Habe nach längerer Zeit einmal wieder vorbei geschaut... und kopiere dieses einmal zur Kenntnis rein...


    Histaminausschüttung und paroxysmales Vorhofflimmern: Ein Fallbericht


    C. Layritz1, A. Hagel2, D. Ropers3, W. Daniel4, M. Raithel5


    1Kardiologie, Universität Erlangen-Nürnberg /Medizinische Klinik 2, Erlangen; 2Medizinische Klinik 1 mit Poliklinik, FAU Erlangen-Nürnberg, Erlangen; 3Medizinische Klinik 2, Universitätsklinik Erlangen, Erlangen; 4Kardiologie und Angiologie, Universität Erlangen-Nürnberg/ Medizinische Klinik 2, Erlangen; 5Gastroenterologie, Endoskopie, Funkt. Gewebediagnostik, Med. Klinik I, Gastroenterologie, Univ. Erlangen, Erlangen


    Kardiale Effekte von Histamin sind beschrieben. Dabei wird insbesondere eine arrhythmogene Wirkung diskutiert. In verschiedenen Experimenten konnte gezeigt werden, dass Histamin über verschiedene Mechanismen (Induktion abnormaler Automatizität, getriggerter Aktivität, abnormaler Impulsüberleitung etc.) Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Histamin beschleunigt die Herzfrequenz isolierter Meerschweinchenherzen und menschlicher Feten. Es steigert die Rate an Kontraktionen aus isolierten Vorhofzellen von Kaninchen. Blockierende Effekte des H2-Antihistaminkums Cimetidin sprechen dabei für einen Wirkungsmechanismus über einen spezifischen H2-Rezeptor.


    Wir berichten über eine 48-jährige Patientin, die sich mit einem erneuten Rezidiv von Vorhofflimmern in unserer internistischen Notaufnahme vorstellte. Bereits vor elf Jahren war die Patientin aufgrund tachykarder Herzrhythmusstörungen in kardiologischer Behandlung. Dabei wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Zur Rhythmusstabilisierung wurde eine Therapie mit Flecainid begonnen.


    In der weiterführenden gastroenterologischen Diagnostik bestätigte sich der Verdacht auf eine Lebensmittelallergie. In der Koloskopie fand sich histologisch eine geringgradige Eosinophilie und Mastozytose, in der Lavage ein diskreter Gesamt-IgE-Nachweis sowie eine grenzwertige Erhöhung für spezifisches IgE für Weizenmehl und Nüsse.


    Die Patientin beschrieb aktuell, dass sie am Vorabend paniertes Hühnchen gegessen habe. Um vier Uhr nachts klagte die Patientin dann über Bauchschmerzen, begleitet von Herzrasen. In der Notaufnahme wurde zur Rhythmusstabilisierung fraktioniert Metoprolol i.v. appliziert. Bei ausbleibendem Therapieerfolg wurde nach einer Stunde 70 mg Propafenon intravenös gegeben. Da sich auch hierunter weder eine Frequenzökonomisierung noch eine Konversion in den Sinusrhythmus zeigte, gaben wir nach einer weiteren Stunde 2 mg Clemastin und 50 mg Ranitidin. Darunter kam es nach wenigen Minuten zu einer Konversion in den Sinusrhythmus.


    Da bekannt ist, dass paniertes Hühnchen Mehl und Eier enthält, was wiederum Gluten beinhaltet, und allesamt Trigger für Nahrungsmittelallergien sind, ist es wahrscheinlich, dass in diesem Fall die Nahrungsmittelallergie - einhergehend mit einer Erhöhung des Histaminspiegels - verantwortlich für das Vorhofflimmerrezidiv ist.


    Der vorgestellte Fall stellt einen Zusammenhang zwischen Histaminausschüttung im Rahmen einer bestehenden Nahrungsallergie und dem Auftreten von Vorhofflimmern her. Insgesamt wurden in den vergangenen zwölf Monaten bei vier Patienten ähnliche Befunde erhoben. Auch bei diesen Patienten ist es unter Antihistaminika zur Rekonversion gekommen. Aufgrund unserer Beobachtungen soll der mögliche Zusammenhang zwischen Histaminausschüttung und dem Auftreten von Vorhofflimmern in einer prospektiven Studie untersucht werden. Dabei soll auch der möglicherweise direkte therapeutische Effekt durch Anithistaminika bei Patienten mit Nahrungsmittelallergien diskutiert werden.


    Ich möchte niemanden mit meinem Histamingeplärre nerven, aber bei war es die Ursache und sollte aus meiner Sicht definitiv geprüft und ausgeschlossen werden (einfach nur Blutplasmatest und Enzymnachweis) .


    Allen hier viel Gesundheit!


    Gruß


    Docsen

    Hallo,


    wollte mich wieder mal melden.


    Kann mir jemand einen Tip geben wie ich bei VHF wieder in den Sinusrythmus komme, ohne dass ich immer 50 Minuten joggen muss ?


    Habe schon verschiedenste BetaBlocker probiert - aber in den Sinusrythmus komme ich immer nur, wenn ich bestimmte Zeit unter Belastung bin (joggen, schnell spazieren gehen ect. )


    Gibt es da einen einfacheren Zugang ?


    Besten Dank

    Auch ich möchte mich wieder einmal melden. Dieser Faden hat mir zum Verständnis des VHFs sehr geholfen und deshalb möchte ich meine Erfahrungen weitergeben. Als mein VHF im vorigen Jahr zum ersten Mal auftrat und zunächst auch sehr lange andauerte, habe ich bei mir zunächst keinen Zusammenhang zwischen Ernährung (von Alkohol mal angesehen) und VHF erkennen können. Inzwischen ist meine Situation anders und recht ähnlich der von Gerhard, dem Initiator dieses Threads.


    Ich habe offensichtlich eine Art Magenschwäche entwickelt, das heißt, wenn ich esse, neige ich zum Aufstoßen, manchmal auch zum Reflux. Wenn das Aufstoßen unterbleibt, bekomme ich ein merkwürdiges Engegefühl im Herzbereich und der Puls beschleunigt sich. VHF ist sozusagen im Anmarsch. Meine Gegenmaßnahmen sind sofortige Bewegung, Umherlaufen, Heimtrainer nutzen etc. Das löst die Luft aus Speiseröhre und Magen und es geht mir sofort besser, VHF ist nicht mehr zu befürchten. Was gar nicht geht: Im Liegen essen oder trinken oder sich unmittelbar nach dem Essen in die Waagerechte zu begeben.

    @ Gebiet:

    50 Minuten Joggen ist natürlich schon extrem viel Bewegung. Wenn das bei dir sein muss, tröste dich damit, dass du so auch viel für Figur und Ausdauer tust.


    Ich habe mir auch angewöhnt, gründlicher zu kauen, beim Essen sehr aufrecht zu sitzen und ich bemühe mich Maß zu halten (gelingt nicht immer).

    @ Vidgi:

    In Bezug auf die Bedeutung des Essens sind deine Beiträge für mich immer wieder interessant. Bitte beteilige dich weiter.

    @ Gerhard:

    Du hast dich so lange nicht gemeldet, ich hoffe es geht dir gut.

    @ LINASOPHIA

    Ich habe mich zwar lange nicht gemeldet, aber es geht mir gut. Danke, dass Du Dir wegen meiner Abwesenheit Gedanken machst.


    Dir fällt mein Schweigen eben auf, weil Du wahrscheinlich zu den wenigen Betroffenen hier im Forum gehörst, die sich in meine "Hohlvenenkompressionstheorie" ein bisschen hineinversetzen können.


    Ich schäme mich manchmal richtig für das, was ich vor 8 Jahren hier propagiert habe, von wegen Reflexe und Reize vom Magen oder Darm ausgehend, die das Herz über den Vagus aus dem Takt bringen. Heute weiß ich, diese Störungen kommen von einem mechanisch bedingten verminderten venösen Rückstrom zum Herzen und ist davon abhängig, was wir gegessen haben, wie unsere momentane Körperhaltung ist, aber indirekt auch wie unsere Gemütsverfassung ist und ob wir unter Stress stehen etc. etc.


    Bleib am Ball, denn diese Hypothese ist alternativlos – für mich jedenfalls. Das ist eine erklärbare Ursache von Extrasystolen & Co. und schließt selbst das "Roemheld-Syndrom" mit ein, wenn man dessen Symptome mal analysiert.

    @ docsen2

    Schön, von Dir auch wieder einmal etwas zu hören. Ich glaube zwar nicht plötzlich an die Unschuld des Histamins, aber mildernde Umstände bekommt es von mir.


    Ich war auch schon einmal mehr davon überzeugt, dass der Botenstoff Histamin der Übeltäter ist, auf den wir besonders achten müssen.


    Durch Selbstversuche habe ich meine Meinung geändert und habe das Histamin hauptsächlich als Verursacher von Verdauungsstörungen identifiziert, durch die dann wiederum Blähungen und andere Raumforderungen im Oberbauch die untere Hohlvene beeinflussen. So ähnlich hast Du es ja auch schon einmal formuliert.


    In Deinem einkopierten Fallbericht interessiert mich weniger die Therapie der Vorhofflimmerattacke und die Schlussfolgerung daraus, sondern deren Entstehungsphase durch eventuelle Hohlvenenkompression. Therapeutisch kann man durch die Vielfalt der durchgeführten Maßnahmen letztendlich nicht klar abschätzen, was den Sinusrhythmus wieder hergestellt hat.


    Das intravenös gegebene Propafenon z.B., verwendete ich als Tabletten ja auch jahrelang als Notfallmedikament in der Therapieform "pill in the pocket", als ich noch von Vorhofflimmerattacken heimgesucht wurde. Es wirkte meistens innerhalb von 24 Stunden und so könnte es, lt. Artikel, auch dieses Medikament gewesen sein, was letztendlich geholfen hat und nicht unbedingt das Antihistaminika.


    Du bist ja schon seit 2009 hier im Thread - erst als Docsen und dann als Docsen2 – und Deine Beiträge sind immer sehr interessant gewesen.


    Du bist, genau wie ich, mithilfe dieses Forums beschwerdefrei geworden. Bei mir hat auch besonders die Nahrungsumstellung, gekoppelt an meine Theorie, diesen positiven Effekt gebracht.


    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    @ Sissy76

    Du fragst mich, ob ich in punkto meiner Theorie bei den Ärzten etwas erreichen konnte (hat @docsen2 auch schon mehrfach gefragt).


    Ich habe es bei schon vielen spezialisierten Kliniken und bei fast allen kardiologischen Forschungseinrichtungen in Deutschland versucht, aber leider keine brauchbaren Antworten erhalten. Sehr oft kam nicht einmal eine Eingangsbestätigung.


    Und so versuche ich es, obwohl es nicht die neueste Fassung ist, hier noch einmal. Vielleicht äußert sich doch mal ein im Forum mitschreibender Arzt dazu. :-/


    http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/#p19562407


    Liebe Grüße und Tschau *:)

    @ Gerhard

    Wow, Vielen Dank Gerhard für deinen LINK zu deiner Hohlvenenkompression.


    Nach all den Monaten im Forum, hab ich den ganzen Beitrag jetzt zum ersten mal langsam und komplett durchgelesen - und kann mich zu 100 % identifizieren mit all dem was du schreibst !!!


    Vielen Dank !!!

    Hallo an Euch alle......


    Auch ich war schon sehr lange nicht mehr hier im Forum. Mir ging es zeitweise sehr gut und ich konnte mich wieder meiner Beruflichen und privaten Situation zuwenden.


    Vorhofflimmern hatte ich zum Glück vor zwei Jahren das letzte mal, was aber blieb waren die Extraschläge :-(


    Die kamem mal mehr mal weniger, doch die allgemeine Tendenz ging dahin das ich es von mal zu mal weniger spürte!!


    Meine Hoffnung war das es langsam aber sicher aufhört!!


    Nun ist aber folgendes eingetreten:


    Je weniger ich mein Herz spürte desto mehr machte sich ein brennen im Hals breit, das sich dann bis die Zunge ausgebreitet hat. Aber nicht über die ganze Zunge, sondern es "wandert", mal weiter hinten, mal die Zungenspitze und dann habe ich das Gefühl als ob es wie ein "Streifen" durch die mitte von rechts naxch links geht!!!


    Zeitgleich bekomme ich auch eine Druck auf dem Herzen, das dann auch oft ( nicht immer) in brennen übergeht. Seltsam daran ist das ich es mitlerweile jeden Tag bekommen und es immer im laufe des späten Vormittags oder früher Nachmittag anfängt und sich steigert, so das es manchhmal fast unerträglich ist :-(


    Ich war bei meinem Kardiologen zu einer Zeit wo es echt heftig war, er hat auser Extraschläge nichts feststellen können!!


    Nun wollte ich mal Euch fragen, ob Ihr das schon mal gehört habt oder ob es jemanden gibt der das auch hat!!


    Oder einfach mal in den "Raum" stellen, vielleicht hat doch jemand eine Idee!


    Vielen Dank im Vorraus und liebe Grüße an Euch alle :-)

    @ Petra808

    Spontan muss ich bei Zungenbrennen an Vitamin- B12-, Folsäure- oder Eisenmangel denken. Ich habe keine eigenen Erfahrungen damit, aber bei starkem Mangel kann es anscheinend auch zu Herzrhythmusstörungen kommen, wie ich gerade lese. Apropos Erfahrung, mir fällt ein, dass ich ja tatsächlich einen B12-Mangel habe (ohne Zungenbrennen), aber bisher nicht auf die Idee gekommen bin, dass dies zu meinen Herzrhythmusstörungen beigetragen haben könnte. Erst du hast mich jetzt darauf gebracht. Und diesen Mangel habe ich wahrscheinlich durch jahrzehntelanges vegetarisches Essen bekommen. Jetzt esse ich wieder Fleisch (mäßig) und nehme B12 Lutschtabletten.


    Außerdem habe ich Reflux mit Sodbrennen, das unterschiedlich hoch in der Speiseröhre zu spüren sein kann. Manchmal weiß man nicht, ist es in der Speiseröhre, im Magen oder am Herzen. Im Englischen heißt Sodbrennen ja Heartburn, also Herzbrennen. Wenn ich das habe, fängt oft auch mein Herz zu stolpern an. Ich denke, dass es durch eine Reizung von Nerven zustande kommt, die zwischen Speiseröhre und Herz verlaufen. Auch durch den Druck des nach oben gerutschten Magens oder durch Luft im Magen. Mein hauptsächliche Vorbeugung besteht daher zur Zeit darin, einen Reflux zu vermeiden und so zu essen, dass keine Luft im Magen entsteht. Ich könnte mir vorstellen, dass auch das Histamin eine Rolle spielt, da ja Histamin im Magen die Säurebildung steigert. Die Zunge hat mir jedenfalls dadurch nie gebrannt, ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das gehen sollte. Daher würde ich bei dir eher auf eine der oben genannten Mangelerscheinungen tippen. Das kann ja der Arzt leicht feststellen. Vielleicht gibt es noch andere Ursachen, die ich nicht kenne.

    @ LINASOPHIA

    Ich werde weiter hier schreiben, aber in diesem Thread mahlen die Mühlen langsam, man muss Geduld haben, bis man Antworten bekommt. Weil oft wochenlang niemand schreibt, schaue ich manchmal lange nicht hier rein. Und bin dann erfreut, wieder etwas Interessantes zu lesen. Es gibt immer etwas Neues zu lernen, wie das mit dem Zungenbrennen oder mit dem Histamin. Ich bin auch jederzeit bereit, alle meine Hypothesen über den Haufen zu werfen, wenn mich jemand/etwas überzeugt.

    @ Docsen2

    Danke für den Hinweis mit dem Histamin, auf so etwas habe ich schon lange gewartet. Vor allem interessieren mich die Antihistaminika, die gegeben wurden. Bisher habe ich nicht gewagt, selbst ein Antihistaminikum zu nehmen, da diese ja auch Herzrhythmusstörungen auslösen können. Jetzt weiß ich, dass man es mit den genannten probieren kann.


    Jahrelang habe ich Histamin vermieden, esse aber zur Zeit recht sorglos fast alles, ohne dass etwas passiert. Vielleicht hat sich einfach etwas verbessert, ich vertrage zur Zeit fast alle Lebensmittel.

    @ Gerhard

    Ob es nun die Hohlvene ist oder der Magen oder das Histamin – bei vielen Krankheiten ist es eine Kombination von mehreren Faktoren und so wird es auch hier sein. Wesentlich scheint zu sein, darauf zu achten, dass Magen und Darm gut funktionieren und keine Störfaktoren auftreten, wie Luft, aufsteigende Säure oder Blähungen. Ich denke, wichtig ist, dass jeder seinen eigenen Beobachtungen vertraut und mindestens so sehr auf die Signale seines Körpers hört wie auf seinen Arzt. Im übrigen freue ich mich, dass du wieder mal etwas von dir hast hören lassen. *:) Außerdem bin ich sehr froh, dass dieser Thread weiter geht, wenn auch sehr gemächlich, da man hier immer wieder ein Goldkörnchen findet - ganz zu schweigen von deinen gold nuggets. :-)

    @ Vidgi

    Danke für Deine Antwort :-D


    Vit. B 12, Folsäure und Eisenmagel sind bei mir O.K., auch kein Sodbrennen oder der gleichen!


    Das mit dem Brennen im Hals habe ich etwas falsch ausgedrückt, es ist er ein Gefühl als würde ich in den nächsten Stunden Halsschmerzen bekommen und muß daduch auch ständig räuspern!! Zeitgleich habe ich ein brennen am Herzen und dan wandert wieder der taube und pizzelnde Streifen über die Zunge, auch stellt sich dan ein Rückenschmerz ein und wenn ich dann in mich horche bemerke ich Extraschläge!!


    Beim letzten schreiben hatte ich gesagt das ich schon 2 Jahre kein Vorhofflimmern mehr hatte, promt bekam ich es heute Nacht und mußte nach 3 Std den Arzt anrufen der aber den Notarzt vorbeischickte.


    Bei seinem eintreffen stellte sich der Rhythmus wieder her :-D ein Glück!!


    Nun liege ich heute wieder ziemlich verängstigt zu Hause und das brennen in der Brust mit dem "Halskratzen" ist wieder mal sehr stakt, das geht mir richtig an die Psyche!


    Über weidere Ideen bin ich sehr dankbar @:)


    LG Petra

    Hallo an Alle!


    Ich habe mich sehr lange nicht gemeldet. Ich hatte Anfang Februar eine Ablation, die zuerst erfolglos war, aber dann kam nach ein paar Tagen wie durch ein Wunder der Sinusrhythmus und dabei ist es bis heute geblieben. Ich habe allerdings ab und zu einen einzelnen Herzschlag zu viel oder einen zu wenig. Das kommt besonders in Stresssituationen vor, aber auch ohne erkennbaren Grund. Manchmal ist auch wochenlang Ruhe. Ich genieße meinen Sinusrhythmus und nehme vorbeugend jeden Tag eine kleine Dosis Betablocker (1,25 mg). Die Blutverdünner habe ich nach einer Kontrolluntersuchung seit Mitte Mai weglassen dürfen.


    ABER das Wichtigste: Ich habe keinerlei Magenbeschwerden mehr, kein Aufstoßen etc. Ich vertrage wieder Brot und andere glutenhaltige Sachen. Es ist unglaublich! Ich habe so unter diesen Verdauungsbeschwerden gelitten (allein diese endlosen Blähungen…). Nach meinen positiven Erfahrungen kann ich nur jedem zur Ablation raten, man sollte es zumindest einmal versuchen. Rückblickend würde ich sagen, dass Stress der schlimmste Faktor ist. Der zieht die Verdauung in Mitleidenschaft und das Herz und ich merke ja jetzt immer noch bei Stress, dass das Herz nicht völlig korrekt schlägt. Über diesen nervus vagus hängen Verdauung und Herz irgendwie zusammen und ich denke, bei einem "über die Stränge schlagen" beim Essen würde auch das Herz irgendwann wieder in Mitleidenschaft gezogen werden.


    Viele Grüße

    Mir ist aufgefallen, dass das Vorhofflimmern (bislang 2 x) nur in Verbindung mit ständigem Pulsmessen mittels einer Brustgürtelmessung aufgetreten ist. Habe den Pulsschlag bei jeder Situation genau beobachtet


    (außer beim Sex) bei jedem Husten insbesondere Morgens geht der Puls gleich um 10 Schläge hoch etc.


    Vielleicht haben die feinen Ströme des Brustgürtels die Reizleitung des Herzens durcheinander gebracht.


    Seitdem ich das entdeckt habe, dass es dies sein könnte habe ich auch nie wieder gemessen und seitdem auch nie wieder VHF gehabt. Extraschläge kommen hie und da mal wieder besonders wegen Kaffee aber selbst coffeinfreier Kaffee fördert da gewisses Unwohlsein.


    Vielleicht hat jemand ähnliches entdeckt mit dem Pulsmessen durch Brustgurt etc. . Wollte das nur mal geschrieben haben - ach ja was ich mittlerweile mache ist tägliches Magnesium auf den Tag verteilt einnehmen und viel trinken. Wie gesagt seit 1 1/2 Jahren ist jetzt nun Ruhe.


    Danke an alle die sich hier austauschen.

    Zitat

    Mir ist aufgefallen, dass das Vorhofflimmern (bislang 2 x) nur in Verbindung mit ständigem Pulsmessen mittels einer Brustgürtelmessung aufgetreten ist. Habe den Pulsschlag bei jeder Situation genau beobachtet (außer beim Sex)

    Mit Verlaub, das ist das Falscheste, was man tun kann - sich bzw. den Herzschlag quasi mikroskopisch zu überwachen. Dass Vorhofflimmern nur dabei auftrat, wage ich zu beweifeln, denn das hier:

    Zitat

    bei jedem Husten insbesondere Morgens geht der Puls gleich um 10 Schläge hoch etc.

    ist mit Sicherheit kein VHF gewesen. Es ist im Gegenteil völlig normal, dass beim Husten die Pulsfrequenz steigt.


    Nicht jede erhöhte Pulsfrequenz oder jeder Extraschlag bedeutet zwangsläufig Vorhofflimmern. Das kann eine einfache Tachycardie bzw. einfache Extrasystolen sein und völlig normal.

    Zitat

    Vielleicht haben die feinen Ströme des Brustgürtels die Reizleitung des Herzens durcheinander gebracht.

    Das geht nicht, das wäre auch fatal, wenn das so einfach möglich wäre. Das darfst Du gedanklich streichen.

    @ Axel2015

    Ich glaube, ich habe folgenden Link schon mal eingestellt, mache es aber noch mal, weil ich ihn interessant finde und er den Zusammenhang zwischen Zwerchfellbruch und Vorhofflimmern gut zeigt.


    https://www.rosenfluh.ch/media…ux_und_Vorhofflimmern.pdf


    Weiter unten steht, dass man nicht weiß, ob durch das vagal hervorgerufene Vorhofflimmern der Reflux aufrecht erhalten wird. D.h. dass nicht nur der Reflux Vorhofflimmern hervorrufen kann, sondern umgekehrt "möglicherweise" über den Vagus das Vorhofflimmern den Reflux aufrechterhält. Damit könnte geklärt sein, warum bei dir durch die Ablation die Magenbeschwerden verschwunden sind.


    Ich wünsche einen guten Abend,