Hallo Bubbele,

    ich dachte Du willst von mir wissen, ob ich mich an Deiner Stelle für eine Ablation entscheiden würde oder nicht. Deshalb sagte ich, dass ich mich da raushalte.


    Pro oder contra von Ablationen wurde hier ja schon reichlich diskutiert und ich hatte, ohne dass ich mich daran direkt beteiligt habe, teilweise ein schlechtes Gewissen. Für den Erfolg entscheidet man sich nicht immer automatisch mit.


    Meine Ablation 2005 hatte auch nicht den erhofften Erfolg. Mein Hausarzt hat mir damals diesen Schritt empfohlen, nachdem meine Vorhofflimmer-Attacken unerträglich wurden.


    Du hattest vor 5 Jahren die erste Episode mit Vorhofflimmern und jetzt vier Episoden hintereinander? Anstelle einer voreiligen Ablation würde ich es erst einmal ohne Risiken und Nebenwirkungen und ohne Arzt und Apotheker versuchen.


    Seit ich mir sicher bin, dass Extrasystolen zu einem Schutzmechanismus gehören und durch Dehnungsrezeptoren im Vorhof ausgelöst werden, könnten Ablationen auch unabsehbare Folgen haben. Dies wäre der Fall, wenn solche Rezeptoren auch Ziel der Verödung sind.


    Dass bei mir diese Episoden nicht nur, wie früher, durch Würgen und Erbrechen ausgelöst werden, wusste ich da schon lange. Mit den Ärzten so richtig darüber reden konnte ich aber bis heute nicht, auch nicht vor meiner Pulmonalvenenisolation.

    Zitat

    Ist das Thema Würgen + Erbrechen im Zusammenhang mit VHF bekannt? Oder sind diese Auslöser absolute Einzelfälle???

    Mir sind die Zusammenhänge schon immer aufgefallen und in diesem Thread hier gibt es genügend unabhängige Beispiele dafür. Ich hatte früher auch den Vagusnerv im Visier, aber heute ist Würgen und Erbrechen als Ursache von Vorhofflimmern für mich ein Paradebeispiel für meine Hohlvenen-Kompressions-Theorie. Das ist meine Logik und den Vagus habe ich daraus vollkommen verbannt.


    Es gibt nichts Logischeres beim Würgen und Erbrechen, als dass dabei dieser "Ansaugschlauches" des Herzens abgedrückt werden kann!!!


    Das Würgen ist also nicht für den Vagus eine Extrembelastung, sondern für den Bauchmuskel bzw. das Zwerchfell, für die Muskulatur von Magens und Speiseröhre – ja eigentlich für alle Bauchorgane und selbst das Herz. Dabei kann die untere und obere Hohlvene abgedrückt oder abgeknickt werden, was zu einem verminderten venösen Blut-Rückstrom zum Herzen führt. Gibt es denn ein schlimmeres Szenario, als Blutmangel vor dem Herzen?


    Nun werden Extrasystolen oder auch Vorhofflimmern ausgelöst, um


    http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/


    Tschau *:)

    Hallo an alle Forenleser,


    nachdem ich bekanntlich öfters SVES, VES habe, bereits eine Ablation am AVNRT wegen paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardien hatte und auch Histamin immer eine Rolle zu spielen scheint (ohne dass dies bei mir bislang schulmedizinisch nachgewiesen worden wäre), mal wieder ein Update von mir:


    Seit einigen Wochen habe ich – so wie auch gerade jetzt – wieder große Probleme mit "Herzstolpern". Dies kommt meist


    ... beim Liegen auf der linken Seite (weshalb ich dies meide),


    ... beim Staubsaugen der Wohnung (eben gerade wieder, so dass ich einfach aufhören musste, da das Herz unentwegt dabei stolperte),


    ... oftmals in Stresssituationen (geschäftliche Termine, Besuch lauter Konzerte),


    ... manchmal auch bei Stuhlgang auf der Toilette,


    ... generell oft beim Bücken, in die Hocke gehen, schnellen Aufstehen,


    ... beim Getränkekisten die Treppe hochtragen usw.


    Zudem habe ich bei Infekten/Erkrankungen oft diese Probleme. Vor ein paar Wochen hat mich eine Grippe erwischt und außer Gefecht gesetzt. Auch da hatte ich selbst beim Liegen im Bett, eigentlich egal bei was ich tue, diese SVES und VES. Der Hausarzt veranlasste daher auch gleich ein Langzeit-EKG. "Leider" ging es mir da schon etwas besser und da ich mich noch schonte, hatte ich keine großen Probleme. Die wenigen dokumentierten Störungen kamen aber am Stück als ich mich am darauffolgenden Morgen vor Abgabe des Geräts beim Anziehen/Fertigmachen im Bad Herzstolperer hatte. Der Befund des 24-Std.-Langzeit-EKG (02/2013):


    ... Bradykardien: 0


    ... Tachykardien: 82


    ... Pausen: 20


    ... SVES: 18


    ... Couplets: 0


    ... Triplets: 0


    ... SVTach: 0


    ... VES: 10


    ... Durchnschn. Herzfrequenz: 78 (max. 124 / min. 47)


    Das letzte davorliegende 24-Std.-Langzeit-EKG in 06/2012 sah noch deutlich auffälliger aus:


    ... Bradykardien: 0


    ... Tachykardien: 91


    ... Pausen: 24


    ... SVES: 223


    ... Couplets: 2


    ... Triplets: 0


    ... SVTach: 2


    ... VES: 54


    ... Durchnschn. Herzfrequenz: 76 (max. 141 / min. 44)


    Ansonsten habe ich folgende Symptome:


    ... manchmal Sodbrennen (bei fettigen Speisen, die ich fast ausschließlich meide),


    ... ab und an extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit (dann treten die Herzstolperer gehäuft auf),


    ... gerade im Winter sehr trockene Haut, aber auch sonst trocken,


    ... Heuschnupfen-, Nickel-, Goldallergie,


    ... zwei beherdete Zähne habe ich mittlerweile in den letzten drei Jahren ziehen lassen.


    Die Herzstolperer bringe ich irgendwie auch mit dem Wetter zusammen, im Sommer ist es meist besser. Auch bei Vollmond (haltet mich bitte nicht für verrückt), habe ich eher Probleme. Bin wie schon irgendwo erwähnt 39 wiege ca. 72kg bei 184cm (männl., NR, kein Alkohol, auch kein Sport, da ich dann oft Herzstolperer habe).


    Habe nun einen Homöopathen aufgesucht, der mich sehr gut einschätzte und eine umfassende Anamnese machte. Ich bekomme nun (offenbar, hat es mir nicht genau sagen wollen) Mercurius LM3 1x3 tgl., da er als Ursache Quecksilber vermutet. Zudem soll ich in "Notsituation" Arsen C30 3x nehmen. Naja, ich teste das nun mal.


    Mit Quecksilber als Ursache (damals vor Ablation des AVNRT) noch nur die Herzstolperer vermutete schon vor ca. 10 Jahren eine Homöpathin, dass Quecksilber die Ursache sei. Sie gab mir damals ebenfalls Mercurius, woraufhin ich starke Hautausschläge bekam und deshalb (vielleicht fälschlicherweise) nicht mehr zu ihr hin bin. Aber damals hatte ich noch starke innere Unruhe dazu und konnte Menschenansammlungen nicht haben etc. Wurde (damals 2002/2003/2004 noch als Privatpatient) von Kopf bis Fuß untersucht (Schilddrüse, CT Kopf, Herz usw.), ohne dass schulmedizinisch direkt was gefunden worden wäre. Erst dann bin ich aus Verzweiflung noch zu dieser Homöopathin.


    Ist jetzt doch etwas länger geworden, sorry. Diese Hohlvenentheorie von Gerhard trifft doch einiges bei mir, ohne dass diese Massage über dem Bauchnabel z.B. eben was gebracht hätte. Letztlich wird es dann nur weniger, wenn ich mich ausruhe.


    LG und einen schönen Sonntag,


    Carsten

    Nachtrag zu meinem Beitrag:


    Haltet Ihr ggf. ein Rezidiv des AVNRT für wahrscheinlich und ursächlich? Habe seit einigen Monaten wieder so den Beginn von PSVT, wie damals kurz vor der Ablation. D.h. das Herz fängt plötzlich an zu rasen und hört nach 3-5 Sekunden aber wieder auf so zu rasen.


    Was empfehlt Ihr hinsichtlich histaminarmer Ernährung? Welches Brot kann man denn beruhigt essen? Ich bin "Brotesser" und nehme nur Dinkel-/Vollkornbrot zu mir, aber nicht immer hefefrei.

    Hallo,


    wollte mich nach längerer Abwesenheit mal wieder melden.


    Ich hatte ja am 9.8.2012 meine Ablation (wg. paroxysmalem VHF) auf Anraten meines Kardiologen.


    Die ist komplikationslos verlaufen, am 4. Tag im KH wurde ich entlassen.


    Das "schlimmste" daran waren die Rückenschmerzen, die ich bekam, weil ich 24 Std. auf dem Rücken liegen musste. :-)


    Das VHF war sofort nach der Ablation (PVI) wieder da, aber verändert. In der ersten Woche nach der PVI kam das VHF nun in kürzeren Abständen, aber auch wesentlich kürzer.


    Vor PVI : alle 5-10 Tage für 1-3 Tage


    Nach PVI: alle 1-2 Tage für 1-2 Std.


    Medikation nach PVI: Metoprolol 47,5 1-0-0 , Pradaxa 1-0-1.


    In den folgenden Wochen wurden die Abstände immer größer und am 15.10.2012 flimmerte es zum letzten Mal. Seit dem 16.10.2012 bin ich 100% beschwerdefrei!


    Zur Nachsorge hatte ich ein Langzeit-EKG für 14 Tage und eine Herz-CT im November 2012.


    EKG und Herz-CT waren unauffälig.


    Abschließende Untersuchung mit Langzeit-EKG 10 Tage war im Februar 2013, unauffällig.


    Seit Februar 2013 ist auch die Blutverdünnung Pradaxa abgesetzt.


    Betablocker Metoprolol werde ich nach dem 22.4. absetzen, schaun mer mal, wie es dann geht.


    Hat jemand Erfahrung mit dem Absetzen von ß-Blockern?


    Einfach nicht mehr einnehmen oder langsam "entwöhnen"?


    Ich wüsste allerdings nicht wie ich eine halbierte 95mg-Tablette noch weiter zerkleinern sollte ;-)


    ES habe ich nur noch ganz selten (meist bei vollem Bauch, nach üppigen Essen, viel Kohlensäure-Getränken etc.), die führen aber zu nichts weiter ;-D


    Ich bin superhappy und denke schon kaum mehr an VHF :)z


    Allerdings sagte der Arzt auch, daß keiner sagen kann, wie lange die Ablation anhält.


    O-Ton: "Da gibt´s keinen TÜV drauf!" :[]


    Viele Grüße

    Habe ebenfalls ES schon mind. 20 Jahre und lebe Gott sei Dank noch immer nehme aber auch noch Marcumar und ACE Hemmer ,ich habe unzählige Belast-EKG-,Langz-EKG gemacht aber niemals wurde etwas gefunden das eine Ablation rechtfertigen würde.Aber hat einer von euch schon daran gedacht das dies eventuell mit dem Hormonhaushalt zusammen hängen könnte ,darauf hat mich vor kurzem ein Uni.Prof.der Kardiologie gebracht der meinte ich solle mal bei einem Endokrinologen vorstellig werden und mal einen Bluttest mit allen wichtigen Hormonen ,Spurenelementen und Vitaminen machen eventuell auch gleich die Schilddrüsen-werte dazu.


    Werde berichten welch ein ergebniss heraus gekommen ist ,habe am 16.04.13 eine Termin beim Endokrinologen.

    ** klampfer 62

    Schön, dass es Dir so gut geht. Ich habe die Ablation nicht machen lassen,


    über das Osterwochenende hatte ich leider wieder volles Programm.


    Keine Ahnung was der Auslöser war. ":/


    Zum Betablocker möchte ich Dir sagen - ausschleichen !!!!!!!


    Ich hatte im September 2011 wegen Medikamentenwechsel den Beta-Blocker von einem Tag auf den andern abgesetzt (war mit dem Arzt besprochen). Nach 2 Wochen rastete mein Blutdruck und Puls aus. Ich kam mit 250/150 und einem Puls von 150 ins Krankenhaus. Frage unbedingt nochmals nach, außerdem steht es im Beipackzettel, dass das der Betablocker nicht plötzlich abgesetzt werden darf.


    Gruß Christine *:)

    Hallo an alle,


    Ich habe die letzten 4 Wochen versucht, den gesamten Thread durchzulesen. War froh zu lesen, dass es nicht nur mir allein so geht und habe viele interessante Gedanken gefunden. Also vielen Dank an Gerhard und jede/jeden, die hier versucht haben weiterzuhelfen. Nun habe ich drei Fragen:


    Aber zuerst kurz meine Eckdaten: Mann 46 Jahre, 181, 100kg, hatte vor 2 Jahren im Rahmen einer Diät das erste Mal Extrasystolen, was auch einige Stunden in VHF übergegangen war. 24-Stunden-EKG, Belastungs-EKG und Ultraschall. Ergebnis: Ungefährliche HRS, eventuell Stress, Aortaabgang 46mm, nicht feststellbar ob bikuspide Aortenklappe, sollte über MRT geklärt werden.


    Ich hab die Sache dann im Sand verlaufen lassen. Eine weitere Episode vor 1 Jahr, ebenfalls in zeitlichem Zusammenhang mit einer Diät, habe ich wesentlich gelassener über mich ergehen lassen, da ich ja "wusste", dass es nichts Schlimmes ist.


    Dann vor 4 Monaten: Ewig lange Erkältung, Grippe, Husten, zu früh wieder ins Fitnessstudio in geschwächtem Zustand. Ab diesem Zeitpunkt alle 2-3 Tage Herzrythmusstörungen und Übergang in VHF. Im Februar habe ich mich in die Notaufnahme selbst eingewiesen und erstmal erfahren, dass es sich um VHF handelt. Man wollte sofort Kardioversion machen, zum Glück kam kurz vorher der SR wieder. Empfehlung: Ablation. Ausserdem nehme ich bei Bedarf 2.5mg Concor.


    Seitdem versuche ich alles, um die Ursache festzustellen und die Ablation zu vermeiden. Regelmässig alle 3-4 Tage beginnt entweder im Thymusdrüsenbereich oder in der Magengegend ein Vibrieren, dieses löst Extrasystolen aus, und wenn ich es mit Lageveränderung, Hinsetzen oder Gerhards Massage nicht schaffe abzustellen, kommt innerhalb 1 Minute VHF.


    Das Komische: Wenn ich mich nach 1 Nacht VHF trotz Schwäche überwinde, nach draussen zu gehen, kommt nach der Bewegung der Sinus zurück.


    Erste Frage an Euch: Woran könnte es liegen, dass der Körper mindestens 1 Nacht VHF braucht um "runterzufahren" und erst dann das "Hochfahren" wieder den Sinus zurückbringt. Ohne vorher zu schlafen funktioniert das nicht. Also Aktivität zum Beispiel nach 3 oder 4 Stunden strengt nur an, bringt das Herz aber nicht in den SR.


    Zweite Frage: Nach Rücksprung in den SR scheint mein Körper erstmal für mindestens 1-2 Tage völlig immun zu sein gegen "nach vorne beugen", Histaminhaltige Nahrungsmittel, Alkohol, Voller Magen, Körperliche Aktivität usw. Aber dann, ab dem 3. Tag wird es brenzlig: Kurzes Flattern in der SolarusPlexus/Magengegend, ab und zu mal eine ES, meistens gelingt es mir durch Massage oder Lageänderung, das wegzubringen. Spätestens am 4. Tag kommt aber das Flattern und die ES so heftig, dass ich es nicht mehr verhindern kann. Kann es sein, dass sich im Körper irgendwas "aufbaut" oder anstaut, was dann regelmässig durch das VHF "abgearbeitet" werden muss???


    Dritte Frage: Jetzt hat der Kardiologe durch Ultraschall festgestellt, dass ich doch eine bikuspide Aortenklappe habe und der Abgang 47mm Durchmesser hat. Ab 50mm muss wohl zwingend operiert werden. Kann es sein, dass die Erweiterung der Aorta aufgrund ihrer Raumforderung dieses Zappeln und damit das VHF auslöst?


    Die jetzige Situation geht mir wahnsinnig an die Psyche und ich hoffe sehr, dass ich doch noch eine konkrete Ursache finde, die ich in der Lage wäre abzustellen. Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Ideen und Antworten.


    Gruss Mike

    Deine Fragen 1 und 2 haben mich auch beschäftigt, vor allem die zweite Frage. Genauso empfinde ich es auch. Vor allem Stress jeder Art sehe ich bei mir als Ursache (nicht als die erste Ursache) und andere Sachen wie Essen, Bücken etc. sind dann Auslöser. Bei Stress gibt es hormonelle Veränderungen, die nicht nur momentan entstehen, sondern wahrscheinlich noch Stunden bis Tage anhalten. Ich kann mir schon vorstellen, dass durch das Vorhofflimmern etwas verbraucht wird, aber was?? Zum ersten fängt es immer sehr heftig an und wird im Laufe der Zeit ruhiger, bis es ganz verschwindet, zum zweiten habe ich das Gefühl, dass sich etwas aufbaut, es flattert immer häufiger und erscheint schließlich unvermeidlich, sodass alle Versuche, es abzuwenden, scheitern.


    Vier Jahre hatte ich Ruhe, jetzt tritt es wieder regelmäßig auf. Ich frage mich, ob auch Epigenetik eine Rolle spielen könnte. Irgendetwas, das die Gene umschaltet.

    Hallo Mike alias @migosha,

    vielen Dank für Deine interessanten Denkanstöße. Schade, dass Du das Vibrieren, Flattern bzw. Zappeln in der Magengegend, was Du vor dem Auslösen von Vorhofflimmern auch immer verspürst, mit keiner Silbe mit meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie in Verbindung bringst. Das ist doch gerade das wichtigste Symptom, was uns weiterbringen würde, wenn wir den genauen Entstehungsort lokalisieren könnten.


    Auch die anderen Symptome und die hilfreichen Gegenmaßnahmen die Du bestätigst, müssten doch wenigstens zum Nachdenken über diese Theorie anregen. Aber das scheint ein regelrechtes Tabuthema für die meisten hier in diesem Forum zu sein. Dabei gibt es doch keine sinnvollere Alternative zur Ursache von "Blutmangel vor dem Herzen" und daraus resultierenden Extrasystolen & Co.


    http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/


    Bitte befasse Dich noch einmal speziell mit dieser Theorie, denn ich verspüre zwar noch oft dieses Bauchgefühl, kann aber schon mehr als 3 Jahre erfolgreich das sonst übliche Vorhofflimmern verhindern. Wenn ich nicht dagegen einschreiten würde, wäre die Reihenfolge so wie Du sie bei Dir beschreibst.


    Dein Vorhofflimmern trat im Abstand von einem Jahr jeweils nur im Zusammenhang mit einer Diät auf. Auch Diäten können unverträglich sein und Blähungen mit Hohlvenenkompressionen zur Folge haben. Die Häufung der Episoden in den letzten 4 Monaten könnte schon etwas mit Deiner zweiten Frage zu tun haben:

    Zitat

    Kann es sein, dass sich im Körper irgendwas "aufbaut" oder anstaut, was dann regelmäßig durch das VHF "abgearbeitet" werden muss?

    Ja, weil selbst harmlose Herzprobleme besonders viel Stress und Adrenalin erzeugen, was die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen sehr sensibel macht. Nach Rücksprung in den Sinus wird erst mal kein Adrenalin mehr ausgeschüttet, deshalb vielleicht die nachfolgende gewisse Immunität. Danach kommt langsam die Angst vor der nächsten Attacke mit dem Adrenalin wieder. Ein Teufelskreis also bis man ihn mal durchbricht.


    Deine erste Frage könnte sich ähnlich erklären, indem am ersten Tag noch zu wenig Adrenalin abgebaut wird, um in den Sinus zurück zu finden. In der Nacht wird es eher abgebaut und daher der Erfolg am nächsten Tag bei Deinen Aktivitäten.


    Gerade Extrasystolen, die uns ja nach meiner Theorie sogar beschützen können, gehören dazu. Auch meine ersten Vorhofflimmerattacken entstanden in einer stressigen Zeit kurz vor dem schon voraussehbaren frühen Tod (59) meiner Mutter und bei zeitgleich stattfindenden beruflichen Machtkämpfen. Dazu hatte ich schon damals einen nervösen Magen.


    Das ganze Forum ist voll von beginnenden Herzbeschwerden, die im Zusammenhang mit emotionalen Ereignissen zu stehen scheinen. Adrenalinausschüttung durch Stress hat aber nicht zwangsläufig etwas mit der Psyche(Seele) zu tun, sondern sie ist in erster Linie eine körperliche Reaktion.


    Es ist schön, dass es auch noch echte Erfolgserlebnisse gibt. Damit meine ich den Bericht von @klampfer62 über seine Katheterablation. Da kann man nur wünschen, dass es so bleibt und möglichst auch mal @Christine aus NRW was mit abbekommt.


    Bei @Carsten K sprechen viele Symptome für meine Theorie. Es gibt aber auch noch andere Störungen mit solchen Langzeit-EKG‘s die jedoch von einem Arzt beurteilt werden sollten.


    Noch einmal an alle, die als Vorboten von Vorhofflimmern ein kribbelndes, zappelndes, flatterndes, vibrierendes oder hohles Bauchgefühl zwischen Brustbeinknorpel und Bauchnabel verspüren. Bitte versucht herauszubekommen, wo und wie dieses Gefühl entsteht. Es tut nicht weh, ist aber trotzdem unangenehm und undefinierbar.


    Für mich ist es das Nuckeln des Herzens an der unteren Hohlvene, weil sie abgedrückt wird und dadurch zu wenig Blut zum Pumpen zurückführen kann. Daher auch das dabei oft auftretende Schwächegefühl mit weichen Knien.


    Viele Grüße und Tschau *:)

    Wollte mal was zu übergewicht und herzrhytmusstörung sagen, wenn das alles so ist wie in einigen Beiträgen hier, müsste ja jeder übergewichtige herzstolpern , herzrasen u.s.w haben!


    Ich selbst bin auch von diesen stolperer betroffen , habe auch ein paar Kilos zu viel , kenne aber jede Menge Leute die noch weit mehr Gewicht zu viel haben wie ich, die kennen so etwas überhaupt nicht!!


    Denke es ist einfach eine kopfsache, solange man natürlich herzgesund ist!

    Hallo Gerhard,


    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deine Hohlvenentheorie nehme ich als gegeben an, auch wenn ich das nicht explizit erwähnt habe. Voller Verdauungstrakt und Gase, nach vorn beugen, Übergewicht allgemein, das alles passt zu der Hohlvenentheorie.


    Nun gab es aber eine fehlende Variable in der Formel der Entstehung des VHF: Warum scheint das Herz-Kreislaufsystem an gewissen Tagen "immun" zu sein gegen oben genannte Auslöser und an anderen Tagen kommt es so übermächtig, dass man nicht mal mehr etwas mit Massieren ausrichten kann? Diese fehlende Variable wäre dann also nach Deiner Antwort das Adrenalin.


    Um die Adrenalinrezeptoren zu besetzen, müsste man also ausreichend Betablocker einnehmen. Ist in meinem Fall mit Vorsicht zu handhaben, da ich sehr niedrigen Puls habe.


    Wie könnte man denn den Teufelskreis der Adrenalinsättigung sonst durchbrechen? Adrenalin wird ja nicht nur durch negativen Stress ausgeschüttet, sondern auch durch wünschenswerte körperliche Betätigung. Die momentane extreme Sensibilität auf Adrenalin müsste also irgendwie rückgängig gemacht werden, so eine Art Desensibilisierung. Gibt es da irgend eine Idee, wie man das anstellen könnte?


    Im Falle der Ablation – vor der ich wahnsinnige Angst habe – würde ja ohnehin nur die Reizweiterleitung zwischen Hohlvene/Pulmonalvenen zum Vorhof unterbrochen. Das Zittern der Hohlvene selbst müsste nach dieser Theorie ja trotzdem weiterhin ab und zu auftreten. Welche Erfahrungen gibt es da?


    Mittlerweile habe ich die regelmässigen VHF-Phasen, welche schon teilweise alle 2 Tage kommen, so satt, dass ich ernsthaft über eine Ablation nachdenke. Mit 46 Jahren gibt es hier natürlich noch das Krebsrisiko wegen der erheblichen Strahlenbelastung. Hat jemand Gedanken dazu?

    @ Etti:

    Ich denke nicht, dass es hauptsächlich Kopfsache ist. Klar ist, dass bei übergewichtigen Menschen nicht nur aussen das Volumen zunimmt, sondern es auch innen "enger" wird. Besonders, wenn man schon mehrere Diäten mit entsprechendem JoJo hinter sich hat. Auch Bindegewebswucherungen spielen mit der Zeit eine Rolle. Natürlich hat nicht jeder die gleiche Anatomie, nicht bei jedem muss die Hohlvene in Bedrängnis geraten, die inneren Organe suchen sich meistens ihren Weg und ihren Platz. Aber einen Zusammenhang gibt es sicher. Und das gestörte Spiel zwischen Sympatikus und Parasympatikus, Spannung und Entspannung, Adrenalin und dessen Rezeptoren, ist sicher nicht Kopfsache sondern Veranlagung, Hormonhaushalt, Körperchemie.


    Die Frage ist: Was kann man tun? Mit Abnehmen allein ist es wahrscheinlich nicht getan, denn die Dehnungsrezeptoren des Venensystems haben ja bereits eine Sensibilität – auch auf das Hormon Adrenalin – entwickelt, und spielen dann verrückt. Wie sich das rückgängig machen lässt, weiss ich nicht.


    Gruss Mike

    Was das Adrenalin betrifft, möchte ich auf folgenden Artikel verweisen:


    http://www.zeitschrift-sportme…v2002/heft04/a02_0402.pdf


    Ich verstehe das so, dass bei hoher körperlicher Leistung Adrenalin ausgeschüttet wird, aber dass bei vorsichtigem Ausdauertraining das Adrenalin eventuell gesenkt werden kann. Zumindest gilt das für Noradrenalin. Ich werde das sehr vorsichtig probieren. Bei mir bedeutet schon Spazierengehen Ausdauertraining (im Gegensatz zu Vor-dem-PC-Sitzen) , mehr schaffe ich zur Zeit nicht, aber vielleicht kann ich es ja noch steigern. Laut diesem Artikel ist sogar die Zahl der Rezeptoren veränderlich, je nach den Umständen. Das klingt doch gut.


    D.h. man braucht vielleicht die Dosis an Betablocker steigern, sondern bewegt sich mehr, aber im Sinne von Leistungssport, sondern von sanftem Ausdauertraining, gerade so viel, dass es nicht schadet.


    Schöne Grüße

    Hallo Vidgi,


    Der Artikel ist wirklich sehr interessant. Da fällt mir ein, dass meine Vorhofflimmer-Atacken Ende letzten Jahres exakt immer an den Tagen auftragen, an welchen ich beim Krafttraining war. Mittlerweile ist das nicht mehr so eindeutig, aber offensichtlich scheint sich das Adrenalin durch Stress usw. innerhalb 1-4 Tagen immer wieder anzusammeln und die kritische Schwelle zu erreichen.


    Daher der Hinweis, mittels Ausdauertraining den Adrenalinspiegel zu senken – sehr interessant!


    Bei diesem Wetter im Mai natürlich nicht gerade leicht umzusetzen!


    Also nochmals danke für den Link.


    Viele Grüsse


    Mike

    Ich hab nie etwas bemerkt, war immer total gesund. Krank wurde ich erst, als der Arzt gesagt hat, dass ich krank bin. Das unterstützt meine Theorie, wer nie zum Arzt geht bekommt keine Diagnose und ist folglich nicht krank! Einfach viel trinken und nie zum Arzt gehen...das hätte ich mal machen sollen. *lol*


    Und jetzt Spaß beiseite. Ich finde es interessant, wie viele verschiedene Ursachen, VHF, Tachykardien und sonstwas auslösen kann.