Hallo alle zusammen!


    ich bin neu in diesem Forum und habe mir nun schon seit Längerem angeschaut, was hier geschrieben wird. Ich muss sagen, da ist Vieles, was ich auch an mir bemerkt habe und was man vom Arzt nicht gesagt bekommt (weil es wahrscheinlich nicht in den Lehrbüchern zu finden ist). Insbesondere die Beiträge von Gerhard haben mich beeindruckt.


    Ich bin 53, habe seit ca. 3 Jahren persistierendes Vorhofflimmern und bin mir ziemlich sicher, dass der Magen dabei eine große Rolle spielt. Ich hatte vor 1 Jahr eine Elektro-Kardioversion die genau 2 Stunden erfolgreich war. Dann gab es nämlich Mittagessen im Krankenhaus (Fisch und Kartoffelpüree) und sofort war das VHF wieder da. Auch wenn ich jetzt bei einer Mahlzeit viel esse, dann wird das VHF (subjektiv) noch schlimmer (obwohl es ja die ganze Zeit vorhanden ist).


    Die Ärzte sagen da nur: "Zufall".


    Ich bin mir daher sicher, dass man mit der Ernährung viel steuern kann, allerdings nur, wenn das VHF noch nicht persistent ist. Danach kann man den Zustand nur in geringem Umfang verbessern. Auch ich habe trotz ständigem VHF gute und schlechte Tage, wo ich die Treppen gut hochkomme oder eben nicht.


    Zuerst dachte ich auch (ähnlich wie gebi88), dass Kaffee evtl. einen Einfluss haben könnte. Aber diese Idee habe ich nach längeren Beobachtungen an mir fallen gelassen.


    Ich habe aber inzwischen bemerkt, dass ich Gluten nicht gut vertrage. Es ist zwar keine direkte Allergie, aber es gibt ein paar Verdauungsbeschwerden (Blähungen etc.) und die sind sofort weg, wenn ich mich glutenfrei ernähre.


    Nächsten Monat habe ich eine Ablation, denn diese 75% Herzleistung erschweren mir das Treppensteigen etc. Außerdem hat mein Kardiologe gesagt, dass das VHF eine Herzschädigung darstellt, die weiter fortschreiten wird.


    Ich glaube nicht, dass man in diesem Forum endgültige Antworten finden wird, aber ich bin schon froh, dass man hier auf Leidensgenossen trifft. Ich werde berichten, wie die Ablation verlaufen ist. Im Internet findet man nur sehr wenige persönliche Erfolgsmeldungen. Man findet nur viele Aussagen, dass es hinterher viel schlimmer ist als vorher, weil man z.B. zwar kein Vorhofflimmern mehr hat, aber dafür ständiges Herzrasen etc.


    Eigentlich halte ich es für bedenklich, etwas zu beseitigen (VHF), was der Körper vielleicht für sinnvoll hält. Aber ich habe mich jetzt entschieden und werde das durchziehen.


    Grüße


    Axel2015

    @ Axel2015

    Wenn du dich zur Ablation entschlossen hast, ist eine positive Einstellung dazu sicher gut. Manchmal ist es so, dass der Körper etwas Sinnvolles macht, aber, wenn sich die Lage geändert hat, damit nicht mehr aufhören kann, weil er sich irgendwie festgefahren hat, sprich, es ist chronisch geworden. Insofern könnte in deiner Lage eine Ablation helfen, den Körper wieder in die richtige Bahn zu bringen. Danach allerdings wäre es wahrscheinlich sinnvoll, auf deine Lebensweise zu achten, damit du nicht wieder in die gleiche Lage gerätst.


    Es könnte sein, dass diejenigen, denen die Ablation geholfen hat, nicht so viel im Internet schreiben, da es ihnen ja gut geht und sie keine Veranlassung sehen. Ich wünsche dir viel Glück und bin gespannt, was du berichten wirst.

    Ich bin ein 47 Jahre alter oder, je nach Tagesform, auch junger Mann. Von 2007 bis 2013 litt ich an anfallsweisem Vorhofflattern und Vorhofflimmern. Was so ganz langsam mit seltenen und kurzen Attacken begann, steigerte sich in all den Jahren zu langen, ausufernden Episoden mit Schwindel, Schwäche und Angst, so dass mir das Leben mehr und mehr zur Hölle wurde.


    Ich bin dann irgendwann vor einigen Jahren auf dieses Forum gestossen und es war mir besonders in den schweren Stunden immer wieder ein Trost. Leider hat bei mir die von Gerhard oftmals beschriebene Technik VHF in der Entstehung zu unterbinden nie geholfen.


    Ziemlich sicher bin ich mir, dass es einen Zusammenhang zwischen Extrasystolen, die ja VHF anstossen können, und vollem Magen gibt. Nur leider hat mir diese Erkenntnis auch nicht geholfen, da es bei mir auch noch andere Trigger gab.


    Ich habe in den Jahren ein VHF Tagebuch geführt, um vielleicht ein Muster zu erkennen. Irgendetwas, das hilft, eine erfolgsversprechende Vermeidungsstrategie zu entwickeln. Hat leider nicht geklappt. Meine einzige Erkenntnis war, dass es viele unterschiedliche Auslöser gab, die zu VHF führten. Zuletzt war gar keiner mehr notwendig. Es pendelte völlig unberechenbar einfach so zwischen Sinus und Chaos.


    Mein Kardiologe war seinerzeit, und bis heute, kein Freund der Ablation. Er hielt die Risiken in der Relation zu den Erfolgsaussichten für zu hoch. Sein Therapieansatz waren Medikamente und den Dingen ansonsten seinen Lauf zu lassen. Schließlich könne man auch mit VHF leben. Tun ja in der Tat auch viele.


    Für mich war das irgendwann keine Option mehr. Anfang 2013 war ich körperlich und mental am Ende. Ich habe mich mit meinem Hausarzt besprochen und wir haben gemeinsam entschieden, dass er mich ins Herzzentrum Duisburg einweist, um mich noch mal komplett durchchecken zu lassen.


    Um die Sache etwas zu verkürzen: Ich hatte von Feb. bis Sep. 2013 drei Ablationen. Eine


    Istmus-Ablation (Vorhofflattern) und zweimal PVI (Vorhofflimmern). Das war dann am Ende doch recht hart und sehr anstrengend, zumal die erste PVI einige unangenehme Begleitumstände hatte, für die aber die Elektrophysiologen nichts konnten.


    Aber der Kampf hat sich gelohnt. Seit dem 13.09.2013 bin ich konstant im Sinus. Keine Arrythmie, kein Herzrasen nichts. Nur noch Sinus. Nach den Eingriffen hatte ich lediglich immer wieder mal Phasen mit gehäuften ES. Es ist so, als würde der Zünder noch arbeiten. Es passiert allerdings nichts weiter. Duschen, pinkeln, Zähneputzen, herzhaft lachen u.v.m......nur noch Sinus. Mein Leben hat seitdem neu begonnen.


    Medikamente nehme ich noch weiter gegen meinen hohen Blutdruck, Cholesterin und Harnsäurespiegel. Das sind verschiedene, aber relativ gering dosierte Mittel. Dazu noch vorbeugend mit Eliquis einen Gerinnungshemmer. Die Medikation ist mittlerweile so dosiert und feinjustiert, dass sie bei mir keine besonderen Nebenwirkungen verursacht.


    Weiterhin achte ich ein wenig auf meine Ernährung ohne allerdings permanente Diät zu halten. Ich rauche nicht und trinke selten Alkohol.


    Dazu betreibe ich moderaten Ausdauersport. Moderat ist hier für mich ganz wichtig. Es darf von der Belastung nicht zu viel oder zu wenig sein. Das Maß muss jeder für sich selbst finden. Hat man es gefunden, ist es sehr zuträglich für einen ruhigen Herzschlag.


    Zur Abrundung habe ich mir im Rahmen eines Achtsamkeitstrainings ein paar Meditationstechniken angeeignet, die mir helfen Stress zu reduzieren und Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann.


    Wie man sieht, beruht mein bisheriger Erfolg im Kampf gegen diese Erkrankung auf unterschiedlichen Faktoren. Sollte ich wieder einen Rückfall erleiden, so werde ich diesen Weg konsequent weiter gehen. Auch eine weitere Ablation schließe ich nicht aus. Scheint aber, teu teu teu, nicht nötig zu sein.


    Ich hoffe, ich kann einigen von euch Mut und Hoffnung machen. Ja, es gibt sie, die Erfolge.


    Lasst euch in dem was ihr tut nicht beirren. Entwickelt einen Plan, eine Strategie und haltet euch daran. Seid konsequent. Man kann es schaffen. Ihr seid stärker als ihr glaubt.

    Hallo Vidgi und semper talis,


    vielen herzlichen Dank für die ermutigenden Antworten! Vidgi, Du hast völlig recht. Es stimmt, das habe ich mir auch schon vor einiger Zeit gedacht: Man muss seine Lebensweise ändern, damit das Vorhofflimmern dauerhaft verschwindet. Die Ablation allein wird sonst evtl. nicht lange vorhalten. Ich habe mich also die letzten Monate konsequent darauf vorbereitet, habe 5 kg abgenommen (jetzt 85 kg bei 183 cm) und regelmäßig ein wenig Sport gemacht. Auf lange Sicht möchte ich noch ein wenig weiter abnehmen. Ansonsten habe ich schon ein Leben lang niedrigen Blutdruck, habe keine Diabetes, bin Nichtraucher und Silvester habe ich mein letztes Bier getrunken. Mit anderen Worten: Ich habe kaum "Stellschrauben", wo man was verbessern könnte. Ich dürfte gar kein VHF haben. Aber mein Vater hatte es, und zwar nicht zu knapp, es sind einfach die Gene. Er hat alles Mögliche eingeworfen (Chinidin etc.), aber nichts hat auf Dauer geholfen. Eine OP war damals noch nicht möglich. Er hatte dann im Alter mehrere Schlaganfälle und der Leidensweg war lang und elend. Da muss ich einfach versuchen, dagegen zu halten.


    Semper talis, wegen der Ärzte: Da sagt jeder etwas anderes.


    Mein Kardiologe hatte mich zur örtlichen Klinik geschickt und dort ließ man mir die Wahl zwischen Ablation und Medikamenten. Als ich dann ein paar Tage später meinem Kardiologen sagte, dass ich mich für Medikamente entschieden hätte, wurde er doch tatsächlich wütend ("Sind Sie irre? Die helfen nur kurz und haben entsetzliche Nebenwirkungen!").


    Im Internet fand ich, dass mein Kardiologe wohl recht hat, denn das einzige wirksame Mittel ist anscheinend Amiodaron. Aber wieso sagt man mir das nicht in der Klinik? So habe ich dann das Vertrauen in diese Klinik völlig verloren und habe jetzt den Ablationstermin 100 km weiter, im Herzzentrum Leipzig. Dort werden pro Jahr 2400 Ablationen gemacht. Mein Patenonkel sagte mal: "Wegen einem guten Arzt lohnt es sich, 1000 km zu fahren!" Da habe ich es doch deutlich leichter.


    Vielen Dank für Deine ermutigende Schilderung. Es gibt also tatsächlich jemanden, der erfolgreich eine Ablation hinter sich gebracht hat. Das hilft mir sehr!


    Und vielen Dank nochmal für Eure guten Wünsche!


    Viele Grüße


    Axel2015

    Hallo zusammen,


    ich bin 49 Jahre, kein Übergewicht und Nichtraucher, männlich, Sportler. Ich lese seit einem Jahr in diesem Forum, in der Hoffnung irgendwann eine Lösung für mein Problem zu finden. Jetzt möchte ich helfen.


    Vor ca.1,5 Jahren bekam ich einen leichten Reiz im Oberbauch, der bis in die Halsschlagader schoss. Uups dachte ich, was war das denn. Mit der Zeit wurde es immer schlimmer. Irgendwann bemerkte ich an meiner Halsschlagader das in diesem Moment auch mein Puls aussetzt. Ok dachte ich und holte mir einen Termin beim Kardiologen, da mein Vater mit 59 Jahren an Sekundeninfakt starb und ich somit vorbelastet bin. Ultraschall, Langzeit EKG und Bel.EKG, alles in Ordnung. Sowas kommt vor sagte der Arzt, ist aber nix Schlimmes. Da ich viel Sport treibe ist zwar mein Puls etwas niedrig (50 in der Ruhephase) aber auch das ist normal. Die Monate vergingen und es wurde immer schlimmer. Schon morgens nach dem Aufstehen ging es los. Man denkt an nix anderes mehr. Das Leben wird zur Farce. Man streitet sich immer öfter mit der Frau und die Kinder haben auch keinen Spass mehr an dir. Wieder zum Kardiologen, wieder alles ok. Das kann doch wohl nicht war sein. Das Herz schlägt in einem wilden Durcheinander und das soll in Ordnung sein??? Mein Hausarzt wusste auch nicht mehr weiter und schickte mich zu einem Prof. nach Gießen. Alles ok, Sportler-Herz, aber kein Problem. Damit muss man leben. Die letzten Tage waren dann die Hölle. Keine Nacht länger geschlafen als zwei Stunden. Mein Hausarzt besorgte mir dann einen Termin im Krankenhaus. Stationär, Marienkrankenhaus Siegen. Sehr nette Ärztin, nimmt sich Zeit und beantwortet alle Fragen. Das ganze Klima auf dieser Station sehr beruhigend. Jedenfalls wurde ich komplett gecheckt. Die Ärztin klärte mich auf. Es sind Extrasystolen. Das hat eigentlich jeder Mensch, nur die meisten merken es nicht. Manche spüren aber diese Aussetzer und das würde das Leben sehr beeinträchtigen. Zur absoluten Sicherheit wurde dann noch eine Herzkatheter-Untersuchung gemacht. Alles super in Ordnung. Ich bekam dann Tabletten (Flcainidacetat) und dachte ok, die wollen mir damit zeigen, das sie was unternehmen, bringen wird es mir wohl nichts. Ich musste zur Beobachtung noch eine Nacht im KH bleiben. Nach quasi 4 Tagen wurde ich entlassen und ging nach Hause. Was ich im Krankenhaus gelassen habe, waren die Extrasystolen. Ein Traum für mich wurde war. Ich hätte nie im Leben gedacht das ich nochmal ohne diese ES leben würde. Ich kann wieder auf der rechten Seite liegen, ich kann wieder Joggen, Fussball spielen und wieder über alles aufregen, es passiert absolut nichts mehr. Das Herz schnurrt wie ein neuer Motor.


    Diese Geschichte wollte ich los werden für alle die, die genauso verzweifelt sind wie ich es war.


    Gruß Holgi

    Ein Hallo auch wiedermal von mir!


    Mir geht's verhältnismäßig gut, deshalb auch die Sendepause von fast einem Vierteljahr.


    Bei ein paar Beiträgen, die in dieser Zeit hier eingegangen sind, hat es mir schon in den Fingern gejuckt, etwas dazu zu schreiben. Das sind besonders die Beiträge, wo noch immer nach Ursachen von Extrasystolen gesucht wird. Ich hätte auch wieder nur ins Archiv greifen müssen, da es keine neuen Erkenntnisse gibt und wäre Euch somit wieder mit meiner "Hohlvenenkompressionstheorie" auf die Nerven gegangen. Für mich jedenfalls ist diese Hypothese das Nonplusultra, wenn es um die Frage geht, warum scheinbar ohne jeglichen Grund Extrasystolen & Co. ausgelöst werden.


    http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/19562407/


    Zum Beitrag von @Holgi2305, bei dem es auch um Extrasystolen geht, will ich aber was beisteuern.


    Es liest sich sehr bilderbuchmäßig, was er über seine wundersame Heilung berichtet.

    Zitat

    …Sehr nette Ärztin, nimmt sich Zeit und beantwortet alle Fragen. Das ganze Klima auf dieser Station sehr beruhigend. Jedenfalls wurde ich komplett gecheckt. Die Ärztin klärte mich auf. Es sind Extrasystolen. Das hat eigentlich jeder Mensch, nur die meisten merken es nicht. Manche spüren aber diese Aussetzer und das würde das Leben sehr beeinträchtigen. Zur absoluten Sicherheit wurde dann noch eine Herzkatheter-Untersuchung gemacht. Alles super in Ordnung. Ich bekam dann Tabletten (Flecainidacetat)…

    Ich würde denken, dass da mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, wenn es "nur" um die Extrasystolen geht und das Antiarrhythmikum prophylaktisch weiter genommen wird. Extrasystolen sind für mich keine Laune der Natur, und sollten daher nicht einfach mit einem anderen Gefahrenpotenzial unterdrückt werden.


    Das, was Dich tatsächlich beschwerdefrei gemacht hat, ist wahrscheinlich das beruhigende Klima im besagten Krankenhaus gewesen, mit nun weniger Adrenalin im Blut, das uns am meisten schadet.

    @ Axel2015

    Bei Dir ist die Lage schon etwas verfahrener, weil Du ja Vorhofflimmern hast und noch dazu persistierend, also so gut wie dauerhaft.


    In diesem Fall bietet eine Ablation wahrscheinlich die besten Chancen, diese absolute Arrhythmie wieder in einen durchgängigen Sinusrhythmus umzuwandeln.


    Dazu wünsche ich Dir viel Erfolg und ich hoffe, dass es von Dir bald auch so eine positive Nachricht gibt, wie die z.B. von @semper talis. Viel Erfolg! @:)

    @ gebi88

    Deine Berichte könnte ich vor 20 Jahren geschrieben haben. Es gibt viele Übereinstimmungen mit meinen Erfahrungen. Ich habe ja deine E-Mailadresse noch von 08/2014 und werde mich mal bei Dir melden. Bis dahin alles Gute.


    Für alle anderen Beiträge, zu denen ich jetzt nichts geschrieben habe, möchte ich mich natürlich auch herzlich bedanken.


    Liebe Grüße und Tschau *:)

    Lieber Gerhard,


    ich habe und werde auch weiterhin Deine Beiträge lesen und respektieren, wie ich das auch im ganzen letzten Jahr getan habe. Leider verstehe ich Deinen Eintrag bzgl. meiner Erfahrungen nicht. "Kanonen auf Spatzen"? Die Spatzen die Du meinst, haben in den letzten 1,5 Jahren mein Leben und das meiner Mitmenschen ziemlich negativ beeinträchtigt. Und die Kanonen, mit denen ich mein Problem endlich abgeschafft habe, sind eine von vielen Möglichkeiten die, wen man sie im Anfangsstadium vernünftig Beobachten lässt, völlig harmlos sind. Sicherlich kann Flecainidacetat auch schlechte Auswirkungen auf den Körper haben. Wenn diese aber festgestellt werden, kann man das Medikament wieder absetzen. Bei mir ist zum Glück alles in Ordnung und ich wollte lediglich einen positiven Bericht in dieses Forum beitragen.

    Endlich Hoffnung ?


    Also jetzt kann ich doch einmal eine Neuigkeit oder Veränderung mitteilen.


    Vor 4 Wochen hatte ich einen Termin bei einer Ernährungsberaterin. Nachdem Sie meine Aufzeichnungen der Ernährung der vergangenen 7 Tagen studiert hatte und ich ihr meine Geschichte erzählt hatte, arbeitete Sie einen Ernährungsplan für mich aus.


    Seit 3 Wochen nun - esse ich zum Frühstück nur mehr "Porrige" oder Frühstücksbrei. Seit 3 Wochen esse ich keine Süssigkeiten mehr - wenn die Gier danach kommt (und das ist nicht selten am Tag) esse ich immer Mais- od. Reiswaffeln mit Honig. Seit 3 Wochen esse ich überhaupt kein Brot mehr - und lasse sämtliche Lebensmittel weg mit Emulgatoren, Aromezusatzstoffen ect. (dank Mithilfe meiner Frau). Auch verwendet meine Frau nur mehr - wenn überhaupt - braunen Rohrzucker sowie nicht raffiniertes Salz ect.ect.


    Was ich beobachten konnte: Ich fühle mich viel wohler - und diese komischen "zittrigen Reize" von der Magen-Bauchgegend haben völlig aufgehört !!

    !!


    Ich bin 2 x aus dem Sinusrythmus gekommen seither - beide male bin ich am Abend ausgegangen und habe um 20.30 - 22.00h "volle Kanne" gegessen (z.B.: um 22.00h noch eine Portion Zwetschkenknödel ect.) und beide male bin ich noch in der Nacht aus dem Sinusrythmus und direkt ins VHF gewechselt.


    Ich brauche dann immer noch 2 - 3 Tage bis ich wieder in Sinus komme - immer nur durch Sport.


    Aber irgendwie schöpfe ich das jetzt Hoffnung und bin voll motiviert. Nebenbei wird meine Nase und Nasennebenhöhlen immer freier. Da ich seit 4 Jahren nichts mehr riechen kann - bin ich überrascht, dass ich durch diese Ernährungsumstellung in den letzten 3 Wochen - schon 3 Tage hatte, wo ich plötzlich wieder riechen konnte.


    Ohne diese "zittrigen Reize" (ich nenne sie wurrlen) vom Bauch-Magen komme ich eigentlich nicht aus dem Rythmus.


    Ich halte uns auf dem Laufenden.


    Schöne Grüße


    gebi88

    @ holgi2305 und gebi88

    Danke für eure Erfahrungsberichte! Ich freue mich sehr mit euch beiden über eure Erfolge, wobei ich aber sagen muss, dass ich gebi88's Vorgehensweise bevorzugen würde, da sie nicht nur nebenwirkungsfrei, sondern auch allgemein gesundheitsfördernd ist. Außerdem entspricht sie meinen Erfahrungen.


    Ich kann mir vorstellen, dass man in seiner Verzweiflung gerne zu einem Medikament greift und dann erst einmal erleichtert ist, wenn es wirkt. Man sollte aber bedenken, dass damit die Ursache keineswegs ausgeschaltet ist. Das Traurige ist, dass die Ärzte/Kardiologen kaum etwas wissen von den Zusammenhängen zwischen Magen-Darm und Herz und einen dahingehend überhaupt nicht beraten können. Wenn dieses Wissen sich mehr etablieren würde, wäre das ein großer Fortschritt. Vielleicht sollten wir diese Erfahrungsberichte sammeln und wenn genügend zusammengekommen sind, einem kardiologischen "Experten" vorlegen? Oder eine Art Selbsthilfegruppe gründen?


    Euch beiden alles Gute und lasst hören, wie es weiter geht.

    Hallo alle zusammen,


    ich wollte doch schreiben, nachdem meine Ablation durchgeführt wurde und wie es gelaufen ist.


    Um es kurz zu machen: Es hat nichts gebracht, im Gegenteil: es ist sogar schlimmer als vorher!


    Sechs Stunden nach der Ablation kamen die Rhythmusstörungen zurück. Man hat dann am nächsten Tag noch eine Kardioversion probiert. Das hatte kurzzeitig Erfolg, aber der Erfolg hielt nur ca. 2 Stunden an.


    Was aber geblieben ist, ist ein viel zu schneller Herzschlag (vor der Ablation war ein Ruhepuls von ca. 90, jetzt habe ich einen Ruhepuls von ca. 120, den ich mit Betablockern auf ca. 100 runterdrücke).


    Mein Kardiologe sagte, das könne ein paar Jahre dauern, bis sich das wieder beruhigt. Anscheinend ist ein zu schneller Ruhepuls eine sehr häufige Nebenwirkung einer Ablation, über die man aber nicht aufgeklärt wird!


    Immerhin ist eine Entscheidung gefallen: Ich lasse keine weitere Ablation mehr machen, sonst habe ich am Ende einen Ruhepuls von 150, das braucht niemand.


    Auf die Frage nach Medikamenten, um die Ablation zu unterstützen, sagte mein Kardiologe, es gäbe Amiodaron, das hätte entsetzliche Nebenwirkungen und dann gäbe es noch Flecainid. Das hätte nicht so viele Nebenwirkungen, würde aber manchmal töten.


    Die einzige Alternative wäre nach seiner Meinung: AV-Rhythmusknoten abladieren und dann einen Herzschrittmacher einsetzen, aber dafür wäre ich noch zu jung (53).


    Mit anderen Worten: Ich lasse alles so bleiben wie es ist und hoffe, dass mein Herzschlag mit der Zeit wieder runter geht.


    Aber ich habe es versucht! Es war sinnlos und weitere Versuche wären Quatsch. So eine Entscheidung ist auch etwas wert.


    Viele Grüße


    Axel 2015

    Hallo nochmal,


    es hat sich jetzt was geändert. Die Ablation war vielleicht doch nicht erfolglos! Am gleichen Tag, an dem ich von der erfolglosen Ablation geschrieben habe (19.2.2015) ist mein Herzschlag ganz plötzlich Abends in den normalen Modus gewechselt! Seit ca. 36 Stunden habe ich nun einen Sinusrhythmus und bin glücklich! Ich habe nicht mehr daran geglaubt, nachdem ich vor mehr als 1 Woche (11. Februar) trotz Ablation und anschl. Kardioversion mit Vorhofflimmern entlassen worden war. Ich werde nun das Ganze weiter beobachten. Ich hoffe, dass sich das stabilisiert.


    Viele Grüße


    Axel2015

    Hallo zusammen,


    ich hatte wieder große Probleme mit meinem VHF. Es begann am 18.1. da wurde ich ohnmächtig und fiel vom Stuhl. Am Vorabend hatte ich Streit und war sehr aufgeregt; daher habe ich meinen Zustand dieser Aktion zugeordnet. Zum Glück nichts gebrochen und es war nur alles BLAU.


    Da ich aber feststellte, dass mein Puls vor der Ohnmacht unter 40! war, habe ich wieder Eure Schreiben und meine Literatur durchgelesen.


    Ich hatte zu dieser Zeit im Januar seit langer Zeit 5mg Bisoprolol am Morgen und 2,5mg Bisoprolol am Abend genommen. Meine Meinung war - es ist zuviel, da ich im Krankenhaus vor 3 Jahren jeweils nur 1,25mg Bisoprolol bekam.


    Ich habe "eingenmächtig" die morgendliche Dosis reduziert. Meinen Internisten habe ich nach 1 Woche angesprochen, ob meine laufenden Probleme nicht von dem niedrigen Puls kommen. Er sagte mir gleich "REDUZIEREN"


    Gleichzeitig habe ich 10 Sitzungen bei meinem Heilpraktiker für Akupunktur gebucht. Mein Internist hält nichts davon und weiß es auch nicht.


    Heute haben wir den 23.2. mit geht es gut. Ich hatte noch manchmal VHF, aber nur kurz und sehr schwach. Mit den Problemen kann ich gut leben.


    Mein Internist ist noch immer für die Ablation - ich nicht. Meinen nächsten Termin beim Kardiologen habe ich Ende März. Mal sehen was er sagt. Werde mich wieder melden.


    Ein lieber Gruß von


    Christine

    Ihr Lieben, ich war schon lange nicht mehr da und sehe, wie interessant es hier zugeht.


    Ich hatte vor einem Jahr eine Ablation. Die Ablation war laut Arzt erfolgreich ??? Jedenfalls die Probleme die ich hatte sind weg und habe sogar einen normalen Blutdruck. Allerdings habe ich jetzt VHF und so ca alle 4 Wochen Pulsrasen bis zu 176 Schläge, die sich dann bei 120-150 Schl. pro Min. einpendeln und das über 12-15 Stunden. Danach kehrt wieder Ruhe ein, bis ca 4 Wochen. Wenn das nicht wäre, wäre ich zufrieden mit meinen Zustand. Man hat mir nochmal eine Ablation empfohlen, aber ich glaube nicht, dass ich das will, weil ich nicht weiß, was danach kommt.


    Hätte ich das gewußt, hätte ich mich mit meinen vorherigen Beschwerden zufrieden gegeben. Leider kann ich keine Medikament einnehmen, die das ein wenig regulieren.


    Überlegt es euch gut, bevor ihr euch für eine Ablation entscheidet... :(v


    LG

    @ Fundsachen

    Hallo, ihr alle,


    ich habe ein paar Sachen gefunden, die mir neu waren und euch vielleicht auch interessieren. Bisher hat man gesagt, das erhöhter Blutdruck eine Ursache für Vorhofflimmern (VHF) sein kann. Jetzt hat man gefunden, dass dasselbe für erhöhten Blutzucker gilt. Diabetiker haben ein viel größeres Risiko, VHF zu bekommen. Vielleicht ist es aber so, dass die gemeinsame Ursache für hohen Blutdruck und Diabetes auch die Ursache für VHF ist, also z.B. eine Ernährung, die entzündungsfördernd ist, wie z.B. mit zu vielen Kohlenhydraten und zu vielen Omega-6-Fettsäuren. Ein erhöhter Blutzucker kann Fibrose in den Vorhöfen verstärken, das sind bindegewebige Veränderungen zwischen den Herzmuskelzellen, die die elektrische Leitfähigkeit verändern. Fibrose wiederum verschlimmert VHF in dem Sinne, dass es öfter auftritt und eventuell permanent wird. Vorbeugung ist daher das Beste. Ich finde die Ernährung nach Barry Sears ganz gut, bei der das Verhältnis zwischen Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett sehr ausgewogen ist.


    Was die Fettsäuren betrifft, ist es so, dass nicht alle Omega-3 Flimmern entgegenwirken, sondern es ist vor allem das DHA, während EPA eventuell sogar Flimmern hervorrufen kann. Jedenfalls hat man gefunden, dass bei Patienten mit Vorhofflimmern EPA im Blut erhöht war. Wer daher Fischöl oder ähnliches nimmt, sollte darauf achten, dass mehr DHA enthalten ist.


    Man hat festgestellt, dass Vorhofflimmern nach Herzoperationen am niedrigen Zinkspiegel liegen kann. Es könnte also Sinn machen, es mal mit Zink zu probieren. Tests im Blut sind nur bedingt aussagefähig, da die Menge im Blut nichts über die Menge in den Zellen aussagt. Dasselbe gilt für Magnesium.


    Was das Magnesium betrifft, ist es gut, gleichzeitig etwas Vitamin D zu nehmen, da es die Aufnahme verbessert. Magnesium und Vitamin D brauchen sich gegenseitig. Magnesium wirkt dämpfend auf die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen. Zu viel Vitamin D dagegen ist nicht gut, da es wiederum die Erregbarkeit durch eine erhöhte Calciumaufnahme steigert. Als mäßig würde ich 1000 I.E. bezeichnen. Das ist das, was ich zur Zeit einnehme.


    Des Weiteren wurde bei Patienten mit VHF ein Mangel an B-Vitaminen gefunden, besonders B6, B12 und Folsäure, außerdem an den Polyphenolen Lutein und Zeaxanthin. Erhöhtes Homocystein im Blut kann auf einen Vitamin B Mangel hinweisen.


    All diese Mineralien und Vitamine sollte man durch eine ausgewogenen Ernährung zuführen können, aber wenn das Herz anfängt, unruhig zu werden, kann man auch mal was extra zuführen. Ich werde mir jedenfalls diese Erkenntnisse "zu Herzen nehmen" und berichten, wie es mir geht. Im Moment geht es mir ganz gut, mit seltenem VHF, das nicht lange anhält.


    Mein Ziel ist es, vom Betablocker und vom Marcumar wegzukommen. Dazu muss das Vorhofflimmern ganz wegbleiben. Ich habe noch eine gesündere Alternative zu Marcumar und Aspirin gefunden, aber darüber berichte ich wann anders. Ich will mich noch mehr schlau machen.


    Zu dem oben gesagten gibt es Studien. Das sind ja alles Sachen, die man gefahrlos ausprobieren kann, wenn man nicht übertreibt. Natürlich muss man manchmal etwas aus eigener Tasche bezahlen, aber das ist mir mein Herz wert. Am besten ist es, wenn man es mit der Ernährung hinkriegt. Schön ist es, wenn man einen guten Arzt hat, der einen unterstützend begleited.


    Ich wünsche euch schöne Frühlingstage.


    Liebe Grüße aus Schweden,