• Herzstolpern, Herzrasen, Vorhofflimmern

    Wenn Herzrhythmusstörungen aus dem Magen kommen - 30 Jahre persönliche Beobachtungen Ich habe festgestellt, dass Herzrhythmusstörungen, wie Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern, immer im Zusammenhang mit Störungen des Verdauungstraktes einhergehen und nur bei gefülltem Magen ausgelöst werden. Es gibt bei mir einen Punkt (Nervenansammlung oberhalb…
  • 1 Antworten

    Frage an Herrn Hortsch zu seiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie (falls dieser mitliest):


    Meine Extrasystolen (VES, bis zu einigen 1000 pro Tag, oft beim Essen beginnend) bewirken bei mir gerade NICHT einen kräftigen Blutstoß durch die Arterien, wie Sie es in Ihrer Theorie beschreiben. Sondern sie bewirken bei mir (und wohl auch bei vielen anderen Patienten mit VES) einen gefühlten Puls-Ausfall ohne Bluttransport. Die VES kommen nämlich immer kurz vor dem normalen Sinusknoten-Takt und unterdrücken ihn, man kann das sehr schön im EKG sehen. Das Herz macht dann keinen normalen Pumpvorgang, sondern irgendeine andere ruckartige Bewegung, was bei mir zu einem fühlbaren starken Zucken im mittleren Oberbauch führt.


    Verträgt sich dies mit Ihrer Hohlvenen-Kompressions-Theorie? Könnten diese VES ohne Bluttransport aber mit Zucken im Oberbauch auch den Zweck haben, damit eine Blockade/Einengung der Hohlvene freizurütteln?

    Ich muss mich von meinem letzten Beitrag wieder etwas zurückziehen. Meine VES entstehen vielleicht teilweise gemäß der "Hohlvenen-Kompressions-Theorie", wesentlich ist aber auch eine organische Ursache, die jetzt gefunden wurde. Nach zwei Wochen Klinikaufenthalt und vielen Untersuchungen bei einem der besten Kardiologen Deutschlands brachte jetzt die Herzmuskel-Biopsie den Befund "Mittelgradige chronische Myokardschädigung mit mäßiger Fibrose, degenerativ veränderten Kardiomyozyten und Mikroangiopathie". Dieser Herzschaden wurde offenbar hervorgerufen durch eine in der Vergangenheit erlittene virale oder bakterielle Herzmuskelentzündung (vielleicht hatte ich im Juni nach einer heftigen Seitenstrang-Angina zu früh wieder mit Sport begonnen).

    WolfgangM & alle Anderen


    Da es im letzten halben Jahr keine erwähnenswerten Neuigkeiten zu diesem Thema gab, hielt ich mich mal wieder an das Sprichwort: „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“.

    Zumindest konnte ich so niemanden mit meiner Theorie auf die Nerven gehen.


    WolfgangM hatte eine direkte Frage an mich gestellt und die wurde von mir natürlich gleich per Mail beantwortet. Wem es interessiert - hier ein Auszug daraus.


    Und zu dem zweiten Beitrag von WolfgangM mit der Diagnose hier noch ein paar Zeilen dazu.


    Dieser Herzschaden führt sicherlich zwangsläufig zu Druckschwankungen in den Vorhöfen und Kammern des Herzens. Die dort befindlichen Dehnungsrezeptoren registrieren einen Blutmangel und melden diese Gefahr an das Kreislaufzentrum im Gehirn.

    Meistens ist aber eine Hohlvenenkompression lt. meiner Theorie für solche Druckschwankungen verantwortlich und so werden zu allererst vorsichtshalber harmlose Extrasystolen ausgelöst, um mit deren Erschütterungen eine komprimierte Hohlvene wieder zu befreien. Dem geschwächten Herzen nützen Extrasystolen nichts, schaden aber auch nicht, ob es nun SVES oder VES sind, also ob die Gefahr in den Vorhöfen oder in den Kammern bemerkt wurde. Sie sind nicht nur eine Laune der Natur, sie pumpen nebenbei noch genügend Blut und können auch bei anderen Kreislaufstörungen zugleich Symptom und Therapie sein.


    Konnte man die Kardiologen während des Klinikaufenthalts mal im Sinne meiner Theorie befragen? Sicher nicht, denn ich weiß wie schwierig das ist.


    http://www.hortsch-online.de


    Liebe Grüße & Tschau *:)

    Gerhard

    Aber ist es nicht auch möglich, dass veränderte/degenerierte Herzmuskelzellen ganz direkt selber Auslöser der VES sind?

    Wie sind denn eigentlich eure Blutdruckwerte? Ich habe einen SYS von 137 und ein DIA von 70. Ich habe jetzt gelesen, dass ein Isolierter Systolischer Blutdruck (ich bin noch unter dem Grenzwert) für eine "Verkalkung" der Arterien spricht. Es spricht natürlich wieder für die Kompression der Unteren Hohlvene. Keine Verkalkung, sondern Verendung durch Raumforderung.

    Also dann gebe ich auch mal meinen Senf der letzten Monate zum Besten.

    Herzstolperer können erwiesener Massen von Blähungen und Magen und darmstörungen kommen. Es gibt inzwischen einiges an Literatur auch dazu.

    Die Hohlvene ist aber, wie der Name schon sagt, keine Arterie!?


    Ich kann mir auch nicht vorstellen dass die derart massiv verkalt dass das zu sowas führt.


    Aber in der Tat ist eine hohe Blutdruckamplitude typisch bei Arteriosklerose, allerdings tritt das eher bei alten Menschen auf und deutlich massiver (so Werte wie 160:60). Bis 65 gilt als normal.

    Ich habe es so verstanden dass Kompression durch Zuviel Gasbildung im Darmbereich passiert. Natürlich wäre es anatomisch eine Ausnahme denn die meisten können ja von Luft zwar fast explodieren:) aber halt sonst passiert nichts. Die Ursachen für Zuviel Luft sind sehr vielfältig, Unverträglichkeiten oder Dünndarmfehlbesiedelung einige davon. Ich denke es würde auf jeden Fall helfen den Druck aus Magen-Darm wegzunehmen. Aber alleine anatomische Veranlagung ist auch keine einzige Erklärung denn sonst habe ich auch die meiste Zeit ohne Probleme viel Druck im Bauch vertragen. Ich denke es ist was was auf Dauer passiert. Also es entsteht über lange Zeit wo viel Gase im Bauch entwickeln und nicht abgehen. Dann dehnt sich womöglich was oder bildet sich irgendeine Sackgasse im Darm oder sowas. Sobald man aber Probleme mit Gasbildung löst braucht es wiederum einiges an Zeit damit solche Fehlbildungen wieder ausheilen. Das ist so meine Erklärung/Theorie:)

    Und ich meine es ist Dünndarm.

    Was ist mit Magnesium? Angeblich sollte ein Mangel auch zu HRS führen.

    Zum "Roemheld-Syndrom":


    Mein Kardiologe (ein sehr guter, gilt als einer der 10 besten Deutschlands) antwortete einem Zimmernachbarn von mir in der Klinik, als dieser ihn zum Roemheld-Syndrom befragte: "Das Roemheld-Syndrom gibt es nicht!" Das Roemheld-Syndrom wird wird offenbar von vielen Wissenschaftlern abgelehnt, weil der darin behauptete Wirkmechanismus (mechanischer Druck auf direkt auf das Herz?) als unzutreffend bestritten wird.


    Auf der anderen Seite hatten alle meine 3 Zimmernachbarn, die ich in der Klinik hatte, ebenso wie ich die Erfahrung, dass die Druckverhältnisse im Bauch ein wichtiger Einfluss bzw. Auslöser für Herzrhytmusstörungen sind. Auch die Erfahrung "Liegen auf der rechten Seite ist gut, liegen auf der linken Seite ist schlecht" machen außer mir auch viele andere. Also muss es irgendeinen Wirkungszusammenhang geben. Die Hortsch'sche "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" ist interessant, aber sie ist zunächst nur eine Theorie, die nicht erklärt, wie der Druckabfall in der Hohlvene das Herz zu Rhytmusstörungen bringt, und die auch nicht erklärt, warum dies nur bei manchen Personen der Fall ist und nicht bei allen.

    WolfgangM schrieb:

    Mein Kardiologe (ein sehr guter, gilt als einer der 10 besten Deutschlands) antwortete einem Zimmernachbarn von mir in der Klinik, als dieser ihn zum Roemheld-Syndrom befragte: "Das Roemheld-Syndrom gibt es nicht!"

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie inkompetent manche Ärzte sind.

    WolfgangM deine Information an uns, was der Kardiologe in der Klinik zum Roemheld-Syndrom gesagt hat, war sicher nicht zynisch gegen den Arzt gemeint.

    Ich finde die Aussage ja auch richtig und stecke das Roemheld-Syndrom in der bisherigen Auslegung in die Klamottenkiste.

    Für mich gehören derartige Beschwerden nun zur Hohlvenen-Kompression-Theorie und ich bin mir sicher, dass daraus mal eine richtige Diagnose wird.


    Den beim Roemheld-Syndrom behaupteten Wirkmechanismus (mechanischer Druck direkt auf das Herz) gibt es wahrscheinlich wirklich nicht, dafür aber schon den Wirkmechanismus (mechanischer Druck auf die untere Hohlvene) als Vena-cava-Kompressionssyndrom.


    https://www.netdoktor.de/krankheiten/vena-cava-syndrom/


    Über den erkannten Zusammenhang vom Roemheld-Syndrom und der Hohlvenenkompression habe ich schon oft berichtet. Auch hier Pkt.5.7 in der Beschreibung meiner Theorie.


    http://www.hortsch-online.de


    Zitat

    Die Hortsch'sche "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" ist interessant, aber sie ist zunächst nur eine Theorie, die nicht erklärt, wie der Druckabfall in der Hohlvene das Herz zu Rhythmusstörungen bringt, und die auch nicht erklärt, warum dies nur bei manchen Personen der Fall ist und nicht bei allen.

    1.) Ja leider ist sie nur eine Theorie, aber publizieren kann sie eben nur ein Arzt oder Wissenschaftler. Die Wartezimmer könnten möglicherweise leer sein – ist das etwa der Grund der Ignoranz? ":/


    2.) Den Druckabfall in der Hohlvene und im Vorhof bemerken Dehnungsrezeptoren, die dem Kreislaufzentrum im Gehirn einen beginnenden Blutmangel melden. Daraufhin werden Rhythmusanpassungen lt. Theorie ausgelöst, die wir fälschlicherweise Rhythmusstörungen nennen z.B. Extrasystolen. ]:D


    3.) Nicht alle Personen haben Verdauungsstörungen mit Blähungen und Platzmangel im Oberbauch bzw. Brustkorb. Durch eine Skoliose z.B. kann die Wirbelsäule in eine ungünstige Richtung verkrümmt sein, sodass die zu zum Herzen führende untere Hohlvene an dieser, von geblähten Oberbauchorganen, abgedrückt wird.

    Dehnungsrezeptoren können auch durch Adrenalin usw. bei Menschen unterschiedlich sensibel sein.


    Liebe Grüße & Tschau *:)

    Gerhard

    Gerhard schrieb:

    Den Druckabfall in der Hohlvene und im Vorhof bemerken Dehnungsrezeptoren, die dem Kreislaufzentrum im Gehirn einen beginnenden Blutmangel melden. Daraufhin werden Rhythmusanpassungen lt. Theorie ausgelöst, die wir fälschlicherweise Rhythmusstörungen nennen z.B. Extrasystolen

    Das würde aber vorraussetzen, dass es eine direkte Extrasystolen-Auslöse-Nervenverbindung zwischen Hirn und Herz geben müsste. Das ist aber soweit ich weiss nicht der Fall, es gibt nur per vegetativem Nervensystem "Gaspedal" und "Bremse", keine dritte Option "Stolpern". Würde vermuten, sofern die THeorie stimmt, dass das alles direkt im Herz abläuft (Dehnungsrezeptor löst direkt vor Ort ES aus), ohne Umweg übers Gehirn.

    Hallo liebe Community - finde ich klasse, dass es dieses Forum noch immer gibt und es dem Gerhard immer noch sehr gut geht.

    War mal vor einigen Jahren glaube 2012 (anderer Username) bereits hier und habe seit dem ca. 4-5 mal VHF gehabt und bei den letzten beiden Malen nicht mehr ins Krankenhaus gegangen und wartete immer max. 30 Stunden ab und versuche in der Zeit mit Atemtechniken, eiskalten Getränken, genug Magnesiumzufuhr und den Genuß von Bananen wieder zurück in den Sinus zu kommen. Das gelang bisher in jedem einzelnen Fall.

    Was ich noch sagen möchte ist, dass sich es bei mir bewährt hat, eine halbe bis ganze Dolormin zu nehmen und meist innerhalb von 20 Minuten hörten die ES auf.

    Was jetzt noch dazu gekommen ist, sind Schluckstörungen die extrem hinderlich sind. Es ist wie wenn etwas im Hals stecken bleibt und nicht ganz runter rutscht.

    Mittlerweile bin ich auch davon überzeugt, dass die Ernährung/Verdauung in dem ganzen Thema die Hauptrolle spielt.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann was dazu sagen ?

    LG Michael

    Michael-4711 schrieb:

    mal VHF gehabt und bei den letzten beiden Malen nicht mehr ins Krankenhaus gegangen und wartete immer max. 30 Stunden ab und versuche in der Zeit mit Atemtechniken, eiskalten Getränken, genug Magnesiumzufuhr und den Genuß von Bananen wieder zurück in den Sinus zu kommen. Das gelang bisher in jedem einzelnen Fall.

    Das sollte sich Niemand als Beispiel nehmen denn bei VHF besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko dass sich Blutgerinsel im Vorhofohr bilden welche zu einem Schlaganfall oder einer Lungenembolie führen können.


    Außerdem erhöht sich umso länger das VHF anhält die Chance dass das VHF in einen chronischen Zustand übergehen kann.


    Wenn man sich im Krankenhaus befindet und überwacht wird kann man solche Scherze durchaus machen. In freier Wildbahn würde ich explizit davon abraten.


    Michael-4711 schrieb:

    Das gelang bisher in jedem einzelnen Fall.

    Ich bezweifel dass das in irgendeiner form mit dem Magnesium oder den Bananen zu tun hat.

    Vorhofflimmern konvertiert bei vielen Patienten irgendwann spontan in den Sinusrhythmus, manchmal auch durch Bewegungen.

    Bei einem Zeitfenster von 30 Stunden ist die Chance dass es spontan konvertier relativ groß.


    Michael-4711 schrieb:

    dass die Ernährung/Verdauung in dem ganzen Thema die Hauptrolle spielt.

    Ich denke die Theorie ist unsinn.