Guten Morgen,


    auch ich will mal wieder ein Update zu meinem Status zum Besten geben. Meine Ablation eines AVNRT erfolgte bekanntlich Ende 2007. Seitdem habe ich vorher nicht da gewesene Rhythmusstörungen, die einige Monate fast ganz verschwunden waren und seit etwa 3-5 Monaten wieder vermehrt – gerade bei Belastung – auftreten.


    Wenn ich z.B. staubsauge und die Wohnung putze, mich dabei viel bücke etc., dann kann ich sicher sein, dass die Rhythmusstörungen wieder kommen. War deshalb nun beim HA, der neben Blut und LangzeitEKG auch mal wieder die Schilddrüse kontrolliert hat. Hier die Ergebnisse:


    Langzeit-EKG:


    Tachykardie – 91


    SVES – 223


    Couplet – 1


    SVTach – 2


    VES – 54


    Soviele SVES hatte ich bei den früheren Langzeit EKGs nicht. Aktuell traten sie beim Langzeit EKG auf als ich den Haushalt (mit hohem Tempo) gemacht und ich mich dabei oft gebückt habe. Beim Radfahren mit Langzeit EKG waren sie aber weniger vorhanden. Laut Hausarzt sei das Langzeit EKG aber in Ordnung und ich müsste nix veranlassen. Die SVES seien harmlos. Zurzeit nehme ich keinen Betablocker mehr (früher Concor cor 1,25).


    Was meint Ihr?


    Blutwerte:


    Die Blutwerte waren allesamt in Ordnung, aber nur bis auf die Borrelienwerte. Diese wie folgt:


    Borrelia b. IgG – LIA <10


    Borrelia b. IgM LIA – 1.26 / positiv


    Borrelia IgM Line Blot – negativ


    Zusatz: "Das ergebnis des AK-Nachweises gegen borrelia burgdorferei ist grenzwertig. Eine abschließende Aussage kann aus dieser Probe nicht getroffen werden. Verlaufskontrolle bei weiterbestehendem klin. Verdacht auf Borrelieninfektion in 2 Wochen angeraten. Kreuzreaktion mit Treponemen möglich! Borrelien immunoblot wurde lt. Empfehlung der MIQ lyme borreliose zur abklärung des Suchtestergebnisses durchgeführt."


    SD-Werte:


    CRP qu. – 0.9


    TSH basal LIA – 1.42


    Freies T3 LIA – 3.53


    Freies T4 LIA – 1.45


    TSH-Rez. Ak – 0.34 neg.


    TAK – 66 neg.


    TPO-Ak LIA – 7 neg.


    Laut Hausarzt habe ich wohl mal eine Borreliose, einen Zeckenbiss, gehabt. es sei aber nun nichts zu veranlassen. Leider habe ich vergessen, den Hausarzt nochmal auf diesen Zusatzhinweis anzusprechen.


    Was meint Ihr dazu?


    Was ist mit "Kreuzreaktion mit Treponemen" gemeint?


    Schilddrüsenunterschall:


    War ok.


    Wäre dankbar über Eure Meinungen. Ernährungstechnisch versuche ich mich nach wie vor weitestgehend histaminarm zu ernähren. Alkohol seit 2007 gar nicht mehr, da z.B. nach Wein vermehrt ES auftraten. Irgendwie schränkt es mich schon ein wenig ein. Auf eine erneute Ablation zB bin ich auch nicht scharf, wobei der Kardiologe bei der letzten Kontrolle vor 2-3 Jahren meinte, dass man da ohnehin nicht so viel machen könne, ohne das Herz (Gefahr Schrittmacher!) zu gefährden.


    Euch allen einen schönen Sonntag und alles, alles Gute!

    Hallo,


    ich habe mit Erschrecken und Erstaunen gelesen, dass es vielen Menschen so geht wie mir. Auch ich (w, 47 Jahre) habe diese Probleme mit Rythmusstörungen beim Sitzen bzw. Bücken. Auch wenn ich auf einer bestimmten Seite schlafe bekomme ich sie ab und zu. Es fing vor etwa einem Jahr. Ich war bereits beim Hausarzt und beim Kardiologen. Mein Herz ist ok. Allerdings ist mein Blutdruck hoch (150/100). Habe auch eine Allergie auf Zitronensäure. Das diese Rythmusstörungen mit dem Magen zusammenhängen wurde mir erst gerade klar. Ich dachte, dass sind die beginnenden Wechseljahre. Jetzt habe ich doch Angst, dass das schlimmer wird bzw. nicht mehr vorbei geht. Ich dachte lange, ich bilde mir das Ganze nur ein (wird einem auch eingeredet).


    Bin etwas geknickt.


    LG

    Puh der Thread ist ja schon 5 Jahre alt, liest das noch wer? Würde mich über neue Erkenntnisse sehr freuen, aber erstmal zu mir.


    Ich bin 31 Jahre alt und lebe mittlerweile seid 10 Jahren mit ES. Bei mir treten sie aber nicht ständig auf sondern 1-2x Im Jahr gehäuft für mehrere Wochen. Zusätzlich zu den Es kommen bei mir leider auch Panikattacken hinzu, was dazu führte, dass ich bereits 2x Im Krankenhaus gelandet bin, das letzte mal sogar in der Intensivstation.... Meine Befunde waren immer negativ, alle Werte sind absolut top, Belastung und Langzeits EKG liegen alle vor, ich bin nicht übergewichtig und treibe regelmäßig 3x die Woche Sport.


    Neuerdings treten die ES seid 5 Tagen bei mir ausschließlich und immer beim Bücken, oder Hinknien auf, weswegen ich hier schreibe. Sonst habe ich keinerlei ES noch Beschwerden. Ich kann hier also 1:1 den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von ES und dem "Quetschen des Bauchraumes" feststellen. Ein Selbstversuch im Liegen, mit Anwinkeln der Beine (auch hier wird ja der Bauchraum zusammengequetscht) brachte keine einzige ES zu Tage. Leider bin ich anatomisch eine Null, deswegen ist mir der Unterschied zwischen im Stehen "quetschen" und im Liegen "quetschen" nicht klar, aber evtl. kann man hier mit dem Ausschlussprinzip was herausfinden?!


    Auch habe ich ab und an ES, wenn ich "voll gefressen" bin und mich auf eine Seite lege, bzw. auf dem Bauch. Hier allerdings nicht regelmäßig und auch nicht immer.


    Was gibt es von euch Neues?


    Liebe Grüße und gute Besserung an Alle


    p.s. Mittlerweile werden die Panikattacken mit Wut meinerseits + Sport oder Ablenken, erfolgreich bekämpft o:)

    Also mein Leiden begann 2004 in der Türkei. Ich wurde nachts im Hotel wach und hatte zum ersten Mal in meinem Leben Herzvorhofflimmern. Ich spürte starke Schläge gegen die Brustwand, mir war schwindlig, ich war alleine und zu diesem Zeitpunkt 3000 KM von zuhause entfernt. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich Sportler, durchtrainiert und wähnte immer ein Kraftwerk hinter meinen durch Trainingsgewichte gestählten Brustmuskeln. Irgendwann fand ich dann jemanden in der Hotelanlage, der das Frühstück machen wollte und ich erinnere mich noch, dass ich irgendwas von "need doctor" and "immediately" sagte und nach endlos langer Zeit erschien auch irgendein Doktor und ich lernte ein türkisches Krankenhaus von innen kennen. Einzelheiten erspare ich mir, jedenfalls war mit einer Mischung aus Medikamenten, die mein Arzt in Deutschland später als "ungewöhnlich" bezeichnete, mein Sinusrhythmus bald wieder hergestellt – und etwas Kalium, denn der Wert wies sage und schreibe die Zahl 2,58 auf, was der Tiefststand der Tiefststände der Lebendigen ist.


    Zurück in Deutschland und einige Herzuntersuchungen, die bis auf eine leichte Mitralundichtigkeit nichts Besonderes zu Tage treten ließ, hatte ich den Vorfall schon fast vergessen, als das Vorhofflimmern wieder zuschlug. Nachts, unbahrmherzig und beängstigend – und jetzt spätestens war klar, dass das nicht das letzte Mal in meinem Leben sein würde. Es folgten einige weitere Episoden, bis so ab 2007 sich das Vorhofflimmern für einige Zeit aus meinem Leben verabschiedete. Ich war zu diesem Zeitpunkt übergewichtig, hatte einen stressigen Job, eigentlich waren alle Parameter auf ein fortwährndes "Schießen" gestellt – aber es passierte nichts. Bis zum April diesen Jahres. Nachts, Schläge gegen die Brustwand – da war es wieder. Inzwischen ist es 3 weitere Male aufgetreten, neben Nächten voll Extrasystolen und Tachykardien, die einem dem Schlaf rauben. Meine Ärzte wollen, dass ich mich abladieren lasse, aber die Erfolgswahrscheinlichkeit von nur 60 Prozent (und wahrscheinlich ehrlich auch meine Angst vor dem Eingriff) lassen mich zögern, zumal mein Kaliumwert – mit Ausnahme der letzten "session" immer dann im Keller ist, wenn es wieder losgeht. Und es wird nichts gefunden, was das erklären würde. Selbst Endokrinologen haben schon mit den Schultern gezuckt, bei der Frage, wieso mein Kaliumspiegel mittwochs beim Hausarzt bei 4,6 liegt und ich sonntags bei 3,1 mit Vorhofflimmern in die Notfallambulanz muss – na ja, wir forschen weiter. Mit jedem Vorhofflimmern sinkt natürlich das Vertrauen in den eigenen Körper und wächst die Angst, die inzwischen wieder einmal einen Höchststand erreicht hat, angesichts der unerklärlichen Dinge da um mich rum. Rational ist das Vorhofflimmern ja eine Rhythmusstörung der weniger gefährlicheren Art, aber mein Kopf will das nicht so richtig begreifen, weshalb ich froh bin, hier einige Leidensgenossen getroffen zu haben; mit Gerhard habe ich auch schon persönlich sprechen können und seine Theorie hatz durchaus Aspekte, denen ich aus meinen Erfahrungen zustimmen kann. Ich bin übrigens 42 Jahre alt und männlich.

    Hallo Rhein Main


    Das was Du beschreibst kenne ich zu gut mit allen höhen und tiefen...


    Ich war nschon zwei mal beim Ablatieren und es hat nicht geholfen....aber das soll nichts heisen laut Ärzta!!


    I´Mich haben sie mitlerweile auf das Medikamend Amiodaron eingestellt: das erste mal in meinem Leben wo ich die Nebenwirkungen nicht wissen will!!!


    Bekommst Du Irgendwelche Medikamende??? Und was machen sie jetzt mit Dir!?!?


    Lg Petra

    Hallo Petra 808


    nachdem es mich inzwischen das 5 mal in kurzer Zeit getroffen hat, werde ich dem Gedanken einer Ablation wohl näher treten müssen, wissend um die Risiken eines solchen Eingriffs und um die nur zu etwas mehr als die Hälfte gegebenen Erfolgsaussichten. Amiodaron kenne ich noch aus der Türkei; ich hatte damals eher das Gefühl, dass mein Herz geschlagen wird als dass es schlägt. Aber vielleicht war das auch der Situation damals geschuldet. Medikamente nehme ich derzeit nur Blutdrucksenker und Betablocker und Kalium Kalium Kalium. Manchmal hoffe ich aus einem Albtraum zu erwachen und einfach wieder losjoggen zu können wie früher. Und ja, ich habe Angst vor dem, was noch kommt. Demnächst habe ich einen Termin in Bad Nauheim. Ich werde berichten.


    LG


    RheinMain

    Hallo liebe Mitstreiter,


    ich möchte Euch nur vorwarnen, dass es auf der nächsten Seite weitergeht mit meiner ewigen Theorie.


    Wem diese "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" schon zum Halse heraus hängt (nicht die Hohlvene! ]:D ), dem kann ich nur empfehlen, diesen Thread hier zu verlassen. Schön wäre es aber, wenn Ihr bleibt und zusammen mit mir diese These analysiert.


    Tschau *:)

    Hallo liebe Mitforscher,


    vielen Dank für die eingegangenen Beiträge seit meinem letzten Auftritt hier am 19. Mai auf Seite 68.


    Es ist so viel Wissenswertes dabei, dass ich eigentlich nur noch in 2 Kategorien sortieren kann, nämlich "zutreffend" für meine hochfavorisierte Hohlvenen-Kompressions-Theorie oder "nicht zutreffend". Selbst nur diese zwei Entscheidungen richtig zu treffen ist manchmal sehr schwierig, so komplex ist dieses Thema.


    Besonders hervorheben möchte ich Dein Arrangement @klampfer62 und ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner geplanten Ablation am 9. August. @:) Dein Dialog mit @sigmar_17 ist ja fast schon professionell und enthält für Ablationsinteressierte sehr viele nützliche Informationen.


    Deine persönlichen Berichte könnte ich in der Zeit geschrieben haben, als ich noch nicht die Hohlvene im Visier hatte. Aber wie dem auch sei, ich habe ja auch noch keine fachlich verbindlichen Hinweise für die Richtigkeit meiner Theorie. Sie hat sich im Zusammenhang mit meinem paroxysmalen Vorhofflimmern herauskristallisiert und könnte bei der allgemeinen Ursachenfindung mit berücksichtigt werden.


    Meine bisherigen Bemühungen, diese für mich durchaus nachvollziehbaren Zusammenhänge der Fachwelt zugänglich zu machen, scheiterten immer am fehlenden Interesse der Kardiologen. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass Ursachen dieser Art von Herz- Kreislaufstörungen leider nur noch nicht richtig erkannt werden. Hier erkenne ich ja paradoxerweise sogar einen möglichen Sinn von Extrasystolen.


    Ich mache solange auf diese Theorie aufmerksam, bis sie von kompetenter Seite her bestätigt oder widerlegt wurde.


    Deshalb werde ich meine "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" doch noch einmal zusammengefasst hier präsentieren.


    In die Liste der Übeltäter geriet die Hohlvene schon vor 3 Jahren, als ich diesen Beitrag schrieb:


    http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/11480090/


    Was mir immer öfter bestätigt wird ist, dass bei sehr vielen Betroffenen das Vorhofflimmern zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr beginnt. Das sieht man auch wieder in den klassischen Beispielen von @Galandriell und @RheinMain. Da wollen uns die Experten lehren, es sei eine Erkrankung des Alters, wenn schon eine entsprechende Grunderkrankung vorhanden ist.


    Die Grunderkrankung in so jungen Jahren ist, so denke ich, eine erhöhte Sensibilität der Dehnungsrezeptoren in den Herzvorhöfen, die zu empfindlich auf Kompressionen der Hohlvene reagieren. Begünstigend wirkt sich dabei eine schlechte Ernährung aus, besonders mit viel Histamin und bestimmten Eiweißen.


    Das trifft nicht nur für Vorhofflimmern zu, auch Herzrasen, Bigeminus und Extrasystolen könnten sinngemäß ähnliche Ursachen haben.


    Kein Arzt scheint es für möglich zu halten, aber auch keiner liest mir die Leviten wegen dieser Behauptung.


    Somit bleiben es offiziell nur "wahre" Vermutungen, mehr nicht.


    Liebe Grüße und


    Tschau *:)

    Extrasystolen – nur eine Laune der Natur?

    Hohlvenen-Kompressions-Theorie


    1. Einleitung


    Extrasystolen gehören zu den häufigsten Gründen, eine kardiologische Praxis aufzusuchen.


    Sie sind, wie ich behaupte, Teil eines ausgeklügelten Schutzsystems unseres Körpers, welches den Blutkreislauf in speziellen Notsituationen aufrechterhält.


    Eine solche Situation tritt beispielsweise ein, wenn die untere Hohlvene im Oberbauchbereich komprimiert wird oder auch beim Abknicken, Zerren und Verdrehen der Vene direkt am rechten Herzvorhof.


    Diese Komplikation bedeutet eine ernste Gefahr für den gesamten Blutkreislauf, da innerhalb von Sekunden kein oder nur sehr wenig Blut zur Verfügung stehen kann.


    Auf diese Druckschwankungen reagieren die im rechten Vorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren sehr empfindlich. Sie melden an das Kreislaufzentrum im Gehirn eine Blockade, die in den meisten Fällen durch Blähungen im Oberbauch entsteht.


    Daraufhin löst die zentrale Kreislaufsteuerung Extrasystolen aus, um mit deren Pulswellen die umklammerte untere oder auch obere Hohlvene wieder zu befreien. Bleibt der venöse Rückstrom weiterhin gestört, erhöht das Herz dann sofort die Frequenz und den Blutdruck.


    Andere "Rhythmusstörungen", wie Tachykardie, Bradykardie, Bigeminus oder Vorhofflimmern, können bei so einem Notfall helfen, das "noch" zur Verfügung stehende Blut, so rationell wie möglich in den Kreislauf zu pumpen.


    Es gibt kaum eine andere Alternative in so einem Fall, denn wie sonst sollte die Störung vor dem rechten Herzen - bei der ja eine Ohnmacht droht - beseitigt werden? Dies ist die einzig sinnvolle Erklärung für das häufige Auftreten solcher relativ harmloser Herzrhythmusstörungen.


    2. Entstehung von Hohlvenenkompressionen mit vermindertem venösen Rückstrom


    Eine solche Verengung der unteren Hohlvene kurz vor dem Herzen kommt meist durch aufgeblähte benachbarte Organe, in Verbindung mit bestimmten Körperhaltungen, zustande. Auch krummes Sitzen vor dem Computer oder im Auto, Beugen, Bücken, Hocken, Strecken; aber auch opulente Mahlzeiten, Luftschlucken, schnelles Sprechen, herzhaftes Lachen, Niesattacken, Frieren, Würgen und Erbrechen, d.h. einfach alles, was die Platzverhältnisse im Bauchraum negativ beeinflusst, kann somit den Blutrückfluss zum Herzen beeinträchtigen.


    Durch Verlagerung bzw. Verdrehung des Herzens wie bei Zwerchfellhochstand oder bei bestimmten Bewegungen, könnten direkt am Herzen sogar beide Hohlvenen abgeknickt werden.


    Eine Häufung solcher Ereignisse scheint das Liegen auf der linken Seite zur Folge zu haben, was ursächlich möglicherweise auf die Lageveränderung der schweren Leber zurückzuführen ist. Diese ist verwachsen mit der unteren Hohlvene und könnte solche Abknickungen nahe dem Herzen verursachen. Außerdem wird bei Linkslage die Magenentleerung behindert.


    Bei bereits schon kritischem Platzmangel im Bauch können durch bloße Anspannung des Bauchmuskels innere Organe gegen die untere Hohlvene gedrückt werden. Den gleichen Effekt kann ein tiefes Einatmen haben, wenn sich das Zwerchfell mit der daran verwachsenen Hohlvene in den Bauch hinein wölbt und dabei das Herz verlagert oder verdreht wird.


    Der venöse Rückfluss zum Herzen kann auch durch falsches Atmen und dadurch auftretenden Überdruck in der Lunge gestört werden. So wird die untere und die obere Hohlvene verengt.


    An Fehlbildungen der unteren Hohlvene, die etwa bei 5% der Bevölkerung vorkommen, muss auch gedacht werden. Außerdem können Verwachsungen mit benachbarten Organen zu Bewegungseinschränkungen und somit auch zu Blockaden führen.


    Durch in der Nahrung aufgenommenes und auch durch vielerlei andere Vorgänge im Körper angehäuftes Histamin werden Voraussetzungen geschaffen, dass solche wie hier beschriebene Vorgänge entstehen können (Verdauungsstörungen – Blähungen). Da Histamin die glatte Muskulatur der Hohlorgane kontrahiert, können sich auch die Hohlvenen verkrampfen.


    3. Reaktionen des Kreislaufzentrums auf die Rückflussstörungen


    Durch Komprimierung der unteren Hohlvene wird der Blutrückstrom zum Herzen gestört. Sofort melden die im rechten Herzvorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren an das Kreislaufzentrum des Gehirns den Blutmangel. Wie sensibel diese Drucksensoren reagieren, hängt auch davon ab, ob sie durch aggressive Stoffe im Blut (Alkohol, CO², etc.) vorgeschädigt sind oder wie sie zum aktuellen Zeitpunkt gerade gereizt werden.


    Weil diese Störungen hauptsächlich durch Gasblasen im Darm verursacht werden, versucht das Herz erst einmal mithilfe von Extrasystolen im Bauchraum Pulswellen zu erzeugen, um mit diesen Erschütterungen eine mögliche Blockade zu lösen. Das Gleiche wird erreicht, wenn wir uns durch den Extraschlag erschrecken und dadurch unsere Körperhaltung ändern oder aufspringen.


    Darum hört man bei fast jeder Extrasystole kurz nach der Pulswellenerschütterung laute Bauchgeräusche, welche durch wandernde Gasblasen verursacht werden.


    Wie sollte eine gequetschte Hohlvene sonst noch befreit werden? Wenn der Betroffene schläft oder schon ohnmächtig ist, wäre es doch die einzige Möglichkeit.


    Solche Rückflussbehinderungen beginnen schleichend. Der Betroffene merkt oft noch gar nichts von diesem Blutmangel, da sprechen die Dehnungsrezeptoren schon darauf an.


    Die Saugwirkung der rechten Herzkammer erzeugt einen gewissen Unterdruck im rechten Vorhof und in den Hohlvenen, also im Messbereich dieser Rezeptoren. Es ist damit ein Notfall, denn innerhalb kürzester Zeit könnte eine Ohnmacht drohen.


    Das Herz kann aber nur so viel Blut durch den kleinen und den großen Kreislauf pumpen, wie im rechten Vorhof im Augenblick gerade ankommt und keinen Tropfen mehr.


    Also muss es das wenige Blut so effizient wie möglich einteilen, um die Blutversorgung, so gut es geht, aufrecht zu erhalten. Das kann auch bedeuten, dass das Herz aus rationellen Gründen mit einer sehr hohen Frequenz schlagen muss, um jeweils nur eine kleine Menge Blut zu pumpen (Tachykardie) oder mit einer sehr niedrigen Frequenz, aber dafür mit vollen Kammern (Bradykardie). Auch ein vollkommen unrhythmisches Pumpen, wie bei der absoluten Arrhythmie (Vorhofflimmern) kann sinnvoll sein, wenn immer nur das Blut gepumpt wird, was gerade verfügbar ist.


    Der Sinusrhythmus wirkt sich bei solchen unkontinuierlichen Rückflussverhältnissen störend aus, da er den Füllstand der Vorhöfe und Kammern nicht berücksichtigt.


    Ein Luftschnorcheln wie bei einer Kreiselpumpe, die nicht genügend Wasser zur Verfügung hat, ist ja nicht möglich. Also "nuckelt" das Herz bei jeder stattfindenden Kontraktion an diesem dicken Blutschlauch, was dann bis in den Bauch hinein zu spüren ist. Der dabei auftretende gewisse Unterdruck begünstigt regelrecht das weitere Verengen der Vene.


    4. Persönliche Beobachtungen


    4.1 Mein krabbelndes - zappelndes Gefühl zwischen Bauchnabel und Brustbeinknorpel, was bei mir seit 30 Jahren Vorhofflimmerattacken ankündigt, ist sicher dieses auf die Hohlvene übertragene Vibrieren.


    Weiche Knie, als Zeichen einer Kreislaufschwäche, verspüre ich immer sofort beim Auftreten dieses Gefühls. Durch sofortige tiefe Fingerdruckmassage von rechts nach links an dieser Stelle, kann ich eine Steigerung bis zum Vorhofflimmern in den meisten Fällen verhindern. Abgehende Gasblasen im Darm bringen sofort Erleichterung. Wenn das Vorhofflimmern ausgelöst ist, hilft die Massage nicht mehr. Es hält dann solange an, bis die neuen Druckverhältnisse für die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen als Norm gelten und das kann unterschiedlich lange dauern.


    4.2 Ich habe ein spezielles Schema erkannt, nach dem aus diesem Gefühl heraus Vorhofflimmern entsteht, also von einer blockierten unteren Hohlvene ausgehend.


    Wenn während einer beginnenden, fast noch unbemerkten Blockierung der unteren Hohlvene, aus irgendeinem Grund (Angst, Schreck, Anstrengung, spontane Bewegungen, Adrenalinstoß) die Pulsfrequenz steigt, so kann es bei mir spontan zu der Reihenfolge Extrasystolen-Herzrasen-Vorhofflimmern kommen. Das Gleiche geschieht auch, wenn zu der sich anbahnenden Blockierung ein Umstand hinzu kommt, der die Kompression noch verstärkt (Bücken, Beugen, Hocken, Strecken und alles wobei der Bauchmuskel angespannt wird).


    Eine Erhöhung der Herzfrequenz verringert durch die Saugwirkung noch mehr den venösen Druck im Bereich der Dehnungsrezeptoren und erleichtert so auch das weitere Zusammendrücken der Hohlvenen.


    4.3 Die dabei auftretende Dyspnoe mit subjektiv empfundener Atemnot bzw. erschwerter Atmung, passt auch zu allen anderen Arten von Hohlvenenkompressionen. Die Betroffenen empfinden dabei den Blutmangel als Sauerstoff- bzw. Luftdefizit.


    Beim Mittagsschlaf nach üppigen Mahlzeiten, auf der linken Seite liegend oder in Bauchlage, ist es in der Phase des Wegdösens bei mir schon öfters zu so einer Situation gekommen. Dabei empfinde ich im Halbschlaf extreme Atemnot, wobei Atemintensität und Herzfrequenz erheblich ansteigen. Durch die intensivere Atmung wird das Problem nicht behoben, doch ein Lagewechsel auf den Rücken nach dem Erwachen bringt sofort Erleichterung.

    Extrasystolen – nur eine Laune der Natur?

    Fortsetzung


    4.4 Täglich werde ich an diese "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" erinnert, wenn ich beim Auslösen von Extrasystolen eine Analyse mache, warum ausgerechnet zu dieser Zeit wieder solche Exemplare durch die Adern schießen. Ich finde fast immer zugehörige Parallelen, die mir einen Zusammenhang mit dieser Theorie bestätigen.


    Eindeutig sind bestimmte Körperbewegungen (meist nach links!), bei denen unwillkürlich Extrasystolen ausgelöst werden. Eindeutig ist auch, dass fast immer unmittelbar danach Gasblasen im Magen oder Darm hörbar und fühlbar weiterwandern, was dann sofort irgendwie Erleichterung bringt. Immer wird es auch begleitet von diesem krabbelnden – zappelnden Gefühl zwischen Brustbeinknorpel und Bauchnabel.


    Gerade dieses Gefühl verspüre ich schon mehr als 30 Jahre unmittelbar vor Auslösung von paroxysmalen Vorhofflimmern (bin jetzt 69). Die ersten Jahre traten diese Episoden, die mitunter wochenlang anhielten, nur nach jeder Art von Würgen und Erbrechen auf. Dabei spielte es keine Rolle, wie ich im Laufe der Zeit bemerkte, ob ich vorher Alkohol getrunken hatte oder nicht.


    Hierbei könnten doch auch die Hohlvenen direkt am Herzen durch die intensiven Zwerchfellkontraktionen abgeknickt worden sein. Immer mehr stellte sich heraus, dass Verdauungsstörungen mit Blähungen beteiligt sind. Seit ich dieses unverwechselbare Gefühl im Oberbauch als Vorboten identifiziert habe und sofort bei dessen Auftreten mit einer speziellen Massage an dieser Stelle beginne, ist Vorhofflimmern bei mir sehr selten geworden. Solche Vorboten gibt es aber fast jeden Tag, je nachdem was ich gegessen habe und wie gesund gerade mein Verdauungstrakt ist. Das letzte Mal hatte ich VHF 2009, als ich in der Öffentlichkeit nicht schnell genug mit Massieren beginnen konnte.


    Ohne mein Insiderwissen und die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt zu handeln, hätte ich bestimmt schon lange permanentes Vorhofflimmern.


    5. Nebenbetrachtungen


    5.1 Ich meine also, dass Extrasystolen, neben Blut pumpen auch noch die Fähigkeit haben, das Kreislaufsystem effektiv zu schützen.


    Gibt es möglicherweise nur deshalb die unterschiedlichen Extrasystolen SVES - vom Vorhof oder VES - von der Kammer ausgehend, weil sich in den Vorhöfen und in den Kammern solche Sensoren befinden, also je nachdem wo der Notfall bemerkt wird?


    5.2 Es gibt mysteriöse Ereignisse, wo diese Theorie durchaus auch zutreffen könnte wie z.B. beim noch immer rätselhaften "plötzlichen Kindstod". Hat man schon mal ins Kalkül gezogen, ob die Ursache nur der aufgeblasene Magen oder Darm war, der die untere Hohlvene blockiert hat? Oder hat möglicherweise ein Arm des Kindes, auf dem es bei Bauchlage gelegen hat, diese Wirkung noch verstärkt? Keiner weiß es genau, aber auf dem Bauch sollen bei solchen Ereignissen die meisten Babys gelegen haben. Im Nachhinein wird man kaum eine konkrete Ursache finden.


    Sicherlich ist es auch sehr schwierig, im akuten Stadium eine schnelle Diagnose zu stellen, denn wie misst man die Druckverhältnisse in dieser Vene mitten im Körper und so kurz vor dem Herzen?


    Selbst bei plötzlichem Herzversagen könnte das Kammerflimmern eine Spontanreaktion auf starke Rückflussbehinderungen sein.


    5.3 Bisher sprach ich hauptsächlich von Dehnungsrezeptoren im Einzugsbereich des rechten Vorhofs. Ein dort auftretender Blutvolumenmangel überträgt sich aber zwangsläufig auch auf den linken Vorhof, weil das über die 4 Pulmonalvenen zurückfließende Blut nur die Menge sein kann, die vom rechten Herzen gepumpt wurde. Ein einmal aufgetretenes Blutdefizit ist also dort ebenso spürbar und von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren auch ebenso messbar.


    Könnten etwa bei einer Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen solche Sensoren irrtümlicherweise mit verödet werden? Vorhofflimmern würde dadurch möglicherweise mit verhindert, aber im Rahmen meiner Theorie auch mit verhängnisvollen Folgen.


    5.4 Wenn ein Sturmtief aufzieht, wird durch Druckdifferenzen auch eine negative Volumenänderung in den Hohlvenen erzeugt, was von den Dehnungsrezeptoren als Gefahr eingestuft wird. Könnte das nicht ein Teil der Wetterfühligkeit sein, denn Extrasystolen schießen bei Sturmtiefs vermehrt durch die Adern? Das Gleiche tritt im Flugzeug ein, wenn der Kabinendruck so angeglichen wird, wie der Luftdruck außen in etwa 2000 Meter Höhe wäre. Magen und Darm blasen sich dort bei Blähungen um 30% mehr auf als am Boden.


    5.5 Solche mechanischen Behinderungen des venösen Rückstroms zum Herzen, ähneln sehr der "Orthostase-Reaktion" bzw. der "Orthostatischen Hypotension", wo das Blut aber nur durch die Schwerkraft in den Beinvenen versackt.


    Das Phänomen, dass größere Menschen eher an Extrasystolen und Vorhofflimmern erkranken als kleinere, könnte doch auch durch die dabei entstehenden Druckdifferenzen in der Hohlvene und im rechten Herzvorhof begründet sein. Die untere Hohlvene muss das Blut weiter nach oben fördern und sie wird deshalb durch den in Herznähe herrschenden niedrigeren Druck leichter komprimiert.


    http://www.neuro24.de/s12.htm


    5.6 Bei einem gleichzeitigen Auftreten von Extrasystolen und Husten, wie es schon öfters beschrieben wurde, könnte der Husten die gleiche Aufgabe haben wie die Extrasystolen, nämlich Erschütterungen hervorzurufen. Bei Katheterablationen werden oftmals auch Husten und Zwerchfellkontraktionen ausgelöst, wenn bestimmte Vorhofareale gereizt werden. Diese Rezeptoren könnten zur Auslösung von Husten und Extrasystolen dort lokalisiert sein.


    Im Internet habe ich einen englischsprachigen Artikel von Dr. Neil Brandon gefunden, wo vermutet wird, dass Extrasystolen Husten auslösen könnten. Wenn jemand auf Druckschwankungen im rechten oder linken Vorhof empfindlich reagiert (Dehnungsrezeptoren), so kann es nach meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie zu spontanen Gegenregulationen des Kreislaufsystems kommen. Mit Erschütterungen von Extrasystolen und Husten könnten mechanische Blockaden der Hohlvenen "freigeschüttelt" werden. Das Gleiche gilt, wie schon gesagt, auch für den linken Vorhof, da sich die Druckschwankungen ja über den Lungenkreislauf fortpflanzen. Oder sind auch Blockierungen der Pulmonalvenen möglich, die so gelöst werden könnten? Was gäbe es sonst noch für eine Alternative, wenn derjenige schon ohnmächtig ist, schläft oder ein Kleinkind ist? Deshalb lösen meiner Meinung nach, nicht wie Dr. Brandon vermutet die Extrasystolen den Husten aus, sondern Dehnungsrezeptoren lösen über das Kreislaufzentrum Extrasystolen, Zwerchfellkontraktionen und Husten aus.


    http://chestjournal.chestpubs.org/content/133/3/828.1.full


    5.7 Das Krankheitsbild "Roemheld Syndrom" favorisieren viele Patienten in den Arztpraxen als Ursache ihrer Herz-Kreislaufbeschwerden und das besonders durch die Assoziation von Herzsensationen mit gastrointestinalen Begleitsymptomen. Es wird von den meisten Ärzten als Ammenmärchen bezeichnet und ist, in Verbindung gesehen mit meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie", tatsächlich ein populärer Irrtum.


    Ich sage: "Dieses Geschehen wird nicht, wie behauptet wird, neuronal durch Reflexe vermittelt, sondern ist Teil einer akuten Kreislaufstörung."


    Vom Roemheld-Syndrom (gastrokardialer Symptomenkomplex) spricht man bei funktionellen Herz-Kreislaufbeschwerden, wenn überblähte Bauchorgane das Zwerchfell nach oben gegen das Herz drücken und die Herzkranzgefäße dabei durch einen Reflex beeinflusst werden.


    Laut Roche-Lexikon wird das Roemheld-Syndrom durch einen gastrokoronaren Reflex ausgelöst (Magen-Herzkranzgefäße-Reflex), mit linksseitiger Brustkorbbeklemmung (evtl. in die linke Schulter ausstrahlend), evtl. auch Schmerzen bis hin zum Angina-pectoris-ähnlichen Anfall; ferner paroxysmale Dyspnoe, Schweißausbruch, Tachykardie, Extrasystolie, Blutdruckabfall.


    Es sind keine "funktionellen" Herz-Kreislaufbeschwerden mehr, wenn erkannt wird, dass sie durch Kompression der herznahen Hohlvenen ausgelöst werden, z.B. durch Überblähung der Bauchorgane. Die Symptome sind identisch mit denen wie im Lexikon unter Roemheld-Syndrom beschrieben.


    5.8 Zum "Vena-cava-Kompressionssyndrom" in der Schwangerschaft folgendes Zitat aus dem Antwortschreiben eines hervorragenden Herzspezialisten, dem ich meine Überlegungen im Januar 2012 zugesendet hatte:

    Zitat

    "In der Tat kann die Kompression der Cava - regelmäßig beobachtet während der Schwangerschaft - über einen Mechanismus, den wir "Reduced venous return" (verminderter venöser Rückstrom) nennen, zu einer Bradykardie führen, die ihrerseits bei Unterschreiten einer kritischen Herzfrequenz zum Auslösen von Extrasystolen führt. Zu diagnostischen Zwecken führen wir z.B. Cava-Kompressionen mit einem Ballon zur Ermittlung von Druckvolumenschleifen des Herzens durch. Dabei ist immer das Problem, dass man die Cava-Kompression nicht zu lange ausdehnen darf, da dann ventrikuläre Extrasystolen ausgelöst werden, die die Messung der Druckvolumenschleife unmöglich machen."

    Dies deckt sich mit meiner Theorie, denn das Herz bzw. das Kreislaufsystem kann nicht unterscheiden, ob die Hohlvenenkompression durch benachbarte Organe infolge Blähungen verursacht wird oder durch einen Ballonkatheter. Es versucht mithilfe von Extrasystolenpulswellen diese Blockade freizuschütteln oder den Betroffenen zur Änderung der momentanen Körperhaltung zu bewegen.


    6. Schlusswort


    Diese Kreislaufstörungen treten fast nur in Verbindung mit Verdauungsproblemen auf, die Blähungen und andere Raumforderungen im Oberbauch zur Folge haben.


    Dass solche Rhythmusstörungen oft ohne ersichtlichen pathologischen Grund ausgelöst werden, kann an der momentanen Schädigung der Dehnungsrezeptoren liegen, die von allerlei Blutgiften wie Alkohol, Glutamat, Histamin und bei Blähungen mit besonders viel CO² umströmt werden.


    Extrasystolen sind nicht nur eine Laune der Natur.


    Tschau *:)

    Hallo Gerhard,


    danke nochmals für Deine ausführliche Zusammenfassung!


    Dein Einverswtändnis vorausgesetzt, werde ich diesen Text meinem Hausarzt und seiner Kollegin vorlegen. Deren Ehemann ist Kardiologe am KH Landau/Pfalz. Ggf. auch meinem Kardiologen.


    Aber zuerst gehe ich morgen ins KH, um 7:30 Uhr muß ich nüchtern antreten.


    Dann kommt ein Blutbild, Schluck-Ultraschall und ein MRT/CT des Herzens.


    Daraufhin wird über die einzusetzende Ablations-Methode entschieden, RF oder Cryo.


    Am Donnerstag habe ich dann die Ablation.


    Vorher aber werde ich die Ärzte noch mit vielen Fragen löchern, man will ja nicht dumm abladiert werden ;-D


    Seit 4 Wochen nehme ich statt ASS100 nun Pradaxa 150mg 2x täglich, zur vorbereitenden Blutverdünnung, um Blutgerinnsel im Vorhof zu verhindern.


    Ich werde berichten, sobald ich kann.


    So viele Freunde haben mir alles Gute gewünscht und wollen auch alle gleich Bescheid wissen, wie´s mir geht :)_


    Bis dann und Kopf hoch :-)

    Lieber Gerhard,


    auch ich danke dir für die umfangreiche Zusammenfassung. Anbei möchte ich noch kurz meinen Werdegang in den letzten 3 Wochen berichten, evtl. ergibt sich für den ein oder anderen daraus noch etwas Interessantes.


    Da meine Tachykardie (wie mittlerweile einwandfrei festgestellt werden konnte) manuell und zu 90% von mir bewusst ausgelöst werden kann, kann ich mittlerweile 2 Krankenhausbesuche, 8 Blutabnahmen, 2 Chefarzt Gespräche, 3 Herzultraschall und eine Herz Katheter Ablation verzeichnen. Mit dem Ergebnis, das sowohl meine Tachykardie, als auch meine nächtliche Bradykardie einwandfrei dokumentiert werden konnten.


    In meinen Fall ist blutechnisch keinerlei Mangel nachweisbar, auch nicht im berühmten Fall der Kalium – Natriumpumpe, auch das Herz weißt keine Mängel aus. Trotzdem wurde mir aufgrund der Symptomatik( Bei mir wurde eine AV Reentry Tachykardie festgestellt) zu einer Ablation geraten (von zwei Chefärzten unabhängig von einander), die ich dann auch vor 2 Wochen habe durchführe lassen. Wie es der Teufel will sind damit zwar meine Tachykardien weg, aber ich bekomme bei gleicher Belastung weiterhin Herzrasen (abgemilderte Version), was mich natürlich noch immer einschränkt. Mittlerweile bin ich an ein 7 Tage Langzeit EKG angeschlossen, von dem sich die Ärzte weiteren Rat erhoffen. Die Theorie AVRNT Theorie wurde mittlerweile verworfen, da die Symptome sonst hätten vollkommen abklingen müssen.


    Mein weiterer Werdegang wird mich nächste Woche zu einem Allgemeinmediziner führen, da die ganzen Spezialisten nicht über ihren Tellerrand gucken können und vom diesen erhoffe ich mir weiteren Rat, welche Organe den Herzschlag derart beeinflussen können. Hierfür werde ich einen Bauchultraschall machen lassen um evtl, veränderte Organe sehen zu können. Dazu wird das 7 Tage EKG Mitte nächsten Monats ausgewertet sein und auch von dort erhoffe ich mir die Erkenntnis, wo genau nun der Impuls ausgelöst wird.


    Ähnlich wie Gerhard gehe ich auch davon aus, das es um einen bestimmten Punkt im Thorax geht, der diesen Impuls auslöst. Sport-, Ernährung- und Psyche konnten ich mittlerweile als mögliche Ursache ausschließen.


    Falls gewünscht kann ich weiterhin auch meine Ergebnisse hier posten, in der Hoffnung Gemeinsamkeiten mit euch zu finden, die uns zusammen helfen können.


    Liebe Grüße Galandriell

    Hallo Gerhard!


    Kompliment für Deine Ausführungen, die thematisch hochinteressant und formal gut strukturiert sind. Ich möchte versuchen, ein paar eigene Gedanken und Erfahrungen dazu beizutragen.


    Wie bereits dargestellt, wurde bei mir (82) vor kurzem Vorhofflattern festgestellt. Seit rund 30 Jahren (!) erlebte ich immer wieder gelegentliche, kurzfristige Attacken von Herzrasen, die immer mit dem Entweichen teils enormer Gasmengen durch die Speiseröhre verbunden sind und mir als "Roemheld-Syndrom" durch Zwerchfell – Hochstand erklärt wurden. Nie war ein Anlass als Auslöser erkennbar, kein Arzt konnte mir eine zufriedenstellende Erklärung für das Auftreten geben, aber die Vorfälle wurden immer als harmlos eingestuft.


    Insofern kann ich einen sehr engen Zusammenhang zwischen Verdauungsvorgängen und Herzrasen bestätigen, ebenso die Tatsache, dass bestimmte Bewegungsvorgänge, z.B. Bücken, bei einem aufgeblähten Bauch das Entstehen der Attacken begünstigen. Ebenso kann ich bestätigen, dass diese Phasen ein unangenehmes Gefühl im Kopf erzeugen und das Sehen beeinträchtigen, was auf mangelnde Durchblutung schließen lässt.


    Deine Theorie, dass die Hohlvene durch Darmbewegungen bedrängt wird, dadurch der Rückstrom von venösem Blut eingeschränkt wird und die entstehenden Druckschwankungen durch Rezeptoren im rechten Vorhof an das Gehirn gemeldet werden, klingt sehr überzeugend. Ob diese Reaktion eine Warn- und Schutzfunktion ist (wie von Dir vermutet) oder aber eine eigenständige, zwangsläufige Konsequenz darstellt, sei dahingestellt.


    Deine Energie, "solange auf diese Theorie aufmerksam zu machen, bis sie von kompetenter Seite her bestätigt oder widerlegt wurde", ist beachtlich. Es ist bedauerlich, dass dies trotz offensichtlich häufiger Bemühungen noch nicht gelungen ist. Veröffentlichst Du Deine Gedanken auch noch anderswo als in diesem Forum?


    Kurz zu meiner aktuellen Situation:


    Wie bereits berichtet, wollte mich der erste Kardiologe mit Multaq, Metoprolosuccinat und Xarelto therapieren. Da ich (außer dem Alter) keines der bekannten Risiken für einen Schlaganfall aufweise (und außerdem, wie sich nachträglich herausstellte, zu hohe SD – Werte hatte) stand ich diesem Vorschlag sehr skeptisch gegenüber und holte mir eine zweite Meinung ein. Dieser Kardiologe sprach sich erfreulicherweise ebenfalls für ein sanftes Vorgehen aus und ich nehme auf sein Anraten hin lediglich Thromcardin complex bis zum nächsten Kontrolltermin im September. Bisher gab es keinen einzigen weiteren Vorfall!


    Dir lieber Gerhard, wünsche ich Erfolg für Deine weiteren Bemühungen und persönliches Wohlergehen.


    Grüße Helmut.

    Hallo Helmut,


    ich habe mit Ineresse Deinen Eintrag gelesen - genauso wie Deinen Gerhard, denn ich bin nach wie vor der Meinung meine Probleme kommen irgendwíe aus der Magengegend.


    Auch mir hatte man Multaq verschrieben (hab's genommen und meinen Betablocker auf Anweisung meines Hausarztes abgesetzt), Ich Trottel landete 1 Woche später im Krankenhaus. Vorhofflimmern vom Feinsten und mit einem Blutdruck von 250 zu 150. Nach 10 Tagen - wo man trotz täglicher Untersuchungen nichts fand.


    Seit Ende 2011 nehme ich jetzt meinen Betablocker und wie Du Tromcardin. Vorher war bei meinen letzten Bltuntersuichungen der Kaliumwert immer im unteren Bereich.


    Schaun wir mal wie's weitergeht.


    Lg Christine