Hilfe zu Atemproblemen, Asthma oder was anderes? Angst das es was schlimmes ist oder die Psyche die dann was schlimmes mittelfristig auslösen könnte!?

    Hallo


    Wir sind neu hier. Gleich vorweg sorry für den längeren Text. Ich versuche mir da etwas von der Seele zu schreiben und gleichzeitig so gut es geht alles zu beschreiben.


    Ich schreibe für meinen Freund - 37 Jahre, da dieser sich weigert einen Account zulegen und halt typisch Mann alles irgendwie aussitzen will.


    Er hat seit Jahren mal mehr, mal weniger häufig Atemprobleme.
    Diese äußern sich wie folgt:


    - das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen

    - als würde im Kopf nicht genügend Luft ankommen

    - er sitz dann und atmet langsam ganz tief um mehr und mehr Lift einzuatmen

    - oft dehnt und streckt er sich (räckeln, wie beim Gähnen)

    - er sagt auch er hat das Gefühl es sei alles verkrampft

    - vor allem der Rachen (hinter dem Zäpfchen wo man das letzte Mal das schlucken spürt) und der Brustkorb

    - oft muss er versuchen ein Gähnen oder sehr tiefes seufzen provozieren

    - dann löst sich alles und es geht für einen Moment besser


    Das kann Minuten dauern, über Stunden andauern, Tage hintereinander kommen (auch mehrfach am Tag) und dann wieder Monate nicht.
    Manchmal sagt er auch das der ganze Bereich oben am Rachen runter wie verklebt sei. Aber er hat nicht immer dort Schleim - eher ganz selten. Dann ist auch nichts verklebt, aber trotzdem sagt er es fühlt sich da oben zusätzlich komisch an. Es hilft oft dann einfach was warmes zu trinken. Das scheint eh zu entspannen. Oder auch ein Nasenspray.

    Was er nicht hat ist:


    - Ohnmacht

    - Keine blauen Lippen

    - kein richtiger Schwindel

    - kein Herzrasen

    - kein Herzschmerz

    - keine Schnappatmung

    - kein hecheln oder keine schnelle Atmung

    - keine niedrige Sauerstoffsättigung (idR 100%)

    - kein hoher Blutdruck (eher zu niedrig)


    Vor Jahren hat man ihm Asthma diagnostiziert. Seit dem trägt er ein Notfallspray bei sich, aber das nützt gar nichts. Er könnte auch Luft inhalieren oder Rosendurft. Das Ergebnis ist das gleiche. Ärztlich hat man das ignoriert.


    1. Jetzt durch Corona und die Angst das Asthma da Probleme machen könnte, haben wir den Hausarzt gewechselt und diese hat ihn jetzt zu einem Lungenarzt geschickt. Der sagt von der Beschreibung her könnte man meinen es sei Asthma, vielleicht ist es auch ein ganz minimales, aber dagegen spricht das er weder nach schnell Sauerstoff ringt, nicht schnell atmet, keinen Sauerstoffmangel hat, nicht hustet, keine Allergien hat, keine Probleme bei Belastung (manchmal wird es dann sogar besser) und sein Lungentest ist perfekt.


    Er hat beim Lungentest je nach Tag so ca 105% und bei der FEV1 Kapazität 97-100%.

    2. Das würde alles dagegen sprechen. Es soll zwar noch eine Provokation gemacht werden, aber der Lungenarzt hat gesagt es sei wegen dem niedrigen Blutdruck eher an Herz/Kreislauf zu denken. Jetzt ist bei ihm aber durch eine andere Geschichte die er von Geburt an hat, erst routinemäßig das Herz untersucht worden (Herzultraschall, Belastungsultraschall, EKG, Belastungs-EKG, Schluck-Echo) - alles ohne Befund. Außerdem sind seine Blutwerte perfekt.


    3. Herz wird also ausgeschlossen. Jetzt sagt man es könnte der Magen/Darm sein - genauer Luft. Er hat tatsächlich mit Luft zu tun und oft Blöhungen, die sich teils auch schwer lösen - irgendwann geht es dann. Der Darm wurde mal vor Jahren wegen den Blähungen untersucht, war alles in Ordnung. Aber zumindest die Atwmprobleme entstehen unabhängig vom Essen. Aber etwas mit Aufstoßen hat erlauchtere zu tun.


    4. Außerdem soll er von der Kardiologin zum Orthopäden, weil es könnte sein das vielleicht ein Haltungsproblem dazu führen könnte das der Thorax bzw die Muskeln verkrampfen. Er hat eine extrem minimale Skoliose, die aber nie wirklich aufgefallen ist. Seit einiger Zeit (2+ Jahre sind haber hartnäckige Verspannung in den Schultern und dem Trapez vorhanden, die teils sogar zu Kribbeln in den Armen führen. Die Halswirbelsäule ist aber in Ordnung laut MRT.


    Jetzt stehen wir quasi vor einem zusammengefallenen Kartenhaus. Er versucht cool zu bleiben, aber in den Situationen merke ich das er selbst etwas Panik hat das da im Rachen/Hals etwas verkleben oder verkrampfen könnte und er nicht ausreichend Luft bekommt. Ich mache mir da auch Sorgen und vor allem habe ich das Gefühl es könnte vielleicht auch noch psychische Ursachen haben die das auslösen und vielleicht entwickelt sich dadurch schlimmeres, was man vermeiden könnte?

    Während ich jetzt hier geschrieben habe, hatte wieder so Probleme und saß tief atmend neben mir, jetzt sagt er geht es wieder, aber im Rachen sitzt etwas Schleim und er muss nochmals seufzen.


    Was meint ihr?

    Wir sind für jeden Tipp offen.

    Sorry noch mal für den langen Text.

  • 69 Antworten
    annaleh23 schrieb:

    Wir sind neu hier. Gleich vorweg sorry für den längeren Text. Ich versuche mir da etwas von der Seele zu schreiben und gleichzeitig so gut es geht alles zu beschreiben.


    Ich schreibe für meinen Freund - 37 Jahre, da dieser sich weigert einen Account zulegen und halt typisch Mann alles irgendwie aussitzen will.

    Entschuldige bitte, mir ist nicht ganz klar was die wirkliche Frage ist.


    Willst Du jetzt hier für deinen Mann seine Probleme lösen, obwohl er das auch selbst tun könnte, oder....................willst Du dir was von der Seele schreiben?


    Iwie blicke ich noch nicht so ganz durch":/

    Nun ja wie am Ende geschrieben mache ich mir (genauso wie er) Sorgen und die Frage die sich stellt ist, was könnte den Spaß immer mal wieder (mit langen Pausen ohne) auslösen? Es ist ja nun schon vieles untersucht und das Ergebnis ist ernüchternd, aber wenn du sehen würdest wie er auf dem Sofa sitzt und über Minuten oder Stunden Probleme hat, dann würdest du da auch an den Rand der Verzweiflung kommen, auch wenn die Ärzte gerne betonen das ja alles in Ordnung sei. Wenn alles in Ordnung sei, dann sollte er da nicht so sitzen.

    annaleh23 schrieb:

    Vor Jahren hat man ihm Asthma diagnostiziert

    Ist das denn jetzt eine feste und gesicherte Diagnose, also hat er Asthma?


    Das geht aus deinem Text nicht genau hervor

    Kardiologisch scheint ja alles okay zu sein. Bekam dein Freund Salbutamol? Im Normfall gehen asthmatische Beschwerden durch das Spray weg. Bekam er zu dem Notfallspray noch eine Prophylaxe, d.h. ein Medikament zur täglichen Inhalation, um vorzubeugen, z.b. Spiriva? Den Bronchospasmolysetest muß man natürlich noch abwarten. Von der Psyche kann sehr viel kommen, aber man kann auch nicht sofort alles auf die Psyche schieben. Du schreibst von vielen Blähungen. Blähungen können sehr viele Beschwerden auslösen. Dein Freund soll in der nächsten Zeit einmal alle blähenden Speisen meiden. Hier dürfen keine Medikamente empfohlen werden. Gehe bitte in die Apotheke und lasse dich zu Lefax beraten, rezeptfrei gegen Blähungen, wirkt effektiv. Ich wünsche deinem Freund gute Besserung!

    annaleh23 schrieb:

    Er hat eine extrem minimale Skoliose, die aber nie wirklich aufgefallen ist. Seit einiger Zeit (2+ Jahre sind haber hartnäckige Verspannung in den Schultern und dem Trapez vorhanden, die teils sogar zu Kribbeln in den Armen führen. Die Halswirbelsäule ist aber in Ordnung laut MRT.

    Verspannungen oder leichte Skoliose machen m.E. keine Atemprobleme.

    er sollte mal zum Physiotherapeuten gehen, solche Beschwerden können tatsächlich auch Verspannungen auslösen bzw. Fehlhaltungen, die psychische Komponente ist natürlich auch nicht zu unterschätzen


    ihr habt ja alles abklären lassen, Allergietest wurde gemacht?

    Trastevere schrieb:

    Hier dürfen keine Diagnosen gestellt werden. Wurde das Roemheld Syndrom ausgeschlossen? Blähungen und Atemnot.

    Nein mir geht es auch nur um Tipps in welche Richtung man mal gucken könnte. Das Roemheld ist mir neu. Nein da wurde noch nie drüber gesprochen. Wo würde man da hingehen? Hausarzt?


    Kann den Luft so was wirklich auslösen?

    Trastevere schrieb:

    Kardiologisch scheint ja alles okay zu sein. Bekam dein Freund Salbutamol? Im Normfall gehen asthmatische Beschwerden durch das Spray weg. Bekam er zu dem Notfallspray noch eine Prophylaxe, d.h. ein Medikament zur täglichen Inhalation, um vorzubeugen, z.b. Spiriva? Den Bronchospasmolysetest muß man natürlich noch abwarten. Von der Psyche kann sehr viel kommen, aber man kann auch nicht sofort alles auf die Psyche schieben. Du schreibst von vielen Blähungen. Blähungen können sehr viele Beschwerden auslösen. Dein Freund soll in der nächsten Zeit einmal alle blähenden Speisen meiden. Hier dürfen keine Medikamente empfohlen werden. Gehe bitte in die Apotheke und lasse dich zu Lefax beraten, rezeptfrei gegen Blähungen, wirkt effektiv. Ich wünsche deinem Freund gute Besserung!

    Das Sabutamol wirkt eben nicht. Da könnte er 10x Hübe nacheinander nehmen ohne Erfolg. Er sagt zwar die Lunge wirkt vom Atmen her freier, aber die Atemnot und das Gähnen / Strecken bleibt.
    Er hat nie etwas anderes bekommen und der Lungenarzt jetzt sagt man würde erst mal nichts geben, da schlicht keine Begründung dafür gibt. Nach dieser Provokation muss man weiter sehen, da aber diese Art der Atmung nicht für Asthma spricht, könnte es sein das da zwei verschiedene Sachen parallel laufen und man auch dann nichts gegen das Asthma gibt. (?)

    Madame Charenton schrieb:

    er sollte mal zum Physiotherapeuten gehen, solche Beschwerden können tatsächlich auch Verspannungen auslösen bzw. Fehlhaltungen, die psychische Komponente ist natürlich auch nicht zu unterschätzen


    ihr habt ja alles abklären lassen, Allergietest wurde gemacht?

    Ja ein Allergietest wurde gemacht. Keine Allergien, nichts. Ich sage ja immer so durchgecheckt und so gesund wie er wäre ich gerne. Bleibt halt diese Atmungssache.

    annaleh23 schrieb:
    Trastevere schrieb:

    Hier dürfen keine Diagnosen gestellt werden. Wurde das Roemheld Syndrom ausgeschlossen? Blähungen und Atemnot.

    Nein mir geht es auch nur um Tipps in welche Richtung man mal gucken könnte. Das Roemheld ist mir neu. Nein da wurde noch nie drüber gesprochen. Wo würde man da hingehen? Hausarzt?


    Kann den Luft so was wirklich auslösen?

    Ja, kann es. Diese Erkrankung ist nicht ganz einfach zu diagnostizieren. Wenn alle kardiologischen Befunde und die Lungendiagnostik ohne Befund sind, besteht auf jeden Fall der Verdacht. Wie ich schon schrieb, Ferndiagnosen sind ein absolutes No-Go. Die Beschwerden deines Freundes sind nahezu klassisch. Atemnot, Blähungen und zuviel Luft im Bauch. Konsultiert den Hausarzt.

    Hyperion schrieb:
    annaleh23 schrieb:

    Vor Jahren hat man ihm Asthma diagnostiziert

    Ist das denn jetzt eine feste und gesicherte Diagnose, also hat er Asthma?


    Das geht aus deinem Text nicht genau hervor

    Das wurde vor fast schon einem Jahrzehnt vom damaligen Hausarzt gesagt, weil er eben diese Atmung beschrieb. Aber es wurde nie untersucht. Er bekam das Notfallspray und das war es. Erst durch Corona soll das jetzt mal angeschaut werden. Nur eben sagt der Lungenarzt das er selber halt nie so einfach diese Diagnose Asthma in den Raum gestellt hätte und auch nicht davon ausgeht (oder eben nur ein extrem minimales Asthma).

    Therapie des Roemheld Syndroms: Entschäumer, wie Lefax, viel Bewegung, besonders nach dem Essen und eine Umstellung der Ernährung, d.h. alle !! blähenden Speisen meiden.