoffe, es ist verständlich was ich damit ausdrücken möchte. Lächel.


    Habe schon viel hier im Forum gelesen und nun war es mal Zeit für eine Anmeldung.


    Liebe Grüße


    Michaela

    HERZNEUROSE


    Hallo zusammen,habe hier schon viel über das Thema Herzneurose gelesen und bin erstaunt das es vielen so geht wie mir. Ich hatte früher hin und wieder Herzrasen und hab mich nie damit beschäftigt,erst als ich deswegen auf die Intensivstation gekommen bin hatte das Kind einen Namen:paroxysmale Tachyarrhytmia absoluta bei Vorhofflimmern.Dann nahm alles seinen Lauf,Ärzte,Krankenhäuser,Reha´s Therapeuten,Untersuchungen..............Einer der Therapeuten sagt mir ich wäre durch diese ganzen Erlebnisse traumatisiert.Seit mehr als fünf Jahren lebe ich damit,mal besser,mal schlechter,aber die Angst die bleibt,wann kommt es wieder,wie lange dauert es jetzt,was passiert mit mir? Ich weiß das der Kopf wohl die entscheidene Rolle spielt,nur wie kann ich das abstellen?Gibt es etwas das dauerhaft hilft?


    L.G Cat 69

    HERZNEUROSE


    Hallo zusammen,habe hier schon viel über das Thema Herzneurose gelesen und bin erstaunt das es vielen so geht wie mir. Ich hatte früher hin und wieder Herzrasen und hab mich nie damit beschäftigt,erst als ich deswegen auf die Intensivstation gekommen bin hatte das Kind einen Namen:paroxysmale Tachyarrhytmia absoluta bei Vorhofflimmern.Dann nahm alles seinen Lauf,Ärzte,Krankenhäuser,Reha´s Therapeuten,Untersuchungen..............Einer der Therapeuten sagt mir ich wäre durch diese ganzen Erlebnisse traumatisiert.Seit mehr als fünf Jahren lebe ich damit,mal besser,mal schlechter,aber die Angst die bleibt,wann kommt es wieder,wie lange dauert es jetzt,was passiert mit mir? Ich weiß das der Kopf wohl die entscheidene Rolle spielt,nur wie kann ich das abstellen?Gibt es etwas das dauerhaft hilft?


    L.G Cat 69

    cat 69

    Hallihallo, es liest sich ja wie mein "Herzkasperl". Ich habe aber nicht die schnelle Form, d.h. über 100 Puls sondern die langsame Form. Mein Kreislauf und Puls geht nach ein paar Stunden VHF in die Knie; das war vor 2 Wochen wieder der Fall. Ich wurde ohnmächtig und bin in der Küche umgefallen (hätte ich mich doch nur für eine Zeit ins Bett gelegt). Ich muß Euch sagen, ich hatte mehr Glück als Verstand. Ich schlug mit dem Hinterkopf auf die Tischkante, hatte im Fallen noch einen kleinen Schrank mitgenommen und kam auf der offenen Spülmaschinentür zum Liegen. Spülte derzeit "zu Fuß".


    Nach der Untersuchung im Krankenhaus durfte ich wieder nach Hause - meine (u.a.) Beule am Hinterkopf habe ich immer noch - wird aber immer kleiner.


    Der Auslöser dieses VHF war meine Unvernunft: Ich war am Weihnachtsmarkt und habe Glühwein getrunken. Ich weiß, ich vertrage keinen Alkohol - er ist bei mir immer ein Auslöser.


    Ich habe Akupuntkursitzungen hinter mir - ich gehe davon aus, dass meine Auslöser auch mit Neurose zu tun haben.


    Derzeit geht es mir gut. Ich nehme nur Betablocker und habe die Schulung zur Selbstmessung für Marcumar erledigt.


    Es grüßt Euch Christine *:)

    Hallo Christine,bei deinem Vorfall bekommt man ja einen richtigen Schreck.Da hast Du echt Glück gehabt.Bei mir ist es so das der Puls sehr hoch ist und der Blutdruck niedrig.Ich denk zuviel nach bei jedem Zucken oder Stechen mache ich mir gleich nen Kopf.Können denn Gedanken soviel Einfluß auf unsere Körper haben

    Habe das Herzrasen in der Neujahrsnacht bekommen ich glaube der Auslöser war der Bass der Boxen.Wie überlistet man die negativen Gedanken?


    Hoffe bis bald


    Cat69 @:)

    @ Gerhard,

    frohes Neues Jahr zunächst einmal allerseits!


    Nachdem ich nochmal Deine Artikel gelesen habe, denke ich, es könnte was dran sein an der "Hohlvenen-Theorie".


    Ich bin vor ein paar Wochen nachts mit Vorhofflimmern aufgewacht und habe schlecht Luft bekommen. Und mit dem Kopf auf der Matratze hört man den Herzschlag und das pulsierende Blut zum Teil sehr deutlich.


    Ich habe dann angefangen den Magen direkt in der Brustmitte unterhalb des Brustbeins zu reiben und zu drücken. Das Vorhofflimmern hat sofort aufgehört. Dann habe ich an der Stelle ein leichtes Druckgefühl im Magen gespürt und weitermassiert. Plötzlich musste ich laut aufstoßen. Danach war der Spuk vorbei. Auch das Pulsieren des Blutes und der Herzschlag war dann nicht mehr so laut zu hören, sondern ruhig und gleichmäßig.


    Vielen Dank deshalb auch für den Tipp, den Magen zu massieren! Vom Gefühl her, hätte ich nicht gedacht, überhaupt Luft im Bauch zu haben. Aber es scheint tatsächlich nicht nur den Abgang von Luft zu begünstigen, sondern auch den Blutfluss in der Hohlvene zu beeinflussen.


    Ürbigens, das mit meiner "Theorie" vom direkten Druck des Magens über das Zwerchfell auf das Herz, stammt nicht nur von mir. Mein Hausarzt (gleichzeitig Facharzt für Kardiologie) war der Meinung es könnte diesen Zusammenhang geben. Man hätte schon öfters beobachtet, dass viele Herzanfälle besonders nach dem Essen auftreten. Das Problem ist nur, die Ärzte sagen einhellig, dass es ansonsten harmlos wäre und man das nicht vorbeugend behandeln könne. Man müsse halt die üblichen Risikofaktoren vermeiden und dann sei alles gut.


    Aus Kardiologensicht sicherlich nicht falsch, nur bleibt uns das ungute Gefühl, wenn man wieder mal einen Anfall hat.


    Ich denke, es ist schon so, wie Du sagst: wenn man sich entsprechend danach richtet, sich umsichtig ernährt, rechtzeitig den Magen massiert usw., dann lassen sich die Rhythmusstörungen und Vorhofflimmern weitgegehend vermeiden. Die kleine nächtliche Vorhofflimmer-Attacke war dann auch auf das unvorsichtige Essen in der Vorweihnachtszeit zurückzuführen.


    Es beruhigt mich auf jeden Fall, wenn das Vorhofflimmern, auch nach dreizig Jahren, nicht zunimmt. Ich hatte eher die Befürchtung, es würde sich evtl. eine Herzschwäche mit Vergrößerung des Herzmuskels ausbilden können.


    Viele Grüße,

    Hallo zusammen, hallo Gerhard, bin neu hier, euch über Google mit Stichwort Katheterablation gefunden. Meine Diagnose: Bradykardie-Tachykardie-Syndrom bei gesundem Herzen und ohne Grunderkrankung. Seit 15.12.2011 Träger eines HSM gegen langsame Frequenzen. Am Mittwoch komm. Woche ist bei mir eine Katheterablation gegen VHF vorgesehen. Da ich hier gelesen habe, dass durch entsprechende Massage der Bauchgegend das VHF beendet werden kann, und bei mir das VHF exakt dort immer seinen Ursprung hat, bitte ich dringend um genaue Beschreibung, wie diese Massage erfolgen soll. Vielleicht kann man dann auf die Lungenvenenablation verzichten ??? Da ich vorwiegend im Büro vor dem PC sitze in vorngebeugter Position, fangen meine Probleme vorwiegend dort an, bzw. im Schlaf gegen 3.00 Uhr. Für alle Zuschriften wäre ich sehr dankbar.


    Gruß

    Hallo regenium und alle im Forum,


    Ich habe seit ca 3 Jahren bradykardes VHF, dass heißt ich habe nicht das hier of geschilderte Herzrasen, sondern mein Herz fällt, meist durch oder nach einer gröberen Anstrengung einfach aus dem Rhythmus und schlägt fortan für fast 24 Stunden unregelmäßig, was mich in meinem körperlichen Wohnbefinden erheblich einschränkt. Am Puls ist das sofort leicht festzustellen, weshalb ich auf eine EKG seit einiger Zeit verzichten kann.


    Als das Leiden begann, hatte ich auch keine Ahnung was das denn sei. Auch hier im Forum wird immer wieder berichtet, dass sie diese Störungen hatten, jedoch beim EKG meist nichts festzustellen war. Das ist auch völlig logisch, denn Herzrhythmusstörungen wie VHF kann man aussschließlich nur in "Aktion" per EKG "einfangen".


    Die Internisten verschreiben meist Betablocker oder Rhythmusmedikamente mit zum Teil erhebliche Nebenwirkungen. Meine Internistin verschrieb mir beispielsweise Betablocker obwohl ich nur einen Ruhepuls von 55-60 habe. Dazu habe ich Amiodaron und später Dronedaron bekommen, doch es half alles nichts, das VHF kam sogar öfter und stärker. Außerdem darf man nicht vergessen, das alle diese Anti-Arrhytmika eigentlich im Krankenhaus unter ärztlicher Aufsicht beginnen sollten, denn es kann nämlich in Einzelfällen durchaus vorkommen, dass man die erste Einnahme zu Hause nicht überlebt. Diese Vorgangsweise wird auch von vielen Kardiologen ausdrücklich empfohlen.


    Auch wird hier im Forum öfters die Einnahme von nahrungsmittelergänzenden Tropfen, sowie Calium, Magnesium udgl. angeraten und dabei übersehen, dass diese Mittel, deren Wirkung ich nicht bezweifeln möchte, ausschließlich nur in jenen Fällen helfen können, bei denen die beklagte Herzrhythmusstörung explizit auf eine Störung bzw Mangel im Elektrolythaushalt zurück zu führen ist. Dies ist vorher leicht abzuklären.


    In allen anderen Fällen jedoch, und zwar den meisten, kann nach den bisherigen Stand der Medizin nur ein manueller Eingriff an der störenden Leitungsbahn im Inneren des Herzen wirklich und nachhaltig helfen.


    Ich habe mich daher nach gründlicher Information und sehr langem Zögern endlich zu einer Kathederablation mittels Radiofrequenz entschlossen, da ich überzeugt bin, dass es keine wirkliche Alternative gibt.


    Ich bin 61 Jahre alt und möchte nicht noch theoretisch 20-25 Jahre ständig dieses Macuomar einnehmen mit all den negativen Beleitumständen, sondern mich endlich wieder halbwegs auf meinem Körper verlassen können. Ausschlaggebend war auch, dass ein befreundeter Arzt mit dem gleichen Problem sich gleich zu diesen Eingriff entschließen konnte und seither vollkommen beschwerdefrei ist.


    Natürlich gibt es auch ein Risiko, aber wo gibt es kein Risiko. Mein Freund sagte mir, auch wenn du nichts machst, hast ein Risiko und noch dazu kein kleines, denn es ist allgmein bekannt, dass Menschen mit Herzrhythmusstörungen eine deutlich geringeres Lebenserwartung haben und viel eher den gefürchteten, plötzlichen Herztod sterben können.


    Ich möchte auch Gerhard mit seiner Erfahrung und Theorie grundsätzlich nicht widersprechen, weil meine VHF-Episoden oft auch nach den Mahzeiten, beim Lachen, Bücken usw auftreten, aber dann kommen sie auch in ganz anderen Situationen, weshalb ich mir denke, dass dieses Leiden an der Wurzel zu packen ist. Denn wenn es nur eine Sache der Verdauung wäre, warum sind dann Patienten nach einer gelungenen Kathederablation geheilt?


    Außerdem weiß ich inzwischen von einem erfahrenen Kardiologen, der speziell Ablationen durchführt, dass das VHF von den Lungenvenen kommt und eigentlich Pulmonalvenenflimmern heißen müsste. Man hat festgestellt, das in manchen Herzen elektrophysiologische Muskelbündel bis zu 3 cm vom linken Vorhof in die Lungenvenen hineinragen und so die falschen Impulse aufnehmen. Diese Anatomie ist natürlich bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt, da viele Menschen solche Störungen überhaupt nicht kennen. Da wurde mir auch klar, warum Anti-Arrhythmika in so wenigen Fällen (ca. 50%) helfen können, weil die Grunderkrankung sehr vereinfacht gesagt gar nicht vom Herzen ausgeht, sondern gewissermaßen das geplagte Organ ist. Daher können allfällige Verdauungsbeschwerden meiner Erfahrung nach höchstens der Auslöser, jedoch nicht die Ursache sein.


    Ich habe meinen Ablationstermin leider erst am 08.05.2012, aber vielleicht komme ich früher dran. Dann werde ich selbstverständlich weiter berichten.


    Ich schreibe hier, weil ich regenium etwas Mut zur Tat machen möchte, was auch mir sehr geholfen und den Entschluß zur Ablation gegeben hat.


    Das aller wichtigste bei so einem Eingriff ist, dass er von dem allerbesten Arzt vorgenommen wird, denn du finden kannst und der schon viele solche Ablationen erfolgreich gemacht hat, weil die Risiken mehr als anderswo vom Operateur abhängig sind!


    Das habe ich bei meiner Auswahl von Klinik und Arzt in jeder Hinsicht berücksichtigt!


    Liebe Grüsse

    @ regenium,

    ich kann es gut nachvollziehen, dass Du die Katheterablation nächste Woche gern noch absagen möchtest, doch bitte jetzt nichts überstürzen, nur weil Du unsere Erfahrungen gelesen hast. Du hast ein entscheidendes Symptom mehr als die meisten von uns, und das ist die Bradykardie, also Episoden mit langsamem Vorhofflimmern. Deshalb trägst Du ja auch den Herzschrittmacher.


    Bitte stelle die ärztliche Meinung nicht wegen eines Laienforums infrage!


    Natürlich können Deine Attacken auch z.B. nach dem Muster meiner Hohlvenenkompressionstheorie auftreten, doch das ist eben nur Spekulation.


    Es wäre falsch zu behaupten, dass ich Vorhofflimmern durch meine Bauchmassage beenden kann. Richtig ist, dass ich die Auslösung von Vorhofflimmern durch die Massage in der Entstehung hemmen kann. Dies möchte ich hier mal klarstellen, denn das ist ein gewaltiger Unterschied und eine Garantie für den Erhalt des Sinusrhythmus gibt es nicht. Es sollte keinesfalls ein Therapieziel sein diese Technik zu beherrschen, denn sehr nervig ist dieser Zustand dennoch.


    Da ich in letzter Zeit massiv mit Magen-Darm-Beschwerden zu tun hatte, wurde ich auch öfters mit den sogenannten "Vorboten von Vorhofflimmern" konfrontiert, also meinem zappelndem-krabbelndem Gefühl zwischen Bauchnabel und Brustbeinknorpel. Ich habe dabei schon mehrfach geglaubt den Kampf verloren zu haben – habe aber unbeirrt weitermassiert bis das Gefühl vorüber war. Erst dann habe ich an der Halsschlagader den Puls kontrolliert und den Sieg bemerkt. Ob es doch zwischenzeitlich schon mal in VHF umgesprungen war, kann ich in dem Moment dann nicht mehr sagen, aber angefühlt hat es sich manchmal so.


    Ich bin mir 100%ig sicher, dass in so einer Situation unweigerlich Vorhofflimmern ausgelöst wird, wenn ich bei Auftreten dieses Gefühls weiter untätig und wie versteinert in der momentanen Körperhaltung verharren würde. Genauso ist es in der Nacht oder auf der Couch, wenn ich irgendwie verwinkelt daliege und auf einmal durch Extrasystolen oder eben durch das beschriebene Gefühl im Oberbauch merke, dass sich etwas anbahnt. Da hilft nur sofort eine andere Körperhaltung einzunehmen um, wie ich denke, die untere Hohlvene von der Umklammerung zu befreien. Die abgehenden Gasblasen im Bauch bestätigen dann meistens meinen Verdacht.


    Nun nochmal kurz zu der Bauchmassage selbst: Wenn das eindeutige Gefühl bemerkt wird, dann sofort diese Stelle kurz über den Bachnabel mit den Fingern beider Hände von rechts nach links bzw. von rechts oben nach links unten tief eingedrückt ganz schnell hintereinander massieren. Auch kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn sind wirkungsvoll, aber das merkt jeder selbst was gut tut. Am besten funktioniert die Massage beim Herumlaufen, aber nicht zwischendurch aufhören um den Puls zu fühlen. Erst wenn das komische Gefühl weg ist und man auch merkt, dass das Blut wieder im Herzen ankommt, dann Puls fühlen. Das Gefühl selbst könnte durch das Nuckeln des Herzens an der unteren Hohlvene entstehen oder durch das Verkrampfen der Vene infolge eines zu hohen Histaminspiegels im Blut.

    @ sigmar_17,

    bei Dir ist es die langsame Variante des Vorhofflimmerns, was aber nicht bedeuten muss, dass andere Auslöser im Spiel sind. Es ist richtig, wenn Du sagst Du willst das Leiden an der Wurzel packen. Aber wo ist die Wurzel? Eine schlechte Verdauung, Lachen, Bücken usw. begünstigen die Auslösung unserer Beschwerden wie Du auch feststellst – aber Ursachen oder Wurzeln sind das nicht. Der von übersensiblen Dehnungsrezeptoren gemeldete Blutmangel im rechten Vorhof und in der Hohlvene, könnte da eher in diese Rubrik passen. Das Herz empfindet diese Meldung bestimmt als sehr dramatisch, was wir aber bei einem gemütlichen Essen mit herzhaftem Lachen nicht nachvollziehen können.


    Vielleicht werden diese Sensoren durch Histamin so sensibel?


    Die Lungenvenen münden in den linken Vorhof und auch dort gibt es Dehnungsrezeptoren, die auf das einmal entstandene Blutdefizit ansprechen könnten. Werden diese sensiblen Dehnungsrezeptoren etwa bei einer Katheterablation verödet? Dann wird kein Blutmangel mehr gemeldet, der ja eigentlich harmlos ist, wir haben auch kein Herzstolpern, Herzrasen und Vorhofflimmern mehr - egal was wir essen und tun


    Dies war aber nur so ein Gedankenspiel.


    Ich wünsche Euch alles Gute.


    Tschau *:)

    @ sigmar_17 und @gerhard

    eure Beiträge haben mir sehr bei der Entscheidung geholfen. Insbesondere die Mut gegeben, sich nicht nur auf die Meinung meines Kardiologen zu verlassen, sondern auch nach der meiner Hausärztin zu fragen. Dies habe ich gerade vor 30 Minuten getan, und siehe da, sie hatte zunächst doch einen anderen Vorschlag. Zunächst abzuwarten, Dosierung der Einnahme von Bisoprolol zu ändern, sowie die Häufigkeit,


    und später ggf. die Ablation erneut ins Auge zu fassen, aber nicht durch Hochfrequenzstrom sondern durch Eis (Kryo) und in einer anderen Klinik (Köln Porz) als ursprünglich vom Herzarzt vorgeschlagen. Außerdem soll ich wieder mit dem Ausdauersport fortfahren, jeden zweiten Tag ca. 50 Minuten. Heute Nacht versuche ich es zunächst mit der Massage "a la Gerhard" und berichte dann hier im Forum. Bin echt froh, dass ich wieder etwas Zeit habe...


    Danke Euch vielmals

    Gerhard,


    ich glaube schon, dass die VHF-Problematik ein ausgeprägtes Grundproblem hat. Falls man wirklich Heilung sucht, kann es nur von dort her gelöst werden. Ich habe sowohl die ärztlichen Maßnahmen gegen die Attacken, wie kaltes Wasser trinken, stark pressen, Luft anhalten usw, sowie die von Gerhard angewendende Massage mehrmals mit negativen Erfolg zur Kenntnis nehmen müssen.


    Ich kann nur versuchen, dieses Grundproblem nochmals laienhaft darzustellen: Wenn ansonsten eine Herzgesundheit, also keine Wandstörung, wie etwa ein schlecht durchbluteter Myokard vorliegt, so haben sich in den Vorhöfen dennoch pathologische Strukturen gebildet, indem im Muskelgewebe "Falten" entstanden sind, von denen die eine oder andere als Straße für eine falsche Leitungsbahn benützt wird, die dann für das 'Trommelfeuer' auf den Sinusknoten bzw AV-Knoten verantwortlich sind. Zum Glück ist aber da noch der Copilot, wie Gerhard den AV-Knoten sehr zutreffend nennt, zur Stelle, der erst durch die richtige Kooordination die Herzarbeit erhält, ansonsten wäre der Tod unvermeidlich.


    Vorausgesetzt es handelt sich um solchermaßen kompakte Herzrhythmusstörungen und nicht bloß um leichte Herzbeschwerden, so liegt der Krankheit ein Mechanismus zugrunde, dem man sicherlich mit keinen Pillen oder Tropfen beikommen, sondern wiederum nur mit einem mechanischen Gerät wirksam entgegen treten kann. Das ist nach dem derzeitigen Stand der Medizin (leider) nur durch einen Eingriff, eben der Kathederablation möglich, die jedoch zum Glück minder invasiv ist.


    Mir wäre es auch lieber, ich könnte meine unerträglichen Beschwerden durch Frequenz-bzw Rhythmuskontrolle oder durch bloße Bauchmassage wegbekommen. Doch das gelingt höchstens einem Drittel der Menschen mit kompakten Herzrhythmusstörungen und auch denen nicht auf Dauer.


    Übrigens ist die Kathederablation ganz gleich ob RF oder Cryo, der medikamentösen Behandlung bereits eindeutig und nachweislich überlegen, sowohl in der Lebensqualität als auch in der Hospitalisierung und Mortalität und ist für viele Kardiologen schon die Behandlung der ersten Wahl!


    Doch es ist wie bei allen OP's, man schiebt sie meist so lange hinaus, bis es nicht mehr anders geht.


    Wenn man mit Menschen mit OP Erfahrungen spricht, bekommt man meistens zu hören, dass es gar nicht so schlimm war und sich im Nachhinein wundert, dass man sich nicht früher hat operieren lassen. Auf die Risiken und Komplikationen möchte ich nicht näher eingehen, da sie ohnehin und überall gegenwärtig sind, man denke nur an den Straßenverkehr und Motorradfahrer.


    Zu regenium:


    Natürlich versuchen manche Ärzte im Wissen um die OP ablehende Haltung ihrer Patienten, die Beschwerden zuerst mittels Rhythmus bzw Frequenzkontrolle in den Griff zu bekommen, auch bei mir war das so.


    Betablocker helfen nichts, weil du die inkriminierte Leitungsbahn mit bloßer Bremse des Herzschlages nicht überwinden kannst und die Usrache nicht das Organ Herz ist. Ähnlich ist es mit den Anti-Arrhythmika, denn die chaotischen Bahnen, und wenn es auch nur eine ist, werden durch die immer öfter auftretenden Episoden zunehmend "frecher", können sich etablieren und schließlich aufgrund der umgebauten Herzstruktur auf Dauer halten, sodass auch eine erfolgreiche Ablation immer schwieriger wird.


    Noch sehr kurz zur Art des Katheders:


    Ich hatte erst auch die Cryo ins Auge gefasst, und zwar wegen der Vorteile, dies sie angeblich bietet. Doch das dürfte dir ohehin alles bekannt sein. Für die RF spricht jedoch, das sie nachweislich immer noch wirksamer ist und auf eine lange Anwendung zurückblicken kann. Die daraus resultierende höhere Erfolgsrate und dass sie weniger oft wiederholt werden muss, gaben bei mir den Ausschlag. Da auch die Cryo nicht gänzlich ungefährlich ist, habe ich mich für die herkömmliche Methode entschlossen. Außerdem wird die Cryo nicht überall angeboten.


    Ich schlage vor, wir bleiben in Verbindung hier im Forum.


    Liebe Grüsse

    Hi zusammen

    ...die Ablation findet bei mir ersteinmal nicht statt. Nächster Termin ggf. im Sommer. Letzte Nacht war grauenvoll, vorwiegend Bigeminus, begleitet von


    einigen Salven, aber kein VHF. Irgendwie dachte ich an eine Funktionsstörung


    des HSM. Heute Nachmittag war ich dann beim Kardiologen, der nicht sehr glücklich


    über meine Entscheidungsänderung war. Eher widerwillig erklärte er, dass eine Änderung der Einstellungen des HSM nicht helfen würde. Ich erinnerte ihn dann daran, dass ich vor der HSM-Implantation doch sehr langsam gewesen sei (nachts zwischen 28 – 180 bps) so dass er schließlich die HSM Einstellungen nach unten


    modifizierte (Impuls erst ab 45 bps und weniger power). Schon nach einer viertel


    Stunde beruhigte sich alles etwas, so dass ich derzeit nur vereinzelte VES verspüre. Oh, wie ich mich schon seit Monaten nach wenigstens einer erholsamen Nacht sehne!


    Nach der Cryoablation gefragt, hat er die hier schonendere Auswirkung dieser Methode auf die Wunde/ lädierte Stelle bestätigt.


    Gruß


    P. S. ich muss mich ein wenig in das Forenleben einarbeiten, ich glaube bislang war ich etwas Schreibfaul. Liegt aber auch an fehlender Forenerfahrung ;-D

    @ regenium,

    da Du ja nun die Ablation verschoben hast, solltest Du jetzt auch versuchen, mit machbaren Handlungen, die momentane Situation zu verbessern.


    Ich hatte Deinen jetzigen Zustand im Jahre 2005 und kann es nachempfinden, wie es Dir geht. Da ich denke, dass ich heute schlauer bin, möchte ich Dir mal das empfehlen, was ich damals hätte besser machen sollen.


    2005 war ich auf dem Höhepunkt meiner bis dahin schon 28 jährigen Vorhofflimmererfahrung. Deine Schilderungen passen haargenau in meine damaligen stationären Episoden, die ich am Überwachungsmonitor durch körperliche Manipulationen beeinflussen und sogar beenden konnte. Dazu gehörten auch Bigeminusattacken nach dem Essen und nach Bradykardiealarm am Monitor in der Nacht. Der vierte Krankenhausaufenthalt in einem Jahr war dann die im Dezember 2005 bei Professor Kuck in Hamburg durchgeführte Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen. Leider hat mir dieser Eingriff nicht den erhofften Erfolg gebracht.


    Als ich nach der Ablation 6 Stunden mit Druckverband an der Leiste ruhig liegen musste und weiterhin Extrasystolen verspürte, ahnte ich schon den Misserfolg. Ein paar Monate später mit dem ersten Rezidiv hatte ich die Bestätigung. Fortan habe ich meine Geschicke selbst in die Hand genommen und meinem Gefühl folgend das getan, was ich für richtig hielt. Dazu gehörte auch, dass ich zweimal direkte Einweisungen ins Krankenhaus wegen Vorhofflimmern abgelehnt habe und nur je eine Nacht nach erfolgter Elektro-Kardioversion dort verbrachte. Danach habe ich mich noch einige Male selbst therapiert, indem ich im Zuge der Selbsttherapieform "pill in the pocket" sofort nach Auftreten von Vorhofflimmern einmalig ein Antiarrhythmikum eingenommen habe, das ich von meinem Hausarzt verschrieben bekam. Danach konnte der Sinusrhythmus immer innerhalb von 24 Stunden wiedererlangt werden und das war für meine Verhältnisse schon ein großer Erfolg. Aber Vorhofflimmern ganz verhindern können, wie es mir jetzt seit etwa 3 Jahren gelingt, ist natürlich viel besser.


    Nun liegt es an Dir, ob Du auch bereit bist, mit kulinarischen Einschränkungen - aber dafür ohne Risiken und Nebenwirkungen - den momentanen Zustand zu verbessern. Einen Versuch wäre es sicher wert und wie es geht, steht in meinen Beiträgen. Wichtigste Voraussetzung dabei ist ein gesunder Verdauungstrakt von der Speiseröhre bis zum Mastdarm. Das hilft Blähungen verhindern, hilft bei der Bildung von DAO für den Histaminabbau etc....


    Über Deine Ernährungsgewohnheiten habe ich in Deinen Postings nichts herauslesen können, nur, dass Dein Vorhofflimmern scheinbar auch immer im Oberbauch seinen Ursprung hat. Vielleicht kannst Du mal was darüber berichten und wie Du Dein VHF-Bauch-Gefühl wahrnimmst.

    @ sigmar_17,

    es freut mich, dass Du Dich so klar für die Ablation entschieden hast und Deinen Entschluss auch verteidigst. Am Ende eines Weges ist man sowieso immer schlauer, weil man dann weiß, wo man hätte eventuell abbiegen müssen. Aber diese Ungewissheit steht vor jeder Entscheidung. Du kannst froh darüber sein, dass Du so kompetente Ärzte an Deiner Seite hast, mit denen Du auch reden kannst – Glückwunsch!


    Liebe Grüße und Tschau *:)